Ausgabe 
20.1.1901 Zweites Blatt
 
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Deutsches Reich-

Ser < i n, 18. Jan. Die schon wiederholt angekündigte Branntwein st euer Novelle wird, derNordd. AUg. Ztg." zufolge, dem Reichstage in nächster Zeit zugehen.

An die Anarchistengruppen des Rheinlandes und Westfalens ist ein Aufruf zur Bildung einer anar­chistischen Förderption für die genannten Provinzen ge richtet worden. In dem Aufruf tvird gesagt, daß für die Ausbreitung der anarchistischen Idee in den dortigen In­dustriestädten ein guter Boden vorhanden sei. Die anar­chistische Presse sei wohl dort stark verbreitet, doch fehle es an einer planmäßigen Agitation. Bei Teilnehmern en der in Berlin verbotenen Anarchistenkonferenz wurde von der Polizei in Magdeburg eine eingehende Haus- s u ch u n g abgehalteu. Es wurden Exemplare der von Johann Most herausgegebenenFreiheit", des Anarchisten­blattesNeues Leben", sowie Preßfondslisten beschlagnahmt. Ten von den .Haussuchungen Betroffenen wurde mitgeteilt, daß alle beschlagnahmten Sachen an die Staatsanwalt­schaft eingeliefert worden seien.

München, 18. Jan. Prinz Alfons von Bayern ist ganz plötzlich von seinem Kommando als Komman­deur der 1. Kavalleriebrigade zurückgetreten. Nach derAugsb. Abendztg." soll der Rücktritt des Prinzen mit den Herbstmanövern zusammenhängen. Tas Nichterscheinen des Prinzen auf dem letzten Hofball wird mit seiner Rück­trittsabsicht in Verbindung gebracht. TerBayer. Kurier" giebt als Grund der Kommandoniederlegung Mißhellig- ieiteu anläßlich der Weimarer Totenfeier an, wo Prinz Alfons den Prinzregenten vertrat.

Nach einer halbamtlichen Mitteilung derAllgem. Ztg." erfolgt zuni 80. Geburtstag des Prinz-Re­genten eine A m n e st i e. Besondere Berücksichtigung sollen Personen finden, die wegen nichtehrenrühriger Vergehen verurteilt sind. Für Personen, die wegen Verbrechen ver­urteilt worden sind, soll in besonders berücksichtigungs­werten Fällen gleichfalls Aussicht auf .Begnadigung be­stehen.

- DieAugsb. Abendztg." berichtet, die bayerische Re­gierung habe bei der preußischen Regierung beantragt, die Verhandlungen zum Abschluß eines Staats Vertrags über die Mainkanalisation zu eröffnen.

Ausland.

Kopenhagen, 18. Jan. Es verlautet, der hiesige ameri­kanische Gesandte habe die Regierung bewogen, die An­tillen für 15 Millionen Kronen zu verkaufen.

London, 18. Jan. Meldungen über die mißliche Ge- undheit der Königin treten mit größerer Bestimmtheit auf. Aus Cowes wird derEveningS News" gemeldet, bad Befinden der Monarchin habe sich derartig verschlechtert, daß die für Beginn des März geplante Erholungsreise nach Eimiez wahrscheinlich aufgegeben werden dürste. Die Leib rste Reid und Lakmg weilen seit einigen Tagen beständig im Schlosse Osborne.

Der Korrespondent der Central-News in Portsmouth glaubt seinem Blatte mitteilen zu können, daß die Admiralität die Mobilmachung der Marine-Reserve und derpensio inerten Matrosen beabsichtigt.

Paris, 18. Jan. Der Kriegsminister Andre ordnete telegraphisch eine Untersuchung an über eine Anzahl schwerer Mißhandlungen, die von Unteroffizieren des 6. Dragoner-Regiments zu Evreux an Rekruten verübt wor den sind. Die schuldigen Unteroffiziere versuchten auch das Stillschweigen der mißhandelten Soldaten zu erkaufen.

Wien, 18. Jan. Die Vertrauensmänner der deutschen Partei-n beabsichtigen, in der nächsten Woche eine Beratung abzuhalten über die Organisation der deutschen Parteien und die Wiederherstellung der deutschen Gemeinbürgschaft im neuen Reichsrat. Die Regierung wird die Sprachengesetz.Entwürfe dem Parlament vorläufig nicht vorlegen.

