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14.11.1901 Zweites Blatt
 
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Nr 268

Zweites Blatt

Donnerstag 14. November 1901

151. Jahrgang

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staates hin zerstreut. Der Oranjesteistaat ist so gut wie vom Feinde gesäubert. Aus der Kapkolonie meldet French, daß Fouche und Mr)burg sich noch im Nordosten verbergen, kleine Trupps von Nachzüglern werden nach Westen verfolgt. Theron und Maritz sind südlich von unseren Abteilungen in westlicher Richtung auf Clanwilliam abgerückt. Maritz griff am 7. d. Mts. Piquetberg an, wurde aber mit Leichtigkeit zurückge­schlagen. Die Schaaren des Feindes, welche vom Centrum des Bezirks vertrieben sind, sammeln sich bei Calvinia.

Das Jntereffanteste an dieser offiziellen englischen Mel­dung ist die Nachricht, daß Dewet lebt! Es heißt dann weiter, der geniale Burenführer sei mit seiner Schar zerstreut. Man wird wohl eher sagen müssen, daß die Engländer mehr alszerstreut" waren, indem sie monatelang nichts von den Dewet'schen Thaten meldeten.

Eine amtliche Meldung des Kriegsamtes besagt, daß die Gesamtoerlustliste in dem Gefecht bei Bethel auf eng­lischer Seite sich auf 86 Tote und 214 Verwundete be­laufen. Die Verluste der Buren werden von Kitchener auf 18 Tote uud 100 Verwundete angegeben.

Wie dasBell. Tagebl." erfährt, hat England in Ruß­land in den letzten sechs Wochen 35,000 Pferde für Süd­afrika angekauft, meist Steppenpferde.

Born Burenkriege.

Ein Telegramm Lord Kitcheners aus Pretoria vom 11. d. M. meldet: Seit dem Bericht der verschiedenen Abteilungen-vom 4. ds. Mts. sind 68 Buren getötet, 105 verwundet und 104 gefangen genommen,' 45 ergaben sich. Im westlichen Teile von Transvaal operiert Lord Methuen gegen De(ar?y .unbKemp. Im Nordosten, des Oranje­freistaates haben die Buren-unter Dewet sich wieder gesammelt, britische Abteilungen sind gegen die­selben vorg^ganaen' und haben sie nach dem Süden des Frei­

jahres versandt. Danach betrug der Bestand der Mitglieder 811 gegen 760 des Vorjahres. Der Bedarf an Kohlen stellte sich für den Winter auf 12 843,12 (Str., für den Sommer auf 44 639 (Str., zus. 57 482,12 (Str. Nußkohlen 1. und 2. Größe. Hierzu kommen 3278,08 (Str. Anthracitkohlen und 310,78 (Str. Briketts, so daß der Gesamt-Umschlag in Brenn­material sich auf 61 070,98 (Str. beläuft. Der Kohlenbezugs- vercin hat einen Kassenoorrat, der aus Ausständen besteht, in Höhe von 10 444 Mk. 31 Pfg., während 69 073 Mk. 51 Pfg. als Mitgliederbeiträge für zu liefernde Kohlen in Einnahme stehen. Außer 305 Mk. 16 Pfg. für Kapitalzinsen sind noch ansonstigen Einnahmen" 4645 Mk. 50 Pfg. vorhanden. Der Gesamteinnahme von 84 468 Mk. 48 Pfg. stehen an Ausgaben gegenüber 88 826 Mk. 41 Pfg., von denen für Kohlen 45 768 Mk. 62 Pfg., für Frachten 17 708 Mark 69 Pfg., für Oktroi 2393 Mk. 28 Pfg., für Wieggeld 607 Mk. 72 Pfg., für Einbringerlöhne 1407 Mk. 96 Pfg., für Fuhrlohn 3067 Mk. 93 Pfg. und für Verwaltungskosten 1831 Mk. 80 Pfg. verwandt worden sind. 4357 Mk. 93 Pfg. für bezogene Kohlen sind durch die Ratenzahlungen der Mtt- glieder nicht gedeckt. Die Preise für die genossenschaftlich beschafften Brennmaterialien stellten sich inkl. Fracht, Oktroi, Wieggelb, Fuhrlohn und Verwaltungskosten (letztere zu 3 Pfg. per (Str. in Anschlag gebracht) pro (Str. Nußkohlen auf 1 Mk. 30 Pfg im Winter und 1 Mk. 10 Pfg. im Sommer, Anthracit­kohlen 1 Mk. 63 Pfg. und Briketts 82 Pfg. Der Verein besitzt ferner noch einen Reservefonds in Höhe von 613 Mk. 58 Pfg., der sich statutarisch von Jahr zu Jahr erhöht.

