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b- Bei der gestrigen Reiche Weise LttweileE Wende! ergrat Prietze (na tl.) 15 7% )52 Stimmen. Es zersplitteM ist somit gewählt.
1. Die Erste Rammet ist ictenkammer bezüglich derZu- iven Feuerbestattung er Referent führte aus, bit„ halte auch heute an ihrem indem sie den hergebrachten igen einer Heinen Zahl auf- <i)aber niebt aufopfern wolle.
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Unterhaus.) Bei Besprech cbeitenGibraltarsbmgt aungsantrag ein, um die W aus zu lenken, daß die Mr- ^inuelluna bestimmter ^bnten Die ernster Gefahr ausgesetzt,
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Verhandlungen zusammen, die mit der Gruppe des Credit Lyonnais bezüglich einer größeren Anleihe auf die Tabaksteuer geführt werden sollen.
New-York, 13. Juni. Der deutsche Kaiser sandle zum Jubiläum der christlichen Jünglings- mvJ ™ c ln Boston folgende telegraphische Begrüßung: Mut Befriedigung sehe ich, daß die deutschen Vereine brüderlich mit den amerikanischen Hand in Hand gehen, i 7 Jjif amerikanische Assoziation für ihr großes Vaterland Bürger heranbilden, welche auf der unerschütterlichen Grundlage stehen, welche Christi Name gewährt.
Aus Stadt und Land.
(Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original Nachrichten ist »ttr unter genauer Quellenangabe: „«test. «»!♦* gestattet.)
•• Personal-Nachrichten. Der Großherzog hat am 12. Juni dem Hauptsteueramts Rendanten bei dem Haupt steueramt Gießen Karl Weiß aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand daS Ritterkreuz 2. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen und dem «mtSgerichtSdiener bei dem Amtsgericht Groß Umstadt Adam Appel daS Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für Langjährige treue Dienste" und denselben in den Ruhestand
** Hessische LaudeSlotterie. In der heute stattgehabten Ziehung fielen 1 Gewinn L 60 000 Mk. auf Nr. 42604 (Darmstadt). — 1 L 20 000 Mk. auf Nr. 8177 (Mainz). — 1 ö 10 000 Mk. auf Nr. 11 004 (Mainz). — 1 ä 5000 Mk. auf Nr. 5106 (Offenbach). — 2 ü 3000 Mk. auf Nr. 2686 (Darmstadt), 23 938 (Mainz). — 3 ä 2000 Mk. auf Nr. 10 237 (Mainz), 24 402 (Gießen), 29 494 (Darmstadt). - 5 i 1000 Mk. auf Nr. 1890 (Mainz), 4667 (Darmstadt), 11 505 (Mainz), 16 584 (Darmstadt), 42 600 (Groß Umstadt). — 10 ä 500 Mk. auf Nr. 5800. 13 866, 19 244, 22 589, 27 774, 28 617, 30 631, 33 098, 36 115, 42 204. — 15 ä 400 Mk. auf Nr. 4077, 6948, 8605, 13 757, 14 162, 18077, 20265, 26371, 27 116, 27 766, 29 246, 32 293, 41 897, 41 943, 42 263. (Ohne Gewähr).
** Postalisches. Fortan sind im Verkehre mit der Postagentur in Pouape (Karolinen) Postanweisungen bis zum Meistbetrage von 800 Mark zugelassen. Tie Taxen lind dieselben wie für Postanlveisungcn innerhalb Deutschlands. In Fes, Alkassar und Meines (Marokko) sind deutsche Postagenturen eingerichtet worden. Tie Bostagenturen in Alkassar und Meknes befassen sich lediglich mit der Annahme und Ausgabe von gewöhnlichen und ,ungeschriebenen Briefsendungen; die Thätigkeit der Postagentur in Fes erstreckt sich außerdem auf den Zeitunas- «nd Postanweisungsdienst sowie auf Nachnahmen bei ein- ,efchriebenen Briefsendungen. Für die neuen Postanstalten gelten dieselben Versendungsbedingungen wie für die Übrigen deutschen Postanstalten in Marokko.
