Ausgabe 
20.10.1901 Drittes Blatt
 
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Gerichtssaal

sozusagen ein Minister gehalt sei. Indessen erschien der ragliche Zuschueiber gegenüber einem Kollegen in Berlin,

vom

2.15. Jaf

Uöchevtlichc ArdkkW brr TobrsMe in Cirßrn.

41. Woche. Vom 6. Oktober bis 12. Oktober 1901. Einwohnerzahl: angenommen zu 26 900 (inkl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 24,09, nach Abzug von 4 Ortsfremden 16,06'Ao.

Kinder

Belagerung der Burg Staufenberg durch Kaiser Adolf von Nassau (1296).

(Nachdruck verboten.)

Heinrich I.das Kind", der erste Landgraf von Hessen, ein Enkel derheiligen Elisabeth", hatte während seiner 43 jährigen Regierung gar oft gegen die Anriffe seiner Feinde die Waffen zu führen. Viel Betrübnis bereitete ihm der Unfriede im eigenen Hause. Mit Klugheit und Festigkeit wußte er sein Besitztum zu mehren, wie er sich auch die Stadt und das Amt Gießen 1265 durch Kauf erwarb. Landgraf Heinrich beabsichtigte, sein Land zu teilen. Die geplante Teilung mißfiel seinem Sohne Ott), der ohne­dies schon mit seinem Vater wegen seiner Verbindung mit einem nicht standesmäßigen Edelfräulein nicht gerade aus bestem Fuße stand. Zunächst suchte Otto seinen Unwillen zu bezwingen, wartete aber auf eine günstige Gelegenheit, sich zu rächen. Diese sollte sich ihm bald bieten. Landgraf Heinrich lag schwer krank zu Marburg. Sobald dies Otto erfuhr, wußte er sich ein Häuflein bewaffneter Reiter zu verschaffen und ritt mit chnen, zu denen noch unterwegs eine Ab­teilung berittener Mannen seines Schwagers Gottfried von Ziegenhain stteß, nach Kassel. Hier verbreitete er das Ge­rücht, das Gottfried bestättgte, Landgraf Heinrich sei in

ES starben §n: Zusammen: Erwachsene: tm

1. Lebensjahr:

,er 12000 Mark Jahresgehalt bezieht, und einem solchen in Frankfurt am Main, der im ersten dortigen Kon- fekttonsgeschäst in Stellung ist und ein Jahreseinkommen von 15000 Mark hat, als armer Flickschneider. Ta der Kläger auf fünf Jahre fest engagiert war, jedoch nach kurzer Zeit wieder entlassen wurde, verlangt er jetzt 40 000 Mark röt Wege der Klage.

thvlischen Lehrer zu besetzend« Lehrerstelle an der Ge­meindeschule zu Rembrücken, Kr. Offenbach. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden, die mit einem ka­tholischen Lehrer zu besetzende 1. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Weiskirchen, Kr. Offenbach. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Dem Kreisrat zu Offenbach, sowie dem katholischen Pfarrer und dem Gemein berat zu Weiskirchen steht das Präsentatlonsrecht zu derselben zu sämtlich mit dem gesetzlichen, nach dem Dienstalter sich bemessenden Gehalt.

* Das Amtsblatt des Ministeriums der Justiz Nr. 17 vom 27. September enthält ein Ausschreiben an die Amtsgerichte, betreffend die Aufstellung der Haupt- Übersichten der Geschäfte bei den Amtsgerichten.

