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schon um 7 Uhr ein Ende. Der Verein vermag auf ein weiteres wohlgelungenes Fest während seines nun 40jährigen Bestehens zurückblicken.
•• Das Restaurant „Kaiserhof" ist, wie wir hören, an einen Berliner Restaurateur verpachtet worden, der dem Be sitzer eine entsprechende Summe als Kaution gestellt hat. Die Uebernahme durch den neuen Pächter soll in den nächsten Tagen erfolgen.
** Unter verdächtigen Umständen soll, wie man berichtet, seit einigen Tagen ein Drechsler M. „verreist" sein unter Zurücklassung erheblicher Schulden.
** Wichtig für unsere heimische Industrie ist eine Ent- scheidung des Gerichtshofs (Oberlandesgerichts) zu Amsterdam. In einem Erkenntnisse vorn 12. Dezember v. I. hat dieses oberste niederländische Gericht als Berufungs-Instanz das Ausstellen unrichtiger Fakturen zum Zwecke der Täuschung der Zollbehörden als Urkundenfälschung qualifiziert und von diesem GefichtSpunkte aus unter Be ftätigung des Urteils der ersten Instanz (Arrondissements- Rechtsbank) zwei Amsterdamer Kaufleute zu einer Gefängnis strafe von je 6 Monaten verurteilt.
„e" Ahbach, 11. Febr. Die Bewohner von hier und Umgegend mußten es in letzter Zeit wieder schmerzlich em« pstnden, daß ihnen durch den Austritt der Lahn die direkte Verbindung nach Dutenhofen abgeschnitten war. Bekanntlich wird feit der Erbauung der Dutenhofer Lahnbrücke von hier aus die Station Dutenhofen fleißig benutzt, um die Nachbarstädte Gießen und Wetzlar zu besuchen. Sobald aber Hochwasser eintritt, kann man den sogen. Lein« Pfad nicht benutzen und man ist genötigt, über Heuchelheim nach Gießen zu Fuß zu gehen. ES wird daher allseitig gewünscht, daß der vorgesehene Verbindungsweg zwischen Atzbach und Dutenhofen gebaut werde. Sollte Dutenhofen eine Güterhaltestelle bekommen, so wäre eS um so sehnlicher zu wünschen, daß der Weg bis dahin fertig gestellt wäre. An Baumaterial fehlt es ja nicht, da der Atzbacher Berg dieses reichlich bietet.
W.S. Saasen, 11. Febr. Gestern abend feierte der hiesige Gesangverein „Eintracht" sein Stiftungsfest, verbunden mit komischen Vorträgen im dekorierten Saale des Gastwirts Heinrich Sch epp V. Um 8 Uhr eröffnete der Dirigent, Lehrer Herber, mit kerniger Ansprache die Feier und brachte ein Hoch auf den Gesangverein aus. Das reichhaltige Programm fand bei allen Zuhörern lebhaften Beifall. Dann begann der gemütliche Teil, der bis nach Mitternacht dauerte. Dem Dirigenten, Lehrer Herber, gebührt für den guten Erfolg aufrichtigen Dank.
T. Londorf, 12. Febr. Gestern fand ein Konzert des Gesangvereins „Frohsinn" int Ziegler'schen Saale statt. Unter der vortrefflichen Leitung seines Dirigenten Bandaß wurden die zahlreich von nah und fern erschienenen Besucher vollauf befriedigt. Das Konzert wurde eingeleitet mit dem schönen Chor „Der Tag des Herrn" von Zwyßig, dem in steter Abwechslung Chore ernsten und heiteren Inhalts, sowie Soli, vom Dirigenten vorzüglich vorgetragen, folgten. Aus dem überaus reichhaltigen Programm heben wir nur die besonders große Anforderungen an Dirigenten wie Sänger stellende Chöre: „In den Alpen" von Hegar, „Der Trompeter an der Katzbach" von Möhring und „Des Kindes Klage" von Rebbert hervor, die von großem Fleiß und guter Schulung zeugten und von dem überaus enthusiasmierten Publikum mit großem Beifall aufgenommen wurden, Die Zwischenpausen wurden von einem Teil der Gießener Regimentsmusik ausgefüllt und ernteten wohlverdienten Beifall. Der Verein hat durch dieses Konzert bewiesen, daß er vollkommen auf der Höhe steht und selbst den schwierigsten Anforderungen gewachsen ist. „Der Trompeter an der Katzbach" wurde auf allseitigen Wunsch wiederholt, ebenso mußte sich der Verein zu einer Zugabe „Die Einkehr" verstehen.
