Ausgabe 
12.5.1901 Erstes Blatt
 
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151. Jahrgang

Sonntag 12. Mai 1901

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unter den 397 Erwählten des Volkes würde eine Befriedig.

177

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25 57

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zu übertragen 328 69

Summa 437 82

21 63

8 90

3 35

4

1

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16 37

145

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1 61

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3 84 106

1 79

Mbach

Allendorf a. d. Lahn

Allendorf a. d. Ld.

4 20

2 77

9 22

40

4 26

17 22

4 70 55

1 55

3 62

1 74

1 10

1 80

9 85

1 75

2 60

1 11

73

8 37

1 10

1

11089

4 95

18 05

7 45

13 41

6 53 27 48

461

7 72

1 50

13 68

16

42 1 92

10

30

9 40

Uebertrag 328 69 4 23 6 30 2 81 1 56 2 28 1 20

laut der Sprache des Ovid und die düstere Energie des Taciteischen Stiles, so wäre dennoch das Mühen umsonst, in Monatsraten prü-! Tiätcn werden nicht bewilligt. Auf der Wartburg, dort, wo Monats schuldet und zu entrichten I Martinus Luther einst zorngemut dem Teufel das Tinten-

ung seines Ehrgeizes schwerlich darin erblicken, der trau­lichen Gemeinschaft derKerls" zugerechnet zu werden, oder nach dem Muster der Geusen das unfreundliche Beiwort als schmückenden Namen zu acceptieren. Um so will­kommener war es, daß Graf Posadowsky die Gepflogenheit

56 Queckborn

57 Rabertshausen mit Ringelshausen

58 RemhardShatn

59 Reiskirchen

60 Rodheim mit Hof Graß

61 Rödgen

62 Röthges

42 Lindenstruth

43 Lollar

44 Londorf

45 Lumda

46 Mainzlar

47 Münster

67 Staufenberg mit Friedel- Hausen

68 Steinbach

69 Steinheim

70 Stockhausen

71 Trais-Horloff

72 Treis a. d. Lda.

73 Trohe

74 Utphe

75 Dillingen

76 Watzenborn mit Steinberg

77 Weickartshain

78 WeiterShain

79 Wieseck

51 Obbornhofen

52 Ober« Bessingen

53 Ober-Hörgern

mundes schriftlich einzureichen.

Beim Eintritt in die Anstalt hat eine jede Schülerin ein ärztlichesZcugnis vorzulegen, das sich über ihren Gesundheitszustand, sowie weiter darüber ausspreck)en muh, daß gegenwärtig keine ansteckende Krankheit in ihrer Fa­milie und bei deren Hausbewohnern bestehe.

Lindheim, den 11. April 1901.

Der Vorsitzende des landw. Bezirksvereins Büdingen. Jrle, Kreisrat.

Der Aufsichtsrat:

Wefternacher, Oberamtmann. Frau Western a cher.

worden ist, durch den Import Simmenthaler Originalbullen ihren Bedarf an besserem Zuchtmaterial mit Unterstützung des Provinzialvereins zu decken, wird hiermit auch den Ge­meinden, welche die Vogelsberger Zuchtrichtung verfolgen, eine gleiche Vergünstigung geboten. Zu diesem Zwecke haben die Gemeinden und Zuchtvereine, welche Vogelsberger Bullen besserer Qualität durch den Verein beschaffen wollen, dies bei mir anzumelden. Der Ankauf erfolgt wie seither durch Beauftragte der betreffenden Gemeinde, und wird der fragliche Bulle hiernach von einem von mir bestimmten Sachverstän- digen besichtigt, um feftzustellen, ob das betreffende Tier die Qualität besitzt, welche man von einem guten Zuchttiere fordern muß. Außerdem find folgende Bedingungen zu erfüllen:

1. Der betreffende Bulle muß Väter- und mütterlicher­seits von Herdbuchtieren abstammen.

2. Derselbe muß von der Körkommisfion des 1. Kör- bezirke» angekört fein.

Bei Erfüllung dieser Bedingungen trägt der Provinzial- verein 20 Prozent des Ankaufspreises.

Wenn das betreffende Tier im Hessischen Auslande ge­kauft worden ist, kann von den Bedingungen 1 und 2 ab­gesehen werden.

Ich bitte bezügl. Anträge unter Einreichung deS Sör- scheines bei mir zu stellen.

Hardt.Hof, den 1. Mai 1901.

Der Präsident des landwirtschaftlichen Vereins für die Provinz Oberheffeu.

