Ausgabe 
19.11.1901 Zweites Blatt
 
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Ernennung ruft einen guten Eindruck hervor. ('Todurch wird die vom 'Depeschenvureau Herold verbreitete Nach­richt, daß der Justizminister Abdur Raman zum Großvezrer

ernannt worden sei, dementiert. D. Red.)

Gerichtssaal.

Festrede klang in einem Hoch auf Großherzog und Groß-

Vermischtes.

Gelsenkirchen, 16. Nov. Dom 9.16. November

kreise Gelsenkirchen von 1149 aus 1008 gesunken. Gestorben sind 8, genesen 198.

* Münster i. W., 16. Nov. In Telgte wurde die

gefunden.

* Petersburg, 17. Nov. Die Kommission zur Ver­hütung und Bekämpfung der Pest giebt bekannt, daß die zwei letzten Todesfälle in Odessa als wirkliche Pestfälle er­kannt wurden. Infolgedessen wurden die betreffenden Häuser vom Verkehr abgesperrt und die Bewohner ärztlicher Beob­achtung unterstellt, sowie die Wohnungen desinfizert. Auch wurden in Odessa und den Vorstädten, sowie bezüglich der auslaufenden Schiffe eine Reihe gesundheitspolizeilicher Maßnahnien ergriffen. Neue Erkrankungssälle sind seit der letzten beiden, am 8. November vorgekommenen nicht be­gannt geworden. Die Newa ist zu gefror en.

Warschau, 17. Nov. Auf der Strecke zwischen. Sosnowice und Zombkocoice entstand gestern in einem Wagen eines Eisenbahnzuges dadurch ein Brand, daß der Inhalt einer zerbrochenen Benzinflasche Feuer fing. Von 30 im Wagen befindlichen Arbeitern verbrannten 3; 11 trugen schwere Brandwunden davon. Das Feuer ergriff auch einen Nachbarwagen. Beide Wagen waren in kurzer. Ißeit völlig niedergebrannt.

* Jalta, 17. Nov. Am Abhange des Jaila, ober» halb Jalta, in der Nähe des Utschau-Wafferfalles brennen, die Kronwaldungen. Ein starker Sturm läßt ein Urnsich-- greifen des Brandes befürchten.

* New-York, 15. Nov. Man hat den Versuch ge» macht, einen E x p r e ß z u g der Northern-Central-Eisenbahn zwischen Harrisbury und Baltimore mit Dynamit in die Lust zu sprengen. Drei Wagen wurden zur Entgleisung I gebracht. Personen wurden nicht verletzt. Man glaubt, daß die Verbrecher es darauf abgesehen hatten, im Zuge befind­liches Geld zu rauben.

die Leistungen des Sängerchors sehr zufriedenstellend aus­drückte. Es turnte dann eine Musterriege am Reck. Hierauf wurden einige Koupletts vorgetragen sowie das Theaterstück Bädeckers Reisehandbuch" von G. Belly zur Aufführung ge­bracht. Sämtliche. Darsteller ernteten reichen Beifall. Der .Sängerchor intonierte nun das LiedMargareth am Thore" von Fr. Lanz, dem sich die Darstellung von Pyramiden so­wie eines lebenden Bildes anschloß. Den Abschluß der Feier bildete der Festball, der die Anwesenden bis zum Tagesan­bruch zusammenhielt. Am Sonntag fand zur Nachfeier ein Ausflug nach dem Windhof statt. Tie Beteiligung daran war wiederum überaus stark. Das Fest nahm den denkbar schönsten Verlauf, sodaß es den Teilnehmern gewiß noch lange im Gedächtnis zurückbleiben wird.

** Kaufmännischer Verein und Ortsgrwerbeverein. Wir verweisen an dieser Stelle nochmals auf den schon heute (nicht wie angekündigt, erst am Mittwoch) im Hotel Einhorn stattfind enden 3. Vortragsabend des Kaufmännischen Ver­eins und des Ortsgewerbevereins. Für den heutigen abend hat man den Rezitator und Schauspiel-Regisseur des Stadt- thcaters zu Köln Otto Beck gewonnen.

'"* Die hiesige Ortsgruppe des Deutsch-nationalen Handlungs- gehüfen-Verbandes veranstaltete gestern einen Ausflug mit Tanz nach dem Philosophenwalde, der gleich dem letzten von der Ortsgruppe im Cafe Leib veranstalteten Balle sehr schön verlies. Die Beteiligung seitens der Mitglieder war gut. Bis zum späten abenb blieb man in heiterster Stimmung zusammen.

