eiben Sache schon einmal geurteilt und gegen den Kläger entschieden haben. Sache des Reichsgerichts ist es nun, ein anderes deutsches Oberlandesgericht zur Verhandlung des Prozesses zu bestimmen. Es dürfte dieser Fall bisher
Vermischtes.
* Wien, 11. Ian. Auf der Station Marchegg stie; der Orient-Expreßzug auf einige Güterwagen. Ein Passagier wurde leicht verletzt.
* Die Vermahlung der Infantin Mercedes von Asturien mit dem Prinzen Karl von Bourbon-Sizilien, wird sich nur auf den Familienkreis beschränken, immerhin aber doch ziemlich groß werden, da die Familie des Bräutigams zahlreich ist, und in Spanien selbst verschiedene fürstlich Verwandte wohnen. Die Königin- Regentin hat im Verein mit ihrer Schwägerin, Gräfin Girgenti, welche auch die Tante des Bräutigams ist, die Ausstattung für ihre Tochter bis in die kleinsten Einzelheiten selbst überwacht. Einzelnes ward in Wien, der Heimat der Regentin, bestellt, das meiste in Spanien selbst gefertigt, da die Infantin, — durch und durch Spanierin — -die Industrie ihres Landes bevorzugt. Da die Großmutter des Bräutigams, die verwitwete Gräfin Trapani, die Schwester des Großherzogs von Toskana, Erzherzogs von Oesterreich, ist, ist das Brautpaar bereits durch mannigfache Verwandtschaftsbande verknüpft.
Krieskasten -er Redaktion.
Abonnent. Es friert, wenn keine Wärme da ist, alfi bei 0 Grad. Steigt da« Thermometer von 0 Grad auf 1 Grad, so ist Wärme da U"d e8 16*uf.
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Maßnahmen, letzte« W*. «ää «S n Besttebungen aus ä
§ Butzbach, 11. Ian. Bei der heutigen Wahl eines Beigeordneten wurde Gerbereibesitzer Karl Flach III. mit großer Majorität gewählt. — Auf der hiesigen Verpflegungsstation wurden im vttfloffenev Monat 708 Personen verpflegt; diese Zahl ist bis jetzt in einem Monat noch nicht erreicht worden.
-i- Aur dem Bieberthal, 11. Ian. In unserem sonst so stillen Bieberthal trifft man jetzt überall an den Wegen je zwei Soldaten Posten stehen. Die Leute find bei den einzelnen Wirten einquartiert und müssen vöv morgens 8 Uhr bis nachmittags y44 das Gelände absperren. Auch Hof Haina ist mit einem Kommando belegt, das die Straße Bieber—Waldgirmes besetzt hält.
-e- Kinzenbach, 11. Jan. Das landwirtschaftliche Kasino hielt am Mittwoch abend in der Gastwirtschaft von L. Pensch seine Jahresversammlung ab. Die Mitgliederzahl ist im verflossenen Jahr auf 64- gestiegen. Auch im verflossenen Jahr wurden größere Bestellungen von Sämereien, Chilisalpeter und Thomasmehl gemacht, woran sich alle Mitglieder beteiligten. Ter Vorstand wurde wiedergewählt. Zum Schlüsse wurden einige Schriften über „Düngung der Obstbäume", „Unfug im Düngerhandel", „die Bedeutung des Chilisalpeters", „der Schniftenberger- hof, ein Beispiel aus der Praxis" u. s. f. verteilt. — Tas Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm wird hier fein in Aussicht genommenes Scharfschießen! vom 7.—14. Januar vornehmen. Tas Einzelgefechtschießen ist schon beendigt. Heute hat das Gruppenschießen begonnen, dem am nächsten Montag das Schießen in ganzen Zügen folgen wird. Zur Hälfte ist das Dorf mit Einquartierung bedacht, die teils auf dem Schießplätze und zum teil als Absperrungskommando Venvendung findet. Ta der Dienst meistens schon um 2 Uhr nachmittags beendigt ist, so ist den Mannschaften viel freie Zeit vergönnt. Sie besuchen an den Abenden recht fleißig die Spinnstuben.
-a- Rodheim a. d. Bieber, 11. Jan. Schon seit dem nassen Vorwinter ist die Diphtheritis in unserem Torfe verbreitet und hat sich auch trotz des Frostes noch nicht gelegt; sie versetzt tagtäglich weitere Familien in Schrecken. Manche Eltern bringen ihre Kinder in die Klinik nach Gießen.
i. Laubach, 11. Jan,, Auf unserer prächtigen Eis- djahn konzertierte vorgestern nachmittag eine auswärtige Kapelle, was bei günstigem Wetter eine Masse von Freunden des Eislaufes herbeizog. Am Abend strahlte unser „Obersee" im Hellen Lichte vieler am Ufer angebrachter Lampions. Sehr schön war das von Kaufmann Klipstein abgebrannte Feuerwerk und das Buntfeuer im Eishause. — Ein Festkomitee hat in einer Versammlung die nötigen Anordnungen getroffen zu einer im Schützenhofe stattfindenden allgemeinen Kaiserfeier. Zu diesem Zwecke sollen alle besonderen Vereinsfeiern an diesem Abend unterlassen werden. (- !
k. Ruppertsburg, 11. Jan. Ter erste evangelische Gemeindeabend in diesem Winter war von feiten der Gemeinde überaus zahlreich besucht. Pfarrer Volp von Laubach sprach über die Angriffe eines Teiles der Presse auf die evangelische Mission in China. Der Ortsgeistliche gab dann noch einige Ergänzungen und mit geistlichen und vaterländischen Liedern, die von der sangessrohen Gemeinde kräftig gesungen wurden, schloß der schöne Abend.
* Darmstadt, 8. Jan. Der Kammersänger Weber
Auszug aus den Standesamtsregistern der Stadt Gießen.
«ufgedote.
Januar. 5. Philipp Becker, Schubmacbermeifter in Gießen, rott Margarethe Seultng von Alten-Bufeck. 8. Philipp Lüff-nberger, Fabrikarbeiter in Eberstadt, mit Karoline Magdalene Göller daleibst. 10. Arnold Hollermann, Bergmann in Mciderich, mit Friederike Stängel daselbst.
«heschltetzUngen.
Januar. 5. Heinrich Karl Wenzel, Kutscher dahier, mit Wilhelmine B'ck hierselbst. 5. Karl Heinrich Dietz, Postbote zu Darmstadt, mit Wilhelmine Elisabeth Katharine Henriette Weber hierselbst. 5. Christoph Rudolf LooS, Bierbrauer dahier, mit Katharine Wetnrich hierselbst. d. Heinrich WUhelm Krämer, Schloffer dahier, mit Eteonore Römer vonWtmbach.
3*®* Geburten.
Dezember 31. Dem Schlosser August Mahr eine Tochter, Elise Helene Minna Auouste. Januar. 3. Dem Gastwirt Philipp Hofmann II. eine Tochter, Marte Elifabeth 4. Dem Bäcker LoutS Engelhardt eine Tochter. 4. Dem Buchhändler Karl KrebS eine Tochter. 5. Dem Tapezier Karl Walter eine Tochter, Marte Emma Luise. 5. Dem Tagi öhner Wilhelm Karasch eine Tochter, Elise Helene Pauline. 6 Dem Kutscher Wilhelm Heinrich Rieb eine Tochter, Lina Anna. 6. Dem p:akt. Arzt Dr. Hermann Alker eine Tochter, Karoline Luise Johanna. 6 Dem We>ßbtndermeister Heinrich Konrad eine Tochter, Emilie Mmie Wilhelmine. 7. Dem Schloss r WUhelm Klöß et* Dohn, Jean. 8. Dem Fuhrmann Konrad MauS ein Sohn, Karl. 8. Dem Güterexpedtent Johann Georg Gtrgling ein Sohn, Heinrich Franz Rudolf. 10. Dem Kaufmann Adolf Griffe ZwilltngSsöhne, ein totgeboren und ein Sohn Albert.
