Ausgabe 
21.2.1901 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

8 toOtti.

81. hbe"'*1 ° d-r B-dil

»te«

*

?> h°hi b b«iblr.

94 19« Sntoalt«. n6« Slatyxf- > d« lob bte ,etllid)tn Bn. d'« $w|4t, 'Ach'» $ott, let als der» itmbe Mg. MM Dank Wti \M^ int in M^inz. :rn auch |eine Mainz, deren hochverdienten

Mische Finanz. ' Abkunft, seine >lt o. SR., von it, am Snfanfl ichischen Padua

1859 Qtboui bekannt gewacht fitn in Italien, saft 100 ein-

Ilen. Der r nahm bekannt- sich, ohne baj zusügtr. Der. leu^pibtmu hi tvissen'chaftlichen nkoser behauptete, einem Orte, der ohne jede Gefahr ne große Mengt - frifden Ruit ar

Dieser tyung bei är/t»

MÄN.

. D^chsäHe. ein. t Lmmnch mit «MM« bt t dem ihm eigen» , ob ich schon tot ^gezeichnet. » )aran; «h * rakGeS Seisp>e>

I wird gemeldü: MnzngM-^ In den Vahnhos t Rrisenbe W

OTltl)W- Hat WtiMlr*'' her Nl*f ba« ä«e*l r ttn 811 *"

ft- ftldn

I gierte rff- Ȁ M

» I

l" el"$0§ fugt. L°nsL§ ^>ifW

-MdLdM^, Äd-n/S/

niÄ&) ir Sie®S.

ä3s&*

Gerichtssaal.

Darmstadt, 19. F br. Der <5tanb'6te6mte Br. hatte im Jahre 1899 die Ehesch icfeung zweier eist 23j ädriger Person n vor- genommen, oh:e daß btt e>sorde>liche Einwilligung ber brnffenben Extern DOiUfl. Er war d'shald der Berg hcnS gegen d e SS 29 und 69 d-S Personenstandsges tzeS belchuidigt Die feagltcbe Vorschrtst diese» Gffktz^S ist nach Inkrafitriten deL Bürgerlichen Gelctzhuchrs, welche? die Edemündigkeit mit 21 Jahren eintreien läßt und nur bt8 dahtr. väterliche Zustimmung eifoibcrt, wegaeiallen. Nach S 2, Abs. 2 bet Str.-G.-B. «st bei Ve schiedenhett der Ges-tz: von der Zeit der Thai bi? zur Aburteilung ba? mstbeste Gesetz anzuwrnben. Die Siras kämm r hielt btese Bestimmung im Fr-gesalle für zutreffend, weil jene Übertretung nach heutigem Recht nicht vorliegen würde, und sprach deshalb den Angeklag'en frei.

Handel und Verkehr. Uolkswirtschast.

r- Friedberg, 19. Febr. Der heutige Pferdemarkt war sehr gut betrieben, hauptsächlich mit Belgiern, Franzosen, Holländern und Hol­steinern. Auch Reit und Luxuspserde waren gut vertreten. Der Handel ging jedoch nicht besonder? flott, die Nachfrage entsprach nicht dem Gebot. DaS Wetter war kalt und unfreundlich, sodaß die Käufer nur spärlich emgetroffen waren. Die Preise waren demzufolge bedeutend niedriger als auf dem Herbstpferdemarkt

Gingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Allenthalben klagt man heutzutage über zu große Ausgaben, denkt aber meist nicht daran, daß gar viele Ausgaben unnütz geschehen; selbst die Höhe der oft beklagten Steuern wird übertroffen durch die frei­willigen selbst aufgelegten Steuern. Es sei nur erinnert an die That- sache, daß unser deutsches Volk mit seinen Ausgaben für geistige Ge­

