Ausgabe 
16.3.1901 Zweites Blatt
 
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lande" geschaffen hat. In unserer MonatS BeilageBlätter für hesssische Volkskunde" wird der Inhalt des Vor­trages ausführlich veröffentlicht werden; wir können uns des halb hier auf kurze Bemerkungen beschränken. Dr. Hoin schilderte an Hand von Beispielen den Natur Aberglauben und die Natur-Sagen der Völker. DemMaffer schrieb man Heilkraft zu. Besonders von Oberheffen erzählte der Vor tragende bemerkenswerte Beispiele. Daß Feuer, der Wind, das Gewitter spielen auch heute noch eine bedeutende Rolle im Glauben des Volkes, ebenso die SonuenfinfterniS, die Zu und Abnahme des Mondes, das Irrlicht rc. Sodann schil­derte der Redner den Glauben des Volkes an die Heilkraft der Pflanzen, die Verehrung, die Wald und Bäume genoffen, und daß besonders dem Hollunderbaum Wunder zugeschrieben würden. DaS Sausen und Brausen im Walde, diewilde Jagd", die Vögel, ihr Gezwitscher, alles dies führte Dr. Horn au und schloß feinen Vortrag mit der Bitte, daß jeder dazu beitragen möge, in seinen Kreisen weiteres Material nach Möglichkeit zu sammeln und zur Erforschung auf diesem Ge­biete thätig zu sein. Eine recht anregende und lebhafte Die kulfion folgte, in der viele Anwesende eigene Erlebniffe mit teilten. Erst spät löste sich nach und nach die Versammlung, die die letzte in diesem Winter gewesen ist, auf.

fc. Mainz, 14. März. Tin Landwirt aus Schwelm in Westfalen, der sich hier einige vergnügte Tage machte, zog «it dem 24jährigen Dienstmädchen Anna Balser aus FriedrichSthal bei Saarbrücken in verschiedenen Wirtschaften herum. In einer derselben merkte der Wirt, daß sich das Mädchen in verdächtiger Weise mit den Taschen des Land manneS zu thun machte, und als man diesen darauf auf- merksam machte, stellte eS sich heran-, daß ihm die diebische Elster den Rest seiner Barschaft im Betrage von 85 Mk. gemaust hatte. Seinen Mammon nun bekam der biedere Landmann wieder, und baß wurde für ihn verhängnisvoll. In seiner Freude kaufte er sich einen Kanonenrausch und begann in diesem Zustande in der Rheinallee an einer ihm begegnenden, ihm unbekannten Frau ein Sittlichkeits­vergehen. AuS Angst vor den Folgen seines verbreche­rischen Thuns .suchte er sich hierauf im Zollhafen zu er­tränken, und als er hieran gehindert wurde, feuerte er einen Revolverschuß auf sich ab, ohne jedoch zu treffen. Nun fitzt der 50 Jahre alte Mann, der Frau und Kinder zu Hause hat und eine Vergnügungstour hierher gemacht hat, hinter Schloß und Riegel.

Wiesbaden, 14. März. Die Nachricht von dem angeb lichcn Selbstmorde de» Prinzen Albrecht zu Solms- Braunfels ist, wie jetzt bekannt wird, völlig unzu­treffend. Der Prinz ist vielmehr einem plötzlich einge­tretenen Herzschlage erlegen. Der Prinz, der sich mit seinem körperlichen Leiden schon längst abgefunden halle, im übrigen aber ein glückliches Familienleben führte, halte sich an dem fraglichen Nachmittag mittelst seines Rollstuh'es auf die gedeckte Terraffe fahren taffen, um hort den Thce ein- znvehmen. Als bald darauf ter Diener mit dem Getränk auf der Terrasse erschien, fand er seinen Herrn bereits tot vor.

Schwurgericht.

