Ausgabe 
17.2.1901 Zweites Blatt
 
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cermeister D. in eines Neubaues in Oberramfladt a. auch an einen l 22 Jahre alten en kennen lernte, st. versprach dem Hypothek zu ver- :a. 400 Mk., als : er auf Anraten den Tt. zu ver« rpier nach Darm« üt dem Bemerken bnehmen, er habe aber wurde zum durch ein hiesiger gezeigt, er mußte unben und treibt er ist ein tüfy

aatSanwaltschch er WvüX unb >n Oberkellner der Hohr, btt, :aubt hier seinen hat nunmehr io daß er seinerzeit von dritter Seite gjlt. beraub! war hatte. Sch. so» >chen Margaretha t bei einem Buch' ern vormittag in he des Schlacht' der brnachbarterr nb verbrannte sich n Lttletzungen nn n enegtt rS'^

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sohle«, um über die Vorgänge in Mörchiugen und Gumbinnen Vortrag zu halten.

München, 15. Febr. Die Gattin des Zigarren Händlers Nejber hat sich im englischen Garten erstochen. Ihr Gatte wollte sich gestern erschießen. Motiv: ungünstige VcrmögenSverhältniffe.

* Kälte. In ganz Oesterreich ist außergewöhn­liche Kälte eingetreten; vom Pusterthal (Tirol) werden 30 Grad Kälte gemeldet. Auch in der Schweiz herrscht b.t klarem Wetter außergewöhnliche Kälte. Im Neuen­burgs Jura sank das Thermometer auf 30 bis 35 CelsiuS- grad unter Null. Verschiedentlich sind Todesfälle durch Erfrieren vorgekommen.

*Kanstantinopel, 15. Febr. An Bord des aus Alexandrette in Rhodos eingetroffenen DampfersApollo- des österreichischen Lloyds ist ein Mädchen unter pest ver­dächtigen Symptomen gestorben. Der Dampfer ist darauf z«r Desinfektion nach dem Lazaret Klazomene bei Smyrna gewiesen.

Meratur, Wissenschaft und Kunst.

Max Halbes dreiaktigeS DramaHanS Rosenhagen" ging wn Donnerstag im königl. Schauspielhaus in Dresden zum überhaupt ersten Mal in Szene und errang einen großen Erfolg. Der Berfassir wurde nach dem zweiten und dritten Akt wohl zehnmal herausgerufen

Wilhelm Trinius, der langjährige Freund Gustav Freitags, ist in Wiesbaden plötzlich verstorben. Er war eine literarisch gebildete Persönlichkeit, die seit vielen Jahren das Haupt einer angesehenen Künstler- Vereinigung darfiellte. Im Kursaal und imNonnenhof", wo sich die Geistesheroen zu regem Gedankenaustausch zusammenfanden, sah man früher n den Trinius und Freitag auch Badenstedt, KnauS und Wilh Jordan. Der Verstorbene, deffen gastfreies Haus den Namen eines Künfilerheims verdient, hinterläßt eine der bedeutendsten Autographensammlungen der Welt.

ImLessing-Theater" in Berlin hat da« neue Derslustsptel Die Zwtllingvschwestern" von Ludwig Fulda einen lebhaften Er» folg erzielt.

Hermann Levi alS Parfifal-Dirigent. Es hat immer Leute gegeben, die eS nicht verstehen konnten, daß Rich Wagner, der Verfasser der SchriftDas Judentum in der Musik", gerade einen Lvi sich zum Dirigenten seineschristlichsten" Werkes erwählt hat. Man weiß, daß vom Anfang der Berufung Levi's als Parsifal Dirigenten an sich eine starke Strömung dagegen geltend machte. Es konnten sich viele die Thatsache nicht zusammenreimen, daß Wagner seine Ansichten so geändert haben sollte, Levi, den Sohn des Gießener Rabbiners, zur Leitung des Parfifal" zu b-rufen. So wie Wagner seinen Levi kannte und das waren damals bereits ungefähr 14 Jahre durfte er chm die musikalische Altung desParsifal" anvertrauen. Levis Tüchtigkeit war für ihn er p obt und bewiesen: weiter kam nichts in Betracht.

