Ausgabe 
16.1.1901 Erstes Blatt
 
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getragene Muff harmoniert mit den unteren Aermel«. Die Spitze ist auf dem goldschimmernden Unterftoff so arrangiert daß zwei lauge zugespitzte Enden herabhängen. Em Tuff orangefarbener Orchideen liegt wie hingehaucht auf dem ziemlich umfangreichen Muff. Merkwürdigerweise find zu dem turbanartigen Hut wieder zwei andere Stoffe verwende' worden, und zwar ist die sehr apart wirkende Toque aus dunkelbraunem Chiffon und schwarzem Sammet hergestellt und nur mit einer brrllantenbesetzten Goldschnalle verziert.

» Ucbcr das Ende des Kommandanten der Gueisenau" veröffentlicht dieAllg. Mar. Korr." folgenden authentischen Bericht:Das Schiff lag, so lange es schwamm, nur 15 Meter von der Mole entfernt und konnten sich die Mannschaften an Enden und Troffen, die vom Schiff aus nach Land gegeben waren, retten. Der Kommandant, Kapitän zur See Kretschmann und der erste Offizier, Kapitänleutnant Berninghaus, leiteten von der Kommandobrücke aus die Rettungsarbeiten. Je tiefer das Schiff sank, desto-weiter kam eS von der Mole weg. Schließlich brachen die Seen über die Reeling weg und rissen Kartenhaus und Kommando brücke mitsamt den darauf befindlichen Personen fort. Kurz vor dem Sinken des Schiffes warf der Kommandant persönlich einem zwischen Mole und Sch-ff mit den Wellen ringenden Schiffsjungen die letzte auf der Brücke befindliche RettungS boje zu und vorher hatte er dafür gesorgt, daß ein anderer, in Gefahr des Ertrinkens befindlicher Offizier gerettet wurde. Nach dem Sinken des Schiffes wurde der Kommandant von einem in der Takellage des Kreuzmastes hängenden Offizier gefaßt und längere Zeit gehalten. Fortwährend von Brechern überspült, versagten jedoch Beiden die Kräfte und der Kom Mandant wurde durch eine rücklaufende See vom Schiffe fortgerissen. Man sah ihn noch, sich an die Trümmer der an Heck befindlichen Gig festklammern, dann aber versank er bedeckt von der Kriegsflagge seines Schiffes, die eine See über ihn geworfen hatte, in die Tiefe."

Bromberg, 13. Jan. In Jnowrazlaw sind die schwarzen Pocken ausgebrochen.

