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16.6.1901 Erstes Blatt
 
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Dragoner-Regiments Nr. 12 VN^BadentMde des Garde-Korps am 1. Sep- rde-Grenadier-Regiments Sri e Kronprinzessin von Griechen- aer-Regiments Nr. 3 in Char­ta von Rußland Chef des 2. in Berlin, die Erbprinzessin ingen, älteste Schtvesier des au stehenden Grenadier-Ach

Adolf zu Schaumburg-Lippe, 1 Kaisers, Ches des 5. West- ) in Köln, die Königin Mar s hessischen Jäger-Bataillons . erzogin Viktoria von i haderin des 3. Großherzoglich ents Rr. 117. Außer diesen Regimenter ist Königin Carole Ten-Regiments Nr. 19, Königin rg Chef des Ludwigsburger svgin Wera von Württemberg, md, zweiter Chef des lllenen- zlich sei noch erwähnt, daß in von Sachsen-Koburg und Alerander-Garde-Grenadier-Re- >zehnte Fürstin in den Verband ten ift Die Sitte, einzelnen her Waber $u geben, feiert fim Sie stammt von Kaper

ücheinr L war es, weichn^ als Tamen zuerkannte. Da Augs- bMach. so charaktmirerte ßch feX_ Alle weiblichen Chefs be- uppe, mit Helm, SMpe,Sabü i baden falls sie bei Revuen

Berlin, 14. Juni. Der bekennte Industrielle Georg »on Kramfta tst auf Frankenthal in Schlesien nacht« gestorben.

Dresden, 14. Juni. Der Vorstand der Aktiengesellschaft Elek- 1ri»itüt«werke, vormals Kummer u. Co., Dresden", beantragte h«ute beim Amtsgericht Dresden die Eröffnung des Konkurses über da» VermSgen der Gesellschaft.

Gerichtssaal.

D. Gießen, 14. Juni. (Strafkammer.) Dem Metzgergesellen Jakob Schneider in Annerod ist zur Last gelegt, zu Elpenrod in den Jahren 18981900 fortgesetzt in der Absicht, sich einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, Privaturkunden, die zum Beweise von Rechten und Rechtsverhältnissen von Erheblichkeit sind, nämlich tms Geschäftsbuch eines Metzgers verfälscht und zum Zwecke der läufdyung von ihm Gebrauch gemacht zu haben. Ter Geschädigte ist der Metzgermeister Zoll in Elpenrod. Der Angeklagte ist geständig, will aber die zur Erkenntnis der Strafbarkeit erforderliche Einsicht nicht besessen haben. Die Staatsanwaltscl>aft beantragt Freisprechung wegen Ur­kundenfälschung, die sie nicht für gegeben erachtet, dagegen Zuerkennung einer Gefängnisstrafe von zwei Monaten wegen Betrugs. Tas Gericht gelangt zur Freisprechung des Ange­klagten sowohl von der Anklage der Urkundenfälschung als des Betrugs, unter Belastung der Staatskasse mit den Kosten des Verfahrens. Ter frühere Diener Heinrich Stein ist beschuldigt, zum Nachteil eines Vereins einen Geldbetrag von 10 Mk. unterschlagen zu haben, auch, um die erfolgte Unterschlagung zu verdenken, eine Urkunden­fälschung begangen zu haben. Ter Angeklagte leugnet die ihm zur Last gelegte Thal nicht, will aber in Not gehandelt haben. Tas Gericht verurteilt den Angeklagten unter weit­gehender Zubilligung mildernder Umstände, die es ins­besondere in der Notlage des Angeklagten erblickt, in eine Gefängnisstrafe von 14 Tagen und in die Kosten des Ver­fahrens. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wird gegen den 1886 zu Friedberg geborenen Wilhelm Mein wegen Ver­gehens gegen § 176 Pos. 3 verhandelt. Ter Angeklagte wird .unter Schuldigerkennung in eine Gefängnisstrafe von noei Monaten verurteilt, unter Anrechnung eines Monats der erlittenen Untersuchungshaft und unter Zubilligung mildernder Umstände. Unter der Anklage des Ver- brochens gegen §§ 177, 43, 57 des St.-G.-B. steht der Ludwig Tamm in Reiskirchen vor der Strafkammer. Ter Verteidiger beantragt Vertagung der Verhandlung zwecks Ladung oes praktischen Arztes Tr. Böckler in Großen-Buseck als Sach­verständigen. Tie Staatsanwaltschaft beantragt Verwerfung des Antrags des Verteidigers. Das Gericht beschließt, in die Verhandlung einzutreten. Tie Verhandlung selbst findet unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Tem Antrag des Verteidigers gemäß tritt nach erfolgter Beweisaufnahme Vertagung der Sache zwecks Vernehmung des obenge­nannten Sachverständigen ein, die im nächsten Termin er­folgen soll. Zugleich) erläßt das Gericht Haftbefehl gegen den Angeklagten, da ein Verbrechen Gegenstand der Ver­handlung bildet und Fluchtverdacht nach Lage der Suche begründet erscheint. Ter siebenmal wegen Betrugs vor­bestrafte Maurergeselle Heinrich Frey in Burg-Solms steht vor den Schranken der Strafkammer, weil er durch zwei Handlungen am 10. März 1901 zu Climbach das Vermögen des Balthasar Hasselbach dort um 4 Mk., das des Martin ?Backhaus um 10 Pfg. dadurch geschädigt habe, daß er durch Vorspiegelung falscher Thatsachen einen Irrtum erregte, ter Angeklagte leugnet die ihm zur Last gelegten Betrugs­falle. Tas Gericht spricht ihn auch dem Antrag der Staats­anwaltschaft gemäß von der Anklage des Betrugs gegen den

