Ausgabe 
12.5.1901 Zweites Blatt
 
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151. Jahrgang

Sonntag 12. Mai 1901

Nr. 111 Zweites Blatt

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Preise».

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Aus ganz Rußland kommen jetzt Nachrichten

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vor der Vertagung zu verabschieden wäre. Das kann nun frühestens Ende des Jahres geschehen.

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republikanischen Ideen nie so empfänglich gewesen gegenwärtig. Tie karlistische Gefahr falle gegenüber republikanischen nicht ins Gewicht.

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Der Vorftan-.

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Anzeiger (Sitfcee.

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Engländer und Buren.

In England blickt man zur Zeit infolge der hoffnungs­volleren Rede, die der Oberkommissar Milner bei einem Abschiedsessen in Kapstadt gehalten hat, wieder etwas mutiger in die Zukunft, und Chamberlain sucht diese Stimmung noch zu verstärken, indem er erklärt, die Re­gierung sei für den Fall der Wiederaufnahme der Frie­densverhandlungen an ihre Ende März bewilligten Be­dingungen, die bekanntlich jenseits des Kanales vielfach verstimmt haben, nicht mehr gebunden. Die selbstverständ-

Tie Lage in China.

Daß an einen baldigen Abschluß der Operationen in China gedacht wird, wollen unterrichtete Kreise u. a. darin sehen, daß die deutschen Schulschiffe, die im vergangenen Winter wegen der chinesischen Verwickelungen in den eurr-

li, Himwefiahrttag:

täglich mit 'leH «freie les Montag-.

***er Kamillen. MtWr Wetten dem An- »chWe t» Wechsel mitHess. ei*«*«tw «MBlätter fi* freg. Matt» tun de" »»er« w* »Gchiiitttch beigelegt.

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die Erbitterung selbst in den fürwohlgesinnt" geltenden Kreisen außerordentlich! sei. Tas Bürgertum sei für

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Politische Tagesschau.

Immer dichter schlingt sich das Netz des Verkehrs um den Erdball. Besonders der Seehandel sucht sich neue Bghnen, und in dein Bestreben, solche zu erschließen, stehen die Hansastädte Hamburg und Bremen allen Mitbewerbern voran. Eine Bremer Rhedereigesellschaft läßt zur Zeit neue Seedampfer von 8000 Tonnen Tragfähigkeit bauen, die den Verkehr auf der neu zu eröffnenden Linie New-York-Südafrika-Ostindien vermitteln sollen. Hamburger Rheder wiederum erörtern jetzt das Projekt einer Schiffs­verbindung zwischen Japan und Kalifornien, also quer durch den Großen Ozean. Als Stationen sind Yokohama und San Franzisko in Aussicht genommen, und zwar sollen die Schiffe der Kosmoslinie sie dienten bis­her ausschließlich dem Verkehr zwischen Hamburg und der Westküste Südamerikas die schwarz-weiß-rote Flagge ständig über den Pacific tragen. Ta die Steamer der Ham­burg-Amerika-Linie Ostasienroute-bis Yokohama fahren, wird es also in Zukunft möglich sein, eine Erdumsegelung von Anfang bis Ende unter Hamburger Flagge zu bewerb stelligen. Kein anderer Staat, auch England nicht, hat eine gleiche Entwickelung des Seeverkehrs aufzuweisen^

Für den Bau der geplanten Kanäle in Preußen ist vielfach geltend gemacht worden, daß dadurch; vielen Tausen­den deutscher Arbeiter willkommene Arbeitsgelegen­heit geboten würde. »Zumal gegenwärtig, bei dem Rück­gang der industriellen Konjunktur, war dies Argument einleuchtend. Umsomehr muß verwundern, daß bei dem gegenwärtig in Angriff genommenen Teltow-Kanal zahlreiche ausländische Arbeiter beschäftigt sind, wäh­rend viele beschäftigungslose deutsche Arbeiter behaupten, es sei ihnen nicht möglich, Annahme zu finden. Diese Be­hauptungen bedürfen der Aufklärung. Sollte es sich wirk­lich so verhalten, so wäre durch entsprechende Vertrags­bestimmungen, oder, wenn diese bestehen, durch, Kontroll­maßregeln für Abhilfe zu sorgen. Tie Angelegenheit hat ein allgemeines Interesse, da überall, wo Staat oder Kommune Unternehmungen ausführen lassen, die Forder­ung zu erheben ist, daß deutsche Arbeiter unbedingt den Vorzug erhalten vor ausländischen Arbeitern.