tränke die Aufwendungen für den Unterhalt bei ganzen Heeres erreicht. Aus Anlaß eines befonberen Falles sehen wir uns neuerdings zu einer besonderen öffentlichen Warnung genötigt. Seit einiger Zeit durchziehen Reisende einer hessischen Derlagvsirma Städte und Dörfer zur Beitreibung von zwei Preßerzeugnissen in je lOU Lieferungen, von denen das Heft 1 in jedem Haus abgegeben wird. Die vielver­sprechenden Titel lauten: »Wer ist das?* Ein menschliches Rätsel. Eine wahre Geschichte aus zwei Weltteilen, und »Elvira die Chmesenbraut oder durch Himmel und Hölle in China*. Der Inhalt dieser »Werke*, die je 10 Mk kosten, ist das Produkt einer Phantasie, die nur auf den Geldbeutel derjenigen spekuliert, die nicht alle werden. Leider finden er­fahrungsgemäß grade solche Schauergeschichten, in denen abenteuerliche Liebesgeschichten, Mord und Ehebruch einander die Hand reichen, auch auf dem Lande reißenden Absatz. Abgesehen von der Schädigung jedes gesunden sittlichen Urteils ist auch der materielle Schaden sehr beträchtlich, den das Volkswohl erleidet durch die großen Summen, die man aus der Tasche zu locken weiß und zwar für ganz wertlose, oft gradezu un sinnige Romane; daß es sich hier nicht um Kleinigkeiten handelt, geht daraus hervor, daß in einem kleinen Dorf in Oberheffen von einem ähn liehen Werke, das 15 Mk. kostete, 120 Exemplare abgesetzt wurden, d. h. zirka 1800 Mk wurden aus einem Dorf hinausgetrogen für solche Lektüre An anderen Orten wird es ähnlich gewesen fein. Mit einer solchen Summe hätte man für alle Zeiten eme kostbare Volksbibliothek anschaffen können, an der sich Kinder und Kindeskinder erfreuen konnten. Solche Ausgaben werden dann kaum gerechnet und wie schwer fällt eS bei der Landbevöl­kerung, die hier so freigebig scheint, einen auch nur ganz geringen jähr­lichen Beitrag zu einer Bibliothek zu bekommen. Besonders bedauerlich ist es, daß die Verbreiter solcher Romane meist straflos bleiben, da sie genau die Lücken der Gesetzgebung im Auge behalten. Hier sollten alle Behörden und wirkliche Freunde unseres Volkes zusammenwirken, um solcher Vergiftung des Volkslebens zu begegnen. Solange freilich am Schaufenster unserer Städte dieselben Bücher zum öffentlichen Verkauf ausliegen, solange werden auch unsere eifrigen Bemühungen, die Land­bevölkerung vor solchem Schund zu bewahren, nur ein Schlag ins Wasser fein. Ea.

Nachdruck erwünscht!

ünilbertroflen iut Haut- und Schöuheitapliuyu

^MyrrholinSeife

sowie ah beste Kinderseife Irxtlich empfohlen.

Kvtk |ronkrnfeo8.

Während der Krankheit ist eine leicht verdauliche, nahrhafte Diät, welche den erkrankten Körper untcrftiißt, ohne die Temperamr zu erhöhen, die geeignetste. Eine von Aerzten empfohlene Speise ist dann Mondamin, mit .Milch gekocht, als Brei oder warmer Pudding. Der zarte Geschmack des Mondamin wirkt appetit­anregend bei Kranken und Rcconvalescenten. Es ist zu Haden m Paketen ä 60, 30, 15 Pfg. 314

XU

Arown & Aolsons

Gesetzlich geschützt seit 1884,

Bei Bleichsucht, Blutarmut

werd als,Nähr- und Kräftigungsmittel von befonbcrerrüßirruitg Sanntogen empfohlen. Von Prof. u.Aerzten glänzend begutacht. Erhält!, in APoth.u.Drog. Atteste franco. Lauer & Cie., Berlin b.0.16.

Caiflan»,of,9'Samm,e'Vel»et»Ä. O DIU C11 Blusen, Besah liefern wir direkt an «ripatt. Man verl. Muster unserer großen Auswahl, von Elten & Kennen, TTandlung Krefeld.

Städtischer Arbeitsnachmeis Gießen

Garterrftratze 2.

Angetzot der Arbeitnehmer: 2 Anstreicher, 1 Bauschloffer, 1 Schneider, 1 Möbelschreiner, 1 Kellner, l Lauffrau, 1 Putzfrau, 1 Kochfrau, 1 Waschfrau, 2 Mechanikerlehrlinge.

Stachfrage der Arbeitgederr i Küfer, 1 Schuhmacher, 1 Haus- bursche, mehrere Dienstmädchen, 1 Kindermädchen, 1 Flickerin.

Lehrlinge» 2 Buchbinder, 1 Glaser, 1 Kellner, 1 Schneider, 1 Schlosser, 1 Sckreiner.

Oeffentliche Zustellung.