g. Friedberg, 11. Febr. Im Saale des Hotel Trapp fand gestern Abend der sogen. Juxabend des hiesigen Turn- Vereins statt. Zur Vorführung gelangten mehrere Theaterstücke und komische Vorträge. Die Gesangabteilung deS Vereins fang unter Leitung des Dirigenten Hertel einige recht schöne Lieder. Hieran schlossen sich Konzert und Tanz.
fo. Laubach, 10. Febr. Der Obstbauverein deS Kreises Schotten hielt heute hier im Hotel Schützenhof seine Hauptversammlung ab. Oberlehrer Reichelt aus Friedberg hielt einen Vortrag über die Schädlinge des Obstbaus.
fc. Grebenhain, 11. Febr. Die Arbeiten am Rohbau der Bahn von hier nach Lauterbach sind bis auf das letzte Stück zwischen hier und Ilbeshausen, an dem wohl noch drei Monate zu arbeiten ist, vollendet. Fast alle Unternehmer haben bei Herstellung des Rohbaues mit Verlust gearbeitet, woran das durchweg felsige Gelände schuld ist. Die Einschnitte treffen fast alle Basaltlagen, die nur durch Sprengen zu beseitigen sind.
fc. Gensingen, 10. Febr. Der verschwundene Post- agent und Rechner bet Spar- und Leihkaffe, Scherfel, hat sich erschossen.
□ Stockheim, 12. Febr. In einer hiesigen Wirtschaft verkehrten dieser Tage mehrere Burschen eines Nachbarortes. Gegen Abend erlaubten sie sich im Lokal verschiedene Ausschreitungen, die sich der Wirt verbat, und als es immer noch keine Ruhe gab, wurden die Ruhestörer vorn Wirt aus dem Lokal entfernt. Kaum auf der Straße angelangt, bedrohte einer der Ausgewiesenen den Wirt mit einem Revolver. Der Polizei wurde Anzeige erstattet, und die Tumultuanten sehen nun ihrer Bestrafung entgegen.
Darmstadt, 11. Febr. Der Großherzog reift morgen wieder nach Petersburg. Er nimmt von Gotha aus seine Tochter, die Prinzessin Elisabeth, die dort bei ihrer Großmutter weilt, mit nach Rußland.
-k- Mainz, 11. Febr. Gestern fand hier eine von den Sozialdemokraten einberufene zahlreich besuchte Protestversammlung gegen die Erhöhung der Getreidezölle statt, in der der LandtagSabg. Dr. David gegen die geplante Steuer sprach. Zum Schluß nahm die Versammlung eine Resolution an, in der auf das schärfste gegen die vom Großagrariertum geplante Brodverteuerung, in der
sie eine große Gefahr für die gesamte Entwickelung unseres Volkes sieht, protestiert wird.
•• Kleine Mitteilungen aus Heffeu und den Nachbarstaaten. Eine seltene Ueberraschnng wurde jüngst dem Landwirt Beruh. Klinger in Ockenheim zu teil. Eine Kuh brachte vier vollständig ausgewachsene Kälber (3Ochsen und ein Mutterkalb) zur Welt.
Vermischtes.