Wenn man den von der Zensur nach' bewährten Mustern korrigierten Telegrammen glauben darf, dann ist die Be­wegung in Spanien schon halb im Sande verlaufen dank derenergischen Haltung "der Regierung. Nun hat die Erfahrung allerdings gelehrt, daß bei dem Ope­rettenvölkchen der Spanier die Thaten selten den Worten oder den Vorbereitungen entsprechen. Man pflegt einen gewaltigen Anlauf zu nehmen, um nach wenigen Tagen schon zu harmloserem Amüsement zurückzukehren. Diesmal liegt die Sache aber doch wohl anders. Reisende, die vor kurzem die Provinz Katalonien durchquerten, berichten, daß

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Massenverhaftungen, die Ende April stattgefunden haben. Von solchen in der Kaukasusstadt Tiflis berichteten wir schon gestern. Im ganzen Lande sind Studenten und Arbeiter, Professoren, Schriftsteller, Beamte, Aerzte, Gutsbesitzer hinter Schloß und Riegel gebracht worden. Auch; der Schrift­steller Maxim Gorky soll verhaftet sein. Bis jetzt wird über Verhaftungen berichtet aus Petersburg, Moskau, Kiew, Odessa, Warschau, Wilna, Nikolajew, Homel, Dwinsk, Nischny, Nowgorod, Rostow a. D. In Petersburg sind, wie cs sich, jetzt herausstellt, einige siebzig Verhaftungen vorgenommen worden. Fast die gesamte Redaktion der ZeitschriftSchisn" sitzt im Gefängnis. Auch wird berichtet, daß in den Städten zahlreiches Militär durch die Straßen marschierte, Kosaken die Straßen durchritten und es über­haupt überall aussah, als ob man die Ankunft des Feindes erwartete. Aber trotz all dieser Gewaltmaßregeln sanden in einer Reihe von Städten Rußlands Maidemonstrationen statt. In einigen Orten, besonders in Wilna, ist es zu einem heftigen blutigen Zusammenstoß zwischen Kosaken und Arbeitern gekommen. Nach einer amtlichen Bekanntmachung ist den Einwohnern von Moskau verboten worden, Messer zu tragen, ausgenommen diejenigen Personen, deren Be- rufsthätigkeit ein Messer erfordert. Tie Uebertretung des Verbots zieht eine Geldstrafe bis zu 500 Rubel oder Arrest bis 3 Monate nach sich.

liche Bemerkung sollte offenbar den Glauben erwecken, daß England künftig den Frieden nur gegen härtere Beding­ungen gewähren werde. Freilich bietet die Lage auf dem südafrikanischen Kriegsschauplatz für den objektiven eng­lischen Beobachter keinerlei Anlaß zu optimistischen Gefühlen. Tie Buren, die nach den dem englischen Parlamente mit- geteilten Akten über die Verhandlungen im März den Frieden auch damals nicht gesucht, sondern angeboten er­halten haben, zeigen noicfy immer nicht die geringste Lust, den Engländern die Eroberungsarbeit au erleichtern. AuS dem Mangel eingehender Nachrichten darf man selbstver­ständlich! nicht schließen, daß in Südafrika nichts oder nur das vorgeht, was Lord Kitchener für gut befindet, zu melden. Wer sich der Mühe unterzieht, die englische Verlustliste regelmäßig zu studieren, kann vielmehr feststellen, daß kaum ein Tag vergeht, an dem es nicht zu einem Scharmützel kommt und der den Engländern nicht einige Verluste an Menschenleben bringt. Auch die dürftigen Meldungen der Agenturen und Zeitungen lassen diesen Thatbestand we­nigstens ahnen. So erkennt man mit Sicherheit, daß in Transvaal und in der Kapkolonie kein Mangel an kriegeri­scher Arbeit ist.

Reuter meldet aus Johannesburg: Trotz der fortge­setzten Kleinkrieg-Taktik der Buren in verschiedenen Teilen des Landes beginnt die Stadt ihr normales Aussehen wieder anzunehmen. Die meisten Läden sind wieder geöffnet. In den Robinson-Treasuty-Minen begann der Betrieb heute wieder offiziell. Vier weitere Minen sind für die Betriebs­aufnahme wieder nahezu bereit. Derselbe meldet aus Klerksdorp vom 7. d. Mts.: Lord Methuen berichtet aus Huisfontein, daß er den Buren die von ihnen bei Zilli- cattanek erbeutete Kanone wieder abnahm. Vier Buren wurden getötet und sieben gefangen genommen. General! Babington grub eine Kanone und neun Granaten aus.

