Ausgabe 
12.10.1901 Zweites Blatt
 
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Nr. 240 Zweites Blatt.

151« Jahrgang.

Samstag 12. Oktober 1901

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.

Die Gießener Familien- blätler iverden dem An­zeiger im Wechsel mit dem »Hess. Landwirt" und den ,Blättern für hessische Volkskunde" vrermal wöchentlich bei­gelegt.

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GichknerAnzeiger

General-Anzeiger

Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

" f kF zeigenteil: Hans Beck.

Politische Tagesschall.

Vom Fürsten Heinrich demUnartigen".

Eine schwer glaubliche Meldung fomnit aus dem süd­östlichsten Zipfel Thüringens. Dort regiert Fürst Heinrich XX.Il, über einen Teil wackerer, deutsch fühlender Reußen auf seine bekannt wunderliche Art. Der alte Herr, der viel Unglück in seiner Familie gehabt hat und infolge dieser mannigfachen Schicksalsschäge sein einziger Sohn und Thronerbe z. B., ein körperlich aufs beste entwickelter junger Mann von heute 23 Jahren, ist vollkommener Idiot, kann weder lesen noch schreiben mit aller Welt hadert, scheint nachgerade in einen Zustand gelangt zu sein, der ernstliche Besorgnis erregt.

Nachdem die Angelegenheit allenthalben in der bürger­lichen Presse erörtert wird, können auch wir an chr nicht mehr vorübergeheu.

Es handelt sich um folgendes:

Im Fürstentum Reutz ä. L. war seit einiger Zeit das Gerücht verbreitet, der Fürst Heinrich XXIL habe Bindern, die irgend eine Strafe abzubüßen hatten, die Strafe unter der Bedingung erlassen, daß sich die tetr. Schulkinder in seinem Zimmer, im Beisein oes Fürsten, von ihm selbst oder vom Vater des Kindes prügeln ließen! Bei einigen Kindern, darunter einem Mädchen, befahl der Fürst Hein­rich XXII. sogar, daß dieselben sich! nackend auszuziehen hätten!

Vor kurzem kam die Sache durch einen Photographen in Mohlsdorf ans Licht. Tie Einwohner des Fürstenlandes erhielten Flugblätter in verschlossenem Couvert, worin die Sache in aller Ausführlichkeit geschildert wurde. Ein amt­liches Dementi blieb aus.

Neuerdings lassen sich nun dieLeipziger Neuesten Nachrichten", Rin alldeutsch-konservatives Blatt, aus Greiz schreiben:

Tie von hier aus verbreitete Thatsache, daß der Fürst von Reuß ä. L. eine Züchtigung der Kinder, die mit geringen Gefängnisstrafen belegt waren, angeordnet und ausführen lassen hat in Gegenwart der Eltern, be­stätigt sich. Für die Züchtigung wurde den Kindern die Strafe erlassen. Es wurden sowohl Knaben wie Mädchen gezüchtigt."

Wir möchten dieser Meldung gern widersprechen und hoffen immer noch, daß aus der Hauptstadt des Fürstentums recht bald ein allen Zweifel ausschließender Widerruf ver­breitet wird. Im anderen Falle wäre es an der Zeit, daß auf diese oder jene Weise den seltsamen Zuständen in Reuß älterer Linie durch bundeßrätliches Eingreifen ein Ende ge­macht werde.

Der gesetzliche Schutz der Ehre.

Am 19. Oktober soll, wie wir mitteilten> in Leipzig eine Zusammenkunft der Duell-Gegner, der Unterzeichner ' der bekanntenErklärung" des Fürsten Löwenstein, statt- finden. Wie dieKreuzztg." mitteilt, die, als konser­vatives Organ, tapfer von den Fortschritten der Bewegung Kenntnis giebt ist der Zweck dieser Konferenz,in vor­züglichster Weise Mittel und Wege zu finden, um durch erfolgreichen gesetzlichen Schutz der Ehre den Anlaß zu Duellen zu beseitigen."

