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20.8.1901 Zweites Blatt
 
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Zweites Blatt

161* Jahrgang

Dienstag 20* August 1901

GietzenerAnzeiger

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Nene Zollproqramme.

Der Ausschuß! des Bundes der Landwirte war am Samstag im preußischen Abgeordnetenhause zu Berlin versammelt, um zum Zolltarifentwurfe Stellung zu nehmen. Die Sitzung war aus allen Teilen ' des Reichs ' überaus zahlreich besucht und, wie dieDtsche. Tagesztg." f meldet, von einer einmütigen Stimmung beseelt. Diese f Stimmung ging dahin, daß die l a n d w i r t s ch a f t l i ch e n Zollsätze fast sämtlich ungenügend seien, und daß an den alten Forderungen des Bundes der Landwirte unbedingt festzuhalten sei. Diese Stimmung kam rn folgender einstimmig angenommenen Resolution zum Ausdrucke:

Wenngleich sowohl der Entwurf eiues Zolttarifgesetzes, . lute derjenige eines Zolltarifs, wie dieselben imReichs- . anzeiger" veröffentlicht worden sind, eine Reihe von Ver- besierungen gegen den jetzigen Zushand enthalten, so wer- ven doch beide bei weitgehender Berücksichtigung der . Ztldustrte den berechtigten Wünschen der Landwirtschaft nicht gerecht. Es bezieht sich dies namentlich auf folgende Punkte: 1. .tic gemischten Transitläger haben keine Ta- 5"?.derechtrgung mehr und sind ganz zu beseitigen. Die Einführung von Ursprungsattesten ist vorzusehen. 2. Ter eEermui für das Inkrafttreten des Gesetzes ist gesetzlich teitzutegen. 3. Das System des Doppeltarifs ist allgemein durchzuführen. 4. Die Mindestzoll- ,n® ^ir Aetreide sind zu erhöhen, bie Spannung ^tT[.c5cn ^sen und den Maximalsätzen ist zu ver- ' ?--ern. 5. Die Erzeugnisse der Gärtnerei undl des H a ck s r u ch t b a u e s bedürfen des Schutzes, Tabak und Hopfen des wirksamen Schutzes, die Zollsätze für Pferde sind zu erhöhen, diejenigen für Vieh sind nur nach dem Gewicht durchzuführen und ebenso wie diejenigen, für Fleisch und sonstige tierische Erzeugnisse zu er höhen.

so ftrgt dieDtsche. Tagesztg." sehr richtig zu, sehr zu bedauern, daß dte Veröffentlichung des Entwurfes ohue lede Begründung desselben erfolgt ist Der engere Vorstand des Bundes der Landwirte wird vorn Ausschuß beauftragt, deinnächst eine Eingabe an den Bundesrat zu richten, in der diejenigen Zollsätze der Hauptprodukte des landwirtschaftlichen Betriebes anzugeben und zu begründen >tnc>, die der Ausschuß des Bundes der Landwirte als die str ein Gedeihen der deutschen Landwirtschaft unbedingt erforderlichen erachtet. Diese Eingabe mit Begründung soll alsdann veröffentlicht werden. Die Eingabe des Vorstandes soll von sämtlichen Ausschußmitgliedern unterzeichnet werden.

Der Ständige Ausschu ßdes Deuts chenLand Wirt­schaftsrats hat in den letzten Tagen unter Vorsitz des Scnfen Schwerin-Löwitz gleichfalls den Entwurf des Zoll- tarifgesetzes durchberaten und ist zu Resultaten gelangt, die geeignet erscheinen, die Position der Regierung noch zu erschweren. Einstämmig wurde eine Resolution ange- iwnimen, die eine weitere Erhöhung der Maximal- und Minimalsätze für alle Getreide arten, unter gleichzeitigem Wegfall der niedrigeren Ansätze für Roggen, Gerste und Hafer beansprucht, den Doppel- lariffürallelandwirtschaftlichenErzeugnisse verlangt und die Zölle für Vieh und sämtliche Produkte der Landwirtschaft und Gärtnerei verdoppelt bis verzehnfacht wissen will. Für eine Reihe von Lebensmitteln, darunter Kartoffeln, die nach hem Entwurf zollfrei bleiben sollen, werden ansehnliche, wenn auch auf eine bestimmte Zeit beschränkte Zölle ver­langt. Auch eine starke Erhöhung der Eingangs­zölle für Tabak und Hopfen wird gefordert. Tie Anträge, die man an den Bundesrat zu richten beschlossen hat, gehen in der Hauptsache dahin:

Tie Zollsätze für die vier Getreidearten (Roggen, Weizen And Spelz, Gerste und Hafer) sind gleichmäßig auf 7,50 Mk. zu normieren und die Mindestsätze hierfiir bis zu 20 Pro­zent auf 6 Mk. festzusetzen.

Für Pferde follen die Sätze statt von 30300 Mk. Pr das Stück von 60375 Mk. normiert werden. Schlacht- »i-b sei von 12 Mk. pr. Ttzd. auf 20 Mk. zu erhöhen. Die Wie des Entwurfs für Schmalz und Talg sollen noch ver. »i rfacht werden, Eier würden nicht, wie bisher 3 Mk., nicht Ivie der Entwurf will 6 Mk., sondern bis 40 Mk. für den Deppelzentner zu tragen haben, für frische Kartoffeln (bisher ftti> werden vom 15. Februar bis 31. Juli 3 Mk. für Küchen- grioächse (bisher frei) 25 Mk., für frische Blumen, Blüten (bisher frei) 40 Mk., für frische Blüten und Gräser (bisher jirti 25 Mk. veranlagt. Ferner wird die Erhöhung des tzvosenzolls nicht von 20 auf 40 Mk., sondern auf 65 Mk. gefordert und die Erhöhung des Tabakszolls von 85 Mk. auf 110 Mk. Als Zeitpunkt, zu dem das Zoll- t-arifgesetz in Kraft zn treten hat, soll der 1. Januar 1904 h das Gesetz eingesetzt werden, unter der Voraussetzung, des mit Zustimmung des Bundesrats ein früheres Jn- Jhafttreten bestimmt werden kann.

Diese Sätze gehen den nichtständigen Mitgliedern des Ausschusses, es sind Führer aus sonstigen landwirtschaft- (ifjett Vereinigungen, namentlich aus dem Bunde der Land- itrirte hinzugezogen worden, zum Teil noch nicht weit Mag! Jedenfalls haben auch diese der Resolution un- b'tb.ngt zugestimmt, die folgenden Wortlaut erhielt:

Wenngleich der Entwurf eines Zolltarifgesetzes, ebenso rrie derjenige eines Zolltarifs, wie dieselben imReichs- 4 -chger" veröffentlicht sind, eine Reihe von Verbesserungen irgniüber dem jetzigen Zustande enthalten, so werden doch tibe bei weitgehender Berücksichtigung der Industrie kn berechtigten Wünschen der Landwirtschaft nicht gerecht. K bezieht sich dies namentlich auf folgende Punkte:

1. Die gemischten Transitläger haben keine Daseins­berechtigung mehr und sind ganz zu beseitigen. Tie Ein­führung von Ursprungsattesten ist vorzusehen.

2. Ter Termin für das Inkrafttreten des Gesetzes ist gesetzlich festzulegen.

3. Tas System des Doppeltarifs ist allgemein durch­zuführen, wenigstens für die Landwirtschaft.

4. Tie Mindestzölle für Getreide sind zu erhöhen, die Spannung zwischen diesen und den Maximalsätzen ist zu vergrößern.

5. Die Erzeugnisse der Gärtnerei, sowie Hackfrüchte be­dürfen eines Schutzes, die Zollsätze für Wein, Tabak, Hopfen und Pferde sind zu erhöhen, diejenigen für Vieh sind nur nach dem Gewicht durchzuführen und ebenso wie diejenigen für Fleisch und sonstige tierische Erzeugnisse zu erhöhen."

