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14.5.1901 Zweites Blatt
 
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Nr. 112 Zweites Blatt.

151. Jahrgang.

Dienstag 14 Mai 1901

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GichenerAnzeiger

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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

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Fernsprechanschluh Är.M.

Amtlicher Heil.

Gießen, den 11. Mai 1901.

Betr.: Das Hochbauwesen der Kirchen und Stiftungen.

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen

an die Kirchen- und Ltiftungsvorftaode desiKreises.

Wir sehen Berichten darüber entgegen:

1. welche Neubauten und größeren Herstellungen feit 1. April 1897 bei Ihnen ausgeführt worden sind oder noch in Ausführung begriffen sind;

2. durch wen dieselben ausgeführt wurden oder werden (f. § 2 der Vorschr. v. 20. November 1875; Art. 35, 4 Ges. v. 12. August 1896 betr. Kunststraßen);

3) welche jwstenbeträge in jedem einzelnen Falle ver­wendet oder vorgesehen sind.

Wenn die Kosten von der bürgerlichen Gemeinde, vom Staat oder Stanoesherrn bestritten worden sind, ist dies besonders zu bemerken.

v. Bechtold.

Voiitische Tagesschau.

Sehr sonderbare Meldungen kommen aus Spanien. Ein Madrider Blatt nimmt keinen Anstand, der Regierung zu raten, Katalonien die Autonomie zu gewähren, weil neue Wirren mit dessen Annektierung durch Frankreich endigen dürften. Auch Kriegsminister Weyler ist angeblich für diese Lösung.

Den Blättern zufolge sind viele Personen will­kürlich von der Polizei verhaftet und in den Gefäng- niS-Zellen grausam behandelt worden. Nur durch die Vermittelung oes Hauptmanns der Polizei seien sie vor weiteren Qualen geschützt worden. Das PanzerschiffPe­layo", aus dem sich 28 infolge der Unruhen Verhafteten lbefinden, hat Befehl erhalten, abzugehen. In Barce­lona soll die Ruhe wiederhergestellt sein. Der größte Teil der Ausständigen hat die Arbeit zu den alten Arbeits- dedingungen wieder ausgenommen. Die verhafteten Aus­ständigen wurden wieder freigelassen. Die Präventiv- Zensur für die Zeitungen ist aufgehoben worden, jedoch verbot der Generalkapitän den Blättern, über den Ausstand zu schreiben. Es sind abermals Verhaftungen von Anar­chisten vorgenommen worden. Auch im schönen Sevilla sind Tumulte vorgekommen. Als dort ein Straßenbahn­wagen ein Kind überfuhr, dein dabei ein Bein abgefahren wurde, warf die Volksmenge mit Steinen nach dem Wagen und veranlaßte dadurch in den Straßen Tumulte. Die Hauptanstifter waren Studenten. Die Polizei mußte ein­schreiten.

Engländer nud Buren.

Wie uns aus London gemeldet wird, liegen dort Tele­gramme aus Kapstadt vor, wonach eine Umbildung des Kap-Ministeriums bevorsteht; Cecil Rhodes soll Minister­präsident und der von seinem Raubzuge nach Transvaal her bekannte Dr. Jameson Kolonialsekretär werden. Ob diese Meldung richtig ist, möchten wir bezweifeln; die Berufung Cecil RhodeS und Dr. JamesonS müßte als eine arge Heraus- sorderung angesehen werden und würde die Lage in Süd­afrika nur noch mehr verschärfen, jedenfalls würde sie allen Friedensverhandlungen, die ja nach englischen Meldungen wieder eingeleitet sein sollen, stark entgegenarbeiten.

Kitchener telegraphiert auS Middelburg (Transvaal) vom 6. Mai, daß Sir B. Blood am Sonntag, den 5. dorthin zurückgekehrt ist. Die Operationen Bloods im östlichen Transvaal find damit beendigt, daß seine verschiedenen Ab teilungen an die Bahnlinie herangekommen find. Oberst Pulteney kam am 6. Mai in Middelburg an. General DouglaS und Oberst Benson waren bereits in Befast. Ge­neral Walter Kitchener, der Bruder des Oberkommandicrendeu, steht nahe bei dem Zusammenfluß des Olifants- und des WilgeflusseS. Oberst Beatson säubert die Gegend nördlich von Balmoral, soll mit Oberst Allenby Zusammenstößen und mit diesem gemeinschaftlich nach Süden gehen. Die Ab­teilung des Obersten Park wird vermutlich im Bezirk Lydern burg bleiben.

