Nr. 136
Erstes Blatt.
Donnerstag 13. Juni 1901
®R>. d.
I. uibn
c.
d.
e.
f.
Betr.:
'5
2.
02230] Uhr mit MU vtt' - ... flbfnbminn flDIE
ve»uvi “ vr ,
. lom. Gegen Belohnung a p 111 neben Südanlagt 18, - andHieSjahwn
45
ei
Dr. Metzler.
SO
-es,
| uu | V4 V p/ VV4MUIIUUV V UUl/ | . .. , , ' V / M I u»v*mvz vuv QIVU z V L IUI UHU Vll Ul Ull| <liu'
Auni daselbst, vormittags r upSJei noch gebannt, da die Regierung, bevor stahl in Neu-Isenburg, Seckbach und Frankfurt. Es erhält
1 ^ch entschließt, eine eingehende Erhebung über alle!daraus der Oberstaatsanwalt Tr. Gänger ich das Wort
einschlägigen Fragen, und Wirkungen der russischen Der- zur Vertretung der Anklage. Er mahnt zunächst die Ge^
a QÄ irn ßSnfth.iit« 9nm SRnhhpn« rn 1 1-V £.a u*-«»*-». “*‘u ^erirerung oer Anklage. er maynr zunächst Die Ge-
$re_ü<*$ R 1X ftnHfinhpn 8 tragsbesttmmung aus die einheimische Landwirtschaft ver- schworenen an ihr verantwortungsvolles Amt, schildert die
Mrüuberg, vormittags 8 Uhr, ftattfinden.
anstalten will. Abg. Bräsicke wendet sich auch entschieden Aufgaben der Staatsanwaltschaft und geht dann zur Sache
ES haben sich nach Maßgabe der besonders ergehenden gegen die von uns s. Z. mitgeteilten Ausführungen des! selbst über Zunächst gicbt er eine Tarsrellung des objek-
Verein^
Hfl
39
B ifcft*
7\<>*
4.
il-
Donnerstag den 27 8 Uhr,
H ;b
Sollte eine Ladung nicht vollzogen werden können, so ist der Grund hiervon berichtlich anzuzeigen, und ist, wenn ein Militärpflichtiger von seinem bisherigen Wohnorte weggezogen ist, zugleich anzugeben, wohin derselbe verzogen ist.
Die Großherzoglichen Bürgermeister haben bei dem Ober- Ersatz - Geschäfte bis zum Schluß des gesamten Aushebungs-
*”*♦< bt* «n,
Adreffk für Dkpksch««, Anzeiger riehen.
Fernsprkchanschluß Nr. KL
bett
*2* *51 tr|4e(ntnben MM« » »er» io Uhr fpLtestrn«
Ter Kloppeuheimer Mord vor Gericht
IV.
Vorladungen an den genannten Tagen vor der Großherzog, lichen Ober-Ersatz Kommission im ersten Bezirk der 49. Infanterie-Brigade in sämtliche» Aushebungsorteu zu gestellen:
a. die für dauernd untauglich befundenen Militärpflichtigen, soweit denselben eine besondere Ladung zugeht;
151. Jahrgang
ÄWiiee, Efpebition unb
Schntstratze 7.
Honorar für junge Landwirte, die keine Ackerbauschule besucht haben 5 Mk., frühere Ackerbauschüler honorarfrei.
Friedberg, den 15. Mai 1901.
Großh. Direktion der landw. Schule.
Dr. v. P e t e r.
Unständiges Mädchen lucht 6tW W taMer. Am liebst. }u Riet. Näheres vru-straie 19,11.
» . . 1 "" „ouiner H ••tttfunbt" xtr» boykflt.
b. die zum Landsturm I in Vorschlag gebrachten Militärpflichtigen;
die zur Ersatz - Reserve in Vorschlag gebrachten Militärpflichtigen;
die von der Ersatz-Kommission als tauglich und einstellung-fähig erkannten Militärpflichtigen, ein- schließlich derjenigen aus ftüheren Jahrgängen;
die von den Truppenteilen zur Disposition der Ersatz-Behörden entlassenen Soldaten;
die von den Truppenteilen abgewiesenen einjährig Freiwilligen.
5 Morgen Wiese
am SüttiWMi FV ytt'- auf W
Kug.§chWM, DBunfagMO
Amtlicher Teil.
Bekanntmachung.
Betr.: Gesuch der Aktienbrauerei Gießen um Genehigmung zur Aufstellung eines Dampfkessels.
™ ^!!5Ä^uerei Gießen beabsichtigt auf dem Grund- rXXVI 73Vio der Gemarkung Gießen einen Dampfkessel zu errichten.
