Ausgabe 
12.5.1901 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

'"Wen in jLMiutt

s°tomotib£?'»» ?ü& etwa bie Jn derr nicht es^^sen

^voller Fa^rde

iäSV-B ler übtt Stan.

;9- Wobei bip° -Qße Un& *A unÄ Ne selbst itünte bJlat!be= '°hrend bet Ä fd,On ersten SSaqeVÄ aui Nr. 138 Zuges, itliche Sfebrf n '"taft uiSLMt Won. % x" 016 Zn- rNsU ZWck u-w°chl°lu«gd£^ jmcniwnen angenommen gefordert haben. Tie

,VO" hier die sich im betreffenden Stelle der aschme ersaßt, zur Seite 11 w schwer verletzt, daß mmer des Hauptbahnhoss, schied. Ms ein besonderes der eben heranfahrende igliicksstätte zum Stehen Zug auch nur 20 Meter MMuMMvermMich sich der Lotomotivführer er die Strecke probeweise der Lokomotivführer Kar! -trecke kannte und feinem s dritter befand jidt noch t Maschine. Bei dem Un- vo er sich so lange hielt, Ter Führer Bauer erlitt ?r konnte in Gemeinschaft der Nacht nach Straßburg ührer Matern schwer ver- nden am linken Bein und iem Verletzungen am Kopf bat ftäbtiffy .wanlenhaus gilt als bedenklich, das 1 Umständen verloren fein. , das ist noch nübt völlig v bie Fahrbemten auf m irrten und anuahmen, on einfuhren. Indessen ist ch der Bestätigung bedar). tte sich natürlich schnell m i entwickelte sich eine som- lsstelle. AuchE Aerzte > ur »and und auch die ue Uebung abhielt, stellk ihre Hilfe zur Verfügung A-tdest-nkk, fanb n«J mibeiten to«»cn jofort Renten J ne»*1 ?Lere§ StW *

B Dl>-

tiM >'- ®ai 190 1 B de« vor- -- ,®i-

i **&. ntb« W *

an !

galen $u.nber;*tet verdev lverlehr ei S, an vov )ttl6 91V*8

k ba6 st«*»'

^betria120 0«'

Ȁf.Sw*

J"! ,i j« (05 sch-«-

11 stJbH® Ä?»

Umgegend im Beisein des Kreisschulinspektors Professor Dr. Luzius einen Bortrag über die Hygiene des Schulgebäudes. Die Ausführungen des Redners waren deshalb so spannend und selbst dem Laien so leicht verständlich, da der Dortrag durch anschauliche Demonstrationen erläutert wurde.

Rudingshain, 10. Mai. Man schreibt unS: Die in Kürze zum drittenmale in Aussicht stehende Wahl eines Bürgermeisters erfolgt deshalb, weil ein Wähler der siegreichen Partei bei der ersten Wahl aus Versehen Steuer restant geblieben war und weil von der selbst reklamierenden Partei zwei Leute gewählt hatten, die daS der Landgemeinde Ordnung gesetzlich vorgeschriebene Alter noch nicht erreicht hatten. Bon einer begründeten Reklamation gegen den Ge­wählten ist keine Rede.

-o- Homberg a. d. Ohm, 10. Mai. Wie schon kürzlich mitgeteilt wurde, soll mit dem 15. Mai in dem hiesigen Stationsgebäude Wirtschaft eingerichtet werden. Der Betrieb derselben ist dem Gastwirt Schröder aus Kaffel übertragen worden. Wie wir hören, hatten sich insgesamt 3 Bewerbe-, gefunden, von denen nur einer Hierselbst ansässig ist, und schon Wirtschaft betreibt. Einen Festtag wird unsere Schuljugend kommenden Montag haben. Da sie gelegentlich der Bahneinweihung die Fahrt nach Nieder-Ofleiden, die im Programm vorgesehen war, infolge Platzmangels nicht mit machen konnte, hat nun der hiesige Gemeinderat das Geld für einen gemeinsamen Schulausflug nach Amöneburg be willigt.

