Ausgabe 
18.8.1901 Erstes Blatt
 
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Schiffsnachrichten.

Norddeutf»er ßloob, in Gießen vertrete» bur» brn Haarten L. Loo«.

Bremen, 15. Aug. fPer transatlantischen Telegravb-l Der SchnellpostdampferLahn". Kapitän C. Pohle, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 1 Uhr morgen« wohlbehalten in New- york angekommen.

Bremen. 15. Aug (33er trunSatlavtischen Telegraph.^ Der PostdampferFrankfurt", Kapitän E. Malchow, vom Norbdeutschen Lloyd in Bremen, ist am 13. August, 6 Uhr abend«, wohlbehalten in Baltimore angekommen.

Unerreichter Insectentödter!

Kaufe aber nur in Flaschen, wo Plakate aushängen.

Gesunde Uinderspeise für den Sommer.

Um die Kinder in den heißen Tagen gesund zu erhalten, achte die Mutter sorgfältig darauf, was sie essen..Speisen, die das Blut erhitzen, müssen vermieden werden; dagegen,ist erfrischende

Nahrung vorzuziehen. Solche enthalt ein schöner MondamnH- Mtlchflammerr mit gekochtem Obst als Beigabe. Für bie Speisen der Kinder eignet sich Mondamin vorzüglich, da es em Produtt von bester Qualität und sorgfältigster Herstellung ist.

Brown & Polfons

Uioitfcamin

Gesetzlich geschützt seit 1884.

Die Blickensderfer Schreibmaschine

steht an Leistungs­fähigkeit keinem anderen Fabrikate

No. 5 M. 175., No. 7 M. 225 nach, ooooooe» Katalog und Vorführung durch die Brühlsche Druckerei, Giessen, Schulstrasse 7.

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miurn den Strom zu gut leitet, u..i Den nötigen Wioersranb» der Lampe mit Glühfäden von nicht zu geringem Quer­schnitte erzielen zu lassen. Voraussichtlich dürste die Lampe deshalb zunächst wenigstens nicht für so hohe Spannungen geeignet fein, wie die .üohlefadenglühlanipe; es werden also wohl zwei hintereinander geschaltete gleichzeitig biennende Lampen zu verwenden sein, uTtb die Herstellung von Lampen mit so kleinen Lichtstärken, wie sie der alte üohlefadeu gestattet, ivird unablässige lueitcre Versuche er­fordern. Immerhin fdjeint die Osmiumlampe der ernst­hafteste Konkurrent der bisherigen Glühlampe zu werden, und ihre Entwickelung durch jahrelange stetige Arbeit ist; eine erfreulid>e Erscheinung inmitten der überstürzenden Hast, die leider so viele Zweige der Technik jetzt kenn- zeichnet.

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Aimodra^ ff.

AanLel und Verkehr. Uolkswirtschasi.