K. Gießen, 14. März.

Fortsetzung in der Verhandlung gegen Elise Hansel. Es waren 24 Zeugen geladen. Die Angeklagte hatte vor dem Untersuchungsrichter zu Burkhards als Zeugin unter ihrem Eid ausgesagt, daß sie in der Wohnung der Eheleute Dinges nicht gesagt habe, sie hätte Angst vor der Untersuchung, während verschiedene Zeugen baß Gegenteil bavon aussagen. Hauptsächlich breht sich bie Beweißauf uahme barum, ob am 16. Juni unter bem Siebekessel bes früheren Bürgermeisters Kunkel von BurkharbS am Morgen Feuer war ober nicht, ob ein Rohr auf« bem Kessel war ober uicht, und ob dasselbe mit einem Rauchfänger versehen war oder nicht. In biefen Punkten widersprechen sich bie meisten Aussagen ber Zeugen, bie hierüber abgegeben werben. Der ganze Vorfall zeigt, wie weit blinbe Parteileibenschast b ei Bürgermei st erwählen führen kann, benn dies war bie Ursache, baß zwischen ber Gegenpartei bes bamaligeu Bürgermeisters und diesem unerquickliche Fälle vorkamen. Nach ber Beweisaufnahme würbe eine Hauptfrage auf wissend liefen Falscheib, auf Antrag beS Verteidigers eine Hilfsfrage auf fahrlässigenFalscheib gestellt. Staatsanwalt Koch suchte den Beweis zu erbringen, baß bie Angeklagte meineidig sei. Er bat bie Geschworenen, bie Parteiverhältniffe in Burkhards bei ber Beurteilung nicht zu berücksichtigen unb bie erste Schuldfrage zu bejahen. Rechtsanwalt En gisch führte aus, daß nicht erwiesen sei, daß bie Angeklagte wissentlich einen Falscheib geschworen habe, unb wies nach, daß ber Zeuge Schäfer jun. unter feinem Eib bie Wahrheit gesagt habe. Er bittet bie Geschworenen, beibe Schulbfragen ju verneinen eventuell nur die zweite zu bejahen. Nach etwa viertelstündiger Beratung verkündete ber Geschworenen Ob­mann Frees ben Wahrspruch ber Geschworenen bahin lau tend, daß beide Schuldfragen verneint worben seien. Darauf- yrn beantragt der Staatsanwalt Freisprechung, der Vertei-

J fiH dem an, beantragt aber auch Uebemahme «LiAt Staatskasse unb Haftentlassung. Daß

entspricht diesem Antrag unb spricht die Angeklagte MC®ufa,unbUhEbh.9DJlen fttl' le9* bie lederen der Staat«. few auf * 6 Cn 8'den ble «"aetiagte ctlaffenen Hast'

Zur «-'Handlung st-h, ^bic^kaffa^« bie ^ra E?!ah-c 99 J 111 Pcb* ®(cter in Rainrod wegen rineß Abtrelbungsversuchß, begangen im Jahre 1900 ru Rainrob, unb wegen Körperverletzung mittels gefährlichen Werkzeuges, inbem sie um bie Zeit von Pfingsten 1900 der Dieustmagb Minna Stoffel von Rainrob mit einer Mistgabel derart auf ben Kopf geschlagen hat, baß biefe eine blutende Verletzung bavontrug, Verbrechen unb Vergehen gegen die §§ 220, 43, 223, 223 a, 74 beß St.-G.-B. Es finb 24

Zeugen gelabeu. Nach Schluß ber Zeugenvernehmung legt Herr Dr. Dann-mann von ber psychiatrischen Klinik bar, daß bie Hauptbelastungszeugin Stoffel, bie in ber hiesigen Klinik untersucht worden ist, nicht ernst genommen werben dürfte. Sie könne wohl einfache Thatbestänbe behalten, aber derart komplizierte Angaben, wie sie heute gemacht habe, auf Wahrheit zurückzuführen, sei unmöglich. Der Vorsitzende stellt alsdann zwei Schulbfragen fest, bie erste auf Abtreib­ungsversuch, bie zweite auf Körperverletzung.

Der Staatsanwalt führte aus, baß man auf bie Zeugin Stoffel nichts geben könne. stehe zwar fest, baß mit ihr etwas vorgekommen fei; was unb wie baß gewesen sei, könne aber nicht kontrolliert werden. Namentlich hinsichtlich bei Körperverletzung sei nichts erwiesen, weshalb er Verneinung beider Schulbfragen beantragt.