Büdiugeu, 9. Mai. Zur Vermählungsfeier der Prinzessin Thekla von Isenburg mit dem Grafen v. Collalto waren schon gestern viele Herrschaften angekommen. Abends war th6 dansant. Heute mittag fand die Trauung im fürst lichen Schlosie statt. Zu derselben waren mehrere Damen aus der Stadt eingeladen. Die Führorduuug war folgende: Prinzessin Hertha, Prinzessin Elisabeth zu Stolberg Roßla, Prinzessin Anna; Gräfin Ortrud zu Isenburg-Meerholz, Prinzessin Helene, Prinzessin Anna-Marie; Graf Friedrich von Büdingen, Erbgraf von Rechteren-Limpurg, Baron von Helden; Freiin Bertha von Thüngev; Graf Wilhelm zu Solms Laubach, Prinzessin Thekla, Graf Carl von Traun; Freiin Elisabeth von Thüngen, Freiin Irmgard von Thüngen; Prinzessin Mathilde, Graf Manfred von Collalto, Prinzessin Marie; der Fürst, Gräfin Octavian von Collalto; Graf Octavian von Collalto, die Fürstin; Graf Rambold von Collalto, Fürstin-Mutter zu Stolberg Roßla; der Erbprinz, Gräfin Marie Therese von Collalto; Graf zu Solms-Laubach, Freifrau Rudolf von Thüngen; Freiherr Rudolf von Thüngen, Gräfin Heinrich Fünfkirchen; Graf Heinrich Fünfkircheu, Gräfin zu Solms-Laubach; Prinz Ludwig zu Solms Lich, Gräfin Rambald von Collalto; Fürst zu SolmS-Lich, Prinzessin Alfred; Prinz Alfred, Prinzessin Marie zu Solms-Lich; Graf zu Isenburg-Meerholz, Fürstin zu Solms-Lich; Fürst von Jsenburg-Birstein, Gräfin zu Isenburg-Meerholz; Graf Cuno zu Stolberg-Roßla, Priu zessin Marie zu Isenburg; Prinz Diether, Gräfin Otto zu Castell-Rüdenhausen; Prinz Viktor von Jsenburg-Birstein Prinzessin Eleonore zu SolmS-Lich; Graf Friedrich zu SolmS- Laubach, Gräfin Marie zu SolmS-Rödelheim; Prinz Alfons von Jsenburg-Birstein, Prinzessin Karoline zu SolmS-Lich; Prinz Ferdinand zu Isenburg-Wächtersbach, Freiin Elisabeth von Thüngen. Um 2 Uhr war Diner. Um halb 6 Uhr reiste daS neuvermählte Paar ab.

Sch. Darmstadt, 10. Mai. Einer Einladung der Bürger meisterei folgend, besichtigten heute nachmittag die hiesigen Vertreter der Presse das mit einem Kostenaufwand von zirka 100,000 Mk. durch die Stadt Darmstadt an Stelle der eiugegangenen Fasanerie-Wirtschaft Dillemuth in deren nächster Nähe neuerrichtete OberwaldhauS, das am nächsten Montag, 13. Mai, eröffnet werden soll. Auf einem zirka 16,000 Quadratmeter großen eiugezäunten, rings vou Wald umschlossenen, idyllisch gelegenen Platze hat die Stadt eine bis zu 2000 Personen fassende Waldwirtschaft errichtet, die zu mäßigen Preisen, den modernen Anforderungen ent- sprechend den ermüdeten Waldwanderern einen herrlichen Auf enthalt bieten wird. Großes Aufsehen erregte seinerzeit das Verschwinden des Zimmermeisters und Dampfsägewerks- besitzerS Lorenz Meß, 27 Jahre alt und verheiratet, der seinerzeit mit kleinen Mitteln mit seinem Vater in Griesheim ttn Dampfsägewerk errichtete, aber nach kaum einjährigem Bestehen durchging, nachdem er ungefähr 25 Wechsel über 21,459 Mk. auf den Namen einer Anzahl Geschäfts- und Privatleute aus Griesheim, Bischofsheim, Friedberg, Groß- Gerau, Wolfskehlen, Crumstadt, Burgsinn rc. gefälscht und bei der hiesigen Volksbank versilbert hatte. Kürzlich wurde er verhaftet. (Er wurde von der Strafkammer verurteilt. Siehe unter den Neuesten Nachrichten.)

