Ausgabe 
13.4.1901 Zweites Blatt
 
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die Zustände bessern könne.

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Insignien der Kommandeure der Ehrenlegion verliehen. nicht richtig. Der zweite Offizier derBayan" erhielt das Offiziers-' kreuz. Um 8 Uhr abends nahm der Präsident an dem Festmahle'im Saale des Theaters teil. Ter Bürgermeister brachte einen Trinkspruch aus, worauf Loubet ausführte, der Glanz der Festtage sei mitzuverdanken der Mitwirkung der Bevölkerung und ihrer Gesamtheit, welche er zu ihrer ^Einigkeit beglücktvünsche. Seine Mahnung werde immer die sein, daß die Staatsbürger sich von dem, was sie trenne und spalte, abwenden und das Erscheinen des Tages schnell tzerbeisühren mögen, an dem alle dem Volke innewohnenden Kräfte dazu verwandt würden, die Beziehungen, den Ein­fluß und den Handel Frankreichs zu erweitern und aus- Audehnen und Frankreich in den Augen der anderen Völker groß zu machen. Nach herzlicher Verabschiedung von dem Herzog von' Genua ist Loubet um halb zwölf Uhr abends

in der Unterredung mit Präsident Loubet ist der Herzog nicht weiter gegangen, als von der Erhaltung dersehr freundschaftlichen Beziehungen" zu sprechen. Ter Präsident äußerte in seinem Trinkspruch den Wunsch, daß die Be­ziehungennoch enger" werden möchten. Aber das braucht noch nicht eine Anspielung auf ein Bündnis zu sein. Alles in allem sind die Feste als solche sehr gelungen, die Anordnungen haben tadellos funktioniert, aber das politische Ergebnis der Begegnung wird gleich 9hiU sein.

Fragen nicht als kompetent gelten könne und der eben an ich gänzlich unanfechtbaren Ziffern eine unrichtige Beleuch- ung gegeben habe. Die offizielle Richtigstellung seitens der Reichskontrolleure erfolge übrigens unter Aufstellung des nöligen Zahlenmaterials in wenigen Tagen.

das passendste Mittel zur Vereinbarung der Operationen der verbündeten Truppen stattfand, wandte sich Kaiser Wilhelm direkt an S e. Majestät den Kaiser und sodann an sämtliche ausländische Regierungen mit dem Vorschläge, den deutsä^n Feldmarschall Grafen Waldersee zur Verfügung der Mächte zu stellen, der in der Eigenschaft eines Lberkommandierenden mit der Leitung der Opera­tionen der auf dem Petschili-Kriegsschauplatze konzentrieri- ten internationalen Streitkräfte betraut werden könnte. Be­sorgt um die möglichst rasche Beilegung der im fernen Osten entstandenen Komplikationen, antwortete Se. Ma­jestät der Kaiser, er seinerseits sehe kein Hindernis! für die Annahme desVorschlages Kaiser Wil­

helms".

Wenn derVorwärts" behauptet, die deutsche Re- gierung habe diese Stelle unterschlagen, so ist Tie Veröffentlichung ist von keiner deutschen Hand, sondern von der russischen Telegraphen-

aus St. Petersburg. Er hat sich angeblich nach der Riviera »egeben, wo die Großfürstin Maria Paulowna mit hrer Tochter Helene weilt. Man schenkt den Gerüchten, > es sich hierbei um Verlobungspläne handelt, Glauben. (DieNatztg.- begleitet die Meldung mit fol­gendem Kommentar: Wenn die in der evangelischen Konfession eborene, dann zur russischenorthodoxen" Kirche Überg» tretene frühere Mecklenburgische Prinzessin ihre einzige Tochter mit dem römisch-katholischen Prinzen LouiS Napoleon ver­mählen will, so hegt sie, der ehrgeizige Bestrebungen zuge- chrieben werden, jedenfalls die Ueberzeugung und den Wunsch, > ihr zukünftiger Schwiegersohn den französischen

