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151. Jahrgang.
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GiehenerAnzeiger
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
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Noch einmal die Huunenbriefe.
Mau schreibt uns aus Berlin:
Die „halbamtliche" Aufklärung, wonach die Behörden einer Lügeufabrtk vou sogeuauuteu Huuneubriefeu auf die Spur gekommen seien, begegnet doch einigem Kopfschütteln. Also rin „Handlungsgehilfe B." aus Luzern hat an einen Unter Offizier fieben fertige Briefe geschickt, die der letztere in Peking auf die Post geben solle, damit die Angehörigen des B. zu Hause in den Glauben versetzt würden, ihr tapferer Vetter und Bruder morde und brenne in China. Aber der Unteroffizier hat diese Briefe ja gar nicht abgesandt, sondern fie sind an die heimatlichen Behörden gelangt, die jetzt Stellen daraus veröffentlichen. — Möglich, daß andere Unteroffiziere ähnliche Briefe erhalten haben, aber nicht recht wahrscheinlich. Die Hunnenbriefe erklären fich viel menschlicher aus der Lust am Fabulieren, die namentlich Un- und Halb gebildete so leicht ergreift in Lebenslagen, die über das All- lägltche gehen. Mir erzählte 1870 ein deutscher Streiter allen Ernstes, daß fie in Frankreich jedem Pfaffen die Tonsur einge sch läge« hätten. Der Mann war katholisch und aus einer katholischen Gegend! Ich lachte den dummen Menschen aus, und verbat ihm, mich so einfältig anzulügen; ob er denn nichts Besseres erfinden könne. Wir hatten damals noch keinen Reichstag und keinen Bebel, sonst hätte dieser moderne Nachfolger des blinden ZiSka vielleicht schon eine Rolle spielen können. Aus der Kriegsberichterstattung des Hauptmanns Neuuhauer in einem hiesigen Matte ragt als besonders bemerkenswert die Schilderung zweier kühner^Reiterthaten hervor. Zwei Leutnants mit nur wenig Mannschaft, 6 und 9 Reitern, machen durch feindlichstes Gebiet einen RekognoSzierungSritt bis an die große Mauer. Sie kommen in Gegenden, wo die grauenhaftesten ChristenmaffacreS stattgefunden hatten; fie werden von naq Hunderten zählenden Chinesen, Boxern und Soldaten angegriffen. Deutscher Ue&ermut läßt fie toll in die Feinde hineinreiten, die denn auch nach chinesischer Manier vor solcher Tapferkeit gleich Fersengeld gaben. Und das nicht einmal, aber fortwährend auf dem ganzen Ritte! Hinter den Reitern ziehen die Ueberbleibsek aus den verwüsteten Christen- Mrfern und nehmen jetzt, wo fie sich sicher fühlen, an den einstigen Quälern blutige Rache. Daß die deutschen Reiter, wer ihnen in den Weg kommt, nicht mit Sammetpfoten an» fassen, läßt sich denken; ein Erfolg ihres Rittes ist nur möglich, wenn vor ihrem Häuflein der Schrecken geht, und wie die apokalyptischen Retter rasten fie auch dahin. Darüber Briefe in die Heimat und diese in die Hände von Leuten gegeben, welche vom Kriege, namentlich so grausamem Feinde gegenüber, nichts verstehen, oder nichts verstehen wollen, denen jedes Mittel recht ist, wenn es in ihren Kram paßt, auch wider ihre Uebrrzeugung, — und die Hunnenbriefe waren fertig. Sie wären auch gekommen, wenn die betreffende un- glückliche Redewendung nicht gefallen wäre. Die letztere hat nur Pathe dazu gestanden.
Menelik und Mullah.