Sch lenke.

Ter Reichstagssold.

Man kann nicht behaupten, daß es für unser politisches

Die landw. Hanghaltnngsschvlk ;n lindheim

Provinz Hverhesseu.

63 Rüddingshausen

64 Ruttershausen mitKirchberg 1 50

65 Saasen mit Bollnbach, Veitsberg und Wirberg

66 Stangenrod

Bekanntmachung.

Betr.: Einsendllhg der für die LandeSwaisenanstalt zu er­hebenden Kollekten und Büchsengelder.

Im Kreise Gießen sind in der Zeit vom 1. Februar 1900 bis dahin 1901 in den einzelnen Gemeinden die nach­stehend verzeichneten Beträge für die LandeSwaiseukaffe ein- gegangen.

Man bringt dies mit herzlichem Danke für die Geber hierdurch zur öffentlichen Kenntnis.

Gießen, den 10. Mai 1901.

Großherzogliches Kreisamt Gietzor.

v. Bechtold.

Verzeichnis

der im Kreise Gießen in der Zeit vom 1. Februar 1900 bis dahin 1901 eiugegavgeven Waisenbüchsengelder.

Bekanntmachung.

Betr.: Die Beschaffung von Zuchtbullen Vogelsberger Raffe mit Unterstützung des Provinztalvereins.

Nachdem den Gemeinden und Zuchtvereinen, welche die Simmenthaler Zuchtrichtung verfolgen, Gelegenheit gegeben

Buß, Schulrat. Bär, Pfarrer. Lipp, Bürgermeister. König, Beigeordneter.

48 Muschenheim mitHof-Güll 1

49 Rieder-Bessingei»

50 Ronnenroth

suchen, wobei die Hausmutter bezw. die Assistentin die Begleitung übernimmt. Morgens vor dem Frühstück, vor und nach dem Mittagessen und abends vor dem Schlafen­gehen findet gemeinsames Gebet statt.

Besuche von Ätern und Schwestern sind gestattet, solche anderer Personen nur unter Begleitung eines Mit­glieds des Aufsichtsrats.

In die Anstalt sind mit zu bringen: 1 Bett­decke, 1 Unterbett, 1 Kissen, (Bettstelle und Matratze werden gestellt), 1 doppelter Ueberzug, 1 weißer Bettüberwurf, 3 Betttücher, 2 einfache Druckzeugkleider, 6 Hemden, 4 Hand­tücher, 2 Bettjacken (Kleider und Wäsche gezeichnet), 1 Klei­derbürste, 1 Schuhbürste, 1 Zahnbürste, 1 Regenschirm, 1 Nähstein, Zeug und Leinwand zur Anfertigung bezw. Unterhaltung von Kleidern, Hemden und Bettwäsche, Wolle und Garn zu Strümpfen und Socken rc. und 2 Vorhäng- schlößchen.

Am Schlüsse des Kursus findet eine Ausstellung der gefertigten Arbeiten, die Uebergabe von Zeugnissen über Betragen und Leistungen, sowie eine feierliche Entlassung der Schülerinnen statt, wozu deren Eltern und Angehörige eingeladen werden.

Der IL Kursus pro 1901 beginnt Montag den 1. Juli und wird Samstag den 30. November geschlossen werden.

Die Meldungen hierzu sind bei dem unterzeichneten Vorsitzenden des landw. Bezirksvereins Büdingen unter gleichzeitiger Angabe des Vor- und Zunamens, des Tags, Monats und Jahres der Geburt und des Wohnorts der Schülerin und oes Namens der Eltern oder des Bor-4

Tie zu Lindheim seit 1889 bestehende Haushaltungs- schulc des landwirtschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen steht unter Oberleitung und Verwaltung des landw. Bezirksvereins Büdingen und eines Aussichtsrats zu Lindheim, und hat die Ausgabe, Mädchen im Alter von etwa 1620 Jahren die Gelegenheit zur Aneignung derjenigen Kenntnisse und Fertigkeiten zu geben, welche zur Führung einer wohl geordneten, ein­fachen bürgerlichen Haushaltung erforderlich sind, sie an Reinlichkeit, Pünktlichkeit und Fleiß, Ordnung und Unterordnung, sowie an Sparsamkeit im Haushalt §ui o , - ... k. .... - ,x.-, - . f .,= /

gewöhnen, und auf Geist und Gemüt bildend einzuwirken, ^n und für die öffentliche Stimmung einen wesentlichen

