Ausgabe 
17.10.1901 Zweites Blatt
 
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Nr. 344

Zweites Blatt-

151. Jahrgang.

Donnerstag 17. Oktober 1901

Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags.

Die Giehener FamUieo. oiatter werden dem An­zeiger im Wechsel mit dem »Hess. Landwirt* und den .Blattern für hessische Volkskunde* mermal wöchentlich bei­gelegt.

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Samoa.

Von geschätzter Seite wird uns geschrieben:

Aus den deutschen Gebietsteilen der Schiffer-Inseln sind in den letzten Wochen Berichte eingegcmgen, die zu einigen Bemerkungen Anlaß gaben. Der Eindruck, den der Gou­verneur Dr. Sols gelegentlich einer Informationsreise durch die Insel Sawaii von Land und Leuten gewonnen hat, ist im allgemeinen günstig gewesen. Dr. Solf wurde, wie er meldet, überall gut ausgenommen und sand mit wenigen Ausnahmen seine Anordnungen befolgt. Wenn er gleichf- wohl zu dem Schluß gekommen ist, daß den Eingeborenen gegenüber größere Strenge angezeigt sei, so mögen ihn triftige Gründe leiten. Tie Kolouialvcrwaltung würde aber gut thun, darauf zu halten, daß das Wohltvollen hei der Behandlung der Samoaner stets in angemessener Weise zur Geltung kommt. Gerade dieses Naturvolk ist nach, dem Urteil aller Südseekenner, und besonders da, wo es mit den Europäern wenig Berührung hatte, gutmütig und zu­traulich. Verfehlungen dieser harmlosen Naturkinder gegen Vorschriften der deutschen Verwaltung mit harten Strafen zu ahnden, könnte also leicht eine andere als die beabsich­tigte Wirkung haben, die Zuneigung in Haß verwandeln, zumal bei dem sanguinischen Temperament der Samoaner. Es liegt umsomehr Veranlassung vor, diese nicht vor den Kopf zu stoßen, weil der Plantagenbetrieb ohne die ein­geborenen Arbeiter nicht die Entwickelung nehmen kann, die sich ihm dem Anschein nach eröffnet, besonders hinsichtlich des Kakaobaues. Die Bedingungen für den Anbau dieser Frucht sind auf Samoa ebenso günstig wie auf Ceylon und Trinidad. Von glaubwürdiger Seite wird sogar versichert, daß der Durchscchrittsertrag auf Samoa größer sei, und die Bäume ehre Früchte tragen.

Ein weniger erfreuliches Bild zeigt die Schiffsver­bindung dieser Südseekolonie. Die von privater Seite eingerichtete, freilich nur mit einem Dampfer betriebene Linie Apia-Honolulu ist leider nach, kurzem Bestehen einge- gangen, weil der aus Neuseeland bezogene Dampfer sich! als für diese Zwecke nicht brauchbar erwiesen hat. Dadurch ist die Anschlußverbindung an die n-ord-pacifische Linie nach San Franzisko in Fortfall gekommen, ein für die Beför­derung der Post, Passagiere und Handelsgüter mißlicher Umstand. Die 'Deutschen aus Samoa hoffen nun, daß die von der Hamburg-Amerika-Linie geplante Einrichtung einer regelmäßigen Schnelldampferfahrt von San Franzisko nach Ostasien zur Eröffnung einer Zweialinie nach, Samoa führen wird. Es wäre dies ja wünschenswert, doch die Hamburger Rhederei hat von einer solchen Absicht bisher nichts verlauten lassen. Bei den durch die große Entfernung von Apia nach Honolulu 4000 Kilometer bedingten, erheblichen Kasten einer deutschen Postdampfer-Verbindung mit Sainoa müßte wohl die Voraussetzung, ein lohnender Handel, gegeben sein. Doch dieser Handel, zu dessen Stapel­platz die Schiffer-Inseln vermöge chrer natürlichen Lage be­rufen sind, kann fidji auf Samoa erst dann entfalten, wenn dort ein genügend großer, wettersicherer Hafen vorhanden fein wird. Da ihn die Natur versagte, muß ihn die Technik -schaffen. Durchaus zeitgemäß ist deshalb der Hinweis der Deutschen Kolonialztg." auf das Samoa benachbarte ameri­kanische Pay-Payo, das zum brauchbaren Hafen für ihre Handels- und Dnegsfahrzeuge auszugeftalten, die Ameri­kaner eifrig bemüht sind. Die Anlage eines ähnlichen

