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Wr. 190 Zweites Blatt.
161. Jahrgang.
Donnerstag 15. August 1901
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Sonstige Ausschläge.
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Ausschlag-
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Umlagen auf die doppeltm Grundzahlen und die ganzen Eiokommensteuerbeträge der OrtSetnwohner und Forenfea,
Zuschlag in Prozent«.
Bezeichnung der Art des AuSfchlagS und der ReparttttonSnorm.
Auf die doppelten Grundzahlen und die ganzen Einkommensteuer« betrage der EvaageUfchea-
Auf deSgl- der Katholiken.
ParzellevvermeffungSkoste« auf bti doppelten Grundzahlen der Grundsteuer.
der von Großh. Miuisterium deS Innern für daS EtatSjahr 1901/02 genehmigten Umlage« der KommunalbedÜrfuiffe in der Gtadt Gießen.
ZLekauntmachung,
betreffend: Den Voranschlag der Stadt Gießen für 1901/1902.
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Zuschlag
<n fßr o|enttn bet hoppelten ©Tunbja^ten und be« ganzen Einkommensteuer. betrag«.
Friede in China.
Tie Chinafrage ist jetzt offiziell zum Abschluß gebracht. Der amerikanische Geschäftsträger in Peking, Rock- Hill, drahtete, wie wir bereits gestern nach einem Kabeltelegramm der „Frkf. Ztg." mitteilten, seiner Regierung, daß das Friedensprotokoll unterzeichnet sei. England- Hat also seinen, noch vor wenigen Tagen erhobenen Einspruch gegen die vorgeschlagene Erhöhung der Seezölle zurückgezogen. Tie Gesandten der Mächte in Peking tver- den aufatmen. Sie haben eine Arbeit geleistet, die an Schwierigkeit hinter den militärischen Episoden der Chinas wirren nicht zurückstehl. In der neueren Geschichte hat diese diplomatische Leistung kein Gegenstück. Man könnte allenfalls die langwierigen Friedensverhandlungen zu To- phane nach Beendigung des griechisch--türkischen Krieges zum Vergleich heranziehen. Doch der damalige Partner der Diplomaten, die Hohe Pforte, legte unbestritten Ehrlichkeit an den Tag, während die Verschmitztheit und Verlogenheit der Li-Hung-Tschang und Konsorten schwerlich, überboten werden kann. An schrillen Dissonanzen hat eK im „Konzert" der Mächte in China bekanntlich nicht gefehlt, doch vor allem darf Deutschland auch hier die Anerkennung in Anspruch nehmen, daß es nie Störenfried, sondern; stet^ bestrebt gewesen ist, Streitigkeiten beizulegen und! die Verhandlungen zu fördern. Tie Erinnerung daran roirfr stets mit Genugthuung erfüllen
Volttische Tagesschau.
Aus Berlin, 13. August, wird uns geschrieben:
Graf Waldersee nimmt in Berlin nur kurzen Aufenthalt. Obwohl sein Befinden nichts zu wünschen läßt, dürfte doch nach den mancherlei Strapazen und Aufregungen in China ein zeitweiliges Aufsuchen der Zurückgezogenheit geboten sein. In der Reichshauptstadt ist natürlich der Marschall fast unausgesetzt in Anspruch genommen. So war es auch vor einem Jahr, als Graf Waldersee hier die raschen Vorbereitungen zu seiner China- Mission traf. Bekannt ist, wie damals die erste, und zwar nicht amtliche oder offiziöse Meldung von der auf i)en Grafen gefallenen Wahl zum Oberbefehlshaber der verbündeten Truppen „wie eine Bombe" einfchlug. Ein Berliner Blatt brachte eines Morgens die überraschende Kunde. In dem engbegrenzten Kreise, der um die Ent- endung Waldersees wußte, entstand die verwunderte Frage, auf welche Weise das von allen Seiten sorgfältig gehütete Geheimnis in Erfahrung gebracht worden war? Auf einem einfachen, unvermuteten Wege. Graf Waldersee hat näm-
Kolonne in das jetzt historisch gewordene Hekpovrtthal, wo Clements seine schwere Schlappe erlitt. Gegenüber 9iooit- geda^ wurde ein Lager aufgeschlagen, und bald stellte es frch heraus, daß die Abteilung Barton sich ebenfalls m dem Thal befand, und zwar auf dem halben Wege zwischen Damhoek und dem Kommando Rek, während in der linken Flanke gegenüber dem Olifants Nek Allenby stand. Der Kommando Nek steht durch eine Blockhauskette mit Krügersdorp in Verbindung; sobold die Blockhäuser bei. Rietfontein, Zwartskop und Scurvyberg fertiggestellt wären, meint der Berichterstatter, werde es für die Buren unmöglich sein, sich in diesem Bezirk noch, zu halten. Ein zweiter Bericht der „Times" schildert eine größere Unternehmung im Oranjefreistaate. Diese Unternehmung galt der Säuberung der Gegend von Hoopstad und Boshof bis zum Modderfluß. Oberst Henry ging von seiner Basis bei Hoopstad, während verschiedene bedeutende Vaaldristen durch Kolonnen aus Klerksdorp und Potchefstroom gehalten wurden, um einem Durchbruch der Buren nordwärts zuvorzukommen, gegen Süden vor, als rechter Flügel der Säuberungsbewegung. Teile von Elliots Kolonne, mit Einschluß der Abteilungen De Lisle, Bethune und Broadwood, bildeten, von ihrer Basis bei Kroonstad ausgehend, das Zentrum und die Linke der Bewegung von diorden nach Süden. Pllumer war unterdessen von Bloemfontein nach Station Modder River am Norduser des Flusses entlang unT
Stellung der Buren in dem Bezirke sestzuftellen. Am. Sonntag verließ er die Station Modder Rwer wieder und zog den Weg zurück. Am Montagnrorgen teilte er seine Streitmacht und stieß auf die Buren in den Bergen nördlich von Poplar Grove. Die Buren zogen in nordöstlicher Richtung ab und trafen so auf Henrys Kolonne, welche eine reiche Beute an Wagen, Vorräten und Munition unv einige Gefangene machte, auch etliche flüchtige Familien- aufnahm. Am 9. August traf Henry mit Plumer bei Ronde- fontein, 10 Kilometer nördlich von Poplar Grove zusammen. Der Erfolg des Unternehmens war, wie man sieht, nur mäßig. Die auch von uns gestern erwähnte Mitteilung eines englischen Berichterstatters in Rotterdam von einer Neuerkrankung des Präsidenten Krüger ist dem Brüsseler „Petit Bleu" zufolge falsch. Das Blatt veröffentlicht eine Depesche des Arztes des Präsidenten Krüger, Heymann, aus Hilversum vom 13. August, in der die umlaufenden Gerüchte von einer EkNVittung Krügers für unbegründet erklärt werden. Krüger befinde sich ganz wohl.
Die deutsche Regierung hat, wie die „Nationalztg.^ aus sicherer Quelle erfährt, keinen Antrag der englischen Regierung über die Nichtanerkennung der Buren als kriegführende Partei erhalten, sodaß zu Erörterungen darüber, wie sich Deutschland zu einem solchen Verlangen gestellt habe, keine Veranlassung vorliege.
Telegramm des Gießener Anzeiger-.
London, 14. August Ein von 400 nonconformistischen englischen Geistleichen unterzeichnetes Friedensmanifest dringt darauf, die Gräuel des Krieges in Afrika? durch -schleunigen Friedensschluß zu beendigen.
Die Entwicklung der dentschen Schutzgebiete iu»ird in der von der Regierung dem Reichstag in seiner letzten Tagung übermittelten Denkschrift anschaulich geschildert, und es ist interessant, an der Hand dieser bisher nicht genügend beachteten Darlegungen einen Blick in das Wirtschaftsleben des überseeischen Deutschland zu thun.
65 zeigen sich da die beiden westafrikanischen Besitzungen, Togo und Kamerun, in erfreulichem Aufschwung begriffen. Annähernd zwei Drittel des Wertes der Gesamtausfuhr aus den Kolonien nach Deutschland entfällt au: die Erzeugnisse von Togo und Kamerun. Unter den letzteren steht der Kautschuk obenan, es folgen Palmkerne und Palrn- Oel. Ein Rückgang ist nur bei der Elfenbeinausfuhr zu verzeichnen, was mit dem allmählichen Verschwinden der Elephanten zusammenhängt. Dagegen weist die Gewinnung von Kakao und Ebenholz steigende Ziffern auf. Bemerkenswert ist das Bestreben der Bevölkerung, den Zwischenhandel dadurch auszuschalten, daß sie die Bodenerzeugnisse den Faktoreien direkt zuführt. Früher kauften ausschließlich eingeborene Händler die Waren auf den Jnlandsmärkten auf, um sie dann in Massentransporten der Küste zuzu- kühren. Der Tauschhandel ist nur noch vereinzelt Brauch. Man will fast allenthalten mit Bargeld bezahlt sein und bevorzugt als Scheidemünze das Fünfpfennigstück an Stelle dec Kaurimuschel. Kamerun und Togo sind übrigens die einzigen Kolonien, nach denen Gold- und Silbermünzen zur Ausfuhr gelangen.
Als charakteristisches Merkmal der Entwicklung Deutsch- Eiidwestafrikas zeigt sich die Verrückung des Schwerpunktes der wirtschaftlichen Thätigkeit vom Gebiet des Frachtfuhr- xeschäfts auf das des Farmbetriebes. Man wird darin ein Anzeichen für das Erstarken der produktiven Kräfte und für die Zunahme der seßhaften Elemente erblicken dürfen. Die durch die Rinderpest hervorgerufene allgemeine Steigerung der Preise ist zum Stillstand gekommen, und die Frachtsätze für den Transport nach dem Innern des Landes fmd bereits niedriger geworden, weil der fortschreitende mu und Betrieb der Eisenbahn das Verkehrsmittel des Ochsenfuhrwerks mehr und mehr ersetzt. Als Ausfuhrartikel kommt hier vor allem der Guano in Betracht, auch rohe Straußenfedern gelangen jetzt in größeren Mengen zur Verschiffung. Unter den von Deutschland nach Südwest- airika verladenen Artikeln ist in erster Reihe Pulver, ferner Heis, Cement und Holz zu nennen. Auch Eisenbahnbedarfsartikel weisen hohe Umsatzziffeni auf.
Das letztere trifft auch auf TeutschMstafrika zu. Die Jfcage des Baues einer Eisenbahn von der Küste nach dem Oebiet der großen Seen beschäftigt ja seit geraumer Zeit di: Oeffentlichkeit und wird in der nächsten Reichstags- Vision — Garantievertrag mit dem Bankkonsortium — voraussichtlich gelöst werden. Der Handel dieser Kolonie ist unter den gegenwärtigen Verhältnissen einer erheblichen Ausdehnung nicht fähig; die Erträge aus den Einfuhrzöllen haben im letzten Etat eine Abnahme ergeben. Ter Ausfall wird allerdings reichlich wettgemacht durch die steigenden Einnahmen aus der Hüttensteuer. Ostafrika Liefert dem Mutterlande Kopra, Pälmkerne, Erdmandeln, Saffee und Kautschuk. Die durch Heuschreckenplage und Hungersnot verursachten Schädigungen sind noch immer
Ausschlag.
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Summe der doppelten Grundzahlen und der ganzen Einkommen- steuer- btt rage.
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GietzenerAiizeiger
** General-Anzeiger v
Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen
Adresse für vepefchE, Anzeiger Gieße«.
FernsprechanschlußUS.
vezugrpreir eurtfttiM Sk't. 2.20, monatl. 75 Ptz» mit vrn.grrlohn; durch 2 Abholcstellen DitndjÄel Mk. 1.90, monatl. 65
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Alle #Tnjtln(n Bcnmttlimea. stellen beO und ÜuMtabil nehmen Anzeigen fär bew • lefeener Anzeiger tntftm. geüenprets lokal 11
euSüärt» 10 P<g.
*) «nmerkuug Ststdtoerordnetenoerfammlung soll« an allgemeinen Umlagen In der Stadt Gießen auf die Mark der
doppelten Grundzahlen rc. 100 Prozent Zuschlag erhoben werden.
) Anmerkung: Nach'Beschluß befil eoangeHfcbm @efatmnrd}er1Dorfi«tbe8 foHat an evangelischer Kirchensteuer in btr Stadt Gießen auf die Mark der doppelten Grundzahlen rc. 10 Prozent Zuschlag erhoben werden.
k , 4. vorstehende Ueberficht wird hiermit als richtig bescheinigt und mit dem «nfügeu zur öffentlichen Kenntnis gebracht, Z?» der Umlagen n sechs Zielen, und zwar in den Monaten bezw. für die Monate April, Juni, August,
Oktober und Dezember 1901, sowre Februar 1902 erfolgen soll.
Die Publikation vorstehender Ueberficht ist im Großh. Regierungsblatt Beilage Nr. 15 vom 3. August 1901 erfolgt, von welchem Tage ab auch die vierwöchige Frist zum Borbringen von Reklamationen läuft, welche gegen die Erhebung der Umlagen überhaupt gerichtet find. a u
Gießen, den 13. August 1901.
Großh. Kreisamt Gießen.
v. Be chtold.
nicht überwunden. Auch in dieser Kolonie ist fast durchweg an Stelle des Tauschhandels der Geldverkehr getreten.
In der wirtschaftlichen Entwickelung der Südsee-Schutz- gebiete hat sich eine wesentliche Aenderung nicht vollzogen. Allenfalls ist die Steigerung der Kopra-Ausfuhr Sarnoas erwähnenswert. In der Einfuhr aus Deutschland stehen obenan Eisen-, Blechwaren und Bier. Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß in sämtlichen deutschen Schutzgebieten der Branntweinkonsum zu Gunsten des Bierverbrauches eine Abnahme erfahren hat. Eine Statistik des Handels der Karolinen und Marianen ist bislang nicht veröffentlicht worden, doch darf aus den Berichten der dort stationierten Verwaltungsbeamten auf eine Besserung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage dieser Inseln — deren Erwerbung für T-eutschland dem Reichskanzler bekanntlich den Grafentitel eintrug — geschloffen worden. Bedeutung für den Weltverkehr können die Karolinen und Marianen erst erlangen, wenn die großen Verkehrsstraßen, in deren Schnittpunkt sie liegen: Japan-Australien, San Franzisko Schnittpunkt sie liegen: Japan-Australien, San Franzisko- werden.
Auf die Entwicklung Kiautschous haben die chinesischen Wirren, wie bekannt, ungünstig eingewirkt. Nach Wiederherstellung geordneter Zustände und Eröffnung der Bahnlinie Tsingtau-Kiautschou beginnt das Wirtschaftsleben aufzublühen. Graf Waldersee hat ja erst kürzlich seiner Ueber- zeugung dahin Ausdruck gegeben, daß Kiautschou in der That berufen fei, für Deutschland ba£ zu werden, was man sich beim Abschluß des Pachtvertrages mit China von ihm versprach: „ein Platz an der Sonne".
Engländer nnd Bure«.
Die „Paris uouvelles" veröffentlichen eine Nachricht, die allerdings mit Vorsicht auszunehmen ist. Danach fand in vergangener Woche in den Schneebergen zwischen Buren und englischen Truppen ein Gefecht statt, welches mit einer vollständigen Niederlage der (Higländer endigte. 400 Engländer wurden gefangen genommen und 100 verwundet. Die Zahl der Toten ist unbekannt. Tie Engländer wurden von den Buren in eine Schlucht gelockt, dort von allen Seiten umzingelt und dann besck>ossen. Tie Engländer machten nicht einmal den Versuch, sich> zu verteidigen, sondern hoben einfach die Hände i« die Höhe. Nach demselben Blatt sind 30 000 Kaffem in der Kapkolonie aufständisch. Zu unserer gestrigen telegraphischen Mitteilung, wonach Oberst Kekewich in den Magaliesbergen 40 Buren zu Gefangenen gemacht habe, unter ihnen Wol marans, bringt die „Times" Einzelheiten. Ter Berichterstatter des Blattes marschierte mit der Kolonne Lord Basings von Welverdiend, Krügersdorp rechts liegen lassend, nach Holfontein. Die Kolonne wurde fortwährend von einer Burenpatrouille beobachtet, die über ihre Bewegungen an das Lager in den Magaliesbergen berichtete. Bei 5M- ontein scheuchte sie eine andere Burenpatrouille vom ertig bereiteten Mahle auf. Am folgenden Tage kreuzte ie die Linie des Obersten Kekewich. Dann erreichte sie das chwierige Gelände der zerklüfteten ünd zerrissenen Ma- galiesberge. Nach Ueberschreitung des Passes gelangte die


