Ausgabe 
12.6.1901 Zweites Blatt
 
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Vermischte»

am 9.10. Juni

Theater, Kunst und Wissenschaft.

Telephonischer Kursbericht

Frankfurt, den 11. Juni

Tendenz schwach.

88.20

99 15

88.25

95.90

95.50

44.50

26.25

26.75

83.50

22.10

9.50

. 213 80 . 188.60 . 181.90 . 145.80 . 147 50 . 143.56 . 157.00 199.56 . 180 00 . 173.50

Höchste Temperatur

Niedrigste

Kreditaktien . . . Difikonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsgee. Oesterr. Staatsbalm Gotthardbahn . . Laurahütto . .

Bochum ...» Harpener . . .

Hauptmann Bartsch. Die Leiche deS in China grausam ermordeten Hauptmanns Bartsch, des ehemaligen Führers der 8. Kompagnie des 2. Ostasiatischen Infanterieregiments, ist, wie bereits gemeldet, an Bord des Reichspostdampsers Prinzessin Irene" in Hamburg eingetroffen. Die lieber- führung des Sarges vom Dampfer nach dem bereit stehenden Eisenbahnwagen erfolgte durch acht unter dem Kommando eines Oberleutnants stehende Unteroffiziere vom zweiten hanseatischen Infanterieregiment Nr. 76. Nachdem der Oberleutnant im Auftrage des Offizierkorps des 9. Armee korps einen kostbaren Kranz auf den Sarg niedergelegt hatte, begleitete der Offizier in Gemeinschaft mit zwei Unteroffizieren den Leichenkondukt nach Striegau in Schlesien, bekanntlich der Heimat des Verstorbenen, wo voraussichtlich am Mittwoch die Beisetzung der Leiche in der Familiengruft stattfindet. Die Trauerrede hierbei wird der der Familie befreundete Dr. Költzsch aus Dresden halten. Der Ermordete stand be- kanntlich im 37. Lebensjahr. Er hinterläßt außer seiner kinderlosen Wittwe geb. Mende eine in Striegau lebende be­tagte Mutter und mehrere Geschwister.

a. Großeuliuden, 10. Juni. Am Freitag war hier Pferdemu ft erung; es waren nahezu 200 Pferde von hier und der Umgegend angetrieben. Der Straßenneubau bezw Erweiterungsbau der Ortsdurchfahrt vom Bahnhof bis zur Frankfurterstraße wird vom Unternehmer Albert Rüb- f amen aus Gießen ausgeführt. Da die Arbeiten im Früh jahr durch die harten Fröste und bedeutenden Niederschläge sehr gehindert wurden, hat der Bau bis jetzt nur geringe Fortschritte gemacht.

ü. Lützellinden, 10. Juni. Gestern beging der hiesige Kriegerverein sein 25jährigeS Stiftungsfest. Kreisbürgermeister Hardt aus Groß-Rechtenbach überreichte eine für den Verein vom Kaiser gestiftete prächtige Fahnen schleife. Don den Vereinen des KriegerverbandesHüttcn- Äerg" nahmen die Vorstände an der Feier teil.

E. Lollar, 11. Juni Auch der 2. Tag des 25jähr- igen Jubiläums unserer freiwilligen Feuer- wehr, der in der Hauptsache der Schuljugend gewidmet tvar, verlief in schönster Weise. An dem von der Marburger Jägerkapelle gegebenen Frühkonzert beteiligte sich der Großh. Kammermusiker Kimmel, bekanntlich ein geborener Lollarer, mit einigen Pistonvorträgen, die ebenso wie schon am Abend vorher dem Künstler verdienten Beifall eintrugen. Der 1 von der Feuerwehr geleitete, aus 300 Kindern bestehende ( Aestzug setzte sich, unter Teilnahme sämtlicher hiesiger Vereine, gegen */22 Uhr in Bewegung. Nach Eintreffen auf dem - gestplatze stimmte die Festversammlung ein Volkslied an. ' Herr Feller nahm in der darauf folgenden Ansprache Veranlassung, allen, die das Jubelfest verherrlichen halfen, zm danken. Die Spiele nahmen trotz eines einfallendev ; kurzen Sprühregens ihren Fortgang. Herr Feller ergriff , n ach der Preisverteilung nochmals das Wort, um dem Leiter 1 des Festes, Herrn Bartolomae, sowie Herrn Kimmei ' Dank und Anerkennung auszusprechen und auf beide Herren ' enn Hoch auszubringen. Die nachfolgende allgemeine Volksbelustigung nahm erst gegen 2 Uhr nachts ihr Ende.