Diesem Anträge schließt sich bet Verteidiger an. Nach ber Rechtsbelehrung durch ben Vorsitzonben ziehen sich die Geschworenen zurück. Nach kurzer Beratung verkündet ihr Obmann ben Wahrspruch bahin, baß beide Schuldfragen verneint worben sind. Der Staatsanwalt beantragte hier­nach Freisprechung, ber Verteibiger baßfelbe, auch bie Auf Hebung bes Haftbefehls außzusprechen unb bie Kosten ber Verteidigung unb bie notwendigen Auslagen ber Angeklagten ber Staatskasse aufzuerlegen. Daß Urteil beß Gerichiß geht dahin: bie Angeklagte wirb steigesprochen, bie Kosten ein schließlich derjenigen ber Verteibigung unb ber ber Ange­klagten erwachsenen nottoenbigen Auslagen, werben ber Staatskasse auferlegt, ber gegen bie Frau Bischoff erlassene Haftbefehl aufgehoben.

Darauf entläßt ber Vorsitzenbe die Geschworenen, nach­dem er ihnen namens ber Justizbehörde für ihre Thätigkeit während ber langen Schwurgerichtsperiobe gebankt und an erkannt hat, mit welcher Gewissenhaftigkeit unb Treue alle Geschworenen ihre Pflicht erfüllt hätten. Damit ist biefe Schwurgerichtsperiobe geschlossen.

Universttäts Nachrichten.

Prof. Dr. Paul Drude in Gießen teilt uns mit, daß ernicht einen Ruf nach Marburg erhalten und abgelehnt habe, sondern nur bei ihm angefragt sei, ob und unter welchen Bedingungen er einem Rufe nach Marburg folgen würbe*. Darauf scheint er ausweichend geantwortet zu haben, denn cs ist nunmehr der o. Professor F. Richarz in Greifs­wald nach Marburg berufen worden und wird dem Rufe folgeleisten.

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

8 Butzbach, 14. März. Der heutige FrühjahrSmarkt war infolge des günstigen Wetters sehr zahlreich besucht. Auf dem Biehmarkt wurden etwa 1000 Stück Rindvieh und Schweine zugetrieben, jedoch war der Handel nur mäßig. Bei der Faselschau wurden ca. 60 Haupt Simmern thaler Race prämtirt, die sodann unter Musik durch die Hauptstraße ge- ührt wurden. Am Nachmittag fand eine Verloosung von Lieh, landwirt­schaftlichen und Haus-Gerätschaften statt Auf dem Krammarkt waren ziemlich viele Berkaufsstände, jedoch ging hier das Geschäft flau. Dagegen waren die einheimischen Geschätöleute, namentlich unsere Wirte, Metzger und Bäcker, sehr zufrieden mit ben Marktergebnifsen.

Kirchliche Nachrichten.

LvSLgrltjHr 6caeiu8t.

Sonntag den 17. März. Lätare.

Gottesdienst.

m In der Etadtkirche.

Vormittags 9Va Uhr: Pfarrer Dr Grein.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde

m . Pfarrer Dr. Grein.

Nachmittags 6 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Beichte und heil Abendmahl für die Matthäus- und Markus- gemeinde Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten

Die aus Sonntag den 17. d Mts. anberaumte Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der MarkuSgemetnde muß bis auf Weiteres verschoben werden. Dr. Grein.

In der Johanneskirche.

Vormittags 9^/, Uhr: Pfarrer Euler.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde

Pfarrer Euler.

Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Beichte und heil. Abendmahl für die Lukas- und die Jo- hanneögemeinde gemeinsam. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Zu dieser Abendmahlsfeier werden besonders auch die Neu­konfirmierten aus den letzten Jahren herzlich eingeloben.

Montag den 18. März, abends 8 Uhr: Bibelfiunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Text: Av -Gesch. 28, 28 ff.

Pfarrer Euler.

Mittwoch den 20. März, abends 6 Ubr: 5. Pasfionsandachi in der Johanneskirche. Pfarrer Dr. Naumann.

Kathrlffche Gemeinde.

