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Die Evtwickelungsgeschichte des landw. lSenoffenschaftswesens hi Deutschland ist ein Stück Wirtschaftsgeschichte des
151. Jahrg mg
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Die Gießener Zamilien blätter werden dem Än- ‘ zeiger im Wechsel mit „Hess.
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Landwirt" und „Blätter für Hess Volkskunde" viermal wöchentlich beigelegt.
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Ruhegehalt für Landwirte und Handwerker.
Pfarrer Römer in Schotten veröffentlicht im Sch. Krsbl." einen Artikel, dem wir folgendes entnehmen:
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des ehemaligen Prinzen von Wales einigermaßen unterrichtet ist. Natürlich sind die loyalen Engländer sehr erstaunt darüber, oder thun wenigstens so. Wenn sie sich erinnern wollten, wie ganz anders unser K a i s e r F r i e d- rich, der doch auch bis in das sechste Jahrzehnt seines Lebens die Kronprinzen-Würde getragen hat, damals sein Dasein ausgefüllt hat, wie er neben seiner Thätigkeit als Heerführer ein rastloser Förderer der Künste, ein unermüdlicher Mitarbeiter ein allen Bestrebungen zur Wohlfahrt des Reiches und Volkes gewesen, so würden sie unsere Ansichten vielleicht besser verstehen.
Neben Antipathien in der Volksseele liegen dementsprechende, ja durch die ersteren oft übermäßig wachsende Neigungen. NvetteGuilbert, die vor wenigen Monden in Berlin Steilung von einem langwierigen Leiden suchte und auch gefunden hat, profitiert bei ihrem Auftreten im stilvollen Metropol-Theater zweifellos von dieser Erscheinung. Tenn der Beifall, mit dem das stets ausverkaufte Haus die französischen Chansons und Couplets der nichts iveniger als schönen, aber ungeheuer temperamentvollen und mimisch vollendeten Vortrags-Meisterin entgegennimmt, hat auch eine 9hiance politischer Färbung. Französisch ist Trumpf trotz aller England-Freundlichkeit unserer auswärtigen Politik, die sich freilich an diese Stimmungen nur kehrt, wenn sie ihr gelegen kommen. Diese Lieochen von der Seine sind vielfach nicht nach deutschem Geschmack und die Zigeuner-Poeten, deren Vermittlerin auf dem „Brettl" die Guilbert zum Teil ist, haben Ideale und Anschauungen, vor denen unferm Spree- Philister die Haare zu Berge stehen, wenn er noch welche hat. Aber glücklicherweise versteht er nicht die Hälfte von dem, was die Guilbert singt; böse Zungen behaupten sogar, nicht einmal ein Viertel — und so kann er, ohne Schaden an seiner Seele zu nehmen, seinen gepfeffert
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General-Anzeiger v
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
thätigkeitsanstalten gedacht waren. Die Vermischung von Kredit und Almosen beseitigt und für diese Institute die rein wirtschaftliche Grundlage durchgeführt zu haben, die allein auf die Tauer Gedeihen verspricht, war das hauptsächlichste Verdienst von Schulze-Delitzsch. Anfänglich dienten diese Genossenschaften neben der gewerbetreibenden auch der bäuerlichen Bevölkerung. Je mehr unter dem Uebergang der Landwirtschaft von der Natural- zur Geldwirtschaft und von dieser zur Kreditwirtschaft der Bedarf der Landwirtschaft 11 ad) einem für ihre Verhältnisse eingerichteten Perjonal- kredit hervortrat, umsomehr rang fick) die Ueberzeugung durch, daß die speziell auf die Bedürfnisse der Industrie zugeschnit- tenen Schulze'schen Genossenschaften für die Landwirtschaft mit iherr Forderung langer Anleihefristen und niederen Zinsfußes nicht die geeignete Form waren, sodaß die ländliche Personalkreditfrage immer mehr auf den Weg der Selbsthilfe, der Selbstverwaltung und Selbstverantwortung gewiesen wurde.
Der Schöpfer der ländlichen Tarlehnskassen erstand der Landwirtschaft denn auch bald in der Person des edlen Westerwaldschen Bürgermeisters Raiffeisen. Dieser war
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worden, die Schulstellen offen zu halten, um dadurch jährlich etwa 100 bis 200 Mk. zu ersparen. Nach der Neuregulierung der Lehrergehalte haben jedoch die Gemeinden für eineu Schulverwalter nach dem bestandenen Examen denselben Gehalt, wie für einen definitiv angestellten Lehrer, aufzubringen. Vom Großh. Ministerium ergingen deshalb an die Ortsschulvorstände beider Gemeinden Verfügungen, in denen sowohl auf letzteren Umstand, als auch insbesondere darauf hingewiesen wurde, daß es im Interesse der Schule liege, diese mit definitiven Lehrern zu versehen.