* Die gottlose sie Stadt der Erd e. San Fran- cisco stand bisher in dem wenig beneidenswerten Ruse, ein wahres Paradies für Spieler und Gauner der schlimmsten Sorte zu sein. Jedoch Berichte, die seit -kurzem aus dem Süden von Afrika kommen, stellen alles, was man von der Goldstadt im wilden Westen Amerikas hörte, in den Schatten. Darnach hat K a p st a d t weit eher Anspruch auf denRuhm", das gottloseste Fleckchen der Erde zu heißen. Diese Stadt ist thatsächlich eine einzige, große Spielhölle. Nacht für Nacht sind die sogenanntendens" überfüllt mit Spielern englischer Nationalität, die sich aus entflohenen Verbrechern, Bauernfängern, Zuhältern mit ihren Dirnen, Raufbolden, Schwindlern und den Opfern dieses Gesindels zusammensetzen. Die bedauernswerten jungen Leute, denen diese Raubtiere in Menschengestalt auf der Straße auflauern, um sie unter irgend einem Vorwande in eine der Mördergruben hineinzulocken, und dann erbarmungslos auszuplündern, sind größtenteils Sol­daten und Bankangestellte. Die letzteren werden auf be­sonders raffinierte Weise zu Grunde gerichtet. Man läßt sie das erste Mal einige kleine Gewinne einstreichen und animiert sie zum Wiederkommen. Natürlich gewinnen sie späterhin nicht mehr, und nur zu bald hat man die Un­glücklichen so weit, daß sie in der Hoffnung, die Ver­luste wieder einzubringen, den Kassen ihrer Prinzipale Summen entnehmen, die sie nie ersetzen können. Die Ruinierten greifen in der Verzweiflung zum Strick oder Revolver, und dieselbe Tragödie spielt sich immer von neuem ab. Seit der Dauer des Transvaalkrieges sind die zur Rekonvaleszens nach Cape-Town geschickten Ver- wunoeten ein Wild, dem ebenfalls eifrig nachgestellt wird. In der neuesten dtummer derSouth African News", eine Zeitung, die eifrig bestrebt ist, die allgemeine Auf­merksamkeit auf die geradezu grauenhaften Zustände in der wichtigsten Stadt der Kapkolonie zu lenken, ist die Geschichte eines Kriegers erzählt, der einer Spielerbande in die Hände fiel. Als Invalide entlassen, kam er nach Kapstadt, um sich zu erholen, und dann nach England zurückzukehren. In seinem Besitze befanden sich 60 Lstrl., von welchem Gelde er die Ueberfahrt bezahlen wollte. Mit dem Ueberschuß gedachte er Geschenke für seine Angehörigen zu kaufen. Eines Abends besuchte er einen Billardsalon, wo es sehr ruhig zuging. Er hatte kaum eine Viertelstunde bei seinem Glase Bier gesessen, als sich ein junger Mann von sympathischem Aeußern zu ihm gesellte und eine Unter­haltung begann. Bald plauderten die beiden äußerst freund­schaftlich miteinander und traktierten sich gegenseitig. Ge­meinsam verließ man das Lokal, und Tommy willigte ein, mit dem neuen Bekannten in einen Spiclsalon zu gehen. Dort wurde der Mann in Khaki dem Bankhalter und mehreren anderen Herren vorgestellt; man offerierte ihm von allen Seiten Liköre und Zigarren, und forderte ihn auf, von seinen Kriegserlebnissen zu erzählen. Inzwischen hatte sein Begleiter zu spielen begonnen, und gewann beständig. Interessiert sah der Soldat zu und schließlich brannten ihm seine Sovereigns in der Tasche, er mußte Hein Glück versuchen. Er setzte ein Goldstück nach dein andern und in weniger als einer halben Stunde war er sie alle kos. Trotz seiner Trunkenheit erkannte der Geplünderte, daß er das Opfer von Gaunern geworden war, und schickte sich an, Selbstmord zu begehen. Es gelang jedoch, den Ver­zweifelten an seinem Vorhaben zu hindern, und nach­dem ihm der Manager großmütig ein Goldstück zurück- gegeben hatte, wankte der Aermste in die Nacht hinaus. Die Geistlichen, sowie einflußreiche Persönlichkeiten der Stadt thun alles, was in ihren Kräften liegt, um die Behörden zu veranlassen, energisch gegen die Besitzer der Spielhöllen einzuschreiten. Bisher haben ihre Bemühungen aber nur wenig Erfolg gehabt.

Meratur, Wissenschaft und Kunst.

Der a. o. Professor der Anglistik in Gießen, Wilh. Wetz, veröffentlicht im letzten Heft derEnglischen Studien" einen längeren Aufsatzzur Beurteilung der sogenannten Schlegel - Tieck'schen Shakespeare-Ueber- fetzung", worin er es unternimmt, August Wilhelm Schlegels llebersetzer-Verdienste so herabzusetzen, daß eigentlich an dem Klassischen Shakespeare-Dolmetsch der Deutschen kein gutes Öaar mehr bleibt. Wetz verlangt, man solle endlich die un- 1 redliche Bezeichnungübersetzt von Schlegel und Tieck" ans

der Welt schassen; denn thatsächlich hat Ludwig Tieck keine Hand bei der Arbeit gerührt, und Dorotheas Leistungen sind die minderwertigsten. Wetz giebt wohl zu, daß Schlegels Uebersetzisng den Dichter erst wirklich bei uns eingebürgert habe. Aberman sollte nicht vergessen, daß Schlegels Übersetzungen sehr ungleich sind, und daß er zum Sck)luß eine gewisse Manier angenommen habe, eine Art Uebersetzer- jargon schrieb". So soll Beethoven, als ihm die ersten Bünde der Schlegel'schen Uebersetzung gesandt wurden, sie nach Durchlesung weniger Seiten als eine verrenkte, schwer ver­ständliche Arbeit beiseite geworfen haben.Jeder, der zuerst Shakespeare in Schlegels Uebersetzung las und später zu dem Original überging, wird gern bestätigen, wie ihn die Anmut und Schönheit der Diktion Shakespeares im Vergleich zu der seines Uebersetzers überraschte." Im einzelnen wird nun der Nachweis versucht, daß andere Uebersetzer, wie z. B. Gildemeister und Dingelstedt,bei gleicher oder größerer Treue den Charakter von Steifheit und Uebersetzungsdeutsch, der Schlegels Uebertragung anhaftet, oft glücklich beseitigt" haben. Auch die eingestreuten Lieder sind Schlegel nach Wetzens Ansicht mißlungen:buchmäßig steife und harte Ausdrücke statt sinnlich naiver und einfacher verscheuchen jede Stimmung." (Nach unserer Ueberzeugung ist die aus den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts stammende Dingel- stedt'sche Ausgabe der Werke Shakespeares, an der sich mit Dingelstedt Genee, Wilh. Jordan, Seeger, Karl Simrock und Viehhoff beteiligten, immer noch eine der besten deutschen Shakespeare-Uebertragungen. D. Red.)