* Ordensschwindel. Im Anschluß an den Titelschwindel, von dem wir mehrfach berichteten, weiß eine Berliner Korrespondenz mitzuteilen, daß ähnliche Maschenschaften bezüglich der Erlangung von Orden bekannt werden. Darnach hatte ein Herr v. N. verschiedentlich geäußert, daß er in der Lage sei, zu Ordensauszeichnungen zu verhelfen. Andererseits war einem Berliner Künstler darum zu thun, einen Orden zu besitzen. M. wurde nun von einem Agenten H. besucht, der ihm bedeutete, daß er mit dem Eintritt in einen Klub für WohlthätigkeitSzwecke, dessen Vorsitzender v. N. sei, die erste Stufe zur Erreichung eines Ordens zurückgelegt habe. An der Mitgliedschaft des Klubs war Herrn M. indeß nichts gelegen, und der Agent trat nun mit der Erklärung hervor, daß er trotzdem einen Orden erlangen könne, wenn er auf einer bestimmten Bank 15,000 Mark hinterlege. DaS machte den Künstler stutzig, und als er nun auf feine Frage nach der Art der Auszeichnung erfuhr, daß es sich um einen Orden aus einem anderen Staate handele, da ihm in Preußen eine Dekoration der gewünschten Art nicht verliehen werden könne, zerschlug sich die ganze Sache. Hoffentlich wird auch hierüber durch eine gründliche Untersuchung bald Klarheit geschaffen.
* Bern, 11. Febr. Der Amtsnotar Aeschbach von Bern, der mit Aktien des verkrachten Schweizerdorfes spekuliert hatte uub durch anderweitige Herhällniffe in eine Finanzklemme geraten war, hat sich erschossen.
* Budapest, 12. Febr. Der int „Harmlosen-Prozeß" verurteilte v. Kröcher, der sich mit Gehetter Lona Hussinger, einer unter dem Namen Ledelores in Chantants austretenden Sängerin, zwei Monate unter falschem Namen hier aushielt, entfloh rechtzeitig, als die hiesige Polizei aus Veranlassung der Berliner ihn verhaften wollte. Er wendete sich bann mit Gehetter nach Wien, wo er ebenfalls vor ber Verhaftung entfloh unb soll nun nach Warschau gegangen fein, wohin Ledelores engagiert ist. Kröcher erhielt hier wiederholt größere Geldsendungen aus Berlin und Hannover, seiner Angabe nach von früheren Kameraden in deren Interesse, damit er nicht nach Deutschland zurückkehre.
• Budapest, 11. Febr. In Leutschau wurde gestern zwischen den Leutnants des 85. Infanterieregiments Alfred Lerner und Rudolf En der le aus unbekannter Veranlassung ein Säbelduell ausgetragen. Beim ersten Gange stieß Lerner seinem Gegner den Säbel ins Herz. Enderle war unmittelbar darauf eine Leiche.
Aitteratur, Wissenschaft und Kunst.
München, 11. Febr. Der Prinzregent hat dem Direktor der Glyptothek. Professor Furiwangler, eine Summe zur Verfügung gestellt, um auf der Insel Aeaina bei jenem Tempel, zu dem die berühmten aeginettlchen G-ebelfiguren gehörten, Ausgrabungen vorzunehmen. Von der griechischen Regierung ist bereits die Erlaubnis zu Grabungkn erteilt worden, die im März und April vorgenommen werden sollen.
Gerichtssaal.
ko. Darmstadt, 11. Febr. Das Urteil in dem Strafprozeß gegen den Wohnungsinspektor Wilhelm Carle aus Offenbach wegen Urkundenfälschung wurde heute vor der hiestgen Straf kammer verkündet. ES lautet, wie man erwartet hatte, auf Freisprechung. Die Enlscheidmlgsgründe wurden nicht bekannt gegeben, da Carle auf Verlesung derselben verzichtete.