Fabrik feuerfester und säurefester Pro­dukte, A.-G., zu Vallendar- In der bereits wiederholt ermähnten Generalversammlung führte Geh. Justizrat Tr. Reatz aus Gießen, der frühere Vorsitzende des Aufsichts- rates und Generalbevollmächtigter der ganzen Familie Böing, demB. B. E" zufolge aus, man werde es be­greiflich finden, daß er auf alle im Berichte erhobenen Bedenken und versd)ämten Anschuldigungen heute nicht aus­führlich antworten und denselben in gebührender Weise entgegentreten könne. Er sei hergekommen, ohne Ahnung von dem, was vorkommen werde. Man hätte erwarten können, daß wenigstens dem Aufsichtsrat der Berickst vor­gelegt werden würde, damit dieser auf eine Beantworung der Anschuldigungen hätte eingehen können. Redner be­zeichnete eine Anzahl davon als unwahr, eine Menge Be­hauptungen feien wissentlich unwahr aufgestellt worden. Betreffs der Unterzeichnung der Bilanzen durch ihn selbst, giebt er zu, daß er von dem materiellen Inhalt der einzelnen Conti keinen Begriff gehabt habe. Er habe daher die Zuziehung einer kaufmännischen Persönlichkeit für die Prüfung der Bilanz veranlaßt. Diese sei damit: in Vier bis fünf Stunden fertig gewesen, was ihm eine große Beruhigung dafür gewesen sei, daß sich alles in Ordnung befinde. Was die abgegebene Erklärung bei dem Registerrichter über die erfolgte Ein­zahlung anlange, so könne ihn hierbei allenfalls der Wurf treffen, daß er unwissentlich fahrlässig gehandelt habe.- Aber man müsse berücksichtigen, daß die Erklärung erst ein viertel oder ein halbes Jahr nach erfolgter Einzahlung ftattfinben sollte, daß also inzwischen über die einge­gangenen Gelder verfügt war und daher eine Nachfrage oder Prüfung, ob die Gelder wirklich eingegangen finty irgendwelchen Anhalt gar nicht hätte dafür geben können, daß die Gebrüder Böing die Einzahlung nicht geleistet hatten. Uebrigens habe L. O. Böing das größte Vertrauert des Aufsichtsrats genossen, und dies mußte ihm entgegen­gebracht werden, da nichts gegen ihn vorgebracht wurde und äuch nicht werden konnte und da überdies die General­versammlung ihm ein Vertrauensvotum ausgesprochen habe. Wie konnte da der Aufsichtsrat am Tage nach der General­versammlung durd) eine Prüfung Herrn L. O. Böing ein Mißtrauen entgegenbringen? Außerdem besitze er fünf Ur­kunden, zum Teil von Beamten der Gesellschaft herrührend, aus denen er entnehmen mußte, daß die Zahlungen wirklich geleistet sind. Redner kommt dann auf die Angaben des! Berichtes über seine Bezüge zu sprechen und erklärt, daß er für feine Arbeiten bei Gründung ic. einmal drei Aktien, später 27 Aktien ohne sein Zuthun von Herrn Böing erhalten habe. Er habe diese angenommen, vorbehaltlich späteren definitiver Abrechnung. Diese fei dann von Jahr zu Jahr verschoben worden und schließlich sei er mit Böing darüber auseinander gekommen. Redner wies daher die Angaben über seine Bezüge als kleinliche Anschuldigungen zurück, die lediglich erhoben seien, damit auch seiner Person etwas! angehängt werden solle.

Christian ia, 15. August. DemMorgenbladet" zu­folge schloß heute die Norwegische Hypotheken­bank eine 3 einhalb prozentige Anleihe im Betrage von 8 Mill. Kronen mit einem ausländischen Bankkonsor­tium ab, das aus dem Kredit Lyonais Paris, L. Behrens Söhne Hamburg, der däuischeu Landmannsbank Kopen­hagen, und der Stockholmer Entkildabank Stockholm besteht.

