haben.
Ausland
langen werden selbstverständlich nur von den Delegierten geführt, doch ist es sehr wünschenswert und liegt auch im
Nachfolgerin von Agnes Sorma am deutschen Theater in Berlin wirkt, wird unser kunstliebendes Publikum mit besonderer Freude erfüllen.
Aus Stadt und Kand.
Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden angemessen honoriert.
Gießen, 19. September 1901.
- Hessische Handwerkskammer. Die Vorbereitungen zum 2. deutschen Handwerks- und G ewerbekammer- tag am 27. und 28. September zu Darmstadt sind in vollem Gange. Die verschiedenen Ausschüße haben bereits eine rege Thätigkeit entfaltet. Insbesondere ist dem Wohnungsausschuß die immerhin nicht leichte Aufgabe zugefallen, den zahlreich aus allen Teilen des Reiches angemeldeten Kammervertretern Wohnungen zu besorgen. Die Verhand^
Schwachen."
Den besten Beweis aber für das Umsichgreifen der Aufstanbsbewegung in der Kapkolonie und die Ohnmacht Kitcheners, den Aufstand zu dämpfen, bietet ein Bericht der „Daily Mail" aus Kapstadt, wonach die Kaphalbinsel, die man bisher noch mit dem Standrecht verschont habe, nun Gefahr laufe, ebenfalls unter Standrecht gestellt zu werden. Es scheine, daß dieser neue Gedanke von dem Ob erftkommandierend en ausgehe. Das Kabinett sei wie ein Mann gegen die neue Maßregel, un die ganze Bürgerschaft stehe hinter ihm. Wahrscheinlich werde srch das Kabinett energisch der neuen Maßregel wtt>ersetzen und so eine bedenkliche Krisis heraufbeschwören. Leute, die in der Kolonie sehr geachtet seien, und an deren Loyalität man in keiner Meise zweifeln könne, seien der Ansicht, daß das Borgehen einiger Offiziere in solchen Bezirken, die unter Standrecht stünden, derart sei, daß die Loyalität her Bürger auf eine harte Probe gestellt werde. So fei z. B. ein holländischer Prediger mitsamt seinen Kirchenaltesten vor einen Kommandanten geschleppt und )eder von ihnen zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil sie zugegeben hätten, daß ein junges Paar ohne die vorherige Genehmigung des Kommandanten in der betreffenden Krrche getraut worden sei. Auch sonst seien
Behörden erlassen werden.
— Die Verhandlungen der vom Handelsminister ein-1 Interesse der Handwerksmeister, wenn sie zahlreich den Be- berufenen Sachverständigen über die Reform des Börsen- Zungen als Zuhörer beiwohnen, da besonders wichtige gesetz es begannen vormittags 10 Uhr. Anwesend roaren $cagcn auf der Tagesordnung stehen und den Beschlüssen des Vertreter des Handelsministeriums, der Ministerien der Land- Handwerkskammertages eine weittragende Bedeutung zu- wirtschaft, der Finanz-Justiz des Reichsjustiz-Amtes, lumeffen ist. Ebenso erfreulich wäre es, wenn sich viele Reichsschatzamts, des Reichsamts des Innern. Sachverstän-1 Handwerksmeister bereit finden würden, an dem Freitag dem dige sind: Die Grafen Arnim, v. Kanitz, v. Schwerin, Geh. 27. September, nachmittags 2 Uhr statthabenden Festessen Kommerzienrat Mendelsohn-Bartholdy, Gamp, Spahn u. a. teilzunehmen, um den fremden Gästen zu zeigen, daß die Minister Möller eröffnete die Verhandlungen und sprach die hessischen Handwerksmeister es mit den Pflichten als Gast- Hoffnung aus, daß die Hauptpunkte m den Beschlüssen be§ gebec ernst nehmen. Den Betreffenben steht es frei, eine Börsenausschusses angenommen würben. Die Verhanblungen gande Teilnehmerkarte ober eine Karte zum Effen zu nehmen, bauerten bis abenbs 6 Uhr unb haben sich bisher auf eme Die hoffentlich zahlreichen Anmelbungen werben bei C. Rockel General-Diskussion beschränkt. Beschlüße fiub noch nicht ^d auf bem Sekretariat ber Kammer (Kiesstraße 133) jetzt 9cfa^* schon entgegengenommen.