Washington, 18. Jan. Die Panzerschiffe Clarsage und Pmsacola haben Befehl erhalten, sich zur Abfahrt nach Venezuela bereit'zu halten. Das Kanonenboot Scorpion wurde nach Guanace, wo sich Besitzungen der Asphaltgesell­schaften befinden und wo schon vor einigen Tagen Unruhen aasbrachen, gesandt. Der Gesandte der Vereinigten Staaten in Carracas hat dem Staatssekretär Hay mitgeteilt, daß bie in der Stadt kasernierten Truppen sich empört haben. Der Aufstand wurde indesien unterdrückt.

Aus Stadt und Land.

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Gießen, den 19. Januar 1901.

** Militärisches. Hauptmann a. D. v. Stoe| fei, zuletzt Komp. Ches im Ins. Regt. Kaiser Wilhelm (2. Groß- herzogl. Hess.) Vir. 116, erhielt den Charakter als Major, hauptm. Heue.r und Oberstabsarzt 1. Kl. Dr. SPieker erhielten den Roten Adlerorden 4. Kl. Oberstleutnant Pa - vel, Kommandeur des 2. ostasiatischen Jnsantereie-Regts. zum Obersten, Unterarzt der Res. Dr. Hildebrand, zum Assistenzarzt, Unteroffizier v. Nathusius zum Fähnrich, Vizefeldwebel Koch zum Leutnant der Res. des Ins. Regts. Kaiser Wilhelm (2. Großherzogl. Hess.) Nr. 11b befördert. Dem Stabsarzt der Landwehr 1. Aufgebots Dr. Schliephake ist der Abschied bewilligt worden. Das allgemeine Ehrenzeichen erhielten Sergeant G o n t e r und Heldw. und Zahlm. Aspir. Spies im Ins. Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großherzogl. Hess.) Vir. 11b.

** I n Steins Garten findet am Sonntag abend $ Uhr karnevalistisches Konzert statt. (Bgl. Ins.)

Mainz, 18. Jan. Bei der Leiche des durch Selbst­mord geendeten flüchtigen Aussichtsratsvorsitzenden des landwirtsch. Kreditvereins in Ansbach befanden sich noch 200 Mk., außerdem eine geleerte Kognakslasche. Die An­gehörigen trafen gestern hier ein, um der Beerdigung ber- z-uwohnen. Gestern gewahrten Passanten an der Ingel­heimer Au unter dem Eise des Häsens eine treibende Leiche, die nicht geborgen werden tonnte.

-k- Mainz, 18. Jan. Anläßlich der Preußischen Ju­biläumsfeier begab sich der Provinzialdirektor Geheimrar v. Gagern heute morgen zum Gouverneur der Festung, itnt Namens der Großh. Regierung die Glückwünsche dar- iiibringen. Namens der Stadt Mainz hatten Oberbürger 'meister Dr. Gaßner und Beigeordneter Rein ach die

Begrüßung übernommen. Abgesehen von der militärischen Feier, ist hier die Jubiläumsfeier ziemlich unbemerkt vor- lbergegangen.

Mainz, 18. Jan. Heute passierten 18 Matrosen und onstiges Schifsspersonal derG n e i s e n a u" unsere Stadt, um sich nach Wilhelmshaven zu begeben. Die Leute hielten hier Ruhetag, lieber den Unglückssall derGneisenau" viel ach befragt, erklärten sie über die Ursache des Unglücks­salles nichts aussagen zu dürfen. (?)

Frankfurt, f8. Jan. Ein Frankfurter Kaufmanii erhielt dieser Tage von der Güterabfertigungsstelle .des StaatSgüterbahnhofes die Aufforderung, 1 Kiste lebende Rollmöpse abzuholen. Lebende Rollmöpse das war ein Artikel, den er bislang noch nicht geführt hatte. Vergeb­lich zerbrach er sich den Kops, was das wohl sein konnte; in schallendes Gelächter löste sich aber sein Erstaunen aus, als er die Kiste mit den geheimnisvollen Viechern m Empfang nahm. Die Rollmöpse hatten sich inzwischen in drei junge Bulldoggen verwandelt, die der Adressat in einem Zwinger bestellt hatte. Wie dielebenden Roll­möpse" in die Güterverzeichuisse geraten, ist rätselhaft.

