Ausgabe 
15.10.1901 Zweites Blatt
 
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heute vormittag Zug stieß so sieben Personen

Vermischtes.

* Paris, 13. Okt. Ein aus Köln -auf dem hiesigen Nordbahnhof eintreffender Heftig auf den Prellbock auf, daß dadurch

Schiffsnachrtchten.

Norddeutscher Lloyd.

In Gießen vertreten durch Earl Loos, Kirchenplatz.

Bremen, 10. Oktober. (Per transatlantischen Telegraph.) Der SchuellpostdampscrLahn", Kapt. R. Meyer, vom Norddeut­schen Lloyd in Bremen, tft heute 5 Uhr morgens wohlbehalten in New-Pock angekommen.

Neueste Meldungen.

Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.

Attenstein, 14. Okt. Ein Großfeuer im Dorfe Landau äscherte 13 Wohnhäuser und 4 Wirtschaftsgebäude ein, 17 Familien haben ihre Habe verloren und sind obdachlos. Zwei Kinder sind vermutlich verbrannt.

Stuttgart, 14. Okt. Der bekannte Verlagsbuchhändlcr Kommerzienrat Engel Horn stürzte gestern vom Rade. Er wurde bewußtlos nach Hause gebracht. Sein Befinden ist heute zufriedenstellend. Sein 9lame und seine Wohnung konnten nur durch die Nummer des Rades festgestellt werden.

Paris, 14. Okt. Bei dem Referendum der Bergarbeiter in Pas de Calais wurden 9331 Stimmen für und 5832 gegen den Eesamtausstand abgegeben.

Paris, 14. Okt. Der Bergarbeiterausstand ist für den November feststehend. Das Militär hat scharfe Instruktionen er­halten.

Marseille, 14. Okt. lieber die Fahrt des Luft­ballons, in dessen Korb sich Graf de la Vaul, Casttllon de St. Victor, Ingenieur Hervier und Schiffsleutnant Tw- rissier befinden, liegt folgenden Meldung vor: Der Dampfer, der ihn 80 Meilen in Nord traf, berichtet, daß der Korb 2025 Meter über dem Wasserspiegel sich befindet. Der KreuzerDu Chayla" folgt ihm unmittelbar. Eine vom Ballon 5 Uhr nachmittags abgelassene Brieftaube brachte die Nachricht, daß der Ballon bei N.N.W- ziemlich schnell in der Richtung auf die Balearen treibe.

Rom, 14. Okt. Die Meldungen von einer Reise des Kouigspaares nach Petersburg find unwahrscheinlich, da die Königin im Frühjahr ein freudiges Ereignis erwartet.

Duveyrier (Südalgier), 14. Okt. Es wird berichtet, daß eine marokkanische Räuberbande auf französisches Gebiet ein- gedrungen sei. Ein Kameelhirte sei getötet und mehrere Kameele geraubt worden.

Dundee, 13. Oktbr. Infolge heftiger Regenfälle ist die Verbindung zwischen deu Truppenabteilungen im Felde zeitweilig unterbrochen. Die Burenfireitmacht hat sich geteilt, um in kleineren Abteilungen zu entkommen. Die Kolonne Alleubys nahm 8 Manu gefangen, unter ihnen den Schwager des Kom­mandanten Grobelaar.

Dundee, 13. Okt. Aus deu Bewegungen des Wagenparks, der sich einige Zeit im Distrikt von Dundee aufhielt, glaubt man Bothas Absicht verstehen zu können, vor dem Verlaßen des Pongolawaldes die Brücke zu ergänzen. Haus Botha zog 50 Manu bei Standerton zusammen und forderte die Leute auf, zu Louis Botha zu stoßen, der des schlechten Zustandes seiner Pferde wegen nicht imstande sei, fortzukommen. Der Rest von Bothas ursprünglichen Truppe befindet sich zwischen Vryheid und der Zulugrenze uud ist in kleine Trupps zersplittert.

Berlin, 13. Okt. Der gestrige Geburtstag des Pro­fessors Virchow wurde im engsten Familienkreise be­gangen. Am Nachmittag fand Familiendiner statt, an dem u. a. Professor Waldeger, Minister Baccelli, Lord Lister und Stadtverordnetenvorsteher Langerhuns teilnahmen. Langerhans überreichte als Angebinde des 3. Reichstags­wahlkreises eine silberne Fruchtschple. Am Abend hatten sämtliche Bewohner der Schellingsttaße, wo Virchow wohnt, illuminiert. Von 8 Uhr an liefen herrliche Blumen-Ar- rangements und Telegramme aus aller Herren Länder, von ärztlichen Korporationen, ehemaligen Schülern und Freunden wohl tausend Depeschen ein.

