Nr. 26V
Zweites Blatt.
LSI. Jahrgang.
Freitag 15. November 1901
Erscheint täglich mit Ausnahme des
Montags.
Die «jehener FamUlen- vlatter werden dem An- Seiger im Wechsel mit dem »Hess. Landwirt" und den »Blättern für hessische Volkskunde" vrermal wöchentlich beigelegt.
Redaktion, Expedition und Druckerei:
Lchul st ratze 7.
Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.
Fernsprechanschlnß Nr.51.
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger ® **
Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen
Annahme von Anzeigen zu der für den folgenden Tag erscheinenden Nr. biS vormittags 10 Uhr. Alle Anzeigen-Vermitt» lungsstellen des In-und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen.
ZeilenpreiS: lokal 12Pf^ auswärts 20 Pfg.
Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Universitäts - Druckerei (Pietsch Erben).
Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Witiko; für den Anzeigenteil: Hans Beck,
Bekanntmachung.
Betr.: Vorträge über Obstbau.
Der Obstbautechniker deS Oberhess. Obstbauvereins, Herr H. Wiesner aus Friedberg, beabsichtigt, am Samstag dem 16. November, abends 8 Uhr, in Birklar, und Sonntag dem 17. November, nachmittags 3 Uhr, in Dorf- Güll je einen Vortrag über Obstbau zu halten, und nachher einige Obstbäume an anwesende Mitglieder gratis zu verlosen.
An den Verlosungen können auch Mitglieder benachbarter Ortsgruppen teilnehmen.
Den Herren Bürgermeistern, resp. Obmännern gehen noch besondere Mitteilungen zu. Zahlreiche Beteiligung ist erwünscht.
Gießen, 12. November 1901.
Der Vorsitzende des Vereinsbezirks Gießen des Oberhess. Obstbauvereins. Dr. Heinrichs.
„Nicht-Gerrtlemerr".
Man schreibt uns aus Berlin, 13. November:
D«r ehemalige Agent der Berliner politischen Polizei, der im gesicherten Hort der Schweiz weilende Herr Nor- mann-Schumann, ist durch Bebel wieder einmal in den Vordergrund des Interesses gerückt. Ob die Vermutung Bebels richtig ist, daß der anscheinend noch, immer recht rührige Nvrmann-Schurnann die Behauptung von dem Bestehen einer „Hunnenbrief-Fabrik" in der Schweiz nach Deutschland zu lancieren gewußt habe, mag dahingestellt bleiben. Es fehlt einstweilen der Beweis- Wer ein anderer Punkt erscheint der Aufklärung bedürftig. Und der ist, daß nach Mitteilungen, die heute der „Vorwärts" veröffentlicht, Herr Normann-Schumann, gegen den sowohl Abg. Bebel wie der Gesandte v. Kiderlen den Nachweis schwerer Majestätsbeleidigungen, begangen durch Korre- pondenzen in ausländischen Blättern, geliefert hat — daß neser Mann mit zwei Seelen in der Brust „int Laufe des etzten Jahres wiederholt in Berlin gewesen ist und sich elber rühmt, daß er sich ohne Scheu bewege."