Der Schreiner Georg Zimmer IV. in Villingen, gericht­lich bestellter Vormund des Keirrrich Sauerwein, unehelichen Sohne« der Maria Sauerwein zu Villingen, klagt gegen Lovis Stein, Sohn des Bäckers Heinrich Jakob Stein zu Hungen, zurzeit abwesend mit unbekanntem Aufenthalt, wegen Unterhalt auf Grund des § 1708 B. G. B. mit dem Anträge, dm Beklagten durch für vorläufig vollstreckbar zu erklärendes Urteil schuldig zu erkennen, an Kläger a's gertcht l^ch bestellten Vormund des minderjährigen Heinrich Sauerwetn in 93.Hingen als Unterhalt den monatlichen Betrag von zwanzig Mark seit Geburt desselben, 1. September 1900, bis zum zurück jel^gten 16. Lebensjahre, und zwar für die abgelaufene Zeit alsbald und für die Folge in monatlichen Vorauszahlungen zu entrichten und ihm die Kosten des Rechtsstreits aufzuerlegen vud ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Grobherzogliche Amtsgericht zu Hungen auf d-u 19. April 1901, vormittags 9Uhr.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Aus zug der Klage bekannt gemacht

Hungen, den 18. Februar 1901.

Koch, 1479

Gerichtsschreiber des Großberioalichen Amtsgerichts.

Vergebung von Sauarbeiten. Die zur Errichtung von Dienstwohnungen in dem früheren Amtsgerichtsgebäude zu Grünberg nötigen Weitz- diuderarbeiteu werden hier­durch unter Hinweis auf den Mnistertalerlaß vom 16. Juni 1893 zur Vergebung auf dem Submisfionsweg ausgeschrieben.

Die Ausführungsbedingungen nndArbeitsbeschreibungen liegen in unserem Amtslokal zur Ein­sicht offen, und können letztere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebots-Vermerk versehen, da­selbst zum Selst kostenpreis in kmpfang genommen werden

Angebote sind bis zum Mittwoch bett 27. Fe­bruar 1901, vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift porto­frei an uns abzugeben. Zu­schlagsfrist 2 Wochen.

Gießen,- den 18. Febr. 1901. Großherzogliches Hochbauamt. _______Neuling. 1474 Bekanntmachung.

Die Bau- und Werkholz­oersteigerung im Albacher Gemeindewald vom 15. ds. Mts. ist nicht genehmigt, die Brennholzverfteigerung da­gegen ist genehmigt.

Albach, am 18. Febr. 1901. Großh. Bürgermeisterei Albach.

Balser 1476

Hohversteigerung

im Gießener Stadtwald.

Montag den 25. Febr.

1901, vormittags 9i/,Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald, in dem Distrikt Stolzeumorgen, versteigert werden:

70 Fichtenstämme mit 18,30 fm,

2391 Fichtenstangen mit 81,82 fm,

3 rm Nadel-Scheitholz,

4 Aspen-Scheitholz,

17 ff Eichen-Knüppelholz, 84 Nadel-Stockholz, 3400 Wellen E chen-Reisig, (Durchforstung), 7600 H Nadel Reisig.

Die Zusammenkunft ist auf der Straße nach Rödgen, an der Ochsenwiese.

Gießen, 18. Februar 1901. Großh. Bürgermeisterei Gießen. _______Mecum. 1464

Die

Holwersteigerung vom 12. d. Mts. in der Ober­försterei Schiffenberg ist ge- nehmigt. Die Abfuhrscheine können bei den betreffenden Untererhebstellen vom 23. an in Empfang genommen werden.

Die Ueberweisung de» Holze» erfolgt Montag den 25. Febr., morgens 8 Uhr.

Gießen, den 18. Febr. 1901. Gr. Oberförsterei Schiffenbera.

Heyer. 1475

DoonkrstasLku7.ASrj1M

nachmittags 3 Uhr,

oll auf hiesigem Ortsgericht die zur Konkursmasse der Raben Salomon Eheleute in Wetzlar gehörige ideelle Hälfte von 19/92, 98 und 94 der Gemarkung Gießen, zusammen gemeffen 8150 qm Acker vor dem GänSwinkel am Mittel­weg, öffentlich meistbietend frei­willig versteigert werden.

Lageplan liegt für Interessenten auf Großh. Orlsgericht Gießen offen, auch giebt Kommissionär Abraham Jacob in Gießen auf Wunsch nähere Auskunft.

Gießen, den 19. Februar 1901. Großh. Ortsgericht Gießen.

«roS. 1471

(hip fr h hi urteil

G.Röhr&Co.

empfehlen vollständige

Betten

in gediegener Ausführung zu folgenden, sehr billigen Preisen:

Vollst. Bett f.Mk. 36.50

Bestehend aus: Eiserner Bett­stelle mit Spiralboden, Seegras­matratze, Deckbett und 1 K'ffen.

Vollst. Bett f. Mk. 56.-

Bestehend aus: Lackierter Holz­bettstelle, Strohmatratze, See- graSmatratze, Keil, Deckbett und einem Kiffen.