Martin Backhaus frei, verurteilt ihn aber wegen des anderen Betrügsfalles in eine Gefängnisstrafe von drei Monaten unter teilweiser Anrechnung der Untersuchungshaft. Ter Maler Johann Töll, in Erfurt geboren, zurzeit int Landeszuchtl>aus zu Marienschloß, ist angeklagt, am 16. Februar 1901 zu Marieuschloß Beamte, die zur Voll streckung von Befehlen und Anordnungen von Verwaltungs­behörden berufen sind, nämlich Beamte des Zuchthauses dort, in der rechtsmäßigen Ausübung ihres Amtes durch Gewalt und Trohung mit Gewalt Widerstand geleistet und auch in Ausübung ihres Amtes thätlich angegriffen zu haben. Tas Schöffengericht Butzbach hatte den Angeklagten durch Erkenntnis vom 10. Mat d I. in eine Gefängnis­strafe von 5 Monaten verurteilt. Gegen dieses Urteil legte der Angeklagte das Rechtsmittel der Berufung ein. Bei Beginn der Verhandlung beantragt der Angeklagte Ver­tagung zur nochmaligen Vernehmung der Zeugen erster Instanz, sowie verschiedener Sträflinge des Landeszucht hauses. Tas Gericht giebt dem Antrag des Angeklagten durch Beschluß statt und vertagt die Verhandlung. Tie Händ­lerin Konrad Hels Wwe. und der Karl Siegfried in Großen-Buseck waren wegen Vergehens gegen das Nähr ungsmittelgesetz (§ 10) durch Strafbefehl in Strafe ge­nommen worden und zwar, weil die erstere Buter mit einem um 5 Prozent zu geringen Fettgehalt verkauft, der letztere, weil er diese Butter der ersteren geliefert habe Tas Schöffengericht Gießen sprach die beiden Angeklagten frei und zwar wegen Mangels des Vorsatzes und gleich­falls des fahrlässigen Handelns. Gegen dieses Erkenntnis vorn 10. Mai 1901 hat die Staatsanwaltscl)aft Berufung ein gelegt, um die Verurteilung der Angeklagten zu erzielen. Ter Sachverständige verbreitet sich in längerer Ausführ­ung gutächtlich über den prozentualen Wassergehalt der Butter. Tas Gericht kommt zu dem Schlüsse, daß ein Verschulden weder vorsätzlicher noch fahrlässiger Art als vorhanden anzunehmen sei und verwirft die Be­rufung der Staatsanwaltscyaft, unter Verurteilung der Staatskasse in die Kosten der zweiten Instanz. Die ebenfalls zur Verhandlung noch anstehenden Sachen, die Berufungssache gegen den Heinrich Wißner von Dannen­rod wegen Forstfrevels, sowie die Privatklagesache des 3o- Hannes Schojan in Gießen gegen die Marie Friedrich und den Otto Friedrich in Oppenrod wegen Beleidig­ung, gleichfalls in zweiter Instanz anhängig, wurden antragsgemäß vertagt. Zu bemerken ist noch, daß ein falsches Einmarkstück durch Urteil der Kammer eingezogen wurde. Den Vorsitz führte an Stelle des beurlaubten Großh. Landgerichtsdirektors Jöckel der Großh. Landgerichts­rat Müller.

