Ausgabe 
12.9.1901 Zweites Blatt
 
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Eine andere Verhaftung eines Anarchisten erfolgte in

4) Bei der Zurückweisung oder aber bei der Annahme

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Zu der vom Handelsminister veranstalteten Börsen­konferenz sind 22 Herren eingeladen worden, darunter auch verschiedene Parlamentsmitglieder, insbesondere der konserva­tiven Partei und des Centrums. Die Namen dieser Parla­mentarier sind noch nicht bekannt. Die Konferenz soll am

Castan'schen Panoptikum einen längeren Besuch ab. In einer Begleitung befanden sich außer verschiedenen Würden­trägern seines Gefolges der Legationssekretär der hiesigen chinesischen Botschaft, General King-in-thai, Generalkonsul Freiherr von Seckendorf und Generalmajor von Richter. Für jeden Gegenstand zeigte Prinz Tschun Interesse. Dienstag nachmittag um 2 Uhr erschien der Prinz mit Begleitung im Rath aus e. Vom Stadtrat Selberg und einigen Beamten an der großen Freitreppe empfangen, besichtigte er die Räume und Einrichtungen des Rachauses.

bis zu 10 Jahre auf Anstellung warten.

3) Wegen Ucberfüllung mit Referendaren (§ 16 des Re-

Der Geh. Oberregierungsrat Dr. Kruse ist zum Regierungspräsidenten in Bromberg ernannt worden.

Bei dem Staatssekretär des Aeußern, v. Richthofen, fand gestern abend ein Herrendiner statt, zu welchem Prinz Tschun mit einigen Herren seiner Begleitung und der hiesige chinesische Gesandte mit einigen Herren der Gesandt­schaft geladen waren. Außerdem nahmen Staatsminister Möller, Staatssekretär Dr. Nieberding, die derzeitigen Ge­schäftsträger Bayerns, Sachsens, Württembergs und andere teil.

Der verstorbene Finanzminister v. Miquel hat, wie derKonf." erfährt, sein Leben bei der Lebensver­sicherungs-Gesellschaft New-Pork mit einerMillionMark versichert.

Der Kaiser hat sich am Montag zum Chef des

20. September beginnen.

DerVorwärts" teilt mit, daß ein sozialdemo­kratischer Stadtverordneter mit einem seiner Partei­freunde aus dem städtischen Obdache heraus geprügelt worden sei. Die beiden Genossen hätten beabsichtigt, dort zu nächtigen, um persönlich die Handhabung in diesem städtischen Institut kennen zu lernen.

Bremen, 10. Sept. Zur Verhütung der Verbreitung ansteckender Krankheiten wurde der Verkehr des Publi­kums mit den heimkehrenden Chinatruppen in Bremerhaven amtlich verboten. Auch die Verteilung von Liebesgaben auf dem hiesigen Bahnhof wurde vom Senat untersagt.

fuhr der Kai ser in einem Gig zumKaiser Wilhelm II." und begrüßte die Besatzung. Das Schiff hißte die Groß­admiralsflagge und kurze Zeit darauf die Standarte ohne I Salut. Sofort erfolgte des Flottensignal: Anker auf! wo­nach die Flotte in der Bucht von Gdingen verschiedene Evo­lutionen ausführte und zwei Gefechtsbilder stellte. Um Eins waren die Hebungen beendet. Hierauf fand beim Chef des Uebungsgeschwaders ein Frühstück statt, woran der Kaiser, die Generale v. Schliessen, Plessen, Admiral Tirpitz, v. Senden-Bibran und andere teilnahmen. Um 3 einhalb Uhr ging die Flotte auf der Rhede von Hela wieder zu Anker, worauf Kritik auf dem Flaggschiff gehalten wurde. Nach der Kritik fand Wettrudern um den Kaiserpreis statt.

TasBerl. Tagebl." hatte die Mitteilung gebracht, der Oberlandesgerichtspräsident Dr. Hagens in Frank­furt a. M. nehme alsNeferendarien keine Juden an, sie müßten denn die schriftliche Erklärung abgeben, daß sie nach bestandenem Examen sich der Staatskarriere nicht widmen wollen. Mit Bezug auf die Wiedergabe dieser Mit­teilung in derFranks. Ztg." schreibt Präsident Hagens an das Blatt:

Diese Mitteilung ist unzutreffend:

1) Von den in dem Bezirk des Oberlandesgerichts an­genommenen 249 Referendaren gehören nicht weniger als 42 der jüdischen Religion an.