Diese Bestrebungen haben auf allseitige Unterstützung Anspruch, und man muß sich wundern, daß unsere Gesetz­gebung nicht längst der wiederholt auch von Mitgliedern der Regierung anerkannten Forderung nach einer schärferen Ahndung von Ehrverunglimpfungen Rechnung getragen hat. Zureichenden Schutz genießen in dieser Hinsicht nur die Beamten. Gewiß ist dabei zu berücksichtigen, daß nicht die Person des Beamten, sondern die Autorität der Behörde, die er vertritt, in Betracht kommt. Dennoch dräugt sich manchmal der drastische Unterschied auf, wenn etwa an dem einen Orte eine mehr hitzige als böswillige Acußer- ung gegenüber einem Beamten Verurteilung zu Freiheits­strafe herbeiführt, an anderer Stelle aber die berechnet schamlose Beleidigung eines Privatmannes mit Geldstrafe gesühnt wird. Es ist ein feines und treffendes Wort Mau- passants, daß die Folgen über die Bedeutung der That entscheiden. Im ersteren Falle hat die Kränkung dem Be­amten keinen persönlich^ Nachteil zugefügt: der Staats­anwalt verschafft ihm eine rasche und für den Angreifer empfindliche Genugthuung. Im letzteren Falle aber kann die Beleidigung zur Kenntnis weiter Kreise gelangt sein, den davon Betroffenen aus längere Zeit vielleicht in der Achtung der Gesellschaft herabgesetzt, seine geschäftlichen Beziehungen, seinen Kredit ungünstig beeinflußt haben. Ta wird denn die nach, vielen Umständlichkeiten endlich er­reichte Verurteilung des Beleidigers zu einer Strafe, die diesen oft nicht im mindesten schmerzt, von dem Schwer­gekränkten ganz und gar nicht als einAusgleich" em­pfunden. Groß mag die Zahl derjenigen sein, die mit bitteren Empfindungen die Sftitte der Rechtsprechung ver­ließen und sich besorgt fragten, ob nicht die Geringfügig­keit der Strafe einem skrupellosen Gegner geradezu den Anreiz bieten könnte, neue Kränkungen ins Werk zu setzen? Natürlich sind nicht die Richter verantwortlich zu machen, wohl aber die in der That unzureichenden gesetzlichen Be­stimmungen zum Schluß der Ehre des Privatmannes.' Die Bewegung wider den Zweikampf neuerdings- haben fidj: der erwähnten Erklärung, wie schon mitgetcilt, weiter an­geschlossen 13 Adelige, 31 Juristen und 20 Aerzte würde um vieles kräftiger sein, wenn die Aussicht vorhanden wäre, daß das Gesetz den Angriff auf die Ehre exemplarischer bedroht. Hoffentlich gelingt es der Leipziger Konferenz der Dueltgegner, hierfür die geeigneten Mittel und Wege, in Form präziser Anträge an Reichstag und Bundesrat, in Vorschlag zu bringen.

Beachtenswerte Einsprüche.