Zu den politifchjen Persönlichkeiten, die sich anders entwickelt haben, als man von ihnen annahm, gehört Negus Menelik, der „Kaiser" von Abessynien. Dieser halb- barbarische Fürst ist mehr Diplomat als Eroberer. Er frrad)| die Machtstellung Italiens in der Erytrea, scheint «ber daraus zu verzichten, sein Waffenglück auch gegen die Engländer im Nilthale zu versuchen. Er bekämpft diese vielmehr mit den Waffen politischer Klugheit. So sehr sich die Agenten Englands auch bemühen, Ganzkonzessionen oder sonstige Zugeständnisse zu erlangen, der Negus verhält sich! Ablehnend, um sich dem Russen Leontiew und dem französischen Gesandten Lagarde gegenüber desto entgegenkommender zu zeigen. Diese Letzteren haben soeben wieder eine Goldminen-Kvnzession erhalten, während der englische Agent «m Hofe Meneliks, Oberst Harrington, die Zustimmung Me- neliks zur grundsätzlichen Regelung der Grenze zwischen Abessynien und den anliegenden Nilländern nicht erreicht hat. Dafür aber überbringt er, einem heute uns vorliegenden Reuterschen Telegramm aus Aden zufolge, dem englischen Könige ein „Glückwunschschreiben" Meneliks und das Großkreuz des Sterns von Aethiopien in Gold! Hei, wird sich! König Eduard über diese kolossal schneidige exotische Dekoration freuen! Seine getreuen Engländer aber werden von weiteren Expansionsversuchien fürs nächste wohl Abstand nehmen. Meneliks Truppen leisten ihnen nämlich zurzeit im Kamps gegen den neuen Mahdi, den „tollen" Mullah, wertvolle Unterstützung, wenn Auch die Abessynier keineswegs im englischen, sondern durchaus im eigenen Interesse den Nachfolger Abdullahs befehden. Er ist zufällig der gemeinsame Feind der Briten und des Negus.
Ueber den Feldzug gegen den Mahdi Mull ah, Nn jetzigen Führer des Aufstandes im Sudan, veröffentlichen die „Times" einen ausführlichen Bericht, dem wir Folgendes entnehmen:
„Die Expedition marschierte am 22. Mai von Burao <rb und erreichte am 28. El Dab. Am Abend des 29. brach Major Beynon mit der berittenen Infanterie und dem Aamelkorps auf, marschierte 40 Meilen und griff am folgenden Morgen überraschend die Aden Madoba und die Jama Mad an, zwei der mächtigsten und fanatischsten Stämme j^us der Anhängersch>aft des Mullah. Einer der Offiziere hatte zuerst nur ein einzelnes grasendes Kamel entdeckt, das einen Hügel hinaufgeklettert war, und daraus schloß Man, wie sich nachher herausstellte mit Recht, daß man in
die Nähe des feindlichen Lagers gekommen war. Die beiden Abteilungen begannen sofort den Angriff von zwei verschiedenen Seiten. Sie gingen von der Stelle weg im Galopp vor, und so gelang es, den Aden Madoba 600 Kamele und 500 Stück Rindvieh und Schafe wegzunehmen. Man nahm an, daß ein großer Teil des Jama Siad-Stam- mes sich ebenfalls in der Nähe befinden müsse, den die berittene Infanterie nach einem Galopp über zehn Meilen auch antpa-f und in die Flucht trieb. Diesem Stamm wurden 2200 Kamele abgenommen. Als man aber bemerkte, daß der Feind sich zum Angriffe sammelte, und daß die Pferde zu sehr übermüdet waren, um sie noch weiter verwenden zu können, beschloß der Major, die Kamele so schnell wie möglich wegzüführen, was keine leichte Aufgabe war. Der Feind drängte bei dem ganzen Rückmarsch über 16 Meilen bis an die Stelle, wo die Hauptabteilung lag, nach, und dort mußte schnell für die Nacht ein Lager befestigt werden. Ein Angriff schien unvermecküich, und es war äußerst schfver, die wenigen Leute so zu verteilen, daß sie die große Zahl von Kamelen schützen konnten; wären diese unruhig geworden oder gar durck^egangen, so wäre das Resultat entsetzlich gewesen. Um die