Ausgabe 
18.7.1901 Zweites Blatt
 
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habe sie geschlagen, bezw. zur Treppe hinuntergestoßen, wodurch .der Tod verursacht worden sei. Infolgedessen wurde die auf gestern angesetzte Beerdigung der Frau Weit untersagt. Heute Nachmittag wurde der schon stark in Verwesung übergegangene Leichnam durch die Medizinal­behörde von Friedberg in Gegenwart einer Butzbacher Ge­richtsdeputation und des Oberstaatsanwalts von Gießen obduziert. Nach dem Sektionsbefund ist die Verstorbene jedoch keineswegs das Opfer einer strafbaren Handlung geworden. Sie litt vielmehr an Tuberkulose. Die Beerdig­ung der Leiche erfolgte noch heute abend auf unserem Fried­höfe.

Darmstadt, 17. Juli. Staatssekretär Graf Posa- dowsky ist gestern vormittag 8 Uhr aus Berlin eingetroffen. Graf Posadowsky besichtigte alsbald mit seiner Begleitung, Die unter Leitung des Geh. HoftcttS Profeffor Dr. Paul Wagner stehende landwirtschaftliche Versuchsstation, die als mustergiltig in ganz Deutschland bekannt ist.

fc. Darmstadt, 16. Juli. Unsere Dragonerregimenter Nr. 23 und 24 haben den Uebungsplatz Senne bei Pader born bereits am SamStag verlassen. Sie nehmen an der gestern bereits gemeldeten großen Uebung der 21. Division bei Butzbach teil und kehren am 27. Juli hierher zurück.

Offenbach, 16. Juli. Mittelrheinisches Jubi- läums-KreiSturnfest. Am Montag Morgen traten die Kampfrichter schon um 6 Uhr zur Sitzung für die Einzel' We tkämpfe zusammen, die um 7 Uhr ihren Anfang nahmen. Gegen Mittag hatte das Einzel Wettturnen sein Ende er reicht. Die Verkündigung der Sieger fand abends in der großen Halle statt. Preisträger waren die folgenden Turner:

1. W. Listmann, Tg. Worms, 68. 2. I. Schuler, Tg. Born- heim, 66»/, 3. P. Emmerich, Tas. Offenbach. 4. ft. Müller, Tv Gießen. 5. I. Müller. Tv. Offenbach. 6. Fr. Sauer, Tai. Wies­baden. 7. H. Winter, Tgs Offenbach. 8. Fr. Peter, To. Offenbach. 9. ft. Jost, Tv. Baumholder. 10. Phil. Dümtg, Tgs. Offenbach, 11. Ph. Hofmann, Tgs. Offenbach. 12 H. Hrnß, Tg. Bornheim. 13. ft. Senff, Tgs. Bürgel. 14. ft. Gölzenleuchter, Tg. Bornheim. 15. Karl Grebe, To. Offenbach. 16. H. Kaiser, To. Fechenheim. t. Mayer, To. Oberstetn. 17. R. Haßler, Tg. Griesheim. 18. E. rescher, Tg. Frankfurt. 19. E. Steinmetz, Tv. Oberstetn. 20. W Waber, Mio. Wiesbaden, Jos. Helmer, Tgs. Rödelheim. 21. I. Bau­mann, Tg. Bruchköbel. 22. W. Rossel, To. Wiesbaden. 23. G. Schneider, Tv. Oberstein, W. Wevkcl, Tv. Oberstetn. 24. ft. Fries, Mto. Saarbrücken, ft. Böller, To. Frankfurt, Ph. Spahn, Tgs. Hanau, Fr. Struth, Tg. Ingelheim. 25. M. Schmitt, Tgs. Sachsenhausen. 26. H. Hetdt, Tv. GrieSbeim. 27. A. Haag, Tv. Sachsenhausen. 28. G. Bergmann, Tgs. Offenbach. 29. R. Klein, Tv. Oberstein. 30. Fr. Fanck, Tg. Hanau. 31. E. Günther, Tgs. Winkel. 32 O. Gabel, Tv. Obertiefenbach Hettstetn, O. Schlegel, Tg. Hanau. 33. Ehr. Lecher, Tg. Frankfurt, H Rotb. Tv. Kastel. 34. Fr. Schmidt, Tg Darmstadt. 35. A. Klein, Tv. Oberstetn, A. Mögler, Tv. Frankfurt, ft. Nagel, Mtv. Wiesbaden. 36. Lor. Althaus, Tv.Vorwärls"- Heddernhetm. 37. F. Fleck, T.- u. F.-Kl. Frankfurt, G. Knott, Tv. Ntederrad, ft. Htrth, Tv. Ofienbach. 38. ft. Esch, Tv. Niederrod, Fr. Rix, Tv. ftesselstadt, H. Merkschtn, Mtv. Wiesbaden, W. Kähm, Tv.Vorwärt8"-Bock-nheim. 39. Jos. Etsenegger, Tg. Frankfurt, Jos. Keller, Tgs. Offenbach. 40. PH. Böiger, Tv. Neu-Isenburg. 41. Joh. Staub, Tv. Griesheim. 42 B. Nedrtch, Tv. Mombach. 43. Fr. Morch, Mlv. Saarbrücken. 44. Joh. Gebhardt, Tv. Ober ursel, F. Kurz, Tg. Darmstadt, G- Bull, Tv. Offenbach. 45. H. Wulf, Tv. Ntdda. 46. H. Begge, Tv. Offenbach, E. Förster, Tv. Sachsen hausen, W. Ptlhau, Mlv. Wiesbaden. 47. K- Bauer, To. Bieber, A. Derschow, Tv. Alzey, W. HtlS, Tv. Offenbach. 48. A. Egly, Tg. Bornheim. 49. E. Meng, Tv. Idar, W. Dörr, Tgs. Bornheim, ft. Dauphin, To. Oberstetn. 50. Bltmmel, Tv. Bieber, L. Meyer, Tv. Offenbach. 51. Ph. Schneider, Tv. Bischofsheim. 52. W. Haag, Tgs, Sachsenhausen, O. Decker, Saarbrücken, Ph. Adam, Tgs. Bürgel 53. M. Gast, Ntederrad, Jos. Kern, Griesheim, Fritz Laun, Tgs. Rüsselsheim. 54. G Heck, Tv. Nted, Fr. Holland, Tv. Eltville. 55. ft. ftruck, Tgs. Sachsenhausen, Ad. Bauscher, Tg. Darmstadt, E. Späth, T.- u. F.-Kl. Oberstein, H. Habbelt, Tg. Bornheim. 56. F Sauer, Undenheim. Außerdem erhielten 20 Turner lodende Erwähnungen, welche die vorgeschriebene Punktzahl säst erreicht hatten.

Mit dem Einzel-Wettturnen war ein guter Teil der Auf gaben des Turnfestes erledigt. Kampfrichter und Turner fanden sich nunmehr zum Festmahle zusammen, bei dem eine große Anzahl von Toasten ausgebracht wurden. Während des Essens konzertierte die Kapelle des 168. Infanterie Regi­ments. Am Nachmittag fand auf dem Turnplätze ein Sonder-Wettturnen (Dreikampf) statt. Außerdem wurden Schleuderball, Tambourinball, Faustball und Fußball ge­spielt. Im Sonder-Wettturnen siegte Ad. Schneider, Mtv. Wiesbaden, unter 50 Teilnehmern mit 22ya Punkten. Am Abend war der Andrang zum Festplatze wieder sehr stark Die große Halle, in der Aufführungen vom Samstag wiederholt wurden, füllte sich sehr bald, und als die Re­sultate der Einzel-Wettkämpfe verkündigt wurden, war der Andrang so groß, daß die Eingänge abgesperrt werden mußten. Ganz ohne Zwischenfall ging übrigens das Fest nicht ab. Gegen Abend versagten bet einem Lokal bahnzug anscheinend die Bremsen, die Maschine fuhr über die Drehscheibe hinaus und vergrub sich in den Ueber- gang. Personen wurden nicht verletzt. Die Maschine konnte jedoch durch eine andere zurückgezogen werden, und nach einer kurzen Unterbrechung war der Verkehr wieder hergestellt,

