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auch zu C. b. 6 der Besoldungsordnung Dom 9. Juni 1898 in Ansehung der an dieser Stelle (Gerichtsschreiber bei den Amtsgerichten rc.) sowie der unter Nr. 10 (HilfS gerichtSschreiber bei den Amtsgerichten rc.) bezeichneten Beamten zugefügt werden. III. Daß die Bemerkungen unter I und II mit Rückwirkung vom 1. April 1900 in Kraft treten.
Der Regierungsvorlage, betr. eine provisorische Lehreritelle am Realgymnasium zu Darmstadt stimmt der Ausschuß zu.
Die Wahl des Agb. Georg Häusel zu Michelstadt soll auf Antrag deS Ausschusses für gütig erklärt werden.
Ans Stadt und Zand.
Gießen, 13. Mai.
** Personal Nachrichten. Der Großherzog hat dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Gießen Ferdinand Schmidt und dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Lauterbach Ferdinand Frey den Charakter als .Amtsgerichtsrat" erteilt; ferner den Steuerinspektor Regierungsrat Dr. Ludwig Lauer der ihm übertragenen Funktion eines VifitationSkommissärs der Steuerkommissäre enthoben; den SteuerkommiffariatS- assistenten bei dem Steuerkommissariat Offenbach RegierungS- assessor Georg Hoos zum Steuerkommifsär deS Steuer- kommissariats Beerfelden, den Gerichtsschreiber-Aspiranten Herman» Müller zu Darmstadt zum 2. Affistenten bei dem Erbschaftssteueramt und den Zeichengehilfen bei der Main- Neckar-Eisenbahn Ludwig Heiland aus Darmstadt zum Zeichner bei dieser Bahn ernannt.
** Nach Kamerun. Oberstleutnant Pavel, Stabsoffizier im hiesigen Infanterie-Regiment Nr. 116 ist, wie wir hören, Kommandeur der Schutztruppe in Kamerun geworden, als Nachfolger des Majors v. Kamptz. Ein Bruder des Herrn Pavel ist bekanntlich Kommandeur des 2. Ostasiatischen Infanterie-Regiments. Tie Schutztruppe soll eine wesentliche Vermehrung der Mannschaften erfahren.
** Turngang. Wie aus dem Inseratenteil erficht- lich, unternimmt die Gießener Turnerschaft am Himmel- f a h r t S t a g einen Turngang auf den Tünsberg, der auch dazu dienen soll, den für das allgemeine Wettturnen vorgesehenen und von der kgl. Forstbehörde bereitwilligst zur Verfügung gestellten und abgeholzten Turn-Platz in Augenschein zu nehmen. Am 30. Juni wird gelegentlich des Tünsbergfestes auch einWettturnendesTurn- gaues Hessen stattfinden.
t Annerod, 13. Mai. Gestern fand durch Kreisfeuerwehrinspektor Loos eine Besichtigung unserer freiwilligen und Pflichtfeuerwehr statt. Mit Ausnahme einiger durch Krankheit entschuldigter Wehrleute war die Mannschaft Dollzählig zur Stelle. Die Schulübung ging sehr gut von statten und der Brandangriff zeigte, daß sich- die Geräte in sehr gutem Zustande befinden, deshalb nahm auch der Kreisfeuerwehrinspektor Veranlassung, sich über die Leistungen der gesamten Mannschaft sehr anerkennend auszusprechen.
E- Allendorfa. d. Lumda, 12. Mai. Sonntag Exaudi, 19. Mai, nachmittags 2 Uhr, soll unser Klein kinder- schutfest, diesmal in der Kirche, mit nachfolgenden' Spielen der Kinder im Freien, abgehalten werden. Pfarrer Volp von Laubach, der frühere Geistliche unserer Gemeinde, wird die Festansprache halten.
