Ausgabe 
14.3.1901 Zweites Blatt
 
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jen, die tze- VWitim Ä W» 6mie. °ro und Süd, £h ??;n politisch.^ -bestehende en- Auch unsere immlungen nicht °» dm Bor- am Dienstag auf uBereins ein» regenden, äußerst aal des Cafe Leib Ml Erschienen eiNMngen. Der

Anwalt Dr. Jung führte der Redner gegen die oorans- seld. Bon öfteren idgebungen unter- ndigem Vortrage z einseitigem Jn- wirte geschehende i)t Bemittelten in itte, einmütig zu- Erhöhung der Ge- fozialdemokatische n. Dieser schlichte blichen Berufe bc* r, besitzt eine nicht Talent der naiven lkt genug, um auch fte Beachtung, son­ne Redeweise ist ge- ndruck aus die Ver­ein wenig Spötter, itter, seine kleinen :eru vielmehr Feind : Versammlung mit <es sehr gemäßigten idit zu verwundern, wffähig" geworden akteurs und Bor- Berbandes, Erd- eiluehmer an dem it W ÄeuUrung Z dem Munde eines Eindruä, den Herr ssührungen erzrelte, -v. Krumm recht lau, ibe bemerkbar, w cwiderte Lebnvme- > in der Weise be- hiedene Punkte der em Platzerechts d der Statis k ; auerte, baM» berufen /wu11* I /

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Frankfurt, den 13. März

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Arbeiterbewegung

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Großh. Hoftheater die Vorstellung auS.

Sch. Offenbach, 12. März. Gestern wurde hier der ver­heiratete, angesehene Zahntechniker Krämer, der eine gute Praxis hat, wegen eines an einem Dienstmädchen wäh­rend einer Zahnoperation begangenen Sittlichkeitsver­brechens tn Untersuchungshaft genommen, aber bald nach seiner ersten Vernehmung wieder entlassen; die Anzeige ist durch den Verlobten deS Mädchens, welchem sie das Erlebnis

beantragt. .

«Slp, 12. März. Im Prozeß Dasbach contra Hau brich ist bte von letzterem eingelegte Berufung gegen bas Urteil, woburch er zu 1500 Mk. Gelbstrafe verurteilt worben war, heute vom hiesigen Ober, anbesgericht kofienfällig abgewiesen worben.

Gumdinrrer», 12. März. Im Morbpr-zeß v. Krosigk find bte Akten nunmehr geschloffen unb bem Berichterstatter zugestellt. Nachdem bieselben bem Verteidiger zur Einsicht vorgelegen haben werben, rotrb bet Hauptverhandlungstermin stattfinben, unb zwar nach etwa 45 Wochen.

Ätattffuri <u M.- i2. März. Seit gestern streiken bier in denjentgen Firmen, die die Forderungen der Arbeiter nicht bewillig haben, die Damenschneider. Heut- stehen noch 106 M,nn trc Ausstand. Buch die HiaSirbetter beteiligen sich an demselben.

Marseille, 13. März Heute nachmittag haben zahlreiche Aus-

Gerichtssaal.

K. Gießen, 13. März. (S tr a f ka m m er sitz un gl vom 12. März.) Der Schreinergeselle und Taglöhner Ludwig I Heck von Schotten, 42 Jahre alt, mehrfach vorbestraft, ijtl engefiagt, am 9. Januar d. I. auf der Kreisstraße Breunges-1 hain-Busenborn versucht zu haben, den Theodor Becker von Michelbach zur Hingabe von 20 Pfg. zu nötigen, mit andern I Worten einen Erpressungsversuch an demselben begangen zu I haben. Tas Gericht erkannte den Angeklagten für schuldig I und verurteilte ihn mit Rücksicht auf seine Vorstrafen zu zwei Monaten Gefängnis und zur Tragung derl Kosten des Verfahrens. Der Angeklagte erkannte die Rechts­kraft des Urteils an. Die Schüler Richard Prott, 13 Jahre alt und Heinrich Ferdinand Schmidt, 14 Jahre alt, beide von Vilbel, sind angeklagt, dem Fuhrmann Her- mann Volz von Eichelsachsen eine Quantität Heu im Wertes von 1 Mk. und einen Teppich im Werte von etwa 4 Mk. weggenommen zu haben. Dem Vater des Angeklagten Schmidt, Mineralwasserhändler Friedrich Wilhelm Schmidt von Vilbel, wird zur Last gelegt, die beiden Schüler zu diesem schweren Diebstahl angestiftet zu haben, auch wird er »er Hehlerei beschuldigt. Aus der Verhandlung ergiebt

Landwirtschaft.