Dem Zensur verböte in Preußen unterliegen jetzt nicht nur Theaterstücke, Couplets oder öffentliche Vor­träge, sondern auch Künstler. Mit Befremden wer­den die Leser von unserer kürzlichen Mitteilung Kenntnis genommen haben, daß Otto Reutter das fernere Auftreten imW i n t c r g a r t e n" zu Berlin unter­sagt sei. Reutters hübsch pointierte Couplet-Dichtungen erfreuen sich in ganz Deutschland großer Beliebtheit. Wir hörten hier erst neulich ein von ihm verfaßtes sehr lustiges Chinakämpfer-Couplet auf dem Wintersport- f e st e der Gießener Radfahrer-Gesellschaft Die Wanderer". Dieser Coupletdichter war in Berlin kürzlich zweimal hintereinander wegen Uebertretung der Zensurvorschriften zu kleinen Geldstrafen von je 30 Mk., ver­urteilt worden. In dem einen Falle war ihm aus einem Quodlibet ein Teil des Textes gestrichen worden. Da der Musik wegen eine gewisse Pause ausgefüllt werden mußte, improvisierte Reutter einige an sich ganz harm­lose Sätze. Diese Einschiebungen nun, die der Zensur nicht wieder unterlagen, waren Anlaß eines solchen Strafman­dats. Zu dem Verbote jedes ferneren Auftretens Reutters führte dessen öffentlicher Vortrag einer Parodie der Versunkenen Glocke". Diese Parodie hat Reutter früher im BerlinerApollo-Theater" durch zwei Jahre, jedenfalls weit über hundertmal, selbstverständlich nach vor­hergegangener Genehmigung der Zensur vorgetragen. Auch bei Gelegenheit einzelner Wohlthätigkeits-Matineen trug sie Reutter vor. Nun gilt freilich die Vorschrift, daß eine Zensurgenehmigung für jedes neue Haus besonders ein- zuholen ist. Reutter hat denn auch seine Parodie der versunkenen Glocke der Zensur eingereicht, trug dieses Stück aber vor dem Eintreffen der Genehmigung öffentlich vor, in dem Glauben, die frühe Erlaubnis würde ihn decken. Formal war dies sicherlich unstatthaft. Immerhin war es neu und überraschend, daß statt einer Geld- oder sonstigen Ordnungsstrafe die Anordnung erfolgte, Reutter dürfe nicht wieder auftreten. Für den Fall eines Zuwiderhandelns wurde der Direktion desWintergartens" die Sck)ließung angedroht. Reutter hat gegen diese Verfügung sofort Be­schwerde eingelegt. Außerdem hat er durch einen Rechts­anwalt an das Berliner Polizei-Präsidium die Aufforder­ung gerichtet, das Verbot innerhalb 24 Stunden zurück­zunehmen, widrigenfalls er die Behörde für jeden aus dem Verbot ihm erwachsenden Schaden zivilrechtlich ver­antwortlich machen würde. Man darf gespannt daran : sein, ob thatsächlich das- bisherigeobjektive Verfahren" einem persönlichen Platz macht, und ob jetzt nicht nur Dramen, Couplets oder sonstige Vorträge, sondern auch .Künstler in Preußen ein für alte Mal verboten werden können. Ter Rechtsstreit hat zweifellos ein großes Interesse.

Schweninger erörtert in HardensZukunft" die Beziehungen zwischen Arzt und Patient: Der Arzt kann nichts anderes thun, als das mehr oder minder defekte Individuum nach bestem Wissen und Gewissen behandeln. Immerhin kann er auch ein paar allgemeine Ratschläge erteilen. Mich hat die Erfahrung die folgenden Leitsätze schätzen gelehrt:

1. Schafft euch einen gesunden, gcnuß- und arbeits­fähigen Körper, übt ihn, aber überanstrengt ihn weder im Genuß noch in der Arbeit.

2. Fürchtet nicht den Exzeß, aber seine zur Gewohn­heit werdende Wiederholung.

3. Macht euch frei und hütet euch vor der Schablone.

4. Liebt den Mut und haßt die Aengstlichkeit.

5. Fürchtet nicht die sogenannten Feinde von außen (Bazillen, Witternngseinflüsse usw), sondern wappnet euren Körper gegen ihren Einfluß und ihren Einbruch.