§ Bermuthshain, 14. Febr. Eine 'Naturseltenheit entdeckte der hiesige Großh. Forstwart Dillemuth dieser Tage in der hiesigen Gemarkung. 'Er fand in einer vor wenigen Jahren angelegten, dem Landwirt Ernst Oechler gehörigen Fichtenpflanzung ein Fichtenbäumck)en, das bei einer Höhe von ungefähr 75 Ctm. fünf vollständig ausgeluachsene Samenzapfen (Fichtenäpfel) trug.
Wetzlar, 14. Febr. In den östlichen Provinzen ist das Bedürfnis hervorgetreten, für die Hölzer des Eisenbahn-Spezialtarifs II, insbesondere für Schnittware ans Nadelhölzern, ein erweitertes Absatzgebiet zu, gewinnen, und zu diesem Zwecke die in den östlichen Landesteilen geltenden ermäßigten Staffeltarife für Hölze« dieser Tarifklasse auf das Gebiet westlich von Berlin auszudehnen. Tie in Betracht kommenden Tarife sind der Staffeltarif der ehemaligen Ostbahn, derjenige des früheren Eisenbahndirektionsbezirk Breslau und derjenige, den die Handelskammer zu Bamberg vorgeschlagen hat. Begründet wird der Antrag damit, daß zurzeit in den Provinzen Ostpreußen und Pommern, sowie im Regierungsbezirk Marienwerder der Provinz Westpreußen ein in den heimatlichen Erzeugungsprovinzen nicht absetzbarer Ueberschuß der Produktion vorhanden ist, der bei ermäßigten Tarifen in den Gebieten westlich Berlins Aufnahme finden könnte. ES handelt sich lediglich um das nach Spezialtarif II zu tarifierende Holz, sodaß ausländisches Holz ebenso außer Betracht bleibt, wie das Holz nach Spezialtarif III (Grubenholz, Eisenbahnschwellen rc.) — Die Handelskammer Wetzlar hat sich befürwortend zu dem Anträge ausgesprochen, der ihrer Ansicht nach insbesondere geeignet sei, die ostdeutsche Kiefer gegenüber dem amerikanischen Pitchpineholz unüber schwedischen Fichte konkurrenzfähiger zu machen.
Mainz, 14. Febr. Ter Feldschütze Adam Brüh- mann von Mombach hatte am Abend des 11. August in der dortigen Gemarkung drei 15 jährige Jungen beim Obstfrevel erwischt. Zwei davon gaben ihre Perosnalien an, während der dritte, der Schlosserlehrling Häffner, davonlaufen wollte. Der Feldschütze rief ihm zu, er solle stehen bleiben, und als der Junge sich nach ihm umwandte, zog Brühmann seinen Revolver und gab einen Schuß auf ihn ab. Dem unglücklichen Jungen drang die Kugel in die Brust. Mehrere Wochen schwebte er in Todesgefahr, kam schließlick) aber mit dem Leben davon. Tie Kugel befindet sich noch heute in dessen Körper. De« Feldschütze hatte sich vor der Strafkammer wegen fahrlässiger Körperverletzung zu verantworten^ Nach seiner Erklärung wollte er nur einen Schreckfchuß abgeben, der unglücklicherweise getroffen habe. Er wurde zu sech» Wochen. Gefängnis verurteilt. Die Staatsbehörde hatte acht Monate beantragt.
teuren Platz absitzen; er lacht mit, wenn die anderen lache», er applaudiert mit, wenn's so weit ist — und redet am anderen Tage klug, wenn's Gespräch darauf kommt. Und es kommt darauf; dafür sorgt er schon.
