Krieg zu folgendem Resultat: „Ungerecht, barbarisch ist der Atjeykrieg nicht weniger als der Transvaalkrieg. Das braune „Piratenvolk" rst ebensowohl ein Schlachtopfer der kapitalistischen Gewinnsucht, wie das weiße Burcnvolk. Die Niederlande handeln ebenso verbrecherisch wie England."
Aus Stn-t und Land.
(Der Abdruckder unter dieserRubrik befindlichen Origmal-Nachricksten st nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Anz." gestattet.)
Gießest, den 15. November 1901.
•* Tr. Ernst Leutert, bisher Privatdozcnt in Königsberg, der als Professor für Ohrenheilkunde an die Universität Gießen berufen worden ist, tritt hier bekanntlich an die Stelle Stcin- brügges. In seiner Sondermissenschaft bildete sich Leutert unter der Führung Schwartzes, eines der ältesten deutschen akademischen Lehrer der Ohrenheilkunde, aus. Nachdem Leutert 1889 die Approbation als Arzt erworben und sich zunächst der pathologischen Anatomie gewidmet hatte, trat er bei der Universitätsohrenklinik in Halle als Assistent ein. 1897 siedelte er nach Königsberg über, um sich bei der Albertus-Universität als Privatdozcnt zu habilitieren. Er errichtete zu Unterrichtszwecken ein Ambulatorium für Ohren- krankc. Von der halleschcn Klinik und seinem Königsberger Ambulatorium aus veröffentlichte Leutert außer Jahresberichten eine Reihe von Einzelstudien, teils pathologisch-anatomischen, teils klinischen Inhaltes. Zu nennen sind mikroskopisch-anatomische Untersuchungen zur Frage von dem sog. Cholesteatom, bakteriologische und klinische Studien über Nebenerscheinungen bei chronischer Mittelohrerkrankung, über Eiterfieber nach Ohrerkrankungen, über operative Behandlung von Erkrankungen im Schädelinnern bei Ohrlciden, über die Bedeutung der sog. Lumbalpunktion für die Erkennung dieser Erkrankungen u. a. m.
** Von Oberst Spohr in Gießen beginnt in der heutigen Nummer der .Straßb. Post" eine Artikelserie über „das Reichsseuchengesetz in der deutschen Armee". Das genannte Blatt begleitet den ersten Artikel mit folgender Anmerkung:
Wir veröffentlichen diese Darstellung nicht ohne schwere Bedenken. Sie widerspricht allen Anschauungen und Forderungen der ärztlichen Wissenschaft. Aber chr Verfasser — der frühere Kommandeur unseres Fußartillerieregiments Nr. 10 — ist ein hochverdienter Offizier, der seit langen Jahren auf dem Gebiete gesundheitlicher Forschungen thätig ist und während und nach seiner aktiven Dienstzeit stets ein hervorragendes Interesse für die gesundheitliche Fürsorge für die Armee an den Tag gelegt hat. Es soll nicht gesagt werden, daß ein preußischer Oberst keine Stelle findet, an welcher er seine Gedanken bezüglich einer Sanitätsfrage für die Armee aussprechen kann I Mögen diese Gedanken nun richtig sein oder nicht. Selbswerständlich werden wir unsere Spalten auch einer Entgegnung von ärztlicher Seite nicht verschließen.
** Ein Lamborg -Konzert findet bekanntlich am Mittwoch den 20. November, abends 8 Uhr, in Steins Saw statt. Die „Dresü. Nachr." berichten wie folgt:
Der Klavierhumorist Otto Lamborg gab vor überfülltem Saale seinen ersten Vortragsabend mit gleichem Erfolge, der seine in früheren Jahren veranstalteten Soireen begleitete. Während des zweistündigen Vortrages hielt er das Publikum fest im Banne seiner originellen! künstlerischen Begabung und seines liebenswürdigen urwüchsigen Humors. Keine Nummer des Programms versagte, und einige der Hauptstücke schlugen zündend ein. Die bloße Parodie oder die Bemühung, am Klavier humoristisch zu wirken, würden ähnliche Erfolge niemals erzielen können, wenn sie ohne jene eminente musikalische Begabung geboten würden, wie sie Lamborg verliehen ist. In ihm vereinigen sich Kunst und Technik, Pianist und Schauspieler, Sanger und Rezitator in so glücklichem Maße, daß die eine dieser brillanten Eigenschaften die andere immer im rechten Moment ergänzt und ablöst, sodaß das ganze eine Farbenpalette abgiebt, aus der Lamborg in jedem gewünschten Kolorit zu zeichnen vermag. Den Musiker und kunstverständigen Hörer fesselt er dazu in der exceptionellen Kunst der musikalischen Improvisation und durch ein bewundernswertes Gedächtnis, das ihn nie im Stiche läßt. Sein „Wettstreit der Melodien", den er nach gegebenen oder zugerusenen Melodien kombiniert, ist keine leeres Potpourri, das ein Motiv an das andere recht, sondern eine wirkliche, oft wertvolle Improvisation in der Gestaltung der lieber gange, per Modulation und der ingeniösen Verbindung des Ernsten mit dem Komischen. Derartige Leistungen stellen Lamborg in die Reihe seltener Künstler. Die schlagenden Wirkungen anderer Vorträge, wie das Finale aus der Oper „Der zerbrochene Eid", „Der Handschuh" (nach Schiller), „Die kleine Frau", das In-Musik-Setzen eines gegebenen . Gedichtes, Speisenzettels oder Konzert-Programmes, „Der Morgenanbruch auf dem Lande", „Schnurrpfeifereien" re. muß man selbst empfangen haben, um sich davon eine Idee machen zu können. Der beste Beweis, wie fesselnd und unterhaltend Lamborg zu musizieren, zu singen und deklamieren versteht, bleibt der, daß das Publikum aus einer fröhlichen Stimmung in die andere versetzt wird und das gesunde Lachen selbst im Verlaufe von zwei Stunden nicht versagt. Unter solchen Verhältnissen bleibt Lamborg immer ein Künstler und Hunrorist, den man mit Vergnügen wieder hört und dessen Darbietungen sich die allgemeine Anteilnahme ganz von selbst sichern.
Bingen, 14. Nov. Der bekannte hochgeachtete Wein- Kommissionär Bernhard Groß wurde heute Vormittag tot mit feiner Frau im Schlafzimmer aufgefunden. Beide Eheleute sind jetzt 70 Jahre alt. Die Todes-Ursache ist Kohlengas-Vergiftung.
Frankfurt a. M, 14. Nov. Hier hat sich eine Gesell- schaft für ästhetische Kultur konstituiert, eine Vereinigung von Künstlern und kunstliebenden Laien, die sich zum Ziel gesetzt hat, in allen Bevölkerungsklassen den Sinn für Schönheit zu fördern, durch künstlerisch-literarische Vortragsabende, durch Ausstellungen und durch Volksveranstaltungen an den Sonntag-Nachmittagen. Auch die Geselligkeit der Vereinsmitglieder unter einander soll gepflegt werden, durch regelmäßige Zusammenkunft in bestimmten künstlerisch aus- gestatteten Räumen. An den Vorttagsabenden und bei den Volksveranstallungn sollen sowohl die Literatur und Musik wie die bildende Kunst und das Kunstgewerbe Berücksichtigung finden. In allernächster Zeit soll bereits der erste öffentliche Künstlerabend abgehalten werden. Diese Idee ist gewiß gar nicht übel und verdient ohne Zweifel eine wohlwollende Beurteilung, aber eine gewisse Skepsis ist wohl berechtigt, so lange diese Vereinigung nicht durch Thaten ihre Existenzberechtigung bewiesen hat. Was speziell die Votksveran- staltungen betrifft, so ist übrigens diese Frage bereits praktisch
gelöst, da eine andere Vereinigung m dieser Richtung schon seit längerer Zett recht erfolgreich thälig ist.
Vermischtes.
• Einen lustigen Com ment ar, in dem ein Kirchendiener die Gewißheit mancher Lilterarhistortter überbietet, bringt die „Jugend" in ihrem neuesten Heft: In dem Dörfchen Meißenheim bet Lahr i. B. ruheu die Ucberrc|te von Friederike Brion, der Jugendliebe Goethe's. Ein Grabstein, von Lahrer Verehrern des Dichters gestiftet, schmückt die Grabstätte. Das Monument trägt folgende Inschrift:
„Ein Strahl der Dichtersonne traf auch sie So reich, daß er Unsterblichkeit ihr lieh."
Der frisch in das Dörfchen versetzte Lehrer besah sich auch den Friedhof. Der Kirchendiener, der ihn auf diesem Gange bemerkte, tarn auf ihn zu und sagte: „ßuege (sehen) Se, do ruhet die Friederike Brion, deß isch em Goethe ft Bekanntschaft gsin (gewesen). Wie Se uff em Stein lese chönne, het se en Sunnestich tröffe, unn an dem het se sterwe müffe."
* Ein „gebildetes" Gespräch, das von zwei elegant gekleideten Damen auf dem Wiener Zentralfriedhofe am Allerheiligen geführt wurde, teilt das dortige „Dtt'ch. Volksbl." mit: Beide Damen stehen vor dein reichgeschmückten Grabhügel Brahms'. „Brahms, wer tvar denn das?" fragt die eine der Damen leichthin. Darauf die zweite: „Aber Brahms, ich bitte Sie, wissen Sie nicht — Brahms' Tierleben!" So geschehen wahrheitsgetreu zu Wien im Jahre des Heils 1901.
* Die Leichenrede eines holländischen Sergeanten auf dem Friedhöfe in Gravenhage lautete: „Kameraden! Der Verstorbene — unser aller Freund — war ein braver Kerl, er hatte ein reines Führungsattest, wenig Stiefelreparatur und selbst noch ein Sparkassenbuch. Spiegett Euch in ihm, Jungens. Abmarschiert!"
Meratur.
Goethes Briese. Ausgewählt und in chronologischer Folge mit Anmerkungen herausgegeben von Eduard von der Hellen. Erster Band (1764—1779). In Leinwand gebunden 1 Mark. (Verlag der I. G. Eotta'schen Buchhandlung Nachfolger G. m. b. H. in Stuttgart.) Daß Goethes Briese eine höchst wertvolle Ergänzung feiner Werke bilden, war längst allgemein bekannt, ebenso allgemein aber die Klage, daß diese Schätze teils noch unveröftentlicht, teils in zahlreichen Einzelwerken zersplittert und daher äußerst schwer zugänglich seien. Erst die monumentale Weimarische Goethe-Ausgabe hat durch eine absolut vollständige Publikation aller gedruckten und ungedruckten Briese Goethes diesem Uebelstand abgeholfen, dafür aber den neuen geschaffen, daß die nun vereinigte Masse schier unübersehbar ist. Eine Ausgabe der Briefe Goethes, die ebensoviele starke Bände zählt wie die bisherigen starken Ausgaben seiner sämtlichen Werke, kann trotz aller wissenschastlichjeu Bedeutung gerade das nicht leisten, worauf es ankommt: den Verehrern und Genießern Goethes im weitesten Sinne, dem ganzen deutschen Volke den Anteil an diesen Schätzen zu geben, aus den es berechtigten Anspruch hat. So muß die von der Eotta'schen Buchhandlung veranstaltete Auswahl- Ausgabe, von deren sechs Bänden der erste soeben erschien, als ein höchst verdienstliches Unternehmen freudig begrüßt werden. In voller Beherrschung des gesamten Stoffes ausgewählt und durch maßvolle Anmerkungen erläutert von Dr. Eduard von der Hellen, demselben, der auch den größten Teil der bisher erschienenen Woinmrischen Briefbände herausgegeben hat, befriedigt diese Ausgabe ein wirklich vorhandenes großes Bedürfnis in mustergiltiger Weise. Denn keines Biographen Kunst vermag uns Goethes Lichtgestalt in ihrer ganzen Herrlichkeit frischer und wahrer vor das Auge zu zaubern, den innigen Zusammenhang seiner Dichtung mit feinem Leben und Lieben anschaulicher darzu- stelleu, als eine so geordnete und kommerttierte Auswahl seiner Briefe. — Der vorliegende erste Band giebt uns den jungen Goethe in all seinem Drang, die ganze Menschen- well und Natur zu umfassen und zu genießen, zu durchschauen und darzustellen. Klarer Druck auf starkem Papier zeichnet das Buch auch äußerlich aus und sichert ihm bei dem ungemein billigen Preise — in geschmackvollem Ganzleinenband nur 1 Mark — die weite Verbreitung, die es verdient.