Nieder-Ohmeu, 12. Nov. Durch einen schrecklichen Un­glücksfall wurde dieser Tage eine hiesige Familie in tiefe Trauer versetzt. Der Hergang war nach demGrünb. Anz." folgender: Ein Mädchen war in der Küche am Herd mit Backen beschäftigt und hatte nebenbei einen Laden zu ver­sehen, außerdem hatte es ein zirka dreivierteljähriges Kind unter Aufsicht, welches es, um es beffer im Auge zu haben, auf einen erhöhten Platz neben sich setzte. Nun kam ein Mann, um im Laden etwas zu holen, das Mädchen ging, um das Gewünschte zu besorgen, beausttagte aber den Mann, solange nach dem Kinde zu sehen. Als dieser dem Mädchen in den Laden folgte, ereignete sich das Entsetzliche: das Kind stürzte in dem unbewachten Augenblick in die mit siedendem Oel gefüllte Psaune. Dabei verbrannte sich das arme Wesen derart, daß es nach zweitägigem Leiden starb.

(!) Krofdorf, 12. Nov- Der Monat November ist für die Landleute ein tvichtiger Monat, der bedeutende An­forderungen an ihren Geldbeutel stellt. Bis zum 1- No­vember müssen an die hiesige Forstkasse sämtliche Hvlz- g e l d e r der fiskalischen ^Waldungen gezahlt sein, sodann hält der Kommunalempfänger in der ersten Woche seine Er­hebungen ab und mit Martini sind die üblichen Pacht-, und Zielgelder der Ländereien fällig.

i Bieber bei Rodheim, 12. Nov. Vor etwa 20 Jahren besaß unser Dörfchen noch keine eigene Schule, vielmehr mußten die Kinder nach Rodheim zur Schule gehen. In den letzten Jahren tft aber die Schülerzahl so gestiegen, daß die vorhandenen Schulräume sich schon seit längerer Zeit als zu klein erwiesen. Im Laufe dieses Sommers wurde daher zu einem Anbau für eine zweite Schule geschritten, der in diesen Tagen unter Dach kommen wird. Die innere Ein­richtung wird noch während des Winters ausgeführt werden, sodaß im Frühjahr die zwecke Schule eröffnet werden kann. Leider ist bei dem Bau auch ein Unfall vorgekommen, indem ein Dachdeckergehülfe so unglücklich abstürzte, daß er in die Klinik nach Gießen gebracht werden mußte.

8. Darmstadt, 12. Nov. In einer heute Aben^ von Tausenden besuchten Protest Versammlung wurde nach Ansprachen des früheren Reichs- und Landtagsabg. Osann, des Landtagsabg. S ch m e e l und des Vorsitzenden des Krieger­vereins Waldecker eine Resolution angenommen, die in energischen Worten die Verunglimpfungen und Verdächti­gungen des deutschen Heeres und seiner Führer ziwückweist und von dem Reichskanzler und Reichstag entsprechendes Vor­gehen erwartete.

