Ausgabe 
19.5.1901 Erstes Blatt
 
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Sport-Artikel.

Mein Lager ist in allen Frühjahrs- und Sommer-Artikeln aufs Reichhaltigste ausgestattet

Friedr. Teipel (Inh.: Friedr.Teipel & Franz Bette)

Markt 16

Markt 16

hier. 18. Dr. Theodor Zinßer, 76 Jahre alt, Kreisarzt i. P. dahier. 14. Friedrich August Tischer, 70 Jahre alt, Privatmann dahier. 16. Heinrich Karl HillgLrtner, 9 Monate alt, Sohn des Knechts Wilhelm Hill- gärtner dahier. Friedrich Diehl, 22 Jahre alt, Musketier dahier.

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Kriefkasten der Redaktion.

Abonnent 1999. Eine ,Brut fieber" genannte Krankheit bei Hühn ru kennen wir nicht. Auch Sachverständigen, die wir fragten, ist fir nicht bekannt. Sie müssm uns schon Näheret über die Krank- hettßerschetnungen mitteiken. Am besten aber thun Sie, sich an die veterinärmedizinische Union sitätkpolikitnik (Prof. Dr. Preuße) zu wenden.

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Das April-Heft der ZeitschriftKu n stge w e r b e r s 5) aus", herausgegeben von C. v. Sivers, Verlag von Otto Lienekampf, Berlin W. 35, ist in seiner Zusammen-, stcllung so reizvoll und eigenartig, daß, es jedem Dilettanten eine Fundgrube für originelle, schöne Arbeiten sein dürfte. Die verschiedenartigsten Techniken finden darin durch stil­gerechte Vorlagen Berücksichtigung und besondere Freude werden allen fleißigen Dilettanten die beiden großen Muster­bogen bereiten, die diesmal bemerkenswert reich und er­giebig sind. Direktor Peter Jessen leitet mit einem inter­essanten AussatzDas Buch als Kunstwerk" das Heft ein.

Tie alte Waschfrau Chamissos hätte sicher ihre Freude daran gehabt, wenn sie es noch, erlebt hätte, daß viele Hausfrauen, natürlich die sparsamsten und auf das Wohl

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La n etn stackes *n Quadern versetzen rieben werben; bie wnb demnächst erwartet, st Mg, bte den Butt "veü nötig, heranschassen ng von 60 Grab zu über- ung bis auf die Aufstell- örunnenhaus im Westen in altettümlicher Form gewann, als die Röhren wurden. Die Ausgrab- ßen und ganzen beendet, begonnen werden kann, roßen Felsen, auf denen »en. hier sind auch die Mit worden, aus denen charer Steine, zum Teil Andere, die sich zur Ber­nerden, wie schon früher, >ße Abstützungen sind üb- iburg vorgenommen wor- irchten lie§ Der Brunnen reiben; er ist gegenwärtig ;en Tage der Arbeit dieses chon einige Entdeckungen hör ein Graben ausgedeckt ne Zugbrücke gefiihü hat. ne Mallungen der Pferde fließen läßt, baß selbst der Burg keine Kosten terhastes geleistet Huben, i Loitze des Tiergartens xii mächtige Fundamente eignet ist, den Plänen in > ge Form zu geben. Funde re Zahl beträgt jetzt über >em kleinen Hause an der ährend drs Mn ers »bei- mrden. 63 ii*i M mderhiiifche Adelten. M irbeitet worden. Tie swo Bsä'

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Kmdel und UrrKehr. Uolkswirlschasl.

Labak.

Wir sind nicht in der Lage, von großen Umsätzen im P Llzer Tabakgeschäst während der abgclaufcnen Woche berichten iu können, und mit Ausnahme eines kleine Pöstchens 1899er Oderländer Tal aks zu Mitte Mk. 40 ist nichts v er kaust worden. DaS Geschäft ruht xut« zeit vollständig, doch «st zu boff-n, daß es nach Beend'gung der Mai« fermenialion sich wieder brffrrn wird. In losen Pfälzer Ripp n ge« schästSloS, lose feine Mk. 8.50- 9.00. gekündelte Mk. 10 50-11.