Aus den Prozessen Leckert-Lützow und Tausch ist bekannt geworden, daß selbst Staatssekretär Frhr. v- Marsch« l l, der jetzige Botschafter in Konstantinopel, zur „Flucht in die Oeffentlichkeit" sich genötigt sah gegen Die Betriebsamkeit gewisser Agenten der politischen Polizei. Es ist damals zwar Frhrn. v- Marschall gelungen, das Netz der Jntriguen zu zerreißen; indessen haben die Zuschauer jener aufsehenerregenden Prozeßv er Handlungen — und oas ganze Inland und Ausland bildete das Publikum — wohl durchgängig die Empfindung gehabt, die reinigende Wirkung des Gewitters werde nicht allzu lange Vorhalten. Auch die Reformen, denen die politische Polizei unterzogen wurde, ändern an der Thatsache nichts, daß diese Polizei, ebenso wie die Kriminalpolizei, nun einmal zur Erfüllung ihrer Aufgaben der Dienste von „Nicht-Gentlemen" bedarf. Es müssen Leute zur Verfügung stehetr, die sich dazu hergeben, unter Maskierung ihres Berufes sich in das Vertrauen derjenigen Personen und Kreise einzuschleichen, deren Thun und Treibet: aus Gründen der Sicherheit oder zum Zweck der Entdeckung oder Verhütung von Verbrechen zu erforschen ist. Man mag diesen Personen eine sehr tiefe Stufe anweisen, man mag das Mittel bedauern — aber es läßt sich auf solche Mitwirkung ebensowenig verzichten wie auf die Spionage im Kriege. Nur sollten derartige Werkzeuge der Polizei stets auf das schärfste im Zaume gehalten, es sollte im Interesse des Ansehens der Gewalt, der sie dienen, verhindert werden, daß die „Nicht-Gent- lemen" sich herausnehmen, „eine Rolle zu spielen", daß sie sich Kenntnis von politisch-sekreten Verhältnissen und Vorgängen aneignen, mit der sie nicht nur prunken, sondern unter Umständen auch „gefährlich" werden können. Eben die Ueberzeugung von der Gefährlichkeit etlicher Nicht- Gentlemen veranlaßte Herrn v. Marschall und andere Diplomaten, sich für die Entfernung der betreffenden Agenten aus dem Dienst zu bemühen. Daß der schwerer Majestätsbeleidigungen bezichtigte 9öormann-Schumann etwa mit stillschweigender Duldung von Seiten einer Behörde sich in Berlin aufgehalten haben sollte, erscheint uns ausgeschlossen. Ist es zutreffend, daß er sich rühmt, sich in Berlin „ohne Scheu" zu bewegen, so deutet das auf hohes Selbstbewußtsein, und diese Eigenschaft besitzen in der Regel Personen, die sich mit „Enthüllungen" rächen können.
Es giebt eine Grenze auch für die Verwendung von Nicht-Gentlemen im Polizeidienst, wenn nämlich diese dunklen Ehrenmänner mit den Strafgesetzen in Konflikt geraten. Dann muß die Polizei die Helfer abschütteln, ohne Rücksicht preisgeben, und mögen sie noch so „brauchbar" sein. Wir hoffen, daß dies in Bezug auf Herrn Normann- Schumann der Fall ist, daß alle Beziehungen zu ihm gelöst sind, und daß er nicht in die Lage kommt, deutschen Be- hörden fragwürdige Dienste zu leisten.
Mitische Tagesschau.
Beschleunigte Drucklegung des Zolltarif-Entwurfes.
Der „Nordd. Allg. Ztg." wird bestätigt, daß auf Veranlassung des Reichskanzlers die Drucklegung des Zolltarif- Entwurfes nebst Begründung nach Möglichkeit beschleunigt wird, damit die betr. Materialien den Mitgliedern des Reichstages, wenn angängig, noch vor dessen Zusammentritt, zur Verfügung gestellt werden können. Inwiefern dies technisch durchführbar ist, läßt sich allerdings noch nicht übersehen.
Graf Bülow hat schon bei mehreren Gelegenheiten Entgegenkommen gezeigt, wenn aus der Oeffentlichkeit, von
der Presse oder aus parlamentarischen Kreisen Anregungen gegeben wurden. Nun hat auch diese Forderung erfreulicherweise Berücksichttgung gefunden. Sollten aber für ein Institut, das so trefflich ausgestattet ist wie die Reichsdruckerei, wirklich Schwierigkeiten bestehen, ein paar Hundert, oder sagen wir Tausend Exemplare des Zolltarifs nebst Begründung in etwa 14 Tagen herauszubringen? Wir trauen der Reichsdruckerei eine solche Leistung zu; es sind schon erstaunlichere vollbracht worden.