f. Gedern, 9. Juni. Der Prozeß, der sich hier zwischen Gemeinde und den hiesigen Müllern wegen Anlage einer Wasserleitung entspann, ist dem Verlauten nach zu gunster.

der Gemeinde entschieden wordeu und man hofft, nach der Erntezeit mit dem Bau beginnen zu können

-i- M a ar, 10. Juni. Von herrlichem Wetter begünstigt feierte gestern der Schlitzthalsängerbund sein drittes Bundesfest, cm dem sich außer den Bundesvereinen Schlitz, Landenhausen, Hutzdorf und Maar noch die Ge-- sangvereine von Lauterbach, Fulda, Wallenrod, Altenburg, Hopfgarten, Blitzenrod und Stockhausen beteiligten. Nach der Begrüßungsansprache eröffnete ein Gesamtchor der Bundesvereine die Reihe der Borträge mit dem Liede Bergpsalm." Hierauf hielt der Bundesdirigent Kalbfleisch von Landenhausen eine sckIvungvolle und sinnreiche Festrede. Er wies auf unseren reichen, deutschen Liederschatz hin, in dem vorzugsweise das schöne Volkslied gepflegt werden soll, und schloß mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf das Volkslied. Daran schloß sich der zweite Bundeschor Treue Liebe bis zum Grabe". Der zweite Teil des Pro­gramms enthielt die Einzelvorträge der Gastvereine. Er­freulicherweise sangen fast alle Vereine gut. Nack- den Gesangsvorträgen vergnügte sich die Jugend auf einem errichteten Tanzboden, und am Abend schloß ein hübsches Feuerwerk das wohlgelungene Fest^

Mainz, 10. Ium. Die umgearbeiteten Generalpläne für die neue Eisenbahnbrücke über den Rhein nach Wiesbaden sind bei der Bürgermeisterei eingelaufen und wurden bereits der städtischen Kommission zur Geländever- wertung zur vorerstigen Prüfung unterbreitet.

dem Evangelium im Worte ©eitel der Herzpunkt bet Christentum» bleiben muß, und bekennt: Ich glaube an Jesum Christum, Gotte« ein­geborenen Sohn, unfern Herrn.

Zwickau, 8. Juni. Heute wurde hier ein Denkmal für R k Scdumann teterUd) entbüOt.

C.

C.

Jagd und Sport.

m 8. Ium. Zur h mtgen 3. tnicrnen Regatta de« Kaiser!,

liefen 21 Kriegsfch>ffsboote und 8 Hachten auS. Wcg.n der schwachen westlichen WindcS mußte eine abgekürzte Bahn gesegelt «n' <^r^e dreist erhielten die reglementartsche GigKaiserliche anV AMukagigErste Matrofendiotsion", der KullerKaiser- iiche Werft . Von den Schulyachten erhieltObotrh*, vou den Privat- vachtenBlitz 6 einen 1, Preis

Meteorologische Beobachtungen

der Station Giesteu

Die Berliner Pastoralkonferep, hat nach lebhaften Er­örterungen folgende Erklärung angenommen: Die Pastoralkonferenz will zwar in Professor Dr. Harnacks Vorlesungen über das Wesen bed 8i/e0/ Beloheanleihe , . 99 40 Christentums die Absicht nicht verkennen, unserem vielfach entchristlichten I 3 o/g 60

Geschlecht die Segnungen des Christentums wieder nahe zu bringen; aber 8'/» Lovsols . ,

sie spricht ihre Ueberzeugung dahin aus, daß der Inhalt dieser Bortes- 3 0/. do

ungen durch das Zurücksinken in den oberfiächlichen Standpunkt eines 8Vj% Heeaea ' ' überwundenen Rationalismus wie durch das Zurückfiellen des nach 5 % Italien. Bente Schrift und Geschichte Wesentlichen des Christentums weder dem histor- 41/0 Griech. Monop.-Anl ' ischen Verständnis noch dem wahren Evangelium noch dem menschlichen 8 o/0 Portwriesen Bedürfnis genügt. Sie bezeugt mit den Reformatoren und den Gläu- 8 o/0 Mexikaner . * * bigen aller Zeiten, die durch die Kraft des heiligen Geistes geredet haben, 41/t % Chinesen vaß Christus der Sohn Gottes in unzerreißbarem Zusammenhänge mit!