10. d. Mts., demzufolge Botha Unterhandlungen mit Kit- chener eröffnet habe und Te Wet infolge der Anstreng­ungen der letzten Zeit geistig nicht mehr zurech- un gsfähig sei. Uns scheint es, als ob dieses Telegramm nicht vom 10. d. M., sondern from 1. d. M. stammt! Auch Lei den Buren herrscht wohl die hübsche Sitte, den 1. April dadurch zu begehen, daß man lieben Freunden einen Bären aufbindet.

Die vom englischen Kriegsamte veröffentlichte Ver­lustliste von Südafrika umfaßt für den 10. ds. 8 Tote,

Telegramm deS Gießener Anzeigers.

Toulon, 11. April. Loubet begab sich nach Laseyne und ging an Bord des ru s si sche n PanzerschiffesCesare- toitfcf/' und des im Bau begriffenen russischen Kreuzers Bayan. Ten Kommandanten beider Schiffe wurden die

Agentur erfolgt.

Ter Pekinger Berichterstatter derTimes" drahtet am 9. April: Zwischen Graf Waldersee und den Generalen aller übrigen Kontingente ist nunmehr ein Ueberein- kommen hinsichtlich der militärischen Maß­nahmen, die erforderlich werden, wenn die Räumung Chinas erfolgt, erzielt worden. Alle Befehlshaber gewinnen täglich mehr den Eindruck, daß eine schleunige Herabmin­derung der Stärke der O k k u p a t i o n s t r u p p e n ge­boten sei. (?) Ter Berichterstatter schildert in düsteren Farben die Lage des okkupierten Flächenraumes und sagte, es sei sehr zweifelhaft, ob ein Zurückhalten der Truppen

Engländer und Buren.

In London geht mit großer Hartnäckigkeit das Gerücht um, daß neue Friedensverhandlungen zwischen Botha und.Kitchener eröffnet worden seien. Mehrere

in b g e r e i st.

Toulon, 11. April. Der Herzog von Genua wohnte einem Bankett bei, das ihm zu Ehren von der Municipalität gegeben nmrde. In einem Trinkspruche be­grüßte der Maire den Herzog und die italienischen Marine­offiziere. Auch der Vertreter der spanischen Marine gedachte der Maire in verbindlichster Weise und betonte, daß auch die Beziehungen der Stadt zu der spanischen Kolonie die freundlichsten seien. Desgleichen begrüßte der Maire die russische Flagge, welche seit dem 13. Oktober 1853, jenem unvergeßlichen Tage, bei allen Kundgebungen mit Frankreich verbunden erschienen sei. Toulon werde jenes denkwürdigen Augenblickes niemals vergessen, wo Admiral Avellone da­selbst eingetroffen war als Träger einer hohen Mission.

Telegramme aus Kapstadt bestätigen diese Meldung, aber im Kriegs- und Kolonialamte beobachtet man noch voll­ständiges Stillschweigen über diese Angelegenheit.

Mittwoch morgen veröffentlichten sämtliche Blätter unser gestern mitgeteiltes Reutertelegramm aus Kapstadt vom

Politische Tagesschau.

In einer Betrachtung der Finanzlage des Groß­herzogtums erörtert derMainzer Anz." die Gründe, warum Hessen, trotz der angespannten Einkommen-, Ver­mögens- und Stempelsteuer, im Budget für 19012 einen Fehlbetrag von zwei Millionen Mark aufweist. Tas Blatt fragt, ob der hessische Staat etwa an die kost­spielige Lösung neuer Kulturaufgaben herangetreten sei, und antwortet verneinend:

Tie hessische Staatsmaschine ging ihren gewohnten Gattg, wie alle anderen, nur ein wenig agrarischer. Mit einem gewissen Stolz hob ein hessischer Regierungs­vertreter in der Zweiten Kammer hervor, daß der Staat Hessen den etwa sünfsachenBetragaufden Kopf des vorhandenen Rindviehs gegenüber dem

Aus Stadt und Land.

