Ausgabe 
13.8.1901 Erstes Blatt
 
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Erftts Blatt

Är. 188

181. Jahrgang

Dienstag 13. August 1901

Jliolilihellvcrsilherllllgsilllstalt Hr. Heßen

Amtlicher Feil.

1901.

Land-

Vor Gr. Bürgermeisterei erscheint

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pflichtiger Beschäftigung.

Vorgelesen, genehmigt, unterschrieben

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Großh. Bürgermeisterei

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Ich habe zuletzt vom

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Zur Beglaubigung:

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Großh. Bürgermeisterei

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Redaktion, Expedition und

Druckerei: Schulstrahe 7.

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, wohnhaft zu Straße Nr. '

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15 Jahren. **)

Verstorbene war zuletzt bei

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Beschl.

Dem Vorstand der Jnvalidenversicherungsanftalt ^Gr. Hessen" zu Darmstadt, Wilhelminenstr. 34, gemäß Ziffer 145 der Vollzug-anweisung ergebens! übersandt.

Großh. KreiSamt ..................................

*) Der Antrag muß bei Vermeidung des Ausschlusses vor Ab­lauf eines JahreS nach dem TodeStag gestellt sein.

**) Sofern elternlose eheliche Kinder in Betracht kommen, sind als Anlagen außerdem beizufügen: 1) die Sterbeurkunde der Mutter und 2) die Heiratsurkunde der Eltern (beide in abgekürzter Form).

***) Die Formulare zu den abgekürzten Registerauszügen werden durch Vermittelung der Gr. Kreisämter kostenfrei an die Gr. Standes­ämter abgegeben. Die Standesbeamten haben sich zu diesem Zwecke mit ihren Bestellungen an die Gr. Kreisämter zu wenden.

****) Die unter poa. 4 und 6 bezeichneten Urkunden sind nur zu erbringen, wenn die Witwe nickt mehr lebt.

Antrag auf Krstattuug

von Beiträgen gemäß § 44

des Ges »)

(Ziffer!37 bis 146 der Voll- mgsanweisung zum Jnva- ltdenversicherungsgesetz vom

3. 7 99 für die unteren Verwaltungsbehörden im

Gr. Heffenvom7.Juni 1900).

Adresse für Depeschen: Anzeiger Sichen.

FernsprcchanschlußNr.51.

Tie Gegenbewegung gegen den deutschen Zolltarif im Auslande nimmt an Stärke zu. Allen voran marschiert Rußland. Herr Witte war es, der schon vor Monaten, ehe überhaupt jemand etwas über die Gestaltung des Tarif­entwurfs wußte, den Feldzug gegen Teutschlgnd publi- cistisch eröffnete. Die Petersburger Presse sekundiert ihm beständig und neuerdings kommen Nachrichten von ©d)rillen Rußlands, die btreffe diplomatische Unfreundlich­keiten involvieren, diese Nachrichten tauchen in Zeitungen auf, die man als ernste Blätter bezeichnen muß. Kaum hat man vernommen, daß die russische Regierung ihre Grenze für die sogen. Preußengänger sperren wolle, wo­durch unseren Grundbesitzern im Osten die Einbringung der Ernte wesentlich erschwert würde, so kommt jetzt die Meldung, der russische Finanzminister habe seine Bevoll­mächtigten in Deutschland angewiesen, die Vorarbeiten für einen Handelsvertrag einzustellen. Diese Meldung ist nicht recht verständlich, und mit Vorarbeiten können natürlich irgend welche Verhandlungen zwischen russischen und deut­schen Vertretern nicht gemeint sein, weil hierzu die Grund­lage, nämlich ein feststehender Tarif, fehlt; liegt doch nur ein Entwurf vor, der noch nicht einmal einen der beiden gesetzgebenden Faktoren, den Bundesrat, passiert hat. Die Vorarbeiten der Bevollmächtigten des Herrn Witte könnten daher nur einseitige Arbeiten informatorischer Art sein, und da scheint es ausgeschlossen, daß der russische Finanz­minister auf die Fortsetzung dieser Arbeiten aus Verdruß über die vorläufige deutsche Tarifgestalt verzichten sollte. Die ganze Nachricht ist alfo nur mit Vorsicht zu behandeln. Das Nächstliegende wäre, anzunehmen, daß die bezeich-

Das von rau Anna Hein bnhtbatnme a.Mf;

rlin veMrBuL nensMz Ein Asm. d-er- ns tzvg.2ed«rfsat< Frau Anna Hein Berlin S. Nr. 178, .

Oranienstr.Sv.