** OperettenEosemble im Stadttheater. Wie bereits erwähnt, gastiert das Wiesbadener Operetten Ensemble in fünf auserlesenen Operetten in unserem „Musentempel". Die uns vorliegenden Referate der Wiesbadener Blätter wiffen nur Lobendes von den Gästen zu berichten. Als erste Operette erscheint der „Z i g e u n e r b aro n" von Joh. Strauß auf dem Spielplan. Man weiß, daß die Melodien von Meister Strauß volkstümlich sind. Wir können unserem Publikum den Besuch auf das angelegentlichste empfehlen.
** DaS erste Abonnements Konzert der hiesigen Regiments- lapelle in Steins Garten zog gestern abend trotz des etwas kühlen Wetters ein zahlreiches Publikum an. Der große Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Wie immer bei diesen Konzerten, nahm die Studentenschaft den größten Teil der Besucher ein. Der Saal bot ein farbenprächtiges Bild. Die Damen in Hellen Frühlingskeidern, ganze Reihen mit buntbemützten Studenten, viele Offiziere u. s. w. Draußen im Garten herrschte in den Pausen reges Treiben, namentlich die Jugend spazierte in lebhafter Unterhaltung auf und ob. Den Darbietungen der Regimentskapelle unter Leitung des Musikdirektors Krauße, folgten die Anwesenden mit großer Aufmerksamkeit. Die Piston-SoliS des Virtuosen Fr. C. Kuhl aus Erfurt fanden lebhaften Beifall.
•• Einquartierung. Die hessischen Kavallerie« Regimenter Nr. 23 und 24 sind heute in unserer Stadt und den umliegenden Orten einquartiert. Beide Regimenter verließen Darmstadt am Montag, marschierten über Frankfurt, Vilbel, Friedberg, Butzbach und trafen heute hier ein. von hier aus werden die nächsten Quartiere in der Gegend von Nieder-Weimar und Marburg bezogen werden. Ziel des Marsches ist der große Kavallerieexerzierplatz Senne bei Paderborn, wo im ganzen sechs Kavallerie-Regimenter zusammen exerzieren und manöverieren werden. Die Hebung dauert 19 Tage, während welcher Zeit die beiden Regimenter in den dortigen Baracken untergebracht werden. Der Marsch von Darmstadt nach Paderborn beansprucht 14 Tage, sodaß dir hessischen Regimenter am 24. Juni am Ziele ankommen werden. Um den 12. Juli treten sie wieder den Rückmarsch an, um nach abermals 14tägigem Marsche gegen den 26. Juli wieder in ihrer Garnison Darmstadt einzutreffen.
(!) Tätlicher Unfall. Gestern vormittag verunglückte ein Arbeiter aus Hachborn auf dem Gail'schen Thonwerk dadurch, daß beim AuSgraben von Thon ein Teil dieser Masse sich löste und den Unglücklichen verschüttete. Der Tod trat sofort ein.
** Der Wohlthatigkeitsvereia Conteutia veranstaltet nächsten Sonntag auf der „Schönen Aussicht" ein Sommer- fe ft. Da, wie immer, der Reinertrag wohlthätigen Zwecken dient und die Veranstaltungen dieses Vereins sich besonderer Beliebtheit erfreuen, wird eine rege Teilnahme nicht aus- bleiben. (Näheres Inserat in morgiger Nummer.)
•• Zur Beachtung und Warnung! Der zweite Zivilsenat de« Reichsgerichts hat in einem Urteil den Grundsatz aus- gesprochen, daß der Nachdruck von Inseraten einer Zefitung durch ein anderes Blatt unlauterer Wettbewerb ist.
ko. Friedberg, 13. Juni. Am 30. Juni findet hier ein eb-erbessischer Katholikentag statt.
