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Das englische Kriegsministerium hat im Einverständnis nnit den Regierungen der Kap-Kolonie und von Natal die Bestimmung getroffen, daß vom 1. Januar 1902 ab in dm obengenannten Kolonien nur solche Personen zu- aelasien werden sollen, die mit einem vom britischen Konsulat des Einschiffungshafens ausgestellten Paß versehen sind, mid sich außerdem im Besitze einer Summe von mindestens ^>0'Pfund Sterling ca. 2000 Mark, befinden- Ein solcher H}6 gewährt lediglich die Erlaubnis zur Landung in Süd- 1 Slfrtfa, nicht aber zur Weiterreise in das Innere des Landes. Die Erlaubnis zur Reise ins Inland muß bei den zuständigen.Behörden im Ausschiffungshafen besonders nachHesucht werden, ist aber nur sclpver erlangen, weil bereits tausende von Personen an der Küste sich befinden, die nur auf eine Gelegenheit warten, um in ihre Heimat, d. h. ins Inland, zurückkehren zu dürfen, und deren Gesuch voraussichtlich in erster Linie Berücksichtigung finden wird. Diese Verfügung bezieht sich auf Reisende aller ^Lassen.
Aus Afrika zurückkehrende Soldaten bringen folgende niedliche Geschichte mit: Ein Teil des Ost-Kent-Regimcnts lüiar bald nach der Konferenz zwischen Botha und Mtchener mit der Jagd auf Dewet beschäftigt. Tew et machte unerwartet vlötzlich gegen seine Verfolger Front, und machte mehrere derselben zu Gefangenen. Mehrere schwer verwundete Gefangene wurden nach einem Burenhospital ge- säurfft, wo sie zu Bett gebracht wurden, während die univerwundeten Gefangenen die Stelle von Lazarettpflegern vertreten mußten. Am zweiten Tage besuchten Dewet und Botha das Hospital. Botha rauchte eine Zigarette, während Dewet aus einer gewaltigen Pfeife qualmte. Einer der verwundeten Engländer sprang in seinem Bett auf, jciüttelte seine Faust gegen Dewet und sagte: „Tu vcr- iluchter Holländer bist die Schuld von alle dem." Dewet nahm die Pfeife aus dem Mund und sagte: „Du solltest sr-oh sein, daß Du hier in Frieden liegen kannst." Tewet wandte sich dann einem anderen Soldaten zu und fragte: ,/Lann ich etwas für Dich thun?" Tommy sah ihn erstaunt (ui, und erwiderte dann: ,^Ja, mein Herr, geben Sie mir eine Pfeife Tabak unb ein Streichholz." Der Burengeneral reichte daraus dem Verwundeten seinen Tabakbeutel und eine Dose Streichhölzer. Tann sagte er: ^Zch werde Euch in ein oder zwei Tagen freilassen!" 16. Tage später war derselbe Soldat wieder bei denen, ölc auf der ewigen Jagd nach Dewet sind, und er hatte das Mißgeschick, zum zweiten Male gefangen zu werden, nachdem ihn eine häßliche Wunde in der Stirn bewußtlos gemacht hatte. Als er zu sich kam, war Dewet damit beschäftigt, ihm mit seinem Taschentuche die Wunde zu verbinden. Als der Soldat aufblickte, rief Dewet: „Habe ich Dich nicht vorher schon gesehen? Richtig, Du bist ter Bursch, den ich vorletzte Woche gefangen habe; na, l»ß Dich nur nicht wieder fangen, denn es könnte sein, daß ich das nächste Mal keinen Tabak und auch kein Taschenbuch mehr habe!"
Vermischtes..
• Bremen, 16. Dez. Im Bremischen Osterholz wurde d.e 50jährige Frau des Landmannes Schnakenberg von dem Mjährigen Maler Grimm aus Sachsen, der einzubrechen versuchte, mit dem Rasiermesser ermordet. Der Thäter ist verhaftet.
* London, 16. Dez. Aus Kanton (China) wird gemeldet: Seit vergangener Nacht steht ein großer Teil der Siabt in Flammen. DaS Feuer hat eine Länge von einer Meile und eine Breite von einer halben Meile. Achthundert Häuser sollen bereits niedergebrannt und riele Menschenleben zu beklagen sein.
