Ausgabe 
16.8.1901 Zweites Blatt
 
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161. Jahrgang

Zweites Blatt

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Freitag 16. August 1901

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Politische Tagesschau

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Mk. 2.20, monatl. 75 mit Briugerlohn: durch * Abholeßellen Dierte!j6tvrt

Mk. 1.90, monatl. 65 $«£

Bei Postbezug öierteltM*,

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, Es bleibt also nur eine Annahme Lbrig, nämlich die, daß dieBoss. Ztg." aus der bloßen rhatsache, daß Graf Waldersee in den letzten Tagen so viel gtrebet hat, ihre Schlüsse auf die Absichten deS Feldmarschalls jejoßcn hat. Aber auch das ist unseres Erachtens ungerecht

Tas offiziöse Depeschenbureau muß sich darauf gefaßt machen, bet erster Gelegenheit im Reichstag einen scharfen d Angriff seitens der Rechten auszuhalten. Die von uns ~ --------tr

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nm» der Regierung funktionieren würde, davon kann die amtliche ^Q^rfäüie Berliner Korrespondenz, aus dem preußischen Ministerium - - des Inneren, mit ihrem sehr sachlichen, ehrbaren und

! sehr trockenen Inhalt einen Vorgeschmack geben.

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bereits erwähnte Erregung darüber, daß dies Bureau zahl­reiche Stimmen der auswärtigen Presse gegen den Zoll- tarifentwurf, und namentlich gegen die landwirt- ' gastlichen Zölle, wiedergegeben hat, ist keineswegs . der Abnahme begriffen, und sie wird sich, wie in kon­servativen und agrarischen Kreisen verlautet, im Reichstag I xn Anfragen und Anträgen äußern, die eineKlarstellung" i der Beziehungen zwischen der Regierung und demW. L TB" herbeiführen sollen. Man will offenbar dahinter "Lfou kommen versuchen, welche amtliche Persönlichkeit die l! Direktive hinsichtlich jener Meldungen erteilt hat. Sv J schreibt dieKreuzztg.", die Haltung des offiziellen Tele- l Igraphenbureaus biete dem aufmerksamen Beobackiter genug

Grund zu dem Glauben, als ob sogar in maßgebenden Kreisen doppelte Strömungen den Gang der Dinge zu

Chtftlänber und Buren.

Lord Kitchener hat sich neulich gegen den Borwurf einseitiger Berichterstattung zu verteidigen versucht, inhem er erklärte, es lohne sich nicht und sei auch zu kostspielig, über alle kleinen Gefechte besondere Berichte zu schicken. Eine gewisse Berechtigung kann man ja dieser Behauptung nicht absprechen. Aber es ist doch wunderbar, daß der ^>rd namentlich Dinge verschweigt, die auf das englische Volk verstimmend wirken könnten! Zudem sind selbst kleinere: Zusammenstöße bei einem Guerillakriege zur Beurteilung der Lage immerhin von erheblichem Werte. Wenn Kit­chener alle Woche eine gedrängte Uebersicht über die ge­töteten,- verwundeten, gefangenen und sich ergebenden Buren bringt, dabei aber die eigene Verlustliste ver­schweigt, so erhält man eben kein objektives Bild vom Stande der Tinge, und die englischetr Leser, die ohnehin mit ihren Wünschen den Thatsachen vorauseilen, sind dann immer aus dem Häuschen, wenn ihnen der Zufall einmal den Vorhang lüftet und die sickstbar werdende Wirklich­keit nicht ihren Erwartungen entspricht. Es ist deshalb unerläßlich, von Zeit zu Zeit eine Gegenprobe zu machen, um sich den Blick für die Wirklichkeit zu bewahren, indem man sich die englisch, Verlustlisten recht genau anffehe Wenn man das mit der neuesten Liste thut, so kommt man zu folgendem überraschendem Ergebnis: E- sanden zwischen dem 2. und dem 10. August, al|o binnen neun Tagen, 21 Gefechte statt, und zwar in ^ansvaal, un Oranjefreistaate und in der Kapkolonre. ^.arm wuroei verwundet: leicht 2 Offiziere, 16 Mann: schwer 1 Offizier, 1 Arzt, 10 Mann: gefährlich 1 Offizier, 5 Mann, Zusammen 36 Personen: getötet 9 Mann; gefangen genommen p vermißt 6 Mann. Davon hatte man durch kitchener nichts? erfahren, und so nahm sich seine Meldung, die er als ganz besonders günstig bezeichnete. ^a^_ Z^ifch<-n dem . - und dem 12. August 39 Buren getötet, 20 verwundet und-

