Nr. 65 Viertes Blatt.
151. Jahrgang.
Sonntag 17. März 1901
Redaktion, Expedition und
Druckerei- kchulftrahe 7.
Adresse für Depesche«: Anzeiger Giessen.
FernsprechanschlußNr.^1.
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
Bezugspreis vierteljährr. Mk. 2.20, monatl. 75 Pf^ iiut Bringcrlohn: durch du Abholestellen viertrljährl Mk. 1.90, monatl. 65 Ptg
Bei Postbezug vterteljähri. Mk. 2.00 ohne Bestellgeld.
Alle »Inzeiaen vkrmililunßT. pellen dro An- und -IuSland«O nehmen Llnzeipen für de» Qhcticncr Anzeige» enigeae». Zrilrnpreid lokal ir vf*., ouswürlS 80 'Pffl.
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags
Me Gießmer $amilien- »latter werden dem An- Cger im Wechsel mit „Hess.
nbroirt" und „Blätter Rr heff Volkskunde" vier« «»al wöchentlich beigelegt, «»nähme von «nitlatn 8*. krr nachmittags für den fjHpfr.be» Tag erscheinenden Wummer bi« norm 10 Uhr «ddeßeilungen fpäteflen«
abfnM vorher.
Das geistige Eigentum.
Der Begriff des geistigen Eigentums gehört der modernen Zeit und ihrer Rechtsentwickelung an. Als man schon lange dcks Eigentuni an körperlichen Dingen unter Rechts- und Strafschuß gestellt hatte, blieben die geistigen Produkte noch ungeschützt, und evst ganz allmählich wurde ihnen der erforderliche Schuß gewährt. Heute freilich ist man so weit gekommen, daß das Recht des Urhebers nicht nur von größeren Werken der Kunst und Wissenschaft, sondern auch von bloßen Ideen und praktischen Neuerungen allgemein anerkannt und nach und nach auch in die angemessene gesetzliche Form gebracht wird. Die Gesetze übex den Patent, Muster- und Warenzeichenschutz, sowie das Gesetz wider den unlauteren Wettbewerb bedeuten wichtige Etappen auf dieser neuen Bahn. Zum Abschluß gelangt ist die Gesetzgebung aber noch lange nicht, und sie wird auch mit der Verabschiedung der gegenwärtig dem Reichstage vorliegenden Gesetzentwürfe über das Urheberand das Verlagsrecht nicht zum Abschluß gebracht sein. Schon in der Kommission wurde der Wunsch ausgesprochen, daß ergänzende Gesetze über den Schutz von Werken der Photographie und der bildenden Künste, sowie von Mustern and Modellen mit thunlichster Beschleunigung eingebrachl werden möchten, und der Staatssekretär des Reichs-Justizamts hat das zugesagt.
Die jetzt zur Erörterung stehenden Gesetze über das Urheber- und Verlagsrecht - die Reichstagskommission hat soeben deren Beratung beendet — werden zum Teil recht lebhaft bekämpft. Die Opposition stammt zumeist aus den Kreisen der Schriftsteller und Künstler, die den Vorwurf erheben, daß ihre Vorschläge und Forderungen nicht genügend beachtet worden seien, ihnen zum Teil nicht einmal Gelegenheit gegeben worden sei, solche zu äußern. Andererseits bezeichnet man gewisse Bestimmungen in dem Verlagsrecht als für den Buchhandel nicht gerade erfreulich.