Mteratur, Wissenschaft und Kunff

Prof Dr. H- Schiller: Aufsätze über die Schulreform 1900. 1. Heft: Die Berechtigungsfrage. Wiesbaden, Nemnich. Der weit über die Grenzen unseres engeren Vaterlandes, namentlich in pädagogischen Kreisen wnb neuerdings durch seineWeltgeschichte" auch als Historiker wohlbekannte und wegen seines Konfliktes mit der hessischen Regierung allenthalben viel genannte frühere Eeßener Universitätsprofessor und Gymnasialdirektor ge- Denkt von seinem Standpunkt aus die neue Schulreform in drei Heften einer eingehenden Kritik zu unterziehen; ivaS vorliegende Heft giebt davon gleich eine verheißungs­volle und bedeutsame Probe, bedeutsam schon durch den Gegenstand, dem sie gewidmet ist. Schon viele einsichtsvolle Pädagogen vor und mit ihm haben das Berechtigungs- wesen als einen der Hauptkrebsschädeu am Leibe der deut- icheii Schulen bezeichnet. Wenige werden es so überzeugend oethau haben wie Schiller. Er weist an der Hand der ge- ichichtlichen Entwickelung des preußischen Schulwesens nach, wie sich das Berechtigungswesen aus einem kleinen Keim heraus entfaltet hat, wie das Latein, das in den alten Lateinschulen aus reinen Nützlichkeitsrücksichteu gelehrt, in ba3 humanistische Gymnasium übernommen, schließlich auch den neu gegründeten Realschulen aufoktroyiert wurde, und zwar mehr des Prinzips als des inneren Wertes wegen. Damit traten diese als Realgymnasien, in denen Schilber .eine verhängnisvolle Zwitterbildung sieht, in den Wett­bewerb mit oer alten Lateinschule ein, und das Bürgertum war einer seinen Zwecken entsprechenden Schulart beraubt- Die daun au ihre Stelle getretene neue höhere Bürger­schule ohne Latein konnte sich, da sie von dem Berechtig- ungssegen ausgeschlossen war, nur langsam entwickeln.So :tjaben", sagt Schiller (S. 18),die preußischen Ministerien feie natürliche Entwicklung gehemmt und das höhere Bil- -dungswesen in künstliche und falsche Bahnen gedrängt." In den Ergebnissen der jüngsten Schulkonferenz sieht Schiller auch feine befriedigende Lösung der Frage: die Oberrealschulen, deren Abiturienten nur einige Gebiete der .philosophischen Fakiiltät geöffnet sind, stehen wieder vor >er Frage ihrer Existenz und müssen nun den Kampf erst recht fortführen.Ruhe kann in das höhere Schulwesen 'so lange nicht einkehren, als die unselige Berechtigungs- frage nicht beseitigt ist, Gs giebt nur einen Weg, um hier \u helfen. Man wird zunächst den Zutritt zu den Univer-

itäten und technischen Hochschulen allen drei höheren Schul- gattungeu freigeben müssen. Dem einzelnen bleibt es über­lassen, für feine künftige Berufsbildung, über die er sich durch die Staatsprüfung auszuweisen hat, die Ergänzungen zu verfdiaffen, die er notwendig hat."Dem einzelnen bleibt es überlassen", damit scheint das Ei des Kolumbus gefunden zu sein: es bleibt thatsächlich Jein anderer Weg auf die Tauer übrig, ja, wer nicht in Standes- und Bil- dungsoorurteilen befangen ist, muß sagen: es ist der einzig mögliche Weg. Tas gan.ze Berechtigungswesen kann man vergleichen mit einer Schraube, die der <otaat in den Marterleib der Schule hineingebohrt hat. und die doch einmal am anderen Ende wieder herauskommei^ muß,, um schließlich ganz herausgetrieben zu werden. Das ist ja schließlich das Schicksal jeder Zwangsmaßregel, Die nickst organisch aus deni Wesen der Institute, auf die sie au- gewendet wird, herausgewachsen ist. Und darüber, wie stark au der Entwicklung de.- Bereckstigungswesens nicht so sehr das Bildungs-, als das Staats- iind das Staudes- intereffe beteiligt ist, kann nach Lchillers Ausführungen kein Zweifel fein. Ten Widerstand der Aerzte gegen die Zulassung der Realgymuasial-Abiturienten zum medizini­schen Studium stellte Schiller als einfache Jnteressensache hin. Sckiiller zieht mit dem an ihm längst bekannten Mut gegen Vorurteile und Schlagwörter zu Felde, die sich leider nur zu fest auch bei den Gebildeten eingenistet haben. Tahin gehört z. B. die Bekämpfung der Minderwertigkeit der Realschulbildung (S. 26) und des llmsichwerfens mit den beliebten pädagogischen Phrasen, wieallgemeine Geistes- bilbung",individualisieren",Erziehung zur wisjenjchaft- lichen Arbeit" il s. w- (S. 41 f.).Unser Schulwesen", heißt es S. 43,leidet durch nichts mehr Schaden, als durch solche Schlagwörter, die von einer Generation der anderen überliefert werden und, ihrer Richtigkeit sicher, Anspruch auf Allgemeingiltigkeit erheben." Daß die Realschulbildung thatsächlich der des Gymnasiums nicht nachsteht, kann man aus den Prüfungsnoten bei den medizinischen Prüfungen (S. 22) ersehen. Und darum bleibt der Verfasser auch nicht dabei stehen, daß beide Schularten als gleich wertig, sondern fordert, daß sie bis zu einem gewissen Grade auch als gleichartig anerkannt werden. Es ift alfo das Ideal einer äußerlich zweiteiligen, aus humanistischen und realistischen Gliedern bestehenDen, in ihrem Wesen aber völlig einheitlichen deutschen Schule, das dem Verfasser vor Augen steht.Kehreii wir", so schließt er,wieder zu unfern Altvorderen zurück, die nicht wähnten, daß jeder! junge Mensch für alle möglichen Wissenszweige gleich inter­essiert und gleich veranlagt sei. Ein Francke, ein Gesner würden sich nicht wenig über diese Schulweisheit wundern, die das 19. Jahrhundert ausgeklügelt hat- Vereinigen wir die alten Schulparteien auf einem neuen gemeinsamen Boden, auf dem jede zu ihrem Rechte kommen wird." Wie man sieht, ist Schiller durchaus konservativ.Zurück zum Individualismus!" so glaubt man ihn rufen zu hören, wie es vor ihm (Sauer einmal gethan hat und es in der Gegenwart besonders eindringlich Paulsen thut, wenn auch nicht mit dem gleichen Ziel wie Schiller. Wie sich dieser nun die Aufführung feiner rückwärts gewandten Reform, insbesondere die Gleichartigkeit der beiden Schularten denkt, will er in einem zweiten Hefte zeigen, auf das man ge­spannt sein darf.