Zum Botschaftnwechsel in London.
Der „Kreuzztg." zufolge bestätigt es sich, daß als Nachfolger des Grafen Hatzfeldt für den Botschafterposten in London Graf Wolff-Metternich bestimmt worden ist.
Dem Grafen Metternich wird von den Londoner »Daily News" eröffnet, daß er sein Amt zu ziemlich krttischer Zett antrete. Es sei indessen, so meint das Blatt, kein Grund vorhanden, warum England nicht auf vollkommen gutem Fuße mit der deutschen Regierung stehen sollte, obwohl es kein Bündnis begehre. Das heißt mit anderen Worten: Graf Wolff-Metternich möge nur die Sache und Gefühle Englands stets und gehörig respektieren, dann würde sich die öffentliche Meinung des JnselreichS am Ende dazu verstehen, Begehren nach einem Bündnis mit Deutschland zu äußern. Echt englisch in der Thctt! Doch die Gelassenhett, die das Londoner Blatt z'.rr Schau trägt, ist nichts weiter als der Deckmantel, hinter dem es die Besorgnis zu verbergen sucht, daß der neue deutsche Botschafter gelegentlich energischer auf treten könnte, als der durch jahrelange Krankheit niedergebeugte Graf Hatzfeldt. Der letztere Umstand erklärt wohl auch zum Tett das »tiefe Bedauern", mit dem man in England den Grafen Hatzfeldt scheiden sieht. Auf deutscher Seite freilich kann nur der Wunsch bestehen, daß in Graf Wolff-Metternich ein Mann der schärferen Tonart im Londoner Botfchaftshotel Einzug hält, ein Diplomat, der beispielsweise Chamberlain'- schen Uebergriffen eine gebührende Zurückweisung auf dem Fuße folgen läßt.
Aus Anlaß des Scheidens des Grafen Hatzfeldt von seinem Posten schreibt die „Times": Keiner der Vorgänger des Grafen Hatzfeldt erfreute sich größerer Achtung. Was für eine Erregung auch über die beiden Völker kommen möge, sie können niemals auf die Dauer blind sein gegen die zwischen ihnen bestehenden großen gemeinsamen Interessen, die die Aufrechterhaltung freundschaftlicher Beziehungen auf der Grundlage gegenteiliger Achtung erfordern. Weil Hatzfeldt lange ernst in diesem Sinne wirkte, sehen njr ihn mit Bedauern seinen Posten mit dem, wenn auch noch so wohlverdienten, Ruhestand vertauschen.
Arbeitslose in Ungarn.
Aus Budapest wird uns geschrieben:
Der wirtschaftliche Rückgang hat auch die Industrie Ungarns betroffen und macht sich besonders in der Maschinenbranche bemerkbar. Hunderte von Arbeiter sind entlassen, Lohnkürzungen allenthalben durchgeführt. Vielfach entschließen sich die Arbeiter, Mrtschuftsgegenstände und sonsttgen Besitzstand zu veräußern, um das für die Auswanderung nach Amerika erforderliche Geld zu erlangen. Es muß anerkannt werden, daß die Regierung helfend einzugreifen sich bemüht durch beschleunigte Anordnung öffentlicher Bauten, Bestellung von Lokomotiven, Eisenbahnwagen usw., wie diese kürzlich auch die österreichische Regierung verfügt hat. Die, Zahl der Beschäftigungslosen vermehrt sich gleichwohl. Bencerkenswert ist, daß die Eisenarbeiter aus den Zeitungsmeldungen über die gesteigerte Schisfsbaulhätigkeit auf den amerikanischen Wersten die Gewißheit entnehmen, es könne ihnen „drüben" an Verdienst nicht fehlen. Um Enttäuschungen vorzubeugen, wäre es deshalb angezeigt, daß der österreichisch-ungarische Konsul in New-Pork einen Spezialbericht über die dortigen Arbeitetverl)ältilisse einschickte, der in den Industrie-Bezirken der habsburgischen Monarchie bekannt gegeben werden müßte.