An der ablehnenden Haltuug der rumänischen Regier­ung gegenüber dem deutschen Zolltarifentwurf ist nicht zu zweifeln, wenngleich die Meldung, der Berliner rumä­nische Gesandte habe dies dem Reichskanzler ofsiziell mit­geteilt, jetzt für unbegründet erklär: wird. Die Ablehnung gilt hauptsächlich den für Brotgetreide in Vorschlag ge­brachten Tarifsätzen. Der jetzt zwi fiten Deutschland und Rumänien bestehende, 1893 geschlossene Handelsvertrag hat auf die Getreideeinfuhr dieses Balkanstaates zumeist kommt Weizen in Betracht vorrr-ilhaft eingewirkt. Das Land bringt jetzt schpn bei weitem mehr Getreide hervor, als es für den eigenen Bedarf braucht, und der Anbau ist einer Vervielfältigung wohl fähig. Daß die lanbwirtschaft- liche Produktion bisher nicht entsprechend vorgeschritten ist, hat seinen Grund in der Geldnot der rumänischen Bauern. Die Verschuldung des Grundbesitzes steigerte sich in dem letzten Jahrzehnt außerordentlich!. Zahlreiche Landwirte sind in die Hände von Wucherern geraten. Di-e Staats- sinanzen wurden durchs gelegentliche Mißernten in Mit- leidensch,aft gezogen. Die Regierung hat allerdings auf der anderen Seite die Landwirtschaft nach Kräften unter­stützt. Teilweise für diesen Zweck wurde z. B. die letzte rumänische Anleihe ausgenommen, bekannüich in Deutsche land, das auch in früheren Jahren sowohl dem rumäni­schen Staat wie der Hauptstadt Bukarest Geld darlieh. Dir im Verhältnis zum Kurse ziemlich hohe Verzinsung machte die rumänischen Fonds bei den deutschen Kapitalistrn be­liebt und führte zu einer starken Ueberzeichnung auch der letzten Anleihe. Weite Kreise des deutschen Volkes würden also die finanziellen Wirkungen einer ungünstigen wirt­schaftlichen Entwicklung des Balkanstaates unmittelbar ver­spüren, und diese Entwicklung furchtet die rumänische Re­gierung von der ihrer Meinung nach die Getreide-Pro­duktion und -Ausfuhr einengenden Erhöhung der deutsche Zölle, wie sie im Tarif-Entwurf vorgeschlagen ist Es läßt sichj daraus erkennen, daß die Frage der Getreidezoll- Erhöhung nicht lediglich vom landwirtschaftlichen Stand­punkt aus beurteilt werden darf, ebensowenig wie bei den Jndustriezöllen allein Erwägungen industrieller Art ent­scheidend sein können. Ein Interesse greift hier in das andere über, und das Beispiel Rumäniens zeigt im Be­sonderen, daß eine Politik, die den FaktorAusland" un­berücksichtigt lassen wollte, unter Umständen gewichtige In­teressen deutscher Bürger gefährden würde.

Der Kougostaat als Konkurrent Deutschlands.

Der Kongo staat wird, wie uns gestern aus Brüssel gedrahtet wurde, in kurzer Zeit mit dem Bau vvn Eisen- bahnen nach den zentralafrikanischen Seen beginnen. Diese Schienenwege vom oberen Kongo nach dem Albertsee, dem Viktoria-Nyanga und Tanganyika sind auf 1400 Kilometer Länge veranschlagt und für die Ent­wickelung des Handels natürlich von außerordentlicher Be­deutung. Schon jetzt hat sich ein Teil des Verkehrs im Seengebiet zum Kongostaat hingezogen. Namentlich gilt das von Tanganyika, an dem das unmittelbar angrenzende deutsch-ostafrikanische Schutzgebiet ein sehr lebhaftes Interesse hat. Seitdem der DampferHedwig von Wißmanu" diesen See befährt, ist die Handelskonkurrenz des Kongostaates allerdings nicht mehr so drückend, wie vordem. Doch ein Schäenenstrang von: belgischen Ävlonial- gebiet zum See würde das Uebergewicht des Köngosraates außer Zweifel stellen und die deutschen Interessen empftndlich beeinträchtigen. Den Belgiern kommt außer­dem zu statten, daß die Entfernung vom Kongo nach dem Tanganyika geringer ist, als von der deutsch-ostafrikanischen Küste nach dem See. Bei den ReickMagsverhandlungen. über den Garantievertrag tetr, die ost afrikanische Eisenbahn wird der Hinweis auf das Konkurrenzunter­nehmen des Kongostaates jedenfalls eine Rolle spielen.

Heiteres" aus China.

