Ausgabe 
16.2.1901 Zweites Blatt
 
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leben, die Korporationen und insbesondere über die Burschenschaften herauszugeben. Ec bittet alle die­jenigen, die in der Lage find, hierüber etwas mitzuteilen, ihm Nachricht zukommen zu lassen. Prof. Gundermann sprach eine Bitte aus, die dahin ging, ihn mit Ausdrücken und Worien aus der sogenannten Geheimsprache (Handels­mann , Handwerksburschensprache und auch eventl. über die sogenannte Gaunerivrache) versorgen zu wollen, zur Abfafiung eines Werkes darüber.

e- Tanz Uaterricht. Der gestern abend in Steins Saalbau abgehaltene Schlußball des Universitäts Tanzlehrers Roese, war äußerst zahlreich besucht. Die durchaus statt und sicher ausgeführten Tänze gaben dem Lehrer sowohl wie den Schü­lern das beste Zeugnis. Es wurde bis in den frühen Morgen getanzt, und ist anzunehmen, daß dieserErstlingSbaü" den Teilnehmern recht lauge in angenehmer Erinnerung bleiben wird.

* Hessischer Bauernbund. Anstelle des verstorbenen Freiherrn Daet v. Köth wurde Freiherr Wilh. v. Dorth zu Neckarsteinach zum Präsidenten des Hessischen Bauernvereins gewählt. .. c.

Nie der-Wöllstadt, 14. Febr. Jüngst fand hrer dre tz>eneralversammlung der Molkerei-Genossenschaft Wett er au", G. m. b. H., statt, die von ca. 60 Mit­gliedern besucht war. Aus dem Geschäftsbericht entnehmen wir, daß die Genossenschaft am 1. Januar 1900 gegründet wurde. Der Ueberschuß betrug 4451.53 Mk.. Es wurden jedem Mitglied 10 Mk. auf Geschäftsanteil, 5 Mk. auf Sicherungs­einlage gutgeschrieben und der Rest dem Reservefonds und der Betriebsrücklage überwiesen. Ferner wurde beschlossen, vom 1. Januar 1901 ab den Preis der Milch zu erhöhen, und zwar soll für das Prozent Fett 3 Pfg. ohne Abzug bezahlt werden. Seit Bestehen der Genossenschaft wird auch Milch von Nichtmitgliedern angenommen und erhalten solche, unter Garantie reiner unverfälschter Kuhmilch, ab Stallung 11 Pfg. für das Liter. Den kleineren Landwirten oon Nieder-Wöllstadt und Umgegend ist dieser Erfolg nach ten trüben Erfahrungen, die sie infolge planloser Geschäfts­führung der anderen Molkerei-Genossenschaft machen muß­ten, wohl zu gönnen.

Sch. Darmstadt, 14. Febr. Unter außerordentlich -jahlreicher Beteiligung fand heute vormittag die B e e r d i g - u n g des um das hessische Medizinalwesen weit über die 'Grenzen Hessens bekannten, außerordentlich verdienstvollen Geheimrat Dr. Hermann Pfeifer statt. Von nah und fern avaren Freunde und Kollegen herbeigeeilt, um dem all­seitig geliebten Freunde die letzte Ehre zu erweisen. Auch Se. Exz. der Staatsminister Rothe, der Vorsitzende der Medizinalabteilung des Ministeriums des Innern, Ministe- cialrat Emmerling, sowie die Ministerialräte Braun, Breidert, Weber und Vertreter aller Abteilungen, u. a. waren anwesend. Nach einer kurzen, ergreifenden Grabrede des Stadtpfarrers Petersen legte der Vorsitzende des Vereins hessischer Aerzte, Medizinalrat Dr. Draudt ,zwei Kränze am Grabe nieder, indem er in ergreifenden Worten die viel­seitigen Verdienste des Verstorbenen um die Wissenschaft und das Medizinalwesen insbesondere schilderte. Medizinalrat Kreisarzt Dr. Lehr widmete ebenso herzliche Worte und legte im Namen der hessischen Medizinalbeamten einen Kranz »lieber. Auch die Medizinalabteilung des Großh. Ministe- »iums ließ einen hübschen Lorbeerkranz niederlegen.