Darmstadt, 12. Nov- Die Verhandlungen der Natio­nalliberalen wegen eines gemeinsamen Vorgehens mit den vereinigten Bezirksvereineu bei den Stadtverord­netenwahlen haben sich zerschlagen, da die Bezirks­vereine den Sozialdemokraten 2 Sitze in der Stadtver­tretung zugestehen wollen, wogegen sich die Nationalliberalen sträuben.

b. Mainz, 12. Nov. Da die Ausschreitungen und blutigen Exzesse der italienischen Bahnarbeiter sich fort­gesetzt mehren, haben die Srcherheitsorgane die Weisung erhalten, den italienischen Arbeitern, wo sie in größeren Partieen beschäftigt sind, die schärfste Aufmerksamkeit zu widmen. Wo Italiener in größeren Lokalen ihre Nacht­quartiere haben, werden ab und zu-Gendarmerieposten aus­gestellt.

Mainz, 12. Nov. Nach heute hierher gelangten Meld­ungen sind die beiden Italiener, welche den Raub in Kempten verübten, wobei sie einen Mann und dessen Frau schwer verwundeten, und einen sie verfolgenden Maurer durch einen Revolverschuß töteten, nun in Genf verhaftet worden.

fc. Frankfurt a. M., 12. Nov. Der hier wohnhafte aus Wertheim gebürtige Großviehhändler Spatz hat sich am Sonntag vor acht Tagen aus eine Geschäftstour ins Bayerische begeben, und wird seitdem vermißt. Da er 15 000 Mark zum Ankauf von Vieh und Heu bei sich hatte.

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.

Die Siebener Aamilien- blatter werden dem An­zeiger im Wechsel mit demHess. Landwirt* und denBlättern für hessische Volkskunde" viermal wöchentlich bei­gelegt.

Redaktion, Expedition und Druckerei:

Schulstraße 7.

Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.

Fernsprechanschluß Nr. 51.

Deutsches Deich.

Berlin, 12. 9Lov. Der Kais er I)örte den Vortrag des Chefs des Militärkabinetts Grafen Hülseri-Häseler und hierauf denjenigen des Chefs des Admiralstabes der Mar- rine v. Diederichs, und des Chefs des Murinekabinetts. v. Senden-Bibran. Um 12 dreiviertel Uhr nahm der Kaiser militärische Meldungen ' entgegen.

Die9k)rdd. Allg. Ztg." meldet: Die von der N. Fr. Pr." gebrachte Meldung über einen für kommendes Frühjahr beabsichttgten Aufenthalt der Kaiserin in A b b a z i a wird uns vvn tzuständiger Seite als unbegrün­det bezeichnet.

Die Aerzte haben der Kaiserin den Rat erteilt, für die nächste Zeit das Reiten zu unterlassen.

Großfürst Wladimir von Rnß-land trifft Dow- nerstag hier ein, begiebt sich dann nach dem Neuen Palais, um vvn dort aus mit dem Kaiser nach Letzlingen zu fahren.

Reichskanzler Graf Büliow empfing heute den russischen Botschafter Graf Osten-Sacken, der gestern von seinem Urlaub hierher zurückgekehrt ist, zu längerer Unterredung.

TerKreuzzeitung" wird die Blättermeldung von dem bevorstehenden Rücktritt des Unterstaatssekretärs im Reichsamt des Innern, Wirkt. Geh.-Rats Rothe, von zuständiger Seite als unbegründet bezeichnet.

Der nationalliberale Abg. Dr. Lehr ist heute hier gestorben. (Dr. phll. Adolf Lehr, seit 1894 Geschäfts­führer des Alldeutschen Verbandes, ist am 12. Dezember 1839 in Wiesbaden geboren; er besuchte dort von 1850 bis 1859 das Gymnasium, und studierte von 1859 bis 1862 Bergbau mrd Hüttenwesen in Klausthal, Heidelberg und Freiberg, und von 1886 bis 1889 Staatswissenschaften in Leipzig. Von 1864 bis 1865 verwaltete er das Eisenwerk Laufach, von 1866 bis 1873 war er Direktor eines techni­schen Betriebes in Gravenhorst, von 1873 bis 1875 kauf­männischer Leiter der Maschinenfabrik Schmalttllden und von 1875 bis 1892 technischer Beirat und Direktor der Alters- und Unfall-Versicherung in Leipzig.)