Bad-Nauheim, 12. Mai. Unterhaltungen vom 15. bis 19. Mai. Frühkonzert der Kurkapelle täglich von halb 7 bis halb 8 Uhr vormittags am Kurbrunnen. Mittwoch 15. Mai, abends 8 Uhr Eröffnung der Theatersaison: „Tie versunkene Glocke". Ein deutsches Märchendrama in fünf Akten von Gerhard Hauptmann. Donnerstag 16. Mai, Himmelfahrt, nachmittags von halb 4 bis halb 7 und abends von halb 8 bis 9 auf der Terrasse: Konzert der Kapelle des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm (2. Gvoßh. Hess.) Nr. 116 aus Gießen. Freitag 17. Mai, abends 8 Uhr Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kurkapelle: Einmaliges Gastspiel der Solotänzerinnen Fräulein Milla Reisinger und Fräulein Samsa vom Opernhaus in Frankfurt a. M. „Ballet". Hierauf: „Zum Einsiedler". Lustspiel in 1 Akt von Benno Jacobson. Tann: „Ballet". Hierauf: „In Civil". Lustspiel in 1 Akt von G. Kadelburg. Zum Schluß: „Ballet". Samstag 18. Mai, abends 8 Uhr Theatervorstellung: „Ter Schlafwagen-Kontrolleur". Schwank in 3 Akten von Alexandre Bissau. An den Wochentagen spielt die Kurkapelle täglich von halb 4 bis halb 7 auf der Terrasse. Sonntag 19. Mai, Konzert der Cornet a Piston-Virtuosin Fräulein Sophie Branden und der Kurkapelle.
—h— Kaulsto ß, 11. Mai. Bei der heutigen Bürgermeisterwahl wurde der Gast- und Landwirt Heinrich Uf in g er VIII. einstimmig zum Bürgermeister gewählt. Von 54 Wahlberechtigten hatten 46 abgestimmt.
Schlitz, 17. Mai. Tem Gräflich Görtz'schen Ehepaar in Schlitz hat der Kaiser zur silbernen Hochzeit eine Zusage gemacht, die für die Stadt Schlitz und den ganzen Bezirk von großer Bedeutung ist. Hiernach soll die dem nächst zu erbauende Bahnlinie Gerstungen-Hünfeld baldigst eine direkte Fortsetzung nach Schlitz erhalten, so daß dieser Platz Station einer abgekürzten Verbindung Berlin- (bezw. Sachsen-) Thüringen-Koblenz-Metz wird. Auch ist für Schlitz die Schaffung einer Militärverpflegungsstation in Aussicht genommen. Tamit erhält das Schlitzer Amt geeigneten Ersatz für die seit Jahrzehnten vergebens gehoffte Einbeziehung in eine direkte Route Berlin-Frankfurt a. M.
§ Grebenhain, 12. Mai. Dvr einiger Zeit wurde hier die Nachricht verbreitet, daß das hiesige Postamt in eine Agentur umgewandelt werden solle, da zwischen der Gemeindevertretung und dem PofifiskuS beim Ankauf des Geländes zum Bau eines neuen PoftgebäudeS keine Einigung erzielt worden sei. Nunmehr hat sich diese Angelegenheit zur Freude der hiesigen Bürgerschaft geklärt. Zwischen der Postbehörde und der Gemeinde ist jetzt ein Kaufvertrag zustande gekommen. Das neue Postgebäude wird in der Mitte des Dorfes errichtet werden. — Im Walddistrikt „Rothebach" der hiesigen Oberförsterei werden zurzeit größere Fichtenstammholzfällungen für die ^Telegraphenstangen-Jmprägnieranstalt" bei Schotten sorgenommen. Dem Forstwart Dillemuth zu Bermuthshain wurde bei den Meffungsarbeiten vonseiten der Forstbehörde >er Forstwartasfistent Körber aus Altenbuseck beigegeben.
Die Stämme werden von Fuhrleuten der Umgegend gefahren und beim Verladen muß große Vorsicht obwalten, da das Holz zu dem Zwecke keinerlei Beschädigungen erleiden darf.
