Ausgabe 
18.12.1901 Erstes Blatt
 
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Mittwoch 18. Dezember 1901

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Erstes Blatt

151. Jahrgang

NismarL über das Aomöardemeut von Uaris.

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Wegen Nachdrucks ihrer Familienavzeigen

verspottet dieKreuz-Ztg." ein Blatt des Bundes der Land­wirte. Die Anzeigen sind mitsamt den Druckfehlern über­nommen worden (Von ähnlichen Dingen könnten auch wir

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Aus Stadt und Fand.

(Der Abdruck der unter dieser Rrrbrit befindlichen Original-Nachrichten ist nur unter genauer Quellenangabe:Gieß. Anz." gestattet.l Gießen, den 17. Dezember 1901.

** Erweiterung des Fernsprechnetzes im Ober-Postdircktions- bezirk Darmstadt. Falls der Reichstag die Mittel bewilligt und die Interessenten die ihnen in einzelnen Fällen zu stellen­den Bedingungen erfüllen, wird das Telegraphen- und Fern­sprechnetz des Ober-Postdirektionsbezirks Darmstadt auch im kommenden Jahre eine erhebliche Erweiterung erfahren. Neue Telegraphenanstalten mit öffentlichen Sprech- stellen sollen zur Einrichtung kommen in Albig, Ebersberg, Eichen (Kr. Hanau), Eisenbach, Erbstadt, Gaubischofsheim, Herchcnhain, Horrweiler, Lauerbach, Leihgestern, Queck, Rebgeshain, Schönnen und Semd. Neue Stadt-Fern- sprecheinri ch t un g en sind vorgesehen für Beerfelden, Grünberg, Lauterbach, Niederolm, Rüsselsheim und Wörrstadt. Daneben soll eine Anzahl von Leitungen neu gebaut werden (u. a. zwischen Darmstadt und Gießen, Darmstadt und Worms, Mainz und Worms), die die vor­handenen Sprechoerbindungen vermehren und somit zur Be­schleunigung des Fernsprechverkehrs beitragen werden. Der Steigerung des Verkehrs mit den angrenzenden Gebietsteilen

D. Red.) Ein Stück möglichen Lebens und mög­licher Verwicklungen mit ihrem Schatten und Licht zu geben war die einzige und als solche wohl künstlerische Ab­sicht meines Dramas, das ich sine ira et studio entworfen habe und von beiden Parteien sine ira et studio ausgenommen haben möchte." (Dieser Wunsch des Herrn Autors wird nun- hoffentlich in Erfüllung gehen; das wäre wenigstens der wünschenswerte Erfolg seiner zweifellos Wesentliches klar- ftellenden Antikritik. D. Red.)

Zu unserer Besp rechn na des Dramas streik" von Tr. Fritz Sommerlao in Nr. 295, 4. Bl., sendet uns der Herr Verfasser eine längere Entgegnung. Herr Dr. Sommerlad meint, daß einige Stellen unserer Be­sprechungleicht für ihn höchst unliebsame Mißdeutungen veranlassen könnten", und wir geben zu, daß wir allerdings das Bedenken trugen, unsere Besprechung werde möglicher­weise hier oder dort zuunliebsamen" Deutungen sichren. Wir sehen aber als oberste Rezensentenpflicht Die ehrliche lleberzeugung an, die aus unvoreingenommener Lektüre er­wächst, .und geben nun heute gern dem Autor selber das Wort zur Klarstellung seines Standpunktes, indem wir es irdem einzelnen Leser des Sommerlad'schen Dramas über- lwssen, zu beurteilen, inwieweit die folgenden Aussichr- mngen als auf sein Werk zutreffend sich erkennen lassen. Herr Dr. Sommerlad schreibt, nach ein paar höflichen Ein- l»citungsworten, folgendes:

Ich habe durchaus nicht die Absicht gehabt, die Arbeiter- bietoegmig irgendwie anzugreifen, sondern ich wollte einen um klug und frivol unternommenen Streik mit seinen für b«eide Parteien bitteren Folgen, wie sie chatsächlich Vor­kommen, au einem typischen Falle darstellen. (Ter Herr Bierfässer sei darauf aufmerksam gemacht, daß heute die so Musterhaft organisierte Arbeiterschaft ohne vorherige ganz menaue Ermittelung der Lage der Industrie wie der eigenen Massen einen Streik nicht gar so leichtsinnig zu entfesseln poflegt. D. Red.)Die Leute sind rohe Gesellen, die selbst voor einer Blutthat nicht zurückschrecken", heißt es weiter. Mtu sind aber die Arbeiter doch ganz verschiedene .ig ge-

Aus dein soeben erschienenen Tagebuch des Feld- tnarschalls Graf Blumenthal haben die Aufzeichnungen über das Bombardement von Paris besondere Beachtung gefunden, well kaum von einer anderen berufenen Seid: die betreffenden Vorgänge im Hauptquartier so bis in die Einzelheit dargestellt worden sind. Graf Blumenthal spricht von demblutdürstigen Andrängen" der Befürworter des Bombardements. das der Feldmarschall für einen 8 roßen militärischen Fehler" hielt, und schildert ausführ­lich, wie namentlich Bismarck alle Hebel in Bewegung ge- sept habe. Da ist es von Interesse und der Billigkeit ent­sprechend, auch Bismarck selbst über die Gründe zu hrren, die ihn zur dringenden Empfehlung jener Maßregel veranlaßten. Graf Blumenthal erzählt, daß Bismarck ihn eines Mittags nach dem Dinereinschmeichelnd und ge- sck ickt" dem Bombardement geneigt zu stimmen suchte, und teilt in Umrissen mit, was Bismarck für seine Auffassung geltend machte. Mehr in Betracht kommen natürlich die ui mittelbaren Aeußerungen Bismarcks über die noch heute istrittene Frage. Aus den Denkwürdigkeiten des Altreichs- nzlers sino die folgenden Satze entnommen:

manch erbaulich Liedlcin singen. So bemerkten wir erst in den letzten Tagen wieder einmal zufällig einen Originalartikel desGieß. Anz.", der bei uns durch den Druckfehlerkobold die Spitzmarke »Hessische Handelskammer* also platter Unsinn! stattHessische Handwerkskammer" erhalten hatte, in einem benachbarten Lokalblättchen, natürlich ohne Zitat, unter genau derselben falschen Ausichrift l Die Redaktion desGießener Anzeigers".), weßhalb dieKreuz- Zeitung" graziös spottend sagt: »Füglich er Weise sollte jede Zeitung doch ihren eigenen Druck­fehlerteufel haben." Der Abdruck von Inseraten verstößt übrigens gegen § 1 des Gesetzes über den un­lauteren Wettbewerb, wie durch Entscheidung des Reichsgerichts vom 1. März 1901 anerkannt ist. Dr. Fuld berichtet darüber in der neuesten Nummer der vorttefflichen neuen ZeitschriftUnlauterer Wettbewerb":

