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1480
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Der neue Konitzer Prozeß
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18 000
4 000
2000 Fällen,
875 „
140 „
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160 „
General einen Angriff auf Johannesburg gemacht habe, das doch fast diagonal am anderen Ende Transvaals liegt. I Er muß also einen ungeheuren Bogen gemacht, sich zuerst nördlich, dann sehr lange westlich und schließlich südlich! gewandt haben, indem er sich zuerst mit Botha, dann mit Delarey vereinigte und sicherlich hat er bei der letzten Schlacht in den Magaliesbergen, in der die Engländer Gepäck und Kanonen verloren, keine unbedeutende Rolle gespielt. 14 Tage später griff er Johannesburg an und jüngst erhielt man wieder Nachricht von einem gelungenen Angriffe auf Johannesburg. Ben Viljoen ist selbst ein Johannesburger Bur, sein Bruder unter ihm Kommandant des Johannesburger Kommandos. Es ist sein sehnlichster Wunsch, seine Vaterstadt vom Feinde zu säubern.
Nach einer kurzen Pause geht Altendorf zu dem schwärzen Christian, dem tapferen General De Wet über. Sein Name ist heute weit berühmt und seine Thaten werden von allen Nationen mit Interesse verfolgt. Die Not seines Vaterlandes hat ihn zu dem gemacht, was er jetzt ist: der Nationalheld seines Volkes. Noch vor Jahresfrist war De Wet ein unbe- kannter Pferdehändler, heute ist er der Schrecken seiner Feinde, der Liebling der Buren, ja der halben Welt geworden. Nie ist er unthätig, immer bereit und kühn in der Gefahr. Sein Werk ist der jüngst erfolgte Einfall in das Kapland. Ueberall hebt die Empörung gegen England drohend ihr Haupt und „wehe dann dem englischen Heere", wenn der Zweck De Wets erreicht wird, die Afrikander zum Aufstand zu bewegen. Er ist dazu auf dem besten Wege.
Während jetzt Steijn und De Wet im Süden das Feuer des Aufruhrs schüren, so ruft der Redner aus, drohen im -Osten Ben Viljoen und Delarey, jeden Augenblick bereit, die Fackel des Krieges vor Johannesburg, Kimberley und Pretoria neu zu entzünden. Im Norden macht Botha dem Feinde, dessen Kräfte erlahmen und zersplittern, äußerst schwere Arbeit. Mitten durch das Land ziehen kleinere Abteilungen der Buren, hier und dort den Engländern Schaden zufügend, Munition erbeutend. So wird die englische Armee in fortwährender Aufregung gehalten, sie ist gezwungen, überall hin Mteilungen ihres Heeres zu senden und der Ueberdruß der Truppen, die jetzt schon über ein! Jahr in Afrika weilen, wächst Tag für Tag.
Die Mühlen der Buren, sagt Altendorf, mahlen wie die Gottes-Mühlen, langsam aber sicher. Die englischen Verluste werden durchschnittlich laut Statistik auf 5000 pro Monat geschätzt. Im Vertrauen auf ihr Recht kämpfen die Buren weiter, und, so schloß Mtendorf seinen interessanten Vortrag, möge dereinst die Sonne der Freiheit aufgehen, dem Burenvolk wieder Frieden und Freiheit geben, wonach es lechzt und wofür es sein Herzblut gegeben hat.
fünfte hat
Rechtsauskünfte in rund . . landw. fachtechnische Ratschläge tierärztliche Ratschläge in . . bautechnischss Ratschläge in . - Auskünfte allgemeinen Inhalts
Mitglieder, also . dem Kleingrundbesih
nath ist hinter mir gegangen?" Landrichter Zimm e r- mann: Ich kann mich an den Vorgang nicht erinnern.
Zeugin Fräulein Käthe Pellinath: Ich habe eines Abends Moritz Levy mit Winter vor dem Levyschen Hause
(Bravo!)