Lage noch bedenklicher zu machen, stieg ein Gewitter auf, und der Mond verdunkelte sich vollLimmen. Der Regen kam in Strömen nieder, und die Leute zitterten vor Kälte auf ihren Posten. Der Morgen kam aber heran, ohne daß der Feind sich hätte sehen lassen, und so wurden die Kamele im Triumph nach Gebile getrieben, wo sich das Hauptquartier der Expedition befand. Die ganze Angelegenheit schadete dem Prestige des Mullah sehr. Am Abend des 2. Juni verließ die Expedition dann Gebile mit der Richtung au: Assura. Man kam immerfort mit Patrouillen des Feindes in Berührung, und am dritten marschierte man durch ein Thal, in dem aus Webbe Shebile. irnportierte Leute für den Mullah verschiedene Arbeiten verrichteten. Die berittenen Truppen wurden voraus geschickt, um den Mullah zu fangen, er war aber offenbar wenige Stunden vorher abmarschiert. Am nächsten Morgen wurden einige Leute gefangen genommen, vonß denen man in Erfahrung brachte, daß der Mullah einen Flankenmarsch ausgeführt und die in Gebile zurückgelassenen Truppen vergeblich! angegriffen habe. Kurz darauf wurde gemeldet, daß der Njad Mullah selbst an der Spitze eines großen Heeres der britischen Abteilung folgte. Infolge von Transportschwierigkeiten war es nicht Möglich, so schnell vorwärts zu kommen, wie es wünschenswert gewesen wäre. Zwei Kompagnien bekamen darauf den Befehl, den Transport zu schützen, und mit den übrigen marschierte der Major dem Feinde entgegen. Es kam zuerst zu einem Kampf zwischen der britischen und der feindlichen Kavallerie, wobei die letztere in die Flucht geschlagen wurde, das war das Zeichen für einen allgemeinen Rückzug des Feindes. Er warf Gewehre und Munition von sich die verfolgenden Truppen drängten nach umsomehr, als man in Erfahrung gebracht hatte, daß drei Führer der Rebellen an der Front waren, neben dem Mullah noch der Sultan Nur und Haji Sudi. Der Feind floh nach einem befestigten Platz des Mullahs in den Bergen, der Welahed hieß und ungefähr 40 Meilen entfernt lag. Die Verfolgung wurde unter den schwierigsten Veryältnissen über ein sehr rauhes Gelände fortgesetzt, die Pferde gaben schließlich nach und nur die Kamele zeigten eine wunderbare Ausdauer. Die berittene Infanterie und die Kamele hatten in dreißig Stunden eine Strecke von über 100 Meilen zurückgelegt, und während der Verfolgung des Mullah 60 Meilen in 24 Stunden. Wäre nicht die Nacht zu dunkel gewesen, so wäre es wahrscheinlich gelungen, den Mullah zu fangen, der nur einen geringen Vorsprung hatte. Die Leute waren so ermüdet, daß, wenn sie für einen Moment abstiegen, um eine Spur zu untersuchten, sie häufig sofort schlafend umfielen. Am nächsten Morgen wurde Welahed verbrannt. Die Mannschaften waren 36 Stunden ohne Essen und Wasser gewesen. Das Heer das Mullah, mit dem dieser den Angriff auf Gebile machte, bestand aus 5000 Mann, von denen 3000 beritten waren, bei dem ersten Angriff waren ungefähr 2000 Mann beteiligt. Bei dem Angriff auf diesen Ort halten die Engländer ungefähr zehn Tote und zehn Verwundete, der Feind hatte sehr große Verluste. 340 Leichen wurden innerhalb weniger hundert Meter von den schnell aufgeworfenen Befestigungen gefunden, und ungefähr 300 lagen auf den Anhöhen rings herum. Der Gesamtverlust des Feindes an Toten allein dürste über 800 betragen haben, und die ganze Gegend ist voll von Verwundeten. Der Mullah selbst nahm an dem Kampf feinen Teil, sondern beobachtete denselben nur von einem in der Nähe liegenden Hügel aus. Als er dann sah, daß Alles verloren war, setzte er ich an die Spitze einer Kavallerieabteilung und ritt nach
Welahed zurück."