Aus dem Thcateibureau. Als erste Volksvorstcllung geht am Dienstag Gerhart HauptmannsBiberpelz" in Szene. Eintrittspreise: Loge 1 Mk.> Saal 40 Pfg., Gallerte.

daß sie mit voller Kraft fuhr, dadurch räumte sie das Hin­dernis vollständig weg und schleuderte alles zur Seite; sonst wäre eine Entgleisung des gut besetzten Zuges unvermeidlich gewesen. So ging es glücklicherweise ohne Verletzungen ab; es mußte jedoch eine andere Maschine zur Weiterführung des Zuges requiriert werden.

Schierstein, 17. Nov. In der Turnhalle wohnten über 500 Personen von hier und auswärts der Enthüllung von Pfretzschnörs D e w e t b ü st e bei. Es waren Telegramme von Amsterdamer Universitäts-Professoren, Geistlichen und Kaufleuten, sowie auch solche aus Berlin und anderen Städten eingetroffen. Die Festrede hielt Prediger Welkers; sie erweckte teilweisen Widerspruch, und zwar wegen der nicht glücklichen Form bei Erörterungen über den Mißbrauch' des Begriffs Vaterlandsliebe. Das Dewetlied von Trojan und die Musik dazu von Humperdiuk fanden viel Beifall, ebenso eine Ansprache des Bczirksrichters Stock-Bloemfontein.

(Frkf. Ztg.)

fc. Hanau, 17. Nov. Im hiesigen Krankenhause starb an seinen Verletzungen der Hilfsweichensteller Baier, der, wie wir berichteten, am Donnerstag auf Station Mittelgründau beim Rangieren von einem Wagen erfaßt und schwer ver­wundet worden war. Der Regimentsschreiber Meißner vom Hanauer Infanterieregiment ist seit einigen Tagen spur­los verschwunden. Ein Ulan har ihn in Zivilllcidern ab- reisen sehen. Wie verlautet, sollen dienstliche Vergehen vor­liegen.

Herzogin aus.

Mainz, 16. Nov. Ein Eisenbahnunfall, der leicht ~ _

ehr ernste Folgen hätte haben können, hat den Köln-Baseler l Privatdozenten Dr. Volkhard statt- O-Zug gegen 4 Uhr nachmittags hinter Mainz bei Gustavs- - bürg betroffen. Ein mit Backsteinen beladener Wagen fuhr, anscheinend weil die Barriere nicht zeitig gesperrt war, über das Geleise, als der Zug heranbrauste. Kutscher und Pferde hatten gerade das Geleise passiert, auf den Wagen aber fuhr die Lokomotive mit voller Wucht auf. Es war ein Glück,

vollständig aus geraubt. .

tri * London, 16. Nov. Infolge dichten Nebels in u London kollidierten beim Bahnhofe von Brixton zwei

Passagierzüge, wobei 17 Personen mehr oder weniger schwer verletzt wurden.

* Paris, 16. November. Die Oktroi-Behörden Haben in der letzten Zeit eine große Abnahme des Ertrages für das in Paris eingeführte Petroleum festgestellt. Die ein­geleitete Untersuchung ergab, daß große Quantitäten Petro­leum durch Automobile eingeschmuggelt wurden. Die Steuerbehörde hat verschiedene Automobilwagen festgehallen und thatsächlich in den Behältern große Mengen Petroleum

Aus Stadt und Sand.

(Der Abdruckder unter dieser Rubrik befindlichen Origmal-Nachrichten fit nur unter genauer Quellenangabe:Gieß. Auz." gestattet.) Gießen, den 18. November 1901.