®mdjts|hai.

, _ 3uni. DaS Ober kriegsgericht des 11.Armee-

rorpS beschäftigte sich heute mit einem Strafprozeß, der In der ersten Instanz vor dem Kriegsgericht hier Aufsehen erregt hatte. Der Vize- ?? «?.ster Vollmer vom Feldartillerie-Regiment Nr. 11 wurde am U Mai vom KriegSaericht der 22. Division wegen Mißhandlung Untergebener in 173 Fällen zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt; sechs Mitangeklagte Rekruten erhielten wegen desselben Vergehens je einen Tag Gefängnis. Dieses Urteil wurde vom Gerichtsherrn, dem Divisionskommandeur, nicht bestätigt, weil es, wie vei mutet wird, keine genügende Sühne gewährte. Die fortgesetzten Mißhandlungen des Vizewachtmeisters waren durch eine Anzeige deS Vaters eines der Mißhandelten an das KorpSkommando ausgedeckt worden. Dieser Anzeige lag folgender Vorgang zugrunde. Der Rekrut Daupel wurde auf Veranlaffung deS Vizewachimeisterd von seinen Stubengenossen nachts mit der Klopfpeitsche gehörig dvrchgeprüaell. AlS die Stuben- gmoffen sich zunächst geweigert hatten, der Weisung des Vizewacht­meisters zu folgen, drohte ihnen Vollmar mit Hochnehmen im Dienst. Als Daupel sich über die Mißhandlung beim Vizewachtmeister be­schwerte, erhielt er 14 Ohrfeigen; am folgenden Tage mußte er stch wegen starken Kopfschmerze- krank melden. Als die Anzeige über diesen Vorfall beim kommandierenden General eingelaufen war, ordnete er strengste Untersuchung an. Diese hatte daS Ergebnis, daß noch eine Menge weiterer Mißhandlungen Untergebener durch Vollmar ermittelt

,n 0 ganten ®®gQ (tjeoU ßerdk- 3 w. b£.

Wli-th 7 sM1,' 4 £t0 [a«i> 8'* ie l.

** Ernennung. Der Großherzog hat am 8. Juni oen KreiSvetenliärarzt Jakob May in Friedberg zum Kreis Determärarzt des KreisoeterinäramtS Mainz ernannt.

** ^koßh. Regierungsblatt Nr. 38, aufgegeben aw v. Juni 1901, enthält: Verordnung, die Darmstadter Dampf straßenbahnen, hier teilweise Verlegung der Linie Darmstadt- «ocrftabt auf eigenen Bahnkörper betreffend.

** ^ktrazug. Aus Anlaß des am nächsten Sonntag in VJtöba stattfindenden Turnfestes wird dort am Abend für die Heimkehrenden ein Extrazug abgelaffen werden, der um 10.30 Uhr Nidda verläßt, auf allen Stationen hält und um 11.40 Uhr hier eintrifft.