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den Nachbarstaaten tag der 63 Jad? huchardt, LhrW Ul lot aufgefunbt zunehmen, daß t iesheim ist « i, alle Maßnahm' tung der Krach- Krankheit ist niä- m der chemisch' tigeFntzWeM ^Herzog ließbr B die Medaille s- Anerkennung st M nc6fi N® n Geh. Kabinett
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• Paris, 16. Dez. In der Vorstadt Auteuil entgleiste gestern infolge Schienenbruches ein Personenzug. Mehrere Passagiere wurden leicht verletzt.
* Tourcoing, 16. Dez. Im Dorfe Petit Paris sind beute sechs Häuser abgebrannt, wodurch viele Per- s^nen obdachlos geworden sind.
Krieskasten der Redaktion.
(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)
I. A. in L. Daß „Die größte Sünde" von Otto Ernst nicht unbedingt als „neues" Drama zu bezeichnen ist, war auch uns bekannt. Denn wie Sic ganz richtig annehmen, ist dieses Stück vor der „Jugend von heute" geschrieben worden, und zwar imt Jahre 1895. In jenem Jahre erschien das Buch in zwei Auflagen. Aber keine Bühne wollte es damals annehmen, und erst
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Holz-Versteigerung
im Kießener Stadlwald.
Montag den 23. Dezember 1901, vormittags 91/2 Uhr beginnend, soll in den Waldungen der Stadt Gießen in den Distrikten Schall, Lumpenmannsbrunnen, Aue und Faulerboden versteigert werden:
108 rm Buchen-Scheitholz,
360 „ Eichen-Scheitholz,
29 „ Buchen - Knüppelholz, 1182 , Eichcn-Knüppelholz,
1 , Aspen-Knüppelholz,
11 „ Nadel-Knüppelholz, Die Zusammenkunft ist
Licherstraße.
1660 Wellen Buchen-Reisig,
5200 , Eichen-Reisig,
1000 „ Nadel-Reisig,
31 rm Buchen-Stockholz,
175 „ Eichen-Stockholz, 44 „ Nadel-Stockholz.
an der 8. Schneise auf der
Gießen, den 17. Dezember 1901.
8234
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Mecum.
Kteinkinder-Aewatiranstalt.
Am nächsten Sonntag, dem 22. Dezember, soll, wie seither angekündigt wurde, die Christbcscheruug unserer Anstalt gehalten werden.
Nachmiltaas 34/i Uhr findet zunächst in der Johaunesttrche «ine kirchliche Feier statt, die zugleich als Gemeindeaottesdienst gehalten wird. Nachher werden in der Meiukinderschule den Bindern ihre Gaben beschert werden.
Zu der kirchlichen Feier in der Johanneskirche laden wir die o-anze Gemeinde freundlichst ein. Zu der Bescherung in der Anstatt liebst können wir, außer den Anachörigen der Kinder, wegen des siirhr beschränkten Raumes leider Niemanden einladen.
Alle, die uns zur Christbescherung für unsere 220 Kinder noch »gaben zuerkannt haben, bitten wir, dieselben baldigst an die Vorfilandsdamen gelangen zu Iaff en.
Gießen, den 17. Dezember 1901. 8231
Der Vorstand der Älcinkinder-Bewahrarrstalt.
Dr. Naumann.
nach seiner in diesem Jahre erfolgten Umarbeitung hat e5 mehr Glück gehabt und ist bereits in einigen größeren Thealerslädten mü Eriolg zur Aufführung gekommen. — Sie irren sich aber, wenn Sie meinen, uns sei „ein kleiner Irrtum" uaffiert. Die 9lotiz in rmserer gestrigen Nummer trug die Vorschrlst „Aus dem Thcater- burcau", d. h.: derartige Hinweise auf bevorstehende Theatcr- Ereigmsse gehen uns von dem Theatersekretariat zu, — dem übriacnS das hier Gesagte wahrscheinlich auch bekannt ist, das aber feine Vorankündigungen in die knappste Form zu kleiden pflegt, um, was allenthalben anerkannt zu werden verdient, den Schein jeder aufdringlichen Reklame zu vermeiden. — Warum aber lassen Sie denn sonst seit einem Vierteljahre nichts von sich hören? Besten Gruß!