Gießen, 12. April 1901.

Vereidigung. Wie wir erfahren, hat gestern vormittag >ie Vereidigung des neuen ordentlichen ProfefforS der Theo­logie D. DrewS, bisher in Jena, Nachfolgers des Geheim­rats Köstlin, und des a. o. ProfefforS der Tierheilkunde Dr. Preuße, sowie mehrerer Assistenten stattgefundeu.

-r Zirkus Otto Mark bleibt nur noch bis Sonntag hier. Sonntagabend findet die Abschiedsvorstellung statt. Heute abend große Borstelluug mit neuem Programm. Näheres siehe Inserat.

0 Selters, 11. April. In dem nahen Effolderbach kauften mehrere Jungen einen Revolver, auch Munition wurde herbeigeschafft. Beim Spiel schoß einer der Jungen einem 8jährigen Kameraden in das Knie. Die Kugel mußte durch Dr. Hahn-Ortenberg herausgeschnitten werden. Der Patient liegt noch darnieder, es steht zu befürchten, daß die Verletzung nachteilige Folgen haben werde.

KustmÄ.

Petersburg, 11. April. Bemerkt wird in hiesigen poli- scheu Kreisen die Abreise deS Prinzen Louis Napoleon

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Finanzlage oe; ft.urbe öntlapng er ein auf das ve« ein leit feiner bebe

«. beL tatet Lehrer m Er wirkt, und Mt em Voranschlag des Land! nähme. Für PreM qleichen Beträge me Denkmal 100 Mark be Anttäge fanden fa«t Annahme. Sodann ve führer der Versammln mterrersammlnng un larnach wurde der l Stimmen einstimmi emähtt. Sein Etellve "Lorrns erhielt 148 statt wurde mit 127 § eins erkoren. - Hiera Worms über: Ter L Wertschätzung. R Worten und schlage; Karl dem Großen ar mit reichem Beifall lurch rauhen Weg Lehrer Reitz von £ Schülerbibtivthi essen die Teilnehmer, Gäste den heimatliche

-k- Main,, 11. A fortgesetzt. Die Ufer an wenigen Ttellen tta »drtlg nicht mehr sehr Dom Dbmfyin, Mit den ununterbrochenen fUrleS Steigen befürcht! unterhalb der hiesig Z über weite Steeden 1 madigen Bestellung 1 Wirkungen zu zeigen. a _ Rain,, 11. April pofitneu Nacht in e vffizirt der 8. njmeni Slze aus M üi unbekannt. - @e Stadtverordnete : bofl 70 Jahren an den demokratischen 4

W« btt ffiajtrtaatt "che Verluste, die er m ' d-S I,a, * «tatSÄ.*? -»ni St»!!*W Xbtot fiVnlnt 4t bli 8tbe

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Der Kaiser hat über die Eroberung der Taku» fortS eine besondere Ausarbeitung gemacht. Irr dieser Weise soll sich Wilhelm II. des öfteren als Schrift­steller bethätigen und bereits über eine stattliche Samm­lung eigenhändig geschriebener, mit erläuternden Jllustratioueu versehener Manuskripte verfügen.