** Operetten - V 0 rstellungen. Aus Goslar, wo Vas Operetten-Ensemble, das in nächster Woche bei uns gastieren wird, ebenfalls aufgetreten ist, geht uns nach­folgender Bericht zu:Die Geisha". So viel man auch Aon von dieser Operette gehört hatte, es werden doch alle Besucher angenehm überrascht worden sein, und zwar so­wohl durch die Operette selbst wie auch durch die ganz vorzügliche Darstellung. Ein Chinese, Wun-Hi, ist der Be­scher des TheehausesZehntausend Freuden" in einem japanischen Hafen. Der Unterhaltung der Gaste, die in tfLaus den Offizieren der europäischen Marinen bestehen, dienen die Geishas, deren Wun-Hi fünf gekauft ?!; "Geishas" sind hübsche, lustige, anmutige Ge­schöpfe von sonniger Heiterkeit, die durch Sang und Tanz den Gästen die Zeit angenehm vertreiben. Lustig und heiter, wohl and) ausgelassen sind sie, und lustig und heiter sollen sie die Gäste stimmen, die im Theehause einkehren. Damit ist auch die Stimmung der ganzen Operette gekennzeichnet. Für den Erfolg ist die Haupt­sache die Stimmung, die durch flottes Spiel, durch die Musik, und nichst zuletzt durch entspreck>ende Kostüme und Dekorationen erzeugt werden muß. Und diese Anforder­ungen wurden so vollkommen erfüllt, daß wir diese Geisha"-Aufführung zweifellos zu den besten und voll­endetsten Theater AufMrungen zählen dürfen, die wir je gesehen haben. Tie Ausstattung der Operette war prächtig und stilgerecht. Tie Vorbereitung war so gut und gründlich gewesen, daß das Ensemble flott und sicher war. Kapell­meister Schönfeld hatte mit seiner Leitung guten Erfolg. Dazu kam, daß die Besetzung jeder einzelnen der zahlreichen Nollen sehr gut war. Bon den Tarnen warben in gleicher Weise Frl. Sina und Frl. Turand mit großem Erfolg um den Beifall des zahlreichen Publikums. In Herrn Stärk lernten wir einen Charakter-Komiker von großem Talent kennen. Er charakterisierte den Wun-Hi mit viel Humor und erntete großen Beifall, besonders mit seinem Zopf- Couplet. Eine gute Charakterfigur war auch der Marquis des Herrn Burg. Besonderes Lob verdient noch die Ein­studierung der Tänze durch Herrn Stärk. Sie ist sehr sorgfältig geschehen, und erwies sich bei der ersten Auf- sührung als überaus erfolgreich Es war eben, wie wir wiederholen, eine Aufführung, die in jeder Beziehung anerkennenswert war.

In M ü n st e r t. 233. verlautet mit aller Bestimmtheit, daß es in der Absicht der preuß. Staats»egieruog liege, die juristische Fakultät an der Akademie schon mit dem Beginn deS nächsten Sornmerhalbjahrs ins Leben treten zu lasten.

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M auf i ra «« fit »On jj Mb ijj 111 fawjÄ" «tr. Stift, über nu 1 M I «ft Sb? " »Äfi

« iMgetet Siebt, ttit ^sitzender, Pros. ÄW1 in Sttgangtnidl 1« «ufgaben fit blt Ä b« glüilitjt gelingen i!

1 Md in feinem $«, ; inn*aM aufs Beste Meuitdi

der Stifter der Blüschen Wlrth und Geh. Oberbam )e nimmt darauf Oberfinam. t das Wort, der den Toten der ken widmete, insbesondere des -H.-Lerbandes der Alemannia 1 Weiffcnbach, und der vrr- Inrschenschaft, RitzinuMait sonders nahem BerhÄtnir z» Lorten der Erinnerung an die «bie die traurige Fahrt n und nun im Bilde - r Eiche geschmückt -, von einet auf uns herriederschauen" ging r. ^Der alten SoldatenM über daS Grab der Gefallenen, zenden Fahnen und klingendem zurück zu dem überfchäumenbrn nie es sich dem Auge heute i« festlichen Gelage dietü." Der .Aus stoheS Wiedersehen zu» Alemannia und zugleich zm na mater Lndoviciana. Be- flammenden Worten.

>en Vertreter der befreundeten tlautcmBeifall auigeummentt uia-Straßburg), den der hiesigen (Germania-Berlin), den der nia stuä. Hahn ab. 8 'M rlich der Landesvater unter den chweige'. Geraume Zett nah« Vierte ihres Amtes * der Beendigung des vaM Mnehmer unter w-Mde« bie Sonne He5 und golbto m 6 eine nicht tubtntoMtHa- VT deS Reich» ued

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bai inLn Itii« ifauf ,n ft tn»netW8 .hmern tu Wir

sich daun in da« «ffistentenzimm« de« Institut«in,|pcr 78 K°lbfl-isch

er den Selbstmord mit unhelmUchem CyniSmuS und mit150-70 4, Kartoffeln per 100 ---------

der Geschicklichkeit eines erfahrenen Anatomen ausführte. 0000 Zwiebeln per Ctr. M 8.008.50, Milch per Liter 18 4.