Arastsuttermittel.

Die Lage deS MarkleS hat sich wenig geändert. DaS Geschäft ist anbeltcnb still, während an den ProduktionkplStzm man die Prriss tochhält.

Viehmarkt.

Ja der abgelausinen BertchtSwoche belebte sich daS Geschäft an den einzelnen Märkten wieder etwas besser und prima Großvieh wurde sehr flott gebandelt. In mittleren Qualitäten war der Umsatz an­nehmbar, doch die Preise ließen eine Kleinigkeit nach. Prima Zucht­tiere wurden zu etwas anziehenden Preisen gehandelt- Der Umsatz In Kälbern entwickelte sich s<hr lebhaft, eS wurde hierin fast überall auS» verkauft. Fette Schweine waren flott gehandelt und auch rasch ab­gesetzt, während daß Geschäft in Läufern und Milchschweinrn wegen der hohen Preise sich nicht entw'ckcln konnte.

Getreide.

In U »berein st irr mn 7 g mit der ab?-schwächten H-ütuna der ameri- kantschm Märkte war auch hier die Stimmung im Getteidegeschäste ruhig. Die Umsätze blieben ziemlich delchrän't, da die Mühlen nur mäßige Kauflust zeigten. Die amerikanischen Forderungen sind im Wochenlauf ca. 2 Mark billiger geworden; ebenso die russischen, da­gegen hat Argentinien die Preise fest behauptet. Roggen Ist eben­falls abgrschwächt. Gerste ruhig. Hafer prctsbaltend. Ma iS ruhiger. Die heutigen Forderungen find: Redwinter 2 134135 Mk., Kansas 2 133,50-134 Mk., Südruff. Weizen 130-150 Mk., Laplata Weizen 132-140 Mk., Ruff. Roggen 106-109 Mk., Ruff. Futtergerste 100 Mk., Ruff. Hafer 107-125 Mk., Amertkan. Hafer 114 Mk., Mixed Mats 94 Mk. per Tonne cif Rotterdam.

»letzen, 18. Mai. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. JC 1.10-1.25, Hühnereier per St. 00 4, 2 6L 10-11 <$, Enteneier 2 St. 1218 d, Gänse, eier per St. 1011 d, Käse 1 St. 58 Käsematte 2 St. 58 Erbsen per Liter 22 d>, Linsen per Liter 84 <&, Taubm per Paar jK 0.80-1.00, Hühner per St. JC 1.201.70, Hahnen per Stück M 1.802.00, Enten per St. J* 2.002.30, Gänse per Pfd. 0.00 bi« 0.00, Ochsenfleffch per Pfd. 6874 $, Kuh. und Rindfleisch per Pfund 60-64 4 Schweinefleisch per Pfd. 6474 4, Schweinefleisch, gesalzcn, per Pfd. 78 4, Kalbfleisch per Psd, 6066 4, Hammelfleisch per Pfd. 5070 L, Kartoffeln per 100 Kilo 6.00-7.00 JC, Weißkraut per St. 0000 $>, Zwiebeln per Ctr. M 8.008.50, Milch per Liter 18 $>-

Dauer der Marttzeit von 7 Uhr vormittags bis 1 Uhr mittags.

Gerichtssiai.