München-Gladbach, 15. Aug. Die Stadtverord­neten beschlossen, die Kaiser Friedrich-Halle nach dem mit dem ersten Preise ausgezeichneten Entwürfe der Wiesbadener Architekten Huber und Werz auszuführen. Ter Bau wird im Kaiser Friedrich-Parke errichtet. Die Bau­kosten sind ohne innere Einrichtung auf 450000 Mk. Der»

wmommen: Ter [ offiiieti Ziemer, j *r, schreiben Sie | glich reitet. » Mt In diesem ; )ten Sie nun dir iQ der Schwadm - n. Sie haben ge> 1 m gewinnt ahn . m den Einback l. Buppersch Den li Schwadron. Tit e blaß aussahen, befahl der Oberst,1 nfe, bie andern r/en sich stellte, i Befehl laut hören. Staats» f bet Schwadron. »jeuge Buppersch:1

anschlagt.

Die 30. Wanderve r sammln iig des Deutschen Phokographen-Vereius, die zugleich mit dem 25 jährigen Stiftungsfeste des Vereins verbunden ist, hat, wie man un s aus Weimar schreibt, am 13. d. M. in Weimar ihren Anfang genommen. In Anwesenheit der Ehrengäste und zahlreicher Teilnehmer wurden dem Verein und dessen Gründer, dem Vorsitzenden, Herrn Karl Schwier, seitens der Großh. Staatsregierung, der Stadtverwaltung, zahl­reicher Korporationen, Vereine usw. mannigfache Ehrungen zu teil. Tie mit der Wanderversammlung verbundene Aus­stellung dürste für die Frage der Neuschaffung eines pho­tographischen Schutzgesetzes nicht ohne Einfluß fein.