() F r a n k f u r 1 a. M., 17. Juli. An der am 5.21. Ok­tober hier stattfindenden Ausstellung für Unfall-Schutz und Verhütung, Sanitäts- und Rettungswesen werden auch d>as Reichsversicherungsamt und das Reichsgesundheitsamt mit geeigneten Objekten teilnehmen. Das Reichsversicher­ungsamt wird u. a. eine Reihe jener Objekte, welche für die in Berlin zu begründende ständige Ausstellung für Ar­beiterwohlfahrt bestimmt sind, zur Vorführung bringen. Gegen 1000 Photographien, etwa 500 Modelle und eine Reihe statistischer Tafeln, verschiedene Drucksachen usw. wer­den zur Ausstellung geschickt werden. In ähnlicher Weise wird auch das bayerische Ministerium des Innern an der Ausstellung teilnehmen, das den König!. Fabrik- und Be­werb einspektor Pöllath mit dem Arrangement der in Be­tracht kommenden Ausstellungsgegenstände beauftragt hat. Die König!. Württembergische Zentralstelle für Hande! und Gewerbe in Stuttgart wird ebenfalls eine Auswahl aus der im Landesgewerbemuseum befindlichen Abteilung für Unfallverhütung usw. zur Vorführung bringen. Eine Reihe weiterer Behörden, Städte, Anstalten und Vereine werden sich an der Ausstellung beteiligen, so daß wohl ein er­schöpfendes Bild des jetzigen Standes der Unfallverhütung und des diesbezüglichen Sanitäts- und Rettungswesens geschaffen werden dürfte.

** Kleine Mitteilungen an» Hessen nutz den Rachiarstauten. In dem Orte Rhein-Dürkheim hat am 15. Juli nach mittags während eines Gewitters eine Windhose bedeu tende Verheerungen angerichtet. Dächer wurden abgedeckt, Stallungen und Scheunen niedergelegt, Schornsteine abge­stürzt, mächtige Bäume entwurzelt, Grabsteine nmgestürzt

Telephonischer Kursbericht.

Tendenz fest.

Höchste Temperatur em 15.

bis

^Niedrigste

15.

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90.80

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97.00

48.00

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26.35

80 90

26 60 C.

11,5° C.

München, 16. Juli. Am 25. Mai 1898 fuhr die Gattin des Malers Degen, die erst einige Tage in München weilte, mit der Tram­bahn vom Viktualienmarkt nach Giesing, um die Stadt zu sehen. Sie wurde am Mariahllfplatz von dem Kontrolleur mit einem ungiltigen Fahr- biBet betroffen, obwohl sie sich nachgewiesenermaßen bei der Abfahrt einrichttges gelöst hatte. Die Frau gab an, sie habe daS Billet von dem Kondukteur Schlicht erhalten, der aber dies auf das entschiedenste bestritt und be­