In Sachsen hat der Landeskulturrat in einer Beratung über den Tarifentwurf sich für folgende Forder­ungen ausgesprochen: 1. Wegfall der Zollkredite bei der Getreideeinfuhr; 2. Beseitigung der gemischten Transitläger; 3. Erweiterung des Doppeltarifs auf alle landwirtschaft­lichen Erzeugnisse; 4. Erhöhung der zu niedrig bemessenen Mindestsätze für Getreide, um einen wirklichen Schutz des einheimischen Getreidebaues zu erzielen; 5. Herbeiführung einer größeren Spannung zwischen den Sätzen des allge­meinen Tarifs und den Mindestsätzen; 6. möglichste Gleich- stellurig der Zollsätze für Getreide; 7. Einführung eines Zolles auf Flachs; 8. angemessene Berücksichtigung der deutschen Gärtnerei. Hierzu bemerkt dieKöln. Ztg": Man wird nicht fehlgehen, wenn man annimmt, daß die sächsischen Landwirte sich durchaus darüber im Klaren sind, daß Anträge auf Erweiterung des Doppeltarifs und Er­höhung der Minimalsätze nicht die mindeste Aussicht auf Erfolg haben. Wenn sie trotzdem gespellt fo erben, so ge­schieht es eben nur in der Hoffnung, durch solche Forder­ungen der Agitation für Abschaffung des Doppeltarifs ent­gegenzutreten. Tie Beschlüsse der Berliner Versammlung werden jedenfalls unter einem ganz ähnlichen Gesichts­punkt ckaufgefaßt werden."

Volitisch!' Tagesschau.

Dem Interviewer desEcho des Paris" gelang eS, den Grafen Waldersee in Hannover lange ouszufragen. Darüber wird auS Paris gemeldet: Graf Waldersee wiederholte seine Komplimente für die französischen Truppen und deren Führer, besonders die Generale Voyron und Bailoud und den Obersten Marchand. Der Interviewer erzählt weiter. An die Mög lichkeit eines deutsch-französischen Krieges bei seinen Lebzeiten glaubt Waldersee selbstverständlich nicht. Die Zeit habe sich zu sehr geändert. Auf die Frage, ob Kaiser Wilhelm wirklich die Absicht habe, nach Paris zu kommen, soll Waldersee im Ton der Ueberzeugung geantwortet haben: Ach, wenn sich das ermöglichen ließe!" Ueber den Artikel derBoss. Ztg." befragt, die Waldersee anklagte, nach dem Posten des Reichskanzlers zu streben, antwortete Waldersee:Diese Leute sind toll. DieVosi. Ztg." greift mich seit unvordenklicher Zeit an, aber ihre Unterstellungen lassen mich kalt. Meine Stellung als Feldmarschall ist die höchste, die ein Soldat im Reich erstreben kann. Sie bietet mir Arbeit und Befriedigung genug, um mich auch fernerhin darin wohlzufühleu."

Man sieht, viel Positives bringt diese Unterredung nicht Daß es sobald keinen deutsch fr anzösischen Krieg geben und daß Kaiser Wilhelm längst die Lust verspürt, Paris zu be­suchen, ist ebenso bekannt, wie es für uns auch früher keinem Zweifel unterlag, daß Waldersee nicht darau denke, dem Kanzler den Rang streitig zu machen.

Wte einem Berliner Blatte jetzt von durchaus zuver­lässiger Seite mitgeteilt wird, soll, trotz aller bisherigen Dementis, die viel besprochene Idee der Schaffung einer deutschen Kolonialarmee in letzter Zeit greifbare Formen an genommen haben. In den beteiligt en Ressorts sei man zu der Ansicht gelangt, daß bei der wachsenden Ausdehnung unserer Monialen Interessen die Gründung eines Kolonial­korps sich nicht länger umgehen lasse. Man verhehle sich allerdings in den leitenden Kreisen nicht die großen Schwierigkeiten, die der Ausführung dieses Projekts ent» gegenstehen, insbesondere sei man sich seiner finanziellen Tragweite in vollstem Maße bewußt. Darum sei man be­müht, Mittel und Wege zu finden, die Organisation dieses neu zu schaffenden Kolonialkorps unter möglichster Schonung der finanziellen Kräfte des Reichs ins Leben zu rufen. Der leitende Gedanke dabei sei eine sich aus Freiwilligen rekrutierende Truppe zu schaffen, deren Borbildung von An fang an ausschließlich auf den Dienst in den Kolonien zu geschnitten ist. Dte Ausarbeitung dieses Planes muß unter Zuziehung kolonialer Sachverständiger erfolgen und auch die Meinung des Grafen Waldersee soll in dieser Angelegenheit bereits eingeholt sein.