Darmstadt, 13. Febr. In einer Anvienz, Oie oer Voi stand des Darmstädter Handelsvereins gestern bein Präsidenten des hessischen Finanzministeriums in Sachen des geplanten DurchgangSzugeS Frankfurt Karlsruhe hatte, drückte Ministerialpräsident Gnauth die Ansicht aus, daß auch nach seiner Meinung, Darmstadt un­bedingt Haltepunkt der neuen Zugverbindung, deren Zustande^ kommen indessen in Anbetracht der voraussichtlich geringen Rentabilität noch zweifelhaft sei, werden müsse. Diese An ficht deckt sich mit der von uns schon gemeldeten der Main Neckar Bahn«Direktion. Die Verbindung dürfte daher nur zustande kommen, wenn Darmstadt als Haltepunkt von Baden acceptiert wird.

9oh. Darmstadt, 14. Febr. Nach dem letzten Verwal­tungsbericht der Stadt Darmstadt beträgt das ftädt. Ver mögen Mk. 25 963 686, die Schulden Mk. 16 825 58,7 der Vermögensüberschuß sonach Mk. 9 138 099. Zur Fertig ftellung der in der Fasanerie gelegenen. Oberwaldhaus Restauration wurden heute durch die Stadtverordneten nock Mk. 41000 bewilligt, sodaß die Gesamtkosten jetzt über 100 000 Mark betragen.

fc. Erbach, 14. Febr. Kreisrat Fey wird als Kan­didat für die Landtagsersatzwahl anstelle des ver storbenen Abg. Brunner aus Stockheim i. O. aufgestellt.

Mainz, 14. Febr. Der Großherzog und die Hroßherzoain haben das ihnen angetragene Pro­tektorat über die im Herbste dahier stattfindende Blumen - und Pflanzenausftellung übernommen. Provinzialdirektor Freiherr v. Gagern, Oberbürgermeister Dr. Gaßner, Gouverneur Baron v. Collas, Eisenbahndirek- tions-Präsident Breitenbach und Landgerichts-Direktor Lippold bilden das Ehrenpräsidium. Herr Joseph Koch, ein alter Mainzer, starb Mittwoch nacht in seinem 83. Lebensjahr. Der Dahingeschiedene war länger als 40 Jahre. Vorsteher des dritten israelitischen Krankenpftegevereins. -- Nachdem die noch schwebenden Differenzen mit mehreren Lieferanten in der Hauptsache beglichen sind, konnte jetzt erst der Finanzausschuß für das Gutenbergfest zum Rechnungsabschlüsse kommen. Es betrugen die Einnahmen 1.56 815.55 Mk. und die Ausgaben 156 184.26 Mk., sodaß ein kleiner Ueberschuß von 631.29 Mk. verblieben ist. Im Vor­anschläge waren die Einnahmen und Ausgaben nur mit 140000 Mk. vorgesehen, es wurde der Voranschlag daher ni m rund 16 000 Mk. sowohl in Einnahme als Ausgabe überschritten. Es ist das Resultat umso erfteulicher, als ovn vornherein vielfach behauptet wurde, das Fest würde voraussichtlich mit erheblichem Defizit abschließen. In den Einnahmen ist allerdings auch der städtische Zuschuß ent­halten. Wegen Kuppelei ist gegen einen hiesigen Wirt Üntersuchung eingeleitet worden. Es soll sich um skandalöse Vorkommnisse handeln. Gestern nachmittag wurde von Aoldaten der 61 jährige Spezereihändler Heinrich Keibert ros der Schlossergasse tot aufgefunden. Aus dem Hospital w-ar gestern vormittag der irrsinnige Arbeiter Roth, der ^rnher Schutzmann in Wiesbaden war, ausgebrochen. Am Nachmittag gelang es, ihn wieder ins Hospital zu verbringen.

Ruffelsheim t. Rh., 14. Febr. Die Maschine des heute früh 8.25 oon Frankfurt abgegangenen Schnellzuges entgleiste hier. Der Zug hielt alsbald still, und wurde. )a die Wagen unbeschädigt geblieben waren, mit einem an deren Zugpark zusammen einstweilen nach Mainz weiter­gebracht.