fc. Kirchhain, 18. Jan. Die von dem Geh. Rat Prof. Dr. v. Behring gegenwärtig unter dem Rindvieh vorge nommenen Jmpfversuche mit Tuberkulin beschäftigten gestern eine hier abgehaltene Landwirtschaftsversamm lung. Anläßlich eines Falles in einem Nachbardorfe, wo ein kerngesunder Bulle für krank erklärt worden sein soll, sind die Viehhalter stutzig geworden und wollen von der Jmpferei nicht mehr viel nnffen. Kreistierarzt Stamm hielt cimn Vortrag über die Angelegenheit und erklärte die Tuber kulinimpfung als wisienschafllich begründet und notwendig Der Fall mit demgesunden" Bullen ist übrigens längst als einIrrtum" aufgeklärt.

** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten Die Stadt Mainz beabsichtigt, vom nächsten Schuljahr an ein Lehrerinnenseminar zu errichten. Zu diesem Zwecke wird die seit einigen Jahren bestehende höhere Mädchenschule die entforeebenbe Erweiterung erfahren.

Vermischtes.

* Könitz, 18. Jan. Heute Mittag fand ein Anftalts aufseher Unterkleiderund Strümpfe, die man für die des ermordeten Gymnasisten Winter hielt, auf dem alten jüdischen Kirchhofe. Genaue Feststellungen ergaben jedoch, daß die Unterkleider dem Winter nicht gehören.

* Fiume, 18. Jan. Unbekannte Thäter stahlen aus der Kasse des Jesuit en kl öfters Portore wichtige Doku­mente und 14 000 Frks. Gold.

* Konstantinopel, 18. Jan. Da weitere Pest­fälle nicht eingetreten sind, wird der internationale SanitätS- rat von heute an für alles, waS von hier abgeht, einen Ge fundheitsschein erteilen» Man erwartet bestimmt, daß die Nachbarstaaten die Quarantäne aufheben werden.

* Großherzog Karl Alexander und Haeckel. Großherzog Karl Mexander von Weimar widmete auch der Universität Jena, deren Kürator lange Jahrzehnte hin­durch Goethe gewesen, fortgesetzt seine besondere Fürsorge und namentlich hielt er darauf, daß dort an dem Prinzip unbedingter Lehrfreiheit in keiner Weise gerüttelt werde. Bekanntlick) lehrt in Jena seit Beginn der 60er Jahre der in den greifen der Orthodoxie am meisten angefeindete Professor Ernst Haeckel, ibier Verfasser derNatürlichen Schöpfungsgeschichte". Selbstverständlich verfehlte die Ortho­doxie nicht, sich auch an den Großherzog mit den Versuchen heranhndrängen, Haeckel in der Freiheit seiner Lehren zu beeinträchtigen. Als eines Tages eine große kirchliche Leuchte bei dem Großherzog persönlich Vorstellungen wegen der Lehren erhob, die Ernst Haeckel in Jena der studierenden Jugend vortrage, horte sich Karl Alexander den frommen Eiferer mit großer Geduld eine ganze Weile an, dann aber richtete er plötzlich die Frage an den Beschwerdeführer: Sagen Sie mal, mein Allerbester, sind Sie der Meinung, daß Haeckel das Zeug, das er lehrt, wirklich selbst glaubt?" Davon bin ich fest überzeugt", erwiderte jener.Nun", bemerkte darauf der Großherzog lächelnd,etwas anderes thun Sie schließlich doch auch nicht." Und die Unterredung war beendet. Karl Alexander ließ sich übrigens bis in seine letzten Lebensjahre hinein sehr gern von Haeckel die neuesten Ergebnisse seiner Forschungen darlegen und an Präparaten demonstrieren. Er äußerte dann wohl gelegent­lich, daß ihn das alles zwar sehr interessiere, daß er für seine Person indes doch bei seinen' ölten Ueberzeug- ungen verharren wolle.

Universitäts-Uachrichten.