Monatliche lltbupdjt der Todesfälle in Hießen.
Monat Oktober 1901.
Kinder
.Summa: 40 (15) 32 (14)| 5 3 (1)
Es starben an: Zusammen: Erwachsene:
int
vom
Diphcherttis
1. Lebensjahr: 2.-
-15. Jahr
1 (1)
—
—
1 (1)
Typhus
1
1
—
Lungentuberkulose
3
3
—
_
Andere Tuberlulose
3 (1)
2 (1)
—
1
Katarrh
1
1
—
—
Gehirnschlagfluß
2
2
—,
—
Herzleiden
4 (1)
4 (1)
—
Darmkatarrh
2
2
—
Lebensschwäche
1
—
1
_
Altersschwäche
2 (2)
2 (2)
—
Neubildungen
4 (1)
4 (1)
—
——
Andere Krankhetten
16 (9)
13 (9)
2
1
Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Landwirtschaft.
Zur Heilung der Maul- und Klauenseuche wrrd,tt>ie man der „T. R." berichtet, gegenwärtig in Frankreich nach vielen Versuchen mit vorzüglichem Erfolg ein Mittel angewandt, welches vor kurzem Dr. Jarre in Paris bekannt gemacht hat, und das vom französischen Ackerbau- Ministerium zur unverzüglichen Anwendung empfohlen worden ist. Das Mittel besteht aus 33 v. H. Lösung chemisch reiner Chromsäure (Acidum chromicum). 9Jlit einem großen Wattebausch werden die erkrankten Teile des Maules und der Klauen damit leicht betupft. Die Heilung ist so rasch wie sicher. Tiere, welche tagelang jede 'Nahrung verweigert haben, suchen fünf Minuten nach dem Betupfen mit Ehxomsäure von selbst wieder das Futter, und nur selten ist die Anwendung des Mittels im Maule zu wiederholen. Die Behandlung der Klauen dauert länger und ist schwieriger, aber der Erfolg ist gleichfalls befriedigend. Hauptbedingung des Hellerfolges ist, daß das Mittel chemisch rein ist; denn sobald dieses mit Schwefelsäure
(Acidum sulphurtcum) vermischt ist, ift die Heilung fragncy. Die Behandlung durch Betuvfen hat niemals Entzündmrgen zur Folge, was durch viele Versuche erwiesen und von großem Wert ist. Ein Haupterfolg wurde mit dieser Behandlung besonders bei Schweinen erzielt. Die Versuchs des französischen Ackerbauministers werden an allen Orten vorgenommen, und nicht allein von Tierärzten, sondern in vielen Fällen von den Liehhaltem selbst, welche nach Anweisung der Tierärzte verfuhren und stets zufrieden^ stellende Erfolge erzielt haben sollen.
F ta- uni Harnleiden +
v fohlen.
Proben der 4 Haupteorten Mk. 1.— „Franco" Ctrf.'-Trtjwrt HOBECtdfli. Tnnlrfurt a. w.
(Ausfluß), Harnbrcuucu, Harndrang, Harnverhaltung, Blasen- katarrh u. s. w. finden Heilung ohne Bcrufsstörung durch „Locher* Antineon*' (jo.u Sarsaparill., 20,0 Burzelkraut, 10,0 Ehrenpreis, 100,0 Weingeist, 100,0 Kognak). — Innerlich! Total unschädlich wirkendI Acrztlich warm empfohlen! Kem Santalpraparat! Flasche vH* 2,50. — Zu haben in den Apotheken. — Man hüte sich vor Nachahnrungen und achte auf A. Locher’» Namenszug! Ausführliche Prospekte gratis. Alleiniger Fabri- karU: X. Locher, Pharmac. Laborator., Stuttgart.
