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13.2.1901 Erstes Blatt
 
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14. Februar, Rechnung des

[900. 2. Sende- loiWussehrer. Die ftäbtiftt t m jiatltoolh yrv >S, \owit eines rych, 7. 8au» die Landgrafen« Spar Müller zu m». 9. togl. indglesevfirahe; , ru ©iefien ffc «gltoWtto je; hier! Dir- iir Gieße» für

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Kap. 31 eine Erhöhung um 12 400 Mk. ein. Ar^einer höheren Schule wird wegen starken Anwachsens der Schülerzahl die Sexta geteilt, weshalb ein seminaristischer Hilfslehrer mit 1500 Mk. neu anzustellen ist. In Kap. 64, Staatsunterstütz­ungstasse, erscheint die von den Kammern bewilligte Pension für die Witwe des Hofrats Becker mit 1200 Mk. Für Trenn­ung der noch vereinigten Kanzlei des Ministeriums des Innern und der Justiz werden für Anstellung eines Kanzlei- iuspektors und zur Errichtung einer selbständigen Registratur, da für diese eine Personalvermehrung nicht notwendig ist, zusammen 3660 Mk. gefordert. Tie genehmigte Erhöhung der Dienstbezüge der staatlich bestätigten Forstwarte ver­langt einen Staatszuschust von jährlich 20000 Mk. An For­derung für dasGrundbuchsbüreau" fallen wegen ander­weitiger Regelung 7100 Mk. aus, dagegen werden eingestellt für 3 Zeichner, 3 Schreibgehilfen, Vergütung für den Leiter des Büreaus und für weitere Aushilfe zusammen 9600 Mk. Die Regierung ist geneigt, die Gründung von Winzer- geuofsenschaften zu fördern, aus welchem Grunde um Be­willigung einer Nachtragsforderung von 20000 Mk. nach­gesucht wird.

P. Wieder ein Frühlingsbote. Heute zeigte uns ein Jüngling eine lebende große Raupe vor, die er in einem Gebüsch in Steins Garten, der ganz mit Schnee be­deckt ist, gefunden hatte. Das Wetter ist so unbeständig, einmal watet man tief im Schlamm, dann liegt handhock) Schnee, daß es beim besten Willen nicht möglich ist, einem solchen kleinen Frühlingsboten zu trauen.

Die goldenen 5 Mark Stücke werden bei den Reichs- und Landeskassen bis zum 30. September 1901 angenommen. Oesterreichische Thaler dagegen nur bis zum 1. März 1901, b. Friedberg, 10. Febr. Gestern abend fand im Saale des Gastwirtes Pätow eine ^Versammlung von Kaufleuten statt, in der Herr Döring aus Hamburg einen Vortrag über Warenhäuser und Warenhaussteuer hielt. Die Ver­sammlung protestierte gegen die Warenhäuser und verlangte Maßregel zum Schutze des Kaufmannstandes. ReichstagS- und Landtagsabgeordneter Graf Oriola aus Büdesheim hatte sein Fernbleiben brieflich entschuldigt.

i" Allendorf a. d. Lda., 10. Febr. Die Notiz in Nr. 31 über den Ueberfall der hiesigen Nacht­wächter hat sich in einigen Punkten als nicht ganz zutreffend erwiesen. Das Attentat wurde nicht von vier, sondern nur von drei Burschen verübt. Von den beiden Nachtwächtern, die mit Prügeln geschlagen worden sind, ist nur der eine erheblich vorletzt; doch sollen auch diese Verletzungen nun nicht mehr schlimmere Befürchtungen er­regen. Was über das Fahren mit kleinen Schlitten gesagt wurde, ist unzutreffend. Eine größere Anzahl hie­siger Burschen hatte auf einem großen Schlitten eine Fahrt nach auswärts unternommen, wobei aber weder in einem auswärtigen Orte, noch hier Anstößiges vorgekommen ist. Daß das Ueberfallen der Nachnvächter mit einer weiteren Körperverletzung und mit zwei für die hiesigen Verhältnisse auffälligen Diebstählen in irgend welchem Zusammenhang stünde, hat wohl niemand angenommen; das Zusammen­treffen dieser Vorgehen innerhalb weniger Monate ist jeden­falls reiner Zufall. erschreckend können diese nur deshalb betrachtet werden, weil dergleichen Uebertretungen des Strafgesetzes in unserer mit Recht als sehr ruhig geltenden Gemeinde bisher nicht vorkamen. Voraussicht­lich wird auch in Zukunft der gute 9tuf der Gemeinde durch solche Delikte, wie sie in Wahrheit nun leider ein­mal vorliegen, nicht weiter geschmälert werden.