* Staatliche Fürsorge für den Unteroffi­zier st and. Diejenigen Personen des Soldatenftandes, die sich nachj Ablauf ihrer gesetzlichen Dienstpflicht zum Weiter- biencn verpflichten und Unteroffiziere werden (auch event. zuerst nur Kapitulant bleiben), genossen bisher äur Auf­frischung, hauptsächlich aber zur Besserung ihrer Schulkennt­nisse, in ihren freien Stunden Unterricht durch Militär- uno Zivillehrer.Diese für den Untevoffizierstand sehr nütz­liche, staatlich^ Fürsorge hatte weiterhin den Zweck, den später in den Zivildienst übertretenden Unteroffizieren den Uebergang in das bürgerliche Verhältnis zu erleichtern sie zu befähigen sich in dem einzuschlagenden Zivil­beruf schneller und besser einzuarbeiten, somit ihre Existenz­frage zu fördern. Jetzt sind seitens der maßgebenden Auf­sichtsbehörden Schlritte eingeleitet worden, die bisher ge­pflogene Unterrichtsmethode nach anderen, weitergeh enden Gesichtspunkten auszubauen. Es sind folgende Vorschläge zur Erwägung gezogen bezw. den Truppenteilen zur Be­gutachtung unterbreitet worden. Der bisherige Unterrichst soll fortfallen. Dagegen sollen sich sämtliche Unteroffiziere, »ohne Ausnahme, nach dem zurückgelegten achten Dienst­jahre obligatorisch an einem dreiklassigen Unterrichtskursus beteiligen, der die Untevoffiziere besser wie bisher, für die Beamtenklasse befähigen soll. Ter Unterricht soll von besonders ausgewählten Militär- und Zivillehrern erteilt werden. Nach Schluß eines der drei Jahreskursen soll eine Prüfung mit jedem Unteroffizier abgehalten und dem Examinanden ein Zeugnis über seine erlernten Kenntnisse ausgestellt werden. Diese Zeugnisse sollen den Zivil- vesp. Anstellungsbehörden als Beweis der erlangten Bildung und der dadurch gegebenen Befähigung zur Versehung der von dem Anwärter begehrten Stelle dienen. Ferner sollen durch diese dLeuerung die seither von den meisten Mstellungs- behörden geforoerten, informatorischen und probeweisen Be­schäftigungen ersetzt werden, so daß also fürderhin der Anwärter entsprechend seiner Zeugnisse ohne weiteres je zur mittleren, niederen und unteren Beamtenklasse, nach seinem Ausscheiden aus dem Heere Aufnahme in der von ihm gewünschten Stelle finden wird. Es braucht demnach und nach Einführung des oben geschilderten 3 jährigen Unter­richts und nach, Absolvierung der drei Klassen kein Unter­offizier noch irgend ein Befähigungsexamen abzulegen und wirb überdies Die geistige Ausbildung der Militäranwärter eine weit bessere sein, als bisher bei dem fakultativen Unterricht, der übrigens schon im zweiten, spätestens dritten Dienstjahre des Unteroffiziers als solcher aufhörie. Die geplante Maßnahme ist «also als eine dem gesamten Unteroffi­zierstand großen Nutzen bringende Einrichtung zu begrüßen und bleibt nur zu wünschen, daß diesem Unternehmen der militärischen Aufsichtsbehörde Die lveitgehendshe Unter­stützung zu teil wird .

Vermischtes.

* Westerland (Sylt), 15. Okt. Der Malergehilfe Philipp aus Berlin traf vor etnxi acht Tagen in Begleitung einer Frauensperson in Westerland ein und mietete dort ein Zimmer. Er gab seine Begleiterin, die sich in anderen Umständen befand, für seine Frau aus, während sie eine unverehelichte Dienstzmagd aus Oldenburg ist. Das Paar begab sich am Abend nach Munkmarschi, ging auf die dortige Dampfschiffsbrücke und bestieg ein Boot. Seit dieser Zeit blieb die Frauensperson verschwunden, während der Mäler-- gehilfe noch am selben Abend von Leuten verschiedentlich gesehen wurde. Am anderen Morgen, als man im Hotel Union in Westerland nach dem Verbleib der Frau fragte, erklärte der Maler, seine Frau sei ins Wasser gefallen. Am Nachmittag wurde die Leiche der Frauensperson am Strande bei Munkmarsch gesunden. Der Maler hat seine Geliebte zweifelsohne ins Wasser gestürzt. Als man ihn verhaftete, trug er ein sehr auffälliges Be­inehmen zur Schau. Er gab zu, daß er mit der Toten in wilder Ehe gelebt habe, schweigt sich aber vollständig darüber aus, wie sie ums Leben gekommen ist

Der deutsche Kronprinz als Radfahrer. Gin Bonner Student schreibt:Der Kronprinz fährt, wenn es das Wetter irgendwie erlaubt, stets per Rad, das Kolleg­heft unterm Arm, zur Universität; auch dem neu aufge- genommenen Radpolospiel bringt er großes Interesse ent­gegen, und zwar soll der kaiserliche Student in diesem Spiele, welches durch ihn erst in die Bonner Sportskreise singesührk wurde, eine außerordentliche Gewandtheit und Sicherheit auf dem Rade bekunden, welche die Bewunderung der zahlreichen Zuschauer stets von neuem erregt. Die Um­gebung Bonns mit den gut gepflegten Chausseen veranlaßt jen Prinzen zu vielen Rad-Ausflügen in die Umgebung. Auf einer dieser Touren sollte der künfttge Herrscher auch >ie Ungemütlichkeit der Polizei kennen lernen. Als der Kronprinz eines Abends mit einem Kommilitonen von einer Tour zurückkehrte, ohne daß weder er noch sein Begleiter rie vorgeschriebene brennende Laterne am Rade hatten, nur den die beiden Herren von einem Polizeibeamten an­gehalten und mußten abfteigen. Es hätte nicht viel gefehlt, v hätte unser zukünftiger Herrscher ein Protokoll bekommen, wenn nicht sein Gefährte den Jünger der heiligen Her- mandad aufgeklärt hätte, wen er zu notieren im Begriffe sLnd. 'Dean Prinzen bereitete dieses komische Intermezzo viel Vergnügen."