München, 12. Nov. Die Abgeordneck en-Kam­mer nahm heute einen vom Zentrum eingebrachten Antrag an, in welchem die Staats^egierung ersucht wird, die Pensionierung vvn Offizieren künfttg nur aus dienstlichen Gründen eintreten zu lassen, und vor allem den Grün dsatz aufzug eb en, daß ein Offizier wegen Nicht-Vorrückens zu pensionieren ist.

Ausland.

Paris, 12. Nov. Der sozialistische Abg. Sembat wird in der Kammer den Antrag stellen, auf Grund einer diplo­matischen Einigung zwischen Frankreich und Belgien den jugendlichen belgischen Anarchisten Sipido, der be­kanntlich s. Zt- in Paris verhaftet und nach Belgien zurück- befordert worden war, aus der Besserungsanstalt in Belgien zu entlassen und ihm die Rückkehr nach Frankreich frei- zustelleu.

In den Kreisen der hiesigen russischen Botschaft wird die aus englischer Quelle stammende Meldung, daß die russische Polizei ein Komplott entdeckt habe, welches die Ermordung des Zaren bezweckte, als dreiste Er­findung bezeichnet.

Wien, 12. Nov. Ministerpräsident v. i^ell ist hier eingetvoffen und hat heute die Konferenzen mit Körber über den autonomen Zolltarif ausgenommen. Wie im Parlament verlautet, haben sich beide Ministerpräsidenten bereits über die Grundsätze für die zweite Lesung des autonomen Tarifs geeinigt.

Gegenwärttg finden die Kontrollversamm­lungen für Reservisten statt. Gestern haben nun neuerlich 'N zwei Orten Reservisten auf den Namensaufruf statt mit nn reglementmäßigen deutschen Wortehier" mit dem hechischien WorteZde" geantwortet und zwar in Olmütz n Reservearzt und in Böhmisch-Eicha der Sohn eines Gemeindevorstehers. Beide wurden in Haft genommen.

Konstantinopel, 12. Nov. Die Frage der Ent­schädigung des französischen Staatsangehörigen Vavreal, Konzessionärs der Sümpfe von Ada Bazar, ist in den Frank­reich gemachten Zugeständnissen nicht enthalten, da ein Uebereinkommen in dieser Frage zwischen der Pforte und Vavreal vor Abbruch der Beziehungen zwischen der Türkei und Frankreich getroffen worden war. Die Quaigesellschaft wurde endgiltig in den Besitz ihrer Rechte gesetzt. Was das zwischen der Pforte und der Gesellschaft direkt ge­troffene Abkommen betr. den Rückkauf der Quais durch die türkische Regierung innerhalb eines Zeitraumes von einem Jahre anlangt, so blldet dieses Uebereinkommen in keiner Weise Gegenstand des Konfliktes. Die Schuldforder­ung Lorandos im Betrage von 344445 .türk. Pfd- wird in Monatsraten von 21000 türk. Pfd- vom April nächsten Jahres angefangen, die Schuldforderung Tubinis im Be­trage von 160 000 türk. Pfd- gleichfalls in Mvnatsrqten Von 10 000 Pfd. durch Anweisung auf die Zölle bezahlt werden.

Aus Stadt und Aand.

(Der Abdruck derunter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ift nut unter genauer Quellenangabe:Gieß. Arrz." gestattet.)

Gießen, den 13. November 1901.

** Infolge außerordentlicher technischer U m st ä n d e muß heute eine Reihe größerer und kleinerer Artikel für die morgende Nummer zurückgestellt werden bezw. überhaupt in Wegfall kommen.

** Erlaubnis erteilung. Der Kaiser hat dem Geheimen Oberregierungsrat Dr. C h r i st, Vortragendem Rat im Ministerium der öffentlichen Arbeiten die Erlaub­nis zur Anlegung des Kontturkreuzes 2. Klasse des Ver­dienstordens Philipps des Großmütigen und dem Baurat Hahn in Frankfurt a. M. die Erlaubnis zur Anlegung des Ritterkreuzes 1. Klasse desselben Ordens erteilt.