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Wchidk i trotten, hochglänstiü, Pfund 90 Ag. niMnfo|ort * WM hHglänM Pfund 75 Pfg. .Oelfarben, Pinsel u|n. av Walter, MW 13. IMW

Beschl.

Dem Vorstand der JnvslidenversicherungSanstalt Gr. Hessin" zu Darmstadt, Wilhelminenstr. 34, gemäß Ziffer 145 der Vollzugsanweisung ergebens! übersandt.

Großh. KreiSamt

190 an

sei am ten

Dem Grobherzoglichen Kreisamt...................................

gefl. weiteren Amtshandlung (gern. Ziffer 143 der Vollzugsanweisung) ergebens! vorgelegt.

« in in versicherungspflichtiger

Beschäftigung gestanden, auch bin ich belehrt, daß durch die beantragte Erstattung die durch das bisherige Ver« sicherungsverhältnis erworbene Anwartschaft auf Rente verloren geht.

Vorgelesen, genehmigt, unterschrieben

H(f* u» dreas W

storben, und beantrage sie er al« Vormund de hinterlassenen -^^n ) Äinbe unter 15 Jahren vaterlosen

Erstattung der Hälfte der für d Verstorbene zur Invalidenversicherung geleisteten Beiträge.

Als Anlagen werden beigefügt:

1. die letzte Quittungskarte Nr.

2 standesamttiche Sterbeurkunde (in abgekürzter Form),)

8. Bescheinigung der Bürgermeisterei, daß der Tod de Versicherten nicht infolge eines Betriebsunfalles eingetreten ist und den Hinterbliebenen auf Grund der Unfall- verficherungsgefetze eine Rente nicht gewährt wird, oder Angabe, bet welcher Berufs- genossenfchaft Antrag auf Gewährung einer Ünfallrente gestellt worden ist,

4. amtsgerichtliche Vormunds-Bestellungs-Ur- künde, ***)

5. Geburtsurkunde de Kinde unter

-»trag auf Krstattung

von Beiträgen gemäß § 42

des Ges.*)

(3iffer 187 bis 146 der Voll.

zug-Sanweisung zum Inva­lide nverficherungsgesetz vom 18. 7. 99 für die unteren öerwaltungSbehörden im

®t- Hessen vom 7.Junil900).

Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags.

Die Gießener Zamllien- tlätter werden dem An- feiger im DKchsel mitHess. Landwirt" undBlätter für Hess. Volkskunde" vier­mal wöchentlich beigelegt.

Annahme von Anzeigen tu der nachmittag« für den folgenden Tag erscheinenden Summer bi« vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätesten» abend« vorher.

Politische Wochenschau.

Alles politische Interesse ist in diesen Tagen zurück- getreten vor dem Trauerfall, von dem unser Kaiserhaus durch das Hinscheiden der Kaiserin Friedrich be­troffen worden. Der Kaiser eilte, seine Nordlandreise ab­brechend, nach Friedrichshof an das Sterbelager der Mutter, wo sich mit ihm die Anverwandten versammelten. Die Tugenden der Heimgegangenen als Fürstin und Mutter, als Gattin des unvergeßlichen Helden, des Lieblings der deutschen Nation, sind in den der hohen Frau gewidmeten Nachrufen hervorgehoben worden. Mit seinem! Kaiser trauert das deutsche Volk an der Bahre einer edlen Fürstin von freiheitlicherer Denkart als sie sonst an so hoher Stelle gefunden zu werden pflegt. Auffallend waren die um­fassenden militärischen und polizeilichen Sch-utzmaßnahmen, die in der Umgebung von Cronberg getroffen wurden; man as viel von Anarchisten, denen man nachspüre, es hat ich aber gezeigt, daß die Gegend anarchistenrein war.

Am letzten Tonnerstag vor einem Jahre wurde dem Feldmarschall Grafen W a l d e r s e e das Oberkommando in Tschili übertragen. Angeblich sollte dies vom russischen Zaren angeregt worden sein, aber später erfolgten von russischer Seite wiederholte Kundgebungen, die dem ent- gegentraten. Tie Aufgaben, die dem Grafen kurz vor seiner Abreise nach Ostasien öffentlich gestellt wurden, kamen nicht alle zur Lösung; denn kurz nach seiner Abfahrt war die dringendste Aufgabe, die Befreiung der so lange in Peking eingeschossenen Gesandtschaften, bereits gelöst; der Gedanke an seine Rückberufung lag damals nahe; auf alle Fälle

Dem Großherzoglichen Kreisamt..................... ............

gefl. weiteren Amtshandlung (gem. Ziffer 143 der Vollzugsanweisung) ergebenst vorgelegt.