* Besteht eine besondere Kleidervorschrift für das Standesamt? Das AachenerVolksblatt" berichitet:Dieser Tage erschien ein Brautpaar auf dem Standesamt zur Trauung. Der Bräuttgam, obwohl ganz anständig gekleidet, trug anstatt der üblichen weißen Hals- und Brustwäsche ein Sporthemd. Der betreffende Standes­beamte verweigerte aus diesem Grunde die Trauung. Der Bräutigam wandte ein, daß er überhaupt keine weiße Wäsche trage. Der Standesbeamte ließ sich aber nicht bewegen, die Trauung vorzunehmen, das Brautpaar mutzte uuvervicht- teter Sache abziehen. Mit welchem Rechte stellt« der Standes­beamte das eigentümliche Verlangen? Tas Gesetz gab ihm dazu kein Recht."

* Richard Wagner und der Doktortitest Ueber Richard Wagners Meinung vom Toktorttiel macht Pro­fessor Hermann Ritter, Würzburg, der die von ihm er­fundene Viola alta dem Komponisten im Jahre 1876 vor­führte, belustigende Mitteilungen.Sie wollen also den Doktor machen? Sagten Sie das nicht vorhin?"Gewiß, Meister, ich habe es bor", antwortete ichWas soll das? Was wollen Sie damit?" Mir kam diese Frage alS eifriger Universitätshörer merkwürdig, ja geradezu fürchten ttaii vor, wie Wagner überhaupt begann, mir gegenüber eine Laune zu entwickeln, die an die Rolle des Mephisto in der Schülerszene imFaust" erinnerte. Als ich dem Meister bemerkte, es wäre ein gewohnter Brauch und gehöre doch einmal zum Universitätsleben, als Abschluß der Studien denDoktor "gemacht zu haben, brach er in ein spöttisches Gelächiter aus, das durch die WorteKaffeedoktor",Thee- doktor",Bisitendoktor" unterbrochen wurde., Tann ging ent furchtbares Donnerwetter über Universität und Kon­servatorium los, das mit den Worten schloß:Merkwürdig WaS man nicht alles lernen kann!" Eben war diese Kopf­wäsche vorüber, als ich auf ein Bild, das auf einer Staffelei sstmd, mit folgenden Worten deutete:Ist der Ihr Vater, Meister?" Wagner konnte sich nun vor Lachen nicht halten und sch«rie förmlich:Ja, ja, ja, ja, ja Kandidat der Philosophie, und weiß nid# einmal, wer der b* ist" ES war ein Oelfarbenbrustbild von Schopenhauer. Ich hatte . allerd Lgs bis dahin «och kein Bildnis diese? Philosophen, der darnals an der Heidelberger Universität ikniw geduldet