Berlin, 12 März. Das Kaiserliche Gesundheitsamt teilt mit: Dtr Ausbruch bet Maul- unb Klauenseuche unter Rinbern tst ge- melbct vom Schlachtviehhofe zu Dtesben am 11. März.

«erlitt, 12. März. Die ,Notbb. Allg. Ztg." schreibt: Dte von bet Landwirtschaftskammer bes belgischen Namur geplante internation ale Ausstellung finbet int Juli statt unb wirb 2 bis 3 Wochen qeöffntt sein. Sie soll alle Zweige bet Lanb- unb Forstwirtschaft, namentlich auch landwirtschaftliche Maschinen unb Geräte, Milchwirtschaft, Pfetbe- Rmb j vieh- unb Schweineschau, insgesamt 270 Abteilungen, umfassen. Alle tm Vorjahre in Paris prämiierten belgischen Pfetbe werden voraussichtltch ausgestellt. Neben ajtberen Preisen roerben mehrere bebeutenbe Preise der belgischen Regierung »erteilt werben. Die Beteiligung beutscher Aus­steller ist sehr erwünscht

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

fc. Offenbach, 12. März. Die Portland-Zement-Fabrik, A. G, Offenbach a. M., »erteilt eine Dividende von 6pSt. (gegen 5 tm Vorjahre). bec heutigen Generalversammlung der

Sektkellerei Kuvfetbetg, Commandit Gesellschaft auf Aktien, wurde die Verteilung einer Dividende von 20 pCt. beschloffen. Seitens bes Aussichtsrats war beantragt gewesen, nur 18p6t. Dividende zu geben, . während ein Aktionär 22 unb ein anderer sogar 25 pCt. verteilt totsten wollte. Schließlich machte der Ausfichtsrat den Antrag eines britt-n Aktionärs, 20 pCt. zu geben, zu seinem eigenen, worauf der Beschluß er­folgte. An Stelle des verstorbenen Kommerzienrats Releaux wurde Ober­bürgermeister Dr. Gaßner einstimmig in den Aufsichtsrat gewählt.

fc. »ravkfurt CU M, 12. März. (Heu- unb Strohmarkt) Angefahren 17 Wagen mit Heu, 3 mit Stroh. Heu 4,30-4,70 Mk, Stroh (Roggenstroh) 2,80-3,40 Mk. Alles pr. 50 Kgr.

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Meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

Fortsetzung.

W Gumbinnen, 13. März. 1.50 Uhr. (Tel.-Meld.) Der Unteroffizier Mertens, der wegen Verdacht de» Mordes an dem Rittmeister v. Krosigk in Unter­suchungshaft saß, ist entwichen.

Berlin, 13. März. Im Kaiser Hofe fand zu Ehren E-> ft WichertS ein Bankett statt. Minister Dr. Studt brachte das Hoch auf den Kaiser aus. Julius Wolff hielt die Fest­rede und feierte den Jubilar als Dichter und Mens-V. Wichert dankte.

London, 13 März. Nach den Voranschlägen dcS Marinebudgets sollen 1901 und 1902 folgende neue Schiffe gebaut werden: 3 Panzerschiffe, 6 gepanzerte Kreuzer, 2 Kreuzer 3. Klasse, 5 Torpedoboote, .Torpedo­zerstörer, 2 Korvetten, 5 Unterseeboote nach holländisch-m Modus. Ferner sollen 40 Schiffe verschiedener trans­atlantischer Gesellschaften als geschützte Kreuzer Verwendung finden. Der Nachtragekredit für den Bau der neuen Schiffe soll dem Unterhause später vorgelegt werden.

Barcelona, 13. März. Gestern abend fanden in der S'adt Tor eil o lärmer de Kundgebungen statt. Die Unruhe, stifter zerschnitten die Telegraphendrähte, zündeten das Haus eines Industriellen an und schleuderten Stewe gegen das Militär. Dies gab Feuer und verwundete mehrere Personen. ...

Petersburg, 13. März. Mehr als 70 Professorin der Universität Moskau wandten sich in einer Prolla mation an die dortigen Studenten, worin sie diese auffordcrn, sich von Leuten, die tn keiner Verbindung mit der Universität stehen, nicht verleiten zu lassen und als Freunde und Kolleg n ie bitten, ihre Studi-n w.eder aufzunehmen.