S. Bon der Rabenau, 13. Juni. Sicherem 93er» nrihmen nach hat die t^esamtfamilie der Freiherrn von Nor- bed zur Rabenau dem Forstvssessor Nicolaus zu Hausen
bei Gießen die Verwaltung ihrer Oberförsterei übertragen. Oberförster Schwerer, der längere Jahre diesen Posten versehen hatte, tritt in den Staatsdienst ein und nimmt seinen Wohnsitz demnächst in Grünberg.
(!) Grebenhain, 13. Juni. Der Eisenbahn-Bauunter nehmer Ernst Sohre hier mußte wiederholt eine Anzahl Arbeiter entlassen, da diese fremden ausländischen Arbeiter mit dem Brechen von Steinen, womit alle gegen wärtig in der Nähe von Vaitshain beschäftigt sind, nicht gut fertig werden können. T-a der Unternehmer jetzt nur noch ganz wenige Arbeiter hat und der Bahnbau doch recht zeitig fertig gestellt sein muß, so s u ch t e r e i n h e i m i s ch e Arbeiter in hiesiger Gegend.
? Gedern, 13. Juni. In der Konkurssache des früheren Konkursverwalters und Druckers August Bo n a l t hier sind schon einige Versteigerungen abgehalten worden. Es soll eine bedeutende Ueberschuldung vorliegen und, wie man hört, nur etwa 3 Prozent an die Gläubiger gezahlt werden können. — Hier kam wieder ein Waggon Bohrmaschinen u. s. w. von dem Tiefbauamt Frankfurt a. M. an, um Quellenbohrungen oberhalb des Ortes Sichenhausen, zur Anlage einer Thalsperre vorzunehmen. Die Stadt Frankfurt a. M. scheut keine Kosten und Mühe, um die guten Quellen des höchsten Vogelsberges käuflich zu erwerben.
(?) G r e b e n h a i n , 13. Juni. Tie Gr. B e z i r k s k a s s e wird nun doch hier bleiben, da hier noch) Wohnungen für den Kassenverwalter gefunden worden sind. Andernfalls wäre die Kasse nach Herbstein verlegt worden.
K. Bad Salzschlirf, 13. Juni. Der kommandierende General des 11. Armeekörps, l^zellenz v. Wittich ist, wie im Vorjahre, zu einer vierwöchigen Kur hier einge- troffen.
Darmstadt, 13. Juni. Wie der „Gieß. Anz." vor einiger Zeit berichtete, fand man hier in einem Steinbrnc) eine eiserne Kasse. Man entdeckte im Innern, auf dem Sicherheitsdeckel, ein prachtvolles altes Jagdgemälde, das nach Ansicht eines sachverständigen Kunstmalers 250 bis 300 Jahre alt sein dürfte.
Sch. Darmstadt, 13. Juni. In der heutigen Stadt« verordneten-Sltzung wurden nach eingehenden Erörterungen und nach ausführlicher Klarlegung durch Oberbürgermeister Morneweg für den beabsichtigten Erweiterungsbau der Technischen Hochschule als Beitrag seitens der Stadt Darmstadt 355,000 Mark in Bar, sowie anstoßendes Terrain tm Werte von zirka 1200 Mk. bewilligt. Ausschlaggebend war die seitens der Stadt Gießen für die LandeS- universität genehmigte Summe von 200,000 Mk. — Seit Freitagnachmittag wird der 17jährige Sohn des Gastwirts G. Gunkel in Roßdorf bei Darmstadt vermißt. G. ist von schlanker Statur, 1,64 Meter groß und bekleidet mit grau und schwarz gestreifter Hose, grünlicher Weste und Jaquett, weißem Hemd, Stehkragen und schwarzer Binde.
Darmstadt, 13. Juni. In der Strafsache gegen die am 1. Januar d. I. verhafteten beiden Inhaber der hiesigen Bankfirma Gebrüder Marx wegen großer Unterschlagungen anvertrauter Gelder und Depots sind die Ermittelungen soweit gediehen, daß die Voruntersuchung ge« schloffen wurde. Die Verhandlung wird deshalb voraussichtlich im Laufe des nächsten Monats vor der Strafkammer tattfinden.
