«r. 217 Erstes Matt.
151. Jv»hrg«,ng.
Sonntag 15. September 1901
Erscheint täglich mit Ausnahme des
Montags.
Oie Eichener Familien- blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit oem „Hess. Landwirt" und den „Blättern für hessische Volkskunde" viermal wöchentlich beigelegt.
Redaktion, Expedition und Druckerei:
Schul st ratze 7.
Adresse für Depeschen: Anzeiger Gietzeu.
FernsprechanschsuhNr.51.
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger 67
Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen
Annahme von Anzeiger -u der für den folgens en Tag erscheinenden Nr. bis vormittags 10 Uhr. Alle Aineigen-Vermitt- lungsslellen des In-und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen.
Zeilenpreis: lokal 12Pf* auswärts 20 Psg.
Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Universitäts - Druckerei (Pietsch Erben).
Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wittko; für den Anzeigenteil: Hans Beck.
Amtlicher Teil.
Gießen, 13. September 1901.
Betr.: Das Hochbauwesen der Kirchen, Stiftungen und Gemeinden; hier: Ergänzung der Vorschriften für das Verfahren der Verwaltungsbehörden und Lokalvorstände, sowie des Regulativs über die Mitwirkung der Großh. Baubehörden, beide vom 20. November 1875.
Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises, sowie die Borstände der Kirchen, Stiftungen und israelitischen Religionsgemeinden.
Wir bringen hiermit zu Ihrer Kenntnis, daß seitens der Ministerialabteilung für Bauwesen — auch abgesehen von den in § 2 des Regulativs betr. die Mitwirkung der Großh. Baubehörden bei dem Hochbauwesen der Kirchen, Stiftungen und Gemeinden vom 20. November 1875 vorgesehenen Fällen — in wichtigeren Fällen auf Antrag der oberen Verwaltungsbehörden, der Lokalkirchenvorstände oder der oberen Kirchenbehörden eine Begutachtung von Entwürfen stattsinden kann. Bezüglich des hierbei einzuhaltenden Verfahrens ist bestimmt, daß die Lokalkirchenvorstände oder oberen Kirchenbehörden in solchen Fällen ihre Wünsche uns (als der oberen Verwaltungs- 1 behörde) mitzuteilen haben. Auch bleibt es Großh. Ministerium des Innern jederzeit vorbehalten, von Amtswegen eine Begutachtung durch die Bau-Abteilung herbeizuführen.
I. V.: Dr. Wagner.
Sekanntmachung.
Bei der heutigen Ortsschau für Simmenthaler Bieh des Zuchtvereins Sich-Oberhörgern zu Oberhörgeru, die mit ausgezeichnetem weiblichem Vieh beschickt war, wurden folgende Preise im Gesamtbeträge von 435 Mk verteilt; zwei Preise kamen entsprechend den Bestimmungen nicht zur Auszahlung.
I. Bullen.
1) Balthaser Wetz, Holzheim, 2. Preis — 25 Mk.,
2) Daniel Zimmer, Oberhörgern, 3. Preis — 15 Mk.,
3.
7) Heinrich Bender II.. Eberstadt, 3
3
4) Jakob Görlach IV., Eberstadt, 2.
5) Wilhelm Holler, Oberhörgern, 2.
1.
2.
v
n
n
ff
i/
o
n
n
ii ff
ii
n
— 30 = 20 = 20 = 20 == 10 ---- 10 = 10
II. ältere Kühe.
1) Wilhelm Holler, Oberhörgern, 1. Preis — 30 Mk.,
8) Derselbe,
2) Konrad Düringer IIL ■„
3) Philipp Müller IIL, „
6) Wilhelm Düringer I. „
9) Heinr. Konr. Görlach, Oberhörgern, 3. Preis —10 Mk.