Mainz, 11.Febr. Das Kriegsgericht verurteilte am Samstag den Feldwebel Wteskemann aus Frieda vom Pionier-Bataillon Nr. 11 in Kastel wegen Mißhandlung eines Untergebenen zu zehn Tagen Arrest. Der Feldwebel batte während einer Zimmerübuna einem Rekruten, der schwer von Begriff war, mit der geballten Faust, in der sich eine Munittonsgabel befand, einen Schlag hinter das linke Ohr versetzt. Bald darauf meldete sich der Rekrut an Ohrensausen krank und kam ins Lazaret. Nach dem Gutachten der Aerzte soll es aber ausgeschlossen fein, daß das Ohrensausen vom Schlage herrühre; die Krankheit müffe schon früher bestanden haben.
Arbeiterbewegung.
-n. Mainz, 11. Febr. Unter den in der Hausindustrie be, schäfiigten hiestgen Schneidern ist eine Lohnbewegung im Gange. Wegen der hoben Kohlenpreise unb der wachsenden Schwierigkeiten, geeignete und preiswerte Ardeitöräume >u finden, verlangen diese Errichtung von gesunden, menschenwürdigen Betliedswerkstätten mit geregelter Arbeitszeit. Die sogen. Lohnkommisfion hat die Forderungen bereits den Arbeitgebern übermittelt und einige haben der Kommission auch schon Zugeständniffe gemacht, so daß eine Einigung zu erwarten steht. — In der Faßfabrtk von I. Flurschütz hier haben die Küfer heute wegen Lohn- und sonstiger Differenzen die Arbeit nirdergelegt.
Handel und Urrbehr. Volkswirtschaft.
ReichSbank. Am 2. April wirb in Biebrich eine von der Retchsbankstelle in Wiesbaden abhängige Reichsbanknebenst lle mit Kaffenetnrtchtung und beschränktem Giroverkehr eröffnet werden.
Gießen, 12. Februar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. jft 0.80—1.00, Hühnereier per St. 8—9 L, 2 St. 00-00 <$, Enteneier 2 St. 00—16 -z, Gänse- eier per St. 00—00 Käse 1 St. 5—8 <£, Käsematte 2 St. 5—8 <), Erbsen per Liter 22 L, Linsen per Liter 34 <), Tauben per Paar JC 0.80—1.00, Hühner per St. JC 1.00—1.50, Hahnen per Stück JC 1.00—1.80, Enten per St. JC 2.00—2 20, Gänse per Pfd. JC 0.60 bis 0.80, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 , Kuh. und Rindfleisch per Pfund
60—64 $ Schweinefleisch per Pfd. 64—74 Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 78 4, Kalbfleisch per Psd, 60—66 -), Hammelfleisch per Pfd. 50—66 L, Kartoffeln per 100 Kilo 5.00—6.00 JC, Weißkraut per St. 00—00 Zwiebeln per Ctr. X 6.00—6.50, Mich per Liter 18 .
Mainz, 9. Febr. In der abgelaufenen Woche war unser Viehmarkt mit 1916 Stück betrieben. Bezahlt wurde für Ochsen 60—69 Mk., Kühe und Rinder 44—68 Mk., Kälber 70—75 Mk., Schweine 53-60Mk. Alles pr. 50 Kgr. Schlachtgewicht je nach Qualität.