2) Ter Andrang zur Justiz, namentlich seitens jüdischer Kandidaten, ist hier äußerst groß. Infolge der Ueberfüllung sind insbesondere in der Richterlaufbahn die Aussichten

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Deutsches Reich.

Berlin, 10. Sept. Der Kronprinz ist heute abend in Bonn wieder eingetroffen.

Prinz Tschun stattete am Montagnachmittag dem

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Ausland.

Wien, 10. Sept. Heute, am Sterbetage der Kaiserin Elisabeth, wurde vormittags 11 Uhr in der mit Trauer­zeichen geschmückten Pfarrkirche der Hofburg ein Seelenamt abgehalten, dem der Kaiser, Erzherzog Franz Ferdinand und andere Mitglieder des Kaiserhauses, die Minister, die Hof- und StaatSmürdenträger beiwohnten. Der deutsche Geschäfts­träger Romberg legte im Auftrage des Deutschen Kaisers am Sarqe der Kaiserin einen prachtvollen Krarv. nieder

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Rothekugel.

Wie wenig die Engländer Herren der beiden Repu­bliken sind, geht aus der Thatsache hervor, daß sie ge­wisse Bezirke im nordöstlichen Freistaate seit Dezember nicht betreten, und den Buren dort Zeit und Muße gelassen haben, ihre Felder zu bestellen. Diese scheinen sich daher dort wieder ganz friedlich eingerichtet zu haben. Jetzt end­lich wurde von den Briten ein Streifzug in dieses Gebiet unternommen. Wie berichtet wird, stießen sie überall auf grüne Weizenfelder. Mit der bekannten Geschicklichkeit raubten sie den Buren natürlich alles, was zur Bestell­ung der Felder nötig ist. So wird gemeldet, daß Barker 32 Wagen, 7000 Patronen, 1500 Stück Vieh und eine große Menge Getreide und Mehl, Elliott 300 Wagen und Karren, 8000 Stück Vieh, 1400 Pferde und Tausende von Schafen, Rimington einen Transportzug von 40 Wagen erbeuteten. plus Kimberley kommt tne Nachricht, daß der Gerichts­hof für Hochverratsvergehen den holländischen Geist­lichen Ackermann zu einem Jahr Gefängnis und 250 Pfund Geldstrafe, im Nichtzahlungssalle zu weiteren sechs Monaten Gefängnis und den Prediger Herold in War- renton zu 1 einhalb Jähren Gefängnis und 500 Pfund ®e(b= strafe bezw. noch ein Jahr Gefängnis verurteilte.

Grenadier-Regiments König Friedrich Wilhelm I. (2. Ostpreußisches) Nr. 3 erklärt. (Das Regiment ist eins der ältesten Regimenter der preußischen Armee, und seine = Geschichte ist mit der unseres Vaterlandes eng verbunden.

-JlTtflitifrilP Es wurde unter der Regierung des Großen Kurfürsten im

Die I-lo tt en manö v er in der Ostsee haben ihren Jahre 1685 zu fünf Kompagnien aus_Mannschaften, welche Anfang genommen. Tie kaiserliche YachtHohenzol- vom Regiment Alt-Holstem und Spaen abgegeben wurden, lern" ist am Montag abend spät vor Hela eingetroffen am 16. August zu Wesel unter dem NamenJung-Holstem und ankert daselbst. Am Dienstag morgen begaben sich die errichtet.) Admirale und Offiziere des Stabes und die Schiffskom­mandanten an Bord derHohenzollern". Um 9.20 Uhr

mit den Anarchisten aufzuräumen, noch ganz andere Maß­regeln ergreifen müssen; wird doch die Zahl der Anarchisten allein in Amerika aus über 100000 geschätzt- Daß es 6et der Aufräumung mit den Anarchisten auch nicht ohne Miß­griffe abgehen wird, ist selbstverständlich. Von einem solchen berichteten wir bereits gestern. Tie Buffaloer Polizei hatte einen erst kürzlich .in Amerika eingetroffenen Deutschen Als-ons Stutz als Mitschuldigen Czolgosz' verhaftet, mußte sich aber nachträglich davon überzeugen, daß Stutz unschuldig ist- Er trug allerdings Waffen bei sich und wird deshalb wegen heimlichen Waffentragens bestraft werden.

Donnerstag, 8. August, Danktag.

Freitag. 9. August, Demütigung."

Danktag, 8. August.