Dortmund, 18. Sept. Der 8. allgemeine deutsche Berg- ** Spar- und Leihkaffe Gießen. Es wird darauf auf* mannstag, der in den letzten Tagen hier stattfand, hat merksam gemacht, daß zu der nächsten Samstag den an den Kaiser ein Huldigungstelegramm gerichtet, auf das 2 1. I. Mts., nachmittags 3 Uhr, auf Grund der neuen an die Adresse des Staatsministers Möller nachstehendes Satzung stattsindenden ersten Hauptversammlung der ge- Antworttelegramm eingegangen ist: „Seine Majestät ber Lamte Stabtvorstanb in Gießen, sämtliche Bürgermeister oder Kaiser und König haben den treuen Gruß des 8. allgemeinen in Vertretung die Beigeordneten der Bezirksgemeinden sowie deutschen Bergmanntages huldvollst entgegengenommen unb bie gewählten Mitglieber (Gruppe C) eingelaben sinb. Die lassen Eure Exzellenz ersuchen, ben Teilnehmern Allerhöchst- Einlabung erfolgt nicht mehr speziell, sonbern gemäß § 6 ihren Dank zu übermitteln. Abs. 1 auf bem Wege öffentlicher Bekanntmachung in bem
Köln, 18. Sept. Der Papst sah von ber Ernennung Amtsblatt bes Großh. Kreisamts.
bes früheren Weihbischofs Marbach in Straßburg zum *♦ ^tene Trisch wirb auch im kommenben Winter wieder Titularerzbischof auf inständiges Bitten besselben ab. Lm Theaterverein gastieren. Nachbem bie Künstlerin Stuttgart, 18. Sept. Die Tarifkommission be- schon vor einiger Zeit ein Gastspiel versprochen hatte, schrieb antragt bie Beseitigung bes Schnellzugszuschlags, bessere Aus- sie neuerbings bem Vorstanbe bes Theatervereins, baß sie gestaltung bes Gepäcktarifs, sobann als Kilometergrundtaxe herzlich gerne bem lieben Gießen wieber einen Besuch ab- für bie 3. Klasse 2 Pfg., für bie 2. Klasse 4, für bie 1. Klasse siMen unb ben Termin bes Gastspiels in einigen Wochen be- 6 ober 8 Pfg. Arbeiter aller Art, Militär, Schüler und stimmen wolle. Diese Nachricht von dem bevorstehenden Kinder sollen in der 3. Klasse die Grundtaxe von 1 Pfg. Gastspiel der großen Künstlerin, die, wie bekannt, jetzt als
lands fein."
Tie Petersburger „Nowoje Mremja" hat an der Spitze ihrer gestrigen Nummer einen Leitartikel, betitelt „Die historische Minute". Der Artikel ist voller Ueberschwäng- lichkeiten und feiert die Verbrüderung der französischen und russischen Nation in den enthusiastischsten Ausdrücken. So heißt es darin: „Zum Morgenrot des festlichen Jubeltages, beim Rollen der Geschütze, deren Getöse französische und russische Wimpel begleiten, zieht unser Kaiser in das Seeterritorium der befreundeten und verbündeten Macht ein." Am Schluß preist das Blatt in hochtönenden Worten das französische Volk und Frankreichs Weisheit.
Siziliens öffnen darf.
Konstantinopel, 17. Sept. Der Konflikt, der zwischen der P f 0 r t e und derenglischenRegierung dadurch entstanden ist, daß der Kommandant ein
** Zur Verhütung von Unglücksfällen auf Eiseobahuüber» gangen hat der preußische Kultusminister Dr. Studt vor einigen Tagen eine Verfügung erlassen, in der es als wünschenswert bezeichnet wird, daß auch mit Hilfe gelegentlicher Belehrung in den Schulen auf eine größere Aufmerksamkeit bei der Annäherung von Eisenbahnen und Kleinbahnen beim Betreten der Uebergänge hingewirkt wird. Der Minister ver- , -, anlaßt aus diesem Grunde die königlichen Regierungen, die . .. . . . Plues' englischen Kreisschulinspektoren mit zeitweiligen Besprechungen dieser An-
SÄ® Ärit9'IcgenMt auf den amtlichm
auf Grund eines zwischen der Pforte und der englischen Aus dem Manöver. Der Großherzog reiste am Mm Regierung getroffenen Einvernehmens beigelegt worden. wvch vormittags 7 Uhr mittels Sonderzu^s nach Osthofen, Konstantinopel, 18. Sept. Die Pforte verweigerte stieg dort zu Pferde und begab sich nach den Höhen bei bisher dem amerikanischen Missionar in Bitlis Bechtheim. Im Gefolge befanden sich Oberstallmelster Baron (Armenien) die Erlaubnis zu der herkömmlichen Rundreise I von Riedesel, der funktionierende Generaladjutant Oberst von durch das Vilajet. Die amerikanische Gesandtschaft errnäch^- Wachter, die Flügeladjutanten Major Freiherr von Röder unb tigte darauf den Missionar aus eigener Initiative zu der Rittmeister Kraemer. Die Rückkehr nach Mainz erfolgte um Reise, die er -wch bereits angetreten hat. - Auftrage u-t 36 Minuten. — Die Bewegungen der hessischen Di-
der russischen Batschast begab sich der: »AW „Ä"’“’ m nat>men am Mittwoch ihren Fortgang und zogen sich
m Wan nach Musch, doch ist aus seinen bisher emgetvofienen 1 .7®
Berichten nichts Genaues über die dortige Sage zu ent- wehr nördlich bis zur L,me Mettenheim Dorn-^urkheim nehmen. Bechtolsheim. Heute ist Ruhetag. Das Manöver m der
Perpignan, 18. Sept. Ein aus Buenos Aires ein- Division sindet am Samstag seinen Abschluß, dann beginnen Bener spanischer Anarchist Namens Cora wurde auf I die Manöver der Division gegen eine markierte. Am 23. soll ahnhose Cerbere verhaftet. Zollbeamte fanden in dem Divisionsbiwak stattsinden und am 25. die Herbstmanöver be* Gepäck eine Menge anarchistischer Schriften. endet sein.