Darmstadt, 11. Mai. Der Großherzog und die Großherzogin empfingen am 10. Mai den kgl. Großbritannischen Geschäftsträger mit Gemahlin, Mr. und Mrs. Johnstone. — Der Großherzog empfing am 11. Mai u. a. den Generalleutnant v. Perbandt, Kommandeur der Großh. (25.) Division, den Staatsanwalt Reuß von Gießen, den Fabrikanten Finger von Lauterbach.
Groß-Umstadt, 11. Mai. Auf dem sogen. Querwege am GeyerSberg wurde kürzlich eine Messing täfel in Größe von 21x17 Ctm. gefunden, in die folgende merkwürdige Inschrift von sachkundiger Hand sauber und exakt mit hübschem EinfasiungSrand eingraviert ist: CARL • WILHELM * VON ♦ CURTI * GENANT ♦ CURTIUS * BARONET • IN • ENGELLAND • GEWESENER • UNGLUECKLICHER * CHURPF AELZISCHER • OBER-AMTMANN • ZU • UMSTADT * UND * OTZBERG • NACHGEHENDß • HOCHFUERSTLICHER • HESSEN-DARM8TAEDTISCHER • ADLICHER • REGIERUNGBRATH • BESCHLOSS * SEINEN • MUEHSEELIGEN • ANFECHTUNGS - VOLLEN * LEBENSLAUFF • DEN • XIII. * APRIL • MDCCXXXIII * SEINES * ALTERS • LXXVIH • JAHR • III MONAT • UND * VII * TAGE *. Vermutlich war die Tafel als Schild an einem Sarge befestigt, was die zehn Durchbohrungen für Nägel am Rande genügend darthun.
-k- Mainz, 10. Mai. Bei neuen Kelleranlagen unfern des alten israelitischen Friedhofes hier, ist man jüngst auf Reste eine« römischen Friedhofes gestoßen. Es wurden nicht weniger wie 32 ganze Grabstellen festgestellt. Diese Grabstellen verteilen sich auf 20 Skelettgräber, bei denen noch vielfach die Reste von Holzsärgen und Sargnägeln in 8 Brandgräbern und 4 Sarkophagen aufgefunden wurden. Diese waren zum Teil aus rotem und grauem Sandstein, die Skelette waren Aum Teil noch wohl erhalten. In den Brandgräbern befanden sich Aschenurnen und andere Gefäße, in denen sich noch Aschereste vorfauden. Die Beigaben in den Gräbern bestanden zum größten Teil aus Thonkrügen, Schalen und Schüsseln. An Schmucksachen wurden Glasperlen, Armringe und auch einige Silbermünzen mit dem Bilde des römischen Kaisers Elagabalus gefunden. Die meisten Fundstücke wurden dem städtischen Museum einverleibt.
Wißmar (Kreis Wetzlar), 10. Mai. Gestern wurde hier unter großer Anteilnahme ein Mann zu Grabe getragen, der in weiten Kreisen seiner Heimat Verehrung genoß: der seit Herbst vorigen Jahres im Ruhestand lebende Pfarrer Karl Liebrich. Geboren 1821, studierte er, sich dem Berufe widmend, dem bereits eine Reihe seiner Borfahren gedient hatte, in Halle und in Bonn Theologie. Bon jeher ein be- geisterter Patriot, schloß er sich in Halle der burschenschaft- lichen Bewegung an und gründete in Bonn im Sommer 1844 mit seinen Freunden eine neue Burschenschaft, die noch heute blühende „Alemannia", deren 1. Sprecher und ältestes Ehrenmitglied er war. 45 Jahre lang hat er in dem Heimatort Wißmar, wo er der Nachfolger seines seit 1824 in der Ge- meiude thätig gewesenen Vaters wurde, in Segen gewirkt. Dem Vorstand der Synode Wetzlar gehörte er seit 1862 an, mehrere Jahre lang fiel ihm an Stelle des vom Alter gebeugten Superintendenten die Verwaltung der Superinten dentur zu; als er dann selbst in dieses Amt erwählt werden sollte, glaubte er mit Rücksicht auf seine vorgeschrittenen Lebensjahre ablehnen zu müssen. Der Förderung des Gemeinwohles hat er seit Bestehen der neuen Gemeindeordnung in der Rheinprovinz als Mitglied des Kreistages des Wetzlarer Kreises eifrig gedient. In den Reden und Ansprachen, die seiner Bestattung vorangingen, wurden sein lauterer Charakter, sein ideales Streben, sein Patriotismus mit Wärme hervor- gehoben. Auch die oben genannte Bonner Burschenschaft hatte eine Vertretung geschickt, deren Sprecher mit huldigenden Worten einen Lorbeerkranz mit schwarz rot-goldener Schleife am Grabe niederlegte.^
Vermischtes.