„m Z^.und Beschreibung hierüber liegen 14 Tage lang, vom Erscheinen dieses in dem Gießener Anzeiger an gerechnet, 2“'. b.em Bureau des Großh. Polizeiamts Gießen zur Einsicht der Interessenten offen.
Etwaige Einwendungen sind binnen dieser Frist bei Meldung des Ausschlusies bei Großh. Polizeiamt Gießen vorzubringen. °
Gießen, den 8. Juni 1901.
Großherzogliches Kreisamt Gießen. I V.: Dr. Wagner.
Grafen v. S chw e r i n - Löwitz in Betreff der Auswinterung, gegen die sich sofort aus unserem Leserkreise eine Stimme erhob. Bräsicke sagt, es sei der große Segen der heutigen Verkehrsverhältnisse, daß sie bei Notfällen mildernd und« nivellierend auf die Preise wirken. Zum Schluß ruft er den Kollegen aus Westpreußen noch folgenden Trost zu:
„Im Jahre 187(1 haben wir in Ostpreußen fäniHidten Weizen und Roggen bis auf Johanni, der damals leider nicht so stark angebaut wurde wie heute, und den alten littauischen Roggen u m p f l ü g e n müssen. Tamals waren die Verkehrsverhältnisse noch lange nidjt die heutigen, und wir sahen der Zukunft trübe entgegen. Der: Sommer nxir aber günstig, wir ernteten so viel Sommergetreide, daß wir den Ausfall der Winterung z u mi großen Teile decken konnten und kauften schließlich im Herbst den Roggen um 5 0 Pfennige billiger, als er im Frühjahr galt. Auch in diesem Sommer läßt sich die Witterung noch gut an. Darum „nur die Hoffnung festgehalten". Was die Witterung genommen, kann sie auch wieder ersetzen!"
Dagegen schreibt nun die „Kons. Korresp.":
„Ei, ei, Herr Bräsicke! Wie stimmt denn mit diesem Schanzenrufe die Behauptung Ihrer Partei, daß höhere Getreidepreise n u r wenigen Großgrundbesitzern zugute kommen und den kleinen Wirten zum Schaben gereichen? Wenn Herr Bräsicke demnach angemessene Getreidepreise für die Landwirtschaft als unbedingt erforderlich erarf)tet, so ist es gar nicht zu verstehen, daß er gegen die Konservativen, deren Bestreben es ist, eine Erhöhung der Getreidepreise zu erlangen, agitiert und für die Brotwucherschreier eintritt. Macht sich Herr Bräsicke hier nicht selbst des „BrotWuchers" verdächtig ? Es zeigt sich eben auch bei der neuesten Veröffentlichung des freisinnigen Agrar-Sachverständigen wieder, wie mißlich es für Landwirte ist, in der Gefolgschaft der Antiagrarier zu marschieren. Doch nicht allein einen Kriegsruf richstet Herr Bräsicke an seine östlichen Berufs^ genossen, sondern er ruft ihnen auch Trost zu. Wir zweifeln daran, daß diese Mitteilung den Landwirten, zum Tröste gereichen wird. Denn wenn die Ausfälle der Winterung nur zum Teil gedeckt, dessenungeachtet aber die Getreidepreise gegen das Frühjahr fallen würden, so wäre das wahrlich kein Jdealzustand für den geplagten Landwirt, der doch nicht kaufen, sondern verkaufen will."
Bekanntmachung.
Betr.: Maul« und Klauenseuche im Kreis Lauterbach; hier Ausfallen des Viehmarktes in Lauterbach.
Mit Rücksicht auf die Verbreitung der Maul- und Klauenseuche in unserem Kreise haben wir uns veranlaßt gesehen, auf Grund des § 28 des ReichSviehseuchengesetzes den für Donnerstag, den 13. l. Mts. nach Lauterbach bestimmten Vieh. (Prämien) Markt einzustellen.
Lauterbach, den 8. Juni 1901.
Großherzogliches KreiSamt Lauterbach. Dr. Wallau.
143 II
au
d.
s btt 132 s ibe ito .28 tefl. Sb im ihen A
lves itilit 'ge" iven
,81
Bewerberinnen mildesten EnM, Mn Serien LL —4035 an die heb ®21751 AniltmSauveMsiaeL habefl Mädchen M Führung ttneS klemm fyiuSialti zu einem Minen Herrn bis 1. W\ ar- M Näheres in der tzMtm des Gießener AnMnl
««£Äi rM. ।
Die vorstehende Entscheidung ersuchen wir Sie den""- 't—' H
Steuerpflichtigen Ihrer Gemeinden in ortsüblicher Weise alsbald zur Kenntnis zu bringen.