Wir möchten daran erinnern, daß Graf Bülow s. Z. im Reichstage erklärte, die Schaffung einer Kolonialarmee sei nicht beabsichtigt!

Fürstliche Heiratsplä ne werden von phantasie- reichen Journalisten unausgesetzt geschmiedet. Wir mel­deten neulich- daß der junge Großherzog von Wei­mar in Greiz, Reuß ä. L., war.Will er fron vieren gehen oder nicht?" fragten einige Zeitungen, die demnach auch den Töchtern Hermils des Unartigen keine deutsche Ge-

Lrü!11?119 ^ytrau^1L Wan. zwar zu sagen, daß der nicht wert vom Birnbaum fällt., aber wer weiß es, daß die Orerzer Prinzessinnen ebenso verschrobeire An- srchten hegen wre ihr Papa! Im übrigen ist diese Erzählung bereits dementiert. Tann soll sich der Großherzog irr Gmunden umgesehen haben bei der Familie Eumberland; diese ist wenigstens reich, seit Kaiser Wilhelm in Kopen­hagen betrogen worden ist, den Welsenfonds ihr zurück- zugeben. Was wohlthuend berührt, ist die verbürgte Rach-. richt, daß der hohe Herr feine Großherzogin unter den Töchtern der deutschen Lande sich suchen will. Ihn hindert übrigens nichts, seine Großherzogin unter den alten stan- desherrlichen Familien zu wählen; dem deutschen Volke sagt eine deutsche Fürstin jedenfalls mehr zu als die ge- priesenste exotische Prinzessin. Deutschland für die Deutschen? Auch dem Kronprinzen, der inkognito Errgland besucht, sagte man nach, daß stille Pläne für seine Zukunft über dieser Reise schweben; will mau ihn nicht auch 26 Jahre alt werden lassen, das Alter, das sein Großvater besaß, als er die Prinzeß Royal heimführte? Die ins Äuge genommene Dame ist eine Tochter des Herzogs vou Eonnaught, dessen Gattin eine Tochter weiland des Prinzen Friedrich Earl, des Feldmarschalls, ist. Leider hat die letztere in England sicht der deutschen Hei-, mat entäußert und ist zur Engländerin geworden, die trau­rige Gewohnheit so vieler deutscher Prinzessinnen, um derenwillen wir im Auslande nicht gerade besondere Acht­ung genießen. Im übrigen freit um die genannte Bru­derstochter der verstorbenen Kaiserin Friedrich auch, wie es heißt, der jüngere Bruder Zar Nikolaus II., russischer Thronfolger solange, bis der Zar zu den bereits vorhan­denen vier Töchtern sich eines Sohnes erfreuen wird. Die junge Tarne sehen deutsche Augen in Petersburg lieber als in Berlin, wo man von Heiraten in so naher Ver­wandtschaft sich nichts Gutes verspricht- Im Falle der russischen Heirat müßte die Prinzessin natürlich den ortho­doxen Glauben annehmen, im natürlich ganz unwahr­scheinlich andern Falle behält sie ihr anglikanisches Bekenntnis, wie denn auch ihre Tante Kaiserin Friedrich von einem Priester der englischen Hoch^kirche das letzte Abendmahl empfing, nach, englischem Ritus eingefegnet und selbst der Leichenwagen in englische Trauerfarben ge- kleidet war. Nachrichten der toten Saison!___________

Die Ermordung des Rittmeisters v. Krofigk vor dem Oberkriegsgericht.