Die Frage, ob der Kaiser ein Autorrecht für seine Reden beanspruchen könne, ist in der Kommission des Reichstages zur Beratung des Gesetzentwurfs, betreffend das Urheberrecht, von verschiedenen Seilen aufgeworfen worden In dem KommisfionSbericht heißt es darüber:

Im Laufe der Beratung wurde von verschiedenen Seiten die Frage aufgeworfen, ob die Reden, die ein Monarch oder ein Minister bei Gelegenheiten halten, die nicht als öffentliche Berbandluvgen an­gesehen werden können (Vereidigung von Rekruten, Gastmäbler) nach­gedruckt werden bürfen, wiewohl auch diese Reden oft dem Zwecke dir Belehrung dienten. Zur Beantwortung dieser Frage gab der Herr Staatssekretär die Erklärung ab, daß nach der Auffaffung der Regte- rung Reden von Monarchen und Ministern nicht unter daS Gesetz sielen. Auch bisher sei solchen Reben ntcmals der Schutz deS Urheber­rechts zugesprochen worden. Die Kommission schloß fich einstimmig dieser Auffassung an und einigte fich dahin, daß Reden von Monarchen und Ministern nicht unter dem Schutze deS Urheberrechts stehen, daß sie vielmehr für den Abdruck vollständig frei sind."

Der Kaiser hat vaS Muster der Flagge für Groß-Admirale genehmigt. Der Kaiser hat gleich­zeitig bestimmt, daß in allen Fällen mit dem Setzen der Aller­höchsten Standarte an Bord auch das Kommauvozeichen des Kaisers als Groß-Admiral gesetzt wird.

Wie dieD. TageSztg." erfährt, wurde General- major v. Sichert durch KubiuelSordre vom 9. ds. mit der Führung der 6. Division beauftragt.

Stuttgart, 11. April. ES bestätigt sich, daß der Mi­nisterpräsident und KriegsministerFrhr. Schott v.Schotten- steiu sein definitives Abschiedsgesuch eingereicht hat. Wie man hört, ist in dem Prozeß, in dem er von einem Angeklagten als Zeuge aufgerufen worden war, von diesem Angeklagten selbst der Antrag auf Borladung des Ministers zurückgezogen und auf die Zeugenvernehmung als durchaus unerheblich verzichtet worden. Man nimmt an, daß Freiherr Schott mit der Einreichung des definitiven Abschiedsgesuchs gewartet hat, bis durch den Verlauf jenes Prozesses die Ge­rüchte, als ob er eine strafbare Handlung begangen hätte, widerlegt waren. Kriegsminister wird Generalmajor v. Schnürlen, Ministerpräsident Justizminister n. Breitling.

Der württembergische Schutzverein für Handel und Gewerbe hat in einer Eingabe an die Re­gierung und die Stände die Einführung einer progressiven U m s a tz st e u e r für großkapitalistische Detailgeschäste angeregt. Die Umsatzsteuer soll in Städten unter 10 000 Einwohnern bei einem Jahresumsatz von 80 000 Mk., in Städten von 1050 000 Einwohnern bei einem solchen von 150 000 Mk. und in größeren Städten bei einem Jahresumsätze von 200 000 Mk. an erhoben werden und zwischen 13 Proz. des Umsatzes betragen.

München, 11. April. Bei dem unglücklichen König Otto sind in den letzten Tagen wieder schwere Nieren- blutungeu aufgetreten. Dazu sind heftige Krämpfe- an fälle gekommen.

Thron besteigen möge. D. Red.)

Die Gerüchte von einem Millionendefizit in ter Staatskasse werden jetzt durch das Finanzministerium ür völlig grundlos erklärt. Gegenüber den Aufgaben, cl eien 44 Millionen Rubel plötzlich aus der Reichskaffe ver- chwunden, läßt das Ministerium erklären, daß die Abrech­nungen der Reichskovtrolle bezüglich ihres materiellen Inhalts außerhalb jeden Zweifels feien, die staatlichen Einnahmen und Ausgaben würden vielmehr durch sie ganz genau und in klarstem Zusammenhänge nachgewiesen. Die Artikel zweier russischer Zeitungen über diesen Borfall entstammten der Feder eines Privatgclehrten, der aber für so bedeutende