sc. L a u b a ch, 10. Febr. In diesen Tagen mußte sich eine etwa 50 jährige Bürgerfrau, die vor einiger Zeit in­folge eines Unterleibsleidens in das hiesige Johann-Fried- richstift gebracht worden war, einer Operation unterziehen. Geleitet wurde diese von Prof. Dr. Walther von der gynäkologischen Klinik in Gießen. Das Ergebnis war ein schwammartiger Auswuchs von abnormer Größe, ge­füllt mit einer gallertartigen Masse. Das Gewicht des Auswuchses, den man in einer blechernen Kiste zur Kon­servierung nach der Anatomie in Gießen brachte, soll nahezu 40 Pfund betragen haben. Die operierte Frau besindet sich den Umständen nach wohl.

-k- Mainz, 10. Febr. Heute nachmittag fand die Fremden s4tzung der MainzerNarr halla" statt, in der sich die Karnevalsfreunde der Nachbarstädte Frankfurt, Mannheim, Wiesbaden, Darmstadt, Worms, Bingen 2c. hier ein Rendesvous gaben. Vorträge, Lieder u. dgl. waren zum Teil den auswärtigen Gästen gewidmet, wobei es auch nicht an mehr oder minder geistreichen Anspielungen über die Eigentümlichkeiten, Tugenden oder Untugenden der verschiedenen Nachbarstädte und deren Bewohner fehlte, die aber sämtlich in so echt karnevalistischer Weise zum Vortrag kamen, daß sich niemand verletzt fühlen konnte und jeder herzlich mitlachte. Erst die späten Abendzüge entführten Mainz wieder die Fremden. Im allgemeinen ist dieses Jahr hier außerordentlich wenig Karneval­sti m m u n g. Alle karnevalistischen Veranstaltungen waren dis jetzt nur mäßig besucht und will man in den meisten nicht die gewohnte ausgelassene Stimmung wahrgenommen haben. Tie Karnevalstage selbst versprechen auch wenig Leben zu bringen-, da der große Kamevalsverein von dem meisten gewohnten Veranstaltungen, wie Zug, Kappensahrt und bergt abzusehen beschlossen hat. In derNeuen Anlage" soll im kommenden Sommer ein Palmenhaus errichtet werden. Es kommt auf das Plateau derNeuen Anlage" neben den Reftauralionslokalitäten zu liegen und "-^^ausschließlich aus Mitteln des Verschönerungsvereins

Kleine Mitteiluugeu aus Hessen uud deu Nachbarstaale«. Der Rechtsanwalt Dr. Heertz in Wetzlar ist zum Notar ernannt worden. Bei Revision der Stadtkasse in Rüdes, heim, hat sich ein Fehlbetrag von mehreren taufend Mark ergeben. Der seit einiger Zeit erkrankte Stadtrechuer, der «uch gleichzeitig die Allgemeine Ortskrankenkasse verwaltete, ist vorläusig vom Dienst suspendiert worden. Er wurde sstüher für die Kassenführung prozentweise bezahlt und soll leinen erst im nächsten Jahre fälligen Gehalt im Voraus «ntnommen und gebucht haben, um dringenden Privat' Verpflichtungen nachzukommeu. Ein Verlust für "bie Stadt »wirb wohl nicht entstehen, da eine Sicherheit von 15000 Mk. =C1C £CL^ ®er flüchtige Teilhaber der Alzeyer Nudel ßabnk, Paul L a n g f e l d, hat sich im Gasthaus zum Dreibund in Mastel auf dem Abort eine Kugel in den Kopf geschoffen. Dem LÄchwerverletzten wurde sofort ein Verband angelegt, aber niur mit vieler Mühe konnte er am Abreißen desselben ge­

hindert werden. Er wurde sterbend ins Rochushospital nack Mainz gebracht. Das Scheitholz 1. Klosse in Gedern kostete, entgegen einer Nachricht in Nr. 34 unseres Blattes, aus dem Nisdathal", nur 7.80 Mk. pro Raummeter im Ourchschnckt, in Ranstadt noch keine 9 Mk.

Vermischtes.

