Ausgabe 
12.9.1901 Erstes Blatt
 
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Vorderschiff noch über

Für die Redaktion verantwortlich i. V.: R. Dittman n.

Aie Heutige Yumrner umfaßt 10 Seiten

sowie das Gesamtspiel des Ensembles ist nach dem allgemeinen Urteil des Theaterpublikums durchweg vorzüglich. Es in darum auch kein Wunder, daß bisher sämtliche Vorstellungen vor gutbesetztem Hause stattfinden konnten, was man in einer ganzen Reihe früherer Jahre von den Gastspielen ^anderer Gesellschaften nicht sagen konnte. Einen gleichen Erfolg hat das Ensemble auch in Lauterbach errungen, wo es ebenfalls einige Gastspiele gegeben hat.

Echzell, 10. Sept. Bei der gestern dahier stattgehabten Aemeinderatswahl waren drei Gemeinderäte zu wählen. Es wurden gewählt Wilhelm Heller II., Karl Ptpp I- Heinrich Wilhelm Möbs. Von 387 Stimmberechtigten machten 281 von ihrem Rechte Gebrauch. .

Bilkheim, 8. September. Hier stieß dieser Tage em Land­mann bei Vornahme von Feldarbeiten auf einen wertvollen Münzenschatz. In einem irdenen Kruge befand sich eine Sammlung seltener, alter Geldstücke, die aus dem Anfang bis Ende des 17. Jahrhunderts stammen. Von besonderem Interesse ist darunter eine Kollektion Frankfurter Geldsorten und zwar die in Sammlerkreisen als Rarität geltendeFrank­furter Stadtmünze" aus den Jahren 1673 bis 1693. Die Stücke sind in Feinsilber geprägt und haben die Größe eines altpreußischen Thalers. Von französischen Münzen sind die Stücke mit den Bildnissen von Louis XIII. und Louis XVI. am bemerkenswertesten. Von deutschen Geldsorten sind die alten Brandenburger und die kurfürstlich-trierischen besonders zahlreich vertreten. Weiter genannt seien noch schöne Marien­thaler aus dem Jahre 1693, Münzen aus der Negierungs­zeit des Fürsten von Nassau als Erbstatthalter in Friesland und einige seltene Stücke aus Spanien, Schleswig, Würt­temberg, Speier, Köln und Mainz.

Wasser ist.

A Frankfurt a. M., 10. Sept. Die Bereicherungen, die der Ti er bestand in der letzten August- und der ersten September-Woche erfahren hat, betreffen verschiedene Tier­gruppen. Von Landsäugetieren wurde ein männlicher Wild­esel angeschafft, dessen starker und doch graziöser Bau auch nicht entfernt an die traurige Figur eines Milcheselchens er- i innert. Der Wildesel ist ein schönes, stolzes und feuriges Tier. Für das Aquarium wurde ein Seehund geschenkt, dessen Fisch­jagd bei der Fütterung ein interessantes Schauspiel abgiebt. , Reich war der Zuwachs an Vögeln, von denen besonders farbenprächtige Individuen angekauft wurden, unter diesen ' die blaue Mandelkrähe und der vorn rotgoldene Rohrstärling. (Für Jäger dürfte von Interesse sein, daß sich seit einigen

Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Dießen gebrachte Kranke kommen.

Tagen auch zwei TiermuS, die unter der Spitzmarkeein neues Jagdtier" in Jägerzeitungen viel behandelt wurden, im Vogelhause beftnden. Am Sonntag den 15. September ist der Eintrittspreis während des ganzen Tages auf 50 Pfg. (Kinder 25 Pfg.) und für das Aquarium auf 20 Pfg. er­mäßigt.

Cronberg, 9. September. In dem Parke, in dem sich das Kaiser Friedrich-Denkmal befindet, wurden heute, an dem Geburtstage des Großherzogs von Baden, des Pro­tektors des hiesigen Kaiser Friedrich-Denkmals, die lebens­großen.sten des Kaisers und des Großherzogs enthüllt. An den Kaiser uttd den Großherzog wurden Begrüßungs- telegrmnme abgesandt.