Hafens auf Samoa ist also wohl das hauptsächlichste Be­dürfnis dieser Kolonie. Ist der Hafen erst geschaffen, dann dürste die Schnelldampfer-Verbindung Samoas mit der deutschen nordpacifischen Linie nicht auf sich warten lassen, und Samoa schließlich werden, wozu die Natur es be­stimmte: zum Knotenpunkt des gesamten Südseehandels.

Politische Tagesschau.

Keine Krifis.

DieNordd. Allg. Ztg." schreibt: In den letzten Tagen erschienen in verschiedenen Blättern Auslassungen, die auf einen Rücktritt des Ministers v. Thielen vorbereiten wollen. Wir können erklären, daß es an jeder thatsächlichen Unterlage für solche Erörterungen fehlt. Insbesondere ist es unrichtig, daß der Minister selbst, der erst vor wenigen Tagen eingehende Rücksprache mit dem Präsidenten des Staatsministeriums gepflogen hat, sich mit Rücktrittsgedanken trage.

DieNordd. Allg. Ztg." ist bekanntlich das Organ des Reichskanzlers. Es ist daher anzunehmen, daß diese Er­klärung des offlziösen Blattes durch den Grafen Bülow selber veranlaßt worden ist, der auch s. Z. in ähnlicher Weise bei dem Ansturm auf den Staatssekretär Grafen Posadowsky anläßlich der 12 000 Mk.-Affaire persönlich für den An­gegriffenen eintrat und kurz und bündig alle Rücktritts­diskussionen abschnitt. Herr v. Thielen ist seit dem Ausspruch an die Adreffe der Agrarier:Sie sind doch nicht allein auf der Welt!" has unpopulärste Mitglied der preußischen Re­gierung in den Augen der gesamten Rechten, geworden. Daß bei der Frühjahrs-Erneuerung des preußischen Staats­ministeriums gerade der Eisenbahnminister sich nicht den Herren v. Miquel, Frhr. v. Hammerstein unb Brefeld an­schloß, ja, daß von der maßgebenden Stelle ausdrücklich seinBleiben gewünscht wurde, hat tiefe Enttäuschung erregt. Das ist es im Grunde, was besonders den Führern desBundes der Land­wirte" am Reichskanzlex mißfällt, nichtvolles Vertrauen zu ihm aufkqmmen läßt", daß Graf Bülow zwar mit Wohl­wollen der Landwirtschaft gegenübersteht, aber durchaus nicht geneigt ist, sich von Männern zu trennen, wie Herrn v. Thielen und dem Reichsschatzsekretär Frhr. v. Thiele mann, die, nach agrarischen Ansichten, allzusehr der Industrie und dem Handel zuneigen. Es ist anzunehmen, daß Graf Bülow sich bereits darauf gefaßt macht, daß in der nächsten Reichstags­tagung, beim Kampf um den Zolltarif, die Reihe an ihn kommt, weil die landwirtschaftlichen Zollsätze, soweit hinter den Forderungen zurückgeblieben sind. An Kanzlerkrisis­gerüchte glaubt vorläufig ernsthaft kein Mensch. Zum Ueber- fluß liegt heutp noch eine Nachricht vor, die alles derartige Gerede in Abrede stellt. Die Meldung ist freilich recht nichts­sagend, sie entstammt einem der unbedeutendsten Blätter Ber­lins, der ^Dtschen. Warte", die sich gern mit einem offiziösen Fähnchen schmückt, aber ihrean bestunterrichteter Stelle" erlangten Meldungen sind zumeist nichts Anderes als Do­mestikengewäsch. Sie schickt uns ihre heutige Nummer, in der sie folgende Notiz hervorhebt:

Wie wir auf eine Anfrage an bestunterrichteter Stelle er­fahren, ist zur Zeit kein Anlatz vorhanden, der irgend geeignet wäre, die Stellung des Reichskanzlers, Grafen v. Bülow, zu er- schüttcrn. Das vor Kurzem in einer Leipziger Zeitschrift aufgetauchtr Gerücht von dem demnächst zu erwartenden Rücktritt des obersten Staatsbeamten kennzeichnet sich demnach als völlig aus der Lust gegriffen.

Das hat man auch ohne dieDtsche. Warte" gewußt, die sich unlängst erst mit einer ähnlichen hochoffiziös klin­genden Notiz blamierte, die den Brand im Sultanspalaste zu Konstantinopelauf Grund von Informationen auf der Ber­liner türkischen Botschaft" als höchst harmlos hinstcllte, wäh­rend fast gleichzeitig aus Konstantinopel die Verhaftung der Favoritin und ihre Beiseiteschaffung, sowie die Verbannung zahlreicher türkischer Würdenträger gemeldet wurde, in direktem Zusammenhänge mit diesem Feuer. Kleine Gernegroße wirken immer lächerlich.

Der Priuzkommiffar.

Aus Berlin, 15. Oktober, wird uns geschrieben:

Tie bevorstehende Reise des Königs von Griechenland nach Wien wird von mehreren Blättern mit der Kretafrage in Verbindung aebracht. Auch heißt es, daß Prinz Georg von Griechenland, der OberLommandeur Kretas, um die­selbe Zeit in der Tonaustadt eintreffen werde, lieber den letzteren Besuch nun ist in Wien einstweilen nichts bekannte Es läßt sich auch kaum annehmen, daß Prinz Georg von einer nochmaligen Audienz bei Kaiser Franz Josef in Bezug auf eine Aenderung der staatsrechtlichen Stellung Kretas sich einen Erfolg versprechen sollte. Tie österreichisch^un- garische Regierung hat dem Prinzen Georg s. Z. mit der­selben Deutlichkeit, wie die Regierungen der anderen Schutz­mächte, zu erkennen gegeben, daß sie zu einem Eingriff in das der Türkei zustehende Hoheitsrecht nicht geneigt ist. Und dieser Auffassung ist sie ohne Zweifel heute noch. Uebrigens wird die ganze Frage von griechischer Seite syste­matisch aufgebauscht. Die Kreter selbst sind mit den ob­waltenden Verhältnissen nicht unzufrieoen und würden bei einer Angliederung der Insel an Griechenland keinenfalls gewinnen. Auch das Amt des Oberkommissars scheint durch aus erträglich zu sein. Wäre das nicht der Fall, dann hätte sich Prinz Georg schwerlich bereit erklärt, eine Wiederwahl anzunehmen.

Vom Burenkriege.

Ein Telegramm Lord Kitcheners vom 14. dS. Mts. be­sagt: In der vergangenen Woche sind insgesamt 26 Buren gefallen, 8 verwundet und 134 gefangen genommen worden, 42 haben sich ergeben. Heftige Regengüsse haben die Ope­rationen und die Verbindung zwischen den englischen Trappen an der Grenze von Natal sehr erschwert. Die Truppen General Kitcheners ope­rieren von Petersburg und Utrecht aus gegen betracht- lich» feindliche Truppenteile, die zwischen dem Slangapiesberg und dem Pongola-Busch stehen. General Hamilton steht in der yrähe des Ngome-Waldes. Lord Methuensäubert" den Marico-Distrikt vom Feinde, Te« larey und Kemp haben sich! nach Lindley Awrt zurückge­zogen. Elliot hat mit Buren in den Drakens­bergen zu kämpfen. General French berichtet über die Lage in der Kapkolonie, daß das Kommando Schlepers

Feuilleton.