Eine Prinzessin im Kloster. Prinzessin Adel­heid von Isenburg trat inchas Prager Kloster der Barm herzigen Schwestern vom heiligen Karl ein. Adelheid Marie Sofie ist die jüngste Tochter Der Erzherzogin Maria Luise Annunziata, verwitweten Fürstin Karl zu Isenburg Birstein, und Schwester des Fürsten Franz Josef zu Jsenburg-Birstein. Sie ist am 31. Oktober 1878 geboren, steht somit im 23. Lebensjahre. Von ihren Schwestern sind die Prinzessin Marie Michaele und Elisabeth, die Erstere unter dem Namen Schwestcr Michaele, die Letztere unter dem Namen Schwester Augustine Nonnen der Kongregation der Schwester vorn heiligen Josef in Trier.

* Ein Student als Bürgermeister. Der Fall, daß ein Student zum Bürgermeister gewählt wurde, hat sich in Landsberg in Oberschlefien ereignet. Es ist der 27jahrige Student Pietrulla, Sohn eines dortigen Ackerbürgers und Stadtverordneten.

* Aus dem Harz. Angesichts der Thatsache daß der Brocken gipsel gegenwärtig auch zur Winterzeit und namentlich in diesen Tagen, da viele aus Anlaß des St. Andreasberger Winterfestes den Harz besuchen, bestiegen wird, dürfte die Mitteilung interessieren, daß die erste Brockenbesteigung im Jahre 1560 ausgeführt wurde, und zwar von dem Kartographen Tileman Stos^ aus Siegen. Ihm folgte 1572 der Thüringer Arzt Joh. Thal, und am 3. August 1579 war der Hildesheimer Bürgermeister Henni Arneten auf den Gipfel. Die nächste bekannte Besteigung des Berges war die des Herzogs Heinrich Julius von Braun­schweig, der 1591 seine junge Gemahlin einen großen Teil seines Landes übersehen lassen wollte. 1649 machte Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg mit 15 Pferden einen Auf­stieg, und 1697 besuchte der Zar Peter der Große den Berg. Jrn 18. Jahrhundert war anscheinend die Scheu, die man bis' dahin vor dem Gespensterberge gehabt hatte, gewichen und wurde der Brocken öfters bestiegen. So war Goethe dreimal oben, 1777, 1783 und 1784. Der stärkere Besuch des Berges datiert eigentlich von 1736 an, nachdem ordent­liche Wege angelegt und auch ein bescheidenes Rasthaus, das noch jetzt vorhandene sogenannteWolkenhäuschen", errichtet worden war. 1753 waren nachweislich bereits 198 Personen oben, 1779 421 und zu Anfang des 19. Jahrhunderts jähr­lich schon etwa 2000. Am 30. Mai 1805 weilte König Friedrich Wilhelm III. von Preußen mit der Königin Luise oben, am 19. Juni 1821 der spätere Kaiser Wilhelm I. und im Oktober 1865 die jetzige Kaiserin Friedrich mit ihrem Gemahl. Jetzt verkehren auf dem Brocken jährlich 50- bis 60 000 Personen. Auch im Winter, wenn ba§ Brockenhotel zwischen riesigen Schneemauern fast verschwindet, fehlt es Dort oben kaum jemals an Besuchern.

* Karlsruhe, 11. Febr. Auf der Fahrt von Berlin nach hier erschoß sich heute der Fähnrich von Man­teuffel, der beim hiesigen Dragonerregiment eingestellt war. Der Tod ist nach zwei Stunden dngetreten. Als Ursache wird eine schon früher in Erscheinung getretene Geistesstörung angesehen.

* Rom, 10. Febr. Die Frechheit römischer Diebe wagte sich in der letzten Nacht in das Pantheon. Heute morgen fand der Sakristan die Hinterthüre der Kirche offen. Als die herbeigerufene Polizei eintrat, wurde entdeckt, daß auch in das Grab Umbertos eingebrochen war. Die Diebe hatten die imitierte eiserne Krone und das imitierte Kreuz des Annunziatenordens, die auf dem Kissen vor dem Sarg lagen, geraubt. Außerdem waren einige Votivgeschenke von den benachbarten Altären gestohlen. Die Spuren einer Mahlzeit lassen darauf schließen, daß die Diebe sich abends in die Kirche einschließen ließen.