1 Kassel, 9. September. Die am 14. d. Mts., stattfindende Feier des 25jährigen Bestehens des Hessischen Be­zirksvereins deutscher Ingenieure hat bei den vielen Freunden dieses Vereins großen Anklang gefunden, so daß die Anmeldungen sehr zahlreich eingehen. Da sich die Ver­anstaltung dieser Feste bekanntlich immer in hervorragender Weise auszeichnet, so steht auch diesmal wieder Vielen cm großer Genuß in Aussicht.

Amsterdam, 9. Sept. Der internationale Kongreß für Kri- minalanthropologie wurde unter zahlreicher Betelligung heute eröffnet. Ten Vorsitz führt van Hamel. Zu Vizepräsidenten wurden Sanitätsrat Baer-Berlin und Benedikt-Wien gewählt. Den ersten Vortrag hielt Lombroso-Turin.

Vermischtes.

Eine Nachricht von Andröe? Laut einer New- Yorker Meldung der LondonerCentral News" berichten zwei Touristen aus Illinois, welche aus dem Hudsonbai-Territorium zurückgekehrt sind, Indianer hätten ihnen mitgeteilt, sie hätten die Leichen von zwei weißen Männern und den Korb eines Ballons im Frühling letzten Jahres 900 englische Meilen nördlich vom Moose Flang gefunden. Eine der Leichen wird als die Leiche Audrees beschrieben. Unter dem Moose Flang wird man den Moose Lake (Elenticrsee) in Kanada, nord­westlich vom Winipegsee, 53 Grad N. und 100 W. Green­wich, zu verstehen haben. Die Ortsbestimmung ist noch recht undeutlich. Daß der Ballon von Spitzbergen bis tief nach Nordamerika hinein getrieben sein sollte, ist wenig wahrschein­lich. Vorherrschend war die Annahme, daß die Katastrophe bald nach dem Aufstieg sich ereignete.

'Hamburg, 7. Sept. Heute nachmittag entstand in der Hamburgischen Landgemeinde Moorwärder Großfeuer. Fünf große Wohnhäuser und vier Scheunen mit großen Erntevorräten sind vernichtet.

* Aus einer Reihe Au g enb l ickA bilder vom Kriegsschauplätze in Südafrika, die dieDtfch^ Wochenschr. in den Kiederl." bringt, sei hier folgendes rntt- geteilt. Daß es ddr Frau des berühmten Burengenerals de Wet nicht an Mutterwitz gebricht, beweist die nachf- stehende wahrhettsgetreue Episode. Bekanntlich wurde ein höherer englischer Offizier zu Frau de Wet gesandt, um sie zu überreden, ihren Mann zur Uebergabe zu bewegen. Da Frau de Wet: that, als ob sie der englischen Sprache nicht mächtig sei, nahm der englische Offizier seine Zu­flucht zum Geberdenspiel. Er entnahm einem aus dem Tisch im Wohnzimmer stehenden Korb mehrere Eier und legte sie kreisförmig auf den Tisch. Der Kreis sollte den englischen Kordon vorstellen. Danach legte er in die Mitte ein großes Geldstück.De Wet", sagte er, darauf hin­deutend. Darauf beeiferte er sich, Frau de Wet begreiflich zu machen, daß ihr Mann unwiderruflich verloren ser und sich ergeben müsse. Frau de Wet folgte seinen stummen Ausführungen mit großem Interesse. Plötzlich wies sie mit dein Finger auf ein Bild ihres Mannes, das an der Wand hinter dem Offizier hing. Der Offizier schaute in die angedeutete Richtung, aber als er sich wieder um­drehte, war das Geldstück verschwunden.Well", sagte Frau de Wet mit boshaftem Lächeln in reinstem Englisch,wo ist de Wet?" Der englische Offizier soll nicht gerade sehr gescheit dreingeschaut haben.

* Wie man sich in London vor der Auto- mobilplage schützt. Jedem Fremden, der nach London kommt, fällt es in letzter Zeit auf, daß man in den Straßen der City keine Automobile mehr zu sehen bekommt. Im Londoner Mansion House sind die Rcchtsgelehrten mit demTöff-töff" schnell fertig geworden; sie suchten, da in England alles, nach- ölten Ordonnanzen geht, in den alten Archiven und fanden richtig eine Verordnung aus früheren Zeiten, die einmal aus solches mechanisches Fuhrwerk er­funden wurde. Darin heißt es:Die Geschwindigkeit solcher Fahrzeuge darf nicht größer sein, als höchstens drei eng­lische Meilen in der Stunde. Außerdem muß jedem solchen Fuhrwerke auf hundert Schritte Distanz ein Mann zu Fuß vorangehen, der zur Warnung eine kleine rote Fahne schwingt." Drei englische Meilen entsprechen 4,8 Kilo­metern, die jedermann zu Fuß in einer Stunde bequem gehen kann. Der Polizeidirektor der City veröffentlichte kurzweg diese Verordnung, und rasch verschwanden alte Automobile aus den Straßen der City.

Schiffers Streng, zusammen. Das Schiff, welches eine Lad­ung Kohlen für oie Firma Gebrüder Schneider in Darm­stadt hat, ist sofort gesunken und liegt mit dem Hinterteil auf dem Grund, während das O ' 7"'" 7 "*

Gerichtssaal.

ke. Frankfurt a. M., 8. Sept. (Kriegsgericht.) In der gestrigen Sitzung hatte sich einfalscher Quartier- m a ch e r , zu verantworten. Er hatte in Offenthal bei Langen für 68 Mann Quartier bestellt, ließ sich die Quartierzettel aushän­digen und bezog selbst Quartier im Wirtshaus. Das Gleiche tbat er in Langen, wo Oswald einen Wirt auch noch dadurch schä­digte daß er für 14 Offiziere Essen bestellte. Der Quartiermacher wird zu insgesamt 4 Atonalen Gefängnis verurteilt. Auch wird ihm zum ziveitenmale während seiner dienstlichen Laufbahn die Kokaroe abgeschnitten.

Osthofen, 9. Sept. Tas hiesige Schöffengericht hatte dieser Tage eine ganze Familie aus Rheindürkheim wegen Milchfälschung abzuurteilen. Der Vater erhielt 200, die Mutter 100 und der Sohn 50 Mk. Geldstrafe.

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Lübeck, 9. Sept. Die Einnahmen der Lübeck-Büchener Eisen­bahn betrugen im Monat Auaust 1901 provisorisch 584 206 Mk. gegen 573 288 All. provis. im Monat August 1900, mithin mehr 10 918 Mk. Die Gesamteinnahmen vom 1. Januar bis ultimo August 1901 betrugen provisorisch 3 878 547 Mk. gegen 4 001 542 M. provisorisch im gleichen Zeitraum des Vorjahres, mithin weniger 122 995 Mk.

Zürich, 9. Sept. In der heutigen Sitzung der Kommission zur Beratung der Frage wegen des Rückkaufs der Nordost- b a h n erklärte sich die Mehrheit für die Genehmigung des Rück­kaufsoertrages. Hahn-Frankfurt a. M., Brunner-Wien und Men- delssohn-Bärtholdy-Berlm wohnten der Sitzung nicht bei. Dr. Eugen Curti hielt an dem oppositionellen Standpunkt fest und stellte einen Antrag der Minderheit in Aussicht. Die Schlußabstimmung wurde auf eine neue Sitzung verschoben, welche am nächsten Frettag stattfinden soll. Derselben werden Hahn, Brunner und Mendels­sohn beiwohnen.