1. Für große und kleine Siege über den Feind, nicht nur zu Anfang des Krieges, sondern auch in jüna^»r Zeit errungen.

Selbst auf die Börse ist das Attentat nicht ohne Ein­fluß geblieben. Man schreibt uns dazu aus Berlin, 10. September:

Das Attentat auf McKinley hat auf die Börse insofern eigenartig eingewirkt, als es einen Rückgang der Kurse der Schiffahrts-Aktien zur Folge hatte. Tie Börseaner glauben ' nämlich oder wollen glauben machen, daß jetzt eine Ein­schränkung der Einwanderung nach Amerika wahrscheinlich sei, was gleichbedeutend wäre mit einer Verringerung der , Einnahmen der transatlantischen Tampfergesellschaften. Es könnte sich natürlich nur um eine gesetzliche Einschränk­ung der Einwanderung, verschärfte Erlaubnis- und Kon- ; trollbestimmungen usw. handeln. Doch es gehört ein gutes Stück Leichtgläubigkeit, um nicht zu sagen, Naivetät, dazu, ' anzunehmen, daß durch solche Maßregeln den Anarchisten beizukommen sei. Diese Propagandisten der That haben ja bereits im ganzen freien Amerika ihre Nester und Schlupf- ; winkel, ihre Organisation, ihr Spionagesystem. Dort mit eisernem Besen auszukehren, führt allein zum Ziel. Was will es dem gegenüber bedeuten, wenn unter den Ein­wandernden noch der eine und andere Anarchist sich be­findet? Und wie will man die Anarchisten unter den Schiffspafsagieren herausfinden? Tas ganze würde auf eine unerträgliche Belästigung des reisenden Publikums und fvmn auf eine Verringerung des transatlantischen Passa­gierverkehrs hinauslaufen. Insofern also wären die Be­fürchtungen der Börseaner nicht ungerechtfertigt. Doch es handelt sich hier wohl nur um ein Manöver der Speku­lation, einer in Schiffahrtsaktien a la baisse engagierten Interessengruppe. Daß in der That eine Einschränkung der Einwanderung nach Amerika beabsichtigt ist, dafür fehlt es bis zur Stunde an jedweder Bestätigung.

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Ueber die Vernichtung de8 tapferen Kommandos des Burenführers Lotter werden jetzt Einzelheiten be­kannt. Danach hatte der Verfolger Lotters, Oberst Scobell, von den 9. Lanzern und den berittenen Kapschützen 280 Mann unter seinem Kommando. Lotter hatte am Montag, den 2. September, bei Garstlers Kloof gegen Oberleutnant Dor an gekämpft, der, wie es scheint, eine selbständige Abteilung führte, und 1 Mann nebst 30 Pferden verloren. Er hatte dann versucht, über die Berge nach Paardekraal zu ent­kommen und 25 Mann der berittenen Midland-Schützen an­gegriffen, die ihm den Weg zu verlegen suchten. Diese kleine britische Abteilung hatte indessen tapfer widerstanden, sieben Buren getötet und einen verwundet. Lotter kletterte nun auf einem stellen Pfade über Ospad nach Pearston am Vogel­flusse und traf um Mitternacht bei Stretchs Farm ein. Hier bei Stretchs Farm am Vogelflusse stellten Scobells Patrouillen ihn am Dienstag fest. Scobell zwang ihn zum beschleunigten Rückzüge. Dienstag Nacht kampierte Scobells Kolonne auf LouwS Farm. Diese verließ sie am nächsten Nachmittag, aber nicht in der vom Feinde eingeschlagenen Richtung, um die Buren irre zu führen. Scobell schlug vielmehr die nord- ösüiche Richtung ein und erreichte das Dorf Petersburg am Abend, wo er bis Mitternacht rastete. Dann marschiere er ein Stück auf der nach Graafs Reinet führenden Straße, bis ec Dutoits Farm bei Groenkloof erreichte und das Buren- lager erkundete. Scobell ließ die Höhe, die das Lager be­herrschte, besetzen. Eine Burenwache, die hier lag, war auf dem Posten, wurde aber unter heftiges Feuer genommen, bis alle verwundet waren. Inzwischen war das Lager von allen Seiten eingeschlossen worden. Als das Feuer begann, gingen die Pferde der Buren durch, und diese selbst suchten Zuflucht in einem Schuppen, auf den die einzelnen umstellenden Ab­teilungen nun ihr Feuer konzentrierten. Da die Entfernungen kurz waren, zwischen 50 und 400 Meter, so hatten die Eng­länder von ihren hochgelegenen Stellungen aus leichte Arbeit. Gegen Mittag wurde die weiße Flagge gehißt. Das Feuer der Engländer schwieg eine Weile; da aber die Buren nicht aufhörten zu feuern, nahm man nicht weiter Notiz davon. Ein 9. Lanzer, der dahin galoppierte, wo er die weiße Flagge sah, wurde auf eine Entfernung von 20 Meter durch den Kopf geschossen. Schließlich stellten die Buren das Feuer ein und Lotter trat mit seinen Leuten aus der Deckung heraus, worauf sse gefangen genommen wurden. Der Schuppen hatte ein schreckliches Aussehen. Verwundete und Tote lagen auf dem Boden. Lotter selbst war leicht verwundet. Nach An­sicht einiger Buren wäre, wenn die Uebergabe eine Viertel­stunde später erfolgt wäre, nicht ein Mann heil heraus- gekommen. Die Buren hatten reichlich Munition: 25 000 Patronen wurden noch bei ihnen gefunden.