hauptete, die Frau müße ihr «Ulet verloren und im Moment der Kon­trolle ein altes am Boden aufgehoben haben. Wiewohl die Frau sich bereit erklärte, gern die 10 Pfg. nachzubezahlen, meldete der Kontrolleur der Trambahndirektion den Vorfall mit der Folge, daß Schlicht suspendiert und dann entlasten wurde mit dem Auftrage, die Trambahndirektion zu verklagen. Wenn sich in diesem Prozeffe Schlichts Unschuld herausstellte, iehe seiner Wiederanstellung nichts im Wege. Dies that jedoch Schlicht nicht, sondern velklagte Frau Degen wegen Beleidigung, worauf die Tram- bahndlreklion von einer Wiederanstellung Schlichts Abstand nahm, in Erwägung, daß, wenn ihre Bediensteten in einem solchen Falle die Fahr­gäste einfach verklagen, ihr jede Handhabe für ein Vorgehen gegen un­treue Bedienstete genommen sei. Andererseits würden bie Trambahngäste sich fürderhin scheuen, einen solchen Vorfall zur Anzeige zu bringen, da sie Klagen riskierten. Diese Beleidigungvklage wurde in einem für Schlicht günstigen Vergleich erledigt, worauf dieser die Trambahndirektion auf rückständigen Lohn für nicht eingehaltene Kündigungsfrist beim Amts­gericht für Zivilsachen verklagte, den Prozeß gewann, jedoch in der Be­rufungsinstanz vom Landgericht zurückgewiesen wurde, da die Sache vor dem Gewerbegericht anhängig zu machen gewesen sei. Dieses Gewerbe­gericht rief nun Schlicht ebenfalls wieder nicht an, sondern verklagte die Frau Degen auf Entschädigung von 300 Mk. vorläufig, um einen noch in der Zuständigkeit deS Amtsgerichts liegenden Erstentscheidfall zu haben. Frau Degen sei verpflichtet, ihm seinen Verdienstentgang durch oie infolge ihrer Schuld erfolgte Entlassung zu ersetzen, und zwar von der Zeit seiner enbgütigen Entlastung bis Dezember 1898, zusammen 153 Tage zu 3,50 Mk. Lohnentgang und 1,50 Mk. Trinkgeldentgang für den Tag, in Summa 765 Mk. Die von dieser Summe eingeklagten 300 Mk. Entschädigung wies das Amtsgericht als unbegründet zurück, doch verurteilte das Landgericht als Berufungsinstanz die Frau Degen unter Aufhebung des erstrichterlichen Urteils zur Zahlung. Auf Grund dieses Urteils reichte nun kürzlich Schlicht beim Landgericht auch die Klage auf den Rest der geforderten Entschädigung in der Höhe von 465 Mk. ein, sodaß Frau Degen, der das Trambahnbillet ohne Kosten bis jetzt auf 300,10 Mk kam, unter Umständen ihre Fahrt mit der Trambahn vom Viktualienmarkt in die Aue auf 765,10 Mark zu siehen kommen kann!"

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Frankfurt, den 17. Juli.

201.00

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Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

DaS gestrige Eingesandt kann man nur unterstützen. Die Neben­straßen werden sehr vernachlässigt, so auch der Tiefenweg, der dm garzen Sommer über kein Gteßfaß zu fehm bekommt, und wo noch vtelwentger die Kanäle desinfiziert werden.

Die Einwohner des Tieienweas.

16. Juli

16. ,

Humoristisches.

Examenwersheit. Aus einer Referendar-Prüfung in Berlin wird folgender Scherz erzählt. Der Examinator Profeffor H. fragt etnm Kandidatm:Ist die Hundesteuer eine direkte oder indirekte Steuer?" Kandidat:Eine indirekte Steuer." Examinator: Woraus schließen Sie das?" Kandidat:Well die Steuer nicht oom Hunde direkt erhoben wird."

Aagd und Sport.

Luzern, 16. Juli. Bet der internationalen Ruder- re g a t t a spielten die deutschen Rudervereine bei starker Kon­kurrenz namentlich von Seiten Italien und der Schweiz eine brillante Rolle. Dm Wanderpreis der Stadt Luzern im Vierer gewann der Frankfurter Ruberveretn. Der Karlsruher RuderklubSalamander" siegte im Vierer-Allenwindenpreis, Frankfurt folgte an zweiter Stelle. Im Doppelzweier siegte der RudcrvereinUndtoe"-Offmb«ch. Im Skiff wurde Guckes aus Offenbach Erster. Den Preis im Achter- sabrm aewann der Frankfurter Ruderverein arohartia.

Ärmste Meldungen.

W. Lyon, 17. Juli. (Tel.-Meld. d.Gieß. Anz.") Wie ein hiesiges Blatt meldet, erreichte gestern morgen eine ganze Kompagnie Alpenjäger in voller Ausrüstung unter Führung des Hauptmanns Tabonis den Gipfel des Montblanc. In Chamounix wurde das glückliche Gelingen der Besteigung durch Böllerschüße gefeiert.