Die Kassenbilanz für
Im Frühjahr 1899. Präsident: Winter soll mit der Tuchler aber erst im Winter 1899/1900 poussiert haben? Zeuge schweigt. ,
Schlossergeselle Malinski: Ich bin mit Winter in einer Klasse und auch im Turnverein zusammen gewesen. 1898 habe ich Hellwig den Winter gezeigt, weil Winter mit der Tuchler poussierte. Ich habe Winter mit Levy nicht
Die achte Generalversammlung des Bundes der Landwirte.
Fortsetzung.
Direktor Dr. Hahn: M. H.'. In 8 Tagen sind es gerade 8 Jahre, seit wir uns zum ersten Male in Tivoli versammelten. Wenn seitdem die Ideen des Fürsten Bismarck in immer weitere Kreise hinausgetragen worden
^Zu?Belebung der Bundessache und zur Weiterverbreit- una der Bundes-Anschauungen, sowie zur Gewinnung neuer Anhänger wurden im Jahre 1900 über 9000 Versammlungen im ganzen deutschen Reiche abgehalten. Der Bundbe- teiliqte sich in 39 Wahlkreisen bei den im Dezember 1900 vorgenommenen Neuwahlen für die Kammer der Abge-1 ordneten des Königreichs Württemberg und brachte 13 seiner; Kandidaten durch. (Bravo!)
Der Zentralverwaltung des Bundes erwuchs au» dieser auf der ganzen Linie erweiterten Thätigkeit eine bedeutend vermehrte Arbeitslast. . .
Ueber die Kassenverhältnisfe können wir nur erfreuliche Mitteilungen machen insbesondere be- weist die Tbatsache, daß die Mitgliederbcitrage für 1900 bi6 auf einen ganz geringen, nicht nennenswerten Prozent, fatz (1 pCt.) am Schluß des Jahres eingegangen waren, wie groß die werbende Kraft des Bundesgedantens heute ist, und wie lächerlich! die Ausstreuungen unserer Gegner sind, es ginge mit dem Bund der Landwirte abwärts.
stehen sehen. . .
Zeugin Dien st mädchen Hoppe: ^zch habe 189.) der dem Fleischer Hoffmann gedient. Winter ist oftmals dort gewesen. Levy war auch einmal bei Hoffmann. Levy ist mit Winter einige Male durch die Danzigerstraße gegangen und hat mit ihm gesprochen. ,
Der Präsident fragt mehrere Zeuginnen, ob sie Winter vielleicht mit dem Kaufmann Kartstock, der Winter sehr ähnlich gesehen haben soll, verwechselt hätten. Samt- . , liche Zeuginnen verneinen dies. Auf Befragen des Rechts- JanroaltS Sonnenfeld erklärt die Zeugin Hoppe: ES ist richtig, daß ich im Maslof-Prozeß die Photographie Winters nicht herausgefunden habe. Ich habe ihn oben
find und sich Geltung verschafft haben, so ist das unser Verdienst. (Bravo!) Seine Warnungen fanden keine Beachtung und die Folgen davon waren die schweren Zeiten, die über die deutsche Landwirtschaft hereinbrachen (Sehr richtig') Der Reichskanzler Fürst .Hohenlohe hat zwar angeblich den verhängnisvollen Weg seines Vorgängers ver ss ident
(alte Herr fast außer Fassung, fein Leibarzt trat an ihn heran, wollte ihn verhindern zu sprechen und bat ihn mehr Rücksicht auf seine Gesundheit zu nehmen. Ohm Paul aber wies ihn zurück und sagte „ich muß meinen Burgern lagen, wie die Sache steht". Er sprach wie ein Vater zu seinen Kindern und die Anwesenden brachten stürmische Hochs auf I ihren Ohm Paul aus. _ .. I