An der Universität Bonn habilitierte sich der Assessor Dr. F. Stier-Somlo für Staats- und Verwalrungsrecht. Der Professor der Geburtshilfe Dr. Bumm in Basel, der einen Ruf an die Univer­sität Halle erhalten hat, wird demselben zum Sommersemester Folge leisten. Der o. Professor an der Universität Erlangen Dr. Max Rees ist in den Ruhestand getreten. Der neue Semesterkatalog der Dominikanerlehranstalt Freiburg in der Schweiz verzeichnet 32k imma­trikulierte Stndierende, darunter 147 Schweizer und 179 Ausländer, von welch letzteren 83 Reichsdeutsche. Die Zahl der Professoren beträgt 57 Ihrer Nationalität nach sind von diesen 19 Schweizer, 14 Reichsdeutsche, 9 Franzosen, 8 Oesterreicher, 2 Holländer, 1 Russe, 1 Spanier, 1 Ita­liener und 1 Luxemburger. In deutscher Sprache werden 91, in fran­zösischer 41 und in lateinischer 21 Kallegien gelesen

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Gießen, 19. Januar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. 0.801.00, Hühnereier per St. 89 L, 2 St. 00-00 , Enteneier 2 St. 0016 L, Gänse«

eier per St. 0000 <£, Käse 1 St. 58 L, Käsematte 2 St. 58 , Erbsen per L'ter 22 , Linsen per Liter 34 , Tauben per Paar

JC 0.60-0.90, Hühner per St. M 0.901 30, Hahnen per Stück JH, 0.651.00, Enten per St. jfC 2.002.20, Gänse per Pfd. JC 0.54 bis 0.65, Ochsenfleisch per Pfd. 6874 , Kuh« und Rindfleisch per Pfund

6064 d> Schweinefleisch per Pfd. 6070 d>, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 74 <3, Kalbfleisch per Pfd, 6064 4, Hamm-lfleisch per Pfd. 5060 L, Kartoffeln per 100 Kilo 5.005.50 Jtt, Weißkraut per St. 0000 d>, Zwiebeln per Str. JC 5.500.00, Milch per Liter 18 «).

Humoristisches.

Unter Kohleuvaronep.Was wollen die Leute eigentlich nur mit ihrem ewigen Klagegeheul über Wohnungselend und Kohlennot?! Wenn die guten Leute keine Wohnungen haben, was brauchen sie da über baupt noch Kohlen? Und so furchtbar viel zu kochen haben sie meines Wissens doch auch nicht!"

Neueste Meldungen.

Darmstadt, 19. Ja« (Tel. Meldg beSGieß. Anz.") Der Großherzog hat ben eoangcl. Dekan im Dekanat Büdingen, Pfarrer Hermann Bern deck zu Staden, auf sei» Nachsuchen von diesem Amte entbunden und den durch bie Dekanatssynode des Dekanats Büdingen für den Rest der tm Jahre 1903 abgelaufenen Wahlperiode vollzogenen Wahl des cd. Pfarrers Eduard Gl len berget zu Ortenberg zum Stellvertreter des D kanats Büdingen bestätigt. Heute abend findet hier eine g'vße Burenversammlung statt, m welcher der junge De Wet sprechen wird.

Stuttgart, 19. Januar. Gestern Abend 8 Uhr ist der Nürnberger Schnellzug infolge falscher Freigabe deS Geleises auf bet Station Otten weilet bei Backnang in einen Güterzug hineingefahren. 6 Wagen des letz­teren wurden zertrümmert. Bon den Passagieren des Schnellzuges wurden einige leicht verletzt, die bti ihrer Ankunft in Stuttgart verbunden wurden. Dem Bremset des Güterzuges wurden beide Beine abgefahren. Der Materialschaden ist bedeutend.

London, 19. Jan. In politischen Kreisen meint man, daß der Zustand der Königin recht ernst sei. Es herrscht große Besorgnis. Sollen doch die Konferenzen der letzten Tage in Osborne ben Zweck gehabt haben, eine Regentschaft vorzubereiten.

Loudon, 19. Jan. Die heutigen Morgenblätter veröffent­lichen einen Brief des Herzog von Norfolk, in dem dieser erklärt, daß sämtliche Katholiken eine Wiederherstellung bet weltlichen Macht des Papstes erhofften.

Paris, 19. Januar. Die französische Regierung ist ent­schlossen, die Auslieferung des wegen Unterschlagung verhafteten angeblichen russischen Fürsten Nakaschine an Rußland zu verweigern, weil er dort zum Tode ver­teilt ist und eine lebenslängliche Haft abzubüßen hat.