Vollst. Bett t. Mk. 76.- Beftehend aus: Elegant, eiserner Bettstelle mit Patentmatratze, Schoner, Seegrasmatratze, Keil, Deckbett und einem Kiffen.

Vollst. Bett t. Mk. 96.- Beftehend auS: Halbfranz. Bett­stelle, Patentmatratze, Seegras- Matratze, Keil, Deckbett und zwei Kiffen. 1846

Vollst. Bett f.Mk. 129.-

Besteh. auS: Hochfeiner, eiserner Bettstelle mit Patentmatratze, Schoner, Kapokmatrahe, Deck­bett mit Daunen und 2 Kiffen.

Vollst. Bett f.Mk. 140.- Bestehend aus: Moderner Holz­bettstelle, Patentmatratze, Scho­ner, Kapokmatratze, Keil, Deck­bett mit prima weißen Federn und zwei Kiffen.

Elegantere Betten

in großer Auswahl.

Die oben angeführten Betten stehen größtenteils in unserem Schaufenster zur gefl. Ansicht.

C. Röhr & Co.

Alle 225

Sorten Ztt-lllahuM:

Schellfische, Kabeljau, Seezunge«, Zauder. Kechte, Weißfische, ZSaröe«, Karpfen usw.

in stets srrscber, sowie in lebender Ware. Bestellungen zu Gesellschasts- effen ufw. werden prompt ausgefühtt Martin Simon, Asterweg 1. eeeeeee®

Marken:

Rheingold. Kaisermarke Carte Blanche

1472

w

Zu haben in allen Apotheken, Drogerien und

688

Mineralwasserhandlungen.

Nachahmungen weise man zurück.

KM M

Zeugniss. Ich bin verpflichtet, Ihnen meinen besten Dank auszu- sprechen für die gute Wirkung, welche ich erzielte nach einmaligem Gebrauch Ihrer Fays echten Sodener Mineral-Pastillen.

Freiherr v. F. in 8.

Preis 85 Pfg.

per Schachtel.

MW

W W W W

FAY0 echte

Sodener Mineral-Pastillen sollten stets im Gebrauche aller Personen sein, die infolge ihres Be­rufes gezwungen sind, entweder in Räumen mit schlechter Luft zu athmen, oder viel und andauernd zu sprechen; besonders aber von solchen, die zu Erkältungen und zu Katarrhen neigen.

Lose ä 1 Mark

des Giessener Pferde-Marktes»

Sehr günstige Gewinnchancen!

IlnnnfnniH 1 viersitziges Break mit 1 Pferd H W 'und silberplattiertem Geschirr Iviup tyu n 11 14 Pferde und Fohlen

landw. Maschinen u. Geräte, Luxus- u. Haushaltungs-Gegenstände.

T am a sind in allen durch Plakate kenntlichen Geschäften und bei dem General-Debit von

Richard Buchacker,

zu haben. Auf den Ortschaften auch noch bei den Lose-Ver­käufern und Ortsdienern. 1911

11 Lase 10 Mark. Ziehung 20. März 1901.

Gmiistnu-kln, Eitt-Gmiiskuu-tls, Still. Walcaroni, Sruch-Maccaroui, 1214 la. türk. Zweflchku, la. amrik. MlriM, la. Mil-allen, gkmWes M empfiehlt bill'gst

Robert Stuhl

28 Neustadt 33.

ognac

deutscher von Mk. 1.80 an per Fl. Literflasche Mk.l.80u.2.00 fravzösischer von Mk. 8.50 an per Fl.

Carl Retter

Lindenplotz, Ecke Wolltbarffr.

Nen! Nen!>

E Das beste bei Erkält- 5 i ung, Hrruen, Setserkeit,

«ttzeln im Salse rc. rc. g o und zur Erfrischung sind - Pascoes | fBrustpastillenf 1 ä Schachtel 2h Pfg. J ö zu haben in Apotheken 3 = und Drogerien ober direkt 3 < bei A. F. H. Pascoe, ®

Mülheim (Ruhr), un

Frische

Schellfische

rc. eingetroffen. 65S

KerKalks-kriflktKämmk, sowie Garantie - Zahnbürste» in großer Auswahl billigst bei

H. Tichy, 768

Setlersweg 43, £At derchoetvekr.

^HeiarithHofx

Kohlenhandlung empfiehlt 1384 alle Sorten Kohlen zu den billigsten Preisen, ebenso

Briketts, Klötze und Brennholz. Ferner alSAnzünder die vorzüglichen hiktoria-stutt-Krikeilr für welche mir der Alleinverkauf für Gießen übertragen ist.