Gerichtssaal.

D. Gießen, 15. Febr. Elrafkammer. Gegen den Taqlöhner Philipp Weigand von Klein-Linden war die Anklage wegen Maje - stätsbeleidtgung aus 8 95 des St -G.-B. erhoben worden, weil er sich in erregtem Zustande einer gegen dm Kaiser gerichteten Aeuße- rung schuldig gemacht hatte. Die Großh. Staatsanwaltschaft stellt die Entscheidung, ob der Lage der Umstände nach der Thatbestand des zur Anklage gestellten Deliks als erfüllt anzunehmen sei ober nicht, in das Ermessen der Strafkammer. Das Gericht erkennt ihn der Majestäts­beleidigung schuldig und verurteilt ihn in die geringste zulässige Gefängnis­strafe, von zwei Monaten. Wegen grobm Unfugs gemäß $ 360 des Vtr.-G -B. erhält er außerdem eine Haftstrafe von drei Tagen. Der An­geklagte erkennt die sofortige Rechtskraft des Urteils alsbald an. Wegen Verleitung zum Meineid gemäß S 159 Str.-G. B. erschienen vor den Schranken des Gerichts der Jakob Freitag und seine Ehefrau Lina von Butzbach. ES wird chnen zur Last gelegt, gemeinschaftlich zu Butzbach nn November vorigen Jahres oder um diese Zeit es unternommen zu habm, die Lina Schmidt, jetzige Heinrich Christoph Kunz Ehefrau von da, zur Begehung deS eben genannten Deliktes zu bewegen. Gelegentlich eines zwischen dem Angeklagtm Freitag und dem Handelsmann Fröh­lich in Butzbach anhängigen Civilprozeffes, den der erstere einer nach seiner

Ansicht ihm zustehenden Schadensersatzordnung wegen angestrengt hatte, soll der Angeklagte nämlich, wie die Zeugin Kunz aussagt, zu ihr ge­kommen sein um sie unter JnousstLtstrllung eines B-rmöaensvorteils, zu veranlasim, unter ihrem Eide ein Zeugnis abzuqeben, auf Grund deffen sein Proz.ßgegner zur Zahlung der ringeklagten Schadenserfatzsumme von 5t Mk verurteilt wurde. Die Z ugin bleibt auch in der heutigen Ver­handlung bei ihrer Aus'age. Das Gericht glaubt jedoch die erbrachten BeweiSthatsachen nicht für ausrelchmd ansehen zu dürfen, um auf sie ein verurteilendes Erkenntnis gründen zu können; insbesondere da die Zeugin Kunz immerhin nicht als völlig einwandfrei angesehen werden kann, und den Angeklagten, insbesondere dem Ehemann, von den erschienenen Zeugen das beste Z uanis ausgestellt wird. Nach längerer Beratung erfolgt des- weoen ihre kostenlose Freisprechung,

Arbeiterbewegung.

In den vetden großen Tadakfadrtken in Roskilbe (Dänemark) ffreiken die dort beschäftigt gemeiner. Knaben. Sie hatten eine Ethäbung des Wochenlohns von 1,50 Kr. auf 1 83 Kr, ooer bet einer u öchenlltchrn ArdrttSzett von 30 Stunden 1 Oer« mehr pro Stunde verlangt Die vier Knaben, die den Fabrikanten d'e Fo berunjen überreichten, wurden entlassen. Jhie Kollegen erklärte" sich mit ihnen soltdaitsch und l-gten fämlltch die Arbeit nieder. Eine Verhandlung zwischen den Eltern der Knaben und den Fabrikant.» 'üb'te iu ketzern R s ttat.

Handel und Verkehr. Uolkswirtschast.

Wir verweisen auf bie im Anzeigenteil unserer heutigen Nummer veröffentlichte Bilanz bet Hypothekenbank in Hamburg.

