Ausgabe 
19.4.1901 Erstes Blatt
 
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zahm. Der Verhaftete räumt diesen einen Diebstahl ein,

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Fritz Nowack

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J. M. Schulhof.»

|Globus-Putz-Extrakt

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und

1650

errichtet.

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Seltersweg 68

Parterre und erste Etage.

leugnet aber die anderen. 1 , _

bente gelassen hat, stellte sich auch bald heraus. Bei einem Tagesverdienst von 2 Mk. 50 Pfg. hatte er nicht weniger als drei Verhältnisse, eine Lotte, eine Klara und eine Freddi, die alle drei gerne gut lebten. Sein Zimmer hatte er sich prächtig eingerichtet, und zum Empfang von Besuch war MaUel da": Der feinste Kognak, Beuediktiu er usw. Die Veruntreuungen, die' man Lade zur Last legt, reichen drei

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Beginn des Sommer-Semesters am 15. April.

Prospekte durch den Vorsteher:

2969 Dr,

Johannes Hecker

Tchrchmachrrmeister.

* " -j n»ferfen ift am 7 Avril die zerstückelte Leiche eines ügter von Siemens und Halske Schwindeleien verübte.

bcn grauenhaften Fund. In dieser «ngelegenhett schreibt anwaU>clMst v«ue gnucyt.

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die antisemitischeStaatSb. Ztg.":Erwünscht wäre cs u. E. gewesen, auch über die Art der Zerstückelung und namentlich über die TödtungSweise näheres zu erfahren.

<ßir haben bereits mitgeteilt, daß von einem HalSschniti i die Rede ist, der anscheinend der Todesschnitt gewesen ist , Andrerseits wird zugleich wieder von einem Lustmorde gesprochen. ES wäre doch wichtig, zu wissen, ob Leiche und tleidung, so weit sie bei der Leiche gesunden ist, keine Blu'« puren zeigen. Ob thatsächlich die Leibwäsche fehlt und der leichen. Gerade daS erscheint unS von höchster Wichtigkei', weil man ja gar nicht wissen kann, ob nicht vielleicht Be obachtungen über den Verbleib blutiger Wäsche oder ähnliche gemacht worden sind. Da die Bekanntmachung der Staats anwaltschaft diesen Punkt gar nicht berührt, so kann eS leicht kommen, daß aus solche Beobachtungen im Publikum kein Gewicht gelegt wird und vielleicht ein wichtiges Glied in der Kette der Beweisaufnahme fehlt. Auch ist hier plötzlich davon die Rede, daß zur Zerstückelung der Leiche eine Säge ver wendet worden fei, ganz wie im Könitz er Falle. Es wäre nun doch u. E. wünschenswert und zweckdienlich ge wesen, die Art dieser Säge ob feine Knochensäge rc. näher zu bestimmen. Aus dem Befunde der Leiche müßte ?och auch einigermaßen hervorgehen, welcher Art die Messer gewesen sein müssen, die zur Tödtung und Zerstückelung verwendet wurden. Im Xantener Prozeß entspann sich z. B. über die Art des Messers, mit dem dem Knaben Hege» mann der tödtliche Halsschnitt beigebracht sein konnte, eine lange Kontroverse und die Frage führte zu einer Beweis­aufnahme, deren Ergebnis recht eigenartig war."

Kiel, 17. April. Im Kaiser Wilhelm-Kanal kolli­dierten der englische Dampfer Perm und der Hamburger Dampfer Nord st ran d. Ersterer, der beträchtlich havarierte, ging nach Hamburg weiter.

Görlitz, 15. April. Bor der hiesigen Strafkammer wurde unter Ausschluß der Öffentlichkeit gegen den in Moys praktizierenden Arzt Tr. med. Co hure ich, der wegen Verstoßes gegen den § 185 des R.-Str.-G.-B. ange­klagt war, verhandelt. Er war vom 15. bis 19. Dezember v. I. inhaftiert und ist gegen Hinterlegung einer Kaution auf freien Fuß gesetzt worden. Anläßlich einer Konsultation wegen eines Magenteidens befand sich am 3. und 7. De­zember v. I. eine bei einem dortigen Goldwarenhändlev in Stellung befindliche junge Dame bei Dr. Cohnreich in Behandlung. Ter Arzt wurde beschuldigt, anläßlich einer Massage versucht zu haben, unzüchtige Handlungen an seiner Patientin vorzunehmen. Der Angeklagte will diesen Versuch in sinnlicher Erregung gethau haben. Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten wegen thät- licher Beleidigung nur zu einer sechswöchentlichen