6. Hütet euch am meisten vor den eigenen Fehlern.

7. Glaubt nicht, daß euch Gesundheit oder Genesung geschenkt wird, sondern wißt, daß sie erarbeitet werden wollen.

8. Helft dem Arzt also bei seiner Arbeit, wie ihr hofft, daß er euch helfe.

9. Vergeßt nie, daß es hauptsächlich auf euch an- tommt, daß euer Körper das Instrument ist, auf dem der Arzt in Tagen, wo es euch schlecht geht, spielt, daß er sein wichtigstes Heilmittel ist.

10. Meidet die Gewohnheit

11. Strebt nach körperlicher und seelischer Harmonie.

12. Lernt euch selbst erkennen, kritisieren, diszi­plinieren '

Auch diese Sätze werden den Tod nicht bannen, das Leben nicht über die natürliche Grenze hinaus verlängern. Wer sie befolgt, darf aber hoffen, nicht eher vom Licht scheiden zu müssen, als bis in weiser sparsamer und doch nicht knauseriger Lebensökonomie der letzte Rest seiner Kraft verbraucht ist.

verloren. Das Mißtraue« roaxbte sich nicht nur allein gegen bie be­rüchtigten Spielhagenbanken, sondern andere, angesehene und als äußerst solrd bekannte Hypothekenbanken wurden tn Mitleidenschaft gezogen. Utber das Wirken und Wesen von Hypothek«n- und Pfandbrresbanken herrschte bei vielen noch Unklarheit, die sich wohl gerade jetzt durch Belehrungen aller Art, die in der Presse veröffentlicht wurden, in beffereS Verständnis verwandelt hat. Die Geschäfte der Hypothekenbanken haben sich in den letzten Jahren bedeutend ausgedehnt. Durch die stete Zunahme der Be­völkerung, die ja unsere letzte Volkszählung erwiesen hat, ist der Bedarf an Wohnungen groß, das ganze Jahr hindurch wurde gebaut und die Nachfrage nach Beleihungen mehrten sich. Die Hypothekenbank in Ham­burg, benn Jahresbericht über das 30. Geschäftsjahr eben verteilt wird, tft tn der Lage^ 8 pCt. Dividende zu zahlen. Aus dem Geschäftsbericht entnehmen wir: Die Zunahme des Pfandbriefumlaufs im verfloffenen Jahre ist durch die Kr.sis nicht unerh« blich beeinträchtigt worden, sie bt trägt ca 6 Millionen. Während die Nachfrage nach den äprocentigen Pfand- 6tiefen fortlaufend befriedigend war, und deren Umlaufssumme sich um 20586600 Mk. erhöhte, hielt der Rückfluß der 3'/>procentigen Stücke auch ferner an und verminderte deren V.mlauf um 14502400 Mk. Am 1. Dezember waren von der Hypothekenbank Hamburg allein für 346537500 Mk. Pfandbriefe im Umlauf, denen 5531 Hypotheken im Be­trag von 360541278 Mk. gegenüberstanden. Der Reingewinn beträgt 2230765 Mk.

Stuttgart, 12. Jan. (Allgemeiner Deutscher Versicherungs- Verein.) Im Monal November 1900 wurden 1280 Schadenfälle regu- (tect. Davon enifielen auf die Haftpflichtversicherung 666 Fälle, und zwar 358 wegen.p-roerUtzung und 308 wegen Sachbeschä­digung; auf die Unsallverstcherungg 556 Fälle, von denen 2 eine teilweise Invalidität der Verletzten zur Folge hatten. Don den Mitgliedern der Kapitalver sicher ung für den Todesfall sind 59 in dtes-m Monat pcftoiben. Neu abgeschlossen wurden im Monat gtüDember 6788V-rsicherungen. Von den vor dem l.S'plember 1900 anpemeldeten Schäden der U lall VeZicherung (incl. der TodeS- und I validttätSfälle) sind nur 186 noch tn Beha- dlung.

Gisenöahn-Zeitung.