Dortmund, 17. Mai. Eine Giftmischerin stand heute vor dem hiesigen Schwurgericht. Es ist dieses die 1873 geborene Ehefrau Ackerer Dietrich Frölecke aus En­kesen im Kreise Soest. Sie ist beschuldigt, am 3. Oktober 1900 ihren vierjährigen Stiefsohn Wilhelm vorsätzlich und mit Ueberlegung durch Beibringung von Gift getötet zu haben. Der Ackerer Frölecke mußte nach dem Tode feiner Frau zur zweiten Ehe schreiten, da er ohne Hausfrau nicht wirtschaften konnte. Im Juni 1900 heiratete er die An geklagte, die ihn seines Vermögens wegen nahm, wie sie selbst zugiebt. Für den vierjährigen Wilhelm, das einzige Kind aus erster Ehe, waren M. 4962 Muttergut auf die Besitzung eingetragen; bei erlangter Großjährigkeit mußte das Kapital gezahlt werden. Tas war der Stiefmutter nicht recht, sie beschloß, das Kind aus dem Wege zu räumen. Da sie mit Hungern und Schlägen nicht schnell genug zum Ziele kam, griff sie zum schnell lvirkenden Gifte. Am 29. September hatte sie den Jungen mit zu einem Arzte in Soest genommen, der für das blutarme Kind eine Arsenik­lösung verschrieb. Der Arzt schärfte der Frau vorsichtige Anwendung ein; anscheinend l)at sie dem Kinde aber das ganze Quantum Gift eingeflößt, der Magen scheint es aber wieder ausgestoßen zu haben, denn bei der Leichenöffnung wurde Arsenik nicht nachaewiesen, wohl aber eine große Menge Phosphor. Der Tod war infolge Phosphorvergiftung einaetreten. Die Leichenöffnung ergab ferner, daß das Kind infolge innerer und äußerer Verletzungen ohnehin, nicht mehr lange gelebt haben würde, denn es war durch die Mißhandlungen schändlich zugerichtet. Die Frau hat schon früher geäußert, sie werde sich mit dem Lungen, dem sie am Tage der Großjährigkeit 1600 Thal er zahlen müsse, nicht quälen. Im Gefängnisse hat sie sich als Geisteskranke geberdet; in der Irrenanstalt wurde sie aber bald als Si­mulantin erkannt.

Aerttnische ^eöeos-Wcrflchrrungs-Kesellschast. Begründet 1886.

64. Geschäfts-Bericht.

Im Jahre 1900, dem 64. Geschäftsiahr der Gesellschaft wurden abqeschloffen 3769 Policen.........Mk. 16 614 050 Kapital

und Mk. 10 365 Rente

Gesamte Jahres-Einnahme pro 1900 . . Mk. 9 993 986.

Angemeldet 551 Sterbefülle über .... Mk. 3 181 580 Kapital

Geschäftsftaud Code 1900.

Versicherungsbestand 42401 Personen mit. Mk. 200 475 007 Kapital

und Mk. 375 063 Rente Grsamt-GaranliefondS........Mk- 70 361 048.

Unterteilter Reingewinn der letzten 5 Jahre Mk. 6 248 276.

Die Dividende pro 1901 beträgt für die nach VerteilunaS' Modus I Versicherten 80°/e der 1896 gez. JahreSprämie und für die nach Verteilungs-Modus II Versicherten 8,5e 0 der in Summa gez. JahreSprämien.

Berlin, den 8. Mai 1901. 8647

Berlinische Leben^BerficheruugS-Gesellschaft.

Weitere Auskunft wird gern eretcilt, auch werden Anträge auf Hevens-, Spar- und ^eivrenten-^ersichernnge« entgegengenommen von Herrn Privatter I. »eifer, Gießen Ederftraße 2.

Jahren Entbehrungen aller Art erlitten. In Amerika nennt sie fteilich ein kleines Besitztum ihr eigen. Vielleicht wirft dies soviel ab, daß sie für den Rest ihrer Tage mit Milch und Brot der einzigen Nahrung, die sie überhaupt noch genießen darf versorgt sein wird.