Der Präsident des Oranje-Freistaates, Stei)n, eckte nach der Belfaster Schlacht mit nur 50 Mann Bedeckung quer durch das ganze, vorn Feind besetzte, Transvaal zu feinem Freunde Krüger nach Nellfpruit, um, bevor letzterer seine Reise nach Europa anträte, ihn noch einmal zu sehen, und mit ihm die wichtigsten Schritte zu besprechen. Ob sie sich Wiedersehen werden? Alsdann kehrte Steijn nad) I dem Süden zurück. In den ersten Tagen des September vorigen Jahres'kam er zu dem General Ben Viljoen und I hielt, so fährt der Redner fort, eine von Freiheitsliebe zeugende Rede an die Truppen dieses Generals. „Glaubt Ihr", so sagte er unter anderem, „daß man die Freiheit in einem Jahre erringen kann? Die Freiheit ift ein Diel zu köstliches Gut. Ich kenne einen Freiheitskrieg, der 80 Jahre dauerte. Ihr müßt kämpfen und wenn Ihr alles verliert! Sehet mich an, meine Familie war zahlreich und ist zu-l sammengeschmolzen, wir waren reich und jetzt ist uns nichts I mehr geblieben als diese Büchse!" Dabei schwengte der begeisterte Präsident seine Büchse und die Transvaaler, Deutsck/en und sonstigen Ausländer jubelten ihm zu.
Die Buren unter Ben Viljoen lagerten, so fährt Altendorf fort, fast 8 Tage lang unthätig, als eines Morgens Kanonendonner vernommen wurde. Gegen Mittag erhöhte sich der Schlachtenlärm und endlich kam der langersehnte Bote vom General Botha. Nun gings vorwärts. Sie ritten den ganzen Tag bis tief in die Nacht hinein auf Ermelo zu. Plötzlich wurde eine Meldung gebracht, wonach Ermelo schon von den Buren aufgegeben worden fei, nachdem sie in der Flanke umgangen wären und der Rückzug bedroht schien. Das amerikanische Kommando (der Buren) war dabei so sehr ins Gedränge geraten, daß es sämtliche Pferde verlor und von den Engländern verfolgt, zu Fuß flüchten mußte. Am folgenden Morgen begann abermals der Rückzug und mit sinkender Sonne erreichten sie ein kleines Goldstädtchen in der Nähe von Baberton, wo sie die 'Unglücksbotschaft | hörten, daß Leydenburg gefallen und sie vom Rückzüge ab- geschnitten seien. Trotzdem war alles guten Mutes. Im Schulhause versammelte sich das deutsche Korps, Heimat- Heber wurden bis tief in die Nacht hinein beim Kerzenschein gesungen. Mit Sonnenaufgang saßen sie schon wieder zu Pferde. Der englische Heliograph ließ zur Linken seine Blitze zucken und zwar nach dem Orte, nach dem die Reiter auf cem Weg waren. Zur Schlacht war es nicht gekommen, bei seiner Ankunft fand das deutsche Korps keine Spur vom Feinde. Als es dann in Hektorspruit ankam, rückte General Ben Viljoen gerade durch das Buschfeld nach Norden zu ab. Zwei Tagereisen konnte das deutsche Korps keinen Tropfen Wasser finden und 14 Tage später trat es bei Korn atipoort über die Grenze.
Was aber, sagte Altendorf, wurde aus Ben Viljoen. Mit Staunen hat der Redner vor längerer Zeit gelesen, daß der
Mitglieder, also...... • • • • • • • • * '
bau Handwerkerstände oder irgend einem gewerblichen Berufsstande mehr als..... • • • • • • • • •
M'tglteder, mithin hat eine Zunahme auch dieser gegen das
genau gekannt.