Vom Burenkriege.
Das Reuter'sche Bureau meldet aus Clamvilliam vom 3. ds.: Eine größere Burenabteilung griff am 29. Oktober bei Bovendam einen von 35 Mann Kolonialtruppen eskortierten Convoi an. Nach hartnäckigem Widerstande erbeuteten die Buren den Convoi. DieVerluste der Engländer betragen 14, darunter 2 Offiziere. Die Buren sollen (!) die gleiche Zahl verloren haben.
Wieder ein neuer hübscher kleiner Burenerfolg!
Die „Frkf. Ztg." meldet aus Johannesburg: Die Verhandlungen, welche Sir Alfred Milner seit längerer Zett mit dem Generalgouverneur von Portugiesisch Ostafrika betreffs Ueberführung schwarzer Arbeiter nach Witwatersrand gepflogen hat, sind nun zu Ende gediehen, und die Randgruben haben bereits begonnen, Eingeborene von der Ostküste anzuwerben.
Eine heitere Episode.aus dein Anfänge des Buren- krieges- erzählt ein deutscher Burenoffizier. Während Oberst Schiel vor dem verhängnisvollen Gefechte von Elandslaagte mit einigen seiner Leute auf einem Ausklärungsritt abwesend war, gelang es einer starken Abteilung des deutschen Kommandos, den nur schwach besetzten Be nhof Elandslaagte zu nehmen. Im Bahnhof befand sich zurzeit ein mit Spirituosen aller Art beladener englischer Zug. Die stets trink-
lusttgen Deutschen machten sich sofort mit Eifer darüber her, und da kein Führer ihnen Einhalt gebot, sprachen sie dem schönen Whisky und Brandy so zu, daß sie bald in seligen Schlaf verfielen. Inzwischen hatten einige der englischen Begleitmannschaften des Zuges, denen es gelungen war, zu fliehen, eine Abteilung der in der Nähe liegenden Gordon- Highlanders von dem Ueberfall benachrichtigt, die nun schleunigst den Bahnhof besetzten und die schlafenden Deutschen gefangen nahmen. Wenn der Deutsche aber nicht ungerührt bei einer Flasche Whisky vorübergehen kann, der Schotte kann es erst recht nicht, und so verfielen die braven High- landers bald demselben Schicksal und schliefen, schwer betrunken, den Schlaf des Gerechten. Inzwischen waren aber die Deutschen wieder munter geworden und nahmen nun ihrerseits die schlummernden Highlanders gefangen.
Deutsches Mich.
Berlin, 13. Nov- Kaiser Wilhelm hat , dem König Eduard von England als Geburtstagsgeschenk ein silbernes Tafelservice übersandt.
— Wie das „Berl. Tagebl." von unterrichteter Seite erfährt, ist die Ernennung des Monsignore Tawnassi zum päpstlichen Nuntius in München nunmehr vollzogen worden.
— Zu den diesjährigen Herbftkontrollver-^ sammlungen in Elbing wurde den Unteroffizieren in Gegenwart der Offiziere in besonderer Versammlung ein Erlaß des Kriegsministeriums vorgelesen, der genaue Instruktionen enthält, wie betrunkene Soldaten von ihren Vorgesetzten zu behandeln seien.
— Das 45. Infanterie-Regiment in Lyck (Ostpreußen) wird zum nächsten Januar mit dem 147. Infanterie-Regiment in Insterburg die Garnison tauschen.
— Zur Frage der Berliner Handelskammer melden die Abendblätter, daß der Handelsminister dem von der Generalversammlung der Korporation der Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft gefaßten Beschluß, wonach die Börse jederzett ein Drittel der Mitglieder der Kammer zu wühlen hat, nicht zustimmt.