* Hamburg, 17. April. Die Hamburgische Börsen­halle meldet: Der erste Reichspostdampfer der Deutschen Ostasrikalinie in Hamburg, auf der west- licbcn Route nach Südafrika-Kapstadt-Port- Htisabeth-Ea st-London verließ gestern Hamburg ^hrplanmäßig. Somit ist der Reichspostdampferdienst unter Vertrag mit der deutschen Regierung nach Kapstadt eröffnet. Fernere Dampfer werden in regelmäßigen Abständen von vier Wochen expediert, und bieten für Passagiere und Ladung vorzügliche Gelegenheit nach Kapstadt, Turban und der Ikewgoa-Bay.

* Altona, 17. April.rIAuf der Feldmark Geist bei

Jahre zurück.

Berlin, 17. April. Der im Dienst des Iustizrat Dr. Staub stehende Bureauvorsteher Ernst Schülke ist verhaftet worden. Gr hat als Bureauvorsteher des jetzt verstorbenen Rechtsanwalts und Notars Busie Gelder, die ihm znr Auszahlung an Gläubiger von Mandanten feinen Chefs übergeben waren, unterschlagen und hat Zessionen, Wechsel rc. gefälscht. Schülke hat eS in fünf Jahren vom armen Schreiber zum mehrfachen Hausbesitzer gebracht.

» Berlin, 17. April, Als heute nachmittag in der katholischen MichaelSkirche eine Singprobe stattfand, erfolgte au« bisher unaufgeklärter Ursache eine Explosion. Das Kreuzgewölbe des linken Seitenturmes und die Bedachtes wurden total in die Luft gesprengt. Sämtliche Kirchen feister ueb der hintere Teil der Orgel wurden zerstört. Ein Soldat und zwei Knaben wurden schwer verletzt. Die Ex plofion erfolgte an der Rückseite des linken Orgelflügels in dem Augenblick, als ein Soldat des Alexander-Regiments b< \ der GefaugSübung des Knabenchores die Bälge trat. Der Raum hinter der Orgel und der linke Seiten turn der Kirche sind völlig auSeinandergeriffen, dac Dach der Kirche ist gesprengt. Die Zahl der ver­letzten Knaben konnte noch nicht fsestgestellt werden. Der Soldat gelangte trotz seiner schweren Verletzungen noch über die schmale Treppe von der Orgel zum Eingang der Kirche, wo er unmittelbar nach der Explosion ausgefuuden wurde. Eine Gasexplosion scheint ausgeschlossen, da alle Gashähne intakt find. Die Aufräumungsarbeiten der ftcuer wehr find vorläufig eingestellt, um die Untersuchung nicht zu beeinträchtigen. Der Soldat wurde zum Krankenhause gebracht, ist aber noch nicht vernehmungsfähig.

* Köln, 17. April Tie 36 Personen umfassende Ge- icllfdjaft Kölner Lebemänner a la Sternberg, die bereits seit Monaten in Untersuchungshaft sitzt, ist um «in weiteres Mitglied, einem hiesigen Destillateur, vermehrt worden, gegen den das eigene Töchterchen, sowie dessen Freundin, beide schulpflichtige Kinder, als Zeugen auf- tceten. Die Untersuchung gegen diese Gesellschaft ist nahezu abgeschlossen. Die Verhandlung dürfte einen grauenhaften Einblick in die sittliche Verkommenheit gewisser besseren Kreisen angehörenden Personen gewähren.

* Ruhrort, 1.7 April. Infolge unvorsichtiger Han­tierung mit einer Granate im Restaurationslokal eines hiesigen Hotels explodierte dieselbe. Durch Sprengstücke wurden drei Bedienstete des betr. Restaurants ver w u n d e t, davon einer schwer.

Gerichtssaal.