III. jüngere Kühe.
1)
2)
3)
4)
Wilhelm Fenchel, Oberhörgern, 1. Preis — 30
Joh. Heinr. Müller, a 2. „ — 20
Moritz Müller, „ 2. , =20
Wilhelm Holler, u 3. „ = 10
Mk., e n n
5) Heinr. Konr. Düringer, „
6) Konr. Jak. Düringer, „
(nicht ausgezahlt), 3. , =10 Mk.,
3* ff =10 ,
7) Hch. Kd. Görlach, Ober-Hörgern Anerkennung und 5 Mk.,
8) Joh. Heinr. Müller, „ , , 5 „
9) Jakob Görlach IV., Eberstadt, , „ 5 ,
10) Heinrich Bender II., „ , r 5 n
IV. Rinder.
1) Joh. Heinr. Müller, Oberhörgern, 1. Preis = 25 Mk.,
2) Wilhelm Fenchel, , 2. , = 15 „
3) Jakob Görlach IV., Eberstadt, 2. „ =15 „
4) Wilh. Müller HI., Oberhörgern, 3. „ =10 „
5) Wilhelm Holler, , 3. ,, = 10 „
(nicht ausgezahlt),
6) Joh. Gg. Seipp,
7) Heinr. Konr. Görlach,
3. Preis = 10 Mk., Anerkennung u. 5 Mk.
8) Jakob Müller II., „ „ „ 5 ,
Ferner erhielt der Bullenhalter der Gemeinde Ober- hörgem für gute Pflege des Stationsbullens und sorgfältige Führung des Sprungsbuches eine Prämie von 20 Mk.
Gießen, 12. September 1901.
Der Direktor des landw. Bezirksvereins.
v. Bechtold.
Kckanntmachung.
Betr.: Die Abhaltung der Viehmärkte.
Der Auftrieb zu dem am Dienstag dem 17. L Mts. stattfindenden Viehmarkte beginnt vormittags um 7 Uhr.
Gießen, den 12. September 1901.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
I. V.: Roth.
Nochmals General v. Spitz unb die deutschen ßriegervereine
Unter dieser Ueberschrift erhalten wir von dem Borstand des Kyfshäuserbundes der deutschen Landes-Krieger- verbände mit der Bitte um Veröffentlichung eine Zuschrift, die wir im folgenden wiedergeben: Ta wir seinerzeit uns mit bem Protest der Vorstände von 10 Bremer Kriegervereinen, gerichtet gegen eine das Verhalten der Presse anläßlich des Bremer Zwischenfalls behandelnde Rede des Generals von Spitz beschäftigten, haben wir die Pflicht, auch zu melden, daß der zweite Vertretertag des „Kyff- Häuser-Vnndes", also die Gesamtvertretung von über zwei Millionen ehemaliger Soldaten, nunmehr zu dieser Affaire Stellung genommen hat. Ta General von Spitz bei der Beisetzung des verewigten Prinzen Hermann von Sachsen- Weimar leider erkrankt ist und verhindert war, an den Verhandlungen teilzunehmen, so wurde in der unter Leitung des K. Bahr. Generalleutnants Ritter v. Waagen auf dem Kyffhäuser abgehaltenen Sitzung, die von den Delegierten aller deutschen Kriegerlandesverbände besucht war, durch den Vertreter des Preußischen Landesverbandes die Angelegenheit der Versammlung unterbreitet. Ter Vertreter des Württemb er gischen Kriegerbundes brachte darauf eine „Resolution" zur Vorlage, die nach einer Diskussion, in der die Vertreter Bayerns, Sachsens, Braunschweigs, Badens, Hessens, Mecklenburgs, Hamburgs usw. das Wort ergriffen, einstimmig angenommen wurde. Der Wortlaut dieser Resolution folgt am Schluß. Hervorzuheben ist nur noch, daß aus allen Aeußerungen das Einverslänonis der berufenen Vertreter des deutschen Kriegervereinswesens mit den angegriffenen Reden ihres Vorsitzenden, das vollste Vertrauen zu dessen Einsicht, Takt
und Erfahrung, die rückhaltlose Verurteilung der Hand- lungsweise und Aeußerungen der Bremer Vereine hervorging. Der Wortlaut der Resolution ist folgender:
„Der 2. Vertretertag des MMäuser - Bundes der Deutschen Landes-Kriegerverbände hat Kenntnis genommen von den Aeußerungen des Vorsitzenden des Kyfshäuser- Bundes, Se. Exzellenz des Generals der Infanterie z. D. von Spitz zu Osnabrück und Düsseldorf über den beklagenswerten Angriff auf das Leben Seiner Majestät des Kaisers in Bremen und über das Verhalten eines Teils der Presse zu diesem Ereignis. Zugleich ist dem Vertretertag über die mit Bezugnahme auf jene Aeußerungen von den Vorständen von zehn militärischen Vereinen ber Stadt Bremen im Juli d. I. in der Presse veröffentlichte Resolution und über die hierüber mit dem Vorstand des Bremischen Landeskriegerverbandes gepflogenen Verhandlungen Mitteilung gemacht worden. Nach Prüfung des gesamten Sachverhalts ist der Vertreter einmütig zu der Ueberzeugung gelangt, daß die erwähnte Erklärung, zu der die Bremischen Vereinsvorstände sich hinreißen ließen, eine sachlich in feiner Weise gerechtfertigte, nach. Form und Inhalt gänzlich unangemessene Kritik enthält und daß ganz besonders die Veröffentlichung dieser Erklärung durch die Presse mit dem kameradschaftlichen Geist, auf welchen das deutsche Kriegervereinswesen beruht, durchaus unvereinbar ist, und dieses letztere schwer geschädigt hat.
Der Vertretertag des Kyffhäufer-Burides fühlt sich gedrungen, wegen des so wenig kameradschaftlichen, höchst bedauerlichen Verhaltens der Bremischen Vereinsvorstände seiner entschiedenen Mißbilligung hierourch umsomehr Ausdruck zu geben, als der Vorstand des Bremischen Landes- Kriegerverbandes sich bis jetzt nicht veranlaßt gesehen hat, gegen die betreffenden Vereinsvorstände einzuschreiten. Zugleich spricht der Vertretertag die Erwartung aus, daß die Bremer Vereinsvorstände wegen ihres unangemessenen Verhaltens sich demnächst in befriedigender Weise entschuldigen. Sollten dieselben sich weigern, die nach Lage oer Umstände unerläßliche Genugthuung zu geben, so müßten die im Kyffhäuser-Bunde vereinten Deutschen Landeskriegerverbände bis auf Weiteres jeden kamerad- schaftlichen Verkehr mit ihnen ablehnen."
Kolonialpost.
Nachdem am 19. Mai v. I. das Abkommen über den Schutz der wilden Tiere in Afrika durch die Vertragsmächte in London unterzeichnet worden war, erließen zuerst Deutschland und England Verordnungen, welche die Durchführung dieses Abkommens für ihre vstafrikanischen Besitzungen verfügten. Nunmehr ist der K o n g □ ft a a t nachgefolgt; der König Leopold hat eine Verfügung erlassen, welche in eingehender Weise an- giebt, welche Tiere überhaupt nicht gejagt und getötet werden dürfen und von welchen wilden Tieren die jungen geschont werden sollen. Verboten wird darin die Ausfuhr, der Handel und selbst der Besitz von Elefantenzähnen, die weniger als zwei Kilogramm wiegen. Diese sollen in jedem Falle konfisziert werden. Das Becken des Aruwimi, die Landstriche zwischen dem 8. Grad südl. Br., dem 28. Grad östl. Länge und der Ostgrenze des Kongostaates, und die Gebiete südlich von 10 Grad 30' südl. Breite sollen ein vorbehaltenes Jagdgebiet bilden, in welchem fein in wildem Zustande lebendes Tier oder Vogel gejagt oder getötet werden darf. Vom 15. Df tob er bis zum 15. Mai ist überhaupt in jedem Jahre die Jagd verboten. Bei Er-
Jeuilleton.
(Nachdruck verboten.)
Maudereien aus der Kaiserstadt. Prinz Tschun und die Berliner. — Hundc-Ansstellnug in Friedenau. — Ein teurer Braten. — Kein Mopperl. — Asyl-Abenteuer eines Stadtverordnete».
Gott sei Dank, daß er fort ist, der kleine Tschun! Zwar wird nun Danzig anfangen zu „brennen", wie's in dem alten Kinderreim zum AbMsten heißt; aber ganz so plump neugierig und unvornehm werden die stolzer: Hansa- prüder oben an der Ostsee kaum fein, wie es ber auf feinen Ruf als Meltstädter so fräftig eingebildete Berliner gewesen ist. Denn überall, wo sich die in leuchtendem Gelb ausgeschlagene Equipage sehen ließ, stauten sich in wenigen Sekunden die Gaffer und bildeten richtige Mauern. Bei Wertheim, wo der junge Herr Ja Pan-Sachen kaufte, die er daheim eigentlich näher haben konnte, mußten schnell requirierte Schutzleute sogar Spalier bilden und die Eingänge zeitweise geschlossen werden, so mächtig war der plötzliche Andrang. Viel fehlte wahrlich nicht — und aus der bitteren Sühne wurde ein süßer Triumph. Die Berliner Langzöpse, durchtränkt von der Wichtigkeit heimischen Zeremoniells, verhehlen auch ihre Freude über die leichte Abwicklung der ganzen Mission keineswegs, und die vor Wochen noch gedrückt und beklommen waren, tragen heute das Haupt hoch. In China würde es einem Sühneprinzen des Westens wahrscheinlich anders gehn: ein populäres Schaustück, dem man zuwinkt und zulächelt, dürfte er keinesfalls werden. Und dabei giebt es so unendlich viel anderes zu sehn in dem rastlosen Spreebabel; jeder Tag bringt etwas Neues. So hatten sich am Samstag und Sonntag im Friedenauer Sportpark die treuesten Freunde des Menschen, die Hunde, vom größten Bernhardiner herab bis zum kleinsten Seidenpinscher ein Rendevouz gegeben. Es war internationale Hunde-Ausstellung und regnete nur so Preise. An manchem Stande hafteten die Prämiierungskarren zu halben Dutzenden, höchste lobende Änerkennunaqn
gar nicht gerechnet. "Ein Hundert ohne Auszeichnung war eine ziemliche Seltenheit. Es war ein richtiges kleines Wien für den braven Köter, wo bekanntlich jedermann Baron ist! Amüsant in dieser etwas lauten Ausstellung, wo verschiedene „Karo's" und „Feldmarins" ausdauernd nach ihren fernen Herren bellten, war die Abteilung für Schoßhündchen, wo sich die gefühlvollen Herrinnen, die ähre Lieblinge gern prämiert sehn wollten, aber sich doch nicht von ihnen zu trennen vermocht hätten, zum Teil mit ausgestellt hatten. Plaudernd und kosend, den süßen kleinen „Kerl" wohl auch sanft frisierend, saßen sie vor den mit Gretonne oder Satin drapierten und mit schwellenden Kissen versehenen Abteilen, jeder ulkigen Bemerkung von boshaften Männerlippen resigniert Stand haltend, bei jedem Bewunderungsruf über ihren Abgott dankbar auflächelnd ! Man muß unwillkürlich lächeln über solche Affenliebe — und doch, wenn man ein paar Minuten später die unglaubliche Freude beobachtet, die so ein vierfüßiger Kamerad an den Tag legt, wenn er plötzlich feinen lang vermißten Herrn in der Thür erscheinen sieht, überschleicht es einen wie Rührung über so viel unverfälschte Anhänglichkeit! Nicht ganz so empfindsam waren die Gedanken von ein paar robusten Jünglingen, die den Hundebraten für eine Delikatesse zu halten schienen, und jedes der wertvollen Tiere nach dieser einseitigen Richtung taxierten. Verkaufspreise von 300 bis 1200 Mark, die zum Teil angeschrieben waren, verursachten ihr nachdrücklichstes Kopf- schütteln, und als sie gar vor das blaue Kabinett des schönen „Prinz", eines schottischen Seidenspitzes im Besitz des Grafen Bernstorff in Wilmersdorf, gelangten, den der koulante Eigentümer für die Kleinigkeit von 50 000 Mk. abgeben will, gab es augenscheinlich in ihren derben und dickwandigen Verstandskästen einen heftigen Ruck. „Ein teurer Braten!" sagte endlicy der eine. „Keene fufzig Fennje geb ick davor!" Und voll Verachtung schoben sie weiter. Im Vertrauen gesagt, hatte es bei mir auch ein bischer! geruckt, als ich die vier Nullen hinter der Fünf sah. Ick zählte deshalb noch einmal sorgfältig, denn man sieht ja manchmal was doppelt, aber die Sache hatte ihre Richtigkeit: Prinz war nicht billiger zu haben. Trotz
dem war keine große Nachfrage nach ihm. Nicht einmal die Hälfte wollte jemand bieten! Dafür konstatierte ich ein paarmal sehnsüchtige Erkundigungen holder Weiblichkeit nach — Möpsen. Aber die Möpse glänzten auf dieser Ausstellung durch Abwesenheit, und enttäuscht hörte ich ein ältliches Tantchen zu ihrer Begleiterin sagen: „Nicht ein einziges Mopperl! Und das nennt sich nun eine Hunde- Ausstellung !" Es ist eben nicht allen Menschen recht zu machen.
Die Verwaltung der Stadt Berlin hat das auch wieder erfahren müssen in diesen kühlen Septembertagen. Es handelt sich dabei um angebliche Ausschreitungen der Beamten in „städ t is ch e n Asyl für Obdachlose" an der Prenzlauer Allee. In dieses Asyl, das allabendich seine Pforten für die Armen und Elenden öffnet, um ihnen ein Bad, ein Abendbrot und ein Nachtlager zu gewähren, hat sich unlängst ein Berliner Stadtverordneter, der sozialdemokratische Buchhändler Hoffmann, mit einem befreundeten Genoffen aufnehmen lassen, um angeblichen llebel)tänben auf die Spur zu kommen. Bei den dort gewiß unerläßlichen Prozeduren der Reinigung nun soll es zu Zwistigkeiten wegen offener Fenster im Baderaum gekommen fein, die schließlich in Schimpfereien und Thätlichkeiten cws- arteten. Zweifellos ist die Aufgabe des auftichtnihrenden Personals in einer solchen Anstalt, wo neben dem Elend auch das Laster in allen Gestalten Einlaß heischt, überaus schwierig, und ein rauhes Wort darf dort nicht allzu charf beurteilt werden. Wenn aber der Bericht Hoffmanns, der von Mißhandlungen und wiederholten Schmähungen spricht, sich nicht als übertrieben erweist, so hat er ein gutes Werk gethan, sich zu opfern, mögen die Motive auch nicht ganz frei von Sucht nach Sensationen im Partei-Interesse gewesen sein. Uebrigens opfert sich von der rührigen Presse der Hauptstadt öfter jemand, um dies und ähnliches auf diesem Wege zu kontrollieren. Und da bis jetzt Enthüllungen, wie sie Hoffmann bringt, noch nicht da waren, braucht man nicht allzu pessimistisch auf diese Einrichtungen zu blicken, die die Barmherzigkeit geschaffen. Jedenfalls wird die sofort eingeleitete Untersuchung Licht in die Sach? bringet* A. R.