• Görlitz, 11. Mai. Hier brachte die Ehefrau eines Handlungsreisenden, wie vermutet wird in einem Anfalle von Geistesstörung, sich und drei ihrer Kinder durch Leuchtgasvergiftung ums Leben.
* Münchberg (Oberfranken), 11. Mai. Heute vormittag zertrümmerte der Weber Hofmann in Winklas bei Münchberg mit einem eisernen Wagenreifev seinem vier Wochen alten Kinde den Kopf, sodaß der Tod sofort eintrat, und brachte seinem zweijährigen Knaben mit dem gleichen Jnsttument lebensgefährliche Verletzungen bei. Nach der That stellte sich der Mörder der GenSdarmerie.
* Petersburg, 11. Mai. Der Medizinalrat hat festgestellt, daß es sich bei der zu Ende des vorigen und zu Anfang des laufenden Jahres in verschiedenen Ortschaften des Gouvernements Astrachan und der Kirgisischen Steppe vorgekommenen epidemischen Erkrankungen um Fälle der indischen Pest gehandelt hat. — Stadt und Hafen Rio de Janeiro find vom Medizinalrat für seuchenfrei, Alexandrien ist für verseucht erklärt worden.
* Catania, 11. Mai. Heute nachmittag wurde ein sehr starkes Erdbeben in Nicolovi verspürt, mehrere Häuser wurden beschädigt. Ein Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen.
Universitäts-Nachrichten.
— Ebenso wie die Ordnung der Reifeprüfungen an den neunklassigen höheren Lehranstalten (Gymnasien, Realgymnasien und Ober-Realschulen) in Preußen eine Aenderung erfahren wird, deren Grundzüge wir mitgeteilt haben, ist auch eine Neuordnung für die Entlassungsprüfung an den sechsklassigen höheren Schulen (Progymnasien Realprogymnasien und Realschulen) in Preußen in Aussicht genommen' Durch den königlichen Erlaß vom 26. November 1900 ist bekanntlich die „Abschlußprüfung" an den neunklassigen höheren Schulen, d. h. die Prüfung für die Versetzung nach Obersekunda, in Wegfall gekommen. Diese
Maßregel muß nach dem Grundsätze ausgleichender Gerechtigk-ü auch auf die sechsklassigen Schulen einwirken, an denen die gleichaltrigen Genoffen der Untersekundaner auf den neunstufigen Anstalten unter einen wesentlich komplizierteren Apparat gestellt sind, als derjenige ist, der jetzt an den neunklassigen Schulen nach Aufhebung der Abschlußprüfung en Thätigkeit getreten ist und in Zukunft an den Pforten zur einjährigen Berechtigung stehen wird. Wie die „Nat.-Ztg." erfährt, soll die ganze Ordnung für die Entlaffungsprüfung an sechsklassigen Anstalten in Zukunft nur wenige Paragraphen umfassen. Der Zweck der Prüfung wird darin bestehen, zu ermitteln, ob die Schüler die Reife für die Obersekunda einer Vollanstalt erteilt haben; also die Entlaffungeprüfung wird in Zukunft der Ser« setzungsprüsung, die ja auch an neunklassigen Schulen nach Fortfall der Abschlußprüfung nach wie vor besteht, ähnlich sein. Die Prüsungs. kommission wird aus den Lehrern der obersten Klaffe, dem Direktor und einem königlichen Kommissar bestchen, der aber feine Rechte dem Direktor übertragen kann und hiervon voraussichtlich ausgedehnten Gebrauch machen wird. Für den Umfang der Prüfung, den Maßstab der Anforderungen und die Feststellung der Reife werden dieselben Grundsätze maßgebend sein, die an Vollanstalten für die Versetzung nach Obersekunda gelten.