TieTimes" meldet aus Peking: Die derzeitige Lage in Peking und Nordchina ist befriedigend. Tie allge­meine übereinstimmende Meinung geht dahin, daß die Chinesen hinsichtlich der Wiederherstellung der Ordnung in Peking und der Provinz ihre Pflicht erfüllen. Was die Frage der Eisenbahnen betrifft, sind die Aussichten eben­falls günstig, da jetzt kein Grund vorliegt, daran zu zweifeln, daß Rußland bereit ist, die gegebene Zusicherung zu er­füllen, die Eisenbahn SchanhaikwanNiutschwang den Chinesen zurückzugeben gegen Erstattung der Unkosten und die Zusicherung der Chinesen, keine ftemden Soldaten zum Polizeidienft an der Eisenbahn außerhalb der großen Mauer zuzulassen. Tie Russen erklären sogar noch, daß sie sich auch aus Niutschwang zurückziehen und diesen Hafen den Chinesen zurückgeben wollen. Es besteht auch aller Grund, zu der Annahme, daß der Streit, der sich um das Eisen­bahngelände bei Tientsin erhoben hat, durch fteundschaft- liches Uebereinkommen des russischen und des englischen Gesandten beigelegt werden kann. Tie Tongschan-Kohlen- ßruben, die einer britischen Gesellschaft gehören, sind jetzt in vollem Betriebe, die Ausbeute betrügt für den Tag 1200 Tonnen.. In Schanhaikwan sind die Russen 1700 Mann stark. Sie haben längs der Bahnlinie bis Niutschwang Posten aufgestellt und halten die Eisenbahnbrücke und die Werk­stätten noch besetzt, werden diese aber den Chinesen zurück­geben, wenn die Bahnlinie jenseits der großen Mauer wiederhergestellt ist. Tie Arbeiten an den Hafenanlagen von Tschingwantao, die ebenfalls der Dongschan-Gesell- schaft gehören, nehmen guten Fortgang.

Das klingt zu rosig, als daß es in allen Teilen voll glaubhaft wäre. Und gestern schon kam eine Nachricht, die den Schatten dieses allzu strahlenden Lichtes voraus warf. Prinz Tsching (nicht Tschung, von dem gestern in einem Telegramm der Druckfehlerkobold sprach der bisher als

ein edlerFreund der Fremden" galt, hat nach Reuter an alle Gesandten das Ansuchen gerichtet, alle fremden Geschäftsuiederlassungen aus Peking zu entfernen, weil Peking kein Vertragshafen sei. Eine echt chinesische Dreiftig- leit, der die gebührcirdc Antwort zu wünschen ist. Praktisch hat ja Das Ersuchen nicht viel auf sich, denn die Handels- Niederlassungen sind zum größten Teile in Tientsin; aber es befinden sich immerhin in Peking zurzeit Vertret­ungen deutscher Firmen, sowie deutsche Kaufläden. Es versteht sich, abgesehen von allgemeinen wirtschaftlichen Gründen, wohl von selbst, daß die Fremden in Peking nicht dem Mvnopolismus chinesischer Händler ausgeliefert sein wollen. __

Deutsches Reich.

Berlin, 10. Okt. Der Kaiser nahm im Jagdschloß Hubertusstock heute die Vorträge des Marinesekretärs des Reichsmarine-Amts v. Tirpitz, des Chefs des Admiralstabes der Marine v. Diederichs und des Stellvertreters des Chefs des Marinekabinets, Kapitäns z. S. v. Müller, entgegen.

Wie aus Neckarsulm gemeldet wird, nimmt die Krank» heit des Feldmarschalls Waldersee einen befriedigenden Verlauf, doch ist absolute Ruhe und Wärme noch erforderlich. Das Bett konnte Graf Waldersee noch nicht verlassen. Die Abreise nach Hannover wird in der nächsten Woche erfolgen.

Der Kaiser ernannte den Direktor des Reichspostamts Sydow zum Unterstaatssekretär und den Geh. Ober- Postrat und vortragenden Rat des Reichspostamtes Pressel zum Direktor im Reichspostamt.

In der heutigen Stadtverordnetenversamm» lung wurde die Besprechung der Märchenbrunnen­affäre vertagt, weil die diesbezüglichen Akten noch nicht eingegangen sind. Die Kauffmann-Angelegenheit wurde noch langen Auseinandersetzungen an einen Ausschuß über­wiesen.