Gestnkbene.
Januar. 5. Wilhelm L mp 8 Monate alt, Sohu vpv Schloffer Wilhelm Lemp dahier. 5. Ernst Schomber, 8 Monate alt, Sohn von Schmied Philipp Schomber dahier. 6 Wilhelm Opificius, 58 Jahre alt, Königl. Stationsvorsteher 1. Kl. dahler. 6 Alfred Wilhelm Sch fferS, 1 Jahr alt, Sohn von Werkfahrer Hubert Schiffers hier» eldst. 7 Katharine Schmidt, geb. Balfer, 38 Jahre alt, Ehefrau von Taglöhner Heinrich Schmidt dahier. 8 Marie Will, 1 Jahr alt, To>bt^ von J^bonn ftpnrah Will dahier.
Oerichtsfaal.
Dar rn stadt, 10. Jan. Der vielerörterte Fall Eckte in ist in ein interessantes Stadium getreten. Wie erinnerlich, war Amtsrichter Dr. Eckstein, nachdem die i Plenarversammlung des Oberlandesgerichts gemäß dem hessischen Richtergesetze seine Versetzung auf eine nichtrichterliche Stelle für zulässig erklärt hatte, als Gerichtschreiber nach Mainz versetzt worden. Tr. Eckstein ocht diesen Beschluß an, da er der reichsgesetzlich garantierten Unversetzbarkeit der Richter widerspräche und verklagte den hessischen Fiskus auf Zahlung des vollen Richtergehaltes. Gegen das abweisende Urteil des Landgerichts, legte er Berufung an das hiesige Oberlandesgericht ein. Namens des Klägers hat nunmehr Rechtsanwalt Dr. Hoffmann das gesamte Oberlandesgericht abgelehnt, da sämtliche Mitglieder des Gerichtes in der-
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luurbe während der Probe zum Trompeter von Säkkingen von leiinem schweren Unfall betroffen. Ter Künstler hat, wie es die Rolle mit sich bringt, einen Stuhl zu besteigen. Der letztere stand nicht ganz fest Und fiel um, wobei Weber mitstürzte. Glücklicherweise stand ein anderer Mitwirkender in der Nähe, an dem sich der Fallende halten konnte, sonst wären jedenfalls die Folgen des Sturzes weit Wimmer gewesen. Trotzdem zog sich Weber eine starke Muskelzerrung am Fuße zu. Infolge nachfolgenden Blutergusses trat eine starke Schwellung des Fußes ein. — Nachdem am verflossenen Samstag das Reichsgericht die Beschwerde des Grafen von Wächtersbach gegen »en Zuschlag der 58ir ft einer Waldungen in bet Provinz Starkenburg an den hessischen Fiskus verworfen hatte, kam gestern zwischen der Bergisch-Märkisch e n B a n k einerseits und dem Grafen von W ä ch t e r s ___0___......
unb dem Grafen von Philippseich andererseitsIkaum vorgekommen sein.
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Mm* »«V dabei da- Ehre», dm „qaihuim n efflorescentiB ealutea ™Per ®tadio ieliciBtimi "Mhischen unb meb> r verliehe« worden. !rei-tierarzt in MM Franz Preuße, Hai btt &ttM genommen. Der ne« legümen.
auer wird seine tyi, 14. Jan., um 4 Uhr, Ihr wieder aufnehmei Ahiberli'S Bronzethllrei
Kandel und Uerlrehr. Volkswirtschaft.
Das Bankhaus E. Calmann in Hamburg bringt einen Kalender für Besitzer von Wertpapieren für 1901 zur Ausgabe, woraus wir unsere Leser Hinweisen. Dieses praktische Handbuch enthält die Verlosungspläne unb Zehungsdaten aller Prämienanleihen, die in Deutschland gehandelt werden, ferner genaue Angaben der Auslosungen Oon Renten, Pfandbriefen, Eisenbahn-Prioritäten :c. re. Eine besondere Annehmlichkeit des Kalenders ist die mit großer Sorgfalt ausgearbeitete Uebersicht über die Papiere, die gegen Kursverlust versichert merben müssen. Auch sonst enthält das Buch viele wissenswerte Notizen, Kursangaben re. für Besitzer von Wertpapieren. Der Kalender wird jedem von obigem Bankhause auf Wunsch gratis und kostenfrei übersandt.
H. »pielüaseu.Banke*. Da über da« Vermögen deS Direktors Sanden der Konkurs eiklärt worden tst, gegen welche Beifügung allerdings fettens deS Gerannten selbst appelliert wird, so kommt dte Fiage Immer mehr in Betracht, in wie weit durch einen solchen Konkurs sehr groß- Transaktionen betroffen werden könnten. Sicher tst, daß der genannte Dtrcktor höchst umfangreiche Geschäfte gemacht hat, bet denen Mn Privatoermögen ausdrücklich in dtr Wagschale fiel, so daß eS dte Frage bleibt, ob nicht hier durch wiederum sehr große Verluste entstehen, die vielleicht in den Bilanzen so mancher Akttenges«llschasten ausgeglichen werden. Bei denjenigen Aktiengesellschaften, deren Beziehungen zu den Syielhagen-Bankm bekannt ist, wäre e» doch gut, wenn in den Generalversammlungen hierüber hinreichende AufkSrungen gegebm würden.
Kahlen.
Durch SchiffahrtSfchluß ist di- Zufuhr nach Mannheim unter» ^rochen und müssen die Expeditionen ab Zeche erfolgen, der« Leistungfähigkeit auch schon bmdj Einfrieren der Wäschen unb Wagm- mangel zu erlahmen beginnt.
Vptrttu».
Spiritus hat noch zu Eade der letzten und im Laufe dieser Woche infolge der kalten Witterung um 40 Pfg. anztehm können und schließt heute Mk. 44 90.
DaS Geschäft ist recht ruhig und bewegt sich in den engstm Grenzen, die Zufuhren bleiben anhaltend groß und dürfte dte Dezember-Statistik ein wetteresAnwachsen des schon bedeutenden Lager« bringen.
Tabak.
Im Laufe der Berichtswoche wurden in Seckenheim einige hundert Zentner Tabak in der Preislage von 28 Mk. verkauft. In der Pfalz ist es noch ruhig. Die Händler find zur Zeit mit dem Einwiegen der Neckar- thäler und Oberländer Tabake vollauf beschäftigt. Die bis jetzt um» geschlagenen Neckartabake entwickeln sich, soweit sie in trockenem Zustand eingewogen wurden, sehr gut und werden für die Fabrikanten ein vor« züglicheS Umblatt und Einlegematerial liefern. Wenn diese Tabake auch gegen das Vorjahr etwas teurer sind, so werden sie durch die Leichtigkeit doch mehr Zigarren vom Zentner liefern als der Tabak deS Vorjahres, und dadurch dürsten sich die Preisdifferenzen sthr gut ausgleichen. Ob die Händler bei den hohen Preisen, dte sie angelegt haben, etwas verdienen, bezweifeln wir, denn die Tabake, die für Umblatt verkauft wurden, liefern zu viel Umblatt und Einlage, und auch das in letzter Zeit vorherrschende schlechte Wetter war denselben nicht günstig. In alten Tabaken ist eS in Mannheim sowohl wie außerhalb ruhig, die Händler klagen über lehr schlechten Geschäftsgang. Wir sind nicht in der Lage, über Umsätze von Belang zu berichten. In losen pfälzer Rippen geschäftSlos. lose feine 9—R,50 Mk. gebündelte u —12 Mk trockene Waare.
N firb er» frechen ÄSa
unselige?»
Meratur, Wissenschaft und Kunst.
Der Verkehr mit dem Planeten Mars. In England unb Amerika kann man sich über die Möglichkeit, mit dem Planeten Mars in einen direkten Verkehr zu treten, noch immer nicht beruhigen. Ein ausgezeichneter englischer Gelehrter, Sir Robert Ball, hielt über bieses Thema einen Vortrag, in bem er sich jedoch außerorbentlich pessimistisch äußerte. Er wies barauf hin, baß ber Mars auch in seiner geringsten Entfernung 150mal so weit entfernt bleibt von ber Erbe als ber Monb. Ein Gebäube, bas so groß wäre wie ber Eiffelturm, würbe auf der Oberfläche des Mars iunsichtbar sein, selbst n>enn man dass schärfste Teleskop, das es auf der Erde giebt, barauf richten würbe. Ein Turm, ber etwa öOmal so groß ist als ber Eiffelturm, würde nur mit Mühe als ein ganz kleiner Fleck auf dem Planeten zu unterscheiden fein. Humoristen haben sich den Spaß gemacht, anzunehmen, daß die Bewohner des Mars sich daran machten, Fahnen zu schwenken, um die Aufmerksamkeit ber Erde auf sich zu lenken. Sie haben sich nicht klar gemacht, daß sie in diesem Falle eine Fahne von 400 Kilometer Länge unb 500 Kilometer Breite — also etwa so groß wie bas Gebiet Jrlanbs — mit einer Fahnenstange von 800 Kilometer Höhe schwenken müßten, was ihnen wahrscheinlich doch etwas schwer werden würbe. Der Gelehrte glaubt auch nicht daran, baß man mit Hilfe ber brahtlofen Telegraphie zu einem Verkehr mit bem Mars gelangen könnte; es sei eine starke Aufschneiberei, wenn man diese, Möglichkeit in nahe Aussicht stellte. . . Nichtsbestoweniger läßt sich Nicolas Tesla durch die skeptischen Aeußerungen nicht im geringsten einschüchtern; er bleibt dabei, daß es ihm mit feiner Prophezeiung, die Verbindung mit dem Mars würde bald herzustellen sein, durchaus ernst sei. „Ich habe nicht den geringsten Zweifel", erklärt er, „daß ich, nach meinen Experimenten und Berechnungen, mit einem gut gebauten elektrischen Apparat eine genügende Energiemenge zum Mars hinübersenden kann. Man glaubt, daß dazu ein gigantischer Akkumulator nötig märe; das ist ein Irrtum. Es ist nur nötig, einen energischen Stoß zu bem anderen Planeten zu schicken; aber dieser braucht nicht längere Zeit zu dauern, sondern eine Sekunde genügt. Ich glaube, daß ich diesen Stoß hervorbringen werde: mein Oscillator, der eine Kraft von fünf Millionen Vferdekräften hat, wird dazu genügen. In kurzem werden wir mit dem Mars verkehren. Bevor wir jedoch mit den Bewohnern des Mars telephonieren, werben wir erst wissen müssen, ob sie sprechen unb welche Sprache sie sprechen; sonst würbe uns ja das Tele- )hon nichts nützen." Aber auch über diese Schwierigkeit wird a Tesla — so meinen bie auf diesen phantasievollen Er- inber Eingeschworenen — mit gewohnter Leichtigkeit hinweghelfen.
— Otto Erich Hartleben, der im Sanatorium Loew in Wien tarke ErregungSanfälle hatte, mußte in eine private Wiener Irrens anstatt übergeführt werden.
rafsiMF solcher Wagen namentlich bann nicht entgegentreten Jolle, wenn die Möglichkeit vorhanden fei, daß derartige Spezialwagen für die Obst- unb Gemüseeinfuhr vom Aus- fanbe benutzt werben bürsten. Mit 13 gegen 7 Stimmen wurde beschlossen, „baß bie Zulassung von Privat-Eisen- bahnwagen mit Hesonberen Heiz- unb Kühlvorrichtungen für die Beförderung von Obst und frischem Gemüse beim längeren Bahntransport wünschenswert unb aus allgemein wirtschaftlichen Gründen unbebenklich sei". Als „genügenb" würbe es bezeichnet, „bie Maßnahmen auf bie dem Spezialtarif für bestimmte Eilgüter bereits angehörenden Obst- unb Gemüsesorten, welchen allenfalls noch Spargel unb Blumenkohl zuzuweisen sein möchten, auszubehnen.
** Aus bem Theater bureau. Die beliebte Ge- fangsposse „Schützenlisl" geht heute Sonntag, mit Frl. Eichenwald in ber Titelrolle, in Szene. Die charakter- komische Rolle bes „Stöpsel" spielt Direktor Helm. — Willy L o e h r, ber jugenbliche Helb unb Liebhaber bes Larmstäbter Hoflheaters, gastiert hier zunächst am D^nstag, den 15. bs., als Reif-Reiflingen in Mosers Schwank gleichen Namens.
** Fasching. Nur noch wenige Wochen trennen uns von Fastnacht, bas biesmal auk den 19. Februar fällt Die Vereine suchen Maskenbälle ober Kappensitzungen zu verunstalten. Tie Reihe ber Maskenbälle eröffnet ber Fecht- verband Gießen-Lahr, ber bereits am 20. Januar im Festsaal Cafe Leib (siehe Annonce) ein großes Maskenfest veranstaltet. Wer bie Maskenbälle dieses Vereins früher besucht hat, wirb sich gern ihrer erinnern unb auch biesmal nicht säumen, bem Balle beizuwohnen, umsomehr, als der Reinertrag vorzugsweise Gießener Wohlthätigkeitsinstituten zufließen soll.
** Schriftliche Entschulbigungen für Schulversäumnisse in Krankheitsfällen können nach einer enb- fliltigen Entscheibung des Kammergerichts als letzter Re- visionsinstanz nicht erzwungen werben. Es genügt vielmehr, wenn bie Entschulbigung beim Lehrer münblich ausgesprochen wirb. Viele Rektoren unb auch höhere Schul- behörben waren bisher anberer Meinung unb hielten streng auf schriftliche Entschulbigungen.
f von i>cr
> HoheiisfeinerSeidenweberei „Lutze' JIohejistein Einsttbal.
> . . Koinyhd'cr. Größtmöglich, c unb ßfrjoqlidjc«1 Hoflieferant
ein Vergleich zu stände. Die letztere» ragen ihren Widerspruch gegen die Hypothek ber Bank und gegen die von der Bank betriebene Zwangsvollstreckung zurück, wogegen die Bank einen Teil jener Kosten übernimmt und sich zur Auszahlung eines gewissen Betrages an die Agnaten des Grafen von Wächtersbach verpflichtete, hiermit ist dieser unglückselige Rechtsstreit aus ber Welt geschafft unb finb bie Birsteiner Besitzungen in ber Provinz Starkenburg end- giltig an den hessischen Staat gefallen. <
•* Meine Mitteilungen aus Hessen and den Rachbarstaaten In Bickenbach feierte man die diamantene Hochzeit Der Peter Linder II Eheleute am 7. d. Mts. Der Großherzog hatte ein Glückwunschschreiben und ein Gnadengeschenk übermitteln laffen. In derselben Woche, zwei Tage später, feierten die Joh. Christian Hechler Eheleute hier in ähnlicher Weise ihre goldene" Hochzeit, umgeben von Kindern und KivdeSkindern, bei noch rüstiger Gesundheit. Auch diesem Paare wurden Gnadengeschenke im Namen des Großherzogs, des Kreisrats, des Kirchenvorstandes und deS Gemeinderats überreicht.
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