Staate Bayern, den mehr als zehnfachen gegen- üb e r d e m Staat e Pr euß en anfwende. Er hob ferner - hervor, daß sich die Gesamtausgaben für landwirtschaft- j liche Zwecke in Hessen im Verhältnisse zur Fläche um rund 50 Prozent höher gegenüber Preußen und Bayern 1 stellen. Dazu kommen noch indirekte Zuwendungen an | die Landwirtschaft, so %. B. die Aufbesserung der Lehrer­gehälter auf dem Lande aus dem Staatssäckel, während , die Städte diese Aufbesserung aus ihren eigenen Taschen . vornehmen mußten. Agrarisch ist eben in Hessen Trumpf, j Neben den agrarischen Anwandlungen drückt das Land ein zu großer Beamtenappara t. Es kann daher, gegenüber der bisher beliebten planlosen und sprung- - haften Ausgabenvermehrung, nicht stark genug betont wer- I den, daß die Finanzlage im Großherzogtum nunmehr « derartig ist, daß für die Zukunft die größte Vorsicht ' geboten erscheint. Die Steueranspannung in Hessen ist eine derartige, insbesondere im Vergleich, nicht nur zu 13 Verwundete, 56 Gefangene, 3 Vermißte und 20 an Krank. I Preußen, sondern auch zu den übrigen Nachbarstaaten, daß beiten Verstorbene. 55 Offiziere sind in die deimat zu- eine weitere Anziehung der Steuerschraube rückbefördert worden. f rb i e na« fte 3UJU nf i t au » mb .i« fnn i

Aus Kapstadt wird berichtet! Es sind 6 neue Pest- durfte und zwar im Interesse der Selbsterhaltung. Me I fälle festgestellt worden. Unter den Verstorbenen befinden sämtlichen Ausgaben des Landes unter eine schärfere Kom fich 3 Europäer. Eine Verschlimmerung im Eingeborenen- trolle zu nehmen, wird mehr denn )e dem Fmanzmrnister viertel ist in Bezug auf die Pest eingetreten. | geboten )etn. i

Aus Mafeking wird gemeldet: T-er holländische!-------------- ~ ,

Farmer Koetzen, der bei den Buren großen Einfluß $Wfh

besaß, ist mit seinem Bruder verhaftet worden. I J*

-Infolge einer Protestnote des Präsidenten! Berlin, 11. April. In Potsdam fand heute in Gegen- , Krüger gegen die Entsendung der Bur e n g e f an ge-lwart des Kaisers die Enthüllung des von der Pcovinz , n en nach Britisch-Indien hat die englische Regierung be- Vrandenburg gestifteten Standbildes Kaiser Wil- Mossen, von dieser Maßregel Abstand zu nehmen, und die h^ms I. statt. Landesdirektor Frhr. v. Manteuffel hielt «ofangencn nach St. Helena und Ceylon zu scksickcn. kf Eröffnungsansprache, in der er der Verdienste der Pro- Buren am vergangenen Sonntag einen Teil der Gold- vmz Brandenburg um den preußtschen Staat gedachte und minen von Middelburg zu zerstören. Sie wurdenIden Dank gegen ®ott dafür ausfprach, daß er das Leben jedoch durch sofort dahin entsandte englische Truppen per-«unseres Kaisers bet der unseligen That am 6. Marz behütet trieben. Wie aus Kapstadt telegraphiert wird, befindet habe.Wir Märker wollen, so schloß der Redner, dener- sich Kommandant Kruitzinger in Rhenosterbnrg, west- lauchten Großvater im Enkel ehrend laut rufen: Unser ge- lich von Middelburg. I liebtet Kaiser, König und Markgraf Wilhelm II. lebe hoch!