Gießen, den 7. August

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen

au die Großh. Bürgermeistereien der

JPb........ ..........................................................................

*) Der Antrag muß bei Vermeidung des Ausschlusses vor Ab- uf Jahres nack dem Tage der Verheiratung gestellt sein.

, . > Dre Formulare zu den abgekürzten Registerauszügen werden My Vermittelung der Gr. KrerSämter kostenfrei an die Gr. Standes- Mer abgegeben. Die Standesbeamten haben sich zu diesem Zwecke 011 chren Bestellungen an die Gr. KreiSämter zu wenden.

SS Urs- 2i;.

ÄsVB-rs

Bezugspreis vierteljährig Mk. 2.20, rnonatl. 75 Pfg. rnilBringcrlohn; durch die Abholestcllen vierteljährl. Mk. 1.90, rnonatl. 65 Pfg.

ci Postbezug vierteljährl. Mk. 2.00 ohne Bestellgeld.

Alle Anzctaen-Dermirilung«, .«ell n dcö Jn< und Auslandes ^dhmen Anzetflen für den H'cbcncr Anzeiger entgegen. IjetlenprciS; lokal 12

auSwärt« 20 Pfg.

GiehenerAnzeiger

** General-Anzeiger w

Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen

zeigte aber die Einnahme Pekings durch die gemeinsamen Anstrengungen derKremden Mächte ohne Waldersees Ober­leitung, daß die Notwendigkeit der letzteren nicht so be- deutend war, als man bis dahin angenommen hatte, freilich eine volle Einigkeit der verschiedenen Truppen- kommandov nach Gesinnung und Vorgehen war mit dem m Peking nicht hergestellt, so wenig wie der letztere das Ende der Wirren bedeutete. Es folgte noch eine ganze Reihe kriegerischer Ereignisse, teils vor Ankunft des Ober­befehlshabers, teils später während seiner Anwesenheit auf chinesischem Boden. Diese militärischen Operationen stunden keineswegs alle unter dem Einfluß oder der Kontrolle des Feldmarschalls, vielmehr hielt mancher fremde Kom­mandant an einer Selbständigkeit der Entschließungen und Operationen fest, die zu ernsten Konflikten hätte' führen können, wäre Graf Waldersee entschlossen gewesen, mit preußischer Schneidigkeit stets und überall den Oberbefehls­haber hervorzukehren. Man hat vielmehr den Grafen mehr als Diplomaten denn als Feldherrn gesehen, und das ist es gerade, was zum Beispiel der französische Gesandte ihm als großen Takt nachgerühml hat. Unter Ausschluß jeglicher diplomatischer Eigenschaft und Befugnis war Graf Waldersee nach China gegangen, mit einer rein militärischen Aufgabe, und doch sollte seine Hauptleistung int Tiplo- tnatifieren bestehen. Am meisten Fühlung mit ihm und Respekt vor feiner Stellung zeigten noch die Franzosen, so daß denn auch mancherlei Einzelheiten von dem guten Einvernehmen zwischen Deutschen und Franzosen während des chinesischen Unternehmens zu melden waren. Die andern gingen mehr oder weniger ihren eigenen Weg und be­kundeten viel Lust, den Oberbefehlshaber als Luft zu be­handeln; das trat besonders bei dem Verhalten der Russen und Amerikaner zu Tage, die mancher militärischen Opera­tion widerstrebten, die Graf Waldersee vorschlug, nicht etwa anordnete. Das Ende der Thätigkeit des Grafen in Tschili glich mehr einem plötzlichen Abbruch als einem naturge­mäßen Ablauf seiner Befugnisse; denn gerade hatte er noch umfassendere Operationen nach dem Süden über Tschili, also audf)_ über die Grenze seines Wirkungskreises ins Auge gefaßt, da war es mit dem Oberbefehl zu Ende. Ant letzten Donnerstag nun ist. Graf Waldersee in Hamburg, und am letzten Samstag in Homburg eingetroffen. Aus deni noch vor kurzem ins Auge gefaßten triumphartigen Einzug, wie ihn der lebhafte Sinn des Kaisers gegenüber einem erfolgreichen Feldherrn gewünscht hatte, ist eine be­scheidenere Landung geworden, eine Thatsache, die dem Empfinden weiter deutscher Kreise mehr zusagt, da die persönlichen Erfolge des Grafen Waldersee und die all­gemeinen Ergebnisse des Eingreifens in die chinesischen Wirren für das Deutsche Reich nicht danach geartet find, um einen Triumphzug zu veranstalten. Allerdings ist diese Erkenntnis nicht die Veranlassung zum Abgehen von denk ursprünglichen Ueberschwaug mit dreißigstündiger völliger Sperrung der Elbe gewesen, sondern der Tod der Kaiserin Friedrich; weder Kaiser noch Kronprinz erschienen zur Be­grüßung, sondeni General v. Wittich, der im Auftrage des Kaisers Mitteilung machte von den dem Feldmarschall zu ged acht en Auszeichnungen. Tie Stadt Hamburg hat den Grafen zu ihrem Ehrenbürger ernannt, der Prinzregent von Bayern und der König von Sachsen haben ihm einen Orden verliehen.