Zeugin, Dienstmädchen Tuszyk: ^ch habe beide einmal zusammen durch die Danziger Straße nach dem Markt gehen sehen. Das Dienstmädchen Dahms hatte rote Hande vom Kirschenpflücken. Sie sagte: „Ich habe solch rote Hände, als ob ich jemand geschlachtet hatte. Die Winter geschlachtet haben, werden auch solch rote Hande gehabt haben. Wenn die Polizei das sieht, wird sie mich sofort einsperren." Präs.: Haben Sie nicht auch gesagt, daß Winter mit Levy zusammen gegangen sei? Zeug in: Nein. Die Dahms diente bei dem jüdischen Kaufmann Altmann und hielt zur Judenfache, die Juden könnten den Mord nicht gethan haben, deshalb haben wir nicht darüber gesprochen. Sie hat nur zur Frau Postsekretar Wolmskr gejagt : , Ich sage gar nichts. Wenn's dazu kommt, werde ich sagen". Dem Dienstmädchen Marie Dahms, das als- . dann als Zeugin erscheint, bemerkt der Präsident Land-Gerichtsdirektor Schwedowitz: Der Umstand, , daß Sie früher bei Juden gedient haben, darf Sie nicht dazu verleiten, zu Gunsten der Juden auszusagen. Zeugin Dahms: Ich diene jetzt bei einer christlichen Herrschaft. .Ich habe mit der Tuszyk davon ge- I sprachen, daß Levy leugnet, mit Winter verkehrt zu haben. I Die Tuszyk hat aber nicht gesagt, daß sie beide zusammen gesehen habe. Zeugin Tusznk: Das habe ich nicht gesagt, weil die Dahms sagte: „Die Juden haben Winter nicht geschlachtet, das müssen Christen gewesen sein." Zeugin Dienstmädchen Milke: Als ich hörte, daß die Tuszyk im l Speisiger-Prozeß vernommen wurde, habe ich mich gewundert, daß sie nichts mit mir über ihre Wahrnehmung des Verkehrs Winters mit Levy gesprochen hat, da wir doch häufig über den Winterfchen Mord gesprochen haben. Post- ' sekretar Niwolinsky: Die Tuszyk ist ein durchaus wahr- heitliebendes Mädchen, das vor Gericht nicht die Unwahrheit sagt. Etwa drei Wochen vor dem Speisiger-Prozeß erzählte ie mir, daß sie zwischen Winter und Levy einen Verkehr wahrgenommen habe. Ich sagte ihr, das müsse fte der Polizei anzeigen. Sie sagte, sie wolle nicht zur Polizei gehen; sie fürchte sich, eingesperrt zu werden. Zeugin Frau Postsekretär Niwolinsky: Zwei oder drei Dage nach dem Winterschen Morde zeigte die Tuszyk mit dec «Hand nach dem Halse und sagte: „Moritz, Moritz, wo halt Du Winter gelassen?" Auf mein Befragen, was das za bedeuten habe, sagte sie: „Die Juden müssen Winter ge* schlachtet haben; denn Moritz Levy ist stets nut Winter zu- ™ 7-----o.* fnntp; „Wenn das wahr ist.
zusammen gesehen. . ,
Zeuge Klempnerlehrling Büttner: Ich habe einige Male gesehen, daß sich Moritz Levy und Winter grüßten. Verteidiger Rechtsanw. Sonnenfeld: Ist es richtig, daß Sie beim Untersuchungsrichter gesagt haben, Schlichter habe stets davon gesprochen, er habe die Beiden nur einmal zusammen gesehen? Zeuge: Nein. Schlichter hat gesagt: er habe sie häufig zusammen gesehen.
Zeuge Hilfsgefangenaufseher Nagorra: Ich Jfiabe Winter mit Levy mehrfach zusammen gehen, stehen und sich grüßen sehen. Auf Befragen des Verteidigers Rechtsanw. Sonnenfeld giebt der Zeuge zu, daß infolge einer Beschwerde des alten Levy wegen falscher Beurkundung einer Zustellung das Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet worden sei und mit seiner Bestrafung endete. Es sei richtig, daß er angezeigt habe, Moritz Levy habe sich an einer Schlägerei beteiligt. Er habe den Eindruck gehabt, daß, als sich Hugo Levy mit dem Fleischer Davidsohn wegen eines Kalbes auf dem Markte prügelten, Moritz hinzugekommen sei und sich an der Prügelei beteiligen wollte. Es sei auch richtig, daß er wegen feiner schwachen Augen aus dem Badedienste entlassen worden sei. Er brauche aber nur zum Lesen eine Brille. Sonst sehe er sehr gut und weck.