Gegenüber einer Blättermeldung, daß das Eisenbahn­netz der Provinzen Ost- und Westpreußen bei der Heim­beförderung der Truppen vom Kaisermanöver sich als unzureichend erwiesen habe uno deshalb fast alle Truppen aus dem Manövergclände nach ihren Garnisonen hätten marschieren müssen, stellt dieNordd. Allg. Ztg." fest, daß in Wirklichkeit nach dem Schluß des Kaisermanövers am 19. und 20. September etwa 60000 Mann und mehr als 5000 Pferde aus dem Manövergclände mit der Eisenbahn heim- bcfördert wurden. Berücksichtigt man dabei, daß der Ab­transport in letzter Stunde noch eine Verschiebung erfuhr und überdies mit der Beförderung großer Manöoertransporte in West- und Süddeutschland zusammenfiel, wodurch das Heranziehen der Betriebsmittel sehr erschwert wurde, und daß entgegen dem sonst üblichen Verfahren, diesmal auch ein großer Teil der berittenen Truppen mit der Eisenbahn nach ihren Garnisonen zurückkehrte, so kann die Heimbeförderung der Truppen von den westpreußischen Manövern nur als wohlgelungen und als eine besonders gute Leistung der Eisen­bahn bezeichnet werden. Dieser Auffassung hat auch die oberste Militärbehörde in anerkennendster Weise der Staats- eisenbahnvcrwaltung gegenüber Ausdruck gegeben.

Zum Zweck der endgültigen Feststellung des Ent­wurfes eines -Versicherungsrcchts werden nach der Nationallib. Korresp." demnächst Einladungen an Sachver­ständige des Versicherungswesens ergehen.

Nach einer Verfügung des Reichspostamtes sind Bücherzettel, d. h. buchhändlerische Bestellkarten mit vor­gedrucktem Text, in den der Titel 2C. des Buches handschrift­lich eingetragen werden darf, fortan in der Form von Doppel- f ort en, auch wenn die anhängende Karte nicht das unaus- gefi'illte Formular eines Bücherzettels ist, zur offenen Versen­dung gegen die Drucksachentaxe zulässig, sofern die einzelnen Karten die Größe einer Postpacketadresse nicht wesentlich überschreiten und in der Stärke des Papiers im allgemeinen den Bestimmungen für Posckarten entsprechen. Bücherzettel in der Form von dreiteiligen, doppelt gefalzten Karten sind dagegen zur offenen Versendung ungeeignet.

Breslau, 10. Okt. Generalversammlung des Evangelischen Bundes. Nach einem vom General­superintendenten Nehmitz gesprochenen Gebete eröffnete der Vorsitzende Graf Wintzingerode die in der Bernhardi-Kirche stattfindende öffentliche Versammlung mit einer Ansprache, in welcher er die Notwendigkeit der Bestrebungen des Evange­lischen Bundes begründete. Im Namen des Oberkirchenrats und des Konsistoriums von Schlesien begrüßte die Versamm­lung Konsistorialpräsident Stolzmann, im Namen der theo­logischen Fakultät der Universität Breslau Prof. Arnold.

Ausland.

London, 10. Okt. Nach dem heute veröffentlichten amtlichen Ausweise betrugen die Staatsschulden am 31. März 1901 705 723878 Pfund Sterling. Tas bedeutet eine Zunahme von 558 613 Pfund gegen den Ausweis vom 31. März K 00. Hiervon sind 59Milli.vnenKriegs- a n l e 1 h e n.

Mailand, 10. Okt. Bei dem gestrigen Empfange der Teputationen wurde der König von einem leichten Un­wohlsein befallen. Es bestätigt sich, daß die K ö n i g i n einem freudigen Ereignis entgegensieht.

Bukarest, 10 .Okt. Tas wieder erscheinende russische Agitationsblatt setzt seine Hetze gegen den Dreibund! fort und veröffentlicht eine ihm angeblich! aus bester Peters-