(Fortsetzung aus dem 1. Blatt.)

Stumbries: Ich erinnere mich nicht, den Sawatzki ge­troffen zu haben. Mir ist es so, als ob ich außer Marten niemand begegnete.

Geschäftsagent Sellen eit: Eines Tages im Juni sprach ich mit dem Dragoner Androweit in der Wirtschaft von Franz. Ich bemerkte, nach der Versetzung Skopecks werde es den Angeklagten wohl schlecht gehen. Man werde ihm Versprechungen auf Beförderung machen. Dann werde er auch sicherlich aussagen, was er wisse. Ich sagte bann zu Ändroweit: (Siner muß es doch gewesen sein. Androweit antwortete: Ich weiß es, ober: Ich t)dbe es gesehen! Darauf fragte ich ihn: Ist es Marten gewesen? Anbroweit sagte: Bewahre! Oder Hickel? Auch nicht! Als ich bann weiter fragte, wer der Mann denn fei, den er im Auge have, schwieg Anbroweit still. Ich sagte bann noch: Skopeck scheint ja etwas zu wissen! Androweit antwortete: Bewahre, der weiß gar nichts. Wenn der etwas wüßte, hätte er es längst gesagt; denn er ist der der größte Feind DLartens. Wir haben Skopeck oft aus­gefragt, aber er hat nichts gewußt. Ich hatte den Ein­druck, daß sich niemand in die ^oach-e einmischen wolle. Einer äußerte einmal: Tie Wände haben Ohren, man könnte manches sagen. Beisitzer Kriegsgerichtsrat RöUer: Androweit, sagten Sie auch, daß Skopeck der Feind Martens sei? Androweit: Ja! Ich habe Selleneit erzählt, wie ich gesehen hatte, wie Marten mit den Zähnen knirschte, als ihn der Rittmeister abfteigen ließ. Als ich aber merkte, baß, Selleneit mich ausfragen wollte, wich ich weiteren Fragen aus, da es verboten war, über den Vorfall zu sprechen. Marten behauptet, daß er gar nicht knirschen könne, da er falsche Zähne habe.

Zeuge, Dragoner Weber, (der Besitzer des Kara­biners, mit dem der Mord ausgeführt wurde): Als ich in die Stube hinaufging, war der Korridor dunkel. Ich begegnete auf dem Korridor einem Unteroffizier mit Mantel und Mütze. Es schien mir, als ob es Marten sei. Bartu- leit folgte kurz hinter mir, und ich hörte, wie Marten am Fenster des Korridors stehend, Bartuleit fragte: Reitet meine Abteilung schon? An der Stimme erkannte ich Marten. Marten: Ich hatte schon am Fenster gestanden, als Weber hinaufkam, und Weber verwechselte mich mit einem Trompeter, der ihm begegnete. Weber: Nein, ich weiß genau, daß Marten vorbeikam und erft dann an das Fenster trat.

Präs.: Soeben ist dem Kriegsgericht ein Schreiben folgenden Inhalts zugegangen: Da unser Kind an 'dimeren Krämpfen damiederliegt, und bald sterben wird, so bitte ich, meinem Manu gestatten zu wollen, unser Kindck)en nochmals zu sehen. Hedwig Hickel. Der Prä­ident läßt Hickel in Begleitung zweier Sergeanten in seine

Wohnung führen.

Prä s.: Der Gerichtshof wird sich jetzt schlüssig machen über die Vernehmung von Exzellenz von Alten. Ex­zellenz wünscht auch eine Aussage zu machen über die Be­richtigung, die R.-A. Horn über die Unterredung bezüglich der Schuld des Angeklagten zu den Akten gegeben hat. Staatsanwalt Meyer: Ich war vorhin ungenügend orien­tiert. Zweifellos muß der Gerichtsherr bei einem solchen Vorfall das Recht haben, seineKaseme zu-betreten. Es liegt