Mainz, 10. Sept. Der Vorstand und der Ausschuß des Vereins Mainzer Kaufleute beschlossen in ihrer gestrigen Sitzung, in einer Eingabe an die Eisenbahn- Direktivn das Gesuch um Aufhebung der beschränkenden Bestimmungen hinsichtlich der Sonntagsfahrkarten zu unterstützen. Des weiteren gelangte der neue Han­delskammer-Gesetzentwurf zu eingehender, mehr­stündiger Beratung. Hinsichtlich verschiedener Bestimm­ungen des Gesetzes trat eine einmütige Stellungnahme der Versammlung zu Tage. Der Vorsitzende Landtagsabg. Molthan wurde ersucht, in der Zweiten Kammer bei Beratung des Gesetzentwurfs entsprechende Mänderungs- Mträge zu stellen. Hier wurde eine Fevienverbindung Rhenanio" des C.-V. der kath. deutschen (farbentragen­den) Studenten-Verbindungen gegründet. Die Rhenania" hat am 6. September im festlich geschmückten großen Saale desKötherhofs" hier einen solennen Lwrn- mers veranstaltet, der sehr gut besucht war und einen in jeder Hinsicht glänzenden Verlauf genommen hat. Außer Mainz hatten Worms, Bingen, Darmstadt, Bensheim, Frank­furt, Wiesbaden usw. ihr Kontingent von Aktiven, alten Herren und Ehrenmitgliedern gestellt, angesehene Bürger, Kleriker und Laien, Vertreter der Presse, Parlamentarier bekundeten durch ihren Besuch ihre Sympathien für den C.-V., selbst Akademiker des Auslandes, die zufällig hier weilen, ließen sich zu der Feier einführen. Telegramme übermittelten die Gruße und Wünsche auswärtiger Freunde. Cand. iur. Gaßner entbot den Gästen und Bundesbrüdern herzlichen Willkomm. Redner kam auf die Aufgabe und die Ziele der katholischen Studenten und deren Organi­sationen zu sprechen. Er ermahnte seine Bundesbrüder zu beharrlicher, werkthätiger Arbeit und bat die, Gäste um ihr ferneres Wohlwollen. Auf die Verwirllichung dieser Wünsche rieben die Rhenanen einen donnernden Salamander". Cand. iur. Lotz feierte in gedankenreicher Rede die höchsten Autoritäten in Kirche und Staat, Papst, Kaiser und Großherzog, denen in studentischer Form eine begeisterte Ovation dargebracht wurde. Mit seiner Dia-- lekttk verbreitete sich der Philister-SeniorHasso-Rhena- uiae", Oberlehrer Professor Dr. Ledroit-Mainz, über die Prinzipien des C.-V's., Religion, Wissenschaft und Freundschaft. Der Verdienste derRhenania" gedachte in formvollendeter Diktion der A. H. Oberlehrer Müller-Bü­dingen. Das Präsidium der Exkneipe war bei dem A. H. Landlagsabgeordneten Dr. Fr enay-Mainz gut aufge­hoben; die Exkneipe wie die Fidulität, letztere unter der Leitung des Nassoven Schröder, wiesen trotz der weit vor­gerückten Stunden eine sehr rege Beteiligung und eine recht feucht-fröhliche Stimmung auf. Am Samstag, 7. Sept., vereinigten sich nachmittags die Rhenanen mit den ihnen befreundeten Familien zu einer Rheinfahrt. Gestern nach­mittag zwischen 3 und 4 Uhr stieß im Gustavsburger Hafen das GüterbootIn d ustrie Nr 24" beim Rückwärtsfahren mit dem KohlenschiffKath ar in a", Eigentum des

Unter den Plätzen, welche sich mit der Herstellung besserer Tuche beschäftigen, prnunt die rheinische Stadt Lennep eine her- vorragenoe Stelle ein. Die Tuchfabrikattorr ist hier seit dem An­fang des 14. Jahrhunderts heimisch, und werden Lenneper Fabrikate, die sich durch gutes Tragen und durch die Echtheit der Farben auszeichnen, in allen Erdteilen mit Vorliebe ge­tragen. Die Firma Gustav Huppert in Lennep, welche sich hauptsächlich mit dem Vertrieb Lenneper Fabnkate direkt an Private befaßt, hat ihre neue Herbst- und Wchterkollektton fertig gestellt. Dieselbe enthalt sämtliche Neuheiten m Anzugs Paletot- und Hosenstoffen in großer Auswahl, und werden die Muster auf Verlangen Jedermann franko zugesandt, ohne daß der Besteller zum Kauf verpflichtet ist.

Litterarische Neuerscheinungen.