New-York, 18. Sept. Die kolumbische Regier- .. Schlägerei. Gestern mittag gerieten zwei Dienstknechte unB erklärte in einem Tagesbefehl ait flte PWVMvuder-Neustadter Felde im Streit, wobei der eine seinen Gegner Lt MjTXItaffiÄb dem umgedrehten «ufta. M
fei, werde sie sicy auf die. bestehenden Verträge berufen, schlug, daß dieser eme stark blutende Wunde davo g. um die Freiheit'des Verkehrs zu sichern. Vielleicht ist in Thäter wurde zur Anzeige gebracht.
letzterem Hinweis eine Andeutung der Möglichkeit einer I ** Diebstahl. Gegen einen bei einem hiesigen Fuyrmann Einmischung der Vereinigten Staaten zu erblicken. Ich Diensten stehenden Knecht wurde Anzeige erhoben, wen et Colon, 18. Sept. Der Kreuzer „Pinzow" ist hier-1 seinem Nebenknecht ein neues Hemd entwendet hat.
ber zurückgekehrt. Er überbrachte die Nachricht, daß die a Schotten, 17. Sept. Bei der gestern stattgehabten Liberalen am 14. September bei Bocasdektoro von den rae^neiftenvaM wurde der Bäcker unb Fabrikant Heinrich kolumbischen Regierungstruppen völlig zersprengt, «, 7 21lm Nüraermeister gewählt.
Geschütze und, Munitton erbeutet seien. Oberst Gruzo Kromm IX. .-msttmmig zum ^urgemei,re g y näherte sich mit 300 Mann in Booten' unb Dampfern der! -h- Herchenham, 17* Sept Ziga^enfa^ von Proviftoninsel, landete ungesehen an mehreren Stellen und! Seb. Weibner ist nunmehr m b I 9 ,,
griff die Aufständischen vorn und im Rücken zugleich! an. ,H. Weidner übergegangen. Zurzeit ruht ber Vetneo, 1
Paris, 17. Sept. Das „Echo de Paris" erfährt aus Toulon: Die Abfahrt einer fliegenden Schiffs-Division dürste am 24. d. M. erwartet werden. Der Admiral >er den Befehl über die Division übernehmen wird, bekommt genügende Instruktionen, die er aber erst an der Küste
Engländer nnd Buren.
Es hat den Anschein, als ob die Engländer jetzt allmählich, einsehen, daß sie mit der Vollstreckung von Dodes- urteilen an den „Rebellen" nicht weit kommen. Es wird durch Reuter nämlich aus Sommerset-Ost berichtet, daß das gegen Johannes Els gefällte Urteil von 5 Jahren Gefängnis auf eine Gefängnisstrafe von 2 Jahren herabgesetzt und das über Jakobus Nel und Johannes N e l gefällte Todesurteil in Gefängnisstrafen von 3 resp. 5 Jahren umgewandelt ift Ein anderes Urteil ist in lebenslängliche Gefangenschaft und ein zu 2 Jahren Gefängnis und 500 Pfund Sterling Geldstrafe berurteiUer Kap- holländer ist zu 6 Monaten Gefängnis und 500 Pfund Sterling Geldstrafe begnadigt worden. Das gegen Caspar Jakobus Grobbelaar, einen bei Garftlandkloof gefangen genommenen Rebellen, gefällte Todesurteil ist in lebenslängliche Gefangenschaft auf den Bermuda-Jnfeln ab- geändert worden.
