Ausgabe 
20.10.1901 Erstes Blatt
 
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Wetter

Oktober

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der Rechten, den Blick nach der Burg Cronberg gerichtet, dar. Tie Inschrift auf dem Sockel lautet:Friedrich 111., Deutscher Kaiser, König von Preußen." ,

T. Kassel, 18. £tt- Tie Stadtverordneten uaymen einen Antrag an, wonach der Magistrat ersucht wird, der Errichtung von Wohnhäusern für st adtr|che Ar­beiter alsbald näher zu treten sowie eine Unterstützung der Arbeiter-Baugenossenschaft in Erwägung^u^zreyem__

erging, war dieser aufs höchste erstaunt und riet zu einer > anderen, dankbaren Oper aus seinem Verlag. Umsonst! Die 1 Antwort, die Herr Jensen dem gut gemeinten Rate folgen ließ, ist bezeichnend für unsere hiesigen Opernverhältnisse. Der Intendant erklärte, daß die Tonschöpfung aufzuführcn ein Wunsch Leopold Sonnemanns sei, der bei dieser Gelegenheü den Dichter des Librettos, Herrn Emile Zola, einladen würde, um ihm bei der Premiöre eine Ovation wegen seines mutigen Verhaltens in der Dreyfus-Affaire zu bereiten." Das genannte Blatt berechnet den Verlust bey Opernhauses auf 2025 000 Mk., den diese Aufführung verursachen würde. Es ist anzunehmen, daß diese Meldung ganz und gar erfunden ist. Vor allem scheint es nun aus­geschlossen, daß sich die Stadt Frankfurt, die ja bekanntlich die Frankfurter Bühne subventioniert, einen solchen Plan gründlich zu verhindern wissen werde.

* Frankfurt a. M., 18. Oft In ihrer letzten Sitzung wählten die Stadtverordneten die Mitglieder des Ausschusses, der Vorschläge für die Ausschmückung der Grabstätte Miquels machen soll. Stadtv. Heiller benutzte die Gelegen­heit, um zu erklären, daß es nicht Sache der Stadt sei, für Miquel ein Denkmal zu errichten; sie habe auch ihrem letzten regierenden Bürgermeister (Fellner), obwohl er fte ^^6) in den Tod gegangen sei, kein Denkmal gesetzt. Der Lozial- demokrat Dr. Quarck erklärte sich ebenfalls gegen jede Bewilligung aus städtischen Mitteln zu diesem Zwecke, weil volksthümlichere Leute auch kein städtisches Denkmal bekommen hätten und die Mehrzahl der Steuerzahler der Ansicht feien, daß Miquels Wirken für Deutschland unheilvoll gewesen sei. Die Stadtverordnetenversamnilung aber ging über diese Er­klärungen zur Tagesordnung über, da es sich gar nicht um

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sc. Frankfurt a. M., 18. Okt. Der aus Bayern ge­bürtige Spengler Joseph Burger wurde Austern abend von zwei Burschen namens Müller aus EppertsHomsen und Kern aus Groß-Gerau, die sich ihm auf ernerBier­reise "angeschlossen hatten, ans dem Wege nach Oberra überfallen, durch Messerstiche verletzt, und beraubt. Den Räubern fiel ein Portemonnaie mit 70 Mk. und em Gepäck­schein vom Hauptbahnhof in die Hände. Der Schem wurde ihr Verderben. Burger hatte sich nämlich nach dem Polizei­revier in Oberrad geschleppt, und von diesem war bte Ge­päckaufbewahrungsstelle am Hauptbahnhof sowie die Kri­minalpolizei verständigt tvorden. Als heute morgen em gewisser Imhof sich Mr Abholung des Gepäcks meldete, wurde er festgenommen. Dabei gab er an, day ferne Spieß­gesellen auf ihn auf dem Bahnhofsplatze warteten. Sw wurden fofort festgenommen.

M. Flörsheim a. M., 18. Okt. Von 250 Gänsen, ine für einen hiesigen Geflügelhändler aus Italien ankamen, sind nur noch gegen am Leben. Die übrigen smd der Geflügelcholera zum Opfer gefallen.

fc Cronberg, 18. Okt- Dre Enthüllung des hier errichteten Denkmals für Kaiser Friedrich ist, wie s. < mitgeteilt, auf Wunsch Kaiser Wilhelms aus nächste» Frühjahr verschoben worden. Das Denkmal -ist ^doch schon ietzt fast vollendet, sowohl was das Denkmal an unbjm sich als auch die gärtnerische Anlage, die Zufahrts- und Spazier­wege anbelangt. Unterbau und Sockel waren bereits letzte Woche fertiggestellt worden, und gestern wurde unter ^eituns, d^ ^Schöpfers Prof. Uphues das Bronce-Standdild auf bem drei Meter hohen Sockel aufgestellt. Es.stellt den Kaiser Friedrich in Kürassieruniform, den Marschallstab m

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~C6C*n<rßi^en^ 18. Okt. In Krakau erschoß sich verfloffene Nacht der polnische Schriftsteller Michael Balucki, em geborener Krakauer. Balucki, der 65 Jahre alt geworden ist, schrieb zahlreiche satirische Romane und Lustspiele, m denen pr die Zustände der polnischen Gesellschaft schilderte. Seme Romane sind im polnischen Volke sehr populär. Er nahm 1863 an dem politischen Aufftande Teil und wurd; desha b zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Die Ursache femes Selbstmordes war em nervöses Leiden.