* Trient, 9. Febr. Die infolge des jüngsten Wetter sturzes und der damit verbundenen Schneeverwehungen hervor­gerufenen Unterbrechungen der Bahnverbindungen sind num mehr behoben. Sowohl in Südtyrol, als auch an den Ufern des Gardasees ,ift wieder herrliches Wetter tingetreten.

Athen, 10. Febr. Depeschen aus Ky thera (Cerigo) zufolge haben Taucher dort aufs neue Bildsäulen auf- gesunde n. Der Unterrichtsminister hat sich nach Kythera Cerigo begeben, um die Forschungen zu leiten.

Gerichtssaal.

ko. Laubach, 9. Febr. Der Fabrikarbeiter Seip in Gonders- tir^en, der vor einiger Zeit seinen Arbeitsgenoffen Hofmann, einen Oester- reicher, an einem Sonntagabend auf der Straße Gonderskirchen Friedrichs- Hütte überfallen und blutig geschlagen hatte, weil sich dieser geweigert hatte, noch eine Runde Bier zu bezahlen, wurde vom hiesigen Schöffengericht zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Anfänglich hatte man die Sache als einen Raubanfall behandelt.

fc. Limburg a. d. L., 10. Febr. Bor drei Jahren wurde der Schuhmacher Jsbach aus Dillenburg wegen vorsätzlicherBrandstistung vom Schwurgericht zu 8 Jahren Zuchthaus verurteilt. Der Mann be­teuerte von Anfang bis zu Ende seine Unschuld. Die wiederholt 6fr antragte Wiederaufnahme des Verfahrens wurde vom hiesigen Landgericht abgelehnt. Nunmehr, nachdem der Mann 3 Jahre im Zuchthaus geseffen hat, ist dieselbe vom Oberlandesgericht in Frankfurt a. M. beschlossen worden. Der Häftling wurde bereits auf Antrag des Oberstaatsanwalts Hupertz in Frankfurt a. M. auf freien Fuß gesetzt.

Essen, 9. Febr. Der Arbeiter Ernst Pohlke, der am 23. Ro- vemb-r in ein Ztgarrengeschäft der Kettwigerstraße eingebrochen und den Kommis Müller ermordet hatte, wurde heute vom Schwurgericht zu lebens­länglichem Zuchthaus verurteilt

Gingesandt.

(Für Form unb Inhalt aller unter biefer Rubrik stehenden Artikel übernimmt bie Rebaktion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Voin oberen Vogelsberg, 10. Februar.

Dem Vernehmen nach soll bas Projekt Der Bahn Gebern Grebenhain mit ber Führung über Hart­mannshain fertiggestellt werben unb nun eine Vorlage darüber ben Sanbftänben zugehen. Demnach scheint bie Re­

gierung an diesem Projekt festzuhalten, das ursprüngliche Projekt aufzugeben unb nicht gewillt zu sein, bie ein­gereichten Petitionen zu berücksichtigen. Es sei gestattet, beide Projekte einer nochmaligen Betrachtung zu unter­werfen. Soviel uns bekannt ist, soll bie sehr bcbcutenbe Steigung von Gebern nach Ober Seemen burch Serpentinen und Kurven ber Bahntrace überwunben werben unb ber Bahnhof Ober-Seemen an bie im ursprünglichen Projekt vorgesehene Stelle kommen. Es sei hier nur bie Fort- sührung über Völzberg ober Hartmanns Hain einer Vergleichung unterzogen. Die Länge unb Baukosten beider Linien werden keinen großen Unterschieb ausmachen. Die östliche Linie würbe ohne bebeutenbe Steigungen ausgesührl werben können unb überschritte ben Gebirgsrücken aii einer Stelle, ber um 80 Meter tiefer liegt als ber Gebirgsrücken, über ben bie Bahn über Hartmannshain geführt werben müßte. Tie Betriebskosten unb Betriebsstörungen müssen baburch gewiß viel geringer sein. Tie Bahn hätte beit großen Vorteil, baß sie auch einem mehr bevölkerten Land­striche, nämlich bem nörblichen Teil des Kreises Gelnhausen unb bem süblichen Teile bes Kreises Lauterbach zu Gute käme. Tie westliche Linie dagegen würbe sehr bedeutende Steigungen, sowohl von Gedern, Ober-Seemen als auch von Grebenhain aus bekommen; ber Betrieb würbe be­schwerlicher unb kostspieliger werden und mehr Störungen ausgesetzt sein. Tie Linie würde nur ben Orten Hart­mannshain unb Herchenhain zu Gute kommen, benn bie Orte Sichenhausen, Kaulstos unb Burkhards würden nur wenig Gebrauch machen können, unb mit Fuhrwerk den Verkehr von unb nach ber Station Gebern vorziehen. Dev einzige ins Gewicht fallenbe unb greifbare Gesichtspunkt, dieser Linie den Vorzug zu geben, könnte nur oer sein, daß die Bahn in unserem Lande bliebe.