Feuerstein V. von Bönstadt wegen eines Bruchleidens angemeldete Rentenanspruch wurde von der Genossenschaft abgelehnt, weil sich Brüche in der Regel allmählich! ent­wickeln und bei irgend einer Gelegenheit hervorzutreten pflegen. Das Gericht bestätigte nach Anhörung des Privat- dozeiiten Dr. Bötticher den Bescheid der Genossenschaft. Desgleichen den Bescheid in der Unfallversicherungssache des Joh. Zinn kann zu Ober-Ofleiden, da em Zusammen­hang der Erkrankung (tuberkulöse Entzündung des Unken Fußgelenks) mit den angeblichen Unfällen nach den ärzt­lichen Gutachten höchst unwahrscheinlich ist. Die dem Philipp Berg zu Rodenbach gewährte /Rente von 66 zwei Drittel Prozent hatte die Genossenschaft auf Grund eines Gutachtens Gr. Kreisgesundheitsamtes B- auf 40 Prozent herabgesetzt. Der hiergegen eingelegten Berufung gab das Gericht teilweise statt und setzte die Rente nach Anhörung des Sachverständigen, Privatdozenten Dr. Bötticher auf 50 Prozent fest. Auch der von der Elise Schmidt zu Schwabenrod gegen den eine löprozentige Rente sestsetzen- ; bcn Bescheid der Genossenschaft eingelegten Berufung gab das Gericht nach Inaugenscheinnahme der verletzten Hand I und Anhörung des ärztlichen Sachverständigen, Dr. B-, statt und verurteilte die Genossenschaft zur Zahlung einer 30 prozentigen Rente. Dem Johs- Karl Fölzing zu Billertshausen hatte die Genossenschaft wegen einer Futz- verletzung eine Rente von 10 Prozent nur für die Zeit vom 5. Mai bis 5- August 1901 bewilligt. Das Gericht setzte jedoch nach Einsendung eines Gutachtens durch Kreisarzt Dr. Königer die Rente für obige Zeit auf 20 Prozent und vom 6. August 1901 ab auf 10 Prozent fest. Karl Damm I. zu Götzen hatte sich auf dem Weg von Götzen nach Schotten auf einen mit Stämmen beladenen Wagen trotz der Warnung des Fuhrleiters gesetzt. Beim Absteigen kam er zu Fall und fiel mit dem linken Arm unter das Hinterrad. Die Genossenschaft lehnte den An.pruch ab, I weil ein mit Stämmen beladener Wagen als Fahrgelegenheu I nicht anzusehen sei. Das Gericht bestätigte diesen Bescheid und verwarf die erhobene Berufung.

8. Darmstadt, 17. Nov. Krieg s g.e r ich t. Gestern wurde Ider Gendarm Georg Seng von Wieselsheim (Kr. ^riedoerg), der, w.» v. .... als er in Hirschhorn stationiert war, den dortigen vorslwart ist die Zahl der TyPh§r§ckrLrr^en im Stadt- und Land^Schwalbe wegen kleiner gegenseitigerSticheleien mißhandelt, moem

* * Tas amttiche Organ der Großherzoglichen Regierung Gabler, zu sehen Gelegenheit finden. rM. ^esch suy» bringt in ihrer No. 500 folgende Notiz: sich, wie sie weiter mitteilt, m ihrem neuen Wirkungskreise

Wie uns von wohlunterrichteter Seite mitgeteilt wird, haben am Deutschen Theater in Berlin recht wo ? ensa ) <

Seine Königliche Hoheit der Großherzog den dringenden Wunsch dort sagt ihr durchaus zu und der persönliche Ver hr m . geäußert, daß unfreundlich- Bemerkungen über Ihre Königliche den Mannte|ten dramatischen Autoren ^ehmkch m,t Hoheü die Großherzogin, wie sie in letzter Zeit vietsach oerbreitet Gerhard Hauptntann, b,etct thr die manmgfachsien^ Anregungen worden sind, umerbleiben möchten,- " Aus Anlaß bet Smdt°k-°rdn°t°m»°hl 's uns eme

die Gäste willkommen hieß. Er dankte sodann den Ber- ^ment der Stadtverwaltung vorschlägt. Noch mehr zu bedauern tretern der Stadt für die Bereitwilligkeit, mit der die Stadt ist, daß die Kleinhandwerker eine derartige Wahlmache unterstützten, dem herein die Räume des Alten Rathauses zur Verfügung da jene doch klipp und klar sich als entschiedene Gegner des Klem- gestcllt habe, sowie für die thatkräftige Unterstützung, die sie Ichrer dem Verein stets habe zu Teil werden lassen. I wichtigsten Anträge stellten. I

den zahlreichen Stiftern sagte er herzliche Dankcsworte; ins- Wir müssen uns leider heute auf diese kurzen Auszüge besondere gedachte er der großen Verdienste, die sich Haupt- beschränken, zumal gerade heute wieder durch eine Ueberfülle manu Kramer und Prof. Dr. Gundermann, um bte üon Stoff der Raum sehr beengt ist. Vielleicht aber geben Anordnung und Einräumung des Museums in die neuen wir in den nächsten Tagen noch diese oder jene Zuschrift Räume erworben hätten. Darauf überwies Bürgermeister wieder, damit unsere Leserschaft ein Bild von der Stimmung Mecum die Räumlichkeiten dem Verein, wobei er betontestes Publikums erhält.