Den Großherzoglichen Bürgermeistereien werden be- sondere Ladungen für die Militärpflichtigen k. H. zugehen, Gießen, den 8. Juni 1901. Iwelche den betreffenden unverzüglich zuzuftellen sind/ Der „Der Geschäftsaufsatz und die Buchführung in Ibfr Ladungen ist innerhalb 5 Tagen avzuzeigen. Die der Fortbildungsschule" und „Der Geschäfts Militärpflichtigen find außerdem anzuweisen, ihre Losungsscheine aussatz für kleinere ländliche Fortbildungsschulen Jut Stelle zu bringen.
HeffenS". | Die zur Beurteilung von Reklamationen in Bettacht
kommenden Personen, wie Eltern, Geschwister, haben ebenfalls 3“, erscheinen, ansonsten auf die betreffenden Reklamationen keine Rücksicht genommen werden kann, was die Großh. Bürgermeister den betreffenden Reklamanten noch besonders mitzuteilen haben. •
Vezngrprelr virri<lMch Mk. 2.20, monakl. 76 mit vrmgerlohn; durch ÄbbokRfQtn vierleljStztt. Mk. 1.90, menatl, 65 PtA
©ei Postbezug OterteijH^* Mk. 2.00 ohne Bestell»-»
8n|etaen:8ermmia»ee# fleflen bei In. und «uSteeW nehmen Unietgen für Ne •«ebener «nzeiqer entgcM. BcUenprd» lokal i>
•u»»ärt8 90 Vfg.
MüiiM
Auche für m. Tochter, w.stmetir. ^imtzauSh.erf.ist, Stell in geb, tfam., wo dies, sich im Mm ic. vervollk kann, bei vollst. Familien anschluß ohne gegenseitige Vergüt. 8u elf. in der (frptb. 02227
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger v
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
anlagung der direkte n Staatssteuern für dieses Jahr -------—————-—
in den Landgemeinden unseres Bezirks bis 6. Juli Repettous-KursuS au der Großh. laudw.
I. IS. erstreckt wird. Schule in ^riebber9.
Gießen, den 11. Juni 1901. ^Le^^an^'
Großh. Sl-u°rk°mmifsariat Gi-ß-„. ®ie S.undm sind g=IeflMäg!id) vormittag- von 9-12
JJ£e?lcr’ lund nachmittag von 3—5 Uhr, sodaß der größere Teil der
Besucher die Züge benutzen kann.
3 Stunden täglich Buchführung (Durchführung eines
Die Großh. Kreisschulkommisfion Gießen
au die Lchulvorstäude deS Kreises.
®crlage von H. W. Schlimpert in Meißen (Som» IMi'jLO.n?t)erIa0 das Großherzogtum Hessen: Ernst Balser m Gleßen) find erschienen: „®er GeschästSaufsotz und die Buchführung in der Fortbildungsschule- und „Det Geschäfts, auffaß für kleinere ländliche Fortbildungsschulen HeffenS-, herausgegeben unter Mitarbeit des Großh. Kreisschulinspektors Profeffor Dr. Albert Lucius in Gießen von Schuldirektor Emil Rasche. , „ - , - .—.....—--------
Auf beide Schriften machen wir Sie unter bem «nfüacn h feL6ft “nto,cfI"b ?u Jci”' um bei der Untersuchung aufmerksam, daß sie für den Unterricht in her ^nrthHhHnn« Don ^lddienstuntauglichen, sowie Invaliden ev. Auskunft geben schule wohl aeeianet sivd 4 S->rtbildungS-i (5nnen, Qlld) habe« sich dt.selbe- darum ,u bemühen d°h
9 9 ö "• n n n 0 r bic Militärpflichtigen, den Ladungen entsprechend, eine Stunde
--Magner.__________________ vor Beginn des Geschäfts zur Stelle find, nüchtern und
Aekanntmaäluna sekleider erscheinen, und während des Aushebungs- \ Ein französischer Geistlicher hat vor wenigen
m. ar L geschaftes em anständiges und ruhiges Verhalten beobachten. Tagen gelegentlich der nationalen Pilgerfahrt der Männer
Betr.: Den AuSschlag der Staats steuer für das Steuer- waA denselben vor Abreise nach den einzelnen Aushebung^- Frankreichs nad)' Lourdes unter „frenetischem Beifalle dort
zahr 1901/1902; hier: Verlängerung der Be- Bezirken noch ausdrücklich zu eröffnen ist. eine Predigt" gehalten, der wir folgende Stelle ent-
rufungsfrist. Gießen, am 29. Mai 1901. nehmen:
Großh. Ministerium der Finanzen hat genehmigt, daß Der Zivil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz Kommission dem Herzen Jesu und dem Herzen Frank-
mit Rücksicht auf die verspätetere Zustellung der Steuerzettel des Kreises Gießen. besteht eur heiliger Bund. Christus hat sich
dic^ Frist zur Borbriuguug, von B-rusuug-n gegen die 8«.| ®oedmann. | f,f» ^“e J Ä ÄtwÄtS
„guter Franzose" in Patay (wo die päpstlich>en Zuavew gegen Deutschland Mochten), als „guter Franzose" in Parray-le-Monial, wo er uns sein Herz zeigte, als „guter Franzose" in Lourdes, wo er uns seine Mutter schickte. Darum ruft Frankreich feit Jahrhunderten: Es lebe Christus, der Frankreich liebt. Wie Christus aber stets guter Franzose war, so war auch Frankreichs stets der „Soldat Gottes"! Und so oft die Franzosen zum Himmel hinaufriefen: „Es lebe Christus, der die Franken liebt", , _ ___________riefen die Engel vom Himmel herunter: Es lebe Frank-
für die Teilnehmer). reich, das Christus liebt!"