Der Korrespondent der „Times" meint, die ganze Angelegenheit zeige deutlich, was der britische Offizier aus den Eingeborenen eines solchen Landes machen könne. Vor echs Monaten habe es überhaupt noch keine Somali-Land- oldaten gegeben und in dieser kurzen Zeit seien sie so ausgezeichnet ausgebildet worden, daß sie solche Massen des Feindes einfache vernichten konnten. Die Macht des Mullah scheine vollkommen gebrochen zu sein, der ganze nördliche und östliche Teil von Dolbahanta ergebe sich. Der Glaube an den Mullah ist geschwunden, weil seine Anfänger mit eigenen Augen gesehen haben, daß 300 Mann ihrer eigenen Stämme unter der Führung weißer Offiziere 5000 Mann unter Führung des angeblichen Propheten in die Flucht schlagen konnten. Uebrigens, fügt der Bericht hinzu, sei es interessant, zu erfahren, daß die Somalis den Mullah selbst Mahdi nannten und sich als Derwische zu bezeichnen liebten. Die Expedition will nun zunächst auf Bohotte marschieren, wo man mit der ab es syrischen Abteilung zusammenzutrefien gedenkt. Dann soll gemeinsam weiter vorgegangen werden.
VoMische Tagesschau.
Das Koh lens yndikat will noch immer nicht an Preisermäßigungen heran, obgleich eine ganze Anzahl von Industriebetrieben, so die Eisen- und die Zement-Industrie, der Verschlechterung der Konjunktur durch Preisnachlässe Rechnung tragen. Man Null zunächst, so schreibt man soeben der „Voss. Ztg.", aus dem westfälischen Kohlenrevier, die Entwickelung des Herbstgeschästs abwarten, und allenfalls eine Preisermäßigung von 50 Psg. für Jndustriekohlen und von 25 Pfg. für Hausbrand auf die Tonne zugestehen. Diese, obendrein ungewisse Ermäßigung wird im Detailhandel für den Hausverbrauch kaum zur Geltung gelangen. Es wird also, da die Preise des Kohlensyndikats für die anderen deutschen Kohlenbezirke in Betracht kommen, im nächsten Winter aller Wahrscheinlichkeit nach ungefähr dieselbe Hphlenteuerung herrschen, wie im vorigen Winter. Das sind trübe Aussichten. Die wiederholten parlamentarischen Kohlennot-Jnterpellationen, die Zusicherungen der Regierung, nach Kräften Abhilfe schaffen zu wollen, Herrn v .Thielens Trostwort von der „vorübergehenden Erscheinung" — alles das mag gut gemeint gewesen sein, aber es hatte den einen Nachteil, daß es nicht half. Jetzt läßt sich nur noch einige Hoffnung darauf setzen, daß aus dem Auslande, beispielsweise aus den Ver. Staaten, billigere Kohle ein geführt wird.
Es scheint seine Richtigkeit zu haben mit der neuestem Mitteilung über die projektierten landwirtschaftlichen Zollsätze. Die „Nordd. Allg. Ztg." schweigt, während sie in ähnlichen Fällen sehr prompt Meldungen, die den Inhalt des Zolltarifs betrafen, in das Gebiet den Kombination verjpies. Details aber, wie die jetzt berichteten können nichl auf Kombinationen beruhen. Selbst die „Kreuzztg." sieht sich veranlaßt, Notiz zu nehmen von den Angaben, weil diese, wie das konservative Organ schreibt, „ihren Weg durch die Presse nehmen". Eben im Hinblick auf die rasche Verbreitung der Meldung würde unseres Erachtens die Regierung nickst gezögert haben, eine Richtigstellung zu veranlassen — wenn etwas richtig zu stellen wäre. Die „Kreuzztg." vermutet, daß durch die Kundgebung des „Beobachter" lediglich der Bewegung gegen die Erhöhung der Agrarzölle neuer Zündstoff zugeführt werden solle. Diese Wirkung, ob beabsichtigt oder nicht beabsichtigt, dürfte allerdings nicht ausbleiben.