In der Gegend von Pietersburg haben KitchenerS Fighting Scouts, Eolenbranders Leute, unter Oberst Gren- fell bei Klipdam abermals einen harten Kampf gehabt. Von den Kolonnen, die nördlich! der Eisenbahn Pretoria- Telagoabai Streifungen durch das Buschfeld unternommen haben, ist die des Obersten Benson am 8. Mai in Belfast angekommen. Sie unterstand dem General Sir Bindon! Blood und hatte den Auftrag, in einem Bogen von Middel­burg im Westen über Roos Senkal im Norden und Totes- burg, das ehemalige, jetzt aufgegebene Hauptquartier der Buren, zur Eisenbahn zurückzukehren. Das Haupthospital der Buren wurde in ein ent abgelegenen Thale entdeckt. Nur ein einziges ernstes Gefecht fand während des März statt. In diesem wurden die Buren aus einigen Höhlen verjagt, in denen sie sich mit ihren Familien verborgen hielten. Tie Engländer hatten 5 Verwundete, darunter drei Offiziere. Gewaltige Mengen Vieh und Proviant wurden genommen und viele Familien eingebracht.

In der Entschädigungskommission erklärte der deutsche Vertreter Sieveking, er habe strenge Weisungen von seiner Regierung, darauf zu bestehen, daß er als Vertreter der deutschen Regierung und nicht bloß als Anwalt der Klageführendcn anerkannt werde. Tie For­derungen der letzteren seien im Namen der deutschen Re­gierung erhoben worden. Seine Regierung könne ihre An­sicht nicht aufgeben, derzufolge sie einer mündlichen Be­weisaufnahme sich widersetze; aber er habe an die Anspruch erhebenden Personen in Teutschland ein Rundschreiben ge­sandt, in dem er darauf hingewiesen habe, daß ihr Er­scheinen vor der Kommission wünschenswert sei. Er bitte nun die Kommission, die Arbeit dadurch zu erleichtere daß längere und häufigere Sitzungen anberaumt und daß die hierfür notwendigen Gelder ausgeworfen würden. Ter Prä­sident der Kommission erwiderte, die Stellung der Kom­mission sei einfack) die, daß sie zwischen den einzelnen Regierungen zu vermitteln habe, und wenn auch keine starre und strenge Regel aufgestellt sei, so sei es doch wün­schenswert, daß die Anspruch Erhebenden vor der Kom­mission erschienen. Tie Zweckmäßigkeit dieses Erscheinens gehe aus dem Umstande hervor, daß na ch zweitägiger Sitzung ein Mann, der Holländer zu sein behaupte, sich als Bürger Transvaals entpuppt habe, dessen Ansprüche unzulässig seien. Die Sache gehe die englischen Steuer­zahler an, die zu zahlen hätten. General Sir John Ar- dagh, der Vertreter des englischen Kriegsamts, stimmte der Forderung des deutschen und des holländischen Ver­treters zu, daß sie als Vertreter ihrer Regierungen an­gesehen würden; er selbst vertrete lediglich die englische Regierung.

Telegra«» des Gietzener Anzeigers.

Birmingham, 10. Mai. Der Kolonialminister hielt eine Rede, worin er ausführte, England kämpfe nicht um Kleinigkeiten, sondern um den Bestand des britischen Be­sitzes in Südafrika. Wäre England vor dem Kampfe zurück­geschreckt, so wäre das Vertrauen der Kolonien verloren, so wäre es zum Spott und Verachtung der gebildeten Welt geworden. Tie englische Nation sei aus dem Kampfe in eiiner Weise hervorgegangen, welche darthue, daß sie ihrer Vorfahren nicht unwürdig sei.

AML- jißa Avid,

GietzennAnzeiger

General-Anzeiger v

Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen

Bekanntmachung,

In der Zeit vom 4. Mai bis 10. Mai l. I. wurde» in hiesiger Stadt

gefunden: 1 Paar schwarze DamenHandschuhe und 1 Portemonnaie;

verloren: 1 Portemonnaie mit Inhalt und 1 schwarzer, seidener Sonnenschirm.

Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen.

Gießen, den 10. Mai 1901.

Großherzogliches Polizei amt Gießen. Hechler.

Vom Tage.

Aus Berlin, 10. Mai, wird uns geschrieben:

Der Plan, den Reichstag bis zum 26. November zu vertagen, findet auch auf konservativer Seite Zustimmung. Das war nicht ohne weiteres zu erwarten, weil gerade die Rechte wiederholt erklärt hatte, sie legen den größten Wert darauf, den Zolltarif noch in diesem Sommer unter Dach zu bringen. Heute abend führt jedoch dieKreuz-Ztg." aus, daß, selbst wenn die Erledigung des Zolltarifs im Bundesrat sich innerhalb Monatsftist hätte ermöglichen lassen, für das Vorhandensein einer beschlußfähigen Anzahl von Reichstagsmitgliedern bei den dann folgenden Be­ratungen nicht genügende Sicherheit vorhanden gewesen wäre. Vollkommen zutreffend; aber das hätte man fich auch vor einigen Wochen ebensogut sagen können, als man so stürmisch das Erscheinen des Zolltarifs verlangte. Herren der Regierung sollen damals ton Parteiführern auf die Frage, ob sie die Gewähr übernehmen möchten für ein dauernd beschlußfähiges Haus nach Pfingsten, die Antwort empfangen haben:Unter keinen Umständen!" Graf Bülow hat keinen Anlaß, die Arbeitslust des Reichstags höher ein­ruschätzen, als die Parlamentarier selbst dies thun. Von dem im Vorstände desBundes der Landwirte" angeregten Vorhaben, den Reichskanzler über den Stand der Zolb- tarif-Arbeiten zu interpellieren, wird Abstand genommen werden.