Ter Gaskrieg, den die Konsumenten in Berlin gegen die städtische Gasverwaltung Jahre hindurch geführt haben, nähert sich feinem vorläufigen Ende durch die beabsichtigte Einführung des Einheitspreises von 13 Pf. mit 5 Prozent Rabatt. Indessen wird der Friede nicht lange dauern. Es giebt eine Menge Leute, die da behaupten, daß die Stadt mit 10 Pf. auch noch ganz gut auszukommen vermöge. Sie werden das Kriegsbeil nicht all- zutief vergraben." Nicht übel sind Charlottenburg, sowie die Englische Gasgesellschaft in Schöneberg rc. mit der Einführung der Gasautomaten gefahren, die Berlin seinerzeit unklug erweise abgelehnt hat. Der Automat, der dem Antragsteller, nebst Kochplatte, einer Gaslyra mit Brenner und Glocke gratis geliefert wird, vermittelt gegen Ein- wurf eines 10 Pf.-Stückes allemal die Zuführ von 600 Litern Gas. Der geringe Mehrpreis wird von den kleinen Geschäftsleuten rc. gern getragen, da keine Miete für einen Gasmesser-, für die Kochplatte usw. zu zahlen ist, und vor allen Dingen die bösen Monats- oder Vierteljahres-Rechnungen fortfallen, die int Winter oft zu ungeahnter Höhe emporsteigen. Die paar Nickel, die tagtäglich geopfert werden, spürt man lange nicht so. Von diesen Automaten, die seit Jahren in England eingebürgert sind, dürften in Charlottenburg und Schöneberg jetzt wohl etlidje Tausend in Gebrauch fein. Sie haben zweifellos das große Verdienst, das bessere Gasglühlicht auch für den kleinen Mann zugänglich "gemocht zu haben, der bis dahin bet setner dürftigen Petroleum-Lampe faß, und das Helle Licht „reichen Leute" für unerschwinglich hielt
[m Stricken ckeumLtrünW i mit aMieqrnM rmDkAaliW itb ftetS Dorräng „ist billigst. M ine NöMi | es besonders, der dem Genossenschaftswesen den Charakter bergerßratze /7. einer Institution des praktischen Christentums und gesunder __Sozialpolitik gab, der den Raiffeisenschen Gebilden besonders jibtt flute W I in den westlichen Gebieten des Reiches viel Boden eroberte, l ! auf der anderen Seite aber auch zu vielen Kämpfen mit der
Schulze'schen Organisation und schließlich auch mit zur Gründung des neuen Verbandes, den wir unter dem Namen des Allgemeinen Verbands unter der Leitung des Geh. Reg.-Rats Haas in Offenbach kennen.
Es gewährt einen seltenen Genuß, sich vom Verfasser des i Q J ■ erwähnten Buches durch die verschiedenen Entwickelungs- ■ ^„adTlinkauft Phasen der einzelnen Organisationen in ruhiger, sachlicher,
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historisch abgeklärter Betrachtung hindurchführen zu lassen. Er wird, obwohl er mehr auf Seite Raiffeisens zu stehen scheint, doch den verschiedenen Systemen völlig geredet und vermeidet jede einseitige Kritik.
Von besonderem Interesse ist es dabei, das Vordringen des Genossenschaftsgedankens über das von ihm anfänglich allein bebaute Gebiet des Personalkredits hinaus zu verfolgen auf die Gebiete der Rohstoff-, Konsum-, Bezugs-, Absatz-, Molkerei-, Winzer-, sonstigen Genossenschaften und deren Organisationen, in denen wie bei den Kreditgenossenschaften die Prinzipien der Zentralisation und Dezentralisation mit einander stritten und nach beiden Richtungen zu Durchbrechungen führten. In Hessen-Nassau hatten 1880 bereits 12 Berufsgenossenschaften 647 Mitglieder und einen Warenumschlag von 97 662 Mark. Im Jahre 1884 hatten die Win^ervereine im Ahrthal durch ihre vorbildliche Organisation oer gemeinsamen Kelterung und des gemeinsamen Verkaufs vorbildliche Bedeutung. In M a i n z entstand schon früh eine Schlächtereigenossenschaft, die freilich bald wieder einging.
Serliuer Kries.
(Plaudereien auS der Kaiserstadt.)
(Nachdruck verboten.)
berliner Stimmungen über England. — ^oette Guilbert in Metropol Theater. — Der Berliner Gaskrieg. — Die Gas-Automaten.
laufenen Jahrhunderts und gehört unstreitig zu den interessantesten Partien der Genossenschafts- und Wirtschaftsgeschichte überhaupt. Trotz einer Unmasse Einzeldarstellungen, die in der reichen Litteratnr des Genossenschaftswesens namentlich in den verschiedenen Zeitschriften zerstreut vorliegen, hat es aber bisher an einer einheitlichen historischen Darstellung gefehlt. Um so dankbarer zu begrüßen ist darum ein vor Kurzem erschienenes Werk von Tr. Friedrick) Müller „Die geschichtliche Entwickelung des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens in Deutschland von 1848/49 bis zur Gegenwart".
Der Verfasser berührt in der Einleitung die in der Landwirtschaft wegen des in ihr geforderten Zwangs zu gemein» ivirtschaftlicher Thätigkeit seit jeher innewohnenden Elemente, die durch den Zusammenbruch der mittelalterlichen Agrarverfassung im abgelaufenen Jahrhundert und mit Oem Beginn neuen ökonomischen Lebens eine Mahnung gesunden haben, da sich zu den technischen Motiven genossenschaftlicher Arbeit solche volkswirtschaftlicher und bald auch sozialer Natur gesellt haben. Allerdings hat sich gerade das letztere, das der modernen Genossenschaftsbewegung den besonderen Stempel aufgedrückt hat, zunächst nicht auf landwirtschaftlichen, sondern auf dem gewerblichen Gebiet geäußert, auf dem die gegenseitigen Parteien im Kampf um Kapital und Arbeit bald am sichtbarsten gegenüberftanben.