Limvurg, 14. Juni. D»S Schwurgericht hat den Maurirmrtst« Jakob Lang auö Wetzlar wegen wissentlichen Meineids nach nicht­öffentlicher Verhandlung zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt, unter Anrechnung von vier Monaten Untersuchungshaft. Der Postassistent Ar aus Linsburg, der Postanweisungen nicht sofort gebucht und daü Geld erst am Schluss« de» Monats abgeführt hatte, wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt unter Aberkennung der Befugnis zur B>- kleibung öffentlicher Aemter auf drei Jahre.

Kchiffsnachrichten.

Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch den «gurten E. LooS.

Bremen, 13. Juni. (Per tranSallanttschen Telegravh.) Der SchnellpostdampferLihn", Kapitän C. Pohie, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 8 Uhr abmdS wohlbehalten in Newyork angekommen.

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3. Gkterkaufgelder 160062,85

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3. Im voraus erho­bene Zinsen von Gliterschillingen 1627,13

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betrug Ende 1899 803

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Sa. 664435,31 Die Zahl der Mitglieder Zugang in 1900 Abgang in 1900 Mithin weniger

Daher Stand der Mitglieder Ende 1900 Heuchelheim, den 13. Juni 1901.

Kreiling, Schleeubecker,

Direktor. Rechner.

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Donnerstag den 20. Juni d. I., abeudS 81/, Uhr, im Turmhause am Brand:

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Gießen, den 14. Juni 1901. 4228

Der Branddirektor: Traber.

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Verdingung von prairrageaiveiterr. Die erabm« und «ohrver- legungsarbeiten für bte im Sommer d. Js. zur Ausführung vorgesehenen Drainagen der Feld­bereinigung Daubringen ca. 4000 m veranschlagt zu 1200 Mk. sollen Freitag den 21. d. MtS., vorm. 9Vt «hr auf Gr. Bürgermeisterei Daubringen in zwei Losen durch öffentliches Aus­gebot vergeben werden.

Pläne, Voranschlag und Be> dingungen liegen auf Gr. Bürger­meisterei Daubringen zur Ein- sicht offen.

Gießen, am 13. Juni 1901. Großh. Kulturinspektion Gießen _______Wißmann._______

Wegöau- Weraccordierung.

Mittwoch den LV. Juni l. I , nachmittags 4 Uhr, werden in unterfertigter Ober- försterei nachstehende Arbeiten öffenllich an den Wenigstneh- menden versteigert:

Liefern von ca. 242 cbm Steinen in 7 Losen, Chauffieren von ca. 1000 lfd. m Wegen in 20 Losen, Planieren von ca. 950 lfd. m Wegen in 6 Losen.

Die Zusammenkunft findet bei dem Brauhofs-Weiher statt. Nähere Auskunft ertellt Großh. Förster Schlag zu Baumgartcn.

Gießen, den 11. Juni 1901. Gr. Oberförsterei Schiffenberg.

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