daß die Stadt es sehr bedaure, daß sich die Fertigstellung* Verhaftung. Der von der hiesigen Staatsanwalffchaft des Baues so lange hinausgezogen habe; doch habe das wegen schwerer Urkundenfälschung verfolgte Kaufmann Karl seinen Grund in den mißlichen Verhältnissen, mit denen man Eggler aus Lahr wurde in einem Hotel in Konstanz habe kämpfen müssen. Er hoffe, daß man in spätestens verhaftet.

zwei Jahren dem Verein für sein Museum größere und ö, Darmstadt, 17. Nov. Oberstallmeister und Kammer­würdigere Räume, nämlich die des Alten Schlosses, werde Herr Frech, von Riedesel reiste am Freitag in besonderer' zur Verfügung stellen können. Darauf wurde unter deriMi^sion nach Coburg.

Führung von Hauptmann Kramer und Prof. Dr. Gun der- Darmstadt, 17. Nov. Der Groß Herzog hat sich, nach mann ein Nundgang durch das Museum unternommen. Meldungen auswärtiger Blätter, der neuesten Bestimmung Um 12 Uhr wurden die Räume der Oeffentlichkeit übergeben, nach entschlossen, seinen Geburtstag in Darmstadt zu ver- Es hatte sich sofort ein sehr zahlreiches Publikum eingefunden, ^ben und hier die Glückwünsche seiner Getreuen wie alljähr- das die vielen Sehenswürdigkeiten mit dem größten Interesse entgegenzunehmen. Eine Reise nach Coburg findet also besichtigte. nicht statt. Es wird vielmehr Wert auf die Feststellung ge-

" Militärisches. Der Vicewachtmeister Walter (Frank- ^gt, daß der Großherzog am 25. ds. Mts. in Darmstadt sirrt a. M.) im Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm Nr. 116 wurde anwesend sein wird.

zum Leutnant der Reserve befördert. 8. Darmstadt, 17. Nov. * ,

* Eiseubahudirektor Schoberth, Vorstand der Betriebs- erzielte die Deutsche Gesellschaft für ethische Kultur inspektion [ hier, ist zum Mitglied der Eisenbahn- (Zweigverein Darmstadt) mit ihrem heutigen ersten Volks- direktion Mainz befördert. Er tritt diese Stelle am unter Haltungsabend. Der geräumige Kaisersaal roarl 1. Januar k. I. an. Man sieht diesen hochverdienten, gegen wit über 1000 Personen aller Stände voll besetzt. Das Hoch und Niedrig gleich liebenswürdigen, von allen Beamten Programm war sehr gewählt und den Umständen angepaßt, und Arbeitern verehrten Herrn sehr ungern von hier scheiden, sodaß die Mitwirkenden, Fräulein Maria Stegmayer

* Französische Vorträge und Rezitationen. Wie wir be- (Konzertsängerin), Hofschauspieler W. Löhr (Rezitator), reits mitteilten, will Lektor Goetschy noch in diesem Winter Kapellmeister Wilh. Grümmer (Violme) sowie der Männer­einen Cyklus von Vorträgen und giezitationen veranstalten, chorDoppel-Quartett" einen außerordentlichen Beifall, Die Vorträge nehmen ihren Anfang am nächsten Mittwoch.! erzielten. C v w ...

(S. Inserat.) lieber Lektor Goetschy als Rezitator entnehmen in dem seit gestern auf dem Exerzierplatz aufgeschlagenen wir demMainz. Anz." u. a. folgendes: Menagerie-Zirkus ab. Einer der drei dressierten Panther

Es war erstaunlich, über welche Skala von.Tönen dieser wurde, als sie in dem Zentralkäsig vorgeführt wurden, wild, Dilettant" verfügte, mit welcher Selbstoerstandlichkeit er Mwrwn- r dem Bändiger ins Gesicht und krallte sich an ihm «ÄÄ &. Mit gr-ß-r G-ist-sg-g-nw-rt riß bet Sänb.get bautet ausgewählten Stücke boten jedem etwas. Für den Berlchterstatter sofort von sich ab. Außer einigen tiefen ^leischwunden scheint gab Herr Goetschy damit die entscheidendste Probe seines Talents: er x^ine Verletzungen davongetragen zu haben. Allgemein vollkommen wußte er ihren Stimmunasgehalt zu erschöpfen, und ... , den kirchlichen Fürbitten von