Zuverlässige Berichte sind nicht zur Hand; es sollen innerhalb der letzten drei Wochen mindestens 800 Buren gefangen genommen oder sich ergeben haben. Als bedauer­lich bezeichnet es der englische Berichterstatter, daß eS Vil joen gelungen ist, mit einem bedeutenderen Kommando zu entkommen; aber, infolge der ungeheuren Schwierigkeiten, die daS bewaldete und durchschnittene Land bereite, und der aus« gezeichneten Meldungen, die Viljoen gehabt habe, sei es un­möglich gewesen, ihn am Entkommen zu hindern, besonders, nachdem er seinen Troß im Stich gelaßen hätte. Viljoen loll sich jetzt südlich der Bahn befinden und keinerlei Zufuhr rhaben. Soweit der Berichterstatter. Aus seiner letzten Mit Leitung über Viljoen ergiebt sich, daß dieser den Ueberfall Luf Beatsous Lager, der von Reuter unterm 5. aus Middel­burg gemeldet wurde, noch vor seiner Vereinigung mit Botha mnd nördlich der Eisenbahn in der Nähe von Balmoral aus- Zeführt hat. Der Ueberfall scheiterte bekanntlich, Viljoen 2ntkam aber mit seinen 500 Mann, allerdings mit Aufgabe

seines Trostes, unter dem Schutze des dichten Nebels und hat sich inzwischen bei Carolina mit Louis Botha vereinigt.

Ein Telegramm Lord Kitcheners aus Pretoria vom 10. b. M. besagt: Seit dem 7. d. Mts. haben die verschiedenen englischen Streifkolonnen 28 Buren getötet, 6 verwundet und 120 gefangen genommen. 183 Buren haben sich ergeben. Außerdem sind große Mengen Munition, 230 Wagen und 1500 Pferde nebst vielen Vorräten erbeutet worden.

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Telegramm des Oiehenee Anzeigers.

London, 13. Mai. Nach einem Telegramm desStan­dart" aus Pretoria vom 10. d. M. beläuft sich die noch im Felde stehende Gesamtmacht der Buren auf 16500 Mann, trotz allerNiederlagen" und Verluste in der letzten Zeit. Der Feind schließt sich aufs neue zu Kommandos von wesentlicher Stärke zusammen, namentlich in dem Dreieck, das der Osten Transvaals bildet und im Westen. Tie Buren haben auch noch einige Geschütze und Munitions- Vorräte. TieDaily Mail" erfährt aus Pretoria, De Wet habe seine Operationen wieder ausgenommen. Er soll den Val wieder überschritten haben und mit über 2000 Mann in Transvaal eingedrungen sein.

Tie Lage in China.

Der Gesamtbetrag der Entschädigungs­ansprüche in Höhe von 450 Millionen Taels soll am 9. d. M. den Chinesen mitgeteilt worden sein. Tie meisten chinesischen Beamten scheinen eine von den Mächten garan­tierte vierprozentige, in 50 Jahren rückzahlbare Anleihe zu befürworten, während andere, darunter Tschang-tschih- tung, glauben, daß der Betrag ohne Anleihe in fünf Jahren vollständig gezahlt werden kann. Ter Hof beriet über Mittel und Wege zur Aufbringung von weiteren zwanzig Millionen jährlich, jedock) haben die chinesischen Bevoll­mächtigten Instruktionen, möglichst eine Ermäßigung des geforderten Jndemnitätsbetrages zu erlangen. Die In­demnität ist nur zur Deckung der Kosten der verschiedenen Regierungen bis Ende Juni berechnet. In einer Versamm­lung der Gesandten wurde am Donnerstag beschlossen, den Chinesen klar zu machen, daß der geforderte Betrag nicht ein bloßer Anspruch für Schadenersatz sei, sondern die Ge­samtsumme der wirklich erwachsenen Kosten darstelle, dar­unter auch die von privater Seite erhobenen Entschädig­ungsansprüche.

Deutsches Mich.