Mit der Rückkehr des Feldmarschalls hat der erste Schritt Deutschlands in die Weltpolitik hinein einen ge­wissen Abschluß erreicht. Es giebt Leute, die meinen, damit sei ein Gebiet betreten, auf dem man unaufhaltsam weiter müsse, und ein Blatt sagt:Fürst Bismarck hat einst aus­gesprochen, er habe die deutsche Einheit machen können, weil es ihm gelungen fei, den König und das Heer in den Dienst des nationalen Gedankens zu stellen. Heute haben König und Heer sich selbst in den Dienst jenes größeren Deutschland gestellt, das uns als die Frucht der un­vergleichlichen Staatskunst und der großen Feldherrnkunst der Vergangenheit erwachsen und das zu hüten und aus- zubauen die Aufgabe kommender Geschlechter fein wird.^ Wir meinen, die chinesische Angelegenheit an sich bietet dazu nicht viel Anregung.

, Kreis und erklärt, ihr Ehemann

gemeirrdeu des KreiseS.

Nach § 128 des JnvalidenversicherungS-GesetzeS vom l3. Juli 1899 und nach der Bollzugsanweisung Großh. Ministeriums des Innern zu genanntem Gesetz für die unteren Verwaltungsbehörden im Großherzogtum Hessen vom 7. Juni 1900 (Kapitel VTLI Ziffer 137 und folgende) ge­schieht die Anmeldung des Anspruchs auf Erstattung der Hälfte der geleisteten Beiträge (§§ 42/44 des Jnvaliden- verficherungs Gesetzes) nicht wie früher bei dem Vorstande der Versicherungsanstalt, sondern je nach Wahl des Antrag­stellers bei der unteren Verwaltungsbehörde oder bei der Bürgermeisterei des letzten BeschäftigungS- oder Wohnortes. Die Regel bildet die Antragstellung bei den Bürgermeistereien des Wohnortes.

Um verschiedenen hierbei zutage getretene Uebelstände ab­zustellen und eine einheitliche Antragstellung zu ermöglichen, hat der Vorstand der JnvalidenrersicherungSanstalt Großh. Hessen für Anträge auf Erstattung gemäß § 42 und 44 des Gesetzes (solche auf Grund des § 43 kommen nur selten vor) die nachstehend abgedruckten Formulare herstellen lassen, die del der BuchdruckereiPapierhauS Elbert", Ernst-Ludwig- QuVriiU Darmstadt, zum Preise von 1 Mark für 25 Bogen erhältlich sind, und zwar ist das Formular Nr. 214 B bei Erstattungen gemäß § 42 und dasjenige Nr. 214 A bei Er­stattungen gemäß § 44 zu verwenden.

Die Kosten hierfür sind von den Bürgermeistereien nur zu^ers Un^ ÖOn &en ^utragftellern mit 4 Pfg. pro Bogen Wir empfehlen Ihnen, bei Aufnahme von Erstattungs­anträgen gemäß § 42 und 44 des Gesetzes nur die vor- genannten Formulare zu verwenden, aus denen auch ersehen »erden kann, welche Anlagen bezw. welche Angaben erforder­lich find. Es wird dies auch zur Folge haben, daß die aatragstellenden Personen zum großen Teil schneller in den Besitz des ihnen zukommenden Betrages gelangen.

v. BeHtvld,

JMlidellverfichrrullgsanM Gr. Mn.

Vor Gr. Bürgermeisterei erscheint , jetzige Ehefrau des .

........................................, wohnhaft zu.......................

Kreis , Straße Nr und erklärt, sie habe sich am ten 190 verheiratet

und beantrage deshalb Erstattung der Hälfte der für sie zur Invalidenversicherung geleisteten Beiträge.

Als Anlagen werden beigefügt:

1. die letzte Quittung»karte Nr.

2. standesamtliche Heiratsurkunde (in abgekürzter

3. Aufrechnungsbescheinigungen Nr.