9rüt die Aufwartefrau des Instituts hatte Willgeroth vorher Kirschen per Pfd. 80-35 Pfg.

die bei Operationen üblichen Gebühren und ein Dauer der Markizect von 7 Uhr vormrttagS b.s 1 Uhr mittags.

zurechtgelegt. Man möchte zur Ehre' des Selbstmörders an nehmen, daß er mcht bei Sinnen gewesen sei. u£t JiBÖnklinn»

Paris, 10. Juni. In Lyon wurde der Direktor E>. Die Notiz entstammt der Berliner ZeitungDer Tag" und der Industrie- und Commercial-Bank, ftom6onne ent^ält ,eine^eten 2ln9i6en. Uns scheint sie recht unglaubwürdig, wegen Berunreuungen eines Teiles der Einlagen verhaftet' A w

®2OOM)bSranc«Cft9efltlIt beltä8 bQe Defijit JUlUjU WelktUNgeN.

' Rom, 10. flant. Eine Untersuchuiia oeaen ha«L , Bern, II. Juni. Im Waadtländer Jura stürzte am SenatSmitglled Prof. b'Kntona wegen^ sahrläMaer Aähnge Schweizerin Lenoir bei einem Spazier.

Tötung durch eine chirurgische Operation bat 6otJ9a?0Cc @lc n,utbc ^£Ule tot Fuße einer Felswand

läufig damit ihr Ende gefunden, daß der vom Senat, bem Qui9cfunbcn- .

oächften Gerichtshof für feine Mitglieder, eingesetzte Unter- L x®'*'"' 3um: Awet Mnge Touristen, die am Mttt, iuchungsausschuß entschieden hat, das B-rfahren sei wegen toot? emen Ausflug tn bie Rosengart-ngruppe unternahmen Mangels au Beweisen cinzustellen. Der Beschuldigte will seither vermißt. Man bcsürchtet, daß sie ab^e» sich damit nicht zufrieden geben und hat Berufung eingelegt !^rzt, oder °°n einer Lawine begraben sind. Eine um eine förmliche Freisprechung zu erlangen ' I Rettungsmannschaft ist abgegangen.

>Loudon, 11. Juui. Das Unterhaus nahm mit 199

siegen 109 Stimmen in dritter Lesung das Gesetz an, be.

^niVLl|uulli $LuiynuJlflU stimmend, daß kein Inhaber eines Amtes gehalten ist, das-

Geheimrat v. Leyden beging am 9. d. das Jubiläum seiner I selbe beim Tode des Landesherrn niederzulegen.

25jährigen Lehrthätigkeü als Ordinarius an der Berliner Universität. Madrid, 11. Juni. Sagasta küdigte die Aufnahme einer der B--«"-r H°chIchw- Anleihe zu LandesoertetdigungSzwecken au behufs

gewcrrr. »us Münster wird berichtet: Mittwoch wird sich Dr. Georg I ... ° 00 1

Brtter durch eme Rede überDer Entwicklungsgang unserer Kenntnisse I Reorganisierung der Flotte.

von der Veränderlichkeit der Arten", als Prtvatdozent der Botanik habili- '' --------------------------------------------------

tieren. Pros. G Schweinfurth ist nach sechsmonatlicher Abwesenheit am 6. d. M. tn bestem Wohlsein nach Berlin zurückgekehrt. Er hat den Wmter im französischen Nord-Afrika zugebracht und dort sowohl in der algerischen Sahara als in den Vorgebirgen von Tunis reiche botanische Sammlungen gemacht, die nun der wiffenschaftlichen Verwertung harren.

AuS Jena wird geschrieben: Die hiesige Universität wird in diesem Semester von 772 Studierenden und 37 Hörern besucht. Auf dem Fürstengraben in Jena wurde am Samstag ein Denkmal des im vorigen Jahre verstorbenen Professors der Physik und Mathematik Hermann Schäffer enthüllt. Der Privatdozent Dr. Otokar Kukula ist zum a.-o. Professor der Chirurgie an der böhmischen Universität in Prag ernannt worden.