Das Prinzip, daß der Autor während einer bestimmten Schutzfrist die Früchte seiner geistigen Arbeit in der Form von Honoraren oder Tantiemen genießen soll, ist an sich durchaus berechtigt und wird nirgends Widerspruch finden. Vielmehr besteht Neigung, diesen Schutz wirksamer zu gehalten, ja ihn sogar, wenigstens bei Bühnenwerken und Werken der Tonkunst, auf längere Tauer fortbestehen zu lassen, mit der Maßgabe jedoch, daß nach Ablauf der geltenden Schutzfrist die Tantiemen nicht mehr den Erben und Rechtsnachfolgern der Dichter und Komponisten zufallen sollen, sondern daß daraus ein von einer besonderen Kommission zu verwaltender Fonds zur Gewährung von Unterstützungen an bedürftige Witwen und Angehörige von Schriftstellern und Komponisten gebildet werden soll. Die Bestimmung mag ganz gut gemeint, aber sie wird schwer durchzusühren sein und daher schwerlich im Reichstagsplenum zur Annahme gelangen. Auch über einige andere Punkte, so insbesondere die wichtige Frage der Uebertrag- barkeit des Verlagsrechts, sind noch Meinungsverschiedenheiten vorhanden. Im ganzen aber kann es wohl keinem Zweifel unterliegen, daß die beiden Gesetzentwürfe zu stände kommen, und daß sie dem bisherigen Rechte gegenüber eine Besserung bringen werden.
Aus Stadt und
Gießen dm 16 Mäci 1901
v. Vortrag i m „Kaufmännischen Verein". Donnerstag abend hielt Herr Fürstenberg, Dozent der
'Humboldtakademie in Berlin in Steins Saalbau einen Vortrag über „die Photographie im Dienste der Rechtspflege". Bei dem Interesse, den dieses Thema nicht nur für den Juristen, sondern für jeden, der Anspruch auf Bildung macht, hat, hätten wir eigentlich einen lebhafteren Besuch erwartet; leider toar' der Saal nur schwach besetzt, aber die Anwesenden folgten aufmerksam den Ausführungen des Vortragenden. Dieser berührte zunächst kurz die geschichtliche Entwickelung, die die Photographie genommen hat, seitdem im Jahre 1839 zum ersten Male Taguerre mit seinem photographischen Verfahren an die Oeffentlichkeit getreten ist. Er berührte dabei auch die Mängel, die der Photographie noch anhaften, machte aber darauf aufmerksam, daß gerade aus diesen Mängeln Vorteile für die Rechtspflege gezogen würden, die er im letzten Teil seines Vortrags zu beweisen beabsichtigte. Er verbreitete sich dann des näheren über die Lichtempfindlichkeit der photographischen Platten und darüber, wie sich diese den verschiedenen Farben gegenüber verhalten. Er ging dann weiter auf die Entdeckung ein, daß man die photographischen Platten farbenempfänglicher machte dadurch, daß man ganz minimale Mengen Farbstoffe diesen beimengte. Er gab den Unterschied der Aufnahme des Farbenspektrums mittels der gewöhnlichen und der lichtempfindlichen Platte an Bildern zu erkennen, zeigte auch an Beispielen, wie die Belichtung von oben, neben, vorn und diesen drei Seiten ganz verschiedene Bilder hervorbringt und ging dann auf die drei Fälle über, in denen die Anwendung der Photographie von der größten Bedeutung ift Zunächst sprach er über die Aufnahme von Portraits, um dadurch Steckbriefe 2C. zu vervollkommnen ober event. die betr. Leute nach Jahren wieder zu erkennen, wenn sich ihr Gesicht vielleicht durch Haar- und Barttracht wesentlich derändert hat. Er führte aus, daß die Unebenheiten, die der Photograph gewöhnlich wegretouchiere, bei Aufnahmen im Dienste der Rechtspflege von der größten Bedeutung seien und deshalb bleiben müßten. Dem ersten Zwecke dienten hauptsächlich Bilder von vorn, dem letzteren solche von