I ü d i s ch - d e u t s ch e r Dolmetscher", ein praktisches Järgonwörterbuch, dritte völlig neu bearbeitete Auflage, herausg. von E. Bischoff. Leipzig, Th. Griebens Verlag.

Deutscher S o l d a t e n h o r t. 12. Jahrg. Nr. 85. Viertel­jährlich 1,80 Mk. Berlin SW., Verlag von Karl Siegismund.

Zum Ausstand der Nordhäuser Tabakarvetter. Dle Firma K n e i s f ist gegen die bei ihr beschästigt gewesenen Strikenden mit Klagen wegen Kon tr ak t b ruch s vorgegangen. Bis jeqt sind 118 Arbeiter vom Gewerbegericht verurteilt worden, an die Firma Schadenersatz in Höhe eme§ Wochenlohnes zu zahlen.______________

Kunst und Wissenschaft.

Die Hiiseland'sche Gesellschaft in Berlin hat den sogen. Alvarenga-Preis für die Bearbeitung der Prersaufgabe: Der Einfluß des Salzgehaltes der Trinkgueilen auf die Blutbeschasfenheit" einstimmig dem Dr. H. Tünschmann in Wiesbaden verliehen; von demselben ist auch jüngst die deutsche Uedersetzimg der Grundzüge der Allgemeinen Mikrobiologie von M. Nicolle, eines Schülers Pasteurs, tm Verlage von A. Hiftchwald-Berlin erschienen.

Aus Anlaß des bevorstehenqen 8 0. Geburtstages Rudolph Virchows hat der Magistrat der Stadt Berlin vor­behaltlich der Zustimmung der Stadtverordneten-Versammlung be­schlossen, 100 000 Mk. der bereits bestehenden, für^ wissenschaftliche Zwecke hestimmten V i^r ch o w -S11 f t:una zuzufuhren..

Stuttgart, 9. Sept. Der König versieh Wilhelm Raabe die große Goldene Medaille fiir Kunst und Wissenschaft am Bande des Kronenordens.

Kmdwittschast.

Ein böser Spätsommer. Aus Görbersdorf in Schlesien wird uns über die abnormen Wittterungsver- hältnisse der letzten Tage berichtet: Hier und in der Umgegend im Kreise Waldenburg sank das Thermometer bereits in der Nacht zum 3. September unter den Gefrierpunkt. Das bis dahin noch sehr grüne Kartoffelfeld wurde plötzlich schwarz, ebenso haben Bohnen und andere Feldfrüchte stark unter dem Frost gelitten, der .sich auch in Gärtnereien und Parkanlagen schlimm bemerkbar machte. Vom Mittwoch bis Freitag waren tagsüber 4 bis 6 Grad Wärme, in der Nacht zum 8. September sank das Thermometer wieder unter Null und die Dächer waren weiß vom Reif. Auf den Feldern sieht man den erst halbreif gemähten Hafer liegen; teilweise ist auch noch gemähter Hafer draußen.

Monatliche UebeMt btr Todesfälle in Gießen.

Monat August 1901.

Kinder

Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr

Diphtheritis

1 (1)

9

1 (1)

Keuchhusten

1

1

Wochenbettfieber

1

1

Lungentuberkulose

3 (2)

3 (2)

anderer Tuberkulose

2

1

1

Lungenentzündung

2 (2)

1 (1)

1 (1)

-

Herzleiden

3 (1)

3 (1)

Darmkatarrh

Atrophie und Lebens-

10

1

9

schwäche Krebsgeschwülsten anderen Krankheiten

9 (1)

11 (3)

12 (5)

11 (3)

7 (3)

Ml)

3

2 (2)

Selbstmord

Mord und tötlicher

1 (1)

1 (1)

Körperverletzung

2 (1)

1 (1)

1

Summa:

58 (17)

30 (12)

24 (2)

4 (3)

M Grosser Ausverkauf M

wegen Verkauf eines Hauses.

Milche Mel, Betten, Spiegel, Mnz, Mas und Pobterwirei

verkaufe von heute ab zu ganz bedeutend herabgesetzten Preisen. WW HT/üSTZ'

Möbelgeschäft, Kaplansgasse. i