Paris, 19. Jan. Der greife Herzog von Btoglie liegt im Sterben. Der bekannte Stautsmann wsrd ben Folgen eines Zungenkrebses erliegen. Gestern wurde eine letzte Operation auSgesührt, doch ist die Hoffnung auf­gegeben.

Madrid, 19. Jan. Die Behörden der nördlichen Pro> vinzen haben die Aufmerksamkeit der Regierung auf die karlistischeAgitation jenseits der Grenze auf französischem Gebiet gelenkt. Eine Anzahl KarlisteNfÜhret sollen sich dort befinden mit der Absicht, in Spanien einzufallen. Die spanische Regierung ersuchte infolgedessen die französische Regierung, diese karlistischen Aaenten von der Grenze zu entfernen.

Telephonischer Kursbericht.

Frankfurt, den 19. Januar.

8/i % Reiche anleihe

do

8%

Tendenz: still.

97 30 87 10 97 25 86.80 93.20 95.30 41.40 24.15 25.60

81.50

Kreditaktien . . Diflkonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochum . . . . Harpener . . . .

31/« % Konsole . . .

8 °/o do ... SVa % Hessen . . .

5 % Italien. Rente . . 40/0 Grieoh. Monop.-Anl, 3 0/0 Portugiesen . .

3 0/ö Mexikaner . . .

4i/| o/q Chinesen . . .

. 207 90 . 177.70 . 131.70 . 149 80 . 148.50 . 142 40 . 157.70 . 194.75 . 175 80 . 172.00

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Kunst-Ausstellung. ausstellung im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags mit Ausnahme des Samstags geöffnet, Mittwochs auch noch von 3 bis 5 LThr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. Eintritt für Nichtmitglieder an Werktagen 50 Pfg. an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg.

Brodpreise

vom 20. Januar bis 3. Februar 1901.

Der hiesigen Bäcker.

I Kg. (2 Pfd.) T-felbrod 28 Psg 1 Kg. l2Pfd.)Scbwarzbrod 24 Pf-.

z Kg. (4 Pfd.) Takelbrod b6 , 2 Kg. (4Pfd.)Schw«rrzbrod 48 ,

Kg. (2 Pfd.) Weißbrod 26 , 3 Kg. (6Pfd.)Schw»r-brod 72 r

2 Kg. (4 Psd.) Weißbrod 62 ,

Der auswärtigen Bäcker.

1 Kilogramm (2 Mund) Weitzbrod bei:

II. Fabel von Wtefeck. . 24 SB. Stetnmüller, Lang-GönS 24

d. Schmidt, Gr.-Ltnden . 24 2B. Weitzel von Lang-GönS 24 , E. Post von Wteseck . . 26 r

2 Kilogramm (4 Pfund) Weißbrod bei:

)oh. Kd.Veite v. Ktrch-GönS 44 SEB. Stetnmüller, Lang-GönS 48 Wilh. Fabel von Wiefrck 48 , W. Weitzel von Lang-GönS 48 i. Schmidt, Großen-Ltnden 48 , C. Post von Wtefeck . . 52 , L. Steinmüller, Gr - Linden 48

1 Kilogramm (2 Pümd) Sckwarzbrod bei:

6. Schmidt, Großen-Ltnden 22 H W. Weitzel von Lang-Gvn» 22 4 W. Stetnmüller, Lang-Göns 22

2 Kilogramm (4 Pfund) Schwarzbrot» bei:

Zoh. Kd. Seite v. Ktrchgöns 40 H W. Weitzel v. Lang GSnS 44

ß. Schmidt, Gr.-Ltnden . 44 G. Jacoby v. Alten-Bufrck 44

d. Stetnmüller, Gr -Linden 44 Karl Post von Wtefeck . 44 ,

a Ktloaramm (6 Ptund) Schwarzbrot» bet:

Ällh. Fabel von Wtefeck . 66 C. Post von Wtefeck . . 66

G. Jacoby v. Alten-Bufeck 66 Ernst Christ von Wtefeck . 69 ,

Der BrodverkLrrfer.

Bei den hiesigen Brodvertäufern bestehen dieselben Preise em bei den hiesigen Bäckern.

Gießen, den 19. Januar 1901.

Großherzogliches Polizeimnt Gießerr- Hechler.