Main-Neckarbahn. Wir lesen in derFckf. Zta.": Unter dm Gründen, die P eutzen für die Notwendigkeit einer Reorganisation der Main Neckar-Bahn-Verwaltung noch seinem Sinne ins Tieffen führt, spielt dte Notwendigkeit einer Verbilligung der VrrwaltungS- und Betriebskosten, die nicht mehr im richtigen Verhältnis zu den Ergebniffen stünden, bekanntlich keine kleine Rolle. Nun ist es ja richtig, daß diese Elgebmsse, die aber doch z. B. für H ff en immer noch einen Reingewinn von 8,798 Prozent des Baukapttals, d. h. 910,042 Mk. bringest, günstiger sein könnten. Aber wer ist beim schuld bat an? Dte Antwort gibt der h-sfische Staatsooranschlag -ür 1901: Niemand anders als Preußen s-lbst, Preußen, das durch Güterumleitungen eine Mindereinnahme aus dem Güterverkehr der Main'Neckarbahn um ru. d 681000 Mk. zu Wege bringt. Es kann daraus mit aller Deutlichkeit ersehen werden, daß Preußen die oon ihm so heroorgehobene Mtnderrentad>l«tät künstlich erst heroorrusl; sie würde noch west größer werden, wmn Preußen auch eine Umleitung deS Personenverkeh s zu bewirken vermöchte, was allerdings nicht angeht. Preußen hat demnach ein viel einfacheres Mittel als dieReorganisation", Vie an sich schon recht beträchtliche Rentabilität der Main-Neckar Bahn zu heben: es braucht nur die Umleitungen, die natürlich beileibe keinen Ser- kehrSkrieg bedeuten, zu unterlafsinl

Gerichtssaal.

Die Marburger Strafkammer verhandelte gegen die St - denten Fritz Casta, Walther Müller und Arnold Gießler wegen Haus­friedensbruchs. Am 1. Juli vor. Js. kamen die B-treffenden nebst einigen anderen Studenten mit dem Zuge von Wetter.^ Unterwegs kam eine Beschmutzung des Wagens vor, die den Zugsühr^ veran­laßte, nach Marburg zu telegraphieren. Auf dem dortigen Bahnhof»' stand denn auch schon der Vorsteher und veranlaßte den Verunreintger oes Wagens, 1 Mk. Strafe zu entrichten. Bei dieser Gelegenheit kamer» die Studenten in« Slationsbureau und behi.lten die Hüte auf. Die? veranlaßte die Stationsbeawten, zu verlangen, sich anständig zu be­nehmen. ES entstand nun ein Spektakel, der damit endigte, daß die Studenten notiert unb bann aufgeforbert würben, bas Lokal zu ver­lassen. Sie leisteten jeboch nicht Folge unb verlangten datz Beschwerde­buch. Dasselbe wurde ihnen mit Rücksicht auf ihr lautes Benehmen verweigert. Nachdem einige Eisenbahn beamte und Studenten als Zeugen vernommen waren und beide Pasteten den Sachverhalt ver­schieden bargestellt hatten, hielt bas Gericht gemeinschaftlichen Haus ictedi-nsbruch für erwiesen. Das Urteil lautete auf je eine Woche Gefängnis. _____________

Krieskasten der Redaktion.

E. S 105c bestimmt, baß im Handelsgewerbe Gc hülfen, Lehr- .inge und Arbeiter am ersten Weihnachrs-, Oster- und Pfin».sttaz über­haupt nicht, im übrigen aber an Sonn- und Festlagen nicht länger als 5 Stunden beschäftigt werten lürfen. Nach 8 41a darf außer diesen 5 Stunden ein Gerrerbebckrieb nicht stattfinden Nach 8 189« der R. G. O. gilt der 9 Ubr Ladenschluß für dte Gehütsen, Lehr­linge rc. in offenen Verkaufsstellen unb die dazu gehörigen Schreib­stuben. Nach ftübeien Gerichtsentscheidungen werden die Bankgeschäfte zu den offenen Verkaufsstellen gerechnet.

Familien-Uachrichten.

Gestorhenr Ludwig Henkel in Offenbach. Heinrich jtnöppel in Marburg. Friederike Philipps in Frankfurt. Margaretha Mayer, geb. Fieser, in Lörzweiler. G-oßh. Sllchs. Hofdierbrauer S. Backhauß in Eisenach. PH. Sachs Wwe., geb. Stier, in Darmr adt. Hermann Weißmantel in Darmstadt. Helene Pusch Wwe., geb. Henß in Offmbach.

Geborene Eine Tochter dem Avotbeker Habn in Hol,hausen.

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Handel und Verkehr. Uolksmirtschasl.

Hypot rekeubank Hamburg. Die NamenHypothekenbank" unbPfandbriefe" setzten in jüngster Zeit viele in Schrecken, sind doch viele durch den Krach derSpielhagenbanken" in Milleidenschast gezogen und haben zum Teil ihre, nach ihrer Meinung sicher angelegten Ersvarniffe

Kunst-Ausstellung.

im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags mit Ausnahme des Samstags geöffnet, Mittwochs auch noch von 8 b*s 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von U his 3 Uhe ununterbrochen. Eintritt für Nichtmitglieder an W< rktagen 5) rig« an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg.