Ausgabe 
12.12.1901 Erstes Blatt
 
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IchtmehMkte in BarmftnM

Bekanntmachung

Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß die

8077

Verdingung

Versteigerung

Gothaer Lebensversicherungsbank

1., 15. 29. Juli.

19. August.

2., 16., 30. September.

14., 28. Oktober.

11. 25. November.

9., 23. Dezember.

Schauspiel in 3 Auszügen von A. Dumas Sohn.

Es soll die Herstellung von 435 lsd. m Bahnsleigeinsassung auf Bahnhof Gießen aus Eemenl-

Preisausschreiben.

3ur Erlangung von Entwurfskizzen für den Neubau einer

v .. ...ii.S__th mtrh ein onent-

Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. Wolff.

zu melden.

Bis zu diesem Termine können sich auch Sparer be­hufs Gewährung einer Belohnung melden, welche während eines längeren Zeitraumes regelmäßige Einlagen bei unserer Kasse gemacht haben.

Gießen, am 28. November 1901. 7835

Der Direktor der Spar- und Leihkaffe Gießen.

Wiener.

zeichnete Tage fallen:

7., 21. Januar.

4,. 18. Februar.

4., 18. März.

1., 15. April.

6., 20. Mai.

3., 17. Juni.

termin, zu dem die Bieter an­wesend sein können, 20. Dezember 1901, nachm. 3*/, Uhr. 8033 Zuschlagsfrist 4 Wochen.

Gießen, den 7. De^br. 1901. Großh. Hess.

Eisenbahn-Betriebsinspektion 1.

mit dem ein Poet roie^.,. , -

mangelt hier bei dem Franzosen. In derselben Szene ,m der das bedrückte Gemüt des furchtsamen Zuschauers entlastet und ihm eröffnet wird, daß nichts böses geschehen ist, m der­selben Szene srürzt das ganze Gebäude zusammen, und -er ernsthaft an der Frage des Stückes Interessierte, merkt, daß er mit seinem Fürchten, mit seinem Müleiden umsonst beniuht! worden ist. Dainit sinkt Dumas, der sonst iinmerhin manch- mal etwas mehr zu geben pflegte, geradezu auf das Niveau des großen Faiseurs Sardou hinab. Das ist auch Suder- mann'sche Art; auch bei dem deutschen dramatischen Techniker kommt alles nur halb so schlimm, wie es auf den: Höhe­punkt der Handlung den Anschein hat, man hat heute ihm gegen­über volles Vertrauen zur delikaten, rücksichtsvollen Behand­lung des Durchschnitts-Zuschauers, der sich ja nicht über Ge­bühr im Gebühr im Theater erregen will, m dem er für seinen Platz seine guten Groschen geopfert hat. Ganz wie sein

Donnerstag den 9. Januar 1902, nachmittags 2% Uhr, werden auf hiesigem Ortsgericht die Liegenschaften des Wilhelm Steinbach öffentlich meistbietend versteigert werdet:.

Gießen, den 26. Nov. 190L Großh. Ortsgericht Gießen.

Gros. 7742

Gießener Theaterverein.

Francillon.

einem sozialpsychischen Tiefsinn von respektabelstem Alter mi epigrammatisch zugespitzter geistvoller Form oder nach einem längeren Salatrezept in Bälde durch einen guten Witz für braves Verhalten. Auch das hat seine Vorzüge. Entgeht uns einerseits nach der großen Geständnisszene die Spannung I auf die Entwicklung der Schicksale unserer Figuranten, weil wir mit dem Hoffen auch das Fürchten verlernt haben, so laufen ww andererseits nicht Gefahr, uns m die Unkosten von immerhin anstrengenden Gemütsbewegungen stürzen zu müssen, und fühlt sich häufig die Empfindung abgestoßen ^>er ver­nachlässigt, so darf der Verstand fern unschädlich ^pie betonten Empfindungen behangen. So thut diel lichtest, uns oaraus auTinen|um u.«^, v«p

nd,C®« V^f-ss-r von Francillon - oder war's jein I fcfjaufpiclcrif^e ftinifi met)r a(§ '^e 3 am' 3[fa-iSe5Reubrit Vermischt,Herr Franz

Vater? das will ich nicht behaupten - hat einmal irgendwo d'° Kunltele, der ganzen dwmatychen tt ^ Schönfeld, mit den, kürzlich hier b°, ims in Gießen gaftier-nden

di- Regel ausgestellt, ein Stück sei gut, wenn sich ferne gäbe ^albernen ©cW nOt;E8£ancinon der Frau R ist Herrn Carl Schönfeld nicht identisch ist, diese beiden Künstler in einem Satze erzählen lasse. Versuchen wir's mal m, oberflachllcherer Sp.keinem' oerwandtschastlichen Verhältnis zu einander

Francillon". Also: Francme o. Rlverolles genannt 1 ein Sßeib, boS , tein S Herr Franz Schönfeld gehört seit em,gen Jahren dem

Francillon, die Grund zu haben glaubt an der Treue ihres VernachlassigunkI '' S,» schmollend, Lessingtheater zu Berlin als Regisseur und Darsteller an,

Gatten zu zweifeln, gesteht diesem, daß sie, um sich zu rachen,Ida, mit Herrn Dumas, em viscyen erni y s i ) während Herr Carl Schönfeld die Gastspiel-Carriöre ergriffen

ihm Gleiches mit Gleichem vergolten habe, versetzt dadu^)I leere Drohung^Ausstoß , em J nach hat und zurzeit sich in Wien befindet. Beide haben aller-

die ganze Famllie nebst befreundetem Anhänge m begreifliche dummen Streichen neigt, sie ist ein dings ihr Domizil in Berlin. Unser Sch. ist der vor einer

doch zur Not. Was sich I°doch nicht in einem Satze wieder. Junglmg. Em Naturrecht ist ihr vettummM d , d^ I N.^^erin hat eine Wohnung sür 200 Mk. monatlich, «eben läßt, das ist das virtuose Rasfinemcnt, mit dem diese suhlt sie im erbittertenGemüt! umkleidet?, hätte und bekommt doch nur 195 Mk. Gage. Wo nimmt ste nun

ux- \jnuuuuiiM vvll -__________,___- . . Die Rechnung der Armenkasse und der Plockischen ^ir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß die

Lund erweiterten Mädchenschule in Gießen wird em offent- Stiftung für 19OO/O1 liegt zu Jedermanns Einsicht acht i Darmstädter Zuchtviehmärkte im Jahre 1902 auf nachver- 1500, 1000 und I Tage lang auf dem Armenamt offen.

mg der^jedenfalls zur Gießen, den 9. Dezember 1901.

Donnerstag den 9. Jannar 1902, nachmittags 27, Uhr, werden auf hiesigem Ortsgericht die Liegenschaften des Wilhelm Steinbach öffenllich meistbietend' versteigert werden.

Gießen, den 26. Nov. 190L Großh. Ortsgericht Gießen.

Gros._______7743

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C. Röhr & Co.

drei Plätze im -. ...... o,

und Sehen vergeht. Nach Beendigung des 1. Aktes schmt Frau X. ihre Töchter, damit sie keinen Schaden erleiden, nach Hause, und die jungen Damen wankten der Garderobe zu. Für die Töchter war das Stück ja nicht geeignet, für ihre Person findet Frau X. es aber höchst interessant, und um besser sehen und hören zu können, lauscht sie ihr Bittet gegen einen Orchestersitz ein. Wie sie nun den neuen Platz aus­sucht, wen findet sie in ihrer Nachbarschaft? Ihre beiden Töchter, die ebenfallsBHU>Ärfta tftl atajoÄ Marquis.' Seme alte Eigenheit.

mit übermächtigem, gewaltsam fortreißendem Temperament, sympathischen Dame eine echte Freundin machte. . .

Kraft ihrer eigenen nicht gewöhnlichen Jndividualstät hatI ^ns Ramsener hat die Freund-

>Frau R. das geschickte W°rtg°web°^ Dumas mst sWeßl^ Sch gu machen, daß der Berliner

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höheren und erweiterten Atadchen kicher Wettbewerb ausgeschrieben.

Für die besten EnUvurfe find 3 Preise von 500 Mark ausaeseyt. Eine andere Verteilln. Verteilung kommenden Gesammtsumme von 3000 Mark bleibt den Preisrichtern vorbehalten. Weitere Entwürfe können für je 500 Mark anaekauft werden. c. . _. , .

Das Preisrichteramt haben übernommen die Herren Geheimer Medizmalrat Professor Dr. Gafsky, Gießen, Königlicher BauratI Stadtbaumeisler G enzmer, Wiesbaden, Beigeordneter^ommerzien- rot Georai Gießen, Bürgermeister Regierungsbaumeister A! e e um, I Gießen Stadtverordneter Ingenieur Schiele, Gießen, Stadtbau-1 nächsten Jahre soll wieder eine Anzahl armer

rat Schmandt, Gießen, Direktor der höheren und erroeiterieu jcr0^u((tfer Kinder in der Kinderheilanstalt zu Bad- to®^ntR®nnotrt=^^Oe^)en:n,i&tiroütiefinb bi» stzät.ft.u» Nauheim b-hufs Gebrauchs einer Badekur auf Kosten ber| Montag den 10. Februar 1902, abends 6 Uhr, an die Burger- Sparkasse untergebracht werden. =

meistere? Gießen emzusenden. . r Es ergeht daher an diejenigen Bewohner bt» Spar-

Die Unterlagen sind von derselben gegen Hinterlegung, vonxaffenbe.rirks Gießen, welche solche kranken Kinder haben, 5 Mark, welche den Einsendern von Entwürfen zuruckerstattet ^cht in der Lage sind, die Kosten selbst bestreiten zu roeÜ,C®ie6ebnSbmn,26. November 1901. 7886 können, die Aufforderung, sich bei ihrem Pfarramt oder der

Großyerzoglieye Bürgermeisterei Gießen. betr. Bürgermeisterei zu melden. Bei der Anmeldung Mt i EotMteme»eMebenn>«ben.3nter-

_________ Mecum._______lein ärztliches Zeugnis abzugeben, m welchem die Notwendig- erhalten die Unterlagen x feit einer Badekur bescheinigt sein muß. Es können auch! gegen gebührenfreie Einsendung

'OCXiWUlWlUUPUWlV solche Kinder berücksichtigt werden, welche bereits auf unsere von 0,50 Mark und können ihre

ES wird beabsichtigt, auch im laufenden Jahre eine kosten eme Badekur durchgemacht haben, falls-dies ärztlicher- Angebote-bis frn .0. -ejenwr Prämiierung von Dienstboten des SparkafsenbezrrkS sests füc notwendig gehalten wird. Die Pfarrämter und I ^este'llgeldirei unter der Aufschrisy eintreten zu lassen. Prämien können von 5 zu 5 Jahren I Bürgermeistereien werden gebeten, die einlaufenden Meldungen I Angebot auf Herstellung von solche Dienstboten im engeren Sinne erhaltcn, welche bei der den ärztlichen Attesten nnd einer Bescheinigung der Bahnstemeinsassung >n »>-»-" Herrschaft Kost und Logis haben und sich über gute Führung Mittellosigkeit der betreffenden Eltern vis zum 15. De- -Klößen b« ^°r °'ch durch Zeugmffe ausweifen können. Von Vollendung der z^ber l. Js. hierher emzusenden. Spater emlaufende | e,,nurc'X

5 Jahre kann nur dann im letzten Dienstjahre abgesehen.Meldungen können nur dann berücksichtigt werden, wenn werden wenn der Dienstaustritt durch Einberufung zum I rechtzeitig angemeldete Kinder ausfallen sollten. (ös wird Militär' durch Auflösung des Haushaltes oder durch Gründung ^ch bemerkt, daß Kinder unter 3 Jahren, sowie Knaben eines eigenen Hausstandes erfolgt. Es werden hiernach alle ^er 14 und Mädchen über 15 Jahren m die Anstalt nicht diejenigen Dienstboten, welche nach den vorstehenden Beding-1 ausgenommen werden.

ungen auf eine Prämie glauben Anspruch erheben zu können, I Gießen, den 28. November 1901. aufgefordert, sich unter Vorlage der Dienstbücher, eines Zeug-1 Der Direktor der Spar- und Leihkaffe Gießen. nisseS der Herrschaft über gute Führung, sowie eines ehomgen Wiener. 7833

Sparkassenbuches bei unserer Kasse ober der Großh. Bürger­meisterei des Wohnorts bis zum 15. Dezember 1. I»

wenig besitzt an ftanzöfischer Grazie, und die Fülle scharf- geschliffener Bonmots, die über das Ganze verstreut wird. Mit diesen Vorzügen hat Dumas den Mangel an eigener Tiefe, seine eigene Seelenlosigkeit sehr geschickt und spitzfindig umhüllt, und so nimmt er den Hörer vom ersten Augenblick

All- Tanfendkünstl-rschaft. alle schönen Redensarten und Ian gefangen und trägt ihn über die der Moral gelegten »all- Moratpredigten über Sitten- und Unsill-zustände^chen strickest Ä uns in Deutschland

uns heute nicht mehr darüber hmweg, daß Dumas Aufsehen erregt und, wenn ich mich recht erinnere, die«eine

mehr em Theaterstück ist als em Stuck s ~ ; Exzellenz von Meppen" zu einer unmutigen Kritik im Reichs-

fast hartherzig den höchst bedauerlichen Schicksalen g°g°nub°r I Mr°>'^ch_ ,ch innere f°. ni.r so läßt er sich durch d,e Handlung ,üh-cn. ohne wird^aS Wck'-r!!st. ^Ab^'d- h^°mü7 nicht .nitHernnI m.ch ^mlich '^Vertreter des .starken" Geschlechts sind, wie fast

' 0 nttx.o I sßaxrifcr Lebemann einförmig, nüchtern, in Ton und Haltung

steif, so daß man diewahnsinnige" Liebe Francillons zu> ihm schwer begreift. Aber daran trägt Dumas die Haupt­schuld. Die anderen Herren haben wenigstens jeder eine, kleine Szene oder doch ein dankbares Epigramm für sich- Herr Ramseyer hat sehr selten mit dem Gehalt seiner Rolle, aber öfter mit dem Inhalt seines Rollenbuches zu I kämpfen. Nach dieserHinrichtung", um sein eigenes Woick | zu gebrauchen, hat er nicht unseren Beifall. Gut charakterisiert.

ivegs aus Leichtsinn, bewahre, sondern aus Haß und Liebe zu ihrem Gatten, als grausame Rächerin der gebrochenen Treue, grausam gegen ihren Gatten und gegen sich selber. Sie weist die Zähne und in grimmem Hohn verlacht sie die Gnade" ihres Gatten. Als echte Künstlerin trifft sie das rein Menschliche west über die Worte des Autors hinaus. Alle Phasen des Liebeslebens in Freude und schmerz, in Enttäuschung und Eifersucht treten vor die Seele mit dem Zauber der Wahrheit, Mitleid heischend und Mitgefühl weckend. Von der ersten Szene an scheint es zudem, als ob die Leute, die mit ihr Dialog führen, ihre Antwort von ihr Ul empfangen, wie man Funken aus einer starken und fort» dasselbe während neu geladenen Leydenerflasche zreht etwas von

-1 der Erschütterung dieser unausgesetzten Entladungen eures

Darmstadt, den 6. Dezember 1901. Großherzogliche Bürgermeisterei Darmstadt.

Morn ew eg. 8082

Donnerstag den 12. d. M., nachmittags von 2 Uhr^ an, versteigere ich dahier im Saale .des Gastwirts O. Luft, Neuen- e weg 28: 1 Kassenschrank, 1 93er- , tiköw, 1 Schreibtisch, 1 Sofa, Versicherungsbestand am 1. Dezember 1901 806 2 MM. -"iari. 1 me^tere Kleiderschränke u. v. a.

Bankfonds 1, » 11 .2"»/« m I zwangsweise gegen bar.

Dividende im Jahre 1902 : 30 bis 135% der Jahres-Normal-1 Versteigerung findet vor- Prämie je nach dem Alter der Versicherung. aussichtlich bestimmt statt.

Vertreter: Heinrich Hochreuther, Mch---,bm i°- ^r. isoi. 8081 Sfidanlage 5. *8071 Tcipcl, G-nch«°°llz>chcr.