Engländer und Buren.
Dem „Daily Telegraph" wird aus Pretoria vom 16. ds. gemeldet: Die Nachrichten über Grausamkeiten, die von Buren bei Vlakwntein begangen worden seien, haben sich als unbegründet herausgestellt. Die Buren haben während des Krueges mit wenigen Ausnahmen immer human und großmütig gehandelt. — So Haden also die Engländer wieder einmal gelogen! — „Daily Telegraph" sheht der Regierung sehr nahe und dürfte daher gut unterrichtet sein. Es sei übrigens bei dieser Gelegenheit hinzugefügt, daß die Opposition im englischen Unterhause den Fall des Sergeanten Fisher, der eingestandenermaßen bei Vlaksontein unter b,em Scheine, sich ergeben zu wollen, einen Buren erschossen hat, zur Sprache gebracht hat. In der Sitzung vom 17. Juli fragte Ladouchere den Kriegsminister, ob der Fall dem Oberstkommandierenden zur Bestrafung vorgelegt werden solle. Brodrick erklärte, daß er in der Sache nichts thun könne, wenn ihm nicht weitere Beweise vorgelegt werden könnten. Ladouchere fragt darauf, was für Beweise denn das Kriegsministerium haben wolle, ivenn des Mannes eigenes Geständnis nicht genügend sei? Der Kriegs Minister entgegnete, eine solche Anklage müsse erst amtlicherseits erhoben werden, ©in anderer Abgeordneter fragte alsdann Brodrick, ob feiner Ansicht nach der betreffende Sergeant nicht als geständiger Mörder zu betrachten sei. Für diese Frage wurde der Abgeordnete zur Ordnung gerufen! — In der Sitzung am folgenden Tage teilte Chamberlain mit, Milner werde am 10. August nach Südafrika zurückkehren.
General Kitchener meldet aus Elandssontein, daß bei den Kämpfen in der Oranjefluß-Kolonie Karl Botha, der Sohn Philipp Bothas, der Leutnant Thomas Gumun und der Feldkornet Oliver gefallen seien.
Deutsches Keich.
Berlin, 18. Juli. Aus Gu dv a n ge n wird gemeldet: Se. Majestät blieb gestern an Bord und erledigte Regierungsgeschäfte. Heute nachmittag begab Se. Atajestät sich nach Stalheim, wo in dem Hotel bis Samstag nachmittag Wohnung genommen wird. . Das Wetter ist andauernd schön. An Bord alles wohl.
— Der preußische Handelsminister Möller benutzt die parlamentslose Zeit dazu, die Verhältnisse im Lande draußen, soweit sie das Ressort für Handel und Gewerbe angehen, durch Augenschein kennen zu lernen. Tie nächste, ür Ende Juli in Aussicht genommene Reise führt den Minister nach Danzig, Königsberg, und Memel. Der Minister will sich vor allem über die Sage des Getreide- und Holzgeschäfts informieren. Ta dieses sich großenteils auf dem Seewege abwickelt, ist anzunehmen, daß staatliche Maßregeln zur Belebung des brachliegenden Ostseehandels demnächst erwogen werden.
— Durch Allerhöchste Kabinettsordre nnii'be bestimmt: Tie Marinetruppenteile des ost asiatischen Ex - leditionskorps treten mit ihrer Heimreise in den Befehlsbereich der Inspektion der Marine-Infanterie. Das erste und zweite Seebataillon sind mit dem Eintreffen in der Heimat demobil &u machen unter gleichzeitiger Auflösung des ersten und zweiten Ersatzseebataillons. Mit demselben