Berlin, 14. Okt. Nach einer Mitteilung des Ge­neralmajors Frhrn., v. Geht ist die für den 17. Oktober anberaumt gewesene Feier der Offiziere und höheren Beamten des China-Expeditionskorps mit Ge­nehmigung des Generalfeldmarschall Grafen von Walder- fee bis auf weiteres verschoben worden. Der Polizei­präsident fordert alle inländischen Behörden dringend auf, auf einen italienischen Anarchisten zu fahnden, der den vermutlich falschen Namen Napoli führt und vor einigen Tagen in Deutschland eingetvoffen ist. Sein Er­scheinen soll einen verbrecherischen Zweck haben.

Cuxhaven, 14. Okt. Eine öffentliche Bürger-Ver­sammlung nahm einstimmig eine Resolution an für Fort­führung der Handels-Vertragspolitik und gegen jede. Kr- höhungi der LehenHrwittelzbU^

»geschiedenen statt. Er diente früher Lei dem Feld-Artillerie- Regiment Nr. 15 in Straßburg und machte den ganzen Chinafeldzug mit. Auf der Heimfahrt wurde er am 19. Sep­tember vom Typhus befallen.

-r- Darmstadt, 12. Okt. Staatsminister R o th e empfing heute im Beisein des Ministerialrats Braun die Herren Geh. Reg.-Rat Haas-Darmstadt, Präsident des Hessischen Land- rvirtschaftsrats, Oekonomierat Sch lenke-Gießen, Präsident Les landwirtschaftlichen Provinzialvereins für Oberhessen, Guts­besitzer Walter-Lengfeld i. O., Vizepräsident des landwirt­schaftlichen Provinzialvereins für Starkenburg, Bürgermeister Kähler- Langsdorf, Vorsitzender des Hessischen Bauernbundes, fPfarrcr Mauer-Fehlheim, 2. Vorsitzender des Hessischen Bauernvereins, Gutsbesitzer Fritsch-Dilshofen, Vorsitzender des Bundes der Landwirte für Starkenburg, Gutsbesitzer Grosch-Wörrstadt, Provinzialvorsitzender des Bundes der .Landwirte für Rheinhessen. Der Provinzialvorsitzende des Bundes der Landwirte für Oberhessen, Graf Oriola -Büdes­heim, war durch einen Niederweiseler Bericht verhindert, an der Audienz teilzunehmen. Der Minister nahm aus den Händen dieser Deputation die von der großen Landesversamm- iung der Hessischen Landwirte am 15. September in Sachen ,des Zolltarifgesetzentwurfes und des Zolltarifentwurfes gefaßte Resolution mit dem inzwischen gedruckten stenograph­ischen Bericht über die Verhandlungen entgegen und sagte nach ergänzenden und erläuternden Ausführungen der Herren iGeh. Reg.-Rat Haas, Präsident Schlenke und Bürgermeister iKöhler eingehende Prüfung der Anträge und insbeson­dere ihrer Begründung seitens der Regierung zu. Eine be- jstimmte Zusicherung hinsichllich der Stellungnahme der Großh. Regierung zu den Forderungen der vereinigten hes- stschen Landwirte erteilte der Minister nicht und betonte nur !die Notwendigkeit des Abschlusses von neuen Handelsverträgen, durch die auch die Rücksichtnahme puf die Landwirtschaft ihre Bezeugung finden müsse.

F. Wißmar, 13. Okt- Von einem bedauerlichen Un- iAücksfall wurde hier eine Familie betroffen. Die junge Ehefrau des Hüttenarbeiters Scheier wollte am Samstag abend den Herd heizen. Ob die Frau nun die Unvorsichtig­keit beging, Petroleum ins Feuer zu gießen, oder ob ,'sonst ein Zufall mitwirkte, ist noch nicht aufgeklärt, die ^Kleider standen plötzlich in Flammen. Die Unglückliche ver­buchte das Feuer durch Uebergießen von Wasser zu löschen ,und lief, als ihr dies nicht gelang, in den. Holzstall., iEin Nachbar bemerkte dort das Feuer und allarmierte in sder Annahme, daß der Holzstchll brenne, die Gemeinde., Es gelang ihm zwar, das Feuer zu ersticken, doch hat die 'Frau so schwere Brandwunden davongetragen, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt wird.