Handel und Uerlrehr. Volkswirtschaft.
Märkte.
Gießen, 17. Dezember. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Pfund 1,20—1,30 Mk., Hühnereier pr. Stück 8—10 Pf., 2 Stück 00.00 Ps., Käse pr. Stück 5—7 Pf., Käsematte 2 Stück v—0 Pfg., Erbsen pr. Liter 20 Pfg., Linsen per Liter 30 Pfg., Tauben pr. Paar 0,80—1,00 Mk., Hühner pr. Stück 0,90—1,20 Mk., Hahnen pr. Stück 0,70—1,10 Mk., Enten pr. Stück 2,00—2,50 Alk., Gänse pr. Pfd. 50—65 Pfg., Ochfenfleisch pr. Pfund 66—76 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 60—64 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 70—80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 60—66 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—70 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 3,20—3,50 Mk., Weißkraut per Stück 00—00 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 4,00—5,00 Mk., Milch per Liter 18 Pfg. Aepsel per Pfd. 9—15 Pfg., in Korben 12—15 Pfg. Trauben 35—50 Pfg., Tomaten per Pfd. 18—20 Pfg.
lleiu'ltc Meldungen.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
Brüssel, 17. Dez. Tie erste Sitzung der internationalen Zuckerkonferenz eröffnete gestern Vormittag der belgische Ministerpräfibent De Smet de Nayer mit einer Ansprache, in der er mit lebhafter Befriedigung die Thalfache feststellte, daß alle interessierten Lander Europas außer Rußland der Einladung nachgekommen seien. Er gab sodann einen Ueberblick über den Gang bet Dinge seit 1898 und über die Ergebniffe der Vor- Handlungen, die seitdem die belgische Reeierung mit den interessierten Mächten gepflogen hat. Die Ergebniffe gestatteten die Hoffnung auf einen glücklichen Ausgang der jetzigen Konferenz. — In der Nachmittagskonferenz begannen die eigentlichen Verhandlungen. Ein der belgischen Regierung gemäß dem Auftrag der Konferenz von 1898 und nach den Verhandlungen mit den Mächten ausgearbeiteter Entwurf dient als Unterlage. Ueber den Entwurf wird Stillschweigen beobachtet, desgl. über den Verlauf der Erörterung.
Barcelona, 17. Dez. Der Ausstand dehnt sich weiter ans. Die Ausständigen hatten mehrere Zusammenstöße mit Gendarmen und Polizisten.
Petersburg, 17. Dez. In Wladwostock trafen zahl- reiche amerikanische Sachverständige für Landwirtschaft und Industrie ein. Wie verlautet, find es Vertreter großer Firmen, die in Sibirien Niederlassungen gründen wollen zur Ausbeutung der Bodenschätze, Erbauung von Fabriken usw. ___
Berlin, 17. Dez. Auch die Bäcker-Innung Germania nahm gestern in einer Versammlung Stellung gegen den Zolltarif. Nach längerer Debatte beschloß die Versammlung mit allen gegen 2 Stimmen eine Resolution, in der die Mitglieder der Bäcker-Innung Germania energisch Protest gegen den Zolltarif erheben und den Reichstag ersuchen, den Entwurf abzulehnen, weil die Zollerhöhung eine bedeutende Verteuerung des Brotes bedeuten würde.
Berlin, 17. Dez. Bei dem gestrigen Festmahl im Neuen Palais zu Ehren des russischen Thronfolgers trug dieser preußische Ulanen-Unisorm, der Kaiser die Uniform der Narva - Dragoner. Trinksprüche wurden nicht ausgebracht.
Lio n dvn, 17. Dez. Lord Rv seb er y hielt in Chesterfield eine Rede, in der er cmsführte, es sei zwar möglich, daß in der nächsten Thronrede aufrichtig erklärt werde, daß die Beziehungen zu allen auswärtigen Regierungen freundschaftliche seien. Wie stehe es aber mit den fremden Vöb- kern? In der ganzen Geschichte Englands finde sich kein Beispiel zu dem Groll und Uebelwollen, mit dem England fast einmütig von den Völkern Europas betrachtet werde. Er sei nicht sicher, daß die Regierungen aller Länder bestrebt seien, mit England aus gutem Fuße zu bleiben. Solches Uebelwollen, wie es in ganz
Arbeitslose,
welche hier ansässig sind und Beschäftigung von der Stadt zu erhalten wünschen, wollen sich Mittwoch den 18. Dezember, vormittags 77. Uhr, bei dem Straßenmeister, Herrn Bommersheim, an dessen Wohnung im Osrvaldsgarten melden und Hacke und Schippe mübrmgen.
Für die vorzunehmenden Erdarbeiten wird bei achtstündiger Arbeitszeit ein Stundenlohn von 25 Pfg. gezahlt.
Gießen, den 17. Dezember 190L 8235
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Mecum.
Versteigerung.
Donnerstag den 19. d. Mts., nach«, von 2 Uhr au versteigere ich nn Luft'schen Saale Neuenweg 28 dahier 1. 6 Gehrockanzüge.
2. 10 gew. Anzüge, 4 Teppiche und 10 filb. Taschenuhren.
3.' Mehrere Küchenschränke, Tische, Kommode (neu) zwangsweise gegen bar.
Versteigerung voraussichtlich bestimmt. 8238
Gießen, 17. Dezember 1901.
Seipel, Gerichtsvollzieher.
Mittwoch den 18. Dezember L I., nachmitt. 2 Uhr präzis, werden tm Bieker'schen Saale — Neustadt 55 — zwangsweise folgende neue Sachen versteigert-. 3 Vertikows, 1 Trumeaux mit Spiegel, 1 Ausziehtisch, 1 Tisch mit Wachstuchdezug, 12 Bettstellen, darunter Muschel und franz., 13 Küchenschränke mit Glasaufsätzeu, 7 Spiegel, zwei Regulatcure, IKücheurahmeu, 3 altdeutsche Kücheustnhlc, vier Steppdecken, 6 Portieren, 14 Paar bessere Hosen, 19 Panr
Arbeitshosen» 7Auabenauzüge «. a. m. 8197
Die Versteigerung findet bestimmt^ statt.
Geißler, Gerichtsvollzieher.
Mittwoch den 18. Dezember 1901, nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'jchen Saale Möbel aller Arten, 2 Faß Wein u. a. m. versteigert. 8196
Geißler, Gerichtsvollzieher.
Verding.
Zur Herstellung des neuen Vorplatzes auf Bahnhof Gießen sollen im Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden:
die ■£> eilte (hing von ca. 800 qm Basaltrechenpflaster einschließlich Lieferung aller Materialien;
die Herstellung von ca. 400 qm Basalchflaster aus vorhandenen Steinen;
die Herstellung von ca. 500 qm Asphattbürgersteig;
die Lieferung und das Versehen von ca. 130 Ifbtt. Metern Bordsteinen für Bürgersteige.
Die Unterlagen können gegen gebührenfreie Einsendung von 50 Pfg. von der Unterzeichneten
Europa herrsche, |et Besorgnis erweckend, wenn irrcyr unmittelbare Gefahr. Die englische Regierung sei in ausgedehntem Maße dafür verantwortlich und hätte die falschen Eindrücke, .die im Auslande bezüglich der Ursachen des Krieges vorherrschen, durch Uebersendung von dioten zerstreuen sollen, in denen alle Schritte nockMialS ausgeführt würden, die England unternommen hat, um Gerechtigkeit für feine Staatsangehörigen in Transvaal zu erlangen-. Eine solche 9ä)tc würde ein maßgebendes Schriftstück gewesen fein, auf das die verständigen Leute aller Länder, deren Meinung doch schließlich die Ansichten der Völker leite, hätten verwiesen werden können. Rosebery sprach dann abfällig über die Reden Chambers la ins, die er taktlos nannte. Roseberry verteidigt die rücksichtslose und nachdrückliche Fvrtsetz^ ung des Krieges zu einem natürlichen Ende, das, wie er glaube, ein regulärer Friede und ein regulärer Vertrag sei. Man würde deshalb nicht taub sein gegen die herant-, wörtliche Eröffnung von Friedensverhandlunge'm seitens der ausgewanderten Regierung, die sich augenblicklich irgendwo in den Niederlanden um die Person Mügers. geschart aufhielte, welck>e die einzige Regierung sei, die mit England in Kriegszustand gekommen wäre. Es sei unmöglich, mit den im Felde befindlichen Führern zu verhandeln, da sie keine Vollmacht hätten. Die liberale Partei sei frei von dem Bündnis mit den Iren, die sich in die Reihe der Landesfeinde stelllen. Redner ermahnte die Partei eine Absonderung von einem neuen Reichsgedanken, der die Nation erfüllte, zu vermeiden. Lord Roseberry schloß seine Rede, indem er auf Pitt, Abraham Lincoln und Bismarck verwies, die auch keinerlei Mittel verschmähten, sich mit ihrem Feinde in Verbindung zu setzen, um einen friedlichen Ausgleich zu erlangen. Bismarck drohte sogar mit der Wiedereinsetzung der in Mißkredit geratenen kaiserlichen Dynastie in Frankreich weil er eS. für notwendig hielt, eine die Autorität besitzende Stelle zu haben, womit er den Frieden abschließen könne. Wenn auch die Gewährung der Unabhängigkeit nicht in Frage komme und es auch unmöglich sei, Milner abzuberufen, glaube er doch, daß ein Ausgleich möglich sei durch die Gewährung der Dynastie. Roseberry bemerkte noch seine, Dienste ständen dem Lande zur Verfügung; er appelliere nicht an seine Partei, sondern an die öffentliche Meinung des ganzen Landes. — Nach Roseberry sprach <5ir Asquith, um Roseberry dafür zu danken, daß er seinen Entschluß, sich vom öffentlichen Leben zurückzuziehen, aufgegeben habe. Alsdann sprach noch Sir Kdward Grey, der die Ueberzeugung ausdrückte, daß die Einheit der liberalen Partei sich auf der Basis, die Roseberry aufgestelll hat, wiederherstellen^ lasse. — Man kann sich eine Idee von dem Eindruck der, Rede Roseberrys machen, wenn man die heutigen Aus-, lassungen der beiden extremsten Blätter der englischen Hauptstadt, Dally Mail und Morning Leader, zu der Rede vergleicht. Die beiden großen Parteiorgane ergehen sich in Ausdrücken des höchsten Lobes für Roseberry, den sie trotz ihrer verschiedenartigen Politik als Apostel begrüßen.
London, 17. Dez- Die Blätter betrachten die Redy Rose berrys als Aufforderung zur Bildung einer neuen Partei. In politischen Kreisen wird seine Unterstützung der Homerüle- und der Jren-Partei als eine direkte Einladung an die liberalen Unionisten ausgelegt, in die Reihen der neuen Partei einzutreten. ,
London, 17. Dezember. Wie hier besümmt verlautet, hat Präsident Krüger der englischen Regierung die Abtretung von Watersrand mit allen Goldgruben angeboten, falls den Burenstaaten die Unabhängigkeit belaffen wird. (?)
Wien, 17. Dezember. Die Sammlungen für die. „Opfer des Gnesener Prozeßes" haben in Galizien allein den Betrag von 7 0 000 Kronen erreicht. — Die Polizeiwache die gegenüber dem deutschen Konsulat in Lemberg eingerichtet wurde, besteht aus 14 Mann und mehreren Agenten.
Sofia, 17.Dez. Da§ Kabinett Karawelow bemi*. fionierte, well das Anleihegesetz nicht zu Stande gekommen war. Die Kammer wurde bis zur Neubildung des Kabinetts vertagt.
Newyork, 17. Dezbr. Eine wichtige Konferenz findet augenblicklich zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern statt zum Abschluß eines UebereinkommenS, künftighin die Möglichkeit eines Konfliktes zwischen beiden Parteien abzuschwächen und ein Schieds - System zu finden, um in Zukunft jeden Ausstand zu verhindern.
bezogen werden. Offerten müssen verschlossen unter der Aufschrift „Angebot auf die Herstellung des Vorplatzes, Bahnhof Gießen" bis zum 30. ds. Mts., vormittags 11 Uhr, gebührenfrei bet der Unterzeichneten eingehen, zu welcher Zett die Eröffnung im Beisein etwa erschienener Bieter stattfiitdet. 8232
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