Berlin, 12. Mai. Aus Straßbur g wird gemeldet: Der heutige dritte Kaisertag brachte prächtiges Wetter. Ter Kaiser wohnte vormittags in der evangelischen Gar- nisvnkirche dem Gottesdienste bei. Militäroberpfarrer Tr. Richter hielt die Predigt. Nach dem Gottesdienste fand Parade statt. Ter Kaiser, in der Uniform des ersten Garde- Regiments ä. F. mit dem Feldmarschall-Interims-Stabe hatte vor der Kirche Aufstellung genommen. Die In­fanterie marschierte in Kompagnie-Kolonnen mit aufge­pflanztem Seitengewehr, die Kavallerie und Artillerie in Eskadron- bezw. Batterie-Kolonne mit gezogenem Säbel vorbei. Nach der Parade nahm der Kaiser vom Balkon des Kaiserpalastes aus, den Vorbeimarsch der Fahnen-Kom- pagnie entgegen. Nach Schluß der Parade fand beim kom­mandierenden General des 17. Armeekorps, Herwarth von Bittenfeld, Frühstückstafel statt. Um 1 Uhr 40 Min. begab sich der Kaiser nach Schlettstadt. Um 4 Uhr traf er auf der Hohkönigsburg ein und besichtigte unter Führung des Architekten Ebhardt die einzelnen Teile derselben. So­dann legte der Kaiser unter drei Hammerschläaen den Grundstein zum Wiederaufbau. Ter Kaiser befand sich sicht­lich in bester Stimmung. Tie Aussicht von der Burg war prachtvoll. Ueber zwei Stunden verweUte Se. Majestät in der Burg und trat um 6 Uhr die Rückfahrt an. Die Rück­kehr des Kaisers in Straßburg erfolgte um 8 Uhr. Um 7 Uhr traf die Kaiserin hier ein.

Die Leitung der 1. Abteilung im Reichspostamt, deren Direktor der jetzige Staatssekretär Kraetke war, ist dem Geheimen Oberpostrat Giesecke übertragen worden.

Wie wir hören, wird der neue Zolltarifgesetz­en t w u r f in allernächster Zeit dem Bundesrate zugehen.

In konservcttiven Kreisen wird der Auffassung ent­gegengetreten, daß die konservative Kanalgegner- schäft erst bestehe, seit der K a i s e r sich zu Gunsten des Mittellandkanals ausgesprochen habe. Schon im Jahre 1886 habe der Abg. v. Rauchhaupt erklärt, die Konservativen seien entschlossen, den Rhein-Elbekanal einmütig abzu­lehnen. Tie damaligen Bedenken gegen den Kanal wären auch bei der letzten Vorlage maßgebend gewesen.

Wie wir hören, sollen in den nächsten Jahren dem Reichstage auch Forderungen für den Bahnbau in dem westafrikanischen Schutzgebiete zugehen. Hinsichtlich Kame­runs wird eine solche Vorlage schon in der nächsten Tagung dem'Reichstage unterbreitet werden. Geplant ist u. a. der Bau einer Eisenbahn von Kamerun-Telta bis über das Küstenland hinaus, wodurch die hinter der Küste liegende Zone aufgeschlossen werden soll. Ein für den Bau dieser Bahn gebildetes Konsortium verlangt vom Reiche lediglich, die Gewährung von Landkonzessionen.

Stuttgart, 11. Mai. (Kammer.) Der Antrag der deutschen Partei auf Ermittelungen über den Anschluß an die Preußisch- Hessische Ei s enb ah n g em e in- schaft wurde mit 51 gegen 26 Stimmen abgelehnt.

ebenso der Antrag der Sozialdemokraten zu Gunsten einer Reichsbetriebsverwaltung mit 44 gegen 31 Stimmen. Unter den Zustimmenden war auch ein Mitglied der Volkspartei. Ter Antrag des Zentrums und der Volkspartei gegen den Anschluß an die Preußisch-Hessische Eisenbahngemein­schaft wurde mit 53 gegen 26 Stimmen angenommen. Ein Zusatz-Antrag auf Erlaß eines R ei ck>s ei s e n b a h n- gesetzes, das dem Reiche einen gesteigerten Einfluß auf den Dettieb der deutschen' Bahnen verschaffen soll, wurde einsttmmig angenommen, ebenso ein Antrag auf Verbillig­ung des Verkehrs, insbesondere des Nahverkehrs. (Der Gedanke auf Einführung einer Reichseisenbahnvertvaltung nach dem GrundsatzNiemandem zu Liebe, niemandem zu Leide", ist jedenfalls erheblich gesünder, als die Anglieder­ung an die preußische Verwaltung. D. Red.)