Frankfurt a. M., 13. Febr. Am Dienstag abend hielt Prof. Dr. Baldensperger aus Gießen im Freien deutschen Hochstift seinen ersten Vortrag in französischer Sprache über die Enzyklopädisten. Man bezeichnet das 18 Jahrhundert als dasjenige der Enzyklopädisten, im allge meinen kann man die Zeit vom Tode Ludwigs XIV. bis zur Revolution so nennen. Es zeigen sich vor allem littera- rische, politische und soziale Strömungen, und Goethe nannte es mit Recht das Jahrhundert des Geistes. Vielleicht hätte man noch mehr Ursache, dasselbe als Jahrhundert der Ver nunft zu bezeichnen. Voltaire, Rousseau, Diderot und o'Alembert kämpften mit der Vernunft gegen die Irrtümer der Vergangenheit. Das 17. Jahrhundert hatte vornehmlich der Philosophie gehört, aber auch die Enzyklopädisten schätzten sie hoch. Besonders für Diderot paßt die Bezeichnung Phüo soph, er ist überhaupt der typische Mann des Jahrhunderts Mit Politik beschäftigte man sich anfangs nur wenig, all mählich aber wurde dieselbe revolutionär. Man schmeichelte den Königen in den 70er Jahren schon nicht mehr, und die Freiheit des Bürgers wurde auf den Schild gehoben. Wäh .end früher die Politik in Versailles gemacht wurde, hatte sie nunmehr ihren AuSgnng von Paris, wo die großen Geister versammelt waren. Und wie stand es mit der Reli gion dieser Zeit? Die rationalistische Seele des 18. Jahr Hunderts verlangte die Kontrolle der Vernunft. Montesquieu, Voltaire und Diderot gingen aber doch nicht bis zur Ver neinung Gottes. Die natürliche Religion schien ihnen auch die vernünftige zu sein. Sie kämpften gegen die Hierarchie und führten einen neuen Faktor, den modernen Geist ein. Sie verlangten, daß man sei ein ganzer Mann, ein guter Vater, eine gute Mutter und ein guter Freund. Die Ge schichtsschreibung jener Zeit weist schon die Prinzipien und die Regeln historischer Kritik auf. Wir sehen, wie das 18. Jahrhundert dem 19. die geistige Grundlage geliefert hat.

ko. Frankfurt a.M., 14.Febr. Vom hiesigen 13. Husaren. Regiment begiebt sich im Frühjahre eine Abordnung zu Pferde nach Rom, um den König Viktor Emanuel als Chef des Regiments zu begrüßen. Die.Operation des an Blinddarmentzündung erkrankten Burenoffiziers De Wet wurde heute morgen im Rote-Kreuz Hospital in der KönigSwarter - Straße vorgenommen. Sie nahm einen günstigen Verlauf. Der Patient befindet sich Verhältnis mäßig wohl.

Frankfurt a. M., 14. Febr. Die Plenar-Verammlung des Bezirkseisenbahnrates Frankfurt a. M. wählte am Mittwoch für die Wahlperiode 19011903 zum ersten Vorsitzenden Eisenbahndirektionspräsident Thoms-Frankfurt a. Main, zu stellvertretenden Vorsitzenden die DirektionS Präsidenten Ullrich-Kassel und Breitenbach-Mainz. Zu hessischen Mitgliedern des LandeSeisenbahnrateS zu Berlin und deren Stellvertreter wurden gewählt: Industrie: Geh. Kommerzienrat Michel-Mainz, Geh. Kommerzienrat Weintraub Offenbach; Land- und Forstwirtschaft: Landtagsabgeordneter Oek.-Rat Wernher.Nierstein, Obersorstrat Dr. Walther- Darmstadt.

* Kleine Mitteilungen au» Hessen und den Nachbarstaaten In Braunfels haben die Stadtverordneten den Beschluß gefaßt, auf Kosten der Stadt eine elektrische Centrale zu er richten. Infolge des starken Eisganges des Maines mußte die Schiffahrt mainaufwärts vollständig eing-stelli werden. Die Spar- und DarlehnSkasse in Gensingen hat wegen der bedeutenden Verluste, die ihr durch ihren flüchtigen Kassierer Scherte! zugefügt worden find, Konkurs angemeldet. Die Verluste der Kasse sollen bedeutend größer 'ein, als bisher angenommen worden ist._____________________

Vermischtes.

Essen a. d. Ruhr, 14. Febr. Bei dem Versuch, das Coupefenster zu öffnen, st ü r z t e auf der Strecke Mülheim- Heißen eine Frau aus dem Eisenbahnzug und blieb sofort tot.

* Leipzig, 14. Febr. Hier wurden zwei Falsch, münzer verhaftet, die im Begriff waren, falsche Zehngulden- noten herzustellen. Mitschuldige in Böhmen find gleichfalls festgenommen.

* Grabdenkmal für Liebknecht. In derRhein. Zeitung" regt ein Bildhauer an, zur Beschaffung eines Lieb knecht-DenkmalS einen Wettbewerb unter den organisierten Bildhauern zu veranstalten._______

UniorrslMs Nachrichten.

_ Die französischen Vorträge des Lektors A. Goetschy aus Gießen m Darmstadt nahmen am Montag in der Aula des Real­gymnasiums ihren Anfang.