Griesheim, 10. Mai. Der Bürgermeister macht folgendes b:kannt:In den letzten Tagen tauchen in den Zeitungen wieder Nachrichten auf, als ob bei der Explosion in der Chemischen Fabrik in Griesheim noch viel mehr Menschen getütet worden seien und die Zahl der Opfer verheimlicht würde. Da durch derartige, teils auch noch grausig aus- gemalte falsche Nachrichten nur weitere Beunruhigung hervor­gerufen wird, sehe ich mich zu folgender Erklärung veran laßt: Es sind 22 Personen vermißt und 22 Leichen gefunden worden. Wenn die Eltern des Arbeiters Schilling glauben, ihr Sohn sei nicht unter den aufgefundeven Leichen gewesen, so kann dies nur dadurch erklärt werden, daß einzelne Leichen fast ganz unkenntlich waren. Alle gefundenen Personen waren Lurch eiugestürzte Mauern oder Maschinenteile erschlagen, in dem Bau, in dem die Explosion erfolgte, befanden sich zur­zeit der Explosion nur ein Direktor und ein Arbeiter, die rerettet sind. Ueber der Explosionsstelle befanden sich gan. bestimmt keine Menschen, es können mithin solche auch nicht mit in die Luft geflogen sein. Es ist nicht anzunehmev, daß fremde unbekannte Menschen bei der guten Aussicht in der Fabrik an die ExplosionSstelle gelangt sein könnten. Alle Schutthaufen, unter denen Verunglückte vermutet werden konnten, sind aufgeräumt, und kann daher bestimmt erklärt werden, daß weitere Opfer der Katastrophe nicht zu be­klagen sind.

M Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Rachbür-aäte«. Heute, am 11. Mai, feiert in Darmstadt der Hofgärtner i. P Wilhelm Hechler mit seiner Ehefrau daS Fest der Goldenen Hochzeit.

Vermischtes.

* Aachen, 10. Mai. In der Aachener Sternberg- affaire ist nunmehr die Untersuchung abgeschloffen. Angeklagt sind sechs Männer und die Frau des Postassiftenten Tahmen. Das in Betracht kommende zwölfjährige Mädchen, eine Tochter eines Betriebsleiters, wird einer Befferungsanstall überwiesen. Die Anträge der verhafteten Angeklagten auf vorläufige Haftentlassung find, obgleich einer von ihnen eine hohe Kaution hinterlegen wollte, abgelehnt worden.

Der urue Elberfelder MttarbesreiunßS'jkojeß.

XXII. (Schluß.)

Elberfeld, 10. Mai.

Um 12/8 Uhc wurde die Sitzung ausgenommen. Der Vor­sitzende setzte an der Hand der B-wetsaufnadme das Vorleben Bau­manns auseinander und kam zu dem Schluß, daß dieser sein Ver­mögen sich nur durch jahrelange Fretmacheret habe erwerben können- Bezüglitz des Oberstabsarztes Dt. Schimmel findet das Ger ich' eine Reihe Verdachtsmomente wegen Verbindung mit Baumann und Bestechung. Diese Verdachtsmomente könnten zwar jeder für sich allein keinen vollgilttgm Beweis erbringen, in ihrem Zuiammentreffen aber ließen sie saft notwendig auf eine Verbindung zwi'ch-, Baum»''« u:d Sch'mmel schließen, eine Folgerung, die durch dis oehakrltche Leugnen Baumanns eine Verstärkung ersaure. Anderseits aber hätten die Be­kunde Dr. Schimmels in der Verhandlung zum Teil eine andere Be- stättgvng ais in d.r Voruntersuchung eifabren; dazu kämen die guten Z-.ugnisse für Dr. Schimmel. Deshalb sei ein Beweis für eine sträf­liche Verbindung zwischen Baumann und Dr. Schimmel nicht erbracht. Die Frage der Bestechung müffe deshalb mit allen Folgen fallen. Wenn aber Dr. Schimmel auch nicht bestochen worden sei, so war er doch ein Arzt, der bei seiner Untüchtigkeit nicht in der Lage war, die zu erkennenden inntrn Krankheiten gründlich darzuthun, und der, um die Militärkommtssion zu täuschen und seine eigene Untüchttgkeit zu verdecken, die ihm vorgeschwindrlten oder übertriebenen Fehler als vorhanden bezeichnete. Der Vorsitzende geht dann auf die einzelnen Fälle ein.

