des Vorstandes, bezw. der Vergnügungs-Kommission für diese Festlichkeit ein recht schönes, reichhaltiges Programm — bestehend in Konzert der hiesigen Regimentskapelle, Theater, Violin-, Klavier-, Gesangs-Solo-Vorträgen und Ball — aufgestellt worden ist, so steht sowohl den Mitgliedern als auch den geladenen Gästen eine ebenso gemütliche als auch genußreiche Abendunterhaltung in Aussicht/
** Aus dem Theaterbureau. Am Freitag wird Leo Tolstojs fünfaktiges Drama „Die Macht der Finsternis" in der deutschen Bearbeitung von Heinrich Stümcke, die auch bei den Aufführungen in Frankfurt a. M., Wien usw. benützt wurde, im hiesigen Stadttheater zum ersten Male gegeben. Die Vorstellimg sindet im Abonnement bei gewöhnlichen Eintrittspreisen statt.
** Wer ist stimmberechtigt bei den. Stadt- veriordnetenwahlen? Tas Recht der Stimmabgabe hat vor allem jeder in der Stadt wohnende Ortsbürger, bann jeder männliche Einwohner- welcher deutscher Reichsangehöriger ist und seit zwei Jahren' den Unterstützungswohnsitz erworben hat unter der Voraussetzung freilich, daß er zur Zeit der Wahl 25 Jahre alt und vom 1. April des dem Rechnungsjahre, in welchem die Wahl stattfindet, vor- ausgehenden Jahres — also seit dem 1. April 1900 — in hiesiger Stadt bommunalsteuerpflichtig ist. Wer, weil sein Jahreseinkommen den Betrag von 500 Mk. nicht erreicht, von der staatlichen Einkommensteuer zwar befreit, aber iu eine der drei Gerne inde-Einbommensteuerklassen für Ein- vommen unter 500 Mk. eingereiht ist, oder von Grundbesitz oder Gewerbebetrieb eine Gemeindesteuer zu entrichten hat, ist ebenfalls stimmberechtigt, doch mutz er Sorge getragen haben, datz sein Name in der vom Bürgerrneister aufgestellten Wählerliste steht. Ta man den Unterstützungswohnsitz aber erst nach, zweijährigem ununterbrochenen Wohnsitz in der Stadt erwirbt, so ergiebt sich hieraus, daß neu Zu- gezogene zur Zeit der Wahl mindestens 4 Jahre lang hier gewohnt haben müssen, um bei der Wahl mitstimmen zu dürfen. Sollte die Stadtverordnetenwahl z. V am 30. Oktober stattfinden, so müßte der Zug hierher spätestens am 29. Oktober 1897 stattgefunden haben. Bayern und Elsaß- Lothringer sind hier nicht wahlberechtigt. Eine dahingelstnoe Entscheidung ist durch die höchste Instanz, den Gvoßh. Hess. Verwaltungsgerichtshof, am 13. Februar 1886 ergangen. — Ausgeschlossen von der Stimmberechtigung ist: Wer zur Zeit der Wahl unter Vormundschaft oder! Kuratel steht, oder über wessen Vermögen der Konkurs erkannt oder der Fallitzustano gerichtlich eröffnet ist, wer infolge strafrechtlicher, gegen ihn ergangener rechtskräftiger Verurteilung im Verluste der öffentlichen Ehrenrechte sich befindet, wer zur Zeit der Wahl eine nicht nur vorübergehende Armenunterstützung aus öffentlichen Mitteln bezieht oder in den vorhergehenden zwölf Monaten bezogen hat, wer mit Zahlung seiner Kommunalsteuer am Tag der Wahl länger als zwei Monate im Rückstand sich befindet. Als Stadtverordneter wählbar ist jeder Stimmberechtigte, der nicht infolge Verurteilung unfähig zur Bekleidung öffentlicher Aemter istz. — Von der Wählbarkeit sind indessen Militärpersonen während des Dienstes, Geistliche, Volksschullehrer, Polizeibeamte, sowie die Mitglieder der dem Gemeindevorstand Vorgesetzten Verwaltungsbehörden (Kreis- umt und Ministerium des Innern) ausgenommen.