Theater, Kunst und Wissenschaft.

Eine eigenartige Nachbildung eines hervorragenden alten Kunstwerkes im Dom zu Hildesheim ist, wie uns von dort geschrieben wird, ins Weck gesetzt worden. Eine dortige Tapetenfabrik hat das Muster des berühmten Bern-, ward-Gewandes als Vorlage für Zimmertapeten ver­wendet. Das Muster ist entnommen der Casula Sanoti Bernwardi, dem Meßgewand, mit dem Bischof Bernward von 10221194 imj Grab gelegen hat. Das Musterbild zeigt einen Lebensbaum, zu befjen Seiten zwei Vögel stehen, den Früchten des Baumes zu- Sewandt. Die Zeichnung zeigt orientalische Motive in organischer ingestaltung und weist hier auf eine abendländische Kunstweberei des früheren Mittelalters in einem Lande, das in regen Beziehungen zum Orient gestanden hat.

Friedrich Roeber f. Aus Düsseldorf wird der Tod des Dichters Friedrich Roeber gemeldet. Am 19. Juni 1819 in Elber­feld geboren, lernte und wickle der Verstorbene als Kaufmann unb war seit 1872 Teilhaber bes Bankhauses v. b. Heybt, Kersten u. Söhne in Elberfeld. Von Jugend aus der Kunst zugethap, schloß sich Roeber der kleinen Gruppe der Wupperthaler Poeten an, unter der er sich burch seine kräftig charakteristischenDramatischen Wecke", ver- schiebene Tragöbien, Schauspiele re. eine hervorragenbe Stellung gewann. Seine beibeit Söhne Ernst und Fritz machten sich als Historienmaler bekannt. .

lleicht verletzt wurden. Die Verletzten sind sämtlich Fran­zosen.

Im Luftschiff über das Mittelländische Meer. Graf de la Vaux ist am Samstag abend kurz nach 11 Uhr mit seinem Luftschiff in Toulon aufgestiegen, um nach Algier zu gelangen. Ein von Algier kommeneer Dampfer hat 50 Meilen von Marseille den Ballon des Grafen de la Vaulx »getroffen, welcher sich in der Richtung auf Algerien zu be­wegte. Alles stehe gut.

* In Buffalo wird ein schwunghafter Handel mit Knöpfen unb Tuchfetzen des Anzugs getrieben, ben der Neger Parker trug, als er ben Präsrdentenmörder Czolgosz packte; auch die Spähne des Stuhls, auf ioeld^m Czolgosz bei seiner Prozessierun g saß, werden, wie amerikanische Blätter berichten, an ben Meistbietenden verkauft. Parker und einige Händler mit alten Kleidern' sowie ein Gerichtsbeamter und ein in der Nähe des Gerichts wohnender Tischler sind auf dem Wege, reiche Leute zu werden. Bis jetzt sind nämlich schpn so viel Knöpfe ver­kauft worden, daß ein großes Herrenkleidergeschüft für fünfzig Jahre daran genug hätte, und aus den bisher verschachertenSpähnen" hätte man mit Leichtigkeit eine ganze Wohnungsausstattung Herstellen können. Nichts ist profitabler, als auf die Dummheit und Leichtgläubigkeit her bieben Mitmenschen zu spekulieren!

Grrichtssaal.

Leipzig, 12. Okt. Tie Strafkammer verurteilte den 52 Jahre alten früheren Geschäftsführer T h o n ä l e n vom Börse nver- e i n der deutschen Buchhändler, welcher in der Zeit von 1894 bis 1899 ca. 20 000 Mk. zum Nachteil des Börsenvereins unter­schlagen hat, sowie wegen schwerer Urkundenfälschung zu 2 Jahren 8 Monaten Gefängnis und 5 Jahren Ehrverlust. Ein Monat Untersuchungshaft wurde ihm angerechnet.