SamStag den 16. März

Nachmittags um 4V, Ubr und abend- um 8 Uhr: Gelegenheit zu heil- Beichte.

Sonntag ben 17. März. 4, Fastensonntag.

Vormittags von 6«/, Uhr an: Gelegenhert zur hl. Beicht.

. um 7 Uhr: Die erste heil. Mefie;

vor unb in derselben Austeilung ber betf. Kommunion

- um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Milttärgottesbienst mit Predigt.

um 9Vi Uhr: Hochamt mit Predigt.

Nachmittags um 2'/, Ubr: Christenlehre; darauf sakramentalische Bruderschafts-Andacht.

Montag nachmittag von 2 bis 6 Uhr werden fremde Priester Beicht hören.

Mittwoch abend um 6 Uhr ist Fastenandacht.

Gottesdienst in der Synagoge, Südanlage. Israelitische Religionsgemeinde.

SamStag ben 16. Mürz 1901.

Vorabend 6 Uhr, morgenS 9 Uhr, nachmittags 3 Uhr, Cabbath- auSgang 7» Ubr.

Neueste Meldungen.

G. Darmstadt, 15. März. 1 Uhr 45 Min. Die Zweite Kammer fetzte heute die Beratung des Etats Justiz-Ver- fort, und trat alsdann in die Generaldebatte hierüber ein. Abg. Schmidt bespricht die mangelhafte Heranbildung der jungen Justiz- und Verwalt- r^Lk^amten und wünscht, daß hier das erste und st^»»,.»^bn in ganz Deutschland nach einheitlichen Be­stimmungen festgesetzt werden möchten. Abg. Frenay

wünscht die Verstaatlichung des Gerichtsvollzieherinstituts. Während die Abgg. Jöüel und v. Brentano sich mit aller Entschiedenheit gegen die Verstaatlichung aussprechen. Justizminister Dittmar sagt, soweit möglich, Berücksich­tigung der vorgetragenen Wünsche zu; das Gerichtsvsll- zieherinstitut solle ev. umgestaltet werden, jedoch nicht nach preußischem oder bayerischem Muster, sondern das Institut solle vollständig in den Staatsdienst hineingezogen werden. Der Kammer würde demnächst eine Vorlage hierüber zu­gehen. Die Beratungen werden bis 3 Uhr nachmittags fort­gesetzt.

London, 15. März. Ein Telegramm derTimes" aus Shanghai besagt: Nach Meldungen aus Niutschwang setzte Admiral Alexejeff den Tatarengeneral Tsingtschi in die Stelle als Kommandant von Mukden wieder ein. Derselbe wird von 4000 russischen Soldaten unterstützt