Petersburg, 12. März. Das Befinden des Unterrichts- Ministers Bogolepow war in den letzten Tagen weniger befriedigend infolge Verunreinigung der Wunde. Nachd m zur Reinigung der Wunde eine Operation vorgenommen und der Eiter entfernt worden war, ist die Temperatur gesunken, das Allgemeinbefinden hat sich gebessert. Die Gefahr ist noch nicht beseitigt.

5 7a Italien. Rente . .

4 0/3 Griech. Monop.-Anl.

8 u/0 Portugiesen . .

3 o/fl Mexikaner . . . 41/1 o/y Chinesen . .

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Wäbrend der Krankheit ist eine leicht verdaulich^ nahrhafte Diät welche den erkrankten Körper unterftufct, ohne dle Lempnarur ni erhöben die geeignetste. Eine von Aerzten empfohlene Speise $ dann Mondamin, mit Milch gekocht, als Brei oder warmer Pudding Der zarte Geschmack des Mondamin wirktavpeti^ ameacnd bei Kranken und Reconvalescenten. Es ist zu haben in Paketen ä 60, 30, 15 Pfg. 814

Arown & Aolsons

Neueste Weldungeu.

G. Darmstadt, 13. März, 1 Uhr 35 Min. (Tel.-Meld, d.Gieß. Anz.") Die Zweite Kammer der Stände setzt» heute morgen die Beratung des Budgets mit Kap. 81, Ge- werbeinspcttion, fort; die Regicrungsforderung von 52 626 Mark wird bewilligt. Der Antrag der Abgg. Frenai) u. 01en. auf Anstellung eines Fabrikinspektors wird mit 16 gegen 13 Stimmen abgelehnt. Kap. 82, Dampfkcssclrevision, Kap. 83, Aichwesen, Kap. 84, Zentralstellengeiverbe, Kap. 85, Aus­kunftsstellen und Kap. 86, gewerbliches Unterrichtsweseu, werden genehmigt. Hierauf tritt die Kammer in die Ge­neraldebatte über die Landwirtschaft ein. Abg. Erk wünscht eine intensivere Züchtung des einheimischen Rindviehs. Abg. Weidner führt in einstündiger Rede Klage gegen Maßregeln des Landwirtschastsrates insbesondere gegen die statt­gehabte Prämiierung auf der Landesausstellung zu Darm­stadt, ferner gegen den Zuchtinspektor, der sich niemals in Lberhessen habe sehen lassen,, auch gegen die "Thätig- feit der landwirtschaftlichen Provinzialvereine u. a. mehr. Um 1 Uhr wird die Sitzung geschlossen. Morgen 9 Uhr

sich, daß der Angeklagte Prott trotz seiner Jugend schon ein sehr verdorbener Junge ift Ter Staatsanwalt bean­tragt für die beiden jugendlichen Verbrecher eine Gefängnis­strafe von 5 Tagen, für den Vater Schmidt eine solche von , 2 Monaten. Tas Gericht verurteilt den Angeklagten Prott 1 zu zwei Tagen, den Angeklagten Schmidt jun. zu einem Tag und den Angeklagten Schmidt sen. zu zwei Wochen Gefängnis und legt jedem der Ange­klagten ein Drittel der Kosten auf. Der 52jähriae Weiß binder Johannes Schäfer III. von Mainzlar, der noch nicht vorbestraft ist, ist angeklagt, zu Mainzlar am 2. Januar d. I. der Gemeinde Mainzlar drei Spalten Holz im Werte von 1.50 Mk. aus einem umschlossenen Raume mittelst Einbruch weggenommen zu haben. Ter Angeklagte I ist geständig, behauptet aber, aus Not gehandelt zu haben, auch stehe ihm das Holz zu. Tas Gericht ist jedoch anderer Meinung und verurteilt den Angeklagten unter An­nahme mildernder Umstände zu drei Monaten Ge­fängnis, rechnet ihm auch die erlittene Untersuchungs­haft auf. Der Angeklagte erkennt die Rechtskraft des Urteils an. Gegen das Urteil des Großh. Schöffengerichts Grün­berg vom 16. Januar d. I. legte der Angeklagte Georg Karle von Stockhausen Berufung ein. Tas Gericht hatte ihn wegen Körperverletzung mittelst gefährlichen Werkzeugs zu zwei Monaten und 14 Tagen und wegen ruhestörenden Lärms zu acht Tagen Haft verurteilt, weil er am 13. August v. I. zu Stockhausen seine Ehefrau vorsätzlich mittelst hinter­listigen Ueberfalls und lebensgefährlicher Vehaudluna körperlich mißhandelt und durch Schreien und Sckiimpfeu ungebührlichen Lärm verursacht hatte. Dem Antrag der Verteidigung entsprechend beschließt das Gericht, die Ver­tagung, da der Hauptentlastungszeuge nicht geladen werden konnte. Das ledige Dienstmädchen Margarethe Balser von Rödgen, die bei ihren 21 Jahren schon mehrfach wegen Diebstahl und ähnlichen Delikten vorbestraft ist, hat sich