— Antiduellbewegung. Die für den 19. d. Mts. ausgeschriebene Besprechung in Leipzig wird im Saal des Buchhändlerhauses Vormittags 10 Uhr beginnen. Zweck dieser Besprechung ist, in vorzüglichster Weise Mittel und Wege zu sinden, um durch erfolgreichen gesetzlichen Schutz der Ehre den Anlaß zu Duellen zu beseitigen. Seit der letzten Publizierung von Namen der Unterzeichner der bekannten „Erklärung" gegen Duelle haben sich derselben weiter angeschlossen 13 Adelige, 31 Juristen und 20 Aerzte. 87 Professoren, Gymnasiallehrer und Oberlehrer haben die Erklärung unterzeichnet, darunter folgende: Dr. Kübel, Instituts-Vorsteher, Gießen; Friedrich Müller, Gymnasial - Oberlehrer, Büdingen; Dr. jur. Hauptmann, Universitäts-Professor, Berlin; Dr. I. Berten, Universitäts-Professor, München; Adam Klassert, Großherzogl. Oberlehrer, Michelstadt; Professor Dr. Schell, Gymnasial - Oberlehrer, Mainz; August Uebel, Professor, Mainz; Dr. Baeumker, Universitäts-Professor, Bonn; Remigius Stölzle, Universitäts-Professor, Würzburg.
** Der Lachsfang iw Rhein ist in diesem Jahre überaus günstig. In den verschiedenen Fischereien, des Oberrheins wird jetzt täglich eine große Anzahl gefangen. Ursache ist wahrscheinlich der anhaltende hohe Wasserstand des Stromes. Infolge des reichlichen Fanges wird der Lachs jetzt zu dem Ausnahmespreis von 1,50 Mk. das Pfund im Kleinverkehr verkauft.
m Heuchelheim, 16. Okt. Im kommenden Jahre wird in unserer Gemeindeschule die sechste Klasse eröffnet werden. Es besteht die Absicht, im Schulhause eine der Lehrer
wohnungen frei zu machen und diese Räume für Schulzwecke einzurichten.
-ch- Herbstem, 15. Okt. Infolge der Inbetriebsetzung der Nebenbahn Lauterbach—Grebenhain—Crainfeld erleiden auch die Fahrpostverbindungen einige Veränderungen. Die either täglich zweimal verkehrende Fahrpost von hier nach Lauterbach sowie nach Grebenhain hört auf. Dagegen ist ein Postfuhrwcrk vom hiesigen Postamt nach dem Bahnhof ausgeschrieben worden. Den Zuschlag erhielt der hiesige Gastwirt Gustav Ganß. Die Post fährt täglich viermal vom Postamt nach dem Bahnhof und zurück. Ganß erhält dafür eine jährliche Vergütung von ungefähr 900 Mk.
x Reinhardßhain, 15. Okt. Die hiesige Schulstelle wurde dem Schulverwalter Euler zu Lang-Göns definitiv übertragen, während Schulverwalter Runkel hier auf dessen bisherige Stelle versetzt wurde.
§ Ober-Morlen, 16. Oktbr. Der von hier gebürtige Dr. theol. Schmidt, der kürzlich an der Akademie zu Münster die Doktorprüfung mit Auszeichnung bestand, ist bis auf weiteres als Sekretär der bischöflichen Kanzlei in Mainz bestellt worden.
• k- Mainz, 16. Okt. Von München kommend traf heute Morgen mit dem fahrplanmäßigen Schnellzug 9.16 Uhr der deutsche Kronprinz hier ein. Er frühstückte im Fürsten- Salon des Bahnhofs und setzte sodann nach einem einstündigen Aufenthalt die Reise nach Bonn fort. — Gleichzeitig traf zur Besichtigung der neuen militärischen Bauten heute Vormittag der kommandierende General des 18. Armeekorps v. Lin de- quist hier ein.
* * Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Burkhardsfelden wurde am Sonntag das neue Schulhaus eingeweiht. — In Bo den heim hat der prakt. Arzt S. durch Oeffnen der Pulsadern feinem Leben ein Ende gemacht. Das Motiv zur schrecklichen That ist un- bekannt._____________________________
Vermischtes.
«Berlin, 16. Okt. Ein sch w e r e s B ran dun glück, bei dem ein Arbeiter getötet und drei zum Teil lebensgefährliche verletzt wurden, trug sich (wie uns bereits gestern nachmittag aus Berlin gedrahtet wurde, leider zu spät für unsere gestrige Auflage. D. Red. des Gieß. Anz.) heute auf dem Neubau des Hauptpostamtes in S<yöneberg zu. Das vier Stock hohe Gebäude ist bis zum Dachstuhl im Ziegelrohbau fertig. Nur über dem Haupteingang ist in der Höhe des vierten Stockwerks noch eine Mauer für einen Korridor auszuführen. Hiermit waren heute die Maurer Gericke, Preuß und Becker sowie die Steinträger Pankalla und Rosenau beschäftigt. Da brach im vierten Stock an der Korridormauer das mit den fünf genannten Arbeitern, Steinen, Mörtel und einigen Balken belastete Gerüst plötzlich zusammen und stürzte mit vier Arbeitern in die Tiefe. Tie Last durch? schlug alle Rüstungen in den unteren Stockwerken, und so fielen die unglücklichen Arbeiter mit den Steinen, Mörtelkasten usw. bis auf den Erdboden hinab. Nur Becker gelang es, einen eisernen Träger zu fassen und sich festzubalten. Während seine Unglücksgenossen dem sicheren Verderben entgegenstürzten, blieb er zwischen Himmel und Erde hängen. Zu seinem Glück hörten die Arbeiter Zimmer und van Dahlen, die an einer anderen Stelle im vierten Stock beschäftigt waren, das Gekrach und Gepolter des Zusammensturzes. Sie eilten gleich an die Unglücksstelle und befreiten Becker aus seiner gefährlichen Lage. Um so schlimmer sah es mit den Abgestürzten aus, die unter den Trümmern begraben lagen. Tie Arbeitsgenossen machten sich sofort mit allem Eifer an ihre Befreiung und hatten das Rettungswerk schon vollendet, als die sofort gerufene Schönberger Feuerwehr ankam. Pankalla wurde leblos unter den Trümmern hervorgezogen; ihm war der Schädel zerschmettert. Der Getötete war verheiratet und Vater von drei Kindern. Rosenau erlitt mehrere Rippeirbrüche an beiden Seiten und schwere Kopfverletzungen. Er wurde zunächst nach der Unfallstation in der Bahnstraße und von dort nach dem Elisabethkrankenhause gebracht. Sein Zustand ist hoffnungslos. Nicht so gefährlich, wenn auch schwer, wurden Gericke und Preuß verletzt. Sie trugen Kovfwunden und Quetschungen am ganzen Körper davon und mußten dem Krankenhaus am Urban Angeführt werden. Der Stellvertreter des Polizeipräsidenten, Polizeirat Beh- rend, der sich mit Kriminalkommissar Steinmetz alsbald an den Ort des Unfalls begab, ließ die gesamten Bauarbeiten einstellen, um den Thatbestand und die Ursache des Unglücks festzustellen, die vermutlich in einer mangelhaften Ausführung des Gerüstes liegt.
* Grimma, 15. Okt. Der verschüttete Thiele ist noch nicht gerettet, doch konnten ein halbes Liter Milch, Chokolade und Licht sowie Streichhölzer zugereicht werden. Der Reifen, der die Schalung des Brunnens zu
sammenhält, ist noch immer im Wege, indessen ist tvvtz- dem Hoffnung auf Rettung vorhanden. Der. Ban eines neuen Rettungsschachtes erscheint daher zunächst nicht notwendig. Der Eingeschlossene ist in zuversichtlicher Stimmung.