In dieser Lehranstalt erhalten die Mädchen Vorzugs- ^uHen bedeutet, wenn immer wieder unbeglaubigte und weise Unterricht und praktische Anleitung imKochen. Die unkontrollierbare Aeußerungen des Kaisers verbreitet wer- Unterweisung erfolgt hierin abteilungsweise an zwei Koch- bte' psychologisch geschickt berechnet, der sachlichen Er- herden und ist auf die Erlernung der Zubereitung einer ?ie ^bung des Gereizt-Persönlichen verleihen,

schmackhaften und kräftigen sog. Hausmannskost gerichtet, Wort von demKanalschlucken" hat in dem jüngsten Weiter wird unterrichtet im Konservieren vonNähr- preußischen Konflikt eine heimliche, aber keineswegs neben­an gsMitteln, wie Einmachen von Gemüsen und sächliche Rolle gespielt, und die angebliche BemerkungIch Früchten, Einsalzen von Fleisch, Räuchern von Fleisch und g^e den Kerls keine Diäten", war kaum dazu geeignet, die Wurstwaren, sodann'im Backen, im Waschen, in der Gemüter unserer Reick)sparlamentarier mit freudiger Ge- Behandlung der Wäsche und Kleidung, im Bügeln nugthuung und mit jenem glücklichen Stolz zu erfüllen, und Putzen. Hieran schließen sich an: Molkerei- den die Anerkennung der Besten zu verleihen pflegt. Graf wesen (Behandlung der aus dem Orte Lindheim bezogenen Ballestrem ist einer der reichsten Magnaten in Deutschland, Milch und Bereitung von Butter und Käse in der in dem Prinz Arenberg gehört gleich dem Grafen Stolberg-Wer- Anstaltsgebäude eingerichteten Neinwirtschaftlichen Mol-Nigerode zu den Mitgliedern der ältesten standesherrlichen kerei), Bestellung und Ausnutzung des Gemüsegartens, sowie Familien. Fürst-Herbert Bismarck und Graf Roon tragen Zucht und Pflege des Geflügels. Gründliche Unterweisimg recht ansehnliche historische Namen und noch mancher andere erfolgt ferner in der .Fertigung weiblicher Hand- on'7

arbeiten (Stricken, Flicken, Stovfen und Weißnähen mit der Hand und der Maschine, Kleioermachen, wobei sich die Mädchen für den eigenen Bedarf und für denjenigen ihrer Familie beschäftigen dürfen). Auch wird in den Fortbild- ungssächern, nämlich im Rechnen, in der Abfassung von Aufsätzen und Briefen und in der Buchführung Unterricht ertielt, wie auch Unterricht in den Anfangsgründen der Gesundheits- und Krankenpflege erfolgt. Es ist in der Anstalt für eine geist- und gemütsbildende Lektüre ge­sorgt, und wird der Gesang gepflegt. Ein Klavier ist der! unentgeltlichen Benutzung der Mädchen überlassen.

Tie unmittelbare Leitung der Anstalt ist einer Vor­steherin (Hausmutter) und einer Assistenttn (Jndustrie- lehrerin) übertragen, welche beide in dem Anstaltsgebäude wohnen. Außerdem erteilen in der Anstalt der Großh. | Kreisarzt zu Büdingen, ' " ' '

Volksschullehrer i

Es finden jährlich zwei Unterrichtskurse von je fünf Monaten statt, in welchen jede Schülerin für Unter­richt, Wäsche und Logis 20 Mt. bei dem Einttitt, und für Kost und Verpfleguna pro Tag 1 Mk. ' " '

numerando am 1. jeden Monats schu v ... .... ,

Hot. Außerdem sind noch etwaige Ausgaben für Arzt und! faß nachwarf, Ml der Kaiser gesagt haben : >,Der Bewilligung Apotheke zu bestteiten. von Diäten werde ich> nicht eher zusttmmen, bis das Reichs-