Was die StrafauLmessung anlangt, so kommt die Frage der Angehörigkeit der Väter zu den Söhnen, in Betracht, bet einzelnen Angeklagten auch der Umstand, daß sie eingestanden haben, bet allen aber der Umstand, daß sie wohlhabende Leute sind, mit einer einzigen Ausnahme vielleicht. Sie mußten sich bewußt sein, daß sie eines schweren Vergehens gegen die Heerordnung sich schuldig machten, daß sie, gestützt auf ihr« Wohlhabenheit, ein Vergehen bringen, welches ein großer Teil der Menschen «us Mangel an Mitteln nicht zu begehen in der Lage ist. Sie haben großes AergerntS erregt, sie haben dazu betgetragen, daß in der Menge der Glaube an die Unantastbarkeit der allgemeinen Wehrpflicht erschüttert worden ist, ferner haben sie biitte Personen in dm Kreis dieser Thätigkeit gezogen. Deshalb muß die Strafe eine ernste fein. Bei den Angeklagten, die ein Ge­ständnis ablegten, ist eine Milderung ewgrtreten. Was Baumann betrifft, so komme bet ihm nicht blos seine Vorstrafe in Betracht, sondern vor allem, daß er aus dieser höchst ehrlosen Thätigkeit jahre­lang ein Gewerbe gemacht, daß er ziemlich Vermögen dadurch erworben, oaß er der Oeffenllichkeit gegenüber einen fast nicht mehr gut zu machenden Schaden angerichtrt bat. Baumann hat den Glauben an die Unantastbarkeit der Wehrpflicht erschüttert, er hat eine gewisse Rechtsverwirrung verursacht, die sich in einer Weise geltend macht, daß sonst achtbare Personen, die hier als Zeugen auftraten, nicht begreifen konnten, daß die Teilnahme an solchem Treiben strafbar sei. Dazu kommt bei Baumann schließlich sein äußerst frivoles Leugnen, das sogar auf manche andere Prrfonen den Deroacht ehrloser Ge­sinnung werfen mußte. Dieselben Mommte sind vorhanden gegen die Angeklagte Witwe D i e ck h o s s. Wenn sie auch nicht vorbestraft ist, so hätte doch die Vorstrafe ihres Mannes, der dteserhalb verurteilt wurde, ihr eine ernste Warnung geben sollen.