Kassel, 16. Juli. Die Kaiserin ist um 12 Uhr nachts in WilhelmShöhe angekommen.

Köln, 17. Juli. Ein Zug der Vorgebirgsbahn wurde bei Roisdorf durch schwere Steine, die von Bubenhand auf die Schienen gewälzt sind, gestern zum Entgleisen gebracht. Der Heizer wurde sehr schwer, mehrere Passagiere leicht ver­letzt. Die Lokomotive ist stark beschädigt.

München, 16. Juli. DieM. N. N." melden aus Griesen: Der Hamburger Kapellmeister Schwormstädt nebst Fran verirrten sich am 15. Juli auf dem Wege über Thoerlen am Etbsee und mußten die Nacht im Freien zu­bringen. Schwormstädt stürzte ab und erlitt starke Kopf­wunden, scheinbar auch innere Verletzungen.

Rora (Schweden), 16. Juli. Gestern nachmittag er­eignete sich eine heftige Explosion in der eine halbe Melle von hier gelegenen Pulverfabrik Gyttong. Sieben Gebäude flogen in die Luft. 4 Personen wurden ge­tötet, 5 leicht verletzt. Der Wald in der Nähe der Fabrik fing Feuer.

Oran, 17. Juli. Max Regis wurde auf dem Wege zum Kasino durch einen Mefferstich im Nacken verwundet. Der Angreifer wurde verhaftet. Infolge des Anschlages kam es zu Tumulten, wobei 30 Personen festgenommen wurden, darunter Louis Regis.

u. s. w. Die auf den Feldern liegende Frucht wurde in alle Winde zerstreut. Der Schaden ist sehr bedeutend. Eine ähnliche Erscheinung wurde am Vormittag desselben TageS in der Nähe von Bad-Nauheim bemerkt, wo gegen 9 Uhr früh in der Nähe der Saline eine Sandhose von zirka 2 Meter Durchmeffer beobachtet wurde. Ein dreißig Jahre alter Schlosser war am Montag Nachmittag im städti schkn Krankenhause zu Frankfurt a. M. mit Reparaturen beschäftigt. Im Pavillon 5, Über dem Reservoir, das kochendes Wasser enthielt, war er zuletzt thätig und ist zur Besperzeit vermißt worden. Als man nach der Ursache forschte, fand man den Unglücklichen, mit Hose und Blouse i-effcibet, in dem Reservoir verblüht als Leiche vor.

Kreditaktien . . Dißkonto-Kommandit Darmstadter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsgee. Oesterr. Staatsbahn Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochum .... Harpen« . . .

Meteorologische Beobachtungen

der Stativ« Gieren.

Reiohsanleihe . do

Konsole . . .

do ...

Hessen . , .

5% Italien. Bente . .

40/0 Griech. Monop.-Aul.

8 0/0 Portugiesen , .

8 0/0 Mexikaner . . «

41/5 % Chinesen . . .

glichet verzichten auf die sofortige Auszahlung der vertragsmäßigen Tantiemen und we den dieselben bis zur nächsten Generalversammlung zinslos der Gesellschaft überlasten.

Gera, 16. 3ult. Die älteste Kammgarnspinnerei im hiesigen Jndustrtebezlrke I. C. G. Neumerkel ist infolge des Zusammen­bruches der Leipziger Bank in Konkurs geraten. Sie hatte bei der Bank einen Kredit von 300 000 Mk. und dafür einesteils umfangreiche Grundstücke verpfändet, anderntells außerdem größere Accepte gegeben Die Wechsel sind von der Leipziger Bank vor dem Krache begeben und jetzt protestiert worden. Sie konnten nicht so schnell gedeckt werden, wie Zahlung verlangt wurde, so baß der Konkurs unausbleiblich war. Bemerkt sei, daß die verpfändeten Grundstücke zum 23fachrn Preise veräußert werden können von dem, den sie jetzt erzielen dürften, wenn mit der Veräußerung e8 nicht so eilig geben würbe. Eine private Regelung hat sich in Folge der durch den Bankkrach hervorgerufenen finanziellen Mißverhältniste nicht ermöglichen lasten. DaS Geschäft, daS gut prosperiert und Aufträge 618 in den Winter hinein bet, wird weiter geführt. Men hofft, daß sich ein Arrangement treffen läßt, be8 den Fortbestand brr Neurnerkelfchen Kemmgarvfptnnerei gewähr­leistet

Vermischter.