Frankfurt, ll. Febr. Am heutigen Wochenmarkt war Landweizen ausreichend angeboten, die Kauflust der Mühlen dagegen wenig angeregt und war daher nur eine mäßige Preisbefestigung bei beschränkten Umsätzen bemerkbar. Landroggen spärlich angeboten und im Preis un
verändert. Ausländische Brodftüchte fortgesetzt in unbefriedigender Rach« frage bei stabilen Preisen. Gerste ruhig. Hafer behauptet sich in fester Tendenz bei guter Bedarfsfrage. Mais im Preis und Absatz günftia Es notieren: Weizen hi.siger und Wetterauer 16,55 Mk., kurheisischer 16,55 Mk , norddeutscher —, russischer 17,75—18,40 Mk, Redwinter 17,75—18,20 Mk., KansaS 17,90—18,25 Mk., La Plata 17,75—18,5" Mk., Numänier 17,75—18.25 Mk. Roagen, hiesiger 14,65-14.75 Mk., Pfälzer —, russischer 14,75—15,25 Mk. Gerste, hiesige ' 5,50-15,75 Mk , Pfälzer 16,25-16,80 Mk., fränkische 18,25—17,00 Mk., Riedgerste 16,20 bi« 16,50 Mk, ungarische 17,25-18,75 Mk Hafer, hiesiger 13,50—14,50 Mk-, Württemberger —, bayerischer 13,50—15,25Mk., russischer 14.00—15,50Mk. Mais mixed 11,10—11,25 Mk., Lapla'a —. Alles pr. 100 Kgr. netto effcltio loko hier. — Mehl unverändert. Es notieren: Weizenmehl, hies. Nr 0 15,25—15,75 Mk., feinere Marken 28,00—28,50 Mk., Nr. 1 24 00—24,50 Mk, feinere Marken 24 .75—25,25 Mk., Nr. 2 23.00 bi« 23,50 Mk., feinere Marken 23.75—24,25 Mk., Nr. 3 21,00—21,30 Mk., feinere Marken 21,75-22,25 Mk., Nr 4 18.50—19.00 Mk, feinere Marken 19,50—20,00 Mk. Roggenmehl, hiesiges Nr. 0 23,00—24,00 Mk, Nr. 1 20,50—21,50 Mk., Nr. 2 15,25—16,00 Mk. Alles pr 100 Kgr. inkl. Sack loco hier. — Futterartikel unverändert. Es notieren: Weizen'chalen 4,70- 4,75 Mk., Weizenkleie 4,65—4,75 Mk., Roggenkleie 5,25—5,40 Mk., Futtermehl 6,50—7,25 Mk. Biertreber, getrocknet 5,40—5,45 Mk. je nach Qualität. Alles pr. 50 Kgr. netto effektiv loco hier.
Ztzravkfurt, 11. Febr. Amtliche Notierung der Viehmarkt-Preise. Zum Verkauf standen: 375 Ochsen, 36 Bullen, 771 Kühe und Färsen (Stiere und Rinder), 347 Kälber, 300 Schafe und Hümmel und 1298 Schweine. Bezahlt wurde für 100 Schlachtgewicht: Ochsen: a. voll- fleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren 67—69 Mk., b. junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 62—65 Mk., c. mäßig genährte junge, gut genährte ältere 57 — 60 Mk, d. gering genährte jeden Alters 00 Mk. Bullen: a. vollfieischige höchsten Schlacht- wertes 54 — 56 Mk., b. mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 50—51 Mk., gering genährte CO Mk. Kühe und Färsen (Stiere und Rinder): a. vollfieischige, ausgemästete Färsen (Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes 60—62 Mk, b. vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 55—57 Mk., 0. ältere auSgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen (Stiere und Rind.r) 44—46 Mk., d. mäßig genährte Kühe und Färsen (Stiere und Rmder) 31—32 Mk., e. gering genährte Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) 28—30 Mk. Bezahlt wurde für 1 Psd. Schlachtgewicht: Kälber: a. feinste Mast- (Vollm. Most) und beste Saugkälber 76—78Pfg., b. mittlere Mast- und gute Saugkälber 68—70 Pfg, c. geringe Saugkälber 57—58 Pfg., d. ältere, gering genährte Kälber (Fresser) 00 Pfg. Schafe: a. Mastlämmer und jüngere Masthämmel 68—60 Pfg, b. ältere Masthämmel 48—49 Pfg., c. mäßig genährte Hämmel und Schafe (Merzschafe) 40 bi« 42 Pfg. Schweine: a. oollfleischige der feineren Raffen und deren Kreuzungen im Alter bis zu l>/< Jahren 61 Pfg., b. fleischige 59—60 Pfg., c. gering entwickelte sowie Sauen und Eber 00, d. ausländische Schweine (unter Abgabe der Herkunft) 00 Pfg. Bezahlt wurde für 1 Pfd. Lebendgewicht: Kälber a. 46—48 Pfg., b. 40—42 Pfg. Schweine a. 48 Pfg., fleischige 47 Pfg. — Aus Oesterreich standen 91 Ochsen zum Verkauf. — Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig, Ueberstand unbedeutend, bei Kleinvieh gut, Markt geräumt.