Potsdam, 13. Nov- Zur Feier des lOOjäfirigen Geburtstages der Königin Elisabeth (Gemahlin König Friedrich Wilhelms IV.) wurde heute abend in der Friedenskirche ein lithurgischer Gottesdienst ab geh alten, den Superintendent Wendland leitete. Anwesend waren der Kaiser und die Kaiserin.
Schwerin, 13. Nov. Auf dem heute in Sternberg eröffneten Landtag beantragte die Regierrmg eine Erhöhung der Landessteuer auf 1 drei Zehntel des gewöhnlichen Satzes.
Pritzwalk, 13. Nov. Bei der heutigen Landtagsersatzwahl wurde Rittergutspächter Stübbendorff-Zapal (frei- konservativ) mit 323 Stimmen gewählt. Der Gegenkandidat, Bauer August Voß-Schmolde, (unbesttmmt konservativ) erhielt 24 Stimmen.
Stuttgart, 13. Nov. Der „Staatsanzerger" veröffentlicht den Wortlaut der Niederschrift über die Besprechung, die am 1. und 2. November 1899 zwischen dem Ministerpräsidenten v. Mittnacht und dem Staatssekretär v. Podbielski über die Einheitsm arte stattsand. Die Niederschrift lautet: 1. Der Frage besonderer Hoheitszeichen auf den Postwertzeichen legt die württembergische Pos- Verwaltung eine maßgebende Bedeutung nicht bei, wie ja schon jetzt ihr Wertzeichen eigentliche Hoheitszeichen nicht; aufwersc. 2. Die Einführung einheitlicher deutscher Post< Wertzeichen erachtet Die württembergische Postverwaltung im wirtschaftlichen Interesse und dem Ausland gegenüber als erwünscht. 3. Voraussetzung für eine- solche Einrichtung wäre die Erhaltung der reichsverfassungsmäßigen Selbstständigkeit der württembergischen Postverwaltung vor allem in finanzieller Beziehung. 4. Erwünscht wäre in dieser Beziehung die Mitteilung ins einzelne gehender Darlegungen der Refchspoftverwaltung mit dem erforderlichen Material, auf Grund deren ein bestimmtes Abkommen getroffen werden könne. 5. Nach der möglichst zu beschleunigenden Prüfung der Frage behält sich- das Ministerium vor, den Gegenstand dein Staatsministerium vorzulegen, sowie dem demnächst zusammentretenden württembergischen Landtag Gelegenheit zu geben, sich zur Sache zu äußern.
München, 13. Nov. Der unglückliche König von Bayern sondert sich jetzt ganz ab, während er früher zeitweise mit seinen Kavalieren speiste; er wird täglich düsterer und menschenscheuer. Der König liebt es, sich sein Essen verstohlen zu holen. Geistige Getränke, nach denen er verlangt, erhält er nur in beschränktem Maße und verdünnt. In früheren Jahren ließ er sich manchmal durch einen* Lakai einen Maßkrug mit Bier gefüllt bringen, auch Rettiche verzehrte er mit Vorliebe; jetzt tßt er nur noch heimlich und wenn er sich unbeobachtet glaubt. Zigaretten rauchte der König früher leidenschaftlich gern, nun ist dies etwas eingeschränkt. Sein Schlas ist unruhig, dauert aber trotz des häufigen Aufenthalts im Fürstenrieder Parke (der seit einigen Jahren mit einer zweiten Mauer umgeben worden) nichk lange.
— Ter Finanzausschuß der Abgeordnetenkammer hak heute die Beratung des Justizetats ausgesetzt. Damit ist auch die Entscheidung über den Antrag verschoben, wonach in die I n st i z v e r w a l t u n g I s r a e l i t e n nur in einer Zahl einzustelken seien, die dem Verhältnis der Israeliten zur Gesamtbevölkerung des Landes entspreche. _______
AnslMil.
Brüssel, 13. Nov. Gestern abend fand im Ruben- Saale ein Niesenmeetiny zu Gunsten der Mschassung des mehrstimmigen und Einfiihrung des gleichen Wahl-