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preußischen Provinzen Rheitrprovinz, Westfalen und Sachsen, ferner Oldenburg, Sachsen-Gotha und die Bistümer Birken­feld, Lippe-Detmold und Waldeck. Das apostolische Vikariat Anhalt umfaßt das ganze Herzvgtuni Anhalt. Tas apo­stolische VikariatdLorddeutschland" oderder nordischen Mission" erstreckt sich auf die beiden Mecklenburg, Lübeck und Schaumburg Lippe, sowie die freien Hansestädte. Das apostolische Vikariat Sachsen umfaßt die Kreishauptmann­schaften Dresden, Leipzig und Zwickau, sowie das Herzog­tum Sachsen-Altenburg. Bon den beiden apostolisck>cn Prä­fekturen Bautzen und Schleswig-Holstein umfaßt erstere im Königreich Sachsen die Kreishauptmannschaft Bautzen und letztere die Provinz Schleswig-Holstein. Die Zahl der Katho- liken und der Andersgläubigen betrug in den einzelnen exemten Diözesen, Kirchenprovinzen, apostolischen Vikaria­ten und Präfekturen nach genauer Zählung im Jahre 1885 in Breslau 2 014 000 bez. 5 850000, in Ermland 410 216 bez. 1930 000, in Hildesl>eim 102 000 bez. 1710 00, in Osna­brück 169 027 bez. 282 000, in Metz 472 000 bez. 60 000, in Straßburg 782 000 bez. 303 000, in der Kirchenprovinz Bam­berg mit den Sufftaganbistümern Eichstädt, Würzburg und Speier 1 296 303 bez. 1 103 000, in München-Freising mit den Suffraganbistümern Fulda, Limburg, Mainz und Rot­tenburg 2 340 724 bez. 3 347 000, in Gnesen Pofen mit Sem Suffraganbistum Külm 1 594 313 bez. 1 056 000, in Köln mtt den Suffraganbistümern Münster, Trier und Paderborn 4 452 000 bez. 5 362000, in dem apostolischen Vikariat Anhalt 4600 bez. 243 000, in dem apostolischen Vikariat der nordi­schen Mission 29 000 bez. 1470 000 und in Sachsen 44/00 bez. 2 588 000, in der apostolischen Präftktur Bautzeni 30 000 bez. 326 000 und in Schleswig-Holstein 4700 bez. 1 14.) 300. lieber die Stärke des Klerus geben die nachstehenden An­gaben Auskunft. Es betrug 1885 die Zahl der Priester- (Welt- und Ordenspriester zusammen) und die,entge der Pfarreien, Seelsorgestellen und Kuratien in den emzelnen exemten Diözesen, Kirchenprovinzen (einschließlich der zu­gehörigen Suffraganbistümer) apostolischen Vikartaten und Präfekturen in Breslau 945 bez. 740, in Ermland 274 bez. 136, in .Hildesheim 170 bez. 91, in Osnabrück 322 be^ 96, in Metz 900 bez. 624, in Straßburg 1108 bez. 700, tn Bam­berg 1860 bez. 1050, in München-Freising 3889 bez. 1879, in Freiburg 2765 bez. 1934, in Köln 4492 bez. 2384, rn Anhalt 6 bez. 3, in der nordische«. Mission 23 bez. 14, tn Sachsen 35 bez. 15, in Bautzen 40 bez. 17 und in Schleswig- Holstein 16 (davon 3 Militärgeistliche) bez. 9.