Die ersten Formen, die sich im Leben hindurchrangen, waren die Vorschußvereine und Sparkassen, die aber anfangs nicht als rein wirtschaftliche, sondern zugleich als Wohl-
Politische Tagesschau.
Eine bereits erwähnte Meldung des „Bert. Tagbl." lautet wörtlich: „Ganz kürzlich ist in einem Kontingent ter deutschen Armee durch dien Kontingentsherrn der Spruch eines Regiments-Ehrenrates kassiert worden, durch den eine gütliche Beilegung einer in sinnloser Trunkenheit verübten Kinderei als korrekte Erledigung anerkannt war. Der betreffende ganz unschuldige Oberleutnant ist darauf mit schlichtem Abschied entlassen! Nähere Mitteilungen sind einstweilen überflüssig; die Thatsache, so wie sie hier mitgeteilt wird, spricht ihre Sprack)e selbst".
Das kann doch wohl nur heißen: Der Entlassene war nicht der Betrunkene, der eine Kinderei verübt, sondern der von dem Betrunkenen Beleidigte, und entlassen worden ist er, weil er unter Zustimmung des Ehrenrates die „.Kinderei" „gütlich beilegte". Die Ansicht des' Berliner Blattes, daß „nähere Mitteilungen einstweilen überflüssig sind", teilen wir nicht. In solchen Dingen heißt es: Ort, Namen und Umstände nennen. Feststellungen sind hier unentbehrlich. Anscheinend werden solche jetzt auch für den Fall des Bürgermeisters Salomon in Schlüchtern gemacht werden müssen, der wegen Duell-Verweigerung entlassen worden sein sollte. Der Abg. Richter hat den Fall im preutz. Mgeordnelenhause genau so vorgetragen, wie er vor Monaten öffentlich erzählt wurde; jetzt kommt der Minister v. Reinbaben — sehr spät — mit einer anderen Version, nach welcher ter Bürgermeister die Forderung durch schwere Beleidigung provoziert haben soll. Selbstverständlich verlangt die Öffentlichkeit jetzt genauen Bescheid auf die Frage: Was ist nun eigentlich passiert?
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 16. Februar 1901.
—n. Herchenhain, 14. Febr. Die hiesige Schulst e l l e und die zu H a r t m a n n s h a i n, die beide schon nahezu 20 Jahre vikariert werden, sollen nach Beschluß der Orts- und Schulvorstände von Beginn des neuen Schuljahres ab definitiv besetzt werden. Beiden Gemeinden war früher, mit Rücksicht auf ihre finanziellen Schwierigkeiten, gestattet
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* II*’11 Der Thronwechsel an der Themse hat nichts dazu bei-
ti 1 ^tragen, die geringe Sympathie wieder zum Steigen zu 4r Gingen, die man bei uns für die Vettern jenseits des ylllv1 * Kanals seit der Inszenierung des bösen Transvaal- .^.Ml^krieges hegt. König Eduard muß andauernd die „ Zeche bezahlen, in den Witzblättern sowohl, als auch auf
den Varietebühnen, wo man die lange lustige, auch, mcmch- t mal gar zu lustige Kronprinzen-Vergangenheit des neuen
" Monarchen in humoristischer und satyrischer Weise be-
t 11 Iv* leuchtet. Der letzte „Kladderadatsch" ist sogar dem Schicksal der Konfiskation verfallen, eine Auszeich- * nung, die ihm lange nicht widerfahren ist. Johannes
• Trojan, der das Sommerquartier in Weichselmünte ja MNl-v^lchon kennt, zu dem böse Zeitungsschreiber ab und zu ver- 5v11 . urteilt werden, hat in einem seiner schwungvollen Leit* gedichte seinem Herzen einmal Luft gemacht und _ die brs letzt nicht erfolgte Weiterverleihung des Prince of Wales- litels an den neuen Thronfolger in flammenden Worten glossiert. Wenn der Staatsanwalt dafür wieder „Weich)el- münte" beantragt, und die Richter nicht umhin können, für ein allzu bitteres Wort diesem Antrag Gehör zu schenken, o kann ter alte mutige Poet sicher sein, daß ihm diesmal ch mehr warmherzige Teilnahme in seine unfretrouiige Nüße hinter Feftungsmauern folgt. Denn fern Gedicht überall ein Echo gefunden, wo man über die Passionen