Herr v. Miquel hat sich heute von seinen Beamten ver­abschiedet, wobei er nur mühsam seine innere Bewegung bekämpfte. Die Demission geht dem Minister nach allem, was man hört, sehr nahe, und er wird längere Zeit brauchen, bis er das seelische Gleichgewicht wieder erlangt hat. Niemals hatte Herr v. Miquel einen solchen Abgang vorausgesehen, er glaubte bis zuletzt seine Position völlig unerschüttert. Er hatte noch mancherlei Pläne vor, Pläne, die ihn auf einem anderen, populäreren Gebiet zeigen sollten, als' auf dem fiskalischen, steuertechnischen, und nach deren Ausführungen gedachte Herr v. Miquel sich zur Ruhe ^u setzen. Die ziemlich scharfen Urteile der liberalen Presse haben, wie verlautet, den Minister nicht besonders tangiert; er sei darauf gefaßt gewesen, von dieser Seite nicht glimpflich behandelt zu werden. Dagegen vermisse Herr v. Miquel sowohl die Wärme der Anerkennung wie der Inschutznahme bei den Konservativen und agrarischen Organen. Daß er der Landwirtschaft, innerhalb der ge­zogenen Grenzen, jederzeit seine Fürsorge zuwendete, konnte größeren Tank beanspruchen. Bis zum 1. Juni bleibt Miquel noch im Kastanienwäldchen wohnen, um dann seinem Nach­folger, Frhrn. v. Rheinbaben, Platz zu machen. Bis dahin haben also die bisherigen zahlreichen politischen Freunde des Exministers noch Gelegenheit, sich zu verabschieden und ihm ihre Erkenntlichkeit abzuslatten für manchen guten Rat, den sie bei dem klugen Alten einholten.

Ter Reichstag hat heute den T i ä t e n a n t r a g in dritter Lesung gegen die Stimmen der Konservativen an­genommen. Eine Diskussion über den Antrag fand nicht statt; auch die Regierung sah sich nicht veranlaßt, eine präzise Erklärung zur Sache abzugeben. Wozu auch!Man spricht vergeblich viel, um zu versagen. Ter Andere hört aus allem nur das Nein". Eine Fraktion allenfalls könnte die Anwesenheitsgelder durchsetzen, wenn sie wollte: das Zentrum, und zwar dann, wenn wieder einmal die Re­gierung die ausschlaggebende Partei dringend nötig hat für eine wichtige Vorlage, sei es Steuern, oder Forderungen für Wehrzwecke. Setzten bann dieDiplomaten" des Zen­trums den Hebel an, und ließen merken, daß eine öanb die andere wasche, und daß Diäten ein gutes Mittel seien, um alle Zentrumsmannen zur Unterstützung der Regier­ungspläne zu sammeln so würde vielleicht der Bundes­rat, obschon mit Seufzen, nachgeben.

Ehe T e u t s ch - O st a f r i k q wirtschaftlichgerettet" ist, was nach der Erklärung des Reichskanzlers nur durch den Bau der Eisenbahn Tar-es-Salaam-Mrogoro geschehen kann, wird noch geraume Zeit ins Land gehen. Nicht ohne Schuld daran ist das Finanzkonsortium, mit dem die Re­gierung den Bauvertrag abschließen will. Das Konsortium hat jetzt wesentlich günstigere Bedingungen zugestanden, so die Herabsetzung des ursprünglich auf 24 Millionen veranschlagten Anlagekapitals und die Erhöhung der dem Reich zu gewährendem Gewinnquote. Warum nicht gleich? Warum mußte erst Abg. Tr. Arendt (Rp.), ein eifriger Kolonialpolitiker, der Unterkommission eine von ihm aus­gestellte Baw- und Rentabilitätsberechnung vorlegen, ehe Die leitende Bank günstigere Bedingungen anbot? Wären die Herren vom Syndikat von Anfang au entgegenkommen­der gewesen, dann hätte sich ivohl im Parlament eine Mehrheit für das Garantiegesetz gefunden, sodaß es noch

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