der Seite. Der Redner zeigte alsdann, wie man früher solche Aufnahme mit Hilfe eines Spiegels ausgenommen hat, daß man heute von diesem Verfahren abgekommen sei, und mit zwei Apparaten zugleich photographiere, da einmal durch dieses Verfahren der Betreffende nicht aufmerksam gemacht werde, daß was Besonderes mit ihm vor gehe, dann aber auch die richtigen Seiten des Gesichts wiedergegeben würden, was bei der Aufnahme mittels Spiegels nicht der Fall sei. Hierbei machte der Redner aus die Wichtigkeit der Bildung gewisser Körperteile, z. B. diejenige des Ohres aufmerksam, und erörterte den Zweck verschiedener Hilfseinrichtungen wie Anbringung von Maßstäben u. dgl. Ebenso erwähnt er eine Art, vermittels deren man Haupt- und Barthaar von dem Bild entfernen kann, sodaß die frühere und jetzige Photographie nur die Partien von Stirn, Augen, Nase und Mund zeigen. Darauf ging der Redner zu dem Bertillon'schen System-über, das darin besteht, daß bei der Photographie gleichzeitig Messung des Körpers und einzelne Teile desselben vorgenommen und die erhaltenen Maße auf der Rückseite der Photographie geschrieben werden. Dadurch aber, daß man die einzelnen Maße in drei Größen einteile, erhalte man ein dem Linne- schen ähnliches System, das der Portraitaufnahme erst die volle Bedeutung gebe. Darauf führte Herr Fürstenberg noch aus, baß man auch Thatbestänbe photographieren könne, z. B. Eisenbahnunfälle, Branbplätze u. a. m. Früher habe man sich alles nur ausgeschrieben, manches ver
gessen, jetzt könne man an Hand ber Photographie noch nach Jahren Feststellungen machen. Rebner besprach bann bie Anwenbung der mikroskopischen Photographie vor den Polizei- unb Gerichtsbehörden, bie mit dem besten Mikroskop nicht so weit kommen könnten, als dies mittels der sogenannnten Mikrophotographie möglich sei Man kann damit zeigen z. B., daß ein gewisses Stück Fleisch Trichinen oder Finnen enthält, daß in bestimmtem Wasser Bakterien enthalten sind, daß man Gewebe von Flachs, Hanf und Baumwolle unterscheiden kann usw. Besonders wichtig sei dieser Umstand bei Verbrechen, wo die Untersuchung der Haare und des Bluts- selbst wenn es eingetrocknet sei, mittels Mikrophotographie die größten Dienste leiste. Nach einer kurzen Pause kam Herr Fürstenberg auf die Fälle zu sprechen, in denen man vermittels der Photographie noch Unterschiede zu machen im stände sei, wo dies mit dem Mikroskop nicht mehr möglich wäre geschweige denn mit bem bloßen Auge Hierbei komme besonders ber Umstand zu statten, daß die photographische Platte gegen1 Farben und Helligkeitsverhältnisse eine ganz andere Empfindlichkeit besitze, als das Auge. Ueberhaupt würden Gegenstände, die dem Auge gleich hell erscheinen, häufig ganz verschieden abgebildet und umgekehrt. Für die gewöhnliche Photographie sei dies oft sehr störend, die wissenschaftliche und gerichtliche Photographie habe aber gerade hieraus manchen Vorteil gezogen, namentlich seitdem man die verschiedenen farbenempfindlichen Platten und Farbenfilter erfunden habe In erster Linie, so führte der Redner aus, fei hier die Entdeckung von Schrift- fälschung auf Wechseln und anderen Urkunden zu nennen, die man in den letzten Jahren mit Hilfe der Photographie zahlreich objektiv nachgewiesen habe Zunächst gab dann der Vortragende die Hauptunterfchiede zwischen den alten und den neuen Tinten an, die bei den Photographien besonders stark hervortreten würden, nämlich daß jene schon die schwarzen Niederschläge in der Flüssigkeit hätten, während