Eine neue Bestätigung für die un günstig e Lage, in der sich die Engländer in Südafrika befinden, geht der „Weltkorrefpondenz" von ihrem Mitarbeiter in Johannesburg zu: Nach allem, was man hört und sieht, scheint es um die Sache der Engländer sehr schlecht zu stehen. Dazu kommt die wachsende Erbitterung und zwar nicht nur der burischen und ausländischen Bevölkerung, sondern fast noch mehr der englischen Unter» tHan en. Die Nichtengländer ertragen die orückende Last wie unter einer füllen Vereinbarung ohne Murren, um nicht etwa den Schein zu erwecken, als wollten sie die Buren durch ihre Klagen zum Aufgeben des Kampfes beeinflussen. Mehr oder minder offene Klagen kommen dagegen von Seiten der englischen Untertanen, sie leiden nicht nur unter den gemeinsam empfundenen Beschwerden, sie stehen obendrein noch unter der äußerst lästigen Verpflichtung, Sdldatendienste zu thun, am Morgen, am Abend, zu Fuß, zu Pferde und auf dem Zweirade mit heliographi- schjen Apparaten und Scheinwerfern, müssen sie sehr zum Ueberdruß der Beteiligten zu Exerzierübungen, zu Schieß- und Marschübungen, zu Paraden 2c. rc. antreten, und warum ist dies alles, warum wird ein Teil der so gebildeten Truppe zur Assistenz der Feuerwehr abkommandiert? Die Erbitterung der nichtenglischen Bevölkerung wird gesteigert durch die Nachrichten aus den Konzentrationslagern. Nahe bei Johannesburg befindet sich ein großes derartiges Sager; doch sind Besucher dorthin nicht zugelassen; ebenso wenig werden Pässe von dort nach Johannesburg ausgegeben, angeblich wegen der in Johannesburg epidemisch auftretenden Masernkrankheit; davon wissen wiraber nichts. !Es handelt sich also um einen faulen Vorwand, und man fragt sich! natürlich: Wozu die Geheimniskrämerei, wenn nichts Schlimmes zu verbergen wäre? Und sprechen denn nicht die Totenlisten eine traurige Sprache? Wenn man da von Dutzenden von Säuglingen lieft: als Todesursache wand of breaft milk! Mangel an Muttermilch! Davon fino früher keine Burenkinder gestorben, denn die Burenfrauen sind eine kräftige Raffe. Also führen wohl Entbehrungen und Strapazen diesen Mangel an Muttermilch! herbei. So ließen sich noch zahlreiche andere Dodes- und Krankheitsursachen aus den langen Trauer und Mitleid erweckenden Siften anführen, welche das eine mit Bestimmtheit erkennen lassen, daß die Sorge für die dort untergebrachten Unglücklichen in Hinsicht auf passende Nahrung und Wohnungsgelegenheit außerordentlich viel zu wünschen übrig läßt. Und nun kommt noch dazu, daß diese erschreckend hohe Anzahl von Todesfällen sich in der trockenen Jahreszeit ereignet; man schreckt mit Entsetzen davor zurück, daran zu denken, wie die Zustände sich gestalten sollen, wenn die Regenzeit eintritt, etwa Mitte September, dann wird der Würgeengel seinen erfolgreicheren Beutezug antreten unter den Kindern und
die Verleihung von Kreuz und Stern der Komthure des Hausordens der Hohenzollem an den Admiral Köster, des Roten Adlerordens 1. Kl. mit Eichenlaub an den Admiral- tabschef Diedrichs, des Sterns zum Roten Adlerorden 2. Kl. mit Eichenlaub an den Vizeadmiral v. Arnim, des Roten Adlerordens 2. Kl. mit Eichenlaub an den Geh. Admiralitätsrat Hildebrand, des Sterns zum Kronenorden 2. Kl. an den Wirkl. Geh. Admiralitätsrat Berndt.
— General der Infanterie v. Obernitz, General- Adjutant und Chef des Grenadier-Regiments „König Friedrich der Große", ist heute vormittag in Honnef gestorben.