I heute wieder wegen verschiedener Veruntreuungen zu ver­antworten. So wird ihr zur Last gelegt, am 3. Januar d. I. um den Betrag von 2 Mk., das des Bäckermeisters schiedene Kleidungsstücke im Werte von 47 Mk. und den Barbetrag von 2 Mk. entwendet, ferner in Gießen das Ver­mögen des Gymnasiallehrers Franz Schmidt am 7. Januar d. I. umd en Betrag von 2 Mk., das der Bäckermeisters sHeinrich Krämer um den Betrag von 1 Mk. und das des

Kaufmanns Heinrich Selbst am 18. Januar um den von 2 Mk. durch Vorspiegelung falscher Thatsachen geschädigt zu haben. Die Angeklagte ist völlig geständig, und da es sich mir um geringwertige Objekte handelt, beantragt der I Oberstaatsanwalt anderthalb Jahre Gefängnis, stellt auch die Anrechnung der Untersuchungshaft dem Gericht anheim. Dieses verurteilt die Angeklagte unter Zubilligung mildern­der Umstände zu einer Gesamtgefängnis st rase von 1 Jahr und 9 Monaten, auf die die erlittene Unter­suchungshaft mit einem Monat aufgerechnet wird. Der Geschäftsreisende Albert Eisenberg von Fadischow, Reg.-Bez. Stettin, 27 Jahre alt, vorbesttaft, z. Z. in Crain­feld wohnhaft, wird beschuldigt, im November und Dezember 1897 zu Gießen das Vermögen des Gastwirts Leopold Schütz um den Betrag von 30.45 Mk. geschädigt zu haben; dann wird ihm zur Last gelegt, daß er in Marburg am 14. De­zember 1897 mittelst Urkundenfälschung das Vermögen der Firma Lichtherz Grottmann u. Cie. in Köln a. Rh. um den Betrag von 25 Mk. geschädigt habe. Der Angeklagte be­streitet entschieden, einen Betrug oder Urkundenfälschung begangen zu haben. Das Gericht kommt auf Grund der Verhandlung zu der Ansicht, daß der Betrug im ersten Falle nicht erwiesen ist, und spricht deshalb den Angeklagten dieserhalb frei, wegen des zweiten Falles verurteilt es ihn nur wegen Betrugs zu zwei Monaten Gefängnis | und zu sieben Zehntel der Kosten. Seitens der Staatsanwalt­schaft war eine Gesamtstrafe von 2 Monaten und 14 Tagen

Rodheim bei Frankfurt a. M. Sein Scheiden wird! allgemein bedauert.

fc. Hungea, 12. März. W e wichtig ein eingehende Studium des Fahrplans vor Antritt einer Reise ist, lehrt folgendes Vorkommnis: Als vor einigen Tagen der Aben zug von Gießen um 9 Uhr hier eintraf, entstand auf dem Perron alsbald ein größerer Menschenauflauf, da man em etwa 20jährigeS Mädchen scheinbar leblos auS dem Zuge nach dem Wartesaal zweiter Klasse ver­brachte. Dem auS der Stadt herbeigeholten Arzt gelang , erst nach einiger Zeit unter Anwendung von Medikamenten dem Mädchen daß Bewußtsein wiederzugeben. ES war tn diesen Zustand verfallen, als eS im Zuge von dem Schaffner erfuhr, daß der letzte Zug nur bis Nidda fahre und nicht mehr möglich fei, Stockheim, etwa drei biß vier Stunden weiter gelegen, wohin das Mädchen reifen wollte, an diesem I Tage zu erreichen. Daß Mädchen hatte auf dem Fahrplan eine kleine Anmerkung übersehen, wonach nur an drei be­stimmten Wochentagen der Zug biß nach Gelnhausen fährt. Da ihm alle Barmittel fehlten, hatte ein derartiger Schrecken baß Mädchen überkommen, daß in den oben geschilderten Zustand verfiel. Die Bedauernswerte wurde über Nacht hier untergebracht und konnte erst am andern Tage in die Heimat reisen.