dieselben bei diesen erst nach dem Niederschreiben an der Luft entstünden. Er zeigt dann an einem Beispiel, wie man durch die Photographie merken kann, mit welck-er Tinte, ob roter, schwarzer, blau- ober schwarzfarbigen geschrieben fei, wie bie Umänberung bes Wortes Mai in April deutlich erkennbar ist, wie überhaupt durch bie Mikrophotographie bie ursprünglichen Schriftzeichen, auch bie toegrnbierten, ftrieber sichtbar gemacht mürben, unb wie man durch Veränderung der Farbenempfänglichkeit der Platte oder Verschieben von Farbenfiltern. Helligkeit-^ unterschiede, die auf verschiedene Farbenbeimengung zurückzuführen sind, feststellen könnte. Er zeigte auch, wie man herausfinden kann, welche von zwei sich kreuzenden Schriften zuletzt geschrieben sei, da die neue Tinte immer „in die alte laufe" und dort Unregelmäßigkeiten, Ausbuchtungen 2C. der Schriftzüge bewirke. Auch Eindrücke von Poststempeln und Bleistiftschrift auf das darunter liegende Papier zeigt die Mikrophotographie und dient so der Rechtspflege. Zum Schluffe seiner Ausführung wies ber Redner auf die Bedeutung der Röntgenstrahlen hin und erinnerte daran, daß durch dieselben nicht nur Fremdkörper bei allen Geschöpfen festgestellt werden könnten, sondern daß man durch diese auch Fälschungen von Kaffee, Pfeffer, Mehl usw. nachweisen könne, wobei man zum Zwecke der Untersuchung nickst einmal die Umhüllungen zu lösen braucht. Mit dem Hinweis, daß die Photographie sich noch sehr viel verbessern könne unb bem Wunsck)e, daß sie bie Unschulb manches Unglücklichen zu Tage förbem
Kunst und Wissenschaft.
m. Aus Darmstabt schreibt man uns: Im Goethe-Bunb hielt Professor Dr. Neumann aus Heidelberg über die Entwickelung derLandschafts- m al er ei Vortrag. Der Redner ging davon aus, bie Lakldschaftsmalerei mit ber Musik zu vergleichen. Er sagte, baß sie allein unter allen Arten ber Malerei im stände sei, das im Menschen hervorz^irufen, was in gleicher Weise die Musik weckt: Stimmung. Es läßt sich vor einem Landschaftsbild wie unter Musik träumen, man kann sich abstrakten Vorstellungen hingeben; vor einem Figurenbild, dessen Inhalt und Bestandteile uns weitaus persönlicher entgegentreten, bleibt unsere Phantasie gezwungen, sie wird nicht frei wie vor der Landschaft. Der Redner fuchte die ersten Spuren der Landfchaftsmalerei im Altertum; dort sand er sie keineswegs in ganz alten frühen Zeiten, die fchon Statuen aus Holz, gebranntem Thon und Stein gekannt haben, sondern vielmehr erst in Zeiten hoher Kultur, als der Stadtbewohner so sehr Städter geworden war, daß er zur Erholung von Körper, Geist und Seele aus der Stadt hinaus mußte ins freie Land, in den Wald, ans Meer, in die Berge. Den älteren Zeiten war der Umgang mit ber Natur ein Geschäft gewesen, späteren kultivierteren Zeiten wurde er zum Luxus, zum bewußten Genuß, und diejenigen, die das am allerintensivsten empfanden und zugleich am intensivsten aussprechen konnten, also Künstler, gaben diesem Empfinden der feiertäglichen Wiedervereinigung mit der kostbar gewordenen Natur entsprechenden Ausdruck in — Landschaftsbildem Der Redner besprach eingehend die Stellung des christlichen Mittelalters zum Begriff Natur gegenüber derjenigen der antiken Menschheit, unb hatte dabei Gelegenheit in überaus köstlicher Weise -eine Besteigung des Mont Ventoux durch Petrarca zu