— In Ausführung des Reichsseuchengesetzes sind Bestimmungen über die wechselseitige Mitteilung des Aus- retens von Volkskrankheiten durch die Civil- und Militär-
ivuitt uucl -------- ™ .........ö~ — , Washington, 18. Sept. McKinley war un
binett sich im Amt befinde, von Standrecht keine Rede fähig, an den Zeremonien im Kapitol teilzunehmen, unb in der Kolonie sei ;es handle sich hier um Seben oder am Abend wurde sie von einem langen Weinkrampr befallen, Dod. ! von dem sie sich später wieder erholte, worauf sie nach
* # Canton (Ohio) ab reifte
~ Canton (Ohio), 18. Sept. Ter Seichnam McKin*
Telegramme des ^Eesicuer Anzeigers. !lehs ist hier angelangt Auf den Straßen war eine nach Sanbon, 18. Sept. Lord Kitchener telegraphiert oehntausenden zählende Menfck^enmenge versammelt
aus Pretoria von gestern: Eine Patrouille der Buffalo, 18.©6#. Czolgosz war, als er gestern
Gardegrenadiere unter Leutnant Rebow wurde auf einer h^m Gerichte vorgeführt wurde, gefesselt, er wollte
Farm in der Nähe von Reiteiding an ber Sune ^eaar- ^cht abnehmen, und ein Polizist mußte das be-
Naaunsport umzingelt unb nach hartnäckigem Kampfe sorgen Auf bie Frage, ob er sich schuldig bekenne, gab gefangen. Leutnant Rebow und ein Mann wurden aetotet, Czolgosz keine Antwort Der Richter Lewis, der ihn zwei schwer verletzt, ein Sergeant ertrank bei dem Versuch, vertndigt, plaidierte für nicht schuldig, eventuell für Irr- über den Fluß zu gelangen und Hilfe herbeizuholen. «ntI Lewis sagte, die Aufgabe, Czolgosz zu verteidigen, Kroonstad, 17. Sept. (Meldung des „Reuterjch^enI erstrebe ihm sehr. Der zweite Verteidiger Titus be-
Bureaus".) Die Proklamation Lord Kitcheners bringt in antragte Vertagung, damit der Geisteszustand des An- >er Sage in hiesiger Gegend keine Veränderung hervor, o^klagten untersucht werden könne. Die Verhandlung wurde Einige Buren ergaben sich freiwillig, sagten aber, beim darauf bis Montag vertagt. Czolgosz wurde auf dem Wege Verlassen ihrer Kommandos nichts von ihrem Vorhaben. Dom Gerichtssaal zur Zelle von Männern und Frauen aus- Nirgends hat sich eine Burenabteilung ergeben. gezischt.
— . 5=5 Y0k0hama, 18. Sept. Marquis Ito begiebt sich heute
yflll|nj£5 JA Cluj* auf eine längere Reise nach den Unionftaaten und bann nach
Berlin, 18. Sept. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht ,
Von Pariser BlätterMmmen, die ben Besuch bes Zaren- die Schwierigkeiten, die die Militärkommandanten ben Ein-1 Es entstand ein heftiges Gefecht 30 Aufständische wurden
Mares besprechen lieg? bis^jetzt nur wenig vor. Der ehe- wohnem bereiteten, geradezu unerträglich und noch dazu! teils getötet und teils verwundet, 40 gefangen;^ übrigen
malige Minister ^H'anotaux widmet in dem Pariser meist vollkommen unnütz. Es sei daher nicht ausge- entkamen. Die Regierungstruppen hatten 5 -tote, 4 23er-
„Journäl" dem Zarenbesuch einen eingehenden Seit- schlossen, daß die nächste Zukunft schwere Krisen brmge; wundete.
artifet und streift bei diesem Anlaß die Danziger Rede bes soviel aber sei sicher, daß, solange ^as gegenwartige^Ka-^ W a Kaisers Wilhelm, ber bie Versicherung abgiebt, bah ber europäische Friebe für lange Zeit gesichert sei. Dies wirb überall mit Genugthuung ausgenommen werben. Die Kaiserzusammenkunft in Danzig und die Fesllichkeiten in Dünkirchen und Reims haben also eine nachdrücklich betonte friedliche Bedeutung, und die humanitäre Hegemonie, die der Zar Nikolaus, der Urheber der Friedenskonferenz im aaHg, in Europa gewinnt, wird in Frankreich freudig aufgenommen. Hanotaux glaubt freilich, Zar Nikolaus könne nicht ganz vergessen, daß er zu Felix Faure von der Erhaltung des Friedens im Geiste der Billigkeit und .Gerechtigkeit gesprochen habe. — Der „Gaulois" schreibt: „Wir sagen nickst, daß zwischen Deutschland und Rußland ein Allianz-Projekt besteht, aber wir können zur Stunde incht ber Feinb Deutschsimbs und ber Bunbesgenosse Nuß-