Niederlagen in Gießen: Pelikan-Apotheke u. Univcrptrts- Apotheke zum goldcueu Engel. 6990
Den fernsten Kaffee
machen Sic, wenn Sie als Zusatz eine Kleiutg keit von der sehr ergiebigen Liude'scheu Essenz nehmen. Ueberall zu haben!
Das Köstritzer Schwarz bi er ist seit dem 17. Jahrhundert als ein vorzügliches Stärkungsmittel für Blutarme mrd Geschwächte bekannt. Es wird gebraut nach einer uralten englischen Porteroorschrist. Es verdankt seine wette Verbreitung hauptsächlich seiner besonders zweckmäßigen Zusammensetzung — bei mäßigem Alloholgehall enthält es sehr viel Malz — und sog. Ertraktstoffe, die den Stoffumsatz in hohem Grade fördern. In neuerer Zett wird es auch vielfach in Lungenhcilanftalten angewandt, wo man die Schädlichkeit der früher beliebten Verabreichung großer Mengen von schweren Weinen und Spirituosen erkannt hat und das Schwarzbier als einen sehr zweckmäßigen Ersah derselben verwertet. Unter Verabreichung von Schwarzbier sind hohe Gewichtszunahmen bet Schwindsüchtigen, wie bei anderen schwächenden Krankheiten erzielt worden. Ter Verwendung von Schwarzbier bei Kranken ist auch deshalb ein hoher Wert beizulegen, weil dasselbe wegen feines angenehmen Geschmacks selbst von empfindlichen Kranken gern ge- iwmmen wird.
Drucksachen aller Art
liefert in jeder gewünschten Ausstattung, stilrein und preiswert die
Brühl’sche Universitäts - Druckerei, Schulstr. *)
Gascokes.
Infolge Stadtverordneten - Beschlusses vom 20. Juni d. I. tritt eine
PttisemPWg iinjerer Gascokes ein und wurden die Preise derselben bis auf weiteres festgesetzt wie folgt:
Für den Centner ab Verkaufsstelle: Stnck-CokeS..............1,20 Mk.
Nuß-Cokes in zwei verschiedenen Korngrößen für
Stubenheizung und für weite und enge Ofenschächte paffend zerkleinert:
Größe 9lr. 1, etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthractt, g a n g- barfte ©orte.........1,30 Mk.
Größe 9ir. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße des Anchracit......1,35 Mk.
In Wagenladungen von mindestens 36 Gentnern: Stückcokcs.......1,15 Mk.
Nußcokes Nr. 1.....1,25 „
Srußcokes 9ir. 2 .... . 1,30 „
Bei gleichzeitiger Entnahme von mindestens 200 Gentnern: Stückcokeü.......1,10 M.
Nußcokco 9tr. 1.....1,20 ,
Nußcokes Nr. 2.....1,25 „
Für Gokesabnehmer, welche zwei und mehr Toppelwaggons beziehen, ermäßigt sich der Preis um wettere 5 Pfg. pro Gentner.
Für Anfuhr an das Haus werden 5 Pfennig für den Centner berechnet.
NB. Sofern das Verbringen der Gokes — bis zu 6 Gentnern — aus die betr. Lagerplätze (Keller, Stall rc.) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung.
Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Ceutuer Gokes statt; dagegen bleibt bei folgenden hiesigen Firmen der gkiwrtaf nnkrrr ttetto von 1 bis 5 Centner
buchen, nämlich bei den Herren: Job. Fischer, Alicestrape 19, H. Hof, Löwengasse 11 und Bahnhofstraße 33, Gcbr. Kahl, Frankfurterstraße 151, Ed. Klinket, Bahnhofstraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Pistor Nachfolger, Macktstraße 10, Georg Schäfer, Licherslraße 2, Georg Unverzagt, Kaplansgaffe 5.
Diese Firmen berechnen obensiehende Preise unserer Gascokes samt Anstchr wie das Gaswerk unb verabfolgen dieselben auch m Mengen unter 5 Gentnern.
Gießen, den 21. Juni 1901.
Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen.
' I V.: Edm. Wetter. 4388