M * Ein neuer Fünfbuud? In einem rheinischen Blatte lesen wir nicht ohne Ueberraschung, daß das Deutsche Reich ein ganz neues Waffenbündnis eingegangen ist. Da heißt es:Der Kaiser denkt und handelt unausgesetzt als Soldat. Als solcher empfindet er sehr lebhaft die Waffen-, c -----------------------«,........----------------

Verbrüderung, die zwischen ihm und seiner Armee einerseits OberttirgSgericht erkannte beute gegen Vollmar wegen

und . I Mißhandlung von Mtlttäkpersonen im Dienst in 103 Fällen und

Cb# k 6 ft L Konfektions- und außerdienstlich in 5 Fällen auf 7 Monate Gefängnishast. Die bean-

NayrungS- stkht und bestehen muß, zumal nach den Dor-1 tragte Degradation wurde abgelehnt.

Längen in China, wo Deutsche und Franzosen nebeneinander .--------12

CT »Mdel und Verkehr. V-llrswtrtlch-st.

recht zu stimmen. I Mainz, 9. Juni. An Stelle des Oberbürgermeisters Dr. Gaßner,

Ein ebnif (her ssr dbeffen Wahl vom hessischen Ministerium bekanntlich nicht bestätigt worden

-kn-a 'scheiten war, wählte die Sektkellerei Kupferberg in ihrer gestrigen

eines Selbstmordes eines Straßburger Mediziners erregen General-Versammlung den Rechtsanwalt Görz in den Aufsichtsrat.

dort in akademischen Kreisen nicht geringes Aufsehen. Es Die Deutiche Bank und die Dresdener Bank erklärten stch handelt sich um den Selbstmord des Assistenten am ana- bereit, die Situation der Kreditanstalt für Handel

komischen Institut der Unihprfi^f hpd L 1""^ Industrie in Dresden zu p-üjen. aid @rflebni8 bet 3nttr*

wmnajcnjnniun Der llmversttät, de- Dr. Willgeroth. oention fei wohl die Thatsache anzusehen, daß die beiden Direktor« Willgeroth war der Sohn eines höheren retchsländischen Be- der Kreditanstalt Horn und Kloeher, von ihren Aemtern suS- amten und hatte bei Beginn feiner Karriere durch glänzendeI penbiert wurden Die Leitung drtz Instituts werde durch den Begabung frappiert, sich aber durch ein turpulenteS Leben i N"?ior Getz mit den Prokuristen fortgeführt. Die Geschäfte M L .L°^°Ln teir^bh4m lewen Freuden ben ÄrÄ ÄÄ M1*'" "" *

Entschluß, zu sterben, mit, und lud sie zum ^TotenschmauS- Gießen, 11. Juni. Marktbericht. Auf dem heutigen insKrokodil", seine Stammkneipe. Als alles in gehobener Dochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. M 1.05^1.15, Hühnereier per Stimmung war, verbreitete sich Willigrrottz über seine Wünsche ' 2 6t 12T13 Enteneier 1 St. 7-8 4, Gänse.

begängniffeS. In vorzüglicher Laune über denguten Witz" o.so1.00, Hühner per St. M 1.201.70, Hahnen per Stück

trennte man sich. Arn folgenden Tage versandte Willgeroth i.so2.00, Enten per St. ^2.002.30, Gänse per Pfd. M 0.00 bis

eigenhändig die Einladungen zu seinem Leichenbegängnis und Ochsenfleisch per Pfd. 68-74 Kuh. und Rindfleisch per Pfund schloß sich bann in ba6 Assiftent-n.imw-r h.« 'Ynf.u,,.« 8ef°äS'

''' per Pid. 78 4, Kalbflersch per Pfd, 6066 4, Hammelfleisch per Pfd.

100 Kilo 5.506.00 JC, Weißkraut per St.

Juni

Barometer auf Co reduziert

Temperatur der Luft

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

Windstärke

Wetter

*1

l

1

10.

9«

745,8

4- 16,1

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Still

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7«

746,2

745,8

+ 14,5

10,6

87

SSW.

1

11.

2« 1

4- 20,0

6,9

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w.

4

Sonnenschein