8. Darmstadt, 12. Okt. Der vom Schwurgericht am ver­gangenen Donnerstag zu 6 Monaten Gefängnis wegen Not- zuchtsversuä; verurteilte Metzgermeister K r ö ck e r von Offenbach hat diese verhältnismäßig hacke Strafe nur einer durch seinen Ver­teidiger in Uebereilung gestellten Frage, die die Geschworenen be­jahten, zu verdanken. Diese haben nun in Berücksichtigung der Sachlage ein Gnadengesuch vorbereitet.

ko. Frankfurt a. M., 14. Oktober?(Telegr. Orig.-Bericht des Gieß. Anz."). AnUliche Slotierungen der heutigen Viehmarkt­preise. Zum Verkaufe standen 419 Ochsen, darunter 141 aus Oesterreich, 58 Bullen, dartmter 6 aus Oesterreich, 967 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 348 Kälber, 532 Schafe und Hämmel, 1294 Schweine, 1 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaslännner. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 7173 Mk'. 2. Qual. 6567 Mk., 3. Qual. 5861 Mk.; Bullen 1. Qual. 54 bis 56 Mk., 2. Qual. 5053 Mk.; Kühe 1. Qual. 6062 All., 2. Qual. 5759 Mk., 3. Qual. 4345 Mk, 4. Qual. 3234 Mk., 5. Qual. 3032 Mk. Kälbet: 1. Qualität7779 Pfg., Lebendgewicht 4648 Pf., 2. Qual. 6870 Pfg., Lebendgewicht 4042 Pfg., 3. Qual. Lebend­gewicht 0000 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgewicht 5860 Pfg., 2. Qual. 4850 Pfg., 3. Qual. 0000 Pfg.; Schweine 1. Qual. 68 Pfg., Lebendgeivicht 54 Pfa., 2. Qual. 67 Pfg., Lebendgewicht 53 Pfg., 3. Qual. 00 bis 00 Pfg., Lebendgewchit 0000 Pfg. Ge­schäft bei Hornvieh und Kleiiwieh gut. Markt geräumt, lieber- stand unbedeutend. '

Breslau, 13. Okt. Nach Mitteilung des Aufsichtsrats der R h e d e r e i v e r e i n i g t e r S ch i f f e r " hat sich bei der Be- jpreckumg des Aussichtsrats mit einigen Gläubigern herausgestellt, daß die Zustimmung sämtlicher Gläubiger zu den Vorschlägen des Aufsichtsrats nicht zu erlangen ist.

Wien, 13. Ort. Nach Meldungen aus P r z e m i s l ist die dortige große Firma Rauch u. Ziffer mit bedeutenden Passiven insolvent. Die beiden Inhaber wurden verhaftet.

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Märkte.

Grüuberg, 12. Oktober. Frachtmarkt. (Durchschnitts­preis pro 100 Kilo.) Weizen 16.30 bis 16.60 Mk., Korn 13.64 bis 14.00 Mk., Gerste 12.00 bis 13.00 Mk., Hafer 13.34 bis 14,00 Mk., Erbsen 16.00 bis 00.00 Mk.. Linsen 00.00 Mk., Lein 00.00 Mk., Wicken 00.00 Mk., Samen 00.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk.

Märkte.

ko. Frankfurt a. M., 14. Oktbr. (Orig.-Telegr. desGießen. 'Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarklpreise. Wetzen All. 16.0016.25, Kurhessischer Mk. 17.00-00.00, La Plata Mk. 16.7517.00, Kansas Mk. 00.0000.00, Roggen (hiesiger) Mk. 13.7500.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 16.2500.00, Kleie Mk. 00.0000.00, Hafer Mk. 14.0000.00, Mais Mk. 12.50 bis Mk. 00.00, Weizenmehl 0 Mk. 24.5000.00, 2. Qualität Mk. 22.50 bis M. 00.00 , 3. Qualität Mk. 20.5000.00, Roggenmehl 0 Mk. 21.7522,50,1. Qualität Mk. 20.5021.00, Weizenkleie Mk. 9.00 bis Mk. 00.00, Roggenkleie Mk. 10.000.00, Maiskeime Mk. 9.50 bis Mk. 10.00, Frankewü^l-er Rieb Mk. 00,0000,00. Alles per 100 Kg. ab hier.

London, 14. Okt. Ein Telegramm aus portugteskstytzr> Quelle berichtet, daß die Buren auf der Eisenbahnlinie von Lourenzv Marques sechs Eisenbahnzüge zerstqrch haben.

London, 14. Okt. General Baden-PoweN wurde gestern von König Eduard empfangen. Der König ernannte ihn zuin Kommandeur des Bathordens und verlich ihm die Kricgsmedaille.