♦♦ Besitzwechsel. Das RestaurantLenz'scher Felsenkeller" ging in den Besitz des Bierbrauerei­besitzers Bichler über.

** Neubau für Veterinärau st alten. Zu den Kliniksbauten, von denen wir kürzlich mitteilten, wird demnächst noch ein sehr umfangreicher Neubau für Veteri­näranstalten kommen. Als Baugelände ist vorgesehen der Platz an der Frankfurtersttaße gegenüber der psychiattischen Klinik.

** Bahnhofs umbau. Wie wir hören, ist der Um­bau des Bahnhofsgebäudes dem hiesigen Bauunternehmer Winn übertragen worden.

" Der gefchaftsführeude Ausschuß der freien Vereinigung von Krankenkassen im Großherzogtum hat, wie wir hören, unter Bezugnahme auf die allgemeine Forderung der Aerzte Hessens, daß es eine Standespflicht der Aerzte sei, bei der Behandlung der Krankenkaffenmitgtteder nicht unter den Minimalsatz der Gebührenordnung von 1899 herunter zu gehen, an das Großh. Ministerium des Innern mit ausführlichen Darlegungen die Bitte gerichtet, daßeine derartige in dem Entwurf der ärztlichen Standesordnung vorgesehene Bestim­mung, die eine unheilvolle Schädigung der Krankenkassen und der in diesen nertretenen großen Bevölkerungskreise bewirkt, in die ärztliche Standesordnung nicht aufgenommen, vielmehr den Aerzten auch weiterhin gestattet werde, mit den Kranken­kaffen Verträge unter der Minimaltaxe abzuschließen und nach Vereinbarung mit den Krankenkassen eine Minimaltaxe jeweils ortsüblich festsetzen zu dürfen." Ferner hat der Ausschuß an die Mitglieder der beiden Kammern eine Eingabe gerichtet, die mit folgenden Worten beginnt:

Der vom Großh. Ministerium des Innern vorgelegte Gesetz­entwurf, betreffend die Stanoesordnung und die Ehrengerichte für die Aerzte des Großherzogtums enthält Bestimmungen, die, wenn sie Gesetzeskraft erlangen würden, aus die weitere Entwickelung der Krankenkaffen unheilvoll wirken, ja zum Ruin derselben fuhren würden. Da die Bestimmungen der Standesordnung durchweg den Aerzten Rechnung tragen zum Nachteile der Krankenkassen, so mühen diese letzteren um ihrer Selbsterhaltung willen entschieden Stellung dagegen nehmen.

Die Eingabe ergeht sich dann in Einzelheiten und kommt zu folgendem Schluß:

Wir dürfen deshalb von dem gerechten Ermessen der Landes- vertteter erwarten, daß sie den Wünschen der Krankenkassen bei Beratung der Standesordnung ein geneigtes Ohr schenken werden, denn nur durch ein allen Teilen gerecht werdendes Gesetz kann die gedeihliche. Fortentwickelung der Krankenkassen zum Segen der arbeitenden Bevölkerung, ohne die Interessen der Aerzte zu ge­fährden, weiterschreiten.

** Stadtverordnetenwahlen. Lehrreich für die morgen bei uns bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen ist außer den Ergebnissen der Offenbacher Wahlen, wo, wie wir bereits an dieser Stelle mitteilten, infolge des Vermeidens jeg­licher Zersplitterung die nichtbürgerlichen Kandidaten glänzend besiegt wurden, der Ausgang der Wahlen zum Stadt­parlament in Wiesbaden. Dort hatte die Aufstellung allzu­vieler bürgerlPstr Kandidaten die ernste Niederlage der bürgerlichen Patteien zur Folge. Das möge jedermann für den morgenden Tag recht sehr beherzigen!

* Die Steinkohlen-Bezugsgesellschaft Gießen hat mit der Einladung zu der am 16. November stattfindenden General­versammlung an ihre Mitglieder einen kurzen Rechenschafts­bericht über die Verhältnisse des abgelaufenen Rechnungs­

GietzenerAMgers

General-Anzeiger

Universitäts-Druckerei

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MM

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