Ausgabe 
19.5.1901 Drittes Blatt
 
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M

des Verbandes Deutscher Ncrdseebäder kostenfrei ver­abfolgen, und 'die auch vom Vorstände des Verbandes' in Norderney gratis versandt wird, allen denen, die ein Seebad' besuchen wollen oder die sonst Interesse an der Entwickelung der Deutschen Nordseebäder haben.

Didaktik, Hodegetik, Pädagogische Pathologie, Psychologie des Kindes. 3. Theologische Kur je vom 12.17. August. Reli­gionsgeschichte, Kirchengeschichte, Geschichte der kirchlichen Kunst in Deutschland, Religionsphilosophie, Praktische Theo­logie, Alt-testamentliche Forschung, Religions-Unterricht. 4. Geschichtliche und philosophische Kurse vom ö.17. August. Litteratur-Geschichte, Kulturgeschichte, Einleitung in die Philosophie. 5. Sprachkurse für Ausländer vom 5.-24. Aug. Elementar-Kursus, Kursus für Fortgeschrittenere in deutscher Sprache, Englischer Sprach-Kursus. Dazu kommen noch öffentliche pädagogische Vorträge mit Diskussionen, veran­staltet vom Diakonie-Verein vom 12.17. August, ferner die Verhandlungen des Vereins für Kinderforschung, endlich die öffentlichen Vorträge des Prof. Zimmer über die Frauen­frage. Anfragen und Anmeldungen sind zu richten an das Sekretariat, Frau Dr. Schnetger-Jena (Gartenstraße 2). Von hier aus werden ausführliche Programme auf Wunsch ver­sendet.

Theater, Kunst und Wissenschaft.

Stadttheater in Fürth. Aus Fürth bei Nürn­berg wird berichtet: Nachdem zwei Jahre lang um einen geeigneten Platz für ein neues Theater gestritten worden ist, hat man sich vor einigen Monaten für die Platzfrage geeinigt und auch bereits den Thoaterarchitekten Hellmer und Fellner in Wien den Bau übertragen. Das neue Theater, das im Herbst des kommenden Jahres seiner Be­stimmung übergeben werden soll, wird im Renaissancestil erbaut, für die Jnnenräume wird das heitere Barock ge­wählt. Für den Gemeinsinn der Fürther Bevölkerung spricht die Thatsache, daß 300 000 Mark an freiwilligen Gaben für de/i Theaterneubau gezeichnet wurden

Bäder.

Von dem Vorstande des Verbandes Deutscher Nordsee­bäder wird uns der LeitfadenD i e D e u t s ch e n Nord- seebäder" übermittelt. Das Merkchen übertrifft seine Vorgänger sowohl an Uebersichtlichkeit des Inhalts als auch in der äußerst geschmackvollen Ausstattung. In ge­drungener Kürze, unter Vermeidung jedes Reklamehaften, schildert es die einzelnen Deutschen Nordseebäder und wird sicher dazu beitragen, dem immer noch starken Zug nach den belgischen und holländischen Nordseebädern zu Gunsten der Deutschen Nordseebäder mehr und mehr Einhalt zu thun. Wir empfehlen die Brochure, die die in fast allen größeren Städten Deutschlands errichteten Auskunftsstellen

Universitäts-Nachrichten.

Man schreibt uns aus Jena: Von Dozenten der hiesigen Universität werden auch in diesem Jahre Ferienkurse für Damen und Herren abgehalten werden, und zwar in folgenden Abteilungen: 1. Naturwissenschaft­liche Kurse vom 5.17. August Astronomie, Botanik, Geo­logie, Physik, Zoologie. 2. Pädagogische Kurse teils vom 5.10, teils vom 5.17. August. Allgemeine Didaktik, Spez.

solang noch Tein Lämpchen glüht! Heil! Schreib mal Deinem. . . (folgt Biername)." Ein anderer Konkneipant schreibt:Heil Dir Boxer!" und wieder einer meint: Wirren in China, Witze bei uns!" Tie Karte ist am 16. Januar in Peking angekommen, und korrekt abgestem­pelt:Peking, Deutsche Post". Mit Blaustift ist über die Karte geschrieben:16. 1. zurück. Unbestellbar." Und mit Tinte ist von dem deutschen Postbeamten in Peking fol­gende köstliche Notiz zugefügt worden:Unbestellbar. Adressa t verreist, ohne Adresse zu hinter- lassen. Feldpost Peking." Tie Karte ging demnach zu­rück und ist in Marburg am 26. Februar, wieder eiugetrofsen uud dementsprechend abgestempelt.

* Kleine Mitteilungen ans Hessen und den Nachbarstaaten. Wie weit die Wirkungen des Griesheimer Unglücks reichen, erfährt man in Heilbronn. Das dortige Salzwerk, zu dessen größten Abnehmern das Griesheimer Werk ge­hört, hat wegen der Verminderung des Absatzes 60 Arbeiter entlassen. Noch während des Brandes in Griesheim lief die Abbestellung telephonisch und telegraphisch ein. Das schon in die Schiffe verladene Salz mußte wieder aus­geladen werden.

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Vergebung.

Nachstehende Arbeiten und Li ferungen sollen Montag den 2V. Mai IV0I, nach­mittags 2 Uhr, auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier, woselbst Bedingung und Vor­anschläge zur Einficht offen liegen, an den Wenigstnehmen­den vergeben werden:

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Vergebung nun Kauarbeiten. Nachstehende, zur Erweiter­ung des Kreisamtsgebäudes zu Gießen erforderlichen Arbeiten und Lieferungen des Rohbaues werden hierdurch unter Hin- weis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 öffentlich ausgeschrieben: 1. Maurer­arbeit. 2. Steiuhauer- arbeit. 3. Zimmerarbeit (c^'82 cbm Eichenholz, 90 cbm Tannenholz). 4. Dachdecker­arbeit. 5Schlofferarbeit. 6. Speuglerarbeit. 7. Schreiuerarbeit. 8.,Weitz- binderarbeit.

D e Zeichnungen u. sonstigen Unterlagen können in unserem Dtenstgebäude (Stephanftraße) eingesehen werden. Arbeits­beschreibungen werden zum Selbstkostenpreis abgegeben.

Angebote find bis zum 29. Mai, vormittags 10 Uhr, verschlossen und mit entsprechen­der Aufschrift versehen bei uns abzugeben. Zuschlagsfrist drei Wochen.

Gießen, am 14. Mai 1901. Großh. Hochbauamt.

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Es werden versteigert: Mittwoch, den 22. Mai . Js. n dem Franzenwald aus den Abteilungen Hexen- )usch, Fuchsbau, Tannacker, Rehloch, Stempelschlog und Günth-rsgrab: 6 Klcherrstärnure von 2140 cm Durchmesser, 69 m Länge mit 3,68 fm, 42Ilchtert-« Kiefernstämme von 1335 cm Durchmesser, 512 m Länge mit 9 14 fm, !9 Fichten-Derbstangen von 8 )is 12 cm Durchmesser, 8 bis 12 m Länge mit 6,06 fm, OAichten-Reisstangen.ßichen: 200 Wollen, 4 rm S öcke; Aabekhotz: 4 rm Scheiter. 247 rm Knüppel, hiervon 48 rm n Schichten von 3 m Län e, 3990 Wellen, 78 rm Stöcke W'ichholz: 9210 Wellen, 23 rm Stöcke. Das im GüncherSgrab und Hexenbusch sitzende Wind- allholz wird bei der Versteiger- mg nicht vorgezeigt, Steiglieb- laber wollen dasselbe vorher einsehen. Nähere Auskunft er­teilt Förster Menges in Großen- Linden.Zusammenkunft morgens 9 Uhr auf der Torfschneise an Abteilung Fuchsbau.

Gießen, den 13. Mai 1901. Gr. Oberförst- rei Schiffenberg.

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