Gießen, 12. Februar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. jfC 0.801.00, Hühnereier per St. 79 2 St. 0000 Enteneier 2 St. 0016 L, Gänse-

eiet per St. 0000 <£, Käse 1 St. 58 , Käsematte 2 St. 58 , Erbsen per Liter 22 <), Linsen per Liter 34 $, Tauben per Paar JC 0.801.00, Hühner per St. JC 1.001.50, Hahnen per Stück JC 1.001.80, Enten per St. JC 2.002 20, Gänse per Pfd. JC 0.00 bis 0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 6874 , Kuh- und Rindfleisch per Pfund

6064 Schweinefleisch per Pfd. 6474 <£, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 78 L, Kalbfleisch per Pfd, 6066 L, Hammelfleisch per Pfd. 5066 Kartoffeln per 100 Kilo 5.006.00 JL, Weißkraut per St. 0000 , Zwiebeln per Str. M 6.006.50, Milch per Liter 18 s,.

fc. Frankfurt a. M., 15 Febr. (Heu- und Strohmarkt.) Angefabrcn: 10 Wagen mtl Heu, 2 mit Stroh. Heu Mk. 4.30 bis Mk. 4.60, Stroh (Roggenstroh) Mk. 2 80 bis Mk. 3.20. Alles per 50 Ki'o

Auszug aus den Standesamtsregistern der Stadt Gießen.

Aufgebote.

Februar. 9. Jakob Schöneck, Maurer in Enbbach, mit Mar­garethe Belte daselbst. 9. JuliuS Hermann Heinrich Dreher, W-rk- führer in Butzbach, mit Karoline Wilhelmine Friederike MauS in Gießen 9. Heinrich Joseph Föller, Maurer in Vilbel, mit Pauline Bertha ReSke daselbst 9. August Wagner, Maurer in Petterweil, mit Margaretbe Eltsabethe Müllet irr G--Karbm. 11. Michael Christian Fiiedrtch Bauer, Hausdiener in Darmstadt, mit Marie Oßwald in Gießen 11. Heinrich Kürk-l, Schlosser in Dahlbruch, mit Frieda Wilhelmine Boihe in Halberstadt. 12. Karl Scherf, Dreher in Offen­bach a M., mit Christiane Luise Seubert in Frankfurt a.M.-Obenad. 12. Ludwig Judt, Wagner dahier, mit Luise Elise Katharina Schmidt hierseldst. 13. Heinrich Wurm, Sergeant dahier, mit Marie Röder Hierselbst.

Eheschließungen.

Februar. 9 Heinrich Friedlich Wilhelm Grünewald, Kautavak- spinner dahier, mit Elisabethe Schimmel hierseldst. 9. Heinrich Keßler, Möbeltranspolteur dahier, mit Eltsabethe Magdalene Margarethe Luis- Marte M-rkel Hierselbst. 11. Friedrich Ludwig g, Dachd-cker tn Gießen, mit Dorothea Kalbfleisch hierseldst 14. Wilhelm Kraushaar, Kellner dahier, mit Dorothea Scherer Hierselbst.

Geburten.

Februar. 3. Dem Steinhauer Peter Will ein Sohn, H-inrich August Christian. 3. Dem Fuhrmann JustuS Sauer eine Tochter, Johanna (Settrübe. 5. Dem Taglöhner Philipp Lotz ein Sohn, Wil

Börsennachrichten.

31/, °/o do.

81/, % Reiohsanleihe .

do

8%

Tendenz fest.

4 % 4°/o 8«/, o/0

98 30 89 20

98 10 88.75 94.60 96.20 43 76 25.50 25.50 82.10

211.50 185 70

134 90 149 80

154 00 143 60 177.10

198 00 178 00 16810

15. Februar.

46.00 M.

46 00

45 50

97.75 , 90.00 .

81 90 M.

81 90 «

00 00

76.20

76.20 ,

Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handeteges. Oosterr, Staatsbahn Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochum . . .

Harpener . . . .

8. 15-18 unk. b. 1900

8. 19-20, unk. b. 1905

8. 13, 14

8. 21, 22, unk. b. 1905

Berlin,

4 % Deutsche Grundschuld-Bank 1 u. 2

do. do. do.