* Graz, 18. Okt. Gestern abend 7 Uhr lo Min. fand in ne ob en ein Erdstoß in drei Intervallen mit starkem

" - So Mancher klagt über Nervosität und giebt allem Mog-

n Schuld nur nicht sich selbst und seiner unrichtigen Sebeni- S Lkr d^'Ä schon damit beginnt, daß er mehrere Tassen staÄen BohnL^k zu sich nimmt, darf sich nicht wunden, wenn exist^tögber^Lin^ausgezei^netes^ Ersatzmittel, mit.dem.Zede^der Kathreiners MalzkaffE der'wfolge^seine?eigenartigen Herstel^nM- weist Geschmack und Leruch des Bohnenkaffees m hohem Grade besitzt und deshalb als vollkommener Ersatz des Bohnenkaffees nelten kann. Nimmt man ihn als Zusatz zum Bohneirkaftee, so wird der Kaffee dadurch voller, im Geschmack angenehmer und

zurückgelassen., $ie Fr. Pr.- meldet aus

Riva: Dr. Ladenburg ausMannheim wurde heute Vor­mittag am See von einem plötzlich irrsinnig gewordenen deutschen Touristen für einen Räuber gehalten und durch vier Revolverschüsst schwer verletzt. Der J^sinmge ver­suchte Ladenburg noch in den See zu stürzen, fltichtete aber dann und ist bis jetzt noch nicht erui-t.

Wien, 18. Okt. Eine Ehetragödie aus Künstler­kreisen macht zur Zeit von sich reden Professor L e - schetitzky, der berühmte Wiener Pianist und Klavier- Pädagoge, hat mehrere Jahre nach ferner Scheidung von Annette Esslpoff eine junge Künstlerin m Zweiter Ehe hetm- qeführt. Dieser Tage überraschte Leschetitzki) ferne Gattm in Ischl bei einer Zusammenkunft mit seinem Lleblingsschuler, emem zwanzigjährigen Franzosen Gaston Lhörm. Tie Abrechnung, die der dreiundsiebzigjährige Meister mit der ungetreuen Frcm und ihrem Liebhaber hielt, wirkte auf den jungen Mann so erschütternd, daß er sich noch am Tage der Entdeckung das

mordete einen Beamten, der Geld bei sA ührte, und zwei Wächter, brachte den Zug durch die Westtmghouse- bremse zum Stehen unb floh unter Mitnahme von 3n>e>

Nubel. der Suggestion berichtet

c. nris Txnlritü " Dre Experimente, welche der Hypw)-

q; r i m a n e r Leo Lau, einer der jungen x,cute, HKiaje ton I ^besonders geeignete 3Rebüen" auä9e Mt nxiW

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längere Zeit des Vollbesitzes der Sinne beraubt ist. Dr. Embacher, in dessen Behandlung er ^ch befuidet hat die Zuziehung eines Spezialarztev jur erfori^rlich erklärt, und Montag morgen war der Zustand des Kranken, de während erklärt, die geheimsten Geheimnisse des Holis­mus erkannt zu haben, em derartiger, daß die Familie die Ueberführung in eine Anstalt in Erwägung Ze SW en hat., Bei der Staatsanwaltschaft ist bereits mündlich'S^afautrag wegen Körperverletzung gestellt; die erforderliche schriftliche Anzeige soll noch heute oder morgen erfolgen.

bringt der praktischen Hausfrau die Verwesung altbewährten ^aggi zum Wurzen^ ^tatt das^ffch der Suppe wegen auszusieden, lege man e§p^rtotoS>QflaumürAe bei. - Vorhandene Fleischbrühe verlängert man

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Krieskasten der Redaktion.

»nfraaen bleiben unberückstchttgt.)

Dr T iit F. Vorsitzender der Sektion Berlin des Dtsch. u. Oeft. Achenvereins fft der neue Unterstaatssekretar xm Rexchspost- amte Sydow. _

vermischtes.

* Erfurt, 18. Okt. Gestern stieß auf der Station Creidlitz der um 7 Uhr 50 Min. dort von Rossach em- treffende Personenzug auf den Prellbock eines Itumpsen Geleises auf. Tie Maschine und em Personenwagen ent­gleisten. Personen sind nicht verletzt worden. .

J » Tilsit, 18. Oktober. Der Meiereibesitzer Gerull m Splitter? der mit 300,000 Mk. Passiven fallierte, ist verhaftet "^'"'Mannheim, 18. Okt. T-r Buchdrucker Reinhold Rothmann ist nach Unterschlagung von Verbands- aeldern und der gesamten Kasse des Gesangvereins graphia" flüchtig gegangen und hat ferne Familie tn No

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* Compiögne, 18. Okt. Der Priester Millot ist

wegen Diebstahls verschiedener Kunstgegenstande darunter ein Kruzifix im Werte von 3000 Frcs., verhaftet worden. Er wurde ins Gefängnis eingeliefert.

- Batum, 18. Okt. Gestern Nacht gelang es einer

bewaffneten Bande, in einen aus Batum abgehenden Zug der ! , ,

ttonskaukasischen Bahn einzudringen. Die Band- - r. I w-s-ntUch b-r°mmüch-n

täusch übernommen habe und solche S0,MeNstraße 3 »en s°A>-igen bei der Füma Wilh. Reiber sichert den mir Ü6^ tra9enen 59S,e mci/u^mShtogft unterstützen zu wollen, empfehle ich mich Hochachtungsvoll 6943

Georg ECraus, Arechstermerfler.

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