Augsburg, 12. Mai. Am Begrüßungsabend anläß­lich der Generalversammlung des bayerischen Kanal Vereins erwähnte Prinz Ludwig in einer Ansprache, daß seine Besttebungen zur Hebung der Binnenschiffahrt gottlob auch anderwärts, insbesondere seitens des Kaisers geteilt würden. Der Vertrag über Fortsetzung der Main- Kanalisation von Offenbachbis Frankfurt sei zwar noch nicht abgeschlossen, aber das fei auf dem besten Weg und et hoffe, daß der Verttag seinerzeit aucty von den beteiligten Landtagen genehmigt werde. Mertens Köln betonte unter lebhaftem Beifall, die preußischen Kanals freunde würden im Verttauen auf den Kaiser in ihren Bestrebungen nicht nachlassen. Auf der Generalversamm­lung führte Professor Eheberg-Erlangen aus, daß, wenn die preußische Kaualvorlage zur Annahme gelange, Bayern ohne schwere volkswirtschaftliche Schädigung in der Aus­bildung seines Binnenschiffahrtsnetzes nicht zurückbleiben dürfe. Bei dem Festmahl, das sich an die Verhandlungen an schloß, betonte Prinz Ludwig nochmals, daß der ge­plante Großschiffahrtsweg durch Bayern allen wirtschaft­lichen Ständen zu Gute kommen werde._________________

Ausland.

Christiania, 11. Mai. Das Odelsthing hat die Ein­führung des allgemeinen kommunalen Stimm­rechts für Männer, sowie mit 68 gegen 17 Stimmen die Einführung des kommunalen Sftmmrechts für Frauen angenommen, die von wenigstens 300 Kronen Einkommen Steuern zahlen.

Haag, 11. Mai. Die Regierung hat dem Parlament einen Gesetzentwurf betreffend die Trockenlegung eines Teils desZuydersees auf Staatskosten vorgelegt. In dem Entwurf wird vorgeschlagen, die Küsten der Provinzen Nord-Holland und Friesland nördlich der Insel durch einen Teich zu verbinden und 46 000 Hektar des Zuydersees trocken zu legen. Tie Kosten hierfür sind auf 95 Millionen Gulden veranschlagt, die durch eine Anleihe aufgebracht werden, sollen; die Arbeiten sollen in 18 Jahren vollendet werden. Während 60 Jahre soll das Budget jährlich um zwei Millionen Gulden erhöht werden.

Paris, 11. Mai. Um die gegenwärtig in der me­tallurgischen Industrie herrschende Krisis zu mildern, beschloß der Arbeitsminister, durch eine besondere Kommission allgemeine Regeln feststellen zu lassen, nady denen die Eisenbahngesellschaften bei Bestellungen ihres rollenden Materials vorgehen sollen, um einerseits für eine Periode lebhafterer Thätigkeit gerüstet zu sein, an­dererseits den Industriellen den Kampf mit den ausländi­schen Konkurrenten zu erleichtern.

Aus Montlucon wird gemeldet, daß der österreichische Kellner Jovanoiwitsch, der beschuldigt war, an der Spionage-Affaire in Commentry beteiligt zu fein,, heute früh vorläufig freigelassen wurde.

Konstantinopel, 11. Mai. Tie Pforte richtete an die Botschafter eine neue Note, in der sie ausführt, daß die Instruktionen der fremden Postämter auf keiner gesetz­lichen Grundlage beruhten, ferner die Beschuldigungen, daß die fremden Postämter den Schmuggel begünstig­ten, wiederholt, auf den Fortschritt der türkischen Post- verwaltung hinweist und neuerlich die sofortige Aus­hebung der fremden Postämter fordert. Die Bot­schafter sandten auch diese Note dem Minister des Aeußern Tewsik-Pascha mit der Erklärung zurück, daß sie die Note, wegen der in ihr enthaltenen neuerlichen Beschuldigungen, anzunehmen nicht in der Lage sind. In der Angelegenheit des Postkonfliktes fand heute abermals eine Versammlung der Botschafter statt. Tas französische SchiffLongo", das gestern von Syrien abgegangen ist, verweigerte die Auf­nahme von Postsendungen seitens der türkischen Postverwalt- ung Tie Abfahrt ging übrigens ohne. Hindernis vor sich. Ter französische Botschafter beauftragte die beiden fran­zösischen Stationsschiffe, sich für alle Fälle bereit zu halten. 72 für die fremden Postämter bestimmte Postsend­ungen aus Europa, die an der bulgarisch-türkischen Grenze von bulgarischen Beamten zurückgehalten worden waren, wurden einem Beamten der österreichischen Post überant­wortet, jedoch bei ihrem Eintreffen auf türkischem Gebiet durch die türkische Zollbehörde versiegelt, zur Beförderung nach Europa durch die ftemden Postämter bestimmte Sendungen werden täglich dur chSpezialkuriere befördert.

Petersburg, 11. Mai. Durch kaiserlichen Ukas wird die Emission einer vierprozentigen Anleihe im Nominal­beträge von 424 Millionen Fr cs unter dem Flamen einer 4 proz. konsolidierten russischen Rente