40/0 do. 8. 5/6 unk. b. 1904

37,0/ do. 8. 7/8, unk. b. 1906

4 O/o D. Hyp.-Bank (Berlin) 8. 10 unk. 1908 do. unk. 1905

Helm Karl Heinrich. 5. Dem Knecht Georg Rrii Hard eine Tochter, Dlargaretbe. 5 Dem ÄJpbaltcur Ks»par Lmz eine Tochter. 8. Dem 8u»h«lter H inetch Sonntag eine Tochter Else. 9. Dem R-g'st «tor F i drich Möms dre Tochter, Marie Ro'alie Jos.pda. 9. Dem 5aor ferbdter Adam Ohr cme Tochter, Katharwe Lutte. 9. S-Em Schlöffet Kaspar Stroh ein Sohn. Al ext Karl. 9. Dem Redakteur o i"drich V-tt-rS ein Sohn, Adolf Hermann. 10 Dem Fabrikarbeiter Jobannes Rikp I ein Sohn, H.tnr-ch Ernff. 10. Dem W-ichensteller RAnrab Hauetath dn Sohn, Heinrich N kolau?. 10. Dem Unb oersitStsprof.ffor Dr. R inhard B'aunS dn Sohn. 10 Dem H'lfS- bahnwai ter Heinrich Alt ach ein Sohn. 10 Dem Bierbrauer Christoph LooS eine Tochter, Eug-nie Elisabeth. 11. Dem Fabrikarbeiter Philipp Hahn eine Tochter. 12. Dem Sanier Friedrich Groß eine Tochter

Gestorben«.

F/.bruar 10. Elisabethe F.a^ z 83 Jabre alt, P'ründnerin da­hier. 11. Eltsabethe Schneider,: geb. Rößer, 64 Jahre alt, Prtvattn dahier. 12. Theodor H-inxtch ©du dtcr, 7 Monate alt, Sobn von Buchhändler Heinrich Schneider hierseldst. 13 Friedlich Wilh 'm Berndt, 7 Monate alt, Sohn von R staurateur H inrich Berndt da­hier. 14. Else Zöckier, 2 Jahre alt, Tochter von M hger Karl Zöckl.r in Krünberg (Oderh.). 15. Marte Katharine Zulauf, geb. Hahn, 84 Jahre alt, PTvattn dahier 15. F iederike Zinßer, geb. La^gin- botf 77 Jabre alt, E'^-frau von Schi sse«- H tnr»ch Zlnh'r badier

Neueste Meldungen.

Berlin, 16. Febr. Der Abg. Rickert ist schwer erkrankt. Sein Zustand flößt ernste Besorgnis ein.

S'/,°/o

4 0/0 Preusa. Hyp-A.-Bank 8. 8-12

Telephonischer Kursbericht.

Frankfurt, den 16 Februar

8V1,% Konsole . . .

8 o/c do ...

8*/a % Hessen . . .

5°/c Italien. Rente . .

4 »/q Griech. Monop.-Anl. 3% Portugiesen , .

8 o/o Mexikaner . . .

41/19/o Chinesen . . .

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

Höchste Temperatur am 14.-15, Febr. 5 9° C.

Niedrigste -16,0° C.

Februar

Barometer auf 00 reduziert

Temperatu. der Luft

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

c a §

w wo

C

§

Windstärke

Wetter

15.

926

758,7

13,2

1,5

81

1

bedrckt

16.

726

752 6

-7,0

2,5

92

w.

2

y

16.

25

7487

-0,4

39

82

w.

*

bewölkt

Städtischer Arbeitsnachweis Gießen

Garteustraße 2.

Angebot der Arbeitnehmer: 2 Weißbinder, 1 Mälzer, 2 Heizer, 1 Bauschloffer, 1 Schneider, 1 Möbelschreiner, 1 Kellner, 2 Taglöhner, 2 Mechanikerlehrlinge, 2 Buchbinderlehrlinge, 1 Lauffrau, 1 Putzfrau, 1 Flickerin.

Nachfrage der ArbeitgeVerr 1 Heizer, 1 Schuhmacher, 1 HauS- bursche, mehrere Dlenstmädchen, 1 Kindermädchen.

Lehrlinger 2 Buchbinder, 1 Glaser, 1 Kellner, 1 Schneider, 1 Schlaffer, 1 Schreiner

Mtanz am 31. Dezemöer 1900.

Aktiva.

Passiva.

Saffenbestand

287.60

Aufgenommene Kapi-

Warenvorrat

3129.87

talien

400.