Aus diesen Gründen erkannte das Gericht, wie derGießener Anzeiger" gestern meldete, gegen 1. Rentner Hermann Baumann von Elberfeld auf 7 Jahre Gefängnis und 5 Jahre Ehrverlust unter An­rechnung von einem Jahr Untersuchungshaft, 2. Witwe Therese Dieck- Hoff 2 Jahre Gefängnis und 3 Jahre Ehrverlust, 3 Fabrikant H. Felde Sohn und Fabrikant H. Fclde Vater aus Remscheid je 3 Mo­nate Gefängnis, 4. Drogist A. Garschhagen Sohn aus Reckltnghausm 3 Monate, 5 Kaufmann E. F. Schmidt aus Delstern 5 Monate, 6. Kaufmann K. W. Stöcker Sohn und Fabrikant K W. Stöcker Vater aus Gräsrath je 5 Monate, 7. HandlungSgehllfe O. Zimmer­mann aus Wermelskirchen 5 Monate, 8. Handlungsgehilfe P. Evers Sohn und Scherenfabrikant K. Evers Vater au« Höhscheid je 5 Mo­nate, 9. Handlungsgehilfe P. WrynSberg Sohn und Federmeffrr- fabrtkant G. W<yersberg Vater auS Höhfcheid je 5 Monate, 10. Klempner A. Stern S-'hn und Klemvnermeister M. Stern Vater au8 Esten je 4 Monate, 11. Landwirt F. H. Kirchhoff aus Rüttenfcheidt 5 Monate, 12. Kluppenschmied H Huffchmidt Sohn und Werkzeug­fabrikant A. Huffchmied Vater aus Remscheid je 2Morate, ^.Fuhrunter­nehmer K. Kremer aus Remscheid 1 Monat, 14.Blechscherenfabrikant K. Schmidt ausRemscheid 1 Monat, 15.Handlungsgehilfe E.Wester Sohn und Fabrttant A. Wester Vater aus Ohligs je 5 Monate. Freigesprochen wurden Kaufmann K. W. Tesche Sohn und Kaufmann K. W. Tesch- Vater aus Remscheid, Witwe P. F. Schmidt aus Delstern, Feilen fadrikant K. R. Zimmermann Vater aus Wermelskirchen, Landwirt K. Eickenscheidt aus Kroy, Landwirt I. W. Hußmann auS Kray, Kaufmann A. Wüster Sohn und Fabrikant I. Wüster Vater aus Cronenberg, Handlungsgehilfe F. Wester au6 Ohlig» und Spezerei warenhändler A. Garfchag'n aus Remscheid.

Baumann nahm das Urteil mit derselben Ruhe auf, mit der er wochenlang zum Gerichtshof sagte, er habe die Angeklagten, auch die ge­ständigen, nicht gekannt, er habe mit solchen Dingen sich nie befaßt. Als die Sttafe von zwei Jahren Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust gegen die Wittwe Dieckhoss ausgesprochen wurde, fiel deren im Saale anwesende Tochter In Ohnmacht. Nach Schluß der Sitzung geberdeten sich Witwe Dieckhoss, ihre Tochter ifltb mehrere ihrer weiblichen Verwandten in einem Flur des Gerichtsgebäudes wie in wahnsinniger Verzweiflung, ihr Jam­mern und Weinen tönte noch lange durch das Gebäude als die schaulustige Menge schon längst sich verlaufen hatte.

Gerichtssaal.

Leipzig, 10. Mat. Das Reichsgericht verwarf die Revision des Fleischergesillen Mor.tz Levy au5 Könitz, der am 16. Februar 1901 vom Kmitzer Schwurgericht wegen Meinerdes in drei Fällen zu vier Jabren Zuchthaus, vier Jahren Ehrverlust und dauernder Etdes- unfäh'gkett verurteilt wurde.

Handel und Uerkchr. Volkswirtschaft.

ko. Offenbach, 10. Mai. Di^ Schuhfabrik S. Schönhof Söhne dahier bifindet sich in Zahlungsschwierigkeiten. Die Warenschulden betragen 125 000 Mk. '4/en Gläubigern soll ein Vergleichsvorschlag gemacht werden.

Getreide.

Im Getreidegeschäfte herrschte während der verfloffenen Woche wieder eine ruhigere Stimmung bei beschränktem Verkehr. Zwar kamen aus Frankreich wiederholte Klagen über schlechten Saatenstand, wonach dieses Land zu importieren gezwungen sein würde, doch machte dies noch wenig Eindruck auf den Markt. Amerika hat seine Forderungen etwas reduziert; auch Argentinien und Rußland haben ca. 1 bis 2 Mk. »achge- geben. Roggen preishaltend. Gerste unverändert. Hafer höher. Mais behauptet. Die heutigen Forderungen sind: Redwinter 2 135,50136,50 Mk.