Ä d.e ^r-ßh-r»°gin' nkcht mit -ing-schl°ss-n den Vogel ab. Es war aber auch gar zu vergnüglich, ihm zu-«wurde. Der Eisenbahnverein veranstaltete heute eine zuhören und zuzusehen." Geburtstagsfeier des Großherzoglichen Paares. Die

Winterfest des Turu-Vereins. Unter großer Betelligung ~ "

feiner Mitglieder beging der Turnverein am Samstag in der I Turnhalle sein Winterfest. Eingeleitet wurde die Festlichkeit durch den Vortrag des Mittelrhein-MarschesGut Heil" von Krause, dem noch mehrere von Mitgliedern der hiesigen Re­gimentskapelle vorgetragenen Konzertstücke folgten. Darauf brachte der wieder ins Leben getretene Sängerchor des Turn­vereins unter der Leitung seines Dirigenten, Kasten das LiedDrei Röselein" von Fr. Silcher zum Vortrag. Der 1. Sprecher, Stadtverordneter Pirr, hielt eine Ansprache, in der er alle Anwesenden willkommen hieß und sich u. A. über

20 Pfg. Mittwoch findet die Erstaufführung vonLeon­tines Ehemänner" statt.

t-il-n"kL Ä^enben,Wallf°h^kapM- mit dem Musser-Gott-s-Gn-benbilbe Prof. Dr. Fromme soeben mitgeteilt, daß sie zu einem G i en er Gastspiele auch in diesem Winter gern bereit sei. Wir werden den Triesch-Abend voraussichtlich im F ebruar zu erwarten haben und zwar werden wir die geniale Darstellerin wohl in einer Jbsen'schen Rolle, wahrscheinlich als Hedda Gabler, zu sehen Gelegenheit finden. füblt

sch. Gießen, 16. Nov. (Schiedsgerichft für .Arbeiterversicherung.) In der gestrigen Sitzung, Einen außerordentlichen Erfolg in der Polizeiarntrnann H echter den Vorsitz führte, tarnen "' 10 Sachen der land- und forstwirtschafttichen Berufs-Ge­

nossenschaft zur Verhandlung. JohannesBecker zu Münster bezog eine Rente von 100 Prozent. Gelegentlich einer Renten- revision im Mai er. wurde von den ärztlichen Sachver­ständigen Beckers Erwerbsunfähigkeit noch aus 60 Prozent geschätzt, worauf die Genossenschaft bei dem Schiedsgerichte Antrag auf Herabsetzung der Rente stellte. Tus Gericht wies jedoch diesen Antrag nad} Einholung eines ärztlichen Obergutachtens ab. Die der Anna Elisabethe Gr eb^ lswUuuvu unvu------. .Witwe zu Deckenbach gewährte lOprozentige Rente hatte

Eine aufregende Szene spielte sich heute abend die G. deshalb eingestellt, weil eine nennenswerte Erwerbs-

1 ~ - 1 - -- l beschränkung nicht mehr bestehe. Die hiergegen eingelegte

Berufung mußte das Gericht nach Anhörung des Kreis­arztes Dr. Königer verwerfen- Landwirt Ehr. ©mmet w Burgbracht hatte gegen den die Zahlung der Rente einstellenden Bescheid der Genossenschaft Berufung verfolgt, die von dem Gerichte nach Begutachtung durch Kreisarzt Dr. Königer für begründet erachtet und die Genossenschaft verurteilt wurde, eine 15prozentige Rente bis aus weiteres zu zahlen. Die Folgen des dem Fr- M. Lück in Atzenhain am 8. Januar 1890 zugestoßenen Unfalls, für die er als Entschädigung die Bollrente bezog, hatten sich nach dem Eigebnis der ärztlichen Uniecsuchung bei den ^en^enrevislon. im Juni 1901 um 40 Prozent gehoben, weshalb die Ge­nossenschaft bei dem Gerichte den Antrag auf Herabsetzung der Rente von 100 auf 60 Prozent stellte. Das Gericht gab | 6em Antrag nach Einholung eines Obergutachtens duA c rL-lL - Der von Johs.