Zeugin Frau Maurermeister Krügner: Es fiel mir auf, daß Winter, der in der Tanzstunde immer sehr stolz ! unb vornehm auftrat, vor dem Levyschen Hause stand und mit dem Fleischer Moritz Levy freundschaftlich plauderte Als es bekannt wurde, daß Moritz Levy den Verkehr mck Winter leugnete, sagte meine Tochter: „Ich habe beide selbst zweimal zusammen gesehen".
Die Tochter der Vorzeugin, Fräulein GertrudKrua - ner, bekundet: Ich lernte Winter in der Tanzstunde kennen und habe Winter mit Moritz Levy bestimmt ziveimal vor der Hausthür des Levyschen Hauses stehen sehen Rechtsanw. Sonnens eld: Ist es richtig, daß Sie gesagt I haben, Fräulein Pellinath sei hinter Ihnen gegangen. Zeugin: Nein. Verteidiger Rechtsanw. Son neu seid: Ich beantrage, die protokollarische Aussage der Frau krügner vorzulesen, aus der hervorgeht, daß diese aus- qesaqt hat, ihre Tochter habe ihr erzählt, Fräulein Pellinath sei hinter ihr gegangen. Frau Krügner: Das mutz lein Irrtum sein. Meine Tochter hat nur gesagt: die Pellinath habe auch beide gesehen. Aber als Winter |ie gegrüßt habe, das sei am andern Tage gewesen.
| Landrichter Zimmermann: Ich habe protokolliert, wie die Zeugin ausgesagt hat. Wenn sie gesagt hatte, .... i.-iy c^nfir 1900 ergab in der ich hätte sie falsch verstanden, danii hätte ich das im proto- «ÄS«>. » L'L«.
Zeuge Schriftsetzerlehrling Hellwig: Winter ist mir vom Schlossergesellen Malinski gezeigt worden. Viel spater habe ich Winter mit Levy zusammengesehen. Präsident: Weshalb hatten Sie ein solches Interesse an Winter?,,------ „ <>. -
Zeuge: Weil Winter die Selma Tuchler poussierte. Prä- sammen. gegangen . jatl jagte. nntmnrtetr
Wann zeigte Ihnen Malinski Winter ? Zen ge:| dann bist Du eine gute Zeugin . Die Tuszyk antwortet .
lassen, und wieder Bisrnarcksche Worte m den Mund genommen, seine Thaten dagegen waren Caprivische. (Sehr richtig') Ob es unter dem jetzigen Reichskanzler miders werden wird, müssen wir abwarten. Er muß durch die Thaten beweisen, daß es ihm mit seinen Worten ernst ift;! davon wird unser Endurteil über ihn abhangen. (Bravo.)
Es gilt, den Gegnern gegenüber stets auf der Wacht zu bleiben; unsere heutige herrliche Versammlung beweist, daß wir es sind. (Bravo!)
Unser Bund hat am 1. Februar 1901 232 000 Mitglieder, also fast eine viertel Million unter seiner Fahne vereinigt. Dies bedeutet eine Zunahme im vergangenen ^zahre um 26 000 Mitglieder (Bravo!) Von diesen Mitgliedern wohnen: östlich der Elbe 110000, westlich der Elbe 122 000 (hört! hört!) _
Die Verschiebung der Mitglieder nach. Westen nimmt also stetig ihren Weg weiter und der Bund der Landwirte wird nun bei unfern werten Gegnern wohl bald offiziell den Namen „Die Westelbier" (sehr gut) annehmen muffen. Es haben sich dem Bunde im vergangenen Jahre allein in Bayern 2500 und in Württemberg 1200 Berufsgenossen angeschlossen.