Neueste Meldungen.
Madrid, 11. Febr. Die Kundgebungen bauerten heute hier fort. Jrn Prabo wurde die Gendarmerie von den Manifestanten mit Steinwürfen angegriffen. Die Gendarmerie ging dann mit der blanken Waffe gegen die Menge vor. Einige Personen wurden verwundet. In Saragossa hielten die Manifestanten einen Umzug mit der republikanischen Fahne und schossen auf die Gendarmerie. Ein Unteroffizier und mehrere Manifestanten wurden verwundet. Pnvat- depeschen zufolge wurde Generalkapitän Bescero von der Menge mit den Rufen „Es lebe der republikanische General" begrüßt. — Auch in Valencia und Barcelona dauern die Kundgebungen fort.
Bern, 12. Febr. Der Danteforscher, Pfarrer Sc ar- tazzine, ist in Fahrwangen (Aargau) gestorben.
Sofia, 11. Febr. In maßgebenden Kreisen wird die Auflösung der Kammer für unvermeidlich gehalten, da die Zersplitterung der Parteien die Bildung einer Kammer- mehrhcit unmöglich macht.
BSrsennachrichten.
Berlin,
11. Februar
4 % Deutsche Grundschuld-Bank 1 u. 2
46.00 M
4 o/o do.
8. 5/6 unk. b. 1904
46.00 n
8V.O/0 do.
3. 7/8, unk. b. 1906
44-80 „
4 o/q D. Hyp.-Bank (Berlin) S. 10 unk. 1908
97 30 M
8’/,0/n
do. unk. 1905
89.50 ,
4 o/n Preuss. Hyp’-A.-Bank 8. 8-12
8170 „
4 O/q do.
8. 15-18 unk. b. 1900
81 70 »
4 o/q do.
8. 19-20, unk. b. 1905
00 00 „
3’/, 0/o do.
8. 13, 14
73.30 „
31/, O/o do.
8. 21, 22, unk. b. 1905
73.30 „
Telephonischer Kursbericht.
81/! 0/o Reichsanleihe . . 3O/o do . . 3i/i o/o Konsols . . . . 3 0/0 do . . . . 3Vt % Heesen . . . .
5 % Italien. Rente . . . 4 0/0 Griech. Monop.-Anl.
8 o/q Portugiesen . . . 3 0/0 Mexikaner . . . . 41/ie/o Chinesen . . . .
Frankfurt, -'en 12. Februar 98 45 | Kreditaktien.....211 50
89.25
98 30
89.10
94.80
96.10
43 7b
24.80
25.70
Diskonto-Kommandit . Darmstädter Bank . . Dresdener Bank . . . Berliner Handelsges. . Oesterr. Staatsbahn Gotthardbahn . . . Laurahütte . . . . Bochum.....
82.00 Harpener Tendenz fest.
. lr 1.90 . 133 90 . 149 40 . 152 26 . 143 50 . 116 20 . 197 50 . 178 30 . 168 00
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
Februar
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5? *•
11.
12.
12.
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751,7
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SE.
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Höchste Temperatur am 10.—11. Febr. 0,1° C.
Niedriosie „ „ w „ —5 5° C.
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