Der Schluß der Darmstädter Ausstellung.

Die Ausstellung der Künstler-Kolonie ist be­endet. Es ziemt sich, einem jj? eigenartigen und bedeutenden Unternehmen noch einmal Worte des Tankes ^u widmen. Nicht alle Träume der Veranstalter haben sich erfüllt, manche Darbietung war mehr Schein als Sein, selbst ärgerlich)« Thorheiten fehlten nicht, und durch, irrige Persvnenwahl sind Verwaltung und pekuniärer Erfolg auf abschüssige Bahnen geraten. Doch wir haben keine Veranlassung, uns um interne und persönliche Angelegenheiten dort zu kümmern, sondern typllen einzig und allein das künstlerische Facit ziehen. Die ganze Idee der Ausstellung ist von bleibendem Wert. Tas üblick)e Ausstellungsprinzip ist im Grunde durchs aus kunstwidrig, ein Haus dagegen, das an sich Kunst ist, mit Gemälden, Skulpturen und Arbeiten des Kunstgewerbes in feinsinniger Weise auszustatten, das heißt, Kunst im Sinne der Kunst darbieten. Man wende nicht ein, daß gegen solche Behauptung alle unsere berühmten alten Gallerten sprächen. Gerade Gallerie-Tirektoren, hoch an­gesehene Wtänner, halten das Darmstädter Prinzip für das Ideal jeder Ausstellung, und im neuen Nationalmuseum in München ist das theoretische Ideal bereits praktisch ver­wirklicht. Für moderne Darbietungen gab Darmstadt ein erstes Beispiel und es wäre sehr zu wünschen, daß die originelle., glänzende, aber freilich schwer durchführbare Idee vielfache Nachfolge fände. Tie Wirkung der Aus­stellung auf.weite Kreise des Publikums muß segensreich gewesen sein/ Gepredigt wird zwar aller Orten, das Bürger­tum möge sich künstlerisch kultivieren, aber Thaten nützen Lesser a& Worte. Die Tarmstedter Ausstellung hat schon durch -jhr Grundprinzip Vielen die Augen geöffnet, die bisher fern standen oder in den Kern der künstlerischen Bewegung nicht eingedrungen waren. Jetzt wissen sie, daß es sich nicht darum handeln soll, gute Bilder zu bewundern, so angenehm solche Beschäftigung sondern daß es Leute giebt, die in einer persönlichen, ihnen entsprechenden Weise alles und alles, was sie umgtebt, fein, geschmackvoll, schon wünschen, das ganze Haus sowohl wie das unscheinbarste Ting im Zimmerwinkel. Tarmshadf hat in solchem Sinne gewiß, aufllärender gewirkt, als alle kunstgewerblichen Aus­

stellungen der letzten Jahre, und sür diese Propaganda der That wollen wir dankbar sein.

*

Aus Darmstadt wird uns unterm 15. d. M. von unserem M-Korrespondenten geschrieben:

Heute abend gegen 6 Uhr fand die Ausstellung der Darmstädter Künstler-Kolonie durch einen kurzen Aktus im Spielhause ihren offiziellen Abschluß. Tas Dämmerlicht des Oktoberabends lag vor den gegen den Garten zu offen gelassenen Eingangsthüren, in der lilafarbenen, reich auswattierten Festfpielhalle waren einige Lichterreihen an­gezündet, auf der Bühne stand die von Blattgewächsen umrankte Büste des-Gvoßherzogs, und die Kolonieherren trugen den festlichen Frack. Sonst aber machte in der Versammlung, die sich aus Damen und Herren zusammen­setzte und in einfachem Straßenanzuge erschienen war, nichts einen irgendwie festlichen Eindruck. Vielleicht hatte man diesen für das nachher ftattsindende Bankett re­serviert.