Mit der Verwendung von Füllinseraten wird in einem großen Teile der Presse Mißbrauch getrieben, und es ist daher mit Freude zu begrüßen, daß durch Urteil des Reichsgerichts uont 1. März 1901 ausgesprochen wurde, in dem Abdruck von Inseraten einer anderen Zeitung könne eine Veranstallung im Sinne des §1 Abs/4 erblickt werden, die darauf berechnet und geeignet sei, die thatsäch- liche Angabe zu ersetzen, die Inserate seien der nachdruckenden Zeitung zur Veröffentlichung übergeben. Das Reichsgericht betont, daß hieran durch die Thatsache nichts geändert werde, daß in den Zeitungen häufig Inserate aus fremden Zeitungen abgedruckt und daß die aboedruckten von den gegen Entgelt aufgenommenen unter- scheidend kenntlich gemacht würden, da die hierzu verwendeten Merkmale dem großen Publikum, an das sich die Inserate richteten, keine Unterscheidrmgszeicheq seien. Schließlich wies das Reichs­gericht in vollkommen zutreffender Weise darauf hin, daß der Ab­druck solcher Inserate geeignet sei, den Anschein eines besonders günstigen Angebots Hervorzurusen, well darin die Behauptung liege, daß die Inserenten die Zeitung als Publikationsorgan ausgesucht hätten, eine Zeitung mit vielen Inseraten aber als Zeitung eil,es großen Leserkreises und daher als besonders geeignetes Vublikations- organ gegenüber anderen Zeitungen gelte, die weniger Inserenten, also nur einen kleinen Leserkreis besäßen. Durch dieses Erkenntnis des Reichsgerichts dürfte den in der Praxis der unteren Gerichte nicht unbekannten Versuchen, den Abdruck von Füllinseraten milder zu beurteilen und darin gewissermaßen eine Gewohnheit der Presse zu erblicken, ein für allemal ein Ende gemacht worden sein.

Die ausführliche Begründung der Entscheidung wird ebenfalls in der nenesten Nummer desUnl. Wettbew." ab­gedruckt.

Politische Tagesschau.

Der russische Thronfolger in Berlin.

Die Berliner Telegraphenbureaus melden heute:

Der Kaiser und der Großfürst- Thronfolger begaben sich am Montag vormittag zu der Hofjagd nach dein Grünewald, wozu zahlreiche Einladungen ergangen sind . Am Abend fand im Neuen Palais große Tafel zu Ehren des Großfürsten statt, an der u. a. der Reichs­kanzler, die Staatssekretäre v. Richthofen und v- Tirvitz sowie Marquis Iw teilnahmen. Heute abend wird der russische Thronfolger in der russischen Botschaft das Diner einnehmen, an dem auch der Kaiser teilnimmt. Der Kaiser vierlieh dem Grvßfürsten-Thronfolger sogleich bei seiner Ankunft auf dem Bahnhose den Schwarten Adlerorden und ernannte ihn zum Chef des Ulanenregiments KaiserAlexander 3. Westpr. Nr. 1.

Die Verleihung des Schwarzen Adlerordens gleich beim Empfang des Thronfolgers auf dem Bahnhof ist eine ungewöhnliche und darum doppelt bedeutungsvolle Aus­zeichnung, ebenso die Ernennung zum Ulanenregimentschef Am Äiontag herrschte, wie uns aus Berlin von einem Privatkorrespondenten geschrieben wird, ein überaus reger Verkehr zwischen Berlin und der Nachbarresidenz Potsdam. Das Haufttkontingent der Bahnpassagiere stellten Offiziere aller Waffengattungen und jeden Ranges.

Man spricht noch von einer Ernennung, an der unsere Marine Anteil haben werde. Darüber herrscht in unter­richteten politischen Kreisen eine Meinung, daß der Besuch in hohem Grade unseren Beziehungen zu Rußland zu statten komme. Ter Thronfolger wird als eine liebenswürdige und sympathische Persönlichkeit geschildert, in seinem Wesen minder zurückhaltend als der Zar. Ueber das Maß seiner deutschfreundlichen Gesinnungen wird natürlich einstweilen kein Urteil möglich sein. Aber die Herzlichkeit, womit der Großfürst den Kaiser begrüßte, eine Herzlichkeit, die nach Schilderung von Ä'.lgenzeugen über den Rahmen des Kon­ventionellen hinausging, läßt auf persönliche Sympathien schließen. Die Anwesenheit des Großfürsten gilt offiziell der Teilnahme an Jagden. Gleichwohl werden auch poli­tische Fragen nicht unberührt bleiben. Rußlands Politik in Ostasien, seine Festsetzung in der Mandschurei, die Maß­regeln zur Bekämpfung der Anarchisten, Rußland und Frankreich alles das sind Themen, die bei einer solchen Zusammenkunft sicherlich nicht geflissentlich übergangen werden. Und Graf Bülow wird auch wohl die Gelegenhell nützen, dem künftigen deutsch-russischen Handelsvertrag den Weg zu ebnen und Herrn v. Wittes grimmige Meinung, daß es aufHerausforderung" abgesehen sei, zu berich­tigen.