Vom Tage des Eintritts an, also während des Kursus, I tagswahlgesetz eine entsprechende Aenderung in Bezug auf dürfen die Mädchen ohne Erlaubnis oder Auftrag die Wahlberechttgung erfahren hat. Oppositionelle Volks- der Hausmutter außerhalb der Anstalt nicht ver- Vertreter haben wir mehr als genug, und die Leistungen der kehren und sie haben sich der eingeführten Hausord- bezahlten Landtagsabgeordneten, wenigstens in Preußen, nung unweigerlich zu fügen. Insbesondere ist ihnen sind midy nicht die hervorragendsten."' Sind diese Worte auch Ehrerbietung, Gehorsam und Unterordnung gegen das auch, apokryph, so darf man doch annehrnen, daß ihr Aufsichts- und Lehrerpersonal, Freundlichkeit, Verttäglich- Kern die Ansicht des Monarchen trifft, daß in der feit und liebevoller Verkehr unter einander und endlich in den leiteiiden Kreisen die Bewilligung von Tagegeldern Treue, Fleiß und Sorgfalt bei den Arbeiten zur sttengsten als ein Mittel angesehen wird, die Wahlberechtigung zu Pflicht gemacht. beschränken, oder, mit anderen Worten, an dem Grundsatz

An Sonn« und Feiertagen werden die Mäd- des allgemeinen, geheimen und diretten Wahlrechts Aendcr- chen veranlaßt, den Gottesdienst ihrer Konfession zu be-1 ungern zu erzielen. Ein Erfolg würde allerdings ansge-

54 Odenhausen mit Appenborn

55 Oppenrod

4 Allertshausen

6 Alten-Buseck

6 Annerod

7 Bellersheim

6 BelterShain

9 Bersrod

10 Bettenhausen

11 Beuern

12 Birklar

15 Burkhardsfelden

14 Climbach

15 Daubringen

16 Dorf-Gill

17 Eberstadt mit Arnsburg

18 Ettingshausen

19 Garbenteich

20 Geilshausen

21 Gießen

22 Göbelnrod

23 Großen-Buseck

24 Großen-Linden

25 Granberg

26 Grüningen

27 Harbach

28 Hattenrod

29 Hausen

30 Heuchelheim

31 Holzheim

32 Hungen

33 Inheiden

34 Hesselbach

35 Klein-Linden

36 Langd

37 Lang-Göns

38 Langsdorf

39 Lauter

40 Leihgestern

41 Lich mit Hof Albach, Coln- hausen und Mühlsachsen

der Regierung aufgab, Initiativanträge aus dem Hause stets in schöner Einsamkeit verhandeln zu lassen, daß er vielmehr energisch und bestimmt das Wort und zugleich auch seine Wirkungen aus der Welt schaffte.

So konnte die Verhandlung über die Diäten, nachdem erst einmal Herr Singer sein Herz erschlossen batte, auf einen rein sachlichen Boden hinübergeleitet werden. Mer es lag ttotzdem von Anbeginn über dem Reichstage ein Hauch vv7i Resignation, ein Hauch von jener Melancholie, mit der Frau Penelope an jedem jungen Morgen ihr Nidingen, ein Landwirtschaftslehrer, ein I Gewebe begann, um es alsbald in heimlicher Nacht wieder und der Kreis-^Obstbautechniker Unterricht, s zu vernichten. Und sprächen sie mit Engelszungen, hätten sie die Beredtsamkeit eines Demosthenes, den süßen Wohl-

Amtlicher Feil.

Bekanntmachung.

Betr.: Maßregeln gegen die Verbreitung der Maul^ und Klauenseuche.

2luf Grund des § 17 des Reichsviehseuchengefetzes vom 23. Juni 1880 (1. Mai 1894) ordnen wir hiermit die stän- mge veterinärpolizeiliche Ueberwachung und Beauflickftigung sämtlicher von Unternehmern behufs öffentlichen Verkaufs in öffentlichen oder privaten Räumlichkeiten zusammenge­brachten sowie der in Gaststätten, privaten Schlachtstätten und Ställen von Viehhändlern vorhandenen und fernerhin in solche gelangenden Viehbestände, alles dies in den Gemarkungen Gießen, Heuchelheim und Wieseck, mit dem Anfügen an, daß dem Großh. Kreis- veterinäramt Gießen diese Tiere bei ihrer Einführung nach Stückzahl und zwar, wenn diese Einführung durch die Eisenbahn erfolgt war, unter Vorlage der Frachtscheine anzumelden sind. Der Verkauf der Tiere ist vor der daraufhin erfolgenden veterinäramtlichen Untersuchung, die ftühestens 24 Stunden nach der Einstettung vorgenommen wird, verboten.

Zuwiderhandlungen werden unnachsichtlich bestraft.

Wär: weisen ausdrückliche darauf hin, daß diese An- ^nun^ auch für die Gemarkungen Gießen und Heuchel- Gießen, den 8. Mai 1901.

Gwßhei^ogliches Kreisamt Gießen.

v. Bech told.