* Konstantinopel, 16. Juli. In Chios, der Hauptstadt der gleichnamigen Insel, sind zwei pest ver­dächtige Erkrankungsfälle vorgekommen, von denen einer tötlich verlief.

* New-York, 16. Juli. In der großen Mais-Region hielt die große Hitze auch gestern noch an. In Kansas hat sich die Ernte durch Regenfälle gut erholt, namentlich in den südlichen und östlichen Teilen des Staates. Die Wetterprognose des Wetterbureaus in Washington kündigt stürmisches Wetter für einzelne Teile des Maisgebietes an. Handel vnd Verkehr. Volkswirtschaft.

Sch«»ert.Gts«llschaft und ElektrtzttLtswetck Jaice. Wie oie Erwerbung der Jatce-Aktien die Schuckert-Gesellschaft nötigen konnte, die als aeibUnt eusgewiesmc und beantragte Dividende im letzten Augenblick zurückzuhalten, darüber hat die Verwaltung seither genügenden Ausschluß nicht gegeben, ebensowenig über ihre Beteiligung an dem Jaice-Wrrk überhaupt. Aus der Erklärung des Ausstchtsrats ergab sich nur, daß Schuckert von der Leipziger Bank Jaice-Akttcn für den Betrag von 4.20 Mill, angetauft habe, für die der Kaufpreis erst in zwei Jahren zu entrichten gewesen wäre. Um diese Aktien in ihren Besitz zu bekommen, sei die Schuckert-Gesellschaft genötigt ge wesen, den Kaufpreis sofort zu erlegen. Das ist schwer verständlich und eS wurde auch durch den mündlichen Zusatz des Generaldirektors nicht viel klarer, wonach die Jaice-Aktien bet einer Wiener Bank hinterlegt wurden und dort durch irgend einen der Gläubiger der Leipziger Bank mit Beschlag belegt werden konnten; denn da die Schuckert-Gesellschast schon 1900 die Aktien gekauft hat, so konnte je­in erster Linie fie selbst die Beschlagnahme erwirken. Der Aufschluß liegt darin, daß sich die Schuckert-Gesellschaft darauf eingelasten hatte, den Kaufpreis durch Wechseltrassterung zu etzkomptiercn, und daß nun­mehr für diese Wechsel unerwartet Zahlung geleistet werden mutz. Aber auch damit wird weder die Transaktion noch die gezahlte Summe hinreichend erklärt. Von den Schuckert'schen Geschäftsberichten enthielt der für 1898/99 die Angabe, daß die Anlage in Jaice in Betrieb ge­setzt wurde, und er verzeichnete im Effektenbestand der Gesellschaft Bereits Jaice-Aktien mit Mk. 1.70 Millionen; im Bericht für 1899/1900 figurierten sie mit dem gleichen Betrag. Ende 1900/01 dagegen waren fie aus Mk. 3,910,586 angewachfen. DaS Aktenkaptta! von Jaice be­trug mfprüngltch ftr. 6 Mill, gleich Mk. 5.10 Mill.; wenn Schuckert hiervon bereits anfänglich Mk. 1.70 Mill., also den dritten Tell besaß, so kann sich bk- spätere Transaktion mit der Leipziger Bank nur auf die restlichen Mk. 3.40 Mill, bezogen haben, sodaß die Schuckert- Gesellschaft, da sie Mk. 4.20 Mill, nach Leipzig zu zahlen hatte, diese Aktien hiernach mit einem Aufgeld von 0 80 Mill, oder nicht viel seniger als 25 Prozent erworben hätte. Das steht mit dem letzten Geschäftsberichte der Leipziger Bank tm Einklang, wonach diese die Jaice-Aktienungeteilt mit gutem Nutzen" verkaufte; auch wird be­stätigt, daß