Gerichtssaal.
Mainz, 11. Mai. Mit einer TestamentSfülschung hat sich die Strafkammer zu beschäftigen. Der Kaufmann Anton Feilzer und deffen Frau hatten im Oktober in Oberolm, als die Großmutter der Frau schwer erkrankte und starb, ein Testament angefertigt, in dem die Ehefrau als Universalerbin eingesetzt war. Die anderen Angehörigen fochten dieses Testament an und wiesen die Fälschung nach. Die Strafkammer verurteilte den Kaufmann zu neun und deffen Frau zu sechs Monaten Gefängnis. — Der Metzgermeister Bernhard Fröhlich hatte während des Gutenbergfestes tuberkulöses Vieh geschlachtet und verkauft. Er erhält eine Gefängnisstrafe von einer Woche.
Daudet und Verkehr. Uolkswiüschast.
Epirral, 12. Mai. Dis Baumwoll-Industriellen des Departements Meurthe et Moselle und Haute Saone, sowie des Territoriums von Belfort hielten heute hier eine Versammlung ab, in welcher beschloffen wurde, zur Einschränkung der Produktion vom 15. Mai ab an jedem Samstag die Arbeit in den Fabriken ruhen zu lasten, bis die vorhandenen Vorräte abgesetzt sind. Damit die Arbeiter keinen Schaden erleiden, soll eine Erhöhung der Löhne erwogen werden.
7" Grünberg, 11. Mai. Fruchtmarkt. Durchschnittspreis pro 100 Kilo. Weizen 17,75—18 Mk.,fKorn 16,00 Mk., Gerste 16,50-17 M., Hafer 14,75—15 Mk., Erbsen 18 Mk., Linsen 00,00 Mk., Samen 00,00 Mk., Wicken 20 Mk., Kartoffeln 5,50—6,50 Mk.
Arbeiterbewegung.
Darmstadt, 12. Mai. Der, wie wir in letzter Nummer berichteten, zum Ausbruch gekommene Bäckergehilfeustretk dauert noch fort. Nur wenige Meister sind es, die den Forderungen ihrer Gehilfen, und zwar zum Teil, entsprochen haben und diese zur Wiederaufnahme der Arbeit veranlaßten. Ueßer 200 Gehilfen befinden sich noch im Ausstand. Den „N. H. Volksbl." wird mitgeteilt, daß die Bäckerinnung ein Lohnangebot von 20, 17 und 15 Mk. pro Woche gemacht hat, während die Gesellen 26, 25, 23 und 19 Mk. verlangen. Das Verlangen nach Bezahlung von gesetzlich erlaubten Ueberstunden wurde abgelehnt. Zunächst will die Innung auf keinen Fall den Gesellen Wohnung aus dem Hause zubtlligen, sowett sie nicht verheiratet sind. In der Gesellenversammlung am Donnerstag abend wurde letztere Bewilligung als ein Scheinzugeständnis bezeichnet, da verheiratete Gesellen alsdann nicht mehr beschäftigt werden würden. Der Streik wurde, nachdem Hegmann aus Mannnheim einen Vortrag über die „Notwendige Verkürzung der Arbeitszeit" gehalten» mit 181 Stimmen in der schon erwähnten Versammlung beschloffen. 13 Meister mit 37 Gehilfen und 7 Hausburschen haben die Forderungen anerkannt und bei ihnen wird gearbeitet.