Mainz, 13. Juni. Laut offizieller Mitteilung wird, wie wir bereits meldeten, der Kaiser am 14. August unserer Stadt einen Besuch abstatten bezw. einer großen Truppen- chau auf dem großen Sande beiwohnen. Da zu derselben Zeit König Eduard von England in Homburg v. d. H. weilt, hat ihn der Kaiser eingeladen, der Truppenschau bei zuwohnen. Der König hat die Einladung angenommen und wird mit dem Kaiser am 14. August hier eintreffen. Unser Landesfürst, Großherzog Ernst Ludwig, wird ebenfalls für diesen Tag in der Stadt weilen und auch den Kaiser und den König als Gäste bei sich im Schlosse begrüßen. An der Truppenschau werden außer der hiesigen Garnison noch die von Wiesbaden, Frankfurt, Offenbach, Homburg v. d. H., Worms, Hanau, Hofgeismar und die Unteroffizier- chul- Biebrich beteiligt sein.
Worms, 13. Juni. Zwischen dem Hauptmann Laden und dem Leutnant Toussin vom Infanterie-Regiment Nr. 118 fand Montag früh, wie wir gestern schon berichtet, ein i sto l e n du e ll statt, bei dem Toussin getötet wurde, lieber die Ursache des tragischen Zweikampfes gehen die verschiedensten Gerüchte um, doch scheint es, als ob dieselben Gründe die Forderung herbeiführten, die and) das Mainzer Duell veranlaßt hatten. Ter verheiratete Hauptmann Laden blieb unverletzt. — Nach einer anderen Version soll der Unterleutnant nur verwundet worden fein. Turch das Garnisonkommando wurde mitgeteilt, daß kein Tuell stattgefunden habe.
Alzey, 13. Juni. Heute nacht ist Karl Julius P r e e - torius, der Herausgeber des Alzeyer „Beobachters", durch einen fünften Tod abberufen worden. Ter Veteran bcr Demokratie war ein charakteristischer Typus des „alten Achtundvierzigers". Preetorius zählte noch nicht achtzehn Jahre, als ihn die Ereignisse von 1848 erariffen. Ter Jüngling schloß sich dem „Lawinenzug" an, der aus Franfurt, Mainz, Tarmstadt und dem ganzen Landgebiet nach Worms zur demokratischen Parlamentswahl ging, wurde Mitglied >es Mainzer und Sekretär des Alzeyer demokratischen Vereins und focht 1849 in den Reihen der Reichsverfassungskämpfer in der Pfalz uno in Baden. Tann kamen Die Jahre des Exils, die ihn nack) der Schweiz, nach Oesterreich-Ungarn, nach Paris und London führten. Preetorius machte die Bekanntschaft vieler Träger berühmter Namen; wir erwähnen Garibaldi, Mazzini, Bakunin, Castelar Kofsuth, Viktor Hugo, Heinrich Heine, Fritz Reuter. In Wien wurde er verhaftet, in Budapest als ein lhätiges Mitglied der Umstnrzpartei unter polizeiliche Aussicht gestellt, in Rastatt gab man ihm Herberge in den Kasematten. Später stellte er fick als Freiwilliger für Schleswig-Hol-, stein, kam aber nicht zum Ausmarsch. Daneben trat er in vielen Volksversammlungen auf, und bald vollzog sich ein Uebergang vom Nationalverein zur Deutschen Bottspartei. Seine Mitbürger in Alzey wählten ihn zum Ehrenmitglied des Turnvereins usw.
** Kleine Mitteilungen au8 Hessen und den Nachbar-aate». !lns Frankfurt a. M. ist ein Trupp von 18 arbeitslosen $ taliencm durch den Gotthard nach ihrer Heimat abgeschoben worden.