S. Darmstadt, 14. Febr. Im Kaisersaal fand heute abend eine gutbesuchte Versammlung der nichtincorporierten Studentenschaft zur Bildung einer organisierten Fmkenschaft und Anschluß an den kürz >ich in Weimar gebildeten Verband der Deutschen freien Studentenschaft statt. Es wurde eine Kommission gewählt, die daö vorgelegte Statut redigieren und dem Rektorat zur Genehmigung vorlegen soll. Wegen Auf­nahme der hier zahlreich vertretenen Ausländer entspann sich eine leb­hafte Debatte; ein definitiver Beschluß kam jedoch nicht zu stände.

k. Marburg, 14. Febr. An der hiesigen Universität hat sich eine neue katholische Studenten-Verbindung unter dem NamenBorussia" aufgethan. Sie hat bis jetzt 18 Mitglieder und trägt rote Stürmer. Die Bucschenfarben sind weiß schwarz wriß, Fuchsfarben find schwarz weiß' schwarz. Die Festlichkeit begann mit einem Hochamt. Alsdann folgte ein Couleurbummel mit den erschienenen Cartellbrüvern, worauf ein musikalischer Frühschoppen auf der Rhenanen-Kneipe (die neue Verbindung hat sich von den Rhrnanen, die zu stark waren, losgelöst) folgte. Auch ein Aufzug durch die Stadt wurde veranstaltet. Teil nahmen die Chargierten der Westfalia" (Vo.) Tübingen,Bavaria" Bonn,Markomannia" Würzburg, Hasso.Rhenania" Gießen (incorpore),Suevia" Berlin,Silesia" Halle,Saxonia" Münster,Hrnüma" Heidelberg,Rhenania" Marburg, Borussia" in weißem Wichs mit Schwarzsilberschnüren. Am Nachmittag fand im herrlich dekorierten Saal des Museums ein Festessen statt, am Abend war Festkommers mit Damen im Museum. Den Ehrensitz führte die Rhenania" Marburg. Der Senior publizi rte die Verbindung »Borussia" weihte das Banner und übertrug das Präsidium dem Senior der neuen Verbindung. Hierauf wurde das LiedIch bin ein Preuße" gesungen.

Der Landeskonservator der preußischen Kunstdenkmäler, Geh. Oberregierungsrat Persius wird demnächst aus seinem Amte scheiden, das er über 15 Jahre bekleidet hat. Der Lektor und Prwa dozent für romanische Philologie an der Universität München, Dr Julius Pirson, ist zum a.-o. Professor in der philosophischen Fakultät der Universität Erlangen ernannt worden. Aus Leipzig wird unS geschrieben: Dr. phil. Bredig wurde von der philosophischen Fakultät der hiesigen Universität die venia legendi für Chemie und physikalische Chemie nach vorangegangener Probevorlesung überDie Chemie der extremen Tempe­ratur'»" erteilt.

Tie Rossija meldet aus Moskau: Der Rektor der lortigen Universität habe eine Bekanntmachung erlassen, welche daraus hinweist, daß seit Beginn des Semesters unter der Studentenschaft aufreizende Aufrufe ver­teilt wurden, zum Zwecke der Anstiftung von R u h e ft ö r un gen und Einstellung des Besuches der Vorlesungen. Dies sei ohne Erfolg gewesen, bis Ende Januar sich'M Studenten in der Aula der Universität versammelten, und die Abhaltung von Vorlesungen verhinderten. Angeblich wurden im^Namcn aller Studierenden die Obstruktion au- gekündigt. Tic Universitäts-Obrigkeit giebt bekannt, daß die Untersuchung geaen die 308 Schuldigen eingeleitet sei, und fordert die Studentenschaft auf, Ruhe zu halten und den Besuch der Vorlesungen sortzusetzen.

Meralur, Wissenschaft und Kunst.

In Mainz fand dieser Tage auf Veranlassung des Goethe- Kundes für dessen Mitglieder eine Aufführung vonFaust" (1. Teil) statt, die vor dichtbesetztem Hause lebhaftesten Beifall fand.