Kunst und Wissenschaft.

Berlin, 16. Dez. Wie wir erfahren, wird demnächst an einer größeren Berliner Bühne eine Ausstattungsburleske mit Musik und Ballet von dem Engländer W. 5t. E l i o t t unter dem TitelD e r K u n st p a p a" ausgeführt. Der Text ist von A. Held, einem Sohne des bekannten Operetlen-Libretisten Ludwig Held. Tie Burleske soll alles bisher in Berlin Gesehene übertreffen. Der erste Akt spielt in einem Atelier, der zweite auf einer Eisbahn, der dritte in einer englischen Bar. Die Autoren stehen auch bereits mit einer Wiener Buhne wegen Aufführung des Werkes in Unterhandlung.

Wie«, 16. Dez. Die Polizei-Tirektion beschied ein neuerliches Gesuch um Erteilung der Erlaubnis zur Aufführung des Gerhard Hauptmann'schen SchauspielsDie Weber" abschlägig.

Washington, 14. Dez. Präsident Roosevelt lehnte endgiltig das Anerbieten Carnegies, 1 0 Millionen Dollars zur Förderung des Unterrichtswesens auszusetzen, ab. Die Summe sollte in Obligationen des Stahltrust entrichtet werden und die Regierung sich verpflichten, diese Obligationen mährend einer bestimmten Zeit in ihrem Besitz xu behalten. Man glaubte, daß gerade diese Bedingung die Kritik hätte herausfor­dern können.

zeichnet; neben rohen und thörichten stehen feinere, ver­nünftige und durch Erfahrung vernünftig gewordene (die aber doch den Mummel mitmachen. D. Red.); ausdrücklich wird auch in der dritten Scene des dritten Aufzuges hervor­gehoben, daß die Arbeiter für den übrigens ohne allen Zusammenhang mit ihrem Streik durch einen Rasenden ge­schehenen Totschlag keine Verantwortung übernehmen. (Allerdings, es werden aber auf der Arbeiterseite nur ein paar recht laue Worte kühlsten Bedauerns über die Blutthat laut. D. Red.) DasLicht" gegenüber dem Schatten er­kenne ich durchaus nicht rn demIndustriellen" einen Mann, der schließlich mit Bestechung arbeitet, wie der Fabri­kant Thöbel, werde ich schwerlich ins Licht stellen mögen (Die Bestechung von feiten des Fabrikanten Thöbel, der so über­aus wohlwollend und entgegenkommend gegenüber der Ar­beiterschaft sich verhält, kommt freilich überraschend; man traut eine solche Thctt diesem generösen Arbellgeber gar nicht zu. D. Red.) sondern in den schönen, wenn auch nur allmählich zum Durchbruch kommenden Charaktereiaen- schaften gerade in der Arbeiterfamilie Münker. (Mit dem WorteDurchbruch" ist die unerwartete Wandlung in den Charakteren der Familie Münker treffend gekennzeichnet. D. Red.) Daß ich endlich nach meinem Drama den Eindruck machte, als sei ichein Agitator für die Interessen der In­dustriellen und verfolgeeine krasse Tendenz, war mir bedauerlich zu erfahren. Ich stehe allem Parteiwesen, auch in sozialer Hinsicht, gänzlich fern, und was die Menschen in meinem Stücke, wie etwa der Ingenieur oder der Fa- bxikant, sagen, braucht darum nicht Ausdruck meiner persön­lichen Auffassung der liiige zu fein. (Es ist aber merk­würdig, daß gerade diese Personen allein einen anständigen und verständigen Eindruck machen.