Harrau, 12. Mai. Die hiesigen organisierten Friseur- und Bar« biergehilsen sind mit Forderungen an ihre Arbeitgeber herangetreren, die aus Gewährung eines Wochenlohnes von 8 Mk. bet freier Station hinauslaufen. In den Kreisen der Arbeitgeber ist man nicht abgeneigt, darauf einzugehen, wenn die vor einiger Zeit beschloßene geringe Preiserhöhung einheitlich gehandhabt wird.
Skelsterbach, 12. Mai. Wegen weit auseinandergehender Lohndifferenzen hat die Arbeiterschaft in der Süddeutschen Waggon-Aktien- gesellschaft in Kelsterbach Sperre über die Fabrik verhängt, infolgedessen der größte Teil des Werkes stillsteht.
LpikylM ötr otrttuigftn franfefnrttr Ltittthkiarr.
Opernhaus.
Dienstag, den 14. Mai,*) „DieBettlerinvomPontdes Arts". Mittwoch, 15. Mai, abends >/-8 Uhr: „Die Geisha". Donnerstag, 16. Mai. „Lohengrin." Freitag, 17.Mai. Geschloffen. Samstag, 18. Mai. „Die Bettlerin vom Pont des Arts". Sonntag, 19. Mai. „^ra SD ian o Io/ Hierauf: „Tanzbilder/
Schauspielhaus.
Dienstag, 14. Mai. „Ueberunsere Kraft". Mittwoch, 15. Mai. „Romeo und Julia." Donnerstag, 16. Mai. 3</t Uhr. „Flachsmann als Erzieher". 7 Uhr. „Die rote Robe." Freitag, 17. Mai. „Ueber unsere Kraft." Samstag, 18. Mai. ,,D i e versunkene Glocke." Sonntag, 19. Mai. „Fuhrmann Henschel." Montag, 20. Mai. „Ueber unsere Kraft."
*) Wenn nicht anders bemerkt, Anfang 7 Uhr.
Darmstadt. Noch wenige Tage nur sind es bis zu der feter- ltchm Eröffnung der „Ausstellung der Künstlerkolonie Darmstadt 1901", die sich zur Charakterisierung ihres Wesens ein „Dokument deutscher Kunst" nennt. Auf der Mathtldmhöhe, in dem attm großherzogltchm Parke sind die Villen der sieben Künstler unter ihren eignen schaffenden Händen emporgewachsen, ist daS gemeinsame ErholungS- und Arbeits« öauS, der „Ernst Ludwigsbau" mit seinen Ateliers und Festräumen entstanden, ist das höchst originelle Theater, die Hallen für Plastiken und Gemälde, ist endlich auch das große Restaurant an der Schmal« leite des mächtigen Pialanenhatnö entstanden. Alle Häuser, all ihr Inhalt, alle Geräte, Geschirre, Möbel, Tapeten, Einrichtungen weffen künstlerisches Gepräge auf, weil alles nach den Ortgtnalplänm der sieben Künstler geschaffm worden ist. So wird die Ausstellung ein lebendes Bild davon sein, wie sich ein Künstler die Umgebung seiueS Lebms und Schaffens ausmalt, wie er sie sich wünscht, und wie er sie sich schafft, wenn die Umstände ihm die Vorbedingungen dazu in die Hand geben. Nicht tote Sammlungen, nein, lebendige Ausschnitte aus künstlerischem Leben wird es in Darmstadt zu sehm geben, darum wird auch der Besucher einen wertvollen Schatz von Anregungen und neuen Ideen mit nach Hause nehmen.
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