fc. Büdingen, 12. März. In Oberau bet Altenstadt wollte am Sonntag abend eine Bande Zigeuner mit sechs Wagen übernachten. Den Bauern paßte daß nicht, und sie verlangten den sofortigen Abzug der braunen Gesellen. Um ihrem Verlangen mehr Nachdruck zu geben, rückten die Bauern mit der Feuerspritze an. Außerdem demolierten sie die Wagen, schlugen die Fenster ein usw., obwohl viele Kinder! in den Wagen waren. Die Zigeuner mußten nach allen Richtungen Reißaus nehmen. Em alter, erblindeter Mann, der sich bei denselben befand, ist seit der Zeit ver­schwunden. Man nimmt an, daß er in der hoch ange schwollenen Nidder den Tod gefunden hat. Untersuchung ist eingeleitet.

% Darmstadt, 12. März. Der Großherzog und die Großherzogiu, sowie Prinz Albert zu Schleswig Holstein besichtigten gestern nachmirtag die Ausstellung der Frau H. 0. Preuschsn im KunstoeremShause. Wegen des Jahrestages des Todes weiland des Großherzogs Ludwig IV. (f 13. März 1892) fällt morgen abend im

ei zählt halte, erfolgt.

Mainz, 12. März. Gestern meldete sich auf dem vierten Polizeibezirk ein furchtbar herabgekommener Mann als ob­dachlos und machte hier die Mitteilung, daß er ein unsicherer HeereSpflichtiger sei und bis vor einiger Zeit bei der Fremdenlegion gestanden habe; er teilte weiter mit, daß er seinerzeit, da er nicht hätte Soldat werden wollen, sich nach Frankreich begeben habe, wo er sich, da ihm schlecht gegangen, bei der Fremdenlegion hätte anwerben lassen. Als Fremdenlegionär sei er mit seinem Bataillon nach China! abgegangen und habe dort mehrere Gefechte mit den Chinesen gehabt. Da es ihm aber bei den Franzosen nicht mehr ge­fallen habe, sei er desertiert und habe sich bei einem in China befindlichen deutschen Truppenkommando als HeereS- unsicherer gemeldet, man habe ihn aber nicht aufgenommen mit der Erklärung,daß man mit den Franzosen ver­bündet fei und könne ihn daher nicht aufnehmen." Jo einer Küstenstadt den Namen konnte er nicht angeben sei er mit der Unterstützung dort wohnender Deutschen auf ein deutsches Schiff gekommen und habe Dienst genommen; mit bem Gelbe, das er bei seiner Ankunft in Deutschland noch übrig gehabt, habe er sich biß jetzt durchgeschlagen, nun seien seine Mittel aber erschöpft und deshalb suche er bei der Polizei Unterkunft. Er wurde heute der Militärbehörde als unsicherer Heereßpflichtiger zugeführt.

fo. Üß»rm8, 12. Marz. Ps--«r.B°l'r hier ist be. vtulq ...............................

kanntlich für eine erledigte Pfarrstelle in Darmstadt non ber |ft6nb(0e Wagen, die mH Ecdnlsim btlaben waren umgeworfen und dortigen Kirchengemeinde in Vorschlag gebracht worden, die Säcke aufgertssen. Sie versuchten die Löschung und Ladung Pfarrer Vclte ber aus Lanqqöns gebürtigift, und früher des DampfersAdria" zu verhindern. Die Polizei unb Gendarmerie in Friedberg wirk!-, bat, wie wir hören, nicht di- «b-1'chrbten -tn und n-bm-n m.hr°r. B,rh-ttan°-n °°r. ficht, feine hiesige Gemeinbe zu verlassen.

Kleine Mitteilungen aus Heffen unb den Nachbarstaaten. Der Großherzog bat am 6. März dem Hoflakai Georg Borger baß Dienstehrenzeichen in Silber für 25 Hofdtenst- jahre verliehen. Am Dienstag Morgen war in Wetzlar in bet Wohnung bcs Turmwächters beß Domes ein Schorn fteinbranb entstauben, ber jeboch halb gelöscht würbe.

Das Wohlbefinden des

Kindes afftktionev, Wundsem, Pusteln usw. gestört. Deshalb sollten alle Mütter den Rat erfahre' er Aerzte befolgen und bte Kleinen nur mrt P°k. My^hol n- Seife waschen, welche durch den Mnholmgehalt erne g-ß^ Milde und absolute R'izlofigk.ü besitzt und l - ftud) Einfluß auf die zarte Kinde:haut ausübt. Uebera , in den Apotheken, erhältlich

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