2 Stunden täglich Besprechung landw. Fragen aus dem ,^iese Predigt endete mit einem Hinweis auf die nächsten Sebtete bet Tierzucht unb FüiterungSlehre, bei Obstbaues, Etwas Geschmackloseres kann mau sich wahrlich
bet lanbto. Unkräuter und Schädlinge. P ™ m » . nächsten Predigt wird dieser famose
8eahntroOrtU? b°'°nd°r°- Wer. gdegt»ÄÄÄÄÄ ttnrb, find bis 8 Tage vorher einzusenden, oder können in etwa der des edlen Teroulede? V B
ben tm Schulsaale aufgehäugten Briefkasten eingeworfen, ober in freier Diskussion erörtert werden.
!!. ^Dal, ’ bop s iiu
.»UiHl!
lni 2v> uKft Richtung bi,
«-leuch, te’*'«»<
<1811 Sine
2Ö0 Mark
«Uüisü
’Ä
, e
C. Gießen, 11. Juni. TerzweiteTaq der Verhandlung.
Um 9 Uhr eröffnet der Vorsitzende die Sitzung. Ter Oberstaatsanwalt beantragt, die Beweisaufnahwe nochmals . .Zu eröffnen und den Brief zu verlesen, den Möller am
Politische Times schau. J5-«« in seiner Zelle mi t Bleistift geschrieben und.
. VJ .. verbucht hat, ihn in einem Gebetbuch durchzuschmuaaeln.
^^ ^^r von der „Kvnigsb. Hart. Ztg." veröffentlichten Tas Schriftstück ist an seine Mutter gerichtet. Tie be* I'^ndet sich- der freisinnige Rerchstagsabgeord- sonders wichtige Stelle daraus lautet:
BeklrNNlMlfMNNst. ?e.te Gutsbesitzer Brasicke-Eszeruppen an die Land- Liebe Mutter! Ihr braucht Euch keinen Kummer zu
Betreffenb: das Ober Ersatzaeschäft für 1901. • ---n?em e< bie. ^drohende Gefahr der bereiten, daß sie mich aufs Schassot bringen. Lieber
Das Ober-Ersatzgeschäst für 1901 wird im Kreise s^,!s^b^luhrung des I dentitatsna chw ei s e s, dessen nehme ich einen Strick und erhänge mich am
™ W T Aufhebung die be,te Errungenschlast des rufiiichen Handels- Fenster. Liebe Mutter. Ich bitte Euch jetzt um Ver-
n ett , .r r o., . Vertrages )ei , ausmerk)am macht. Diese Gefahr liege in zeihung, denn ich gehe in den Tod nehme mir
Montag den 24. Juni tm Rathause zu Lich, vor- dem Anttage des Grafen Klinckowstroem, der, wenn bas Leben selbst, nicht baß die Schnapshessen sagen
Mittags 8 Uhr, . , er durchgange als naturgemäße Folgen Preissturz können, sie hätten einen Bayer aufs Schaffot gebracht.
DiettStag den 25. Ium tn der Restauration „Zum un) eres Getreides um mindestens ca. 1 Mark auf Ich nehme mir das Leben selbst Ich gebe in b-m Tod
Lonys Bierkeller", Schanzenstraße Nr. 18, zu Gießen, den Zentner, -vahrschernlich nochmnehr, nndVer teuerun g Taraus wird die Beweisautuahme gelchlossen und die vormittags 8 Uhr, der Futtermittel, die wir nur aus Rußland beziehen vier Hauptfragen werden sestgestellt. Tie erste lautet ans
Mittwoch be» 26. J»»i daselbst, vormittags 8 Uhr, I U,J , Unfalls ,o viel nach sich ziehen müßte. Vor- Mord und Raub, die zweite, dritte unb vierte auf Dieb-