schildern, worauf er die Schilderung des Abends durch Dante folgen ließ. Das gehörte insofern in den Zusammenhang des Vortrags, als es zeigte, wie sehr im Gegensatz zur Antike das christliche Mittelalter alles Gewicht auf die Pflege ber Seele legte, währenb es ben Körper als Teil ber Natur unb diese selbst in strenger Zucht zu halten sich beeiferte; wie also die Natur verfehmt wie sie ennmal war, auch nicht bie künstlerische Schilderung finben konnte, bie sie einst in ber antiken Mturroett ge- funben hatte, wie also in specie von einem Erfassen und Wiedergeben ber ben Menschen umgebenben Landschaft so gut wie gar nicht bie Rebe fein konnte. Wie aber künst- lerische Fortschritte jeberzeit burch bie Litteratur vorbereitet werben, so fanb auch bie Kunst bes Lanbschaftsmalers ihren attererften Vorläufer in Dantes Schilberungen abenb- lich friebsamer Natur. Zwar sinb bann noch Jahrhunberte vergangen, unb bas Neue hat sich langsam vorbereitet, aber schließlich ist bei Bann des Mittelalters gebrochen worben unb aus ben ahnenben Vorläufen, bereu erster unb prägnantester jene Stelle bei Dante ist, ist voll unb ganz erwachsen, was nicht ausbleiben konnte, unb so tritt uns im siebzehnten Jahrhunbert eine Lanbschaftenkunst entgegen, gleichzeitig unb gleich wertvoll in Italien unb in Hollanb, bie zum Teil ihre Wirkung bis zur Mitte bes neunzehnten Jahrhunberts hinterlassen hat. Wieberum sehr eingehenb sprach Professor Neumann über bie italienische Gruppe ber Salvator Rosa, Nicolaus Poussin unb Claube Lovrain, ihren Einfluß unb ihre Nachfolge ganz besonders in Frankreich unb von dort aus auch in anberen Säubern; bis ihn sein Gedaukeugaug über bie Romantiker unb bie Schule von Fontaiubleau zu Moritz von Schwind und Boeckliu führte. Sehr interessant war die Vergleichung bieser beiben, die sich zu ergänzen scheinen, deren einer bem anberen burchaus folgen mußte. Mit diesem vortrefflichen Vortrag
schloß die Reihe ber Vortragsabeube bieses Winters im Goethebuud, denen ein zahlreiches Publikum stets mit großem Juterefse gefolgt war.
Die Kunst in der Schule. Die Bewegung für die Kunst in der Schule, bie zuerst im „Kun st wart" (Verlag vorn Georg D. W. Eallwey .in München) vor nahezu 15 Jahren angeregt, in Hamburg aber zuerst planmäßig in die That umgesetzt würbe, fängt nun auch in Dresbeu an, stärkere Teilnahme zu finben. Im Kupferstichkabinett ist dort jetzt eine Ausstellung veranstaltet, bie für bie Schule geeignete Silber unb Zeichnungen umfaßt. Es wird aber auch wirklich Zeit, daß enblich auch einmal bie Aesthetik als solche einen Platz im Schulgebäube in beu Unterrichtsräumen und Korriboren gewinnt. Denn „bie Kunst ist bie ebelste Blüte ber Natur; wer ihr anbauernb gleichgiltig gegenüb er steht, ist ein Barbar" Die Jugend aber ist bie geeignetste Zeit, um ben Kunstsinn zu wecken unb zu pflegen. Am glücklichsten ist ja gewiß baran, wem es vergönnt ist, in einem bie Kunst pflegenben Heim aufzuwachsen. Aber wie wenigen wird solches Glück zuteil. Deswegen sollte man an eine wirklich kÜnstlerische Ausschmückung der Schulräume denken, was eben am leichtesten vermittelst solcher, im allgemeinen recht billiger Bilder, wie der dort ausgestellten von Ludwig Richter, Hans Thoma, Alfred Rethel, Franz Stuck, B. Mannfeld, Hans v. Volkmann u. s. w. — um nur deutsche Namen zu nennen, — geschieht. Dadurch kann die Schule allmählich der Nährboden für eine höhere künstlerische Kultur werden. Die dauernde „stille Wirkung" auf die Kinder kann nicht ausbleiben; diese werden sich die in der Schule lieb- gewonnenen Bilder in ihr eigenes Heim wünschen unv der wertlosen Kunstkrämerware wird der Boden abgegrcwen.