Eine Proklamation der Buren, die anfangs August erlassen wurde, wird jetzt bekannt. Um die ange­gebene Zeit kamen auf dem Hofe des Buren Willem Pre- torius auf demHoogveld" im Distrikt Heidelberg die Regierungsleller der S. A. Republiken zu einer Besprechung zusammen. Die Engländer bekamen hiervon Wind und ent­sandten mehrere Kolonen. Das Nest war jedoch bei ihrer Ankunft leer, und sie fanden nur einige Frauen und Kinder, die in die prächtigenKonzentrationslager" geschleppt wurden. Der Hof des Pretorius wurde dem Erdboden gleich gemacht. Die Proklamation war jedoch zur richtigen Zeit fertiggeftet : und den mit der Publikation im ganzen Land betrauten Rennboten schon behändigt worden; sie lautet wörtlich:

Proklamation.

_ i 2. Für die wunderbare Erhaltung und herrliche Errei- weit ungünstiger als, in anderen Bezirken, so daß Assessoren^

SaE^ta"Neumcxik>)"Äi?d-ie".New"Dor?Tribune^ meldet, tung -ms den Händen unseres Feindes mit seine- gewaltigen bis zu 1°ÄtfeÄten (§ 15 des SRe- "......... *<ss t& w«.,ch- «r-äs,sä "* w

nmrbe dort ein gewisser Antonio Mo«, der vor dem Attentat erklärt habe, McKcnley ______.....

iUent 1. Oktober ermordet Werdern ^ein^ttiro^man^um Bedürfnissen, Nahrung, Kleidung und Munition. _________ _________ ____________v

4. Für das Mißglücken des feindlichen Versuches, unser bon ftanbibateu roirblier Segel: nad) ine <5rrage, toeldje Sauf- Land von Vieh, Getreide und allem zu berauben und uns bahn demnächst der Kandidat einschlagen wolle, nicht erörtert, dadurch von Hunger umkommen zu lassen. ' Eine solche Erörterung hat nur ausnahmsweise bet ein-

5 Für den herrlichen Geist von Ausdauer und Mut, zelnen Kandidaten, jüdischen wie auch christlichen - kaum d-n er vor allem unseren Frauen und Kindern schenkte, die in vier Fällen jährlich - stattgesundcn. Dies tst geschehen, sich selbst nicht durch Gefangennahme und Elend entmutigen um K°udrdaten,^d^sonst Megen U°b°r^llung« unbedingt lassenm einem Wort, für die Erhaltung von uns als Voll Rechtsanwaltschaft ober die gewünschte praktische Vorbereit- in diesem blutigen Streite, woraus deutlich erpchtlich ist, baß u ,um Aommunaldiensh zur akademischen Laufbahn pp. Gott unseren Untergang nicht wünscht, sondern unsere Ruck- verschließen. In einigen Fällen ist die Erklärung

kehr zu ihm und unserem Leben verlangt. ber Kandidaten ohne jede Anfrage erfolgt."

Demütigung, 9. August. , . _ , ------- . ,

Wir wollen vor Gott bas Bekenntnis ablegen, daß, ob- Ter Badische Bauernverein beabsichtigt, eine wohl Er uns seit unserem Bestehen als Volk wiederholt Petition an den Reichstag abzusenden, tn ber er emenZoll erlöst hat, wenn wir in Angst waren und Ihn anriesen, auf Roggen, Weizen und Spelz von Mindestens 7,50 ^ark wir Ihn trotzdem verlassen und anderen Göttern gedient uno einen solchen von Hafer und Gerste von Mindestens, haben, und den Herrn bitten, um unser Volk zu erlöseii, 6 Mark forbert. Ausserdem richtet der Verein eme Petition und wir wollen auch unsere Sünden nicht nur bekennen, an die badische Regierung, die um Vertretung dieser Wunsche obaß es bei einem mündlichen Bekenntnis bliebe, das ein im Bundesrate erfucht. _______