Man schreibt uns aus Frankfurt a. M.: Die neu arrangierte Februar-Ausstellung in dem Kunstsalon Hermes enthält eine Kollekt'v- Ausfiellung von Gemälden des Prof Robert Haug in Stuttgart und eine Sammlung Tterbilder des Mannheimer Galerie Direktors W. Frey Außer­dem findet sich vereinigt eine große Kollektion von ausgewählten Werken unserer ersten Meister wie Lmbach, Thoma, F. A. v. Kaulbach, Max Liebermann, Gabr. Mase, H Bürkel, C. Spitzweg, Ed. Scheich fen., Wilh. Leibl, Ed. Grützner, Jos. Wopsner rc. Als Ausländer sind vertreten: James Paterson, A. K. Brocon, Paul Mathieu, Viktor Gibsone, Isidor Vecheyden, Coriolano, Vighi u. a. m. Als Hauptereignis indessen muß bezeichnet werden die Ausstellung des berühmten Gemäldes deS Alt­meisters Arnold BöcktinDer He lige Hain" (Die Feueranbeter).

fc. Frankfurt a. M, 14' Febr.Ostern", ein Passionssptet in 3 Akten, das neueste Drama von August Strindberg, ist vom hiesigen Schauspielhaus zur Aufführung angenommen worden. DaS Stück, in der Uebersetzung von Emil Schering, erlebt hier seine erste Ausführung in deutscher Sprache. Auch in Schweden ist es noch nicht aufgeführt worden.

Eisenbahn Zeitung.

fc. Die Preußisch Hessische GtaatSeisenbahnverwalturr- beabsichtigt, den Gehilfen des mittleren Dienstes und den Arbeitern auch in den Fällen den Lohn zu belassen, in denen sie zu militärischen Hebung« (auch achtwöchentlichen) eingezogen sind, und wenn sie in Erfüllung staats­bürgerlicher Pflichten oder dringende persönliche Angelegenheiten am Er­scheinen zum Dienst verhindert sind. In letzterem Fall soll Arbeiter», die eine bestimmte Z-it bei der Verwaltung beschäftigt sind, der Lohn 615 zur Dauer von drei Tagen gezahlt werden.

DaS weltberühmte Salvator-Bier aus der Münchener Groß­brauereiPaulanerbräu" kommt auch Heuer wieder anfangs März zum Versandt.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeiußr.

Sonntag den 17. Februar. Eftomihi.

Gottesdienst.

In der Stadtkirche.

Vormittags 9</r Uhr: Pfarrer Dr Grein.

Vormütags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde.

Pfarrer Dr. Grein.

Nachmittags 6 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäus- und MarkuS- gemeinde gemeinsam. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Mittwoch den 20. Februar, abendS 6 Uhr: 1. PassionSandacht.

Pfarrer Schlosser.

Die drei ersten Passionsandachten finden in der Stadtkirche, die drei letzten in der Johannesknche statt.

An der JohanneSkirche.

Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Euler.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde.

, Pfarrer Euler.

Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Beichte und heil. Abendmahl für die LirkaS» und die 30* hanrresgemeinde gemeinsam. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Montag den 18. Februar, abendS 8 Uhr: Bibelpunde im Konfirmandenfaal der Johanneskirche. Text: Av-Gesch. 23, 111.

Pfarrer Euler.

Es wird Wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß der kirch- lichen Trauung auch ein kirchliches Aufgebot vorher^ugehen hat, und wird dringend gebeten, es rechtzeitig spätestens eine Woche vor der Trauung ber dem zuständigen Pfarrer zu bestellen.

Katholische Gemeinde.

SamStag den 16. Februar.

Nachmittags um 4V, Uhr und abendS um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil- Beickte.

Sonntag den 17. Februar. Ouirrquagefima.

Vormittags von 6«/s Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.

, um 7 Uhr: Die erste heil. Messe;

vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion.

um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Militärgottesdienst mit Predigt.

um SV, Uhr: Hochamt mit Predigt.

Nachmittags um 2'/, Uhr: Christenlehre; darauf sakramentalische Bruderschafts-Andacht.

Am Aschermittwoch wird nach der ersten hl. Messe die ge« weihte Asche ausgeteilt.

Mittwoch abend um 6 Ubr ist Fastenandacht.

Neueste Meldungen.

Berlin, 15. Febr. Bei Ketzin an der Havel brachen beim Schlittenfahren auf der Havel sechs Knaben ein, fünf -ertranken.

London, 15. Febr. Die konservativen Blätter be* wrechen die Thronrede in günstiger Weise.Daily News dagegen sagt, die Rede sei schwankend, unwirksam und nicht zufriedenstellend.

Madrid, 15. Febr. Der Minister des Innern erhielt Depeschen, worin gemeldet wird, daß in Valencia, Granda, Alicante und Barcelona Unruhen stattgefunden haben. In Valencia bewarfen die Manifestanten das Rathaus mit Steinen, doch wurden sie von der Polizei zerstreut. Minister des Innern ordnete die Einstellung des telephoni­schen Verkehrs zwischen den verschiedenen Städten an. xie Familie des Grafen Casertg ist nach Frankreich abgerei|t..