Von den gefauuen Mitgliedern gehören . . • • • ■ dem Stande der Großgrundbesitzer (hört! hört!) an, also Vs Jo.
(im Jahre 1900 .. . 1506), dem mittleren Grundbesitz............
erteilt •»
Von der Thätigkeit der Abteilung für Buchführungs- l wesen können wir erfreulicherweise feststellen, daß sie es verstanden hat, die Ueberzeugung von der Wichtigkeit und Notwendigkeit einer geordneten Buchführung in immer größeren Kreisen auch der bäuerlichen Bevölkerung zu verbreiten, so daß die Abteilung heute bereits in 1346 Wirtschaften die Buchführung des- Bundes der Landwirtc: em- geführt hat, die für 287 Wirtschaften in Berlin laufend geführt bezw. kontrolliert wird.
' Die landw. technische Abteilung hat irn Jahre 1900 die Lieferung von über 2 einhalb Millionen Zentner Dung^ und Futtermittel an Bundesmitglieder vermittelt, durch I ibie sie in bie Sage versetzt war, den Beziehern ca. loO 000 Mark an Rabatt zu gewähren
An Original-Saatgut wurden rund 246 000 Kilo, also rrr qr; SRrnient mehr, als im Vorjahre, vermittelt.
Die Verkaufsstelle für Maschinen hat für 240 000 Mark Maschinen rc. an die Bundesmitglieder geliefert.
Die Genossenschaftsabteilung hat im Revisionsverband des Bundes der Landwirte 373 Genossenschaften verewigt, von denen sie im Jahre 1900 164 gegründet hat
Schließlich erwähnen Wir noch, daß die Bibliothek des Bundes der Landwirte im vergangenen Jahre teils käuflich, teils qeschenkweise eine Vermehrung von 455 Bänden erfuhr, so daß sie heute aus 8000 Bänden besteht.
Sie sehen aus diesen Zahlen, daß der Bund der | Landwirte auch bestrebt ist, auf dem Gebiete der wirtschaftlichen Selbsthilfe feinen Mitgliedern an die Hand zu gefiert. (Bravo') Unser politisches Glaubensbekenntnis lautet: Er st Heer, dann Flotte; erst eine kraftvolle nationale Mittelstandspolitik, dann erst überseeische WeltpolE Deutschlands Schicksal ist untrennbar mit dem Schicksal von Deutschlands Landbevölkerung verknüpft. (Lebhaftes Z Bravo!) Zweierlei tfiut not. Erstens, daß die Parteien in den Parlamenten sich die Anschauungen der Vertreter ' her Landwirtschaft zu eigen machen und zweckens, daß! - bie Regierung das, was an ihr liegt, dazu tfiut, nm die ) Beschlüsse der Parlamente zur Ausführung zu bringen. (Lebhaftes Bravo!) Gelingt es dem Bunde wie bisher seine Bewegung immer mehr zu stärken, und seine Ansichten in immer weitere Kreise hinauszutragen, dann mutz unserer guten und gerechten Sache der endliche Sieg werden. (Bravo!) Die deutsche Landwirtfchast lebe hoch! hoch! hoch! (Brausender Beifall.)
Fortsetzung folgt.
«SinnaWe eben U-b-rschutz gegen d,e »u8ga»e m Mg.'I«mt>ter mit
Die Abteilung für Versicherungswesen h-t im Wr U<mflen f.Hn.'-' Vag'trübem
ffi ÄÄTXÄö I toköttiert morden ist: „Meine Tochter erzählt^ bie Pell',
stehen, die Interessen der ersteren den letzteren gegenüber mit Erfolg wahrgenommen. '
Die Abteilung für Rechts- und landw.-technische Aus-
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