London, 15. März. (Unterhaus.) Fortsetzung der Beratung des Kriegsbudgets. Harcourt protestiert gegen die Umwälzung der Landespolitik, gegen den Ver­such, England in eine militärische Nation zu ver­wandeln und fordert Aufklärung über die Ausführungen Brodricks, daß England vorbereitet fein müsse, drei Ar­meekorps in das Ausland zu entsenden. Erfragt, ob England im Begriff fei, in eine Konkurrenz mit den großen Militärstaaten Europas zu treten. Balfour ent­gegnet, das Anwachsen des Militäretats sei der Verant­wortlichkeit zuzuschreiben, die England auferlegt sei. Redner zieht alsdann Harcourts Idee ins lächerliche, daß England neue oder g e h e im e V e r p f l i ch t un g e n eingegangen sei, und führt dann weiter aus, England habe ein großes Reich und seine Kolonien zu verteidigen und habe auch Verträge, die nicht von der ge­genwärtigen Regierung oder deren unmittelbaren Vorgängern abgeschlossen, aber doch noch, bindend seien. Niemand könne sagen, wann die Regierung auf­gefordert oder nicht aufgefordert werden könne, Verträge zu erfüllen, die jedoch keine geheimen Verpflichtungen ent­hielten. Es sei denkbar., daß falls England an­gegriffen würde, es in jenem Defensivkriege Verbündete haben könnte. Wenn dies der Fall fei, würden jene Ver­bündeten Hilfe in Operationen erwarten, die, obschon sie schließlich die Defensive beabsichtigten, doch offensiv sein könnten. Die Wirkung des Etatsvoranschlages sei nicht, so sehr die Truppenzahl zu vermehren, als die Truppen für einen bestimmten Zweck bereitzuhalten. Balfour schließt, Brodrick werde als der bezeichnet werden, der das Heer für alle möglichen Zwecke der heimischen Verteidigung und alle voraussichtlichen Zwecke eines fremden Krieges tüchtig gemacht hat, und indem er das gethan hat, hat er mehr vollbracht, als durch eine geschickte Diplomatie gethan werden könnte, nämlich jenen Frieden zu sichern, dessen England nie sicher fein könnte, wenn es nicht bie Achtung der Mächte besitze, die seine Freunde und in mancher Hinsicht Rivalen seien, und die seine Feinde wer­den könnten. Dem Parlament sind Schriftstücke, die An­gelegenheit Wolseley-Lansdowne betreffend, verteilt wor­den. In einem an Lord Salisbury im November 1900 gerichteten Memorandum erklärt Wolseley, der Titular- poften des Oberkommandierenden sei mehr als das fünfte Rad am Wagen. Lansdowne bespricht das Memorandum und sagt, Wolseley machte von den that- sächlichen Wirkungen der im Jahre 1895 vorgenommenen Veränderungen ein falsches Bild und leürbigte nicht ge­nügend die Beschränkungen, die der Regierung durch das parlamentarische System auferlegt seien. Brodrick äußert sich bei Besprechung des Wolseleyschcn Memorandums da­hin, Wolseley erkannte den wahren Umfang feiner Pflichten nicht voll, und unterließ es, sich um die Mobilmachung und den Nachrichtendienst, für welchen er allein verant­wortlich war, zu kümmern. Brodrick spricht seine Meinung dahin aus, das neue System arbeite gut, er wolle jedoch, bevor er ein endgiltiges Urteil ausspreche, abwarten, was Roberts damit erreiche.

Kapstadt, 14. März. Die Pest breitet sich in ernster Weise aus. Die Behörden schlugen vor, die Truppen in den Lagern und Kasernen zu konsignieren. Tie Zahl der Pestfälle unter den Europäern nimmt zu. Heute find vier Europäer und acht Eingeborene erkrankt. Bis jetzt sind 37 Personen an der Pest gestorben. Man begann allgemein Impfung. Heute wurden 2000 Eingeborene geimpft. Auch in Malmesburg brach die Pest aus.

Perth (Australien), 14. März. Heute sind hier zwei Pest fälle vorgekommen.

Schiffsnachrrchten.

Der PostbampferSBeftemlanb berReb Star Linie", in Ant­werpen, ist [aut Telegramm am 12. März wohlbehalten in RewiUock angekommen.

Kursbericht.

Frankfurt, oen 14. Märe

B1/» °/0 ReicbaanJeihe . . 97 80 3 6/fi do . . 88 50

8i/t '7c KodboIb . . . . 97 75

B c-/0 do .... 88 55 31/g c/c Hessen ... 94 60 5% Italien. Bonti: . . 96.10 40'n Griech. Monop.-A.ul. 44.00

.3 o/o Portugiesen . . . 25.50

3 0/. Mexikaner . . . . 26.05

4l/# C/6 Chinesen .... 81 6)

Tendenz

Kreditaktien ....

. 2210»

Dißkonto-Kommandit .

. 187 4U

Darmstädter Bank . .

. 136 50

Dresdener Bank . . .

. 152 50

Berliner Handelsgea.

. 154 40

Oosterr. kitaaisdah".

. 148 10

Gotthardbahn . . .

. 169 5(1

Laurahütte ....

. 206 00

Bochum . ...

. 193 00

H<rpener sehr fest.

. 168 81)

Meteorologische Beobachtungen

der Station Oiefteu.

März

hdchste Temperatur am

10.-11. März

Riebrigste

e

9«

7»

2»

96

93

68

14.

15.

15.

4.4

5,1

6,8

E.N.E.

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NE.

744,9 j+ 0,0 744,74- 2,4 742,5 4- 11,2'

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4- O.<® C.