Universitäts-Nachrichten.
— Unter dem Namm „Moenania* hat fickr en der Technischen Hochschule in Darmstadt eine katholische nicht sarberitragende Kor» por allen grbtldrt, die am Ma'uritälSprinzip festhält und sich dem g'oßen K«rtelloerbande bcr katholischen Studentenvereine an den deuischen UnioeisitLten urb ttchrischm Hochschulen anschlikm wird. Außerdem besteht in Darmktedt f«tt einigen Jahren eine sarbentragende falbolHcb* ffhrNpbuno „Nossk'v'a".
Theater, Kunst und Wissenschaft.
. ZZ Don der Darmstädter KünfUerkolorrie. Man schreibt unS: Wie wir hören, wird beabsichtigt, In nächster Zeit bet günstiger Witterung ein ca. a ch t Tage dauerndes großes originelles Volksfest nach Art der Dresdener und Münchener Feste zu veranstaltet, damit man auch den volktziümlichen Wünschen Rechnung trage. Im Uebrixen dürfte es sich empfehlen, ebenso wie man sogen. Eliteetage mit erhöhten Eintrittspreisen vorgesehen hat, euch dem Vorgehen anderer öffentlicher bcbeu enbcr Institute entsprechend, sogin. 20 Pfenntgtage etnzurichten; denn dem geringen Mann und den meisten Landleulen ist es unmöglich, mit 4 bi« 5 Personen seiner Familie ebensooiele Mark auSzugeben. Wenn man daher auch diese gewiß schätzenswerten Kreise für die modernen Ideen begeistern und diese in die breiten Massm getragen wissen will, muß man derartige Einrichtungen treffen; auch der finanzielle Erfolg wird nicht auSbleiben. — Wie unS noch mitgetetlt wird, werden zwischen den einzelnen Baum« reihen, zum Schutz gegen Sonne und Re^en, Zeltdächer errichtet, die, einem allgemeinen Bedürfnis entfprechend, gewiß mit Freuden begrüßt werden.
Leipzig, 13. Juni. Der internationale Verleger-Kongreß beschloß, den nächsten Kongreß im Jehre 1904 in Mailand ab» zubalten.
Heiteres.
LehramtSafsefsor, LehramtSaccesflst, Doch wohl noch nicht daS schönste ist.
Klingt richr noch schneidiger wie, „Leutnant der Phllolooie"?-tt-
Arbeiterbewegung.
örenoble, 13 Juni. Infolge der Weigerung der Grubenverwaltung, italienische Arbeiter zu entlassen, sind in Lamotte» bavelllsanS bedeutende Ruhestörungen vorgekommen. ES sollen Häuser geplündert und 7 Personen verletzt worden sein.
Kirchliche Nachrichten.
«Vangelische Gemeinde.
Sonntag bat 16. Juni. 2. nach Trinitatis.
Gottesdienst. In bet Stadtkirche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dr. Grein.
Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der MarkuSgemeind«.
Vormittags 97, Uhr: Pfarrer Schlosser.
Vormittag» 11 Uhr: Kinderkirche für die MattbäuSgemeinde.
Psaerer Schlosser.
I« bet JoharmetMtche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Euler.
Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmiertm der Lukasgemeinde.
Vormittags 97» Uhr: Pfarraisistmt KrauS.
Vormittag» 11 Uhr: Kinderkirche für die JohanneSgemeinde. Pfarrer Dr Naumann.
Katholische Gemeinde.
Samstag ben 15. Juni.
Nachmittags um 47» Uhr und abmds um 8 Uhr: 'Gelegwheit zur hell. Beicht.
Sonntag den 16 Juni. S. Sonntag nach Pfingsten.
Vormittags von 67» Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.
„ um 7 Uhr: Die erste heil. Meße;
vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion.
„ um 8 Uhr: Die zweite hell. Meffe. MtlitärgotteSdienst mit Predigt.