Greuel ist in den Augen Gottes, sondern den Herrn bitten. Der Ausschuß bes Ostmarkenvereins hat gegen baß er uns unsere Sünden erkennen lasse, und unv will- Landgerichtsrat Sch ter, der bekanntlich erklärthatte, ährig mache, diese zu Untertanen, ohne Unterschied ber halte es mit seiner Pflicht als Richter unvereinbar, Hakatist Klasse und des Ranges bei unserm Volk Sunden tote -e-n ^lgenbe Erklärung angenommen:

Entheiligung des Sabbaths des Herrn, Trunkenheit, un- Deutsche Ostmarkenverein protestiert gegen den

glaube, Formgottesbicnst, Untreue gegen einander, Waffen- Gebrauch ber polnischen Bezeichnung Hakatisten burch einen trecken, Begehrlichkeit, Diebstahl, Lästern usw. Mehr Sun- vreußischen Richter an Gerichtsstelle und protestiert ferner den können wir nicht nennen, benn ihre Anzahl ist Legion, gegen die Anzweiflung ber Unbefangenheit und GerecAig- Lasset uns als Regierung und Volk am Tage der Demütig- derjenigen vielen Richter unb Juristen, welche Mit­ling den Herrn ernstlich bitten unb anflehen, baß er g^ber bes^Osttnarkenvereins sinb. Ter Deutsche Ostmarken- uns befähige, in Zukunft burch unsere Regierung und Ge- verein hält es mit ben Amtspflichten jedes preußischen Be- etzgebung allezeit und ausschließlich für Gottes Ehre und amten für vereinbar, diesem deutschen Verein anzugehören. Verherrlichung zu wirken. Der Verein erklärt, in Uebereinstzimmung mit ber bekannten

Schalk W. Burger. M. F. Steijn. Auffassung preußischer Staatsminister, daß jeder deutsche

Christian be Wet. Louis Botha. I. A. Smuts. Beamte bie staatsbürgerliche und vaterländische Pflicht hat.

Diese Proklamation zeigt, wie falsch die neuerdings ^s Deutschtum mit aller Kraft zu fördern."

wieder verbreiteten Gerüchte über Uneinigkeiten zwischen . ------

den Burenführern, über Kriegsmüdigkeit usw. sind. Der Verein dresdener Presfe, zugleich samt-

Tr. Krause, ber bekanntlich wegen Hochverrats ver- liche unterzeichnete Dresbencr Zeitungen mit ausdrucUicher haftet würbe, erschien am Dienstag toieber vor bem Bow- Ausnahme ber sozialbemokratischen A r b e it er-Zei tun gH^ er- Street-Polizeigericht in Lonbon. Der Staatsanwalt erhob klären einmütig, baß Behauptung derBerliner Mor- gegen Krause eine weitere Anklage wegen Anreizung genpost", bie Dresbener Presse, beziehungsweise bie Dres- zum Morbe auf Grunb eines neuen in Transvaal er- dener Journalisten seien durch bie^Krebitanstalt für Hmidel (offenen Haftbefehls, von bem bie Regierung am 3. Sept, unb Jnbustrie in irgend welcher Weise, fei es burch Zuse» telegraphisch Kenntnis erhielt. Die Zeugenaussagen, die rate, sei es burch Zuwei,ung von Gelb ober sonstigen G^ bie Anklagen auf Hochverrat unb Anreizung zum Morde schenken an Journalisten, gekauft gewesen, für eine gänzlich unterstützen, werden Ende des Monats erwartet. Der unhaltbare Verleumdung, wie sie boswllliaer nicht zu Staatsanwalt ersuchte um Verschiebung ber Verhandlung, denken ist. Weitere Schritte zu thun, behalt sich ber Verein bis bie Zeugenaussagen eingetroffen feien. Ter Richter Dresbener Presse vor.___

Sir George Lewis wies auf bie Auffällig kteit des - Verfahrens hip, daß Haftbefehle in Transvaal für Verbrech en erlassen würden, die anscheinend in England begangen luorben seien. Der Staatsanwalt ver­sprach dem Vertreidiger Krauses, daß ihm genaue Mit­teilungen über bie Art ber gegen seinen Klienten er­hobenen Anklagen zugehen sollen. Der Richter willigte schließlich ein, bie Verhandlung bis auf weiteres zu vertagen.

Im Zusammenhang mit ber Verhaftung bes Dr. Krause scheint bie des früheren dritten Staatsanwalts der Repu­blik, Broecksma, zu stehen, in dessen Hause kompro­mittierende Schriftstücke gefunden worden sein sollen. Ferner wurden verha-ftet ein Dr. Nisser, Duuring und