KansaS 2 134,50135,50 Mk. Laplata Weizen 133141 Mk. Südruss Weizen 132150 Mk. Rust. Roggen 108110 Mk. Rust. Futtergerste 101 Mk. Ruff. Hafer 108126 Mk. Amerikan. Hafer 114 Mk. Mixed Mais 97 Mk. per Tonne cif Rotterdam.

Labak

Wir sind leider mcht in der Lage über eine Besserung im Pfälzer Tabaksgeschäft während der Berichtöwoche schreiben zu können, eS ist s-hr lau. Die Fermentation schreitet weiter und ist zur Beurteilung der Ta­bake resp. der sich ergebenden Resultate die Beendigung abzuwarten. Ver­kauft wurden ca. 180 Ctr. 1897er Oberländer Umblatt zu Ende 40 Mk. Es herrscht noch sehr rege Nachfrage nach entrippter sowie nichtentrippter Einlage, doch ist gutbrennende Ware wenig oder fast gar nicht vorhanden, auch sind die Forderungen hierfür zu hoch. Lose Pfälzer Rippen ge­schäftslos, lose feine 8.509 Mk., gebündelte 10.5011 Mk.

Kraftfrrttermittel.

Die feste Haltung unseres Marktes hielt auch in der abgelaufen, n Woche an, trotzdem Umsätze von Bedeutung nicht stattfanden und das Geschäft nn prompter Ware belanglos blieb. Erdnußkuchen fest. Preise für Baumwollsaatmehl sowohl für nahe Sichten als auch auf spätere Termine erfuhren eine weitere Aufbesserung, alle übrigen Artikel dagegen md unverändert zu notieren.

Biehmarkt.

Die einschlägigen Viehmärkte hatten während der Berichtswoche unter dem großen Mannheimer Maimarkte sehr stark zu leiden. Die Umsätze an den verschiedenen kleineren Märkten waren nicht groß, immerhin wurde prima Ware den Märkten rasch entnommen, während mittlere Qualität weniger Beachtung fand. Dagegen war daS Geschäft am Mannheimer Maimarkt ein äußerst flottes, die Preise für Schlachtvieh paßten sich im allgemeinen pnen der Vorwoche an. Zucht- und Nutzvieh wurde zu be­deutend höheren Preisen rasch abgesetzt; der Markt wurde hierin voll­ständig geräumt, aber auch der Kälberhandel entwickelte sich sehr flott. DaS Geschäft in Vierden war am Mannheimer Markt sehr lebhaft und waren es hauptsächuch schwere Arbeitspserde, bie sehr rasch Lrebhaber fanden. Im großen und ganzen trug der Mannheimer Maimarkt das Gepräge eines äußerst flotten Geschäftes. Ter Gesamtumsatz belief sich in diesem Jahre auf 3776 Stück.

Märkte.

Gietzen, 11. Mai. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. 1.101.25, Hühnereier per St. 00 2 6t 10-11 <$, Enteneier 2 St 1213 <), Gänse-

eier per St. 1011 d>, Käse 1 St. 58 «J, Käsematte 2 St. 58 «z, Erbsen per Liter 22 <$, Linsen per Liter 34 , Tauben per Paar

M 0.801.00, Hühner per St. M 1.201.70, Hahnen per Stück JC 1.302.00, Enten per St. M 2.002.30, Gänse per Pfd. 0.00 bis ' .00, Ochsenfleisch per Pfd. 6874 »>, Kuh. und Rindfleisch per Pfund 6064 Schweinefleisch per Pfd. 6474 <$, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 78 L, Kalbfleisch per Pfd, 6066 5,, Hammelfleisch per Psd. 5066 Kartoffeln per 100 Kilo 6.00-7.00 JC, Weißkraut per St. 0000 , Zwiebeln per Ctr. M 8.008.50, Mich per Liter 18 <£.