ihrer Familie bedachten, zu der alten sck)önen Sitte zurück­kehren, sich ihren ganzen Wäschebedarf selbst herzustellen. Biel zu dieser erfreulichen und segensreichen Wandlung beigetragen hat das vorzügliche SpczialblattI l l u - strierte Wäsche-Zeitung", Verlag John Henrv Schwerin, Berlin W. 35. Dieses reichhaltige, auf jeder Seite illustrierte Monatsblatt für Wäsche regt in den Haus­frauen die Schaffenslust an, indem es ihnen Gelegenheit bietet, alle nur möglichen Gegenstände der intimeren Be­kleidung mit Hilfe des jeder Nummer beiliegenden Schnitt­musterbogens selbst anzufertigen, wie auch die für die Wäsche erforderlichen Stickereien, für die eine besondere Extra-Handarbeitenbeilage eingerichtet ist. Man sollte sich daher recht häufig derIllustrierten Wäsche-Zeitung" be­dienen. Für nur 60 Pfg. vierteljährlich ist das Blatt von allen Buchhandlungen und Postanstalten zu beziehen.

Das bekannte BlattMode und Haus", Verlag John Henry Schwerin, Berlin W. 35, bietet in seiner neuesten Nummer seinen Leserinnen eine Fülle von Mo­dellen anmutiger und duftiger Frühlingstoiletten. Aber nicht nur Moden allein, nein, alles, was 5?ausN)irtschäft und Familie betrifft, Wäsche, Handarbeiten, Kindererziehung, ärztliche und juristische Ratschläge, geistige Unterhaltung, Aktuelles aus der Zeit wie aus dem Leben der Frau findet sich in diesem Blatte vereint. Sck>on die große Anzahl der Beilagen gewährt uns einen Begriff von dem Reich­tum des Blattes. Ta sehen wir eine reich illustrierte Belletristische Beilage, ein Modekolorit, eineHumor-Bei­lage", einenAerztlichen Ratgeber", die ack)rseinge Roman- beilageAus besten Federn" und viele andere noch. Speziell machen wir auf den jeder -Nummer beiliegenden Schnitt­bogen aufmerksam.Mode und Haus" kostet pro Quartal Mk. 1., mit Moden- resp. Handarbeiten-Kolorits Mk. 1.25. Abonnements bei allen Buchhandlungen und Postanstalten.

Aus^llg sus den Staudesamtsregisterv der Stadt Gießen,

«ufgedote.

Am 10. Mai. Ludwig Dern, Metzger in Watzenborn mit Maria Faber daselbst. 13. WUhelm Rühl, Kaufmann dahier mit Luise Anna Elisabethe Keßler Hierselbst. 14. Balthasar Becker, Schmiedgeselle in Keffelbach mit Katharine Elise Konrad in Londorf. 15. Friedrich Schieß, Wirt dahier mit Katharina Wiegel Hierselbst. 17. Karl Reiber, Schlaffer dahier mit Helene Margarethe Wagner Hierselbst.

»heschttetzim-e«.

Am 11. Mai. August Paul Niewisch, Schriftsetzer dahier mit Marie Wilhelmine Reh hterselbst. Adam Weber, Former dahier mit Marte Schneider Hierselbst. Justus Krafthofer, Maschinenschloffer in Höchst a. M. mit Ernestine Philippine Luise Erb dahier. Nikolaus Kratz, Finanzaspi» rant in Darmstadt mit Friederike Anna Elisabeth Keller dahier. Ludwig Jung, Postbote dahier mit Anna Elisabeth Niederhöfer Hierselbst.

Stbatent.

Am 8. Mai. Dem Spenglermeister Emil Dürr eine Tochter Minna, EmUie. 9. Dem Oberpostassistent Heinrich Pitzer ein Sohn, Hans Robert. Dem Schloffer Franz Bepler eine Tochter, Sophie Karola Hedwig Johanna. 13. Dem Schutzmann Georg Stock ein Sohn. Dem Bäckermeister Ernst Muth eine Tochter, Martha Elisabeth. 14. Mai. Dem Wagenmeister Heinrich Keil eine Tochter Katharina Anna Lina.

Gefiorderrr.

Am 6. Mai. Frieda Leonhard, 2 Jahre alt, Tochter des Schneider­meisters Jakob Leonhard dahier. 11. Konrad Kaus, 22 Jahre alt, Mus­ketier dahier. 12. Philipp Brand, 58 Jahre alt, Briefträger i. P. da-

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