Bildhauer Bosselt, der Mann, dessen Name am wenigsten unter kratzende Stahlfedern geraten ist, aus dem einfachen Grund, weil für ihn der Boden der Ma- thildenhöhe kein eigenes Heim trug, erschien auf dem Podium. Mit einem Vortrag hat er seinerzeit im Mai die Arbeit der Genossen eingeleitet er war dazu aus­ersehen worden, der Sache durch eine Rede das abschließende Finale zu geben. Er sprach, nicht länger als 10 Minuten, aber fließend, gewandt. Man hörte es den Worten an, daß der Sprecher jeden Satz wohl erwogen hatte, damit ihm kein Stegreifgedanke dazwischen käme, der zu irgend welchen Mißverständnissen Anlaß geben könne man hat genug an den Mißverständnissen! Und vor der Oeffentlichkeit will man sich in Frieden und in bester weltmännischer Form verabschieden.1 Zunächst dankte Bosselt denen, die durch Opferfreudigkeit, Arbeitsausdauer und Leistungstüchtigkeil dem Ausftellungsunternehmen zum Dasein vcrholfen hätten. Er berührte noch einmal ganz kurz die Ge,ichis- punkte, die für die Inszenierung maßgebend gewesen, wie man dem neuen Frühling des Kunstgewerbes, unserer modernen Renaissance auf hessischem Boden eine Stätte habe bereiten wollen, in wie fern diese Ausstellung eine Etappe, ein Dokument auf dem langen Wege gewesen sei, und daß man wohl zu unterscheiden habe zwischen dem

kaufmännischen und dem ideellen Erfolg eines Unternehmens. Der geschäftliche Tell der Sache beginne mit der Finanzierung und schlösse mit der letzten Rechnunasablage. Daß das Ergebnis kein zufrie­de n ft e tl e n d e s sei, verschwieg Bosselt keineswegs, wenn schon er alle näheren Angaben darüber unterließ Diese gehören ja wohl auch in erster Linie vor das Forum des bohen Protektors und der Herren des Garantiefonds. Aller­dings wäre es manchem gewiß interessant gewesen, dar- gethan zu bekommen, und zwar von berufener Seite, wie es zugegangen, daß eine Ausstellung, die von einem Massen­andrang des Publikums und von einem geradezu idealen Wetter begünstigt worden ist denn die schlechten Tage konnte man wirklich zählen, und heute, am letzten Tage sind noch für 500 Mark, gestern für 900 Mark Eintritts­karten gelöst worden zu feinem guten pekuniären Ab­schluß geführt hat. Wer wird in Zukunft noch, hinreichen­den Wagemut besitzen, um ähnliches zu riskieren?!l Gewiß, mit Recht hob Bosselt das ideelle Moment hervor. Tiefes werde feine Nachwirkung zeitigen. Und auch, darin hat Bosselt recht, wenn er sagte, daß viele, die mit Vor­urteilen nach Darmstadt gekommen, als Freunde heim­gekehrt sind. Gern hätten wir jedenfalls etwas mehr über das weitere Schicksal der Kolonisten, ihre Pläne usw. gehört. Selbstverständlich erwarteten wir kein Programm, aber auch schon Andeutungen in positiver Richtung hätten uns zukunftsfreudiger gestimmt.

Vielleicht war es ein kleines blaues, freundliches Stück­chen Zukunft, das über der schwer lastenden Herbstatmo­sphäre aufzog, gls Prof. Christiansen in warmer Dankbarkeit des hohen Protektors, des Großherzogs, gedachte und versicherte, daß der fürstliche Mäcen auch ferner seine Teilnahme und Huld der Sache zuwenden würde, unbekümmert um die widrigen Winde, die zu­weilen über der Mathildenhöhe dahingezogen seien.

Mit einem dreifachen Hoch'! auf den Landesherrn trennte sich die Versammlung, nachdem zuvor denDiplomierten" von Firmen und Industriellen zunächst ihre Auszeichnung verkündet, und ihr Tiplom eingehändigt worden war.

Auf den Parkwegen liegt das herbstliche Laub, die Häuser tragen heruntergelassene Jalousieen, die Schieber an den Tageskassen gleiten herunter, für einige Stunden brennen noch die großen elektrischen Bogenlampen am