Ein Deserteur bon den in Kakamas stehenden Aufständi-!hoch, hoch!" Bei der Tafel erhob sich der Kaiser zu fchen aus der Kapkolonie berichtet, ein Buren-Kom- ^nem Trinkspruch, in dem er für die ihm bet der Denk- ^n<?ndo nnter Frvoneman, der semerzett aus der malsenthüllung zuteil gewordene Begrüßung dankte. In

I Märker hurrah! Aus Anlaß der heutigen DenkmalSenthül hung haben mehrere Auszeichnungen stattgefunden: Der

Eine schwer glaudliche Nachricht kommt aus Paris, frühere 2anbeflblreftor n. Levetzow erhielt die Brillanten Im dortigen Auswärtigen Amte eingelaufene Bertchte aus ^oten Adlerorden I. Klaffe, Landesdirektor Rittmeister Petersburg be ugen, da» die Krankheit des chr n e 11 che n ° Manteuffel wurde rum Maior befördert

Gesandten in der russischen Hauptstadt folgende üon wurde zum j^tajor ocioroert

Ursache hat: Bei seinem letzten Besuch im Auswärtigen _ ®a.8 ü°n * *?

Amte beleidigte der Gesandte i>en (Strafen tiambS»!Stbbtbenfl in Konstanttnopel an den Sultan gertchtete dorff, den russischen Minister des Auswärtigen, in dem!Telegramm hatte folgenden Wortlaut:

Maße, daß derselbe seinen unhöflichen Besucher durch feine! Tief bewegt habe ich von der Gefahr Kenntnis erhalten, in der sich Dienstbo ten vor die Thür setzen ließ. Bei Eure Majestät während des Bairamfestes befand, und wie stchllich der diesem schleunigen Rückzüge soll sich der Gesandte le- Allmächtige das kostbare Leben Eurer Majestät beschützt hat. Indem ich bensgefäyrliche Kopfverletzungen (?) zugezogen ®urcr Majestät meine aufrichtigsten Glückwünsche zur Erratung aus der haben V ° 9 Gefahr dorbringe, kann ich meine Bewunderung über Eurer Maiefiät

Wenn hnu ritipni t . => Verhalten und den Beweis von Mut, den Sie Ihren Unterthanen und

weise Ui r ü rf f ü h ? u «V t1 Zwangs- ben anwesenden Fremden gegeben, nicht verhehlen. Ich bitte zu Gott,

Ährun,g des chtnesrschen Hofes er Ew. Maj in seinen gnädigen Schutz nehme.

T-^'tg dte Rede rst, jo weiß man in Berlin davon Wilhelm,

nicrt das mindeste. Es kann sich höchstens um den Plan! Der Sultan erwiderte hierauf:

w1 und dessen I Mit lebhafter Freude habe ich das Telegramm entgegengenommen,

yetanntlDcroin oen Erfolg^ Ifatte, der beabsichtigt wurde.! das Eure Majestät infolge des Erdbebens am vergangenen Sonntag an Wenn von ameruanischer <ceite behauptet wird, die ameri-I mich zu richten die Güte hatten. Immer dem göttlichen Willen unter- kanische Regierung widerspreche der deutschen Forderung I «orsen, habe ich nur die entsprechende Haltung eingenommen. Ich danke jfretr. der Entschädigungssumme, so ist das Humdug. s bem Allmächtigen, daß er in seiner unendlichen Güte mich, sowie Hun- Ueber die Frage, wie Graf Waldersee zu der Würde Ibcrle Personen aus dieser Gefahr errettet hat, und ich bete zu ihm, da i eines internationalen Oberstkommandieren- ^^?üt und °«e W-lt vor ähnlichm Gefahren bewahre. Ti- hpn gekommen liegt eine Erklärung be^ russischen I beglückt von den Gefühlen aufrichtiger Sympathie, welch

ven gekommen, Nt.gr erne «uuuunu ®ure Majestät auch bei diesem Anlaffe wieder bewiesen, bitte ich

Regrerungsboten vor, in ber es hecht.Wabrend dcr l Gure Majestät, meinen ganz besonderen Dank enlgegenzunehmen.

Zeit, als zwischen den Machten ein Meinungswechsel über | Abdul Hamid.