« Auf dem Schafott ein Hoch auf den Kaiser brachte der am Mittwoch fri'ch in Görlitz Hingerichtete Raubmörder Emmerich aus, der am 2. Februar d. Js. seine Tante, eine 76 Jahre alte Witwe, durch 14 Beilhiebe ermordet und beraubt hatte. Auf der Hinrichtungsstätte angelangt, wurde dem Verbrecher die Kabinetsorder verlesen, dahin lautend, daß der Monarch von seinem Begnadigungsrecht keinen Gebrauch mache. Nachdem dem Delinquenten auf seine Bitte die Unterschrift des Kaisers gezeigt worden war, rief er laut: „Es lebe Kaiser Wilhelm II." und wandte sich dann an den Scharsiichter mit den Motten: „Machen Sie es kurz", worauf in 5^ Sekunden der Gerechtigkeit genügt war.
* Esbjerh, 15. Okt. Gestern nacht 2 Uhr kollidierte auf der Höhe von Terschilling die siwnschss Barke „Louis" auf der Reise von Brake (Oldenburg) nach Mobtte Amerika) mit der russischen Eisenbarke „Concordia" aus Riga, auf der Reise von Savannalo (Mexiko) nach, Hamburg mit einer Terpentinladung. Die Kollision gesehch) 100 Meilen vom Lande. „Louis" sank augenblicklich 'Die 14 Mann starke Besatzung wurde oont dänischen Dampfer ,Lcv cour" gerettet und heute ntidji Es'bjery gebracht, von wo sie mittags zum Seeverhör nach Hamburg abreist. Der russische Kapitän verweigerte das Angebot des ,Laoour", der auch seine 16 Mann starke Besatzung an Bord nehmen wollte, und verlangte, nach Hamburg geschleppt zu werden, was aber „Lacour" als instruktronswidrig verweigerte. Der finnische Kapitän ist anc Kopfe verletzt.
" Paris, 16. Okt. Der Luftschiffer de la Vaulx erklärte einem Journalisten, wenn auch diesmal sein Versuch gescheitert sei, so sei er doch nicht unmöglich, zumal seine Apparate zur völligen Zufriedenheit gearbeittt hätten. Er werde seinen Versuch erneuern.
* Zürich, 16. Okt. Der Notar des 3. Stadtkreise- Müller ist wegen Unterschlagung von 95,000 Francs verhaftet worden.
Wenn Kinder beim Waschen weinen, so ist dies oft nur ein Aufschrei gegen die bedauernswette Unsitte, eodascharfe Seifen anzuweirden. Mütter, die ihr eure Kinder liebt, gebraucht zum Waschen eurer Kinder keine andere Seife als Toering's überaus milde und fettreiche Eulen-Seife! Bei dieser Seife hat man die volle Gewißheit, daß sie unverfälscht rein und frei von SodaschSrfe ist. Für 40 Pf. ist sie überall erhältlich.
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wird als hervorragend wohlthuendos u. loioh# verdauliches Kräftigungs - Mittel angewendei bei
Blutarmut u. Bleichsucht
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BCinder das bekömmlichste Getränk^
Nur echt in blauen Cartons ä. Mk. 1.—, niemals lose. 6669
sollte« de« ständige« Genuß starken Bohne«
kaffeeö unbedingt meiden.
einen
— Kathreiners ausgesprochene«
Malzkaffee hat
Kaffcegeschmack i lich nud der
md ist dabei wohlbekümm- Gesundheit zuträglich.
Bekanntmachung,
Offenlegung der Listen der Stimmberechtigten zur Stadt- verordueteuwahl betreffend.
Während der Zeit vom 18. Oktober bis 25. Oktober 1901 einschließlich (auch Sonntag), vormittags von 8 bis 12 Uhr und nachmittags von 2 bis 5 Uhr, liegt bie Liste der in der Stadt Gießen zur Stadtoerordnetenwahl Stimmberechtigten, sowie das Verzeichnis der zu dem höchstbesteuerten Drittell der Wählbaren gehörigen Personen in dem Bürgermeistereigebäude — Zimmer Pr. 15 — zu Jedermanns Einsicht offen. Innerhalb dieser Frist kann in dem bezeichntten Lokale jedes Müglied der Stadtgememde Einsicht von diesen Listen nehmen und Einwendungen gegen dieselben Vorbringen.