Man versteht nicht, warum die Bahn über das 568 Meter hochliegende Hartmannshain geführt werden soll, während etwa 3 Kilometer östlich zwischen dem hessisck>eni Ort Bermuthshain unb bem preußischen Orte Völzberg ein, wie von ber Natur vorgezeichneter unb etwa 80 Meter tiefer als Hartmannshain liegender Uebergang über den Gebirgsrücken vorhanden ist, bei dessen Benutzung man frei­lich durch preußisches Gebiet müßte. Tas erinnert an Zu­stände und Vorgänge aus früherer Zeit, bei der Anlage bet) Frankfurt-Bebraer Bahn, von Fulba nach Hersfelb, wo man auch die Bahn im Lande behalten wollte und diese anstatt des natürlichen Weges durch das Fuldathal und damit durch einen Teil des Großher^ogtums über Hünfeld nach Hersfeld führte. Jene Zeiten sind doch glücklicherweise vorüber und nur wenige werben sie zurücksehnen. Win haben jetzt eine Reichseinheit und obendrein die preußisch- hessische Eisenbahn-Gemeinschaft, unb ba sollte man bvchj von ben Lanbesgrenzen absehen unb die Bahnanlage nur bem allgemeinen Wo hle bienftbar machen. Wiv bitten unb hoffen, baß die Großh. Regierung und Stände diese Angelegenheit nochmals einer sorgfältigen Prüfung unterziehen, damit nicht Fehler gemacht werden', die später bereut werden unb nicht wieder gut zu machen sind.

Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde. Getaufte.

Matth äusgemeinde.

Den 3. Februar. Dem Packer Heinrich Arnold eine Tochter, Elise Lisette Johanna Jakobine, geboren den 11. Januar.

Denselben. Dem Buchhändler Karl Krebs eine Tochter, Emmy Grethe, geboren den 4. Januar.

Markusgemeinde.

Den 3. Februar. Dem Postboten Wilhelm Stein ein Sohn, Heinrich Karl, geboren den 26. Dezember.

Denselben. Dem Bäckermeister Ludwig Engelhardt eine Tochter, Anna Wilhelmine Elisabeth, geboren den 7. Januar.

Lukasgemeinde.

Den 3. Februar. Dem Grubensteiger Wilhelm Heinrich Dern eine Tochter, Elifabethe Henriette, geboren den 27. Dezember.

Denselben. Dem Kaufmann Georg Böhm eine Tochter, Paula Antonie Elsa Albertine Erna Wilhelmine Margarethe, geboren ben 10. November

Denselben. Dem Asphalteur Johannes Greb ein Sohn, Ernst Ludwig, geboren den 25. November.

Johannesgemeinde.

Den 8. Februar. Dem Dachdecker Adolf Thielmann ein Sohn, Wilhelm Hugo, geboren den 16. Dezember.

Denselben. Dem Taglöhner Julius Friedrich Jeschke eine Tochter, Emma Marie, geboren den 8. Juni.

Denselben. Dem Sattler Ludwig Biedenkapp eine Tochter, Anna Elisabeths Emilie Emma, geboren den 8. Dezember.

Den 7. Februar. Ein unehelicher Sohn, Johann Konrad, geboren den 1. Februar.

Beerdigte.

Matthäusgemeind e.

Den 7. Februar. Ludwig Zinßer, Wiesenwärter i, P., ein Witwer^ 83 Jahre alt, starb den 5. Februar.

Markusgemeinde.

Den 7. Februar. Margarethe Zahlt geb. Stecker, Ehestau des Laternenwärters Heinrich Zahrt, 58 Jahre alt, starb den 5. Februar.

Lukasgemeinde.

Den 1. Februar. Wilhelm Belloff, Weichensteller, 50 Jahre alt, starb den 80. Januar.

Johannesgemeinde.

Den 3. Februar. Minna Heß geb. Hillert, Ehefrau des Schmiede­meisters Johann Heß, 54 Jahre alt, starb den 1. Februar.

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