G schäftsmoblliar

77.

Guthaben der Mit-

Ausstände

1946.16

glieder

Noch zu zahlende

310.

Rechnungen

1341.02

Reseroefoad

1100.

Betrirbsrücklage

1383.95

Reingewinn __

9r-5 66

5440.63

5440.63

Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1899

55

Zugang in 1900

7

Abgang durch Tod

2

Daher Stand der Mitglieder Ende 1900

62

Konsum-Jerein II Weiskirchen.

Eistgrtragene Genoffcnschaft mit unbeschränkter Haftpflicht.

1410 Ph. Stumpf. L. Beck.

Stottern 1

wird dauernd geteilt. *912 Letzte Meldungen nur noch bis Montag. Sprsch.AtUa«stslt vlüa Rüth, It. Gitßkll, Kohnhosstr. 2,1.

Louverts mit Firma billigst vrühllche Univerfitäts-Vruckerei.

Meinkinder-Bewahranstalt.

Von nächster Woche an sollen die Beiträge für unsere Anstalt in 1901 erhoben werden. Die Erhebung geschieht durch unsere Anstaltsdienerin Käthcheu Hofmann, die außer der neuen Geberliste auch die vorjährige mit sich trägt. Nie­mand sonst ist zur Erhebung der Beiträge berechtigt.

Wir bitten zunächst um die Beiträge für das 1. Viertel­jahr 1901; mit denselben kann nach Belieben der freundlichen Geber zugleich der Gesamt-Jahresbeitrag gespendet werden.

Indem wir dies den Wohltätern und Freunden unsrer Anstalt mitteilen, bitten wir freundlichst, uns auch in diesem Jahre gütige Unterstützung gewähren zu wollen. Wir haben für 240 Kinder in unserer Anstalt zu sorgen.

Gießen, am 16. Februar 1901. 1417

Der Vorstand der Kleinkiuder-Bewahraustalt.

Dc. Naumann.

Vergebung von Bauarbeiteu und Abbruchsarbeiten.

. Nachstehende bei Erbauung eines SchulsaalS in Hattenrod erforderlichen Ar- beiten und Lieferungen und zwar: veranschlagt zu Erd- u. Maurerarbeiten je.

3052,56 Steinhauerarbeiten 369,70 Zimmerarbeiten 1001,50 Dachdeckerarbeiten 828,90 Spenglerarbeiten 166,68 Schlofferarbeiten 28,60

Weißbinderarbeiten 74 51

Arphaltpappelieferung 14,00 Eisenlieferung 551,00 sollen im Wege schriftlichen An­gebots vergeben werden. An- Gebote sind bis Montag, den 25. Februar l. Js vor­mittags 10 Uhr bei Großh. Bürgermeisterei Hattenrod, wo- selbst Voranschläge, Pläne unb Bedingungen zur Einsicht offen liegen, einzureichen.

Nach Eröffnung der ein- gelaufenen Angebote findet die öffentliche Versteigerung der Schulscheuer auf den Abbruch an den Meistbietenden statt.

Gießen, 14. Februar 1901. Der Großh. Kreisbauinspektor

Stahl. 1412

Hohversteigerung

Donnerstag, den 21. d. M., vormittags io Uhr beginnend, soll in den Waldungen der Gemeinde Wieseck im Distr. Heide nachverzeichnetes Holz ver­steigert werden.

98 Nadelstämmemit 63,45 fan 189 rm Nadel'Scheitholz,

75 Nodel-Knüppelholz worunter 15 rm 3 m lang, 1740 Wellen Nadel-Reisig,

39 rm Stockholz.

Die Zusammenkunft ist im Distr ft Heide, auf der Straße Gießen-Daubringen.

Wiese ck, 16. Februar 1901. Großh. Bürgermeisterei Wieseck.

Sommerlad. 1415

Samstag den 30. Marx, nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgerichl die dem Gärtner Friedrich Schmitz in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 33 Nr. 9*/io 1319 qm Grabgarten am Alten­feld bei den Gärten, Flur 83 Nr. 10V10 156 qm Hofraite daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 15. Februar 1901. Großh. Ortsgerichl Gießen.

J A : Bogt. 1411

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