Dauer der Marktzeit von 7 Uhr vormittags bis 1 Uhr mittags.

ko. Aravkfurt, 10. Mai. Heu- und Strohmarkt. An- gesahren: 12 Wagen mit Heu, 3 mit Stroh. Heu Mk. 3.404.80. Stroh (Roggmsiroh) Mk. 3.30-3.50. AllcS per 50 Kilo.

Krieskasten der Redaktion.

L. In der T h e a t e r b a o f r a g e hat der bekannte Bericht­erstatter W. wieder eine erheblich-: Jndiskretton begangen.

Neueste Mldungen.

(Telephon-Meldungen deSGießener Anzeigers".)

W. Darmstadt, 11. Mai. 1.45 Uhr. Die Prinzessiu Erbach-Schönfeld geborene Waldeck-Pyrmont wurde vou einer Tochter entbunden.

Sch. Darmstadt, 11. Mai, 12 Uhr 15 Min. Der Wechsel­fälscher Meß wurde soeben vou der Strafkammer zu einem Jahr und 10 Monaten Gefängnis verurteilt. 2 Monate Untersuchungshaft wurden ihm ungerechnet. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden ihm für 3 Jahre aberkannt. Gestern stellte sich der Polizei der seit vorigem Jahre geflohene Eisenbahnasfistent Wolff. Er hatte vor etwa Jahresfrist Beträge aus der Stationskaffe in Eberstadt unterschlagen.

Berlin, 11. Mai.' TieBert. Pot. Rachr." führen die lange Vertagung des Reichstags auf die Notwendigkeit einer gründlichen Prüfung des Z o ll t ar i f en t w urfs durch den Bundesrat zurück. Der Zolltarif solle dem Reichs­tage unmittelbar nach dem Wiederzusammentritt vorgelegt werden.

Hildesheim, 11. Mai. Durch eine Explosion schlagender Wetter im Kohlenbergwerk Leine bei Alfeld wur­den vier Bergleute getötet, verschiedene verwundet.

Beuthen, 11. Mai. Durch herabstürzende Kohlen in der Eoncordiagrube wurde ein Bergmann getötet. In der Luisegrube wurde ebenfalls ein Bergmann getötet, zwei schwer verletzt.

Bremerhaven, 11. Mai. Der Steward des LloyddampfersKaiser Wilhelm der Große", der seinerzeit die gestohlenen drei Goldbarren wiedergefunden hatte, ist seit gestern mittag verschwunden. Sein Ver­schwinden ist um so rätselhafter, als er heute heiraten wollte.

Ulm, 11. Mai. Im nahen Göttinnen hat die ledige 28 Jahre alte Hagenmaier ihre zwei Kinder nach der Geburt getötet und teils in den Abort, teils in die Güllen­grube geworfen.

Meteorokogifche Äeovachtungen

bet Station Gie«en.

Mai

c t- £

auf CO reduziert

Temperatur der Lust _

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

c? 2 *» K jO e K

Windstärke

Wetter

10. 9«

749,0

+ 12,3

6,6

62

N.

2

Seb. Himmel

11. 7

748,4

+ 9,9

8,0

88

NW.

1

11. 2

749,4

+ 14,8

9,4

75

N.

2

Bew^ Himmel

chste Tk

Mperatu

am

9.-1

0. Mai

+ 16

6» C.

Niedrigste , , 4- 2.4° 0.

Telephonischer Kursbericht.

8Vi % Beichsanleihe . .

8 % do . . 8V| 8/g Konsolt . . . .

8 % do . . . . 81/» % Heasea . . 5% Italien. Rente . . .

4 f/u Gricch, Monop.-AnL

8 % Portugiesen . . . 8% Mexikaner , . . . <Vi/o Chinesen . , . .

Tendenz fest

98-60

88 25

98 45

88.35

95.35

96.20

44.00

25.80

27.00

81.75

Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelßgee. Oesterr. Staatsbahn Gotthardbahn . . Laurahütte . Bochum .... Harpener ....

Frankfurt, den 11. Mai.

Kreditaktien.....217.60

. 188.40

. 182.30 . 148 50 . 152.40 . 147.60 . 162.00 . 218.00 . 196.20

. 180 00