Marburg gestorben und verlangte die Huldigung der Stadt und der hessischen Stände, die er auch erlangte. Nur Melsungen, Rotenburg, Reichenbach und Schartenberg ver­weigerten den Eid. Noch nicht ganz von seiner Krankheit genesen, vernahm der Landgraf mit Betrübnis, was der aufwieglerische Sohn gethan. Er sandte Boten an andere Fürsten und richtete einen Klagebrief an Kaiser Adolf, der Hilfe versprach. Mit einem stattlichen Heere, das ihm die Erzbischöfe von Mainz und Köln, Herzog Rudolf von Baiern und der Abt von Fulda zuführten, erschien der Kaiser vor der Burg Staufenberg, wohin sich Otto mit seinem Anhänge auf die Nachricht von einer gegen ihn herab- ziehenden Streitmacht zurückgezogen hatte. Hier auf der esten, dem Angriffe der Feinde Trotz bietenden Burg, hatte seinem Schwager Otto Gottfried von Ziegenhain, der Burgherr von Staufenberg, eine sichere Zufluchtsstätte ge­währt. Aufs beste hatte man sich hier zum Gegenkampfe ge­rüstet. Eine stattliche Schar Bewaffneter hatte Otto und Gottfried aus Niederhessen herangeführt. Monate vergingen, und mit tapferer Gegenwehr trotzten die Belagerten den Angriffen des kaiserlichen Heeres. Die Ausfälle au? der Burg erforderten zahlreiche blutige Opfer auf beiden Seiten. Doch was half es den Niederhesseu und Ziegenhainern, daß ie löwenmutig sich wehreten; sie mußten der Uebermacht ich ergeben. Otto mußte zufrieden fein, daß er für fein Leben noch Gnade beim Kaiser fand. Durch kaiserlichen Spruch vom 1. Juli 1296 zu Frankfurt am Main wurde die Teilungsangelegenheit der Landgrafschaft Hessen im Sinne ;es Landgrafen für die Zukunft geordnet. Otto versöhnte ich mit seinem Vater, der ihm Biedenkopf überließ, woselbst er 1307 sich eine Burg baute. Eine zweite und chlimmere Belagerung hatte Burg Staufenberg während >es 30 jährigen Krieges im Jahre 1646 zu erdulden, bis ie am 27. Mai 1647 durch den schwedischen General Königs­mark durch Pulver in die Luft gesprengt und völlig zerstört wurde. Don der einsttgen Veste, der oberen Burg, sind heute nur noch wenige Reste vorhanden, immerhin noch Zeugen genug von dem stolzen Bau, der einst majestätisch von seiner waldigen Höhe ins Lahnthal hinabschaute.

Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, rote viel der Todesfälle in der betreffendett Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

war, gesehen. MS ich beim Wleister meine Unkenntnis eittd chuldigte, tröstete er mich und sagte:Studieren Sie min regit fleißig Schopenhauer; es wird Ihnen besser bekommen! als Ihre ganze Doktorei!"

* Eine nyO)i unbekannte Anekdote aus demi Kriegsjahre 1870 erzählt ein französisches Blatt: MD der General de Gallifet sich als Kriegsgefangener in Deutschland befand, kam eines Tages der Kurier des Prinzen von Wales zu ihm und bot ihm im Namen und int Auftrage seines Herrn alles an, was sein Exil weniger traurig und hart gestalten könnte. Ter General dankte, indem er erklärte, daß er nichts brauche. Dann besann exf ich aber plötzlich und sagte:Etwas wünsche ich doch Preußens Waffen sind glücklich- und ich kann sehr lange Gefangener sein; wenn ich nickst gegen einen preußischen General auSgetauscht werden kann, bitte ich den Prinzen, ür mich! von dem König von Preußen die Erlaubnis zu erwirken, daß ich nach Frankreich zurückkehren und bort ÄS einfacher Soldat kämpfen darf." Der alte König Wilhelm war von dieser Bitte tief gerührt und wollte ie gewähren. Mvltke aber war dagegen:Nein! nein!'< agte er,das geht nicht. Eine solche Handlung würde in einem ritterlichen Lande wie Frankreich ein zu gefährliches! Beispiel sein." Das französische Blatt, dem wir Die Anek­dote entnehmen, bemerkt dazu:Tiefe Ablehnung war die chönste Huldigung für uns!" Tas ist sehr hübsch gesagt, es fragt sich! nur, ob diese Anekdote überhaupt auf Wahrheit ieruht.

* Was liest das Publikum am liebsten?Siefe Frage beantwortet, wenigstens für das amerikanisch« Publi- üm, folgende Stattsfik: Am beliebtesten sind in amerika- rische Zeitungen, im Gegensatz zu dem, was man vielleicht erwartet, politische Nachrichten. Am Morgen nachs ider Grant-, Greeley-Abstimmung (1872) hatte eine New-Yorker Zeitung eine Vermehrung von 64 000 in ihrem Absatz, am Tage nach dem Dilden-Hayes-Streit (1876) 94000 extra, und am Morgen, der auf die Garfield-Hanoock-Wahl folgte (1880) $7 000. Wahlen in den sogenanntenOktöberstaaten" in! Präsidentenjahren erregen so viel Neugierde, daß durchs schnittlich eine Extra-Ausgabe von 21000 erforderlich ist; aber eine besonders hitzige, örtlidje Wahl in der Haupte [tobt verlangt bei einer Zeitung mit einer Verbreitung von 100 000 Nummern 50 000 Extra-Exemplare. Verbrechen ge­hören nicht zu den besonders wünschenswerten Nachrichten. Der Prozentsatz der Zunahme ordnet sich in folgender Weise bei den verschiedenartigen Nachrichten: 1) Präsidentenwahl 73 v. H. 2) Staatliche und städtische Wahlen 35 v H. 3) Sporte ereignisse von besonderem Interesse 20 v. H. 4) Wahlen! in den Okffoberstä'aten in Präsidentenjahren 18 v. H. 5) Groß- feuer 9 b. H. 6) Große Unglücks fälle fast 9 v. H. 7) Große Verbrechen (ausgenommen Präsidentenmord) 7 v. H. 8) Er­hängen in oder bei New-Pork 6 v. H.