Gießen, den 17. Oktober 1901. 6908
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Mecum.
Bekanntmachung.
Für das Elektrizitätswerk der Stadt Gieße« wird ein junger Mann mit kaufmännischer Vorbildung und Brauche- kenutuiffe« gesucht, welcher schon längere Zeit in ähnlicher Stellung mit gutem Erfolg thätig war.
Das Anfanasgehalt beträgt 1480 Mk., vom 1. April 1903 ab jährlich um 40 Mk. steigend bis 2200 Mk. Nach 5 Jahren erfolgt Anstellung auf Lebenszett mit Anspruch auf Ruhegehalt und Hinter- bliebenenfursorge.
Meldmrgen nut Lebenslauf, Angabe des Zeitpunktes, zu welchem der Dienstantritt erfolgen kann und Zeugnissen über Befähigung und Gesundheitszustand bis zum 10. November erbeten.
Gießen, den 14. Oktober 1901.
Mecum, Bürgermeister. 6878
NHch-LttkNs vor hin Einschläge.
Aus hiesiger Gräflicher Oberförsterei sollen bei der diesjährigen gemeinsamen Submission in Gießen zum Vettauf kommen:
I. ZZucherr-Lchrtttthofz (mU 35 cm Mittendurchm. und mehr) aus verschiedenen Schlägen — 400 fm;
II. AiHlen-Aauhol) aus Hauenberg (30 fm), aus den Revieren Frerenseen (150 fm) und Gonterskirchen (90 fm);
HI. Kicleru-ISiuhoh — 50 fm aus Tiergatten und Wenzelskopf;
IV. ßrlen-Stammholz: 30 fm (18 cm Mindestzopfdurchm.) aus Ruthardshausen;
V. Aichteu-Aervstangerr aus Hauenberg (30 fm)> sowie aus den Revieren Tiergarten (80 fm), Freienseen (70 fm) und Gonterskirchen (120 fm).
Nähere Auskunft erteilen die betr. Gräfl. Forstwarte, von denen die Schläge aus Verlangen vorgezeigt werden. Die S«S- mtsstonrgevote sind, verschlossen. und mit der Auffchrift „Holzverkauf — Gießen" versehen, laugficns vis zum 2. Aovemöer f. A., abends, an das Sürstlich Stolverg'sche Aentamt zu Hrtenberg (Hessen) einzureicken. ßröffaungstermin Worttag den 4. AovemVer d. A., mittags 1V. Uhr, im Lenz'schen Felsenfester zu Gießen.
Laubach, 9. Oktober 1901. 6898
__________________ Gräfliche Oberförsterei.
Bekanntmachung.
Es wirb hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der Verwalttmgsrat beschloffen hat, künftig für neue Einlagen bis zu 3000 Mk. 4%# für solche im höheren Betrage aber nur S^/o Zinsen zu vergüten.
Gießen, am 14. Oktober 1901.
Der Direktor der Spar- und Leihkaffe Gießen.
Wiener. 6896
Bekanntmachung,
betr?. Das Einhalten der Tauben während der Saatzeit.
Die Besitzer von Tauben werden unter Hinweis auf Art. 79 des Jeldstrasgesetzes aufgefordert, ihre Tauben von heute bis Ende dieses Monats in den Schlagen einzuhalten. Uebertretungen dieser Vorschrift müssen nach Maßgabe des Feldstrafgesetzes zur Anzeige und Bestrafung gebracht werden.
Diese Bekanntmachung findet auf die Militär-Brieftauben keine Anwendung.
Gießen, den 16. Oktober 1901. 6907
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
_________Meeum.__________________ Feierabend für WiM. 'Whrhimnr Sonntag, 20. Lkt., M. 8 Uhr, VvJJlUH* in der Gewerbeschule (Asterweg).
Alle Lehrlinge sind fteundlichst emgeladen. 6894
Dr. Grein.
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— 9 Schulstrasse 9 —
empfiehlt seine direkt bezogenen 118V c
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® ferner: französischen und deutschen Kognak.
| Rhein- und Moselweine. Champagner ffis“ T