Ter 31. Kongreß für Innere Mission soll dieses Jahr in Eisenach Dom 23. bis 26. September abge- halteu werben. Tas Programm ist folgendes: 23. Sep­tember: Eröffnungs-Gottesdienst in der Georgenkirche abends 6 'Uhr (D. Förtsch aus Millingen). 24. September, Dorrn. 9 Uhr:Luthers Stellung zu den sittlichen und sozialen Nöten feiner Zeit und ihre Dorbildliche Bedeutung für die eoangelische Kirche". (Professor T. Seeberg). Nachm. 4 Uhr FestDersammlung auf der Wartburg.Tie Lutherbibel und das deutsche Volk". (Senior T. Behrmann- Hamburg.) Abend 8 einhalb Uhr öffentliche Abend-Ver­sammlung:Bilder aus der Inneren Mission m Thü­ringen". 25. September: Spezial-Konferenzen.Tre Seelsorge an den Gefangenen". (Tw. D. Koblinski.)Tas Bürgerliche Gesetzbuch und die Innere Mission". (Tr. Stammler-Halle a. S.)Neue Wege der weiblichen Dia­konie." (Missionsinspektor A. Schreiber-Bremen.)Die Auf­gabe der christlichen Gemeinschaften gegenüber der Kirche und ihrer Inneren Mission." (Superintendent Streetz.) Öffentliche Abendversammlung um 8 Uhr mit Ansprachen über unsere Aufgaben gegenüber a) den Seeleuten, b) den Kellnern und c) den Dienstboten. 26. September: Zweite HauptDersammlung Dormittags 10 Uhr.Tie Freiheit der Kun st'. (Prof. Tr. Karl Kinzel.) Sckilußgottesdienst in der Georgenkirche nachmittags 4 Uhr. (Generalsuper- intenbent Lohr.) Die Verhandlungen über bieFreiheit der Kunst' und über dieneuen Wege" im Diakonissen- wege können lebhaftestes Interesse beanspruchen.

T i e A u e r s ch e O s m i ii Ni l a m p e. Von der Osmium- qlühlampe hat die Oeffentlichkeit seit längerem nichts ge­hört Daß mau es nicht mit einer der zahlreichen tedy= Nischen Eintagsfliegen zu thuii hat, die nach dem ersten geräuschvollen Auftreten schnell in Vergessenheit geraten, tonnte allerdings oon Dornhereiii angenommen werden, denn der Name Auers, des Erfinders, bürgt schon für die Ernsthaftigkeit. In der That ist m der Zwischenzeit ruhig und sorgfältig an der Ausbildung der Lampe weiter ge­arbeitet, und die Vorbereitungen zur gewerblichen Benutz­ung scheinen auch noch nicht ganz abgeschlossen zu fern. Ter jetzige Zustand der Lampe läßt aber mit Sicherheit erwarten, daß bie barauf gesetzten Hoffnungen in Erfüll­ung gehen werden, daß sie eine elektrische Glühlampe Don genügenb langer Tauer bei gleichmäßig niedrigem Watt- Derbraud} werden wird. Tie frühere Angabe eines Ver­brauches Don nur 1 einhalb Watt für die Kerze, gegen 3 Watt bei der gewöhnlichen Kohlefadenglühlampe, soll sich betätigen. Die meisten Schwierigkeiten soll der schon früher gekennzeichnete Uebelstand bereiten, daß das Os-

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:Hickel und Eisenberg. Letzterer ist jetzt in Berlin. Einige andere hatten dunkle Bärte. Marten hatte einen kleinen Anflug. Staatsanw. Meyer: In der ersten Instanz haben Sie ausgesagt. Sie hielten den Marten zur Begehung einer solchen That für fähig wegen seines großen Jähzorns. Zeuge: Tas* habe ich nicht ausgesagt Staats auw.: Nun, halten Sie ihn. so frage ich jetzt, für fähig, daß er im Jähzorn plötzlich jemand töten kann? Z e u g e schweigt Derlegen. Staatsanw.: Nun, wenn Sie iiicht wollen, so brauchen Sie nidjt zu antworten. Ist Reinisd) wegen Totschlags oder wegen Körperoerletzung bestraft wor den? Buppersch: Ich glaube wegen Körper Der letzung. Ver teibiger Horn: Ist es richtig, daß Rittmeister D. Krosigk Jhneii und Hickel öfter im Mauöoer jedem eine Flasche Wein gegeben hat? Zeuge: Jawohl, öfters gab Rittmeister v Srrofigf Wein an den Biwackabenden. Präs.: Wir werben oom alten Marten noch hören, daß Herr D. Krosigk ihn öfter an patriotischen Tagen zu einem Glase Wein eiu- getaben l>at. Haben Sie auch mandpnal mit bem Ritt meister Wein getrunken? Zeuge: Nein, aber Bier. Präs.: Tas heißt also wohl, daß der Rittmeister zwar einerseits streng war, sich aber andererseits den Leuten gegenüber auch wieder wohlwollend zeigte. Zeuge: Jawohl. Präs.: Haben Sie für den Rittmeister auch das Hochzeitsgeschenk oesselben für Hickel ausgesucht? Zeuge: Ja, es war ein Oelbild im Werte von 20 Mark.