* Reinlich. Mann (im EisenbahnkoupS, zu feiner Frau):Schau' 'mal, Käthi, in dem Eisenbahnwagen sind viel saubere Vorhäng' als bei uns 1 Da kann man sich doch ohne Grausen die Händ' abputzen, wenn man 'was Fett'ges gegessen hat!"

Leipzig, 17. Okt. Da? Landgericht hat die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen Mitglieder des Vorstandes imb Aufstchts- ratS der Leipziger Wollkämmerei beschlossen, ein- schlietzlich des Direktors. In Betracht kommen fünf Angeklagte. Die Anklage lautet auf Vergehen gegen § 314 des Handelsgesetz­buches (neue Fassung) in Verbindung mit Paragraph 47 deS Strafgesetzbuches. . _ v ,

Der Zuschneider mit dem Mini ster g eh alt. Aus München vorn 10. Okt. berichtet dieAllg. Ztg.": In einem Zivilpvozeß am hiesigen Landgericht, den ein Zu­schneider und Geschäftsführer gegen eine hiesige Herren- konfekttonsfirma anstrengte, wurde bekannt, daß der Zu­schneider ein jährliches Honorar von 8000 Mark nebst fünf Anzügen pw Jahr bezog. Sowohl der Vertreter der Firma wie auch der Gerichtsvorsitzende selbst meinten, daß dies

Guß eines Schiffspanzerblocks", Earl VettersTheatiner- straße in München", die vorzüglich die Reaensttmmung wiedergiebt, und G. Schuster-Woldans effektvollenRatten­fänger von Hameln" nicht zu vergessen Fritz Schapers anmutige Skulptur, welche die Königin Luise mit dem kleinen Prinzen Wilhelm, dem späteren deutschen Kaiser, auf dem Arme zeigt. Wtt empfehlen unseren Lesern, sich von der nächsten Buchhandlung das erste Heft zur Ansicht kommen zu lassen, damit sie sich überzeugen können, was hier für 60 Pfennig pro Heft geboten wird.

Reformvorschläge für den höheren Unter­richt betitelt sich eine Serie Artikel, die soeben in der illustrierten ZeitschriftFür Alle Welt" (Deutsches Ver- lagshaus Bong & Eo., Berlin W. 57) ihren Anfang nimmt. Bei hervorragenden Pädagogen und Gelehrten, bei bedeuten­den Kaufleuten und aus der Praxis hervor gegangenen In­dustriellen ersten Ranges hat die Redaktion eine Umfrage veranstaltet, um aus diesen Kreisen heraus Wünsche und Erfahrungen zur Verbesserung des höheren Unterrichts immer im Hinblick auf Verwertung im praktischen Leben zu erlangen. Aus dem überaus reichhaltigen Material, das aus jenem Anlaß der Redaktton zuging, sind diese Arttkel entstanden. Der erste derselben in Heft 4 behandelt die Umgestaltung des Mathematikunterrichts aus dem Gymnasium und enthalt außerordenttich dankens­werte Anregungen, die in Eltern- und Lehrer kreisen das größte Interesse erwecken dürsten. In demselben Hefte findet sich ferner ein Aufsatz aus der Feder des Geh. HostatS Professor Dr. Kirchner-Leipzig über die Erzeugung von Brotgetreide im deutschen Reiche und die Mittel zur Ver­mehrung dieser Produktion. Sehr reichhaltig ist auch dies­mal wieder die Rubrik der neuesten Ersindungen und Entdeckungen auf allen Gebieten der Naturwissenschaft und Technik. In erster Linie sind hier 'die Ausführungen des Geh. Rats Pros. Dr. Slaby über Funkentelegraphie zu nennen.

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