„ um 97» Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 27» Uhr: Sakramentalische Bruderschafts-Andacht.
Gottesdienst in der Synagoge, Südantage.
Israelitische Keligionsgemeinde.
Samstag den 15. Juni 1901.
Vorabend 7“ Uhr, morgens 8” Uhr, nachmittag» 4 Uhr Schtift- etklärnng, Sabbathausgang d85 Uhr.
Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschafi.
Sabbathseiet am 15. Juni 1901.
Freitag abends 7" Uhr, Samstag vormittag» 8 Uhr, nachmittags 4 Uhr, SabbathauSgang 9" Uhr.
Wochenaottetzdienst: morae' S 680 Ubr, abends 78J Uhr.
Kandel und Verkehr. Valkswirtschaft.
fc. Setnsheim, 13. Juni. Die Untersuchung betr. den Krach der Rheinischen Zuckerfabrik hat sowohl die ThatbestandS- merkmale des betrügerischen wie einfachm Bankerotts ergeben. E« fehlt 1. ein Geschäftsbuch, 2. fehlen über größere Posten Belege, 3. fehlt vor allem die EröffnungSbitanz und eine Zwischenbilanz. Die Punkte 1 und 3 qualifizieren den betrügerischen Bankerott (Zucht» Hausstrafe). In wie unverantwortlicher Weise daS Geld verschleudert worden ist, gebt daraus hervor, daß schon, ehe die Fabrck gebaut wurde, 36000 Mk. für Diäten ausgegeben wurden. Man hat auf Kosten der Fabrik in Saus und Braus gelebt. Ein Diner kostete 520 Mk. Uebermäßiger Aufwand qualifiziert bekannllich u. a. den einfachen Bankerott. Hoffentlich werden dte.'Schuldigen vom rächenden Arm deS Gesetzes erreicht.
— DiSkontermätzigung bet Bank von Englanb. Die Bank von England hat ihrer vorwöchentlichen Diskontherabsetzung heute eine weitere Ermäßigung des Diskonts um 7» Prozent auf 3 Prozent olgen laffen. Damit ist das Institut wieder auf dem für diese Jahreszeit sonst normalen Satze angelangt, und der Einfluß, den der TrauS- vaalkrieg so lange Zeit hindurch auf die englischen Geldverhältniffe aus- geübt hat, kann j.tzt endlich als beseitigt angesehen werden.
Gerichtssaat.
WieKhaben, 13. Juni. Em Stuhlmachergehilfe mußte vom 10. bis 23. Mai zu einer militärischen Uebung einrücken. Weder vor noch nach derselben erfolgte von Seiten des Arbeitgebers oder von Seiten des Arbeitnehmers eine Kündigung und der Gehllfe trat nach beendigter Uebung sofort wieder in das Arbeitsverhältnis. Der Meister verweigerte aber die Zahlung von 36 Mk. für die Zeit der mllttärischen Uebung. Das Gewerbegericht ging jedoch von der Ansicht aus, daß nach S 616 des B. G.-B. der Arbeitgeber verpflichtet sei, dem Arbeitnehmer während einer militärischen Uebungszeit den Lohn weiterzuzahlen, wenn vorher von keiner Seite eine Kündigung erfolgte. Der Beklagte wurde verurteilt, den Lohn von 36 Mk. auszuzahlen. Davon gehen die Beträge für Verpflegung und Sold im Betrage von 17Mk. ab.
Amdwirtschaft.
S Dom ohtten Vogelsberg, 13. Juni. Heute früh ist endlich bet langersehnte, sehr nötige Regen eingetreten, der hauptsächlich der Sommerfrncht und dem GraSwuchs sehr zu HUfe kommt. Die Winter- ftucht, Roggen und Weizen, ist so ziemlich ausgewachsen und infolge der seitherigm seht trockenen Witterung ziemlich kurz geblieben. Der erste Schnitt Klee ist ebenfalls sehr kurz geblieben nnd muß jetzt