(Fortsetzung im 2. Blatt.)

Politische Tagesschau.

Zu der FrageAusländer auf deutschen Hochschulen" wird in derPost" folgendes beachtens­werte Material herbei geb racktt:Ein weiteres Erfordernis für die Zulassung ausländischer Studenten ist der Nachweis einer unseren Anforderungen entsprechenden Vorbildung. Man weiß allgemein, daß auf diesem Gebiete noch schwere Mängel zu beseitigen sind. Ein großer Prozentsatz unserer sirudentischen Gäste hat eine absolut unzureichende Bildung, und wenn er trotzdem zum Studium zugelasseu wird, wäh­rend ein Inländer abgelehnt würde, so bedeutet bas eine Schäbigung unserer eigenen Bevölkerung. Es wird sogar in eingeweihten Kreisen mit der Möglichkeit gerechnet, daß nicht alle Zeugnisse echt sind. Tie Jünger der alma mater kommen oft aus weiter Ferne und ihre Mutter­sprache zählt nickst immer zu den internationalen Verkehrs­sprachen, deren Kenntnis man bei den Hochschulbehörden ooraussetzen könnte. Um so schwieriger ist also die Prüf­ung der Zeugnisse und um so leichter eine Irreführung durch unrichtige Ausweispapiere. Es wäre deshalb immer­hin zu erwägen, ob nicht in Zukunft eine bestimmte, lang ausgedehnte Meldefrist vorzusehen ist, innerhalb deren bie eingerekchteu Zeugnisse durch die Organe unseres aus- roärtigeu Dienstes geprüft werden. Jedenfalls dürfte es sich empfehlen, burd> Stichproben nachzuprüfen, ob die, wie gesagt, in eingeweihten Kreisen herrschende Meinung eine gewisse Berechtigung hat. Sollte sie in der That eine Bestätigung finden, so wäre natürlich die sofortige Verfügung der Kontrollmaßregeln unerläßlich."

Man schreibt uns aus Berlin, 15. August:

Ter Bau von Kanonenbooten hat schon manche Wandlungen erfahren. Eine Zeit hindurch hieß es sogar, Die Marineleitung werde diesen Schisfstyp ganz aufgeben und dafür kleine Kreuzer bauen. Tie Vermutung war, wie )as Flotteugesetz erwies, unbegründet. An geeigneter Stelle sind diese kleinen, flachgehenden, gut armierten Boote von bedeutendem Nutzen, und als solck-e Stellen sind besonders Die chinesische Küste und die großen chinesischen Ströme zu nennen. Tas KanonenbootIltis" war es be- (anutlid), das in der Seeschlacht vor Taku die deutsche Flagge zum Siege führte. Außer demIltis" liegen und verbleiben noch drei moderne Schiffe der gleichen Gattung auf der vstasiatischen Station. Eine Verbesserung m der Konstruktion der Kanonenboote hat sich indessen auf gründ der im chinesischen Kriege gewonnenen Erfahrungen als erforderlich erwiesen: die V e r g r ö ß e r u n g d e r Kohlen- lunfer um die Hälfte des jetzt dafür vorgesehenen Sck)ifss- aume^, wodurch der Aktionsradius der Boote bedeutend rtoeitert ivird. Tas in Tanzig der Fertigstellung ent- qesengeljenbe KanonenbootPanther" wird diese Neuerung bereits aufweisen, die naturgemäß auch den Gefechtswert i-Des Fahrzeuges entsprechend erhölst.