In diesen Tagen ist in der englischen und ftanzösi- schen Presse viel geschrieben worden über die Errichtung einer deutschen Ko h l e n st a t io n auf der Insel K u n a h , am Eingang des Roten Meeres. Bereits zu Be­ginn des Sommers gelangte die Kunde von einem der­artigen Unternehmen Deutschlands zur öffentlichen Kennt­nis, seltsamerweise auf dem Wege über Paris. Damals hieß es, Deutschland habe von der Türkei das betreffende Ter­rain pachtweise erworben und durch in Hodeida Küstenstadt der arabischen Provinz Yemen engagierte Erdarbeiter, Maurer und Zimmerleute Landungsstege und Gebäude er­richten lassen. Ob das den Thatsachen entspricht, weiß man heute noch nicht. Die amtlichen deutschen Stetten haben in dieser Angelegenheit bisher ein auffallendes Stillschweigen beobachtet. Das könnte nun allerdings im Sinne der Bestätigung eines anderen Gerüchts gedeutet tu erben, demzufolge nicht die deutsche Regierung, sondern eine deutsche Firma die Erlaubnis zur Anlage eines Kohlen­depots von der Türkei erwirkt hätte. Bei der außerordent­lichen Bedeutung eines derarftgen Stützpunktes für die deutsche Kriegs- und Handelsflotte sie würden dadurch hinsichtlich der Kohlenversorgung von Port Said und Aden unabhängig wäre es wünschenswert, daß eine unzweifel­haft amtliche Klarstettung der Angelegenheit erfolgte.

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Ob es wirklichdoppelte" Strömungen sind? Wäre eS nicht möglich, daß der Reichskanzler selbst im Prinzip mchts dagegen einzuwenden hat, daß auch eine ungünstige Kritik am Zolltarifentwurf vom offiziösen Draht den Zeit­nagen übermittelt wird? Es ist mindestens unwahrschein­lich, daß ein Nack'richtenbureau, das derart auf das Wohl­wollen der Regierung angewiesen ist, es gelassen darauf mi kommen ließe, den Intentionen des höchsten Beamten her Regierung zuwider zu handeln. Vielmehr wird anzu­nehmen sein, daß bei einer so wichtigen Gelegenheit das Bureau sich ziemlich genauer Instruktionen versichert hat. W*-rden doch die aus dem Auslande eintreffenden De- peZchen des Bureaus, deren Inhalt nicht absolut harmloser Natur ist, Dor der Veröffentlichung der Zensur des Aus- Joartigen Amtes unterbreitet. Beim Zolltarif steht aber in der vordersten Reihe Graf Bülow. Wenn auch späterhin die Handelsvertragsverhandlungen durch das Auswärtige Amt geführt werden, er ist derMann am Steuer". Hat 4fcaf Bülow die Richtschnur gegeben, daß die offiziösen lOrgane, also besonders das Wolff'sche Bureau, sowohl Aus- laßsungen für wie gegen den Zolltarifentwurf verösfent-- Inltcn können, so dürfte weiterhin zu vermuten sein, daß di^ Bundesregierungen den gleichen Standpunkt einnehmen. wenigstens hat man noch nichts davon gehört, daß eine Üktt Bundesregierungen Mißbilligung zu erkennen gegeben hätte. Eher ließe sich denken, daß in mancher Hinsicht -es den Regierungen ganz willkommen ist, daß durch die Kritik des Auslandes am Zolltarif-Entwurf gewisse Zoll- Illusionen, mögen sie nun von der Landwirtschaft oder »on der Industrie ausgehen, ernüchtert werden. Trotzdem ist gewiß der Wunsch berechtigt, daß auch die anerkennen­dem Urteile des Auslandes über den Zolltarif offiziös verbreitet werden. Aber solche Anerkennungen sind natur­gemäß spärlich. Nicht notwendig erscheint allerdings, daß jeglicher Allarmruf des Auslandes, jede Drohung und Repressalien Ankündigung obendrein zweifelhaften Ur­sprungs gleich her offiziösen Wiedergabe gewürdigt wird. D-or könnte etwas mehr Reserve nicht schaden.

Wie gesagt, löir glauben nicht, daß in Bezug auf die Zolltarif-Behandlung in der Regierung zwei (Strömungen vorhanden sind. Und wir würden es für verfehlt halten, wenn etwa die Forderung wieder ausgenommen werden sollte, daß ein Nachrichtet'bureau der Regierung an Stelle des W. T. B. zweckmäßig sei. Tas offiziöse Depeschenbureau l)at in der letzten Zeit immerhiiu ein wenig mehr den Modernen Ansprüchen Rechnung getragen, und, wenn auch vorerst recht bescheidene Versuche gemacht, die bureaukra- tische, schablonenartige Berichterstattung in eine mehr kitterarische, gefälligere umzuwandeln. " Eine Schilderung bedeutender Tagesereignisse, anschaulich und mit Stimmung verfaßt, wäre vor einigen Jahren noch beim Wolff'schon Bureauunmöglich" gewesen. Wie ein Nachrichtenbureau

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fertigt; denn der Feldmarschall war in der üblen Lage, reden zu müssen. Daß eS vielleicht besier gewesen wäre, wenn die Reden etwas kürzer ausgefallen wären, das wollen wir durchaus nicht in Abrede stellen. DaS aber glauben wir dem Grafen Waldersee bezeugen zu können, daß er durch den Inhalt seiner Reden derVoss. Ztg.- zu ihrer Berwutung keinen Anlaß gegeben hat.

Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt:

Heute liegt eine Zeitungsnotiz vor, so eigenartig und Überraschend, daß man sich versucht fühlt, sie zunächst zu bezweifeln. Doch ein ernstes Blatt, wie dieVoss. Ztg ", bestätigt auf Grund glaubwürdiger Versicherungen, daß Abg. Eugen Richter sich demnächst mit der Wit w e seines langjährigen Freundes, des Abg. Ludolf P a r i s i u s vermählen und in die von ihm in Groß-Lichterfelde bei Berlin kürzlich angekaufte Vitta überfrebeln wird. Ter streitbare Oppositionsführer darf auch bei dieser Gelegen beit des Interesses seiner politischen Freunde und Gegner sicher fein. Er galt bisher als eingefleischter Junggeselle und hat darob manchen Spott erdulden müssen. Doch es focht ihn das wenig an. 9hir einmal, als Abg. Bebel ihm im Reichstag zurief:Warum haben Sie denn nicht ge heiratet?", merkte man, daß er sichgetroffen" fühlte. Er gab mißmutig zurück:So sind (Sie nun, meine Herren! Sie werden gleich persönlich . . ." Andererseits hat er, ebenfalls int Reichstag, erkennen lassen, daß er für die Reize des Familienlebens volles Verständnis besitzt. In einer Rede schilderte er die Empfindungen eines Vaters, um den abends das Kind herumspielt, mit solcher Wärme, daß ihm von allen Bänken des Reichstages ein donnerndes Bravo entgegenschallte. Bekannt ist auch, daß Richter gern Kinder sieht. Wenn er sich jetzt, im 64. Lebensjahr stehend, entschließt, dem Junggesellentum Valet zu sagen, so thut er es wohl auch in Rücksicht darauf, daß er nach dem, im vergangenen Herbst erfolgten Tod seines Bruders allein in der Welt steht, und für die Tage seines Alters einer treuen Gefährtin nicht entraten mag. (Bemerkt fei noch, daß Eugen Richter und Ludolf Parisitts während des größten Teiles ihrer parlamentarischen Laufbahn in einem und demselben Haufe gewohnt haben an der Hardenberg­straße zu Berlin, dessen Besitzer Parisius war, der um 11 Jahre ältere Freund Richters. D. Red. d.Gieß Anz.")

Aus Anlaß des am 25. August in Osnabrück tagenden Katholikentages fei einiges über die kirchliche Ein­teilung des deutschen Reiches in Bezug auf di ekatholische Seelsorge mitgeteilt. Tas deutsche Reich zerfällt in (katho­lisch-) kirchlicher Hinsicht in 6 exemte Diözesen (Breslau, Ermland, Hildesheim, Osnabrück, Metz und Straßburg), 5 Kirchenprovinzen (Köln, Gnesen-Poseu, Freiburg, Bam­berg und München-Freising), 3 apostolische Vikariate (Sachsen sTresdenj, Anhalt und Nordische Mission), und in die apostolischen Präfekturen Schleswig-Holstein und Bautzen. Das apostolische Vikariat Anhalt wird von dem Bischöfe von Paderborn administriert; die Nordische Mission und die apostolische Präfektur Schleswig-Holstein stehen unter der Jurisdiktion des Bischofs von Osnabrück; der apostolische Vikar von Sachsen ist zugleich apostolischer Prä­fekt der Präfektur Bautzen. Ueber den Umfang der exemten Tiözesen, Kirchenprovinzen, apostolischen Vikariate und Prä­fekturen ist folgendes zu sagen: Tie Diözese (Fürstbistum) Breslau umfaßt Preußisch-Schlesien mit Ausnahme des Kommissariatoistriktes Kätscher, der zur Erzdiözese Olmütz gehört, und der Graffchaft Glatz, die einen Teil des Erz­bistums Prag bildet, sowie Teile Oesterreichs. Die fürst­bischöfliche Telegatur Berlin umfaßt die Mark Brandenburg und die Provinz Pommern mit 7 Archipresbyteriaten (Berlin, Köslin, Frankfurt a. O., Potsdam, Stettin, Stral­sund und Wittenberge). Zur Diözese Ermland gehören die Regierungsbezirke Königsberg und Gumbinnen und von den westpreußischen Regierungsbezirken Danzig und Marien­werder die Kreise rechts der Weichsel mit Ausnahme des Kulmer Landes mit den Dekanaten Elbing, Neuteich, Marien­burg a. N. bezw. Stuhm. Die Diözese Hildesheim umfaßt die Landdrosteibezirke Hannover (östlich der Weser), Hildes­heim, Lüneburg und Stade, und das Herzogtum Braun­schweig. Zur Diözese Osnabrück gehören die Landdrostei­bezirke Osnabrück, Aurich und Hannover (westlich der Weser). Tie Diözese Metz umfaßt den Bezirk Lothringen, und die Diözese Straßburg Ober- und Nieder-Elsaß im Reichslande Elsaß-Lothringen. Die Kirchenprovinz Bamberg erstreckt sich im Königreich Bayern hauptsächlich über Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken und über die Rheinpfalz, außerhalb des Königreichs über die Herzogtümer Sachsen- Koburg und Sachsen-Meiningen. Zu ihr gehören außer der Erzdiözese Bamberg die Suffraganbistümer Eichstädt, Würzburg und Speier. Tie Kirchenprovinz München-Frei­sing erstteckt sich hauptsächlich über Nieder- und Ober­bayern, über Schwaben und die Oberpfalz, und besteht aus der Erzdiözese München-Freising und den Suffragan-Bis- tümern Augsburg, Regensburg und Passau. Tie (ober­rheinische) Kirchenprovinz Freiburg erstteckt sich über die Großherzogtümer Hessen, Baden und Sachsen- Weimar, über das Königreich Württemberg und über die preußischen Regierungsbezirke Sigmaringen, Kassel und Wiesbaden. Unter der Metropole Freiburg stehen die Suff- ftaganbistümer Fulda, Limburg, Mainz und Rottenburg. Tie Kirchenprovinz Posen-Gnesen besteht §aus der Erzdiözese Gnesen-Posen und dem Suffraganbistum Kulm und erstteckt teilung des deutschen Reiches in Bezug auf die katholische sich über die Provinz Posen und Teile der Provinz Westpreußen. T-ie (niederrheinische) Kirchenprovinz Köln besteht aus der Erzdiözese Köln und den Sufftagan-Bis- tümern Münster, Paderborn und Trier, und umfaßt die

Handlangers, die er bescheiden für sich in Anspruch ge- lotnmcn hat, als die Ausgabe der Kanzlerschaft betrachte, mb das darf doch ohne weiteres nicht vermutet werden. Der örtliche Hinweis auf die in Chinaverblaßten Namen" ttann auch nicht als Anzeichen einer Aspiration der Kanzler­schaft angesprochen werden, denn ein künftiger Kanzler des Deutschen Reiche« würde gewiß derartige Dinge entweder gm; verschwiegen oder mit etwas mehr diplomatischem Ge- Ä WW JJL schi f behandelt haben.

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DankeSredeu des Feldmarschalls, daß er Kanzler zu werden gedenke. Wir wissen nicht, wie dieBoss. Ztg." Zimwer-Wobllu^ja dieser Annahme kommt. Politische Gedanken hat Gras inlarben'Sy jjytr, waldersee nicht entwickelt, ja kaum gestreift. Wenn er sein iS.hosraum u eei^jenp ,n Abrede stellte und den Kaiser immer wieder mit 2Teii®ettu D«gr' brsonderem Nachdrucke hervorhob, so kann man darin doch n LschvivttM hum die Andeutung der Absicht, Kanzler zu werden, erkennen.

GietzenerAnzeiger w General-Anzeiger v

Amts- und Anzeigeblatt sürdenAreis Gießen