London, 13. Okt. ReuterI Bureau meldet miS Dun­dee vom 11. ds.: Botha machte, da er nach Norden zu auf eine britische Streitmacht Meß, etwa 20 Meilen südwestlich von Pietretief in der Nahe von Lüneberg Halt.. Botha ist nunmehr gezwungen, entweder sich dupch die britischen Truppen nach Norden durchzuschlagen und de», Baviaau-Fluß wieder zu überschreiten, oder in Swazi-i land einzumarschieren. Letzteres ist lvegen der feindseli-^ gen Stimmung der Eingeborenen gefährlich. Tie Australier, erbeuteten gestern 7 Wagen Bothas und verbrannten die­selben. General .Hamilton berichtet: Ein Wagenzug unter, starker Pedcckung bewegt sich ostwärts. Im ganzen Lande fiel Regen.

Antwerpen, 14. Okt. Das hiolländische Dock» arbeiter-Koniitee ersuchte sämtliche Dvckarbe.ter rm Auslande vom 1. Januar ab die Ladung und Löschungj englischer S>chiffe einzustellen, und England auf diese Weise zu boykottieren. Diese Maßregel soll solcurge angewandt werden, bis der südafrikanische Krieg beendet ist.

Wien, 14. Okt. Wie verlautet, wird die Hochzeit der Erzherzogin Elisabeth Marie mit dem Prinzen Otto Windischgrätz am 13. Januar stattftnden.' "

Manila, 14. Okt. Die amerikanische Militär-Kom­mission verurteilte den Philipino-Major Braganza zum Tode durch den Strang, weil er die Hinrichtung von 103 gefangenen Spaniern angeordnet hatte.

S i m 1 a, 13. Okt. In Afghanistan ist alles ruhig. Um die Ordnung unter den Schiwans zu sichiern, sandte der Ernir Schutzwachen nach Fellalab ad und Asm ar. Es deutet jedoch .nichts auf Unruhen in den dortigen Gegenden hin.

Peking, 13.'Okt. (Reuter.) Die chinesischen Bevoll­mächtigten übergaben heute dem spanischen Gesandten Co- logan, dem Doyen des Diplomatischen Korps, einen Bon über 450 Mill. Tareks für die Entschädigungs­ansprüche.

Darkastad/ 13. Okt. Heute sind hier die üb>r eine Anzahl Kaprebellen verhängten Strafen bekannt ge­geben worden. Unter den Verurteilten befindet sich Leut­nant Schoemann, der zum Kommando Lotters gehörte. Das, Urteil gegen S cho e m a n n, das auf E r s chi eßen lautet, wurde von Kitchener bestätigt.

Telephonischer Kursbericht.

Frankfurt a. M«, 14. Oktober.

81/2% Reicheanleihe . . 100.40

30Io do. ... 89.95 81/,% Konsole . ... .100.45 3°/o do. ..... 90.10 3x/2°/o Hessen .... 98.20 6°/j Italien. Rente . . . 99.60 4/o Grieoh. Monopol-Anl, 42.80 3-Vo Portugiesen .... 25.70 8% Mexikaner .... 25.55 4%% Chinesen .... 83.25

Kreditaktien . . . . . 195.10 Diskonto-Kommandit >>. . 169.80 Darmstädter Bank . äa v . 116.20 Dresdener Bank . 118.00

Berliner Handelsges. p. 128.80 Oesterr. Staatabahn .< .V, 134.60 Gotthardbahn . 155.50t

Laurahütte . . . . J. 176.00 Bochum ... . .. . 159.50 Hatpener......152.20

>nz: fest..

Magen über Oefen.

Wie oft hört man davon während der Heizperiode, sei es, daß dieselben genügende Wärme nicht erzielen, sei es, baß bie Regulierung berselben eine ungenügenbe ist, also unnütz Brennmaterial ver-. braucht, ober sei es, daß bie Bebierrung berselben eine zu umständ­liche ist unb stets viel Schmuck, Staub unb Rauch für bie zu herzenden Räume mit sich bringt.

Eine Ofenart, bie burch ihre vorzügliche Konstruktion zu, Klagen nicht Veranlassung giedt unb allen sonstigen Anforderungen! in besonbers hervorragender Weise gerecht wirb, finb die Winter-! scheu Dauerbrandöfen Germanen, von denen seit 7 Jahren über 170 000 Stück verkauft wurden, ein Erfolg, ben kein anderes Ofen­system in Deutschland erreicht hat.

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Gießen, 12. Okt. 1901.

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