,So lange Paris sich hielt, war auch von den leitenden kreisen in Tours und Bordeaux und von den Provinzen nickst arzunehmen, daß sie die Hoffnung auf einen Umschwung auf* fliocn würden. . . Die Möglichkeit einer europäischen Fillervention war für mich eine Ursache der Beunruhigung uwd der Ungeduld angesichts der Stagnation der Belagerung. 8L»enn man sich fragt, was andere Generale bestimmt haben lann, die Ansicht Roons (für das Bombardement) zu be­kämpfen, so wird es schwer, sachliche Gründe für die Ver­zögerung der gegen die Jahreswende ergriffenen Maßregeln or szusindeu. Von dem militärischen wie von dem politi­schen Standpunkte aus erscheint das zögernde Vorgehen widersinnig und gefährlich . . . Die Vorstellung, daß Paris, obwohl es befestigt, und das stärkste Bollwerk der Gegner wnr, nicht wie jede andere Festung angegriffen werden birfte, war aus England auf dem Umwege über Berlin in Inifer Lager gekommen. . . Von Loudon wurde bei unseren maßgebenden Greifen der Gedanke vertreten, daß die Ueber* ga.be von Paris nicht durch Geschütze, sondern mir durch humger herbeigeführt werden dürfe. Ob der letztere Weg dm. menschlichere mar, darüber kann man streiten, auch darüber, ob die Greuel der Kommune zum Ausbruch ge­kommen sein würden, wenn nicht die Hungerzeit das Frei­werden der anarchischen Wildhell vorbereitet hätte.... Jedenfalls vermehrte die Verschleppung der Uebermältigung t»«n Paris und des Abschlusses der kriegerischen Vorgänge für uns die Gefahr, daß die Früchte unserer Siege uns bt rfümmert werden könnten. Vertrauliche Nachrichten ans L«rlin ließen erkennen, daß in den sachkundigen Kreisen brr Stillstand unserer Thätigkeit Besorgnis und Unzufrieden- hell erregte. . . ."

Tatsächlich war damals, was Graf Blumenthal nicht bstreitet, die öffentliche Meinung in Deutschland durchaus stur das Bombardement von Paris. Graf Blumenthal er­klärte sich weniger aus Humanitären, wie aus militärisch- lechnischen Gründen gegen einefähnrichsmäßige Beschieß­ung" der Hauptstadt.Wird einmal angefangen, zu schießen, fji darf auch nicht einen Augenblick pausiert werden". Auf Den Einwand des Mangels an Geschützen und Munition beziehen sich die folgenden Mllteilungen Bismarcks in seinen Gedanken und Erinnerungen":

Da die Beschießung nicht begonnen werden konnte, bevor das für wirtfcune Durchführung ohne Unterbred)iung erforderliche Quantum Atunition zur Hand war, so wurde iiii Ermangelung von Bahnmaterial nun eine erhebliche An­spannung von Pferden und für diese ein Aufwand von Millionen erforderlich. Mir sind die Zweifel nicht verständ­lich, die darüber obwalten konnten, ob diese Millionen oerfügbar mären, sobald das Bedürfnis für kriegerische

Zwecke vorlag." Roon erhielt schließlich die Ausgabe, die Geschütze heranzuschaffen.Ich bat ihn, die ihm gestellte Aufgabe sofort zu üoernehmen, und erklärte mich bereit, jede dazu erforderliche Summe auf die Bundeskasse anzu­weisen ... Er gab die entsprechenden Aufträge, und die in unserem Lager lange mit schmerzlicher Ungeduld erwartete und mit Jubel begrüßte Beschießung des Mont Avron war das Ergebnis dieser wesentlich Roon zu dankenden Wend­ung." Roon schrieb am 23. Dezember 1870 (Denkwürdig­keiten):Jetzt endlich ist der Widerstand gegen das Bom­bardement hier gebrochen. Hätten wir schon vor acht Wochen Ernst gezeigt, so wären wir zu Weihnachten aiufj, vielleicht zu Hause gewesen."

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