thatsächlich an die Mitglieder deS Jaice-ftonsortiums ein Gewinn zur Ausschüttung kam, obwohl eine Reduktion deS Aktien­kapitals tn Sicht war und an Erträgnis auch am Samstag noch nur 4 bis 4,6 Prozent, selbst dies erst für die Zukunft, tn Aussicht gestellt wurden! Mußte man rtz angesichts btffm als ganz unverständlich bezeichnen, daß Schuckert noch im vorigen Jahr das Werk von Jaice angekauft und dafür sogar noch Gewinn herausgezahlt hat, so darf man nicht unerwähnt lassen, daß ein derFranks. Zig." zugehendes Schreiben versichert, die Lösung des Rätsels liege darin, daß die An­lage in Jaice große Mängel tn ihrer Einrichtung aufgewiesen habe und deshalb von Schuckert zurückgenommen worden sei. Auch dicS beweist, wie dringend eingehendere Aufschlüsse notthun. Die Bosnische Elektrtztlätsgesellschaft Jaice wurde tm Mai 1897 errichtet, um Wasser kcäste zu verwerten, zunächst den Jezero-See und die damit zusammen- bängenden Gewässer in Jatce, in erster Reihe behufs Erzeugung von Calcium-Carbtd und Nalrium-Chlorat. In die Verwaltung traten u. a. ein: Direktor Adolf Schmidt-Kassel, Direktor A. H. Exner- Leipztg, ein späteres Verzeichnis enthielt noch Dobel von der Leipziger Bank als Mitglied. Als Generalfekretär dieser Gesellschaft wurde Dr. Anspitzer genannt, der zuletzt als Syndikus der Trebergesellschaft »eroortrat. Für das Jabr 1898 wurden 5 Proz. Bauztnsen gezahlt, unter Angabe, daß der Betrieb mit 8000 P.S. begonnen habe. Ob nachher Betriebsgewinne erzielt wurden, darüber fehlen Angaben. Im November 1900 wurde aus Wien berichtet, die Gesellschaft wolle thr Aktienkapital reduzieren und Kr. 4 Mill. Obligationen ausgeben, die durch Vermittlung der Bosnischen Landesbank von einem belgischen Konsortium bevorschußt seien. Damals berichtete die Schuckert-Gesell- fchast erläuternd, die Anlage in Jaice solle im Einvernehmen mit der Regierung größer ausgebaut werden, als ursprünglich projektiert war; im Zusammenhang damit erfolge die Ausgabe von ftr. 4 Mill. Obli­gationen, von denen ftr. 2 Mill, oalutafrei hergegeben werden gegen einzuziehende ftr. 2 Mill. Aktien, sodaß ein Verlust hierdurch nicht entstehe. Immerhin blieben dann nur ftr. 4 Mill. Aktienkapital übrig, d. i. Mk. 3.40 Mill, nominal, sodaß desto unverständlicher wird, rote die Nürnberger Verwaltung mit dem Konsortium der Leip­ziger Bank einen Akttenkauf abschlteßen konnte, bet dem bie Schuckert- Gesellschaft, obwohl schon vorher Besitzer von Jaice-Aktten mtt Mk. 1.70 Mill., noch weitere Mk. 4 20 Mill, nach Leipzig zu zahlen batte, auch wenn sie etwa für ihren anfänglichen Aktienbestand von ftr. 2 Mill, mit Kr. 2 Mill, der neuen Obligationen abgefunden worden ist. Seitens der ElektrizttätSgesellschaft vorm. Schuckert & Co. wird erklärt, daß der vorgetragene Gewinn pro 1900/01 von fün Millionen Mk. für die Aktionäre unoerloren und tn der nächstjährigen Generalversammlung unverkürzt verfügbar sei. Die VorstandSmit-

Juli

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