Berlin, 17. April. Die Klage eines Studenten gegen btn preußischen Kultusminister beschäftigte daS Ober Verwaltungsgericht. D-r Sludent Borchard hatte ein totgeborenes Kind seiner Braut ver­brannt und war deshalb wegen B neiteschaffung eines Leichnams zu 6 Wochen Host verurteilt worden. B hatte sich inzwischen in Berlin al» Student d.r Medizin immatrikulieren lassen. Richter und Rektor der Uni­versität ordneten jedoch seine Entkernung von der Lehranstalt an, al» eine Bestrafung bekannt wurde. Bald darauf ließ der preußische Kultu»- ninister an sämtliche preußische Universitäten sowie an die Kultusministerien amtlicher deutschen Bundesstaaten die Aufforderung ergehen, Borkehrunge« zu treffen zur Abweisung Borchards, sofern et sich zur Immatrikulation melden sollte. Der Minister berief sich auf § 1 der Vorschriften für die Studierenden an den preußischen Landevuniversitäten und betonte, daß B. wegen jenes Vergehens der sittlichen Unbescholtenheit entbehre, die eine Voraussetzung für die Aufnahme der Studierenden in Preußen sei. Nach einem Studium im Ausland gelang eS B. dennoch, in Heidelberg und Leipzig die Immatrikulation zu ei halten- Der preußische Kultusminister wiederholte nun seine früheren Aufforderungen an die Universitäten rc. und erweiterte sie dahin, man möge B auch nicht zu Prüfungen zulaffeu. Das sächsische KultuSministerim kam dem nach und ließ B. aus der Ma­trikel der Universität Leipzig streichen. Alle Beschwerden deS fast ein Jahrzehnt hindurch verfolgten Mannes wies der Kultusminister Preußen» »mück, woraus B. gegen thn beim hiesigen Ober-Verwaltungsgericht klng« bar wurde. Der Kläg.r machte geltend, der Kultusminister habe seine AmtLbcfugniffe überschritten. Er verlangte, der Minister solle verurteilt werden, seine Aufforderungen an die auherpreuhtschen Kultuibehürden und an die preußischen Universitäten zurüäzuztehen, sowie ihm das Studium an den preußischen Universitäten ausdrücklich zu gestatten. Der erste Senat deS Ober Verwaltungsgerichts wies die Klage mit folgender Be­gründung ab: Nach $ 7 des Landesverwaltungs-Gesetzes könne im Ver- waltungsstreitverfahren nur auf Grund besonderer gesitzlicher stimmungen geklagt werden. Es gebe nun aber keine Bestimmung, wonach tm VerwaltungSstreitverfahren zu entscheiden wäre, ob mit Recht oder Unrecht eine Verfügung erlaffen sei, welche die Zulassung oder Mcht- zulaffung zum Universitätsstudium oder das Verbleiben im UniversttätS- verbande betrifft. Irrig sei auch die Aufsaffung die der RechtSanwlttt Dr. Schwindt in seinem Schriftsatz vertreten hatte das BerwaltungS« streitverfahren müffe gegeben fein, weil hier eine Maßnahme einer obersten Verwaltungsbehörde vorliege. Eine derartige Generalklausel gebe es nicht. Die Klage sei also schon wegen Unzulässigkeit abzuweisen.

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der 80« ifdS ? V Marn ' lei" Later bemSaiu Zeugen.

1882 jut Feldartillerie aui; ,arta* E. er hade mit i^uchr. Bar der tzeneril- «egeben worden, sodaß er 'M tot ärztliches Attest, daß ne. As er sich 1883 zur UN: «Dieses Zahr ist d« Tegmd von Bochum lm stellen können.' Bau- to und ihm gesagt, er solle w dies gethan und sei zur m Baumann 2400 M. ge- 'offen gelitten? - Zeuge: jen nicht.

voch Borivittag vertagt.

Monatliche Uebersicht der Todesfälle in Gi-tzm.

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* London, 17. April. Das deutsche Segelschiff C. Pflueger von Bremen ist in San Francisco eingetroffen. Es berichtet, es habe den Bremer Vier masterWilly Rickmers" am 11. April auf 38 Gr. nördl. Breite und 133 Gr. westlicher Länge gesprochen. Nur der Unter­mass d e s F o ck m a st e s stand noch.

* Tourcoing, 17. April. Hier erkrankten 14 Personen infolge des Genusses von vergifteten! Fleisch Pasteten. Eine der Erkrankten ist bereits ge­storben, zwei andere befnrden sich in Lebensgefahr.

* Wien, 17. April. Tie Polizei verhaftete, wie dieNeue Freie Presse" meldet, heute den Hochstapler Eduard G u e t t l e r, der sich in der Türkei herumgetrieben hat und zuletzt in Prestburg als angeblicher Bevollmäch-

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Lungenentzündung

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Lungenkatarrh

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Gehirnschlagfluß

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Darmkatarrh

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Lebensschwäche

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Sonstige Krankheit

11 (4)

